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Elektropneumatische Vorwählschalteinrichtung für Wechselgetriebe,
insbesondere von Kraftfahrzeugen Die Erfindung betrifft eine elektropneumatische
Vorwählschalteinrichtung für Wechselgetriebe, insbesondere von Kraftfahrzeugen,
mit einem gleichzeitig mehrere Kontakte schließenden Vorwählschalter und mit durch
diese Kontakte gesteuerten Elektroventilen, wobei das Getriebe zum Einschalten eines
beliebigen Ganges zunächst in einer ersten Schaltphase in die Leerlaufstellung zurückgeführt,
darauf in einer zweiten Schaltphase die gewünschte Ganggruppe mittels vier Auswahlzylindern,
die zu je zweien übereinander angeordnet sind und auf einen in vier Stellungen
schwenkbaren Hebel einwirken, ausgewählt und schließlich in einer dritten Schaltphase
der ausgewählte Gang durch den Kolben eines Schaltzylinders, der von einer mittleren
Leerlaufstellung nach beiden Seiten verschiebbar ist, eingerückt wird.
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Es ist bereits eine selbsttätige und/oder von Hand bedienbare Vorauswähl-
und Schalteinrichtung für Wechselgetriebe von Kraftfahrzeugen mit drei Vorwärts-
und einem Rückwärtsgang unter Ausnutzung des von Elektroventilen gesteuerten Unterdruckes
des Ansaugsystems der Brennkraftmaschine für die Auswahlsteuerung bekanntgeworden,
bei welcher eine selbsttätige Vorauswahl eines Gangpaares, wie z. B. des zweiten
und dritten Ganges, vorgesehen ist. Die Schaltphase für das Einrücken der Vorwärtsgänge
unterscheidet sich hierbei von der für das Einrücken des Rückwärtsganges. Das Wechselgetriebe
ist nach dem bekannten H-Schaltschema mittels eines Schaltfingers schaltbar, der
über einen Wählzylinder in die zu schaltende Schaltschiene geschoben wird und dann
durch einen doppeltwirkenden Schaltzylinder den vorgewählten Gang einrückt.
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Bei einer anderen bekannten Vorwahlschalteinrichtung mit Handvorwahl
des Ganges, und Auslösung durch Kupplungskontakt für ein Getriebe mit drei ebenfalls
nach dem H-Schema verlaufenden Schaltphasen verläuft der Schaltvorgang mit Hilfe
von durch Wähl- und Schaltzylinder gesteuerten Unterbrecherschaltern in drei aufeinanderfolgenden
Schaltphasen, und zwar Rückführung in die Leerlaufstellung, Gangauswahl und Einschalten
des Ganges. Als Schaltkraft dient wiederum der von Elektroventilen gesteuerte Unterdruck.
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Nachteilig erweist sich bei diesen bekannten Einrichtungen, daß sie
infolge der Bauart der Wähl- und Schaltzylinder auf zwei Schaltebenen beschränkt
sind. Diese Bauart läßt eine Erweiterung auf insgesamt mehr als vier Gänge nicht
zu.
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Gegenstand eines älteren Patentes ist ferner ein von Hand bedienbarer
Vorwählschalter mit elektrischen Kontakten, bei welchem ein beweglicher Kontakt
durch Verschiebung und Drehung jeweils mit einem festen Kontakt an einer Zylinderfläche
in Berührung gebracht wird.
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Bei der Erfindung ist als Aufgabe gestellt, eine Vorwählschalteinrichtung
für vielgängige, nach dem um weitere Schaltebenen erweiterten H-Schema schaltbare
Wechselgetriebe zu schaffen, die in einfacher Weise aufgebaut ist und auf eine größere
Gangzahl erweitert werden kann, sowie falsche oder irrtümliche Schaltungen mit Sicherheit
ausschließt.
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Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß der Vorwählschalter
drei Arme aufweist, die acht Kontakten zugeordnet sind, unddaß durch zwei seitens
der Elektroventile betätigte Arbeitszylinder, die mit ihren Kolbenstangen Kontakte
schalten, welche an eine elektromagnetische, mit dem Kupplungsfußhebel verbundene
Einrichtung angeschlosser) sind, Stromkreise, geöffnet bzw. geschlossen werden,
wodurch bei der Aufeinanderfolge der drei Schaltphasen zum Einschalten eines Ganges
die zweite Schaltphase nur bei Aufrechterhalten deer die erste Schaltphase hervorrufenden
Wirkung und die dritte Schaltphase nur nach Beendigung dieser die erste Schaltphase
hervorrufenden Wirkung und bei Aufrechterhalten der die zweite Schaltphase hervorrufenden
Wirkung ausgeführt wird.
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Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben,
in der F i g. 1 das Gesamtschema der Steuereinrichtung veranschaulicht und
F i g. 2 eine zusammenfassende Tabelle der Schaltaufeinanderfolge zur Einschaltung
der verschiedenen Gänge ist.
In F i g. 1 ist schematisch
der Aufbau des zu steuernden Wechselgetriebes gezeigt, das im wesentlichen vier
verschiebbare Schaltschienen 0, 1, 11, 111 umfaßt, deren jede eine Kröpfung
TS besitzt, in die das untere Ende eines Einrückarmes B, eingreifen kann, der im
Punkt 1 starr mit einer Stange Ao verbunden ist, an welche auch ein Auswahlarm
Bs angeschlossen ist. Die Stange A o kann zwei Bewegungen ausführen,
und zwar eine Drehung, die durch die Pfeile 3 und 4 angedeutet ist, und eine
Verschiebung längs ihrer Achse, die durch die Pfeile 5, 6 angedeutet ist.
Die Drehung der Stange Ao wird vermittels vier AuswahlzylinderRs, und Rs2 (obere
Zylinder) und R i 2 (untere Zylinder) durchgeführt. Wie für den AuswahlzylinderRs2
angedeutet, wirkt in jedem Zy-
linder R ein Kolben S.., welche
je nach einer Verschiebeeinrichtung vermittels der Kolbenstange
9 auf den Arm B, einwirkt.
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Da der Aufbau und die Kennzeichen des Wechselgetriebes nicht zur Erfindung
gehören und für sich bekannt sind, soll nur ausgeführt werden, daß der Arm B, unter
der gleichzeitigen Wirkung eines oder mehrerer Auswahlzylinder R die Stellungen
Po, PI,
Pl, und PII, einnehmen und den Arm B, entsprechend in die Kröpfung
TS einer der Schaltschienen 0,
1, 11 und III einführen kann. In der
Leerlaufstellung des Wechselgetriebes liegen diese Kröpfungen in einer Flucht.
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Die Wirkungsweise der Auswahlzylinder R ist folgende: Der Hub der
Kolben der oberen Zylinder Rs" Rs 2
ist größer als jener der Kolben der unteren
Zylinder Ri 1, Ri 2. Jeder Kolben würde bei getrennter Wirkung den
Hebel B, in einer der vier Stellungen P,1 Pil Pil und Pli, bringen, und zwar der
Kolben des Zylinders Rs , in die Stellung P., jener des Zylinders
RS 2 in die Stellung PIII, jener des Zylinders Ril in die Stellung PI, und jener
des Zylinders R i 2 in die Stellung PI. Dies vorausgesetzt, erreicht man
durch die gleichzeitige Inbetriebsetzung eines der oberen Zylinder und der beiden
unteren Zylinder, daß der Hebel B, in eine der mittleren Stellungen P, bzw. PI,
gebracht wird.
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Es seien beispielsweise die Elektroventile VI) und Vp erregt, von
denen VD den Einsatz des Zylinders Rs , und VE den Einsatz der Zylinder
Ri, und Ri. bewirkt. Der Zylinder Rs, ist bestrebt, den Hebel B, in die Stellung
P, zu bringen, während der Zy-
linder R 12 die Stellung Pi herbeiführt. Der
Hebel B., wird somit in der Stellung P, stehenbleiben, und der KolbendesZylinders
Ril hateinenLeerhub ausgeführt.
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Die Verschiebung der Stange Ao in der Richtung 5
bzw.
6 (tatsächliches Einrücken eines Ganges) wird durch den Einrückzylinder Ci
gesteuert.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung zum Steuern eines solchen Wechselgetriebes
besteht im wesentlichen aus einem Vorwähler, der einen Handbedienungshebel L, aufweist,
welcher auf den Stab 8 einwirkt, an dessen Ende Arme Nl, N2
befestigt sind, welche die beweglichen Kontakte 11, 12 tragen, die mit den
festen Kontakten D" D23 El, E2, F" F 2 in Berührung gebracht
werden können. Der Arm N, ist vermittels einer Längsverbindung
9 nur in Drehrichtung mit dem Stab 8 verbunden und kann, durch die
Ausnehmung 10 gehalten, gedreht, aber nicht verschoben werden.
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Der vom Arm N, getragene bewegliche Kontakt 13
kann somit
entweder mit dem festen Kontakt A l oder mit jenem, C" in Berührung kommen.
Von den festen Kontaktpaaren D,-D" E,-E 2 und F,-F., der Tafel Q führen
die Leitungen d, e, f zu den Enden D,
E,
F der Wicklungen der Auswahlelektroventile VD, VE, VF. Die anderen Enden
H dieser Wicklungen sind mit der gemeinsamen Leitung h verbunden, die zu einem Kontakt
Hi der Vorrichtung führt, welche dem Kupplungspedal 62 zugeordnet ist.
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Die festen Kontakte A 1 und Ci der Tafel Q sind
mit den Leitungen a und c verbunden, welche zu den Enden A, C
der Wicklungen der Elektroventile VA und Vc führen. Das Elektroventil VB dient der
Rückführung auf den Leerlauf, und das eine Ende B seiner Wicklung ist über die Leitung
b mit dem beweglichen Kontakt Bi der elektrischen, dem Kupplungspedal
62
zugeordneten Vorrichtung verbunden, während das andere Ende B' dieser Wicklung
an Masse M liegt. Es ist zu beachten, daß die Wicklung des Elektroven-tils VB
als einzige unmittelbar an Masse liegt# während den Wicklungen aller anderen fünf
Elektroventile die Masse nur über die festen Kontakte der Ta-fel
Q zugeführt wird, wenn die beweglichen Kontakte 11, 12,
13 mit zwei oder drei festen Kontakten in Berührung gebracht werden.
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Bevor die dem Kupplungspedal 62 zugeordnete Vorrichtung beschrieben
wird, soll noch erwähnt werden, daß die AuswahlzylinderRsl-Rs2, Ri,-R12 von den
Auswahlelektroventilen VI), VE und Vjv über die Druckluftleitungen t,
je ts." ti 1' ti 2 mit Druckluft versorgt werden.
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Die Elektroventile VA und Vc versorgen über die Leitungen t"
und t, den Einschaltzylinder Ci, in dem ein Kolben Si mit zwei Stirnflächen 40,
41 wirkt, der drei Stellungen einnehmen kann: die linke Endstellung, wenn der Zylinder
Ci vom Elektroventil Vc gespeist wird, die rechte Endstellung, wenn er vom Elektroventil
VA gespeist wird und die Mittel- oder Nullstellung, wenn er vom Elektroventil VB
gespeist wird.
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Um die nötige Schaltaufeinanderfolge der drei Schaltphasen zu erzielen,
wird - wie nachfolgend noch erläutert wird - vom Elektroventil VB
aus nicht nur die Leitung tb, sondern auch ein erster Arbeitszylinder 34 mit Druckluft
gespeist, in dem ein unter der Wirkung einer Feder m stehender Kolben
35 angeordnet ist. Die Kolbenstange des Kolbens 35
betätigt den Schalter
50, der die Leitung r, welche zur Wicklung 32 eines ersten Relais
R, führt, an Masse legen kann. Wenn beim Niederdrücken des Kupplungspedals
62 der Kontakt 61 geschlossen und über den Schalter 50 die
Leitung r an Masse gelegt wird, dann schließt das erste Relais R, den Kontakt H,
welcher somit die Leitung h über die Verbindungsleitung hi an den +-Pol der Batterie
legt.
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Man beachte ferner, daß die von den Auswahlelektroventilen VF
und VD kommende Druckluft nicht nur die Leitungen t., 2 und t" 1, sondern
auch die Leitungen 22 und 23 speist, die an einen zweiten Arbeitszylinder
24 angeschlossen sind, in dem zwei untereinander durch die Stange 25 verbundene
Kolben 26, 28 wirken, deren Fortsatz 29 den Schalter 30
betätigen
kann, welcher die Leitung 1 an Masse legen kann, die an die Wicklung
31 des zweiten Relais R 2 angeschlossen ist. Auch die Kolben 26, 28
werden durch eine Feder in Stellung gehalten, die gleich wie die Feder m des Kolbens
35 wirkt. Wenn beim Niederdrücken des Kupplungspedals 62 der Kontakt
61
geschlossen wird und über den Schalter 30 die Leitung
1
an Masse gelegt wird, dann öffnet das zweite Relais R , den Kontakt B, und löst
dabei die Verbindung der Leitung b mit dem +-Pol der Batterie, schließt die
Kontakte G und HI und verbindet somit die Leitungen h und g mit dem
+-Pol der Batterie.
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Wie bereits gesagt, besitzt die beschriebene Einrichtung eine besondere
Schaltaufeinanderfolge bestehend aus drei Phasen (erste Phase: Rückschaltung auf
Leerlauf; zweite Phase: Gangauswahl; dritte Phase: Gangeinschaltung). Die zweite
und dritte Schaltphase können nur ausgeführt werden, wenn die vorhergehende Phase
aufrechterhalten wird, was nunmehr im Laufe der Beschreibung der Wirkungsweise der
Einrichtung erläutert werden soll.
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Man stelle sich vor, daß der erste Gang eingeschaltet werden soll.
Der Handbedienungshebel L, wird in die Ausnehmung 1 des Gangzeigers
1 eingeführt. Der Hebel Lp verschiebt sich dabei nach unten, und der Kontakt
11 des Armes Ni kommt mit dem festen Kontakt D, in Berührung, der Kontakt
12 des Armes N, mit dem festen Kontakt E, und der Kontakt
13 mit dem festen Kontakt A 1 1 Auf diese Weise werden die
Wicklungen der Elektroventile VA, VF und YD über die Leitungen a, e,
d an Masse gelegt und sind somit vorbereitet und einsatzbereit. (Die
Kontakte Dl, D2, Ei, E2, F" F2, A, und C" sind
isoliert und werden an Masse gelegt, wenn die beweglichen Kontakte 11, 12
und 13 mit ihnen in Berührung kommen.) Wird nun nach einer beliebigen Zeitspanne
das Kupplungspedal 62 niedergedrückt, dann wird der Kontakt 61 geschlossen,
und die Leitung b wird über den Kontakt B, an den +-Pol der Batterie gelegt.
Da die- Wicklung des Elektroventils VB Mit einem Ende B' bereits an Masse liegt
und nun das andere Ende B über die Leitung b an den positiven Batteriepol
angeschlossen wird, wird die erste Schaltphase der Rückschaltung in die, Leerlaufstellung
ausgeführt, da sich sofort nach dem Niederdrücken des Kupplungspedals
62 der Kontakt 61 schließt und das Elektroventil VB geöffnet wird,
so daß die Druckluft in den Zylinder CI gelangen kann, wobei der entsprechende Kolben
in die Mittel- oder Leerlaufstellung geführt wird.
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Da während der Ausführung dieser Schaltphase das Druckmittel von der
Druckluftquelle 70 über das Elektroventil YB und die Leitung tb in den Zylinder
Ci und gleichzeitig über die Leitung71 in den ersten Arbeitszylinder34 einritt,
in dem der Kolben 35 durch die Feder m in seiner Stellung gehalten wird,
überwindet die auf diesen Kolben wirkende Kraft - wenn der Druck einen gewissen
Wert überschritten hat, so daß der Kolben Si im Zylinder CI bereits in die Leerlaufstellung
verschoben worden ist -
die Kraft der Feder m, und der Kolben 35 wird
nach rechts verschoben, schließt den Kontakt 50 und legt die Leitung r an
Masse. Auf diese Weise und mit stets geschlossenem Kontakt 61 wird das erste
Relais Ri erregt, und dieses schließt den Arbeitskontakt H. über den geschlossenen
Kontakt H wird der Punkt 73 und somit die Leitung h über die Verbindungsleitungen
72 und hl an den positiven Batteriepol gelegt; die Leitung h legt somit die
positive Batteriespannung an die Enden H der Wicklungen der Auswahlelektroventile
VF, Vp und VD. Es werden je-
doch nur Dieb Auswahlelektroventile. VE
und VD in Tätigkeit gesetzt, da für die Einschaltung des ersten Ganges der
bewegliche Kontakt 11 mit dem festen Kontakt DI und jener, 12, mit dem Kontakt
E, in Berührung gebracht wurde, während der Kontakt 13
auf den festen
Kontakt A l zu liegen kam. Die Leitungen e, d legen die Enden
E und D der Wicklungen der AuswahleIcktroventile VE und VD
an Masse, während die Leitung f nicht an Masse angeschlossen ist, da der
Kontakt Fi nicht geschlossen wurde. Das geöffnete Auswahlelektroventil VD läßt Druckluft
in den Auswahlzylinder Rs , und das Auswahlelektroventil VF in die Auswahlzylinder
R, , und RI 2 ein. Die gleichzeitige Verschiebung der Kolbenstangen
q
der AuswahlzylinderRsl, Ril und RI, bringt den ArmB, in die StellungPI,
und die StangeAo wird gedreht, und der Arm B, gelangt in die Kröpfung der Schaltschiene
1 des Wechselgetriebes. Auf diese Weise wurde die zweite Phase, die Gangauswahl,
ausgeführt. Während der Ausführung dieser Schaltphase blieb der Kontakt B, geschlossen,
und das bedeutet, daß während der zweiten Schaltphase die erste Phase voll und ganz
aufrechterhalten worden ist. Die vom Auswahlelektroventil VD kommende Druckluft
gelangt nicht nur in den Auswahlzylinder Rs I über die Leitung t.,
1, sondern auch über die Leitung 23 iii den zweiten Arbeitszylinder
24. Wie bereits für den ersten Arbeitszylinder 34 und zugehörigen Kolben
35 beschrieben wurde, verschiebt sich nun der Kolben 26
nach rechts,
schließt den Kontakt 30 und legt die Leitung 1 an Masse, so daß die
Wicklung 31 des zweiten Relais R2 erregt wird und dieses Relais seinen Anker
80 anzieht. Die Kontakte Hi und G
werden geschlossen und B, geöffnet.
Das öffnen des KontaktesB, hat das Ende der ersten Schaltphase zur Folge, da die
Wicklung B des Elektroventils VB stromlos wird und die Druckluft nicht mehr in den
ersten Arbeitszylinder 34 gelang so daß die Feder m den Kolben 35 nach links
zurückverschiebt und der Kontakt 50 mit Masse M, geöffnet wird. Die Leifällt
tung ab. r liegt Durch nicht das mehr Schließen an Masse, der Kontakte das erste
G Relais und H" R '
hervorgerufen durch die Erregung des zweiten Relais R2,
wird einerseits die Leitung h weiterhin. über den geschlossenen Kontakt Hi und die
Leitung 75 an den positiven Batteriepol gelegt, und andererseits wird über
den Kontakt G die positive Batteriespannung auch an die Leitung
g und somit an die Enden G
der Wicklungen der Elektroventile V,4 und
VC gelegt. Von diesen beiden Ventilen kann nur das Elektroventil V,4 in Tätigkeit
kommen, da der bewegliche Kontakt 13 am Arm N., beim Einstellen
des Vorwählers auf den ersten Gang, mit dem festen Kontakt A, in Berührung
kam und nur die Leitung a an Masse gelegt wurde.
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Beim öffnen des Elektroventils VA wird Druckluft über die Leitung
t" in den Zylinder CI eingelassen. Der Kolben 41 wird nach rechts verschoben und
die Stange Ao im Sinne des Pfeiles 6 verschoben. Das Ende des Armes Bl. welch-es
in der Kröpfung der Schaltschiene I lag, verschiebt dieselbe ebenfalls nach rechts,
so daß nun tatsächlich der erste Gang eingerückt wird.
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Die dritte Schaltphase der Gangeinschaltung wurde somit ausgeführt,
während die zweite Schaltphase der Gangauswahl noch aufrechterhalten und die erste
Phase der Rückführung auf den Leerlauf beendet wurde. Dies wird vermittels des zweiten
Relais R2 erreicht, welches bei seiner Erregung am Ende der zweiten Schaltphase
(Kontakt 30, der die Leitung 1
an Masse legt) den Kontakt B, öffnet
(Ende der ersten Schaltphase) und die Kontakte H, und G
schließt,
wobei Hi die zweite Schaltphase aufrechterhält und G den Beginn der
dritten Schaltphase hervorruft. Das Einsetzen des Kontaktes Hi ist notwendig, da
beim öffnen von B, (Abfallen der Wicklung des Elektroventils VB) auch der Kontakt
50 mit Masse M, geöffnet und folglich das erste Relais R, abfällt und der
Kontakt H geöffnet wird. Dies würde das Ende der zweiten Schaltphase bedeuten, wenn
nicht der Kontakt H, mit der Verbindungsleitung 75
vorhanden wäre. Der Kontakt
HI ersetzt somit während der dritten Schaltphase den Kontakt H und bewirkt, daß
die Gangauswahlphase während der Gangeinschaltung aufrechterhalten bleibt.
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Zur Durchführung einer beliebigen anderen Schaltung zwecks Einschaltung
eines anderen Ganges wiederholt sich stets die gleiche Schaltaufeinanderfolge. Wenn
das Kupplungspedal 62 nicht mehr niedergedrückt gehalten wird, fällt das
zweite Relais R, ab, und es wird der Anfangszustand mit geschlossenem Kontakt Bi
und geöffneten übrigen Kontakten (G, H
und Hl) wiederhergestellt.
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Die Tabelle der F i g. 2 gibt an, daß beim Einschalten des
ersten Ganges in der ersten Schaltphase nur die Wicklung des Elektroventils VB zur
Rückführung in die Leerlaufstellung erregt ist, in der zweiten Phase weiterhin die
Wicklung des Elektroventils VB erregt bleibt (die erste Phase bleibt aufrechterhalten)
und die Wicklungen der Auswahlelektroventile VD,
VE erregt werden (Auswahlphase),
während schließlich in der dritten Phase die Wicklungen der Auswahlelektroventile
VD, VF erregt bleiben (Aufrechterhaltung der zweiten Phase) und die Wicklung des
Elektroventils VA erregt wird, welche die Ausführung der eigentlichen Gangeinschaltung
bewirkt.
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Während der dritten Phase ist die erste nicht mehr wirksam. Die gleiche
Wirkungsweise wiederholt sich für die Einschaltung eines beliebigen anderen Ganges
einschließlich des Rückwärtsganges.
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Eine weitere Eigenart der Erfindung besteht in der besonderen Ausbildung
des zweiten Arbeitszylinders 24, der während der zweiten Schaltphase in Tätigkeit
kommt, um den Beginn der dritten Phase herbeizuführen.
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Auf die erläuterte Weise ist es möglich, die Anzahl der Vorrichtungen
und Schaltorgane, weitgehend herabzusetzen, wobei die Eigenschaften des Wechselgetriebes
auf zweckmäßige Art ausgenutzt werden, wonach für die Auswahl einer beliebigen Stellung
P" Pl, P,11 stets die Wirkung eines oder beider oberer Auswahlzylinder Rs, und Rs
2 erforderlich ist. Um somit den Beginn der dritten Schaltphase herbeizuführen,
ist es nicht nötig, vier Arbeitszylinder zu haben, die den vier Auswahlzylindern
R zugeordnet sind, sondern es genügt, einen einzigen Arbeitszylinder 24 vorzusehen,
der von dem einen oder dem anderen Auswahlelektroventil V" bzw. VD gespeist wird,
die die beiden oberen Auswahlzylinder Rs, und RS2 mit Druckluft versorgen, welche
stets bei einer Auswahloperation in Tätigkeit gelangen.
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Diese Einsparung an Zylindern ist dadurch ermöglicht worden, daß erfindungsgemäß
einerseits die Tatsache ausgenutzt wurde, daß stets einer oder beide obere Auswahlzylinder
Rs bei der Auswahl eines beliebigen Ganges in Tätigkeit kommen und daß andererseits
von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wurde, im zweiten Arbeitszylinder 24 zwei Kolben
26, 28 unterzubringen, die durch eine Kolbenstange 25 miteinander
verbunden sind. Zusammenfassend sei noch erwähnt, daß zum Einschalten des vierten
Ganges der Handbedienungshebel Lp in die Ausnehmung 4 von 1 eingerückt wird,
so daß der Kontakt 11 auf den Kontakt E., jener, 12, auf F, und jener,
13, auf C, zu liegen kommt. Beim Niederdrücken des Kupplungspedals
62 wird über den geschlossenen Kontakt B, das Elektroventil VB geöffnet,
welches den Zylinder Ci in die Nullstellung bringt, anschließend schließt der Kontakt
50 an Masse MI, die Leitung r kommt an Masse, Ri wird erreg' legt den +-Pol
der Batterie an die Leitung h und die Wicklungen der Auswahlelektroventile VF,
VE und VD. Nur die Wicklungen der Auswahlelektroventile VF und VE
werden erregt, indem sie über die beweglichen Kontakte 11, 12 und festen
Kontakte E2, F, an Masse liegen. Die Auswahlelektroventile VF und
Vl. schicken Druckluft in die Auswahlzylinder Rs 21 Ri, und R, welche den
Arm B in die Stellung PII bringen. Gleichzeitig wird über das Auswahlelektroventil
VF der zweite Arbeitszylinder 24 mit Druckluft versorgt, wobei auch auf den Kolben
28 eingewirkt wird. Der Kontakt 30 wird geschlossen, das zweite Relais
R2 erregt, dieses schließt die Kontakte G und HI und öffnet den Kontakt B
1 *
Über G werden die Wicklungen der Elektroventile VA, Vc an
den +-Pol der Batterie gelegt, wobei nur die Wicklung des Elektroventils Vc über
den Kontakt 13 auf dem Kontakt Ci an Masse liegt. Das Elektroventil Vc öffnet
somit allein.
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Die Tabelle der F i g. 2 erläutert, daß für den vierten Gang
in der zweiten Schaltphase außer dem Elektroventil VB die Auswahlelektroventile
VF und VE in Tätigkeit kommen, während in der dritten Phase VF
und VE in Tätigkeit bleiben und VC in Tätigkeit gelangt.
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Die genau gleiche Schaltaufeinanderfolge verwirklicht sich für alle
übrigen Gänge.