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DE1165645B - Elektropneumatische Druckluftbremse fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Elektropneumatische Druckluftbremse fuer Schienenfahrzeuge

Info

Publication number
DE1165645B
DE1165645B DEK48764A DEK0048764A DE1165645B DE 1165645 B DE1165645 B DE 1165645B DE K48764 A DEK48764 A DE K48764A DE K0048764 A DEK0048764 A DE K0048764A DE 1165645 B DE1165645 B DE 1165645B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
line
main air
pressure
air line
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK48764A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Moeller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knorr Bremse GmbH
Original Assignee
Knorr Bremse GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knorr Bremse GmbH filed Critical Knorr Bremse GmbH
Priority to DEK48764A priority Critical patent/DE1165645B/de
Publication of DE1165645B publication Critical patent/DE1165645B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T13/00Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
    • B60T13/10Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
    • B60T13/66Electrical control in fluid-pressure brake systems
    • B60T13/665Electrical control in fluid-pressure brake systems the systems being specially adapted for transferring two or more command signals, e.g. railway systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

  • Elektropneumatische Druckluftbremse für Schienenfahrzeuge Die Erfindung betrifft eine elektropneumatische Druckluftbremse für Schienenfahrzeuge mit einem vom Druck in einer Hauptluftleitung gesteuerten, mehrlösigen Steuerventil, mit einer das Steuerventil mit Druckluft versorgenden Fülleitung und mit zwei Magnetventilen, welche Verbindungen der Hauptluftleitung mit der Fülleitung bzw. mit der Atmosphäre überwachen.
  • Bei elektropneumatischen Druckluftbremsen der vorgenannten Art steuern die beiden Magnetventile parallel zum am Steuerfahrzeug angeordneten Führerbremsventil den in der Hauptluftleitung herrschenden Druck, so daß dieser - einen aus nur mit Bremsen dieser Art versehenen Wagen zusammengesetzten Zug vorausgesetzt - auch beim Einsteuern von Druckänderungen über der. ganzen Länge der Hauptluftleitung stets eine zumindest annähernd gleiche Höhe aufweist.
  • Falls jedoch in einem Zug außer mit der elektropneumatischen Druckluftbremse auch mit reinen Druckluftbremsen der Zweileitungsbauart ausgerüstete Wagen eingestellt sind, so ergeben sich infolge der dann ungleichmäßigen Verteilung der Magnetventile über der Länge der Hauptluftleitung in dieser beim Einsteuern von Druckänderungen örtlich unterschiedliche Drücke, welche über die Steuerventile ein unterschiedlich starkes Betätigen der einzelnen Wagenbremsen und damit Stauchungen und/oder Zerrungen im Zugverband bewirken. Besonders ungünstige Verhältnisse ergeben sich, wenn in dem Zug Wagen mit rein pneumatischen, einlösigen Bremsen eingestellt sind. Da bei diesen Bremsen der die Bremsluft speichernde Hilfsluftbehälter aus der Hauptluftleitung gefüllt werden muß, zapfen diese Bremsen beim Lösen während einer beträchtlichen, die Öffnungszeit der die Hauptluftleitung mit der Fülleitung überwachenden Magnetventile der mit im Zugverband befindlichen, elektropneumatischen Druckluftbremsen weit übersteigenden Zeitspanne Druckluft zur Füllung ihrer Hilfsluftbehälter aus der Hauptluftleitung ab. Sie verursachen somit nach der das Lösen bewirkenden Druckerhöhung in der Hauptluftleitung eine einige Zeit anhaltende, durch die Druckluftnachspeisung über das Führerbremsventil sich nur allmählich abbauende Druckabsenkung, welche über die mehrlösigen Steuerventile ein Verstärken der Bremswirkung bzw. ein erneutes Einbremsen bewirkt. Im Zug treten also in diesem Falle besonders heftige, die Kupplungsorgane stark beanspruchende Stöße und Zerrungen auf.
  • Gemäß der Erfindung lassen sich die vorstehend beschriebenen Mängel dadurch vermeiden, daß bei einer elektropneumatischen Druekluftbremse der eingangs genannten Art die Magnetventile einen in einer durch eine Düse mit der Haupiluftleitung verbundenen Vorsteuerkammer herrschenden Druck steuern, welcher einen Kolben, der ein in die Verbindungen der Hauptluftleitung mit der Fülleitung bzw. der Atmosphäre eingeschaltetes Doppelventil steuert, entgegen dem Druck in der Häüptluftleitung beaufschlagt.
  • Durch die überwachurig, des Hauptluftleitungsdruckes mittels eines durch die Magnetventile gesteuerten Vorsteuerdruckes 'ergibt sich, daß bei unbetätigten Magnetventilen in der Hauptluftleitung auftretende Druckänderungen, wie sie durch eine ungleichmäßige Verteilung der mit den elektropneumatischen Drücklüftbremsen versehenen Wagen im Zug oder durch einlösige; rein `pneumatische Bremsen im Anschluß an gewollte Druckänderungen auftreten können, durch das Doppelventil ausgesteuert werden und somit keine ungünstigen Einflüsse auf das Steuerventil ausüben können. Die Düse zwischen der Vorsteuerkammer und der Hauptluftleitung dient dabei einem Ausgleichen der in ,den einzelnen Vorsteuerkammern der elektropneumatischen Druckluftbremsen eines Zuges herrschenden Drücke über die Hauptluftleitung.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Von einer am Steuerfahrzeug mit einem nicht dargestellten Führerbremsventil verbundenen Hauptluftleitung 1 führt eine Zweigleitung 3 zu einem mehrlösigen Steuerventil 5, an das ein Hilfsluftbehälter 7 und ein Bremszylinder 9 angeschlossen sind. Eine weitere Zweigleitung 11 führt von der Haupthuftleitung 1 in eine Rücksteuerkammer 13 und über eine Düse 15 in eine in ihrem Volumen durch einen Luft- Behälter 17 vergrößerte Vorsteuerkammer 19 eines Relaisventils 21. Von einer ständig auf einen die Regeldruckhöhe in der Hauptluftleitung 1 übersteigenden Druck aufgeladenen Fülleitung 23 führt eine Zweigleitung 25 über ein sich in dieser Strömungsrichtung öffnendes Rückschlagventi127 in einen der Rücksteuerkammer 13 benachbarten Ventilraum 29 des Relaisventils 21. Das Relaisventil 21 weist einen Kolben 31 auf, der die Rücksteuerkammer 13 von der Vorsteuerkammer 19 trennt und der von einem Ventilrohr 33 durchsetzt ist, das einerseits in die Atmosphäre mündet und andererseits vor einer im Ventilraum 29 angeordneten, federbelasteten Doppeldichtplatte 35 endet. Die zweite Dichtfläche der Doppeldichtplatte 35 bildet mit einem das Ventilrohr 33 mit Spiel umgehenden, gehäusefesten Ventilsitz 37 ein den Luftdurchgang aus dem Ventilraum 29 in die Rücksteuerkammer 13 überwachendes Ventil. Das Ventilrohr 33, die Doppeldichtplatte 35 und der gehäusefeste Ventilsitz 37 bilden ein Doppelventil 33, 35, 37. An die Vorsteuerkammer 19 ist ein eine Verbindung zu einer in der Atmosphäre mündenden Bremsdüse 39 überwachendes Magnetventil 41 und über eine Lösedüse 43 ein eine Verbindung zum Ventilraum 29 überwachendes Magnetventil 45 angeschlossen. Die Spulen der Magnetventile 41 und 45 stehen einerseits unmittelbar und andererseits über zwei in zueinander entgegengesetzter Richtung sperrende Dioden 47 und 49 mit den beiden Adern eines Steuerkabels 51 in Verbindung. Vom Ventilraum 29 führt eine Rohrleitung über ein auf die Regeldruckhöhe in der Hauptluftleitung fest eingestelltes Druckminderventil 53 und eine Fülldüse 55 zum Hilfsluft-Behälter 7.
  • Bei gelöster, betriebsbereiter Bremse herrscht in der Hauptluftleitung 1 Regeldruckhöhe, das Steuerventil 5 verbindet daher den Bremszylinder 9 mit der Atmosphäre, der Hilfsluftbehälter 7 und die Rücksowie die Vorsteuerkammer 13 und 19 sind auf Regeldruckhöhe aufgeladen: Die Rücksteuerkammer 13 ist dabei durch die Doppeldichtplatte 35 sowohl von der Atmosphäre wie von dem Ventilraum 29 abgetrennt. Die beiden Magnetventile 41 und 45 sind bei spannungslosem Steuerkabel 51 geschlossen.
  • Beim Bremsen wird über das Führerbremsventil Druckluft aus der Hauptluftleitung abgelassen. Zugleich wird das Steuerkabel 51 für eine bestimmte Zeitspanne derart an eine Spannungsquelle angelegt, daß über die Diode 47 das Magnetventil 41 erregt wird, während die Diode 49 einen Stromfluß durch die Spule des Magnetventils 45 verhindert. Der Druck in der Vorsteuerkammer 19 wird also über das sich öffnende Magnetventil 41 und die Bremsdüse 39 um einen bestimmten Wert abgesenkt. Durch eine Steuerung der Einschaltdauer des Stromflusses in der Steuerleitung 51 mittels bereits bekannter Schalter und durch eine entsprechende Abstimmung des Volumens der Vorsteuerkammer 19, des Luftbehälters 17 und der Bremsdüse 39 läßt sich erzielen, daß der Druck in der Vorsteuerkammer 19 zumindest annähernd auf den am Führerbremsventil eingestellten Druck absinkt. Da je nach der Entfernung der elektropneumatischen Druckluftbremse vom Führerbremsventil .die Hauptluftleitung ihre ursprüngliche Druckhöhe trotz der Entlüftung über das Führerbremsventil vorerst mehr oder weniger beibehält, wird der Kolben 31 abwärts gedrückt und das Ventilrohr 33 von der Doppeldichtplatte 35 abgehoben. Aus der HauptluftIeitung 1 strömt nunmehr Druckluft über die Rücksteuerkammer 13 zur Atmosphäre ab, bis in ihr die nunmehr in der Vorsteuerkammer 19 herrschende Druckhöhe erreicht ist. Sodann kehrt der Kolben 31 in seine Ausgangslage zurück. Die sich einstellende Druckhöhe ist dabei vom zu entlüftenden Volumen der Hauptluftleitung, das ja durch benachbarte Wagen mit einer rein pneumatischen Bremse vergrößert sein kann, unabhängig. Bei einem Zug mit vielen, über die Zuglänge einigermaßen verteilt angeordneten Wagen mit der elektropneumatischen Druckluftbremse wird also der Druck über die ganze Länge der Hauptluftleitung 1 sehr rasch und gleichmäßig abgesenkt, so daß die Steuerventile 5 ebenso rasch und gleichmäßig anspringen und ein gleichmäßiges, stoß- und zerrungsfreies Bremsen des Zuges bewirken. Sollten in den Vorsteuerkammern 19 der einzelnen elektropneumatischen Druckluftbremsen geringe Druckunterschiede auftreten, so gleichen sich diese über die Düse 15 und die Hauptluftleitung 1 allmählich aus, ohne die vorgenannten Vorgänge nennenswert zu beeinflussen. Die aus dem Hilfsluftbehälter 7 in den Bremszylinder 9 eingespeiste Druckluft wird sofort durch aus der Fülleitung 23 über das Rückschlagventil 27 und das Druckminderventil 53 in den Hilfsluftbehälter 7 einströmende Druckluft ersetzt. Beim Verstärken der Bremsung spielen sich die vorgenannten Vorgänge entsprechend erneut ab.
  • Zum teilweisen Lösen wird mittels des Führerbremsventils in die Hauptluftleitung bei gleichzeitiger Erregung des Magnetventils 45 durch entsprechendes Anschließen des Steuerkabels 51 an eine Spannungsquelle Druckluft eingespeist. Während der der beabsichtigten Drucksteigerung in der Hauptluftleitung angemessenen Erregungsdauer des Magnetventils 45 wird der Druck in der Vorsteuerkammer 19 zumindest annähernd auf die nunmehr am Führerbremsventil eingestellte Solldruckhöhe gesteigert. Der Kolben 31 hebt daher über das Ventilrohr 33 die Doppeldichtplatte 35 vom Ventilsitz 37 ab, bis aus dem Ventilraum 29 in die Rücksteuerkammer 13 eine den Druck in der Hauptluftleitung 1 unabhängig von dem zu füllenden Volumen auf den Solldruck steigernde Druckluftmenge eingeströmt ist. Da dieses Einspeisen von Druckluft in die Hanptluftleitung 1 über deren ganze Länge verteilt erfolgt, stellt sich die Solldruckhöhe sehr rasch ein und das Teillösen wird über die Steuerventile 5 rasch ausgeführt. Sollten eventuell im Zugverband befindliche Wagen mit einer einlösigen Bremse für längere Zeit Druckluft zur Füllung ihrer Hilfsluftbehälter aus der Hauptluftleitung 1 abzapfen, so sorgen die diesen Wagen benachbarten Wagen mit der elektropneumatischen Bremse mittels der Relaisventile 21 für eine Druckerhaltung in der Hauptluft-Ieitung 1. Auch das Lösen erfolgt also stoß- und zerrungsfrei. Die Düsen 15 sorgen anschließend wieder für einen Ausgleich der in den einzelnen Vorsteuerkammern 19 herrschenden Drücke.
  • Beim völligen Lösen wird der Druck in der Hauptluftleitung 1 auf die Regeldruckhöhe gesteigert und die vorstehend beschriebenen Vorgänge wiederholen sich entsprechend.
  • Sollte die Fülleitung 23 infolge eines Schadens einmal drucklos werden, so ist trotzdem ein Bremsen in der vorbeschriebenen Weise möglich. Lediglich das Lösen muß dann rein pneumatisch in der üblichen Weise erfolgen. Das Rückschlagventil27 verhindert dabei ein unnützes Abströmen von Druckluft durch die Fülleitung 23.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Elektropneumatische Druckluftbremse für Schienenfahrzeuge mit einem vom Druck in einer Hauptluftleitung gesteuerten, mehrlösigen Steuerventil, mit einer das Steuerventil mit Druckluft versorgenden Fülleitung und mit zwei Magnetventilen, welche Verbindungen der Hauptluftleitung mit der Fülleitung bzw. mit der Atmosphäre überwachen, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, da.ß die Magnetventile (41 und 45) einen in einer durch eine Düse (15) mit der Hauptluftleitung (1) verbundenen Vorsteuerkammer (19) herrschenden Druck steuern, welcher einen Kolben (31), der ein in die Verbindungen der Hauptluftleitung mit der Fülleitung (23) bzw. der Atmosphäre eingeschaltetes Doppelventil (33, 35, 37) steuert, entgegen dem Druck in der Hauptluftleitung beaufschlagt.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0496058A3 (en) * 1991-01-21 1993-04-28 Knorr-Bremse Ag Electro-pneumatical control device for compressed air brakes of railway vehicles
FR3064964A1 (fr) * 2017-04-10 2018-10-12 Matisa Materiel Industriel S.A. Robinet de mecanicien simplifie et circuit pneumatique de freinage d’une rame ferroviaire incorporant un tel robinet de mecanicien

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WO2018189116A1 (fr) * 2017-04-10 2018-10-18 Matisa Materiel Industriel S.A. Robinet de mecanicien simplifie et circuit pneumatique de freinage d'une rame ferroviaire incorporant un tel robinet de mecanicien

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