DE1165680B - Anordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Direkt- und Umwegverkeh - Google Patents
Anordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Direkt- und UmwegverkehInfo
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Description
- Anordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Direkt-und Umwegverkehr Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit mehreren Wählvermittlungsstellen, welche gleichzeitig oder alternativ Ausgangs-, Durchgangs- oder Zielämter sein können, in einem ausgedehnten Fernmeldenetz, in welchem die Zielämter außer über einen Regelweg noch über mehrere Umgehungswege erreichbar sind, die über möglicherweise mehrere Durchgangsämter führen, und in welchem ferner die durch Schaltmittel der verschiedenen Umgehungswege laufend überwachten und aus den Durchgangsämtern in die mit diesen verbundenen Ausgangsämtern rückgemeldeten Belastungszustände dieser Wege Schaltmittel veranlassen, aus einer durch die das Zielamt kennzeichnende Ortskennzahl eingestellten und individuell vorsorglich bestimmte Wege festlegenden Speichereinrichtung eine solche Leitzahl abzugreifen, welche einen belegbaren Verbindungsweg vom Ausgangsamt zum Zielamt festlegt, und in welchen ferner die in den Durchgangsämtern gemessenen Belastungszustände abgehender Leitungsbündel als oberhalb oder unterhalb eines bestimmten Prozentsatzes liegend in die Ausgangsämter übertragen werden.
- Es sind bereits derartige Anordnungen bekannt, in welchen im Umwegverkehr von mehreren Wegen derjenige belegt wird, welcher eine geringste Verkehrsbelastung aufweist. Dadurch sollte eine gleichmäßige Belastung des gesamten Netzes herbeigeführt und eine Verdrängung des Direktverkehrs verhindert werden. Zur übertragung der Meßwerte der Verkehrsbelastung der einzelnen Leitungsbündel waren hierzu Schaltmittel erforderlich, die es ermöglichten, beständig jeweils einen von einer Vielzahl von Meßwerten von den Durchgangsämtern in die Ausgangsämter zu übertragen.
- In einer weiteren bekannten Anordnung können zur Rückmeldung des Belastungszustandes der Leitungsbündel wesentlich einfachere Übertragungsmittel dadurch vorgesehen werden, daß die in den Durchgangsämtern gemessenen Belastungszustände der abgehenden Bündel als oberhalb oder unterhalb bestimmter Prozentsätze liegend in die Ausgangsämter übertragen werden. Es ist dabei vorgesehen, den Umwegverkehr zwecks Bevorzugung des Direktverkehrs dann zu sperren, wenn die Belastung der Leitungsbündel einen bestimmten Prozentsatz übersteigt, um dadurch die Abwicklung des Direktverkehrs auch bei Belastungsschwankungen zu gewährleisten. Die Belastungsschwankungen sind also in einem bestimmten festgelegten Prozentsatz berücksichtigt.
- Ein allen bekannten Anordnungen gemeinsamer Nachteil ist der, daß nur die momentane Höhe der Belastung der Leitungsbündel zur Sperrung des Umwegverkehrs zwecks Bevorzugung des Direktverkehrs maßgeblich ist, nicht aber das zeitliche Verhalten der Belastung, deren Schwankungen in der Größe und in der zeitlichen Dauer sehr unterschiedlich sein können.
- Die Aufgabe der Erfindung, die genannten Nachteile zu vermeiden, wird dadurch gelöst, daß die aus den Durchgangsämtern abgehenden Leitungsbündel in den sie erreichenden Ausgangsämtern nur dann als belegbar gekennzeichnet werden, nachdem der Belastungszustand eine bestimmte Dauer unterhalb des bestimmten Prozentsatzes gelegen hat.
- Dies bewirkt, daß Leitungsbündel nur dann im Umwegverkehr belegt werden können, wenn noch mehr Leitungen frei sind, als voraussichtlich zur Zeit zur Abwicklung des Direktverkehrs benötigt werden, und wenn sie nicht nur kurzzeitig und zufällig gleichzeitig frei werden. Ferner wird der genannte Prozentsatz bei verschiedenen Leitungsbündeln verschieden hoch in Abhängigkeit von der absoluten Bündelgröße und der relativen Verkehrsbelastung festgesetzt, um z. B. auch bei großen Schwankungen der Verkehrsbelastung eine Verdrängung des Direktverkehrs mit Sicherheit zu verhindern.
- Die zur Verwirklichung der erfindungsgemäßen Anordnung notwendigen Schalteinrichtungen sind im einzelnen an sich bekannt, z. B. Verkehrsmeßeinrichtungen, Schalteinrichtungen zur Datenübertragung, Speicher, Umwerter, Einstellsätze, Wähler. Deshalb ist die Beschreibung der Erfindung auf das Zusammenwirken derselben beschränkt.
- Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung. Es sind die durch ein übergeordnetes Netz verbundenen Ämter A ... E und sie verbindende Direktwege (Leitungsbündel) dargestellt. Die gleichen die Ämter A ... E direkt miteinander verbindenden Leitungsbündel können auch im Umwegverkehr belegt werden.
- Ein Anruf aus dem Amt A in das Amt E wird z. B. über den Direktweg 1 vermittelt. Als Ausweichmöglichkeiten stehen noch folgende Umwegverbindungen über folgende als Durchgangsämter dienende Ämter zur Verfügung: 2. C; 3. C, D; 4. B, C; 5. B, C, D; 6. B, D; 7. B, D, C. Die Belastungszustände der die Ämter B ... E miteinander verbindenden Leitungsbündel werden beständig in den in diesem Verbindungsfall als Durchgangsämter arbeitenden Ämtern B ... D durch Verkehrsmeßeinrichtungen gemessen, mit in diesen festgelegten Werten verglichen und die Leitungsbündel als im Umwegsverkehr belegbar oder, wenn die augenblickliche Verkehrsbelastung des betreffenden Bündels einen bestimmten Prozentsatz überschreitet, als nicht belegbar gekennzeichnet. Diese Informationen werden z. B. über Schalteinrichtungen für Datenübertragung beständig zum Ausgangsamt A übertragen.
- Diese Übertragung wird einer bestimmten Zeitverzögerung z. B. an der sendenden Stelle (z. B. in einem der Ämter B ... D) oder an der empfangenden Stelle (z. B. im Amt A) unterworfen. Die Zeitverzögerung verhindert die Kennzeichnung der Belegbarkeit für Umwegverkehr, wenn nur kurzzeitig und zufällig gleichzeitig mehrere Leitungen eines stark belasteten Bündels frei sind.
- Diese Informationen über die Belegbarkeit der verschiedenen Leitungsbündel im Umwegverkehr werden z. B. von einem Umwerter im Amt A aufgenommen und bei Inanspruchnahme der Möglichkeit des Umwegverkehrs ausgewertet. Vom Umwerter wird eine Leitzahl gekennzeichnet, welche einen belegbaren Verbindungsweg vom Ausgangsamt zum Zielamt festlegt. Durch diese Leitzahl wird z. B. mittels Einstellsätzen durch Wähler die gewünschte Verbindung durchgeschaltet.
- Durch Festlegung eines mit der Leitzahl bestimmten Weges wird die Möglichkeit der Umsteuerung auf einen zweiten, anderen Umweg in einem der im Zuge des Verbindungsaufbaues nachfolgenden Durchgangsämter ausgeschlossen. Wird die letzte freie Leitung eines im Umwegverkehr als frei gekennzeichneten Leitungsbündels während des Verbindungsaufbaues belegt, so wird entweder dem rufenden Teilnehmer Besetztzeichen übertragen, oder vom Umwerter des Ausgangsamtes wird eine andere Umwegverbindung ermittelt und über Wähler u. dgl. angesteuert.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Anordnung für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit mehreren Wählvermittlungsstellen, welche gleichzeitig oder alternativ Ausgangs-, Durchgangs- oder Zielämter sein können, in einem ausgedehnten Fernmeldenetz, in welchem die Zielämter außer über einen Regelweg noch über mehrere Umgehungswege erreichbar sind, die über möglicherweise mehrere Durchgangsämter führen, und in welchem die durch Schaltmittel der verschiedenen Umgehungswege laufend überwachten und aus den Durchgangsämtern in die mit diesen verbundenen Ausgangsämter rückgemeldeten Belastungszustände dieser Wege Schaltmittel veranlassen, aus einer durch die das Zielamt kennzeichnende Ortskennzahl eingestellten und individuell vorsorglich bestimmte Wege festlegenden Speichereinrichtung eine solche Leitzahl abzugreifen, welche einen belegbaren Verbindungsweg vom Ausgangsamt zum Zielamt festlegt, und in welchen ferner die in den Durchgangsämtern gemessenen Belastungszustände abgehender Leitungsbündel als oberhalb oder unterhalb eines bestimmten Prozentsatzes liegend in die Ausgangsämter übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den Durchgangsämtern abgehenden Leitungsbündel in den sie erreichenden Ausgangsämtern nur dann als belegbar gekennzeichnet werden, nachdem der Belastungszustand eine bestimmte Dauer unterhalb des bestimmten Prozentsatzes gelegen hat.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der für die Belegbarkeit bzw. Sperrung von Bündeln für Umwegverkehr maßgebliche Prozentsatz belegter Leitungen in Abhängigkeit von der Bündelgröße und/oder Verkehrsbelastung verschieden hoch festgesetzt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: M. Hebel, »Planungsvorschläge zum Wiederaufbau des Deutschen Fernsprechnetzes mit Fernwählbetrieb«, München (1948), S. 18 bis 21.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES76348A DE1165680B (de) | 1961-10-20 | 1961-10-20 | Anordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Direkt- und Umwegverkeh |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES76348A DE1165680B (de) | 1961-10-20 | 1961-10-20 | Anordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Direkt- und Umwegverkeh |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1165680B true DE1165680B (de) | 1964-03-19 |
Family
ID=7506056
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES76348A Pending DE1165680B (de) | 1961-10-20 | 1961-10-20 | Anordnung fuer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit Direkt- und Umwegverkeh |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1165680B (de) |
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-
1961
- 1961-10-20 DE DES76348A patent/DE1165680B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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