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DE1165189B - Verfahren zur Zerlegung eines Gemisches von zum Teil leicht und zum Teil schwerer in einem selektiven Loesungsmittel loeslichen Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Zerlegung eines Gemisches von zum Teil leicht und zum Teil schwerer in einem selektiven Loesungsmittel loeslichen Kohlenwasserstoffen

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Publication number
DE1165189B
DE1165189B DEU1783A DEU0001783A DE1165189B DE 1165189 B DE1165189 B DE 1165189B DE U1783 A DEU1783 A DE U1783A DE U0001783 A DEU0001783 A DE U0001783A DE 1165189 B DE1165189 B DE 1165189B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solvent
column
hydrocarbon
hydrocarbons
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU1783A
Other languages
English (en)
Inventor
Clarence George Gerhold
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Universal Oil Products Co
Original Assignee
Universal Oil Products Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Universal Oil Products Co filed Critical Universal Oil Products Co
Publication of DE1165189B publication Critical patent/DE1165189B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G21/00Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents
    • C10G21/02Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents with two or more solvents, which are introduced or withdrawn separately

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Zerlegung eines Gemisches von zum Teil leicht und zum Teil schwerer in einem selektiven Lösungsmittel löslichen Kohlenwasserstoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zerlegung eines Gemisches von Kohlenwasserstoffen, die zum Teil leicht und zum Teil schwerer in einem selektiven Lösungsmittel löslich sind. Es ist bekannt, das Lösungsmittel in einer Extraktionszone nahe deren einem Ende und das Kohlenwasserstoffgemisch an einer mittleren Stelle dieser Zone einzuführen und darin bei erhöhter Temperatur und einem das Lösungsmittel und die Kohlenwasserstoffe flüssig haltenden Druck miteinander in Gegenstromberührung zu bringen. Am einen Ende entnimmt man ein an schwer löslichem Kohlenwasserstoffteil reiches Raffinat und am entgegengesetzten Ende eine an leicht löslichem Kohlenwasserstoffteil reiche Extraktphase. Danach werden der extrahierte Kohlenwasserstoffteil und das Lösungsmittel durch fraktionierte Destillation getrennt.
  • Für die Zerlegung eines durch Destillation nicht oder nur schwer trennbaren Flüssigkeitsrohgemisches ist ein Verfahren bekannt, bei dem ein die zu trennenden Bestandteile (A -;- B) enthaltendes Rohgemisch in einer dritten Flüssigkeit (C), welche die unbeschränkte Mischbarkeit des Rohgemisches aufhebt, mit der zu gewinnenden Flüssigkeit gut, aber nicht unbeschränkt mischbar ist und gegenüber letzterer einen deutlichen Siedepunktunterschied aufweist, gelöst und in diesem Zustand mit der reinen oder hoch konzentrierten zu gewinnenden Flüssigkeit (A) im Gegenstrom behandelt wird, worauf die erhaltenen Flüssigkeitsphasen jede für sich, z. B. durch Destillation, getrennt werden. Hierbei setzt man vorzugsweise dem mit der dritten Flüssigkeit versetzten Flüssigkeitsrohgemisch oder der Behandlungsflüssigkeit oder beiden gemeinsam einen Stoff solcher Beschaffenheit zu, der die gegenseitige Löslichkeit des mit der dritten Flüssigkeit versetzten Flüssigkeitsrohgemisches und der Behandlungsflüssigkeit einschränkt. Beispielsweise wird bei der Extraktion von Aromaten enthaltendem Leichtbenzin gemäß diesem bekannten Verfahren für die Gegenstrombehandlung ein hochkonzentriertes aromatisches Waschmittel benutzt, das als Bestandteil des zu trennenden Leichtbenzins in die Extraktion gelangte und dann aus der Extraktionslösung durch Abtrennen des in letzterer enthaltenen Lösungsmittels erhalten wurde.
  • Ferner ist es bekannt, zur Zerlegung eines leichten Kohlenwasserstoffgemisches in aromatische und paraffinische Kohlenwasserstoffe ein Polyäthylenglykol, wie Diäthylenglykol oder Triäthylenglykol, als selektives Lösungsmittel im Gegenstrom zu dem Kohlenwasserstoffgemisch durch eine Extraktionskolonne abwärts zu führen und die Extraktlösung dann durch fraktionierte Destillation in wieder zu verwendendes Lösungsmittel und eine extrahierte aromatische Kohlenwasserstofffraktion zu trennen.
  • Schließlich ist es auch bekannt, bei der Zerlegung eines solchen Kohlenwasserstoffgemisches ein höher als der leicht lösliche Kohlenwasserstoffanteil siedendes Hauptlösungsmittel, insbesondere ein Polyalkylenglykol, in die Extraktionszone einzuführen und darin in Gegenwart eines niedriger als das Hauptlösungsmittel siedenden und in diesem löslichen, jedoch mit dem Kohlenwasserstoffgemisch praktisch nicht mischbaren Hilfslösungsmittels, insbesondere Wasser, zu behandeln und Raffinat und Extrakt zu entnehmen und danach den extrahierten Kohlenwasserstoffanteil und das Lösungsmittel voneinander zu trennen. Dieses Verfahren arbeitet mit einer stufenweisen Änderung im Verhältnis von Wasser zu Lösungsmittel im Verlauf der Extraktionszone, weshalb eine Wassereinführung an mehreren Punkten erforderlich ist.
  • Im Gegensatz hierzu wird bei der Erfindung zur Extraktion ein einheitliches Gemisch von Hilfslösungsmittel und Hauptlösungsmittel und außerdem ein Verdrängungsmittel für schwerere Raffinatbestandteile aus dem Extrakt verwendet. Beim Verfahren gemäß der Erfindung werden das Hilfslösungsmittel in Vermischung mit dem Hauptlösungsmittel in das eine Ende der Extraktionszone und ein Kohlenwasserstoffstrom, der flüchtiger als der schwerer lösliche Kohlenwasserstoffteil und im Lösungsmittelgemisch weniger leicht löslich ist, in die Extraktionszone als Verdrängungsmittel an einer näher zur Extraktabzugsstelle als zur Kohlenwasserstoffgemischeintrittsstelle liegenden Stelle eingeführt, die Extraktphase wird dann in den Kopfteil einer Kolonne für fraktionierte Destillation unter Druckverminderung eingeführt, und dabei wird eine im wesentlichen alle im Extrakt nicht gewünschten Kohlenwasserstoffe und einen Teil des Hilfslösungsmittels enthaltende dampfförmige Kopffraktion entnommen, ein aus leicht löslichem Kohlenwasserstoffteil und einem zweiten Teil des Hilfslösungsmittels bestehender Seitenstrom wird aus der Kolonne an einer mittleren Stelle abgezogen, ein das Hauptlösungsmittel enthaltender und von Kohlenwasserstoffen praktisch freier Destillationsrückstand wird vom Boden der Kolonne zur Extraktionszone zurückgeführt, die Kopffraktion verflüssigt und in Hilfslösungsmittel und ein Kohlenwasserstoffdestillat getrennt, mindestens ein Teil des letzteren wird als Verdrängungsmittel wieder zur Extraktionszone geleitet, der aus der Kolonne abgezogene Seitenstrom wird in Kohlenwasserstoffextrakt und Hilfslösungsmittel getrennt und letzteres mit dem zur Extraktionszone zurückkehrenden Destillationsrückstand zur Bildung der selektiven Lösungsmittelgemisches vermischt.
  • Der technische Fortschritt der Erfindung ergibt sich aus einem Vergleich mit dem zuletzt erwähnten bekannten Verfahren: Während man dort aus einem Schwerbenzin mit 7511/o Aromaten einen Extrakt von 9911/o Aromatenkonzentration in einer Menge von nur 2611/o bzw. von 95% Konzentration in einer Menge von nur 56 bzw. 45% und beim Arbeiten auf einen Extrakt von 10011/o Aromatenkonzentration nur eine Ausbeute von 1711/o erhält, läßt sich gemäß der Erfindung ein Extrakt von 9911/o Aromatenkonzentration in einer Ausbeute von 93% gewinnen.
  • Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung arbeitet man in der Weise, daß die Extraktion bei einer oberhalb der normalen Siedetemperatur des Verdrängungsmittels liegenden Temperatur und bei einem überdruck, bei dem alle in die Extraktionszone eingeführten Stoffe flüssig gehalten werden, durchgeführt wird und das Verdrängungsmittel und ein Teil des Hilfslösungsmittels lediglich durch Druckverminderung bei der Überführung der Extraktphase aus der Extraktionszone in den Kopfteil der Kolonne abdestilliert werden. Ferner erweist es sich als zweckmäßig, daß ein Strom des abgetrennten Hilfslösungsmittels in den Bodenteil der Kolonne zum Austreiben von restlichem leicht löslichem Kohlenwasserstoffteil aus dem Destillationsrückstand eingeführt und ein zweiter Strom des abgetrennten Hilfslösungsmittels in flüssigem Zustand zunächst mit dem Raffinat in Gegenstromberührung gebracht und dann mit dem aus der Kolonne in die Extraktionszone zurückgeführten Destillationsrückstand vereinigt wird.
  • Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung werden die Extraktionszone und die Kolonne bei praktisch gleicher Temperatur betrieben und das Abtrennen des Seitenstromes und das Austreiben von Kohlenwasserstoffen aus dem Destillationsrückstand durch Einleiten eines erhitzten Stromes des abgetrennten Hilfslösungsmittels in den im Bodenteil der Kolonne anfallenden Destillationsrückstand und gleichzeitiges mittelbares Erhitzen dieses Rückstandes bewirkt.
  • In ihrer Anwendung auf die Zerlegung von Kohlenwasserstoffmischungen ist die Erfindung besonders geeignet für die Abtrennung und die Gewinnung aromatischer Kohlenwasserstoffe aus einer aromatische und nichtaromatische, insbesondere paraffinische Kohlenwasserstoffe enthaltenden Mischung mit Hilfe eines mindestens ein Polyalkylenglykol und 5 bis 5011/o Wasser enthaltenden Lösungsmittelgemisches. Bei einer bevorzugten Ausführungsform dieser Anwendung der Erfindung wird die Kohlenwasserstoffmischung in einer flüssigen Gegenstromextraktionszone mit einem selektiven Lösungsmittel extrahiert, das eine besonders hohe Lösungsfähigkeit für die aromatische Verbindung hat und aus einer wäßrigen Diäthylenglykollösung besteht, die etwa 5 bis 15 Gewichtsprozent Wasser enthält. Der Diäthylenglykolbestandteil dieses selektiven Lösungsmittels wird im oberen Teil in die Extraktionszone eingeführt, um eine abwärts fließende Lösungsmittelextraktphase zu bilden. Die Kohlenwasserstoffmischung wird an einer Zwischenstelle der Extraktionszone bei einerTemperatur von etwa 100 bis etwa 150° C und einem überdruck von 5 bis 20 at eingeführt, wodurch eine praktisch flüssige Phase in der Extraktionszone aufrechterhalten und eine Raffinatphase, welche den nichtaromatischen Kohlenwasserstoffbestandteil umfaßt, sowie eine flüssige, hauptsächlich Lösungsmittel und den aromatischen Kohlenwasserstoffbestandteil umfassende Extraktphase gebildet werden. Eine nichtaromatische Kohlenwasserstofffraktion, die flüchtiger als der nichtaromatische Bestandteil der Kohlenwasserstoffmischung und vorzugsweise eine Paraffinfraktion ist, wird am Boden in die Extraktionssäule als Verdrängungsmittel in ausreichender Menge eingeführt, um die nichtaromatischen bzw. paraffinischen Kohlenwasserstoffe zu verdrängen, welche mit dem aromatischen Kohlenwasserstoffbestandteil der Mischung Azeotrope bilden. Die hierdurch vom nichtaromatischen Bestandteil der Ausgangsmischung bereinigte Extraktphase wird vom Boden der Säule unter den obengenannten Temperatur- und Druckbedingungen entfernt und in den oberen Teil einer Fraktionierkolonne eingeführt. Das die in der Extraktphase gelösten flüchtigen nichtaromatischen Kohlenwasserstoffe enthaltende Kopfdestillat wird als Dampfstrom abgetrennt und kondensiert, und in den Bodenteil der Extraktionssäule zurückzuführende, flüchtige Kohlenwasserstoffe werden aus dem Kopfdestillat abgetrennt. Eine höhersiedende Fraktion, die hauptsächlich aus Wasser und dem aromatischen Kohlenwasserstoffbestandteil besteht, wird aus der Fraktionierkolonne als Seitenstrom entnommen und dann in Wasser und den aromatischen Kohlenwasserstoffbestandteil zerlegt. Das Wasser wird in die Extraktionssäule in Berührung mit der ausfließenden Raffinatphase oberhalb der Stelle eingeführt, an welcher das Diäthylenglykol in diese Säule eingeführt wird.
  • Das Verfahren nach der Erfindung zeichnet sich besonders durch seine Wirtschaftlichkeit und große Anpassungsfähigkeit aus, um entweder ein Erzeugnis von hoher Reinheit bei einer verhältnismäßig niedrigen Durchsatzgeschwindigkeit oder aber bei mittels für die aus der Beschickung zu extrahierenden Verbindungen herabgesetzt. Dadurch wird auch raummäßig der Durchsatz der extrahierbaren Beschickung in einer Säule von gegebener Größe verringert; dabei hat aber das Hilfslösungsmittel die Wirkung, daß es die Selektivität der Lösungsmittelmischung erhöht, indem es die Lösungsfähigkeit der Raffinatverbindungen in der Extraktphase während der Extraktion vermindert, insbesondere wenn das Enderzeugnis zweckmäßig eine einzelne eindeutige Verbindung ist, die möglichst frei von Raffinatverunreinigungen ist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird das Verhältnis von Lösungsmittel zu in die Extraktionsstufe eingebrachter Beschickung möglichst hoch gehalten und bei verhältnismäßig hohem Durchsatzverhältnis der gewünschte Zweck der Gewinnung eines hochkonzentrierten Produktes eines einzelnen Bestandteiles, der praktisch frei von anderen Verunreinigungen ist, verwirklicht.
  • Die Gegenwart des Hilfslösungsmittels, das einen Siedepunkt unterhalb dessen des Hauptlösungsmittels in der selektiven Lösungsmittelmischung hat, gestattet, die extraktive Destillation oder die Lösungsmittelausstreifstufe bei einer entsprechend niedrigeren Temperatur durchzuführen als in dessen Abwesenheit und ermöglicht die Gewinnung aller oder praktisch aller der wahlweise extrahierten und in der Extraktphase gelösten Verbindungen mittels einer Verdampfung innerhalb der extraktiven Destillationsstufe.
  • Als Hauptlösungsmittelbestandteil können Verbindungen gewählt werden, die in weitem Sinne als sauerstoffhaltige organische Verbindungen von selektiver Mischbarkeit mit Verbindung gekennzeichnet sind, welche die größte Polarität der Beschickungsmischung haben und auch mischbar mit Kohlenwasserstoffen im vorderen Teil der oben beschriebenen Reihe sind. Besonders geeignet sind die aliphatischen und cyclischen Alkohole, die Glykole und Glykoläther (auch als Polyalkylenglykole bezeichnet) sowie die Glykolester und Glykolätherester.
  • Alkylenglykole und Polyoxypolyalkylenglykole, die eine besonders wirksame Klasse von selektiven Lösungsmitteln sind, umfassen die Di-, Tri- und Tetraäthylenglykole, insbesondere Diäthylenglykol, Mono-, Di- und Tripropylenglykole und Mono-, Di- und Tributylenglykole. Gewisse Glykoläther, wie die Cellosolvereihen von Verbindungen (struktuell definiert als die Alkyläther von Äthylenglykol), einschließlich Methyl-, Äthyl-, Propyl- und Butylcellosolve, die Karbitole (strukturell definiert als die Alkyläther von Diäthylenglykol), wie Methyl-, Äthyl-, Propyl- und Butylkarbitole, die Glykol- und Polyoxyalkylenglykolester von niedrigmolekularen organischen Säuren, wie z. B. Azetate -und Propionate, die aliphatische Alkohole, wie Propanol, Isopropanol, n-Butanol, tertiäres Butanol, gewisse cyclische Alkohole, wie Cyclopentanol, Cyclohexanol, Cyloheptanol, und andere sauerstoffhaltige organische Verbindungen, wie Phenol, Resorcinol, Brenzkatechol, verschiedene Alkylphenole, wie die Ortho-, Meta- und Parakresole, Thymol, die Ester organischer Säuren und insbesondere die Fettsäureester aliphatischer Alkohole und vor allem die Ester von organischen Säuren verhältnismäßig niedrigen Molekulargewichtes, wie die Azetate, Propionate, Butyrate und Valerate und andere Lösungsmittel der oben beschriebenen und allgemein in der Technik bekannten grundsätzlichen Klasse. Die bevorzugten Polyalkylenglykole haben die folgende empirische Formel: HO(O"H2"O)xH, worin n einen Wert von 2 bis 5 und x einen Wert von 2 bis 15 hat, wenn n gleich 2 ist, dagegen von 2 bis 13, wenn n gleich 3 ist, von 2 bis 12, wenn n gleich 4 ist, und von 2 bis 10, wenn n gleich 5 ist. Der Hauptlösungsmittelbestandteil ist eine Verbindung, die notwendigerweise, sofern sie bei dem erfindungsgemäßen Lösungsmittelextraktionsverfahren benutzt wird, einen verhältnismäßig hohen Siedepunkt haben muß, der mindestens den Siedepunkt der zu extrahierenden Verbindung überschreitet und vorzugsweise oberhalb etwa 150° C liegt.
  • Das Hilfslösungsmittel, das zweckmäßig in Vermischung mit dem Hauptlösungsmittel benutzt werden kann, ist eine Verbindung, die unlöslich in den Bestandteilen der Beschickung ist. Seine Unlöslichkeit in der Beschickung und Löslichkeit in dem Hauptlösungsmittel gestattet es, das Hilfslösungsmittel im Kreislauf zum Oberteil der Extraktionssäule zurückzuführen und dort aus der ausfließenden Raffinatphase die in ihr gelöste normalerweise kleine Menge von Hauptlösungsmittel auszuwaschen. Normalerweise flüssige Verbindungen, welche die vorstehenden Eigenschaften besitzen und vorzugsweise einen Siedepunkt im wesentlichen unterhalb des Siedepunktes des Hauptlösungsmittels aufweisen, sind solche Stoffe, wie Wasser, Furan, Furfurol, Furfurylalkohol, die niedrigmolekularen Alkylcyanide und Nitrile, wie Äthylisocyanid, die Perfluorkohlenwasserstoffe, wie Perfluorpentan, die gemischten perhalogensubstituierten Kohlenwasserstoffe, Säuren, Alkohole, wie 1,2-Dichlor-1,2-tetrafluoräthan, Perfluoressigsäure u. a. Ein vorzugsweise benutztes Hilfslösungsmittel ist Wasser, das sich im Hauptlösungsmittel in ausreichender Menge löst, um Mischungen mit etwa 5 bis etwa 75% Wassergehalt zu liefern. Bei Vermischung mit Diäthylenglykol beträgt der Wasseranteil etwa 5 bis etwa 35% und vorzugsweise etwa 5 bis etwa 15 Gewichtsprozent der Mischung. Für die Polypropylenglykole beträgt der Wasseranteil in dem vermischten selektiven Lösungsmittel etwa 8 bis etwa 50% und vorzugsweise etwa 10 bis etwa 40 Gewichtsprozent der Mischung. Mit steigender Kettenlänge der Alkylengruppe in den Polyalkylenglykolen nimmt ihre Selektivität ab, und die Kohlenwasserstoffe sowie andere organische Verbindungen werden stärker in dem Lösungsmittel löslich. Es wird dann wesentlich, daß man den Anteil des Hilfslösungsmittels, wie Wasser, in der Lösungsmittelmischung (bis zu etwa 75 Gewichtsprozent der Mischung) erhöht, um die Selektivität zu steigern, wenn das Hauptlösungsmittel an sich weniger selektiv wirkt.
  • Das vorliegende Trennverfahren wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Zwecks Vereinfachung ist eine Erdölfraktion angenommen, die eine verhältnismäßig hohe Konzentration an aromatischen Kohlenwasserstoffen enthält, wie das Produkt eines Benzinhydroformierungsverfahrens. Die schematische Darstellung bezieht sich auf die Gewinnung eines Benzolkonzentrats mit mindestens 95% Benzolgehalt. Für diesen Zweck ist ein besonders geeignetes Lösungsmittel eine Diäthylenglykol-Wasser-Mischung mit etwa 5 bis etwa 15 Gewichtsprozent Wasser. Wenn bei dem Verfahren als Erzeugnis ein besonderer aroeiner höheren Produktionsgeschwindigkeit das abgetrennte Erzeugnis in geringerer Reinheit zu liefern. Die Extraktion und Extraktzerlegung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gestatten gegenüber den vorbekannten Arbeitsweisen eine beträchtlich erhöhte Trennschärfe bei gegebenen Betriebskosten oder eine wesentlich erhöhte Wirtschaftlichkeit bei gegebener Trennschärfe zu erzielen. Die erreichte besondere Wirtschaftlichkeit des Betriebes ist die Folge davon, daß sowohl die Extraktionssäule als auch die Kolonne für die extraktive Destillation oder die Ausstreifung des Lösungsmittels insofern betrieben werden. Abgesehen von dem geringen Wärmeaufwand. der für die Verdampfung der restlichen flüchtigen Materialien aus der Extraktphase während des Ausstreifens und der Gewinnung des Produktes erforderlich ist, kann das Verfahren praktisch adiabatisch betrieben werden, was besonders wichtig ist. Dem großen industriellen Bedarf für Ausgangsmaterialien von hoher Reinheit bei der Produktsynthese, wie z. B. »Nitrationsgrad«-Toluol von 98 bis 994/a Reinheit oder praktisch reinem Benzol, wird bei dem vorliegenden Trennungsverfahren entsprochen, indem eine besondere Kreislauftechnik geschaffen wird, bei welcher das Verfahren selektiver für die Gewinnung der bevorzugten Kohlenwasserstoffsorte als Produkt gestaltet wird. .
  • GeeigneteBeschickungen für das vorliegende Trennverfahren enthalten mindestens einen Bestandteil, der vergleichsweise polarer als andere Bestandteile der Mischung ist. Benzol ist im Verhältnis stärker polar als ein paraffinischer oder naphthenischer Kohlenwasserstoff und kann selbst aus seinen Mischungen mit den letztgenannten Kohlenwasserstoffen extrahiert werden. Das Auftreten ungesättigter Bindungen zwischen Kohlenstoffatomen gibt Anlaß zur Erhöhung der Polarisation, wenn nicht die elektromere Umlagerung durch eine Neigung zur Umlagerung in der entgegengesetzten Richtung ausgeglichen ist. Daher sind Monoolefine und insbesondere Cycloolefine aus Paraffinen abtrennbar, aromatische Kohlenwasserstoffe sind trennbar von Olefinen, und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe sind trennbar von einkernigen aromatischen Kohlenwasserstoffen.
  • Bei Kohlenwasserstoffmischungen mit Bestandteilen von Klassen verschiedener Struktur nimmt die Löslichkeit der Bestandteile in den vorliegenden selektiven Lösungsmitteln in folgender allgemeiner Ordnung ab: aromatische, cycloolefinische, naphthenische, olefinische mit verzweigter Kette und weniger als 8 Kohlenstoffatomen je Molekül, aliphatisch-olefinisch einschließlich olefinische mit verzweigter Kette und mehr als 7 Kohlenstoffatomen je Molekül und aliphatisch paraffinische Kohlenwasserstoffe. Es kann also jeder Vertreter oder jede einzelne Klasse im vorangehenden Teil der Reihe im allgemeinen von jedem folgenden Vertreter oder jeder folgenden Klasse der Reihe getrennt werden. Innerhalb jeder einzelnen Klasse nimmt die Löslichkeit im allgemeinen ab, wenn das Molekulargewicht der Verbindung ansteigt mit der Ausnahme, daß polycyclische Aromaten im allgemeinen löslicher in dem Lösungsmittel als ein Kohlenwasserstoff der Benzolreihe sind, während die Löslichkeit von mono-und polyalkylsubstituierten Aromaten geringer ist als die der unsubstituierten Analogen.
  • Im allgemeinen ist es bezeichnend für die vorliegenden selektiven Lösungsmittel, daß sie in der Regel stärker mit den als »ungesättigt« bezeichneten Kohlenwasserstoffen einschließlich solcher, die nach Art der Aromaten wie auch nach Art der Olefine ungesättigt sind, mischbar sind. Im Falle der olefinischen Kohlenwasserstoffe sind allerdings die Vertreter dieser Art von vergleichsweise hohem Molekulargewicht und gerader Kette mit mehr als 7 Kohlenstoffatomen je Molekül bezeichnenderweise mehr paraffinisch in ihren Eigenschaften bezüglich ihrer Löslichkeit in dem vorliegenden selektiven Lösungsmittel als olefinisch. Die Kohlenwasserstoffe von niedrigerem Molekulargewicht und olefinischem Charakter mit weniger als etwa 8 Kohlenstoff atomen im Molekül verzweigter Kette und cycloolefinischer Struktur andererseits sind ausgesprochen ungesättigte Kohlenwasserstoffe und werden mit dem vorliegenden Lösungsmittel aus aliphatischen Kohlenwasserstoffen, die in der Beschickung sind, selektiv extrahiert.
  • Brauchbare Kohlenwasserstoffmischungen für das vorliegende Verfahren sind insbesondere Destillatfraktionen katalytisch gekrackter Benzine, Fraktionen natürlicher oder direkt gewonnener Erdöldestillate von spezifischem Siedebereich und insbesondere gewisse umgeformte oder hydroformierte Benzine, die im allgemeinen verhältnismäßig reich an aromatischen Kohlenwasserstoffen und besonders wertvoll als Ausgangsquelle für extrahiertes Benzol und Toluol sind. Das Verfahren ist zwar auf die gleichzeitige Extraktion von mehr als einer Art oder Klasse von Kohlenwasserstoffen aus Beschickungen anwendbar, die mehr als eine Sorte der vergleichsweise leichter extrahierten Kohlenwasserstoffe, wie Aromaten und Cycloolefine, enthalten; besonders geeignet jedoch ist das Verfahren für die Extraktion einer einzelnen Art von Kohlenwasserstoff, wie z. B. des aromatischen Bestandteiles einer Kohlenwasserstoffmischung.
  • Eine der hervorragenden und besonders nützlichen Anwendungsformen der vorliegenden Trennmethode besteht in der Zerlegung einer azeotropen Mischung von Kohlenwasserstoffen, z. B. einer Erdöldestillatfraktion, die Benzol, Hexan- und Heptanisomere enthält oder eine Toluol-Heptan-Octan-Mischung darstellt. Aus derartigen azeotropen Gemischen läßt sich unmittelbar als Primärprodukt ein aromatisches Konzentrat gewinnen, das praktisch den gesamten aromatischen Gehalt der Ausgangskohlenwasserstoffmischung darstellt und eine Reinheit von über 95 0/0 besitzt, während ein Erzeugnis von einer derartigen Reinheit durch andere Methoden nur mit einem erheblicheren Aufwand oder mittels komplizierterer Trennvorgänge erzielbar ist. Obgleich eine geringfügige Menge Raffinatkohlenwasserstoffe im Gemisch mit dem gewünschten Extrakt-Kohlenwasserstoff, der aus der Beschickung gewonnen werden soll, im allgemeinen den Extrakt begleitet, kann dessen Anteil in dem Endprodukt niedrig eingestellt werden. Gemäß einer der bevorzugten besonderen Ausführungsformen der Erfindung kann der Anteil der Verunreinigung in dem gewonnenen Produkt praktisch so niedrig gehalten werden, daß man ein Erzeugnis mit nahezu l00o/oiger Reinheit eines besonderen Kohlenwasserstoffes, wie z. B. eines aromatischen Kohlenwasserstoffes, erhält.
  • Bei Verwendung eines selektiven Lösungsmittels, das eine normalerweise flüssige Mischung aus Haupt-und Hilfslösungsmittel darstellt, wird durch das Hilfslösungsmittel die Lösungsfähigkeit des Hauptlösungsmatischer Kohlenwasserstoff in praktisch reinem Zustande gewonnen werden soll, wird eine geeignete Fraktion des Ausgangserdöldestillates gewählt, die innerhalb solcher Grenzen siedet, daß aromatische Kohlenwasserstoffe ausgeschaltet werden, die oberhalb oder unterhalb des gewünschten Produktes sieden. Für Benzol z. B. ist das normalerweise flüssige Erdöldestillat eine Fraktion, die unterhalb 110 - C, cü. h. etwas unterhalb des Toluols und vorzugsweise an der obern Siedetemp eraturgrenze der Benzolazeotropen in der Fraktion siedet. Diese Temperatur beträgt in? Falle einer hydroformierten Erdölfraktion mit Paraffinhomologen in Vermischung mit Benzol etwa 79 bis 80° C. Am zweckmäßigsten ist es, eine debutanisierte Beschikkung, vorzugsweise einen Schnitt aus der Benzinfraktion zu benutzen, der von etwa 40 bis etwa 80° C siedet. Will man aber alle aromatischen Bestandteile aus einer gegebenen flüssigen Kohlenwasserstofffraktion, wie einem hydroformierten Benzindestillat, entfernen oder die schwefelhaltigen Bestandteile einer Erdölfraktion abtrennen, so kann gewünschtenfalls auch die ganze Fraktion in die Extraktionsstufe eingebracht werden.
  • Eine bei etwa 40 bis etwa 80° C siedende benzolhaltige Erdöldestillatfraktion wird in eine Fraktioniersäule 1 durch Leitung 2 eingeschickt. Eine leichte Fraktion, die hauptsächlich aus C.-Kohlenwasserstoffen, wie Pentanisoirieren und Cyclopentan, besteht, wird aus der Beschickung fraktioniert, dampfförmig aus der Säule durch Leitung 3 entfernt, kondensiert und aus dem Verfahren abgezogen. Eine Zwischenfraktion, die aus Pentanazeotropen mit verzweigten Hexanen sowie den entsprechenden C"- und C.- Olefinen, soweit vorhanden, und Naphthenen besteht, wird aus der Säule 1 durch Leitung 4 entfernt, die mit einem nicht dargestellten Erhitzer und Nebenschnittfraktioniergefäß verbunden sein kann, um gewünschtenfalls eine enger gewählte C.-Paraffin- und Naphthenfraktion abzutrennen. Dieser Zwischenschnitt wird vorzugsweise in die nachfolgende Stufe des Verfahrens als Verdrängungsmittel eingeleitet, er kann aber auch in die Säule 1 als Rückfluß zurückkehren oder teilweise bzw. ganz aus dem Verfahrensfluß abgezogen werden. Eine aus Benzol, Benzolazeotropen und höher siedenden paraffinischen, naphthenischen und olefinischen Kohlenwasserstoffen, soweit vorhanden, bestehende Bodenfraktion wird aus der Fraktioniersäule 1 durch Leitung 5 entfernt und als benzolhaltige Beschickung für das Lösungsmittelextraktionsverfahren benutzt. Aus Leitung 5 gelangt diese Beschickung in den Wärmeaustauscher 6, wird dort auf eine Temperatur von etwa 100 bis etwa l50° C, vorzugsweise etwa 120 bis etwa 140° C, gebracht und dann bei dieser Temperatur und in flüssiger Phase durch Leitungen 7 und 9 mittels Pumpe 8 bei einem Druck von vorzugsweise etwa 5 bis 25 at in die Extraktionssäule 10 eingespeist. Auch höhere Drücke sind ohne Nachteil bei dem Verfahren nach der Erfindung anwendbar.
  • Die Einführung der flüssigen Beschickung in die mit flüssigem Lösungsmittel arbeitende Extraktionssäule erfolgt zweckmäßig an einer Stelle zwischen Extrakt- und Raffinatauslaßöffnungen derart, daß auch eine Gegenstromberührung des Extrakts mit flüchtigen Paraffinkohlenwasserstoffen zustande kommt. Die in die Extraktionssäule 10 eingeführte Mischung von Benzol und anderen Kohlenwasserstoffen tritt innerhalb der Säule im Gegenstrom mit einer wäßrigen Lösung von Diäthylenglykol mit etwa 5 bis etwa 15 Gewichtsprozent Wasser in Berührung. Das Glykol wird durch Leitung 11 in den oberen Teil der Säule eingeführt. Die Extraktionssäule 10 ist in an sich üblicher Weise so ausgerüstet, daß darin die Flüssigkeiten, welche mindestens teilweise miteinander unmischbar sind, im Gegenstromfluß in innige Berührung gebracht werden. Sie kann demnach eine großflächige Packung, z. B. sattelförmige Füllkörper, oder auch Platten bekannter Ausführung und Herstellungsart enthalten.
  • An ihrer Eintrittsstelle in die Extraktionssäule 10 hat die Kohlenwasserstoffbeschickung eine beträchtlich niedrigere Dichte als die in den oberen Teil der Säule 10 eingelassene wäßrige Diäthylenglykollösung, und deshalb ist die Beschickung bestrebt, aufwärts durch die herabfließende Flüssigkeit von höherem spezifischem Gewicht aus Lösungsmittel bzw. Extraktlösung zu perlen. Infolge der selektiven Löslichkeit des Benzolbestandteiles im Verhältnis zu den anderen Kohlenwasserstoffen der Beschickung in der wäßrigen Diäthylenglykollösung löst sich das Benzol in der Lösungsmittelphase und hinterläßt eine Kohlenwasserstoffphase, die verhältnismäßig arm an Benzol ist und hauptsächlich aus den in der Beschickung vorhandenen Paraffinen besteht. Obgleich der Benzolbestandteil vorzugsweise in dem Lösungsmittel gelöst ist und letzteres genügend Wasser enthält, um selektiv paraffinische, naphthenische und olefinische Bestandteile, soweit in der Beschickung vorhanden, abzustoßen, löst sich dennoch eine kleine Menge der letzteren Kohlenwasserstoffe in dem selektiven Lösungsmittel, und der anfallende je nach der ursprünglichen Zusammensetzung der Beschickung hauptsächlich aus Lösungsmittel, Benzol und einer geringen Menge paraffinischer, naphthenischer und olefinischer Kohlenwasserstoffe bestehende Extrakt sinkt infolge der Schwerkraft entgegen einem Strom von Raffinatkohlenwasserstoffen abwärts. Das in der aufwärts fließenden Kohlenwasserstoffphase zurückbleibende Benzol ist bestrebt, sich auf das Lösungsmittel zu übertragen und daraus die paraffinischen und anderen im Lösungsmittel gelösten Raffinatkohlenwasserstoffe zu verdrängen. Das Raffinat wird daher fortschreitend reicher an aliphatischen Paraffinen und Olefinen, während es durch die Säule aufwärts fließt.
  • Das Kohlenwasserstoffraffinat enthält auch einen geringfügigen Anteil gelöstes Lösungsmittel, welches trotz seiner kleinen absoluten Menge durch die fortlaufende Entfernung einen beachtlichen Verlust bei einem Betrieb im großen Maßstab darstellt, sofern es nicht wiedergewonnen wird. Diese Wiedergewinnung erfolgt dadurch, daß das Wasser, welches in der Extraktionszone erforderlich ist, um mit dem Hauptlösungsmittel die gewünschte Zusammensetzung des selektiven Lösungsmittels zu schaffen, in die Extraktionssäule durch Leitung 12 und Ventil 13 an einer Stelle oberhalb des Eintrittspunktes des durch Leitung 11 zugeführten entwässerten Lösungsmittels eingeführt wird, so daß die aufwärts fließende Raffinatphase mit Wasser gerade kurz vor der Entfernung des Raffinates aus dem System und jenseits der Stelle gewaschen wird, an welcher das Raffinat zuletzt das in das System eingeführte Lösungsmittel berührt. Das so in den Fluß eingeführte Wasser löst leicht das in den Raffinatkohlenwasserstoffen vorhandene Diäthylenglykol und gewinnt so das Hauptlösungsmittel zwecks Benutzung bei der Extraktionsbehandlung zurück. Einführung des Wassers in die Säule 10 erfolgt vorzugsweise durch einen bei 14 ear gestellten Sprühkopf, der den Wasserstrom in Form feinverteilter Tröpfchen mit dem Raffinat in innige Berührung bringt. Das mit Wasser gewaschene Raffinat, aus welchem das Hauptlösungsmittel praktisch vollständig entfernt worden ist, wird aus der Extraktionssäule 10 durch Leitung 15 abgezogen und aus dem Verfahrensfluß entfernt.
  • Das Hauptlösungsmittel (Diäthylenglykol) tritt in die Extraktionssäule 10 in praktisch wasserfreiem Zustand ein und löst von dem an der Spitze der Extraktionssäule eingeführten Wasser, um seinen Wassergehalt auf die kritische Menge zu erhöhen, die wesentlich ist für eine wirksame selektive Extraktion des Benzolbestandteiles der Beschickung, nämlich etwa 5 bis etwa 35 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 5 bis etwa 15 Gewichtsprozent, des selektiven Lösungsmittels. Der Wassergehalt des Lösungsmittels wird auf diesem Wert gehalten, indem man das Kreislaufverhältnis des an der Spitze der Säule eingeführten Wassers regelt, wobei die Menge praktisch konstant in einem gegebenen Trennsystem gehalten wird.
  • Das Strömungsverhältnis des selektiven Lösungsmittels in der Extraktionssäule in Bezug zur Geschwindigkeit der Einführung der Beschickung ist wechselweise abhängig von einer Anzahl anderer in dem System gegebenen Faktoren und von der gewünschten Reinheit des Enderzeugnisses. So wird eine Beschickung, die eine verhältnismäßig geringe Konzentration des zu gewinnenden Bestandteiles, wie Benzol, enthält, ein niedrigeres Einspeisverhältnis für das Lösungsmittel gestatten, obwohl letzteres auch in dem Fall auf einem hohen Wert gehalten werden kann, wenn der in der Beschickung in niedriger Konzentration enthaltene gewünschte Bestandteil praktisch vollständig auf der Beschickung gewonnen oder in einem Zustand hoher Reinheit erhalten werden soll. Die Einbringungsgeschwindigkeit der Beschikkung kann auch auf einem niedrigeren Wert gehalten werden, wenn die Selektivität des Lösungsmittels durch Einbringung eines größeren Anteiles des Hilfslösungsmittels gesteigert wird, wie z. B. von Wasser in eine wäßrige Diäthylenglykollösung. Im allgemeinen kann das Verhältnis von selektivem Lösungsmittel zu der in die Extraktionssäule eingebrachten Beschickune von etwa 0,5: 1 bis etwa 10: 1 Volumteile je nach den hier erwähnten variablen schwanken.
  • Im unteren Teil der Extraktionssäule unterhalb der Eintrittsstelle der Beschickung wird die Lösungsmittel- oder Extraktphase fortschreitend reicher an Benzol, während sie abwärts fließt und wird fortschreitend von wenig flüchtigen paraffinischen und naphthenischen Bestandteilen entblöst. Obgleich die letztgenannten paraffinischen, naphtbenischen und olefinischen Kohlenwasserstoffbestandteile sich in der Lösungsmittel- oder Extraktphase nur in geringen Affengen lösen, wenn man sie auf die Gesamtraummenge des Extraktes bezieht, so ist deren Menge, bezogen auf das Benzolvolumen, in dem Extrakt groß genug, um das gewonnene Benzolprodukt zu einem weniger erwünschten und wirtschaftlich weniger wertvollen Produkt zu verunreinigen. Da außerdem diese Verunreinigungen innerhalb des entsprechenden Siedepunktbereiches wie die Benzolazeotropen während des Lösungsmittelausstreifvorganges sieden, können sie aus dem Produkt nicht durch einfache Fraktioniermaßnahmen abgetrennt werden. Gemäß einem der Merkmale der vorliegenden Erfindung wird eine flüchtigere Paraffinfraktion im Gegenstrom mit dem im unteren Teil der Lösungsmittelextraktionssäule vorhandenen abwärts fließenden Extrakt in Berührung gebracht und vorzugsweise an einer Stelle unmittelbar benachbart zu der Auslaßöffnung für den Extrakt, im allgemeinen am äußersten Bodenteil der Säule, eingeführt. Beim Anfahren des Betriebes kann als flüchtige Paraffinfraktion ein aus dem der Fraktionierung in Säule 1 unterzogenen Ausgangserdölprodukt als eine Destillatfraktion abgezweigtes Destillat eingesetzt werden, das unterhalb der zur Bildung von Azeotropen mit dem Benzol befähigten Kohlenwasserstoffbestandteil siedet. Beispielsweise kann die aus der Säule 1 durch Leitung 4 entfernte Zwischenfraktion hier als flüchtiges Verdrängungsmittel benutzt werden. Während des laufenden Betriebes kreist dann die Paraffinfraktion aus flüchtigen paraffinischen Kohlenwasserstoffen ständig innerhalb des Systems. Gegebenenfalls kann ein Gemisch dieser umlaufenden Paraffinfraktion und der leichten Paraffinfraktionen aus Säule 1 während des Betriebes am Boden in die Extraktionssäule 10 eingeführt werden. Jedenfalls verdrängt die flüchtige Paraffinfraktion die schwereren oder weniger flüchtigen Azeotrope bildenden Paraffine, Naphthene und Olefine aus der Extraktphase innerhalb der Extraktionssäule 10. Diese Ausführungsform der Erfindung stellt eine wesentliche Verbesserung gegenüber der Fließmethode bekannter Art dar. Die Berührung des im Gegenstrom fließenden Extraktes mit der leichten Paraffinkohlenwasserstofffraktion ergibt eine erwünschte übertragung der leichten Paraffine in den Extrakt in flüssiger Phase und eine gleichzeitige Verdrängung der weniger flüchtigen Azeotrope bildenden Paraffine aus dem Extrakt in die Raffinatphase. Die schwereren Paraffinkohlenwasserstoffe, welche sich unvermeidbar in dem Lösungsmittel während des Extraktionsvorganges bis zu einem begrenzten, aber bezeichnenden Ausmaß auflösen und normalerweise als Verunreinigung (im allgemeinen in Mengen von etwa 5 bis etwa 15 Gewichtsprozent) des Benzolproduktes infolge ihrer starken Neigung, damit Azeotrope zu bilden, erscheinen, werden aus der Extraktphase innerhalb der Extraktionszone in die Raffinatphase hinübergedrängt. Die leichten Paraffine sind durch Destillation leicht aus dem Benzolprodukt in der Lösungsmittelausstreifstufe abtrennbar, weil ihre Siedepunkte genügend unterhalb des Benzolsiedepunktes liegen, so daß sie keine Azeotropen mit dem Benzolbestandteil des Extraktes bilden. Das aus dem Verfahren gewonnene fertige Benzolprodukt kann daher nach der obigen einfachen Anweisung praktisch reines Benzol sein und je nach dem Kreislaufverhältnis des flüchtigen Paraffinstromes zur Extraktionssäule bis zu 99% des gewünschten Aromaten enthalten. Die weniger flüchtigen nichtaromatischen Bestandteile, wie azeotrope Gemische bildende Paraffine, die aus der Extraktphase verdrängt worden sind, werden aus dem Verfahrensfluß dadurch entfernt, daß sie in dem ständig durch Leitung 15 abgezogenen Raffinatausfluß eingeschlossen sind.
  • Es ist ersichtlich, daß je größer der Fluß der flüchtigen Paraffine zum Boden der Extraktionssäule 10 ist und je größer der Anteil dieser Paraffine darin im Vergleich zu den weniger flüchtigen Paraffinkohlenwasserstoffen ist, desto größer die Reinheit des schließlich aus dem Verfahren gewonnenen Benzolprod-L!lctes sein wird. Wenn also z. B. die Extraktphase '_;ohlcriwasserstoffe im Verhältnis von 70 Molprozent Benzol und 30 Molprozent wenig flüchtige Paraffinkohlenwasserstoffe an der Eintrittsstelle der Kohlenwasserstoffbeschickung in die Extraktionssäule enthält und ein 90o/oiges Benzolprodukt aus dem Verfahren erhalten werden soll, so werden theoretisch vierzehn Platten unterhalb der Eintrittsstelle der Beschickung erforderlich sein, wenn das Volumen der am Boden in die Extraktionssäule eingeführten flüchtigeren paraffinischen Kohlenwasserstoffe, die mit dem Extrakt in Berührung kommen, gleich dem Volumen der Kohlenwasserstoffe in der Extraktphase ist. Andererseits wird die theoretisch erforderliche Plattenzahl für die Erzeugung eines Endbenzolproduktes mit 98% Benzol auf vier herabgesetzt, wenn man zwei Raumteile flüchtigerer Paraffinkohlenwasserstoffe je Raumteil in der Extraktphase gelöster Kohlenwasserstoffe benutzt. Die Zahl der theoretisch erforderlichen Platten wird noch weiter herabgesetzt und die Reinheit des gewonnenen Benzolproduktes weiter gesteigert, wenn man das Volumen flüchtiger Paraffine erhöht, die mit der Extraktphase im Gegenstrom in dem Teil der Extraktionssäule unterhalb der Einführungsstelle der Kohlenwasserstoffbeschickung in Berührung treten.
  • Bei dem an Hand der Zeichnung erläuterten Beispiel, bei dem Benzol als Endextraktionserzeugnis gewonnen wird, kann die flüchtigere Paraffinfraktion, c 2'. 2 als Nebenschnitt aus der Fraktioniersäule 1 mit einem Siedepunkt unter etwa 80° C entnommen wird, verschiedene Hexanisomere, wie 2,2-Dimethylbutan, 2,3-Dimethylbutan, 2-Methylpentan, 3-Methylpentan, Naphthene, wie Cyclopentan, Methylcyclobutan und außerdem verschiedene Olefinisomere mit einem Siedepunkt von etwa 40 bis etwa 65° C enthalten. Aus Leitung 4 wird dieser flüchtige Paraffinnebenschnitt durch den Erhitzer 16 und Kompressor 17 geleitet und dort auf die Temperatur und den Druck gebracht, die in der Extraktionssäule 10 herrschen, nämlich im allgemeinen auf Temperaturen von etwa 90 bis etwa 250° C, vorzugsweise etwa 100 bis etwa 150° C, und Druck von etwa 5 bis etwa 35 at. Darauf wird dieser Schnitt durch Leitung 18 am Boden der Extraktionssäule 10 eingeleitet, wo die flüchtigen Paraffine im Gegenstrom mit dem abwärts fließenden Extrakt in Berührung treten, bevor letzterer aus der Säule entfernt wird. Die Extraktphase besteht dann hauptsächlich aus wäßrigem Diäthylenglykollösungsmittel mit darin gelöstem Benzol und einer im Vergleich zur darin enthaltenen Benzolmenge geringen Menge flüchtiger Paraffinkohlenwasserstoffe, wobei die letzteren in der Extraktphase infolge der Verdrängung der weniger flüchtigen Paraffine und anderen nichtaromatischen Kohlenwasserstoffe der Beschickung vorliegen. Diese Extraktphase wird durch Leitung 19 und Ventil 20 in den oberen Teil der Lösungsmittelausstreifsäule 21 übergeführt, die vorzugsweise praktisch bei derselben Temperatur wie die Extraktionssäule 10, jedoch etwas vermindertem Druck arbeitet, der ausreicht, um die Bestandteile des Extraktes zu verdampfen, die flüchtiger als das Diäthylenglykollösungsmittel sind, zweckmäßig bei im wesentlichen Atmosphärendruck. Die plötzlich in dem Oberteil der Ausstreifsäule 21 aus dem flüssigen Extrakt abdestillierenden leichten Dämpfe werden durch die Dampfleitung 22 entfernt. Die Dämpfe bestehen hauptsächlich aus den flüchtigen paraffinischen Kohlenwasserstoffen, die in die Extraktionssäule 10 durch Leitung 4 eingeführt und in der Extraktphase, wie oben erwähnt, gelöst worden sind.
  • Bei der bevorzugten Betriebsweise wird Lösungsmittel aus der Ausstreifsäule 21 durch Leitung 23 und Ventil 24 zur Spitze der Ausstreifsäule 21 oberhalb der Extraktphaseneinführung zurückgeführt. Selbst bei Abwesenheit eines derartigen Lösungsmittelkreislaufes vermindert jedoch die Gegenwart des Lösungsmittels in der Extraktphase aus Leitung 19 die Flüchtigkeit des gelösten aromatischen Bestandteiles im Verhältnis zu der des leichten paraffinischen Bestandteiles, der ebenfalls in dem Extrakt vorhanden ist, und verringert dadurch den Anteil des aromatischen Kohlenwasserstoffes, der bestrebt ist, in die plötzlich aus dem Lösungsmittel verdampfende und in Leitung 22 eintretende Dampffraktion zu verdampfen, auf ein Mindestmaß.
  • Der aus der Säule 21 durch Leitung 22 entfernte Dampfstrom kann in dem Wärmeaustauscher 25 teilweise gekühlt werden, um den darin enthaltenen Wasserdampf zu kondensieren. Dann gelangt er durch Leitung 26 in den Nebenschnittfraktionierturm 27, worin die paraffinische Kohlenwasserstofffraktion als Dampf von einem flüssigen Kondensat abgetrennt wird, das hauptsächlich aus Wasser besteht. Der Dampf wird aus der Nebenschnittfraktioniersäule 27 durch Leitung 28 entfernt. Das wäßrige Kondensat wird aus der Säule 27 durch Leitung 29 abgezogen, die mit Leitung 30 verbindet. Bei einer anderen Anordnung kann der aus Säule 21 durch Leitung 22 abdestillierte Dampf völlig in dem Wärmeaustauscher 25 kondensiert und das anfallende Kondensat in einen nicht dargestellten Absetzbehälter geleitet werden, worin die verflüssigte Kohlenwasserstoffschicht mit dem flüchtigen Paraffin von dem wäßrigen Kondensat dekantiert und aus dem Absetzbehälter durch Leitung 28 abgezogen wird. Der aus der Nebenschnitts.äule 27 durch Leitung 28 entfernte Dampf wird zweckmäßig zur Extraktionssäule 21 mit Hilfe des Kompressors 31 zurückgeführt, welcher die flüchtige Paraffinfraktion bei einem Druck verflüssigt, der dem Betriebsdruck der Säule 10 entspricht. Die aus dem Kompressor 31 durch Leitung 32 in Leitung 4 austretende Fraktion wird in dieser mit dem flüchtigen Paraffinnebenschnitt aus der Fraktionszone 1 vermengt und dann durch den Wärmeaustauscher 16 und Pumpe 17 am Boden in die Säule 10 bei den angegebenen Betriebsbedingungen eingelassen. Das Volumen der so in die Säule 10 eingebrachten Paraffinfraktion ist zweckmäßig so groß, wie dies praktisch durchführbar ist, um die größtmögliche quantitative Verdrängung der weniger flüchtigen im Extrakt gelösten Paraffine in der Säule 10 zu erreichen und dadurch ein Endbenzolprodukt größter Reinheit zu erzeugen. Unter gewissen Umständen kann es jedoch zweckmäßiger sein, einen größeren Durchsatz an Beschickung und eine höhere Produktionsgeschwindigkeit des gewonnenen Erzeugnisses, auf das Volumen bezogen, zu erhalten, z. B. wenn eine größere Toleranz für Paraffinverunreinigungen in dem Benzolprodukt zulässig ist. Die flüssige Volumenbelastung in Säule 10 kann in derartigen F'ällen verringert werden, indem man das Volumen der in diese Säule eingespeisten flüchtigen Paraffine herabsetzt. Während des Betriebes kann die Lieferung des flüchtigen paraffinischen Nebenschnittstromes aus Säule 1 durch Leitung 4 ausgeschaltet und das aus der Lösungsmittelausstreifsäule 21 gewonnene Kreislaufleichtparaffin als einzige Quelle für flüchtige Paraffine zwecks Verdrängung in Säule 10 benutzt werden. Statt dessen kann man auch die Zuführung des flüchtigen Paraffins von Säule 21 zu Säule 10 fortlassen und die aus der Fraktioniersäule 1 durch Leitung 4 gewonnene Seitenstromfraktion als einzige Quelle für die am Boden in die Säule 10 eingeführten flüchtigen Paraffine aus der Fraktioniersäule 1 durch Leitung 4 benutzen.
  • Die Einführung des aus der Extraktionssäule 10 gewonnenen Extraktes in die Ausstreifsäule 21 bei überatmosphärendruck und einer beträchtlich oberhalb der Siedepunkte der flüchtigen Bestandteile in der Extraktphase liegenden Temperatur ermöglicht es, die Säule 21 isotherm und praktisch adiabatisch zu betreiben, wenn der Abstand zwischen den Siedepunkten der Haupt- und Hilfslösungsmittel groß genug ist, um eine plötzliche Verdampfung der flüchtigsten Bestandteile aus dem Extrakt ohne wesentliche Verdampfung des Hauptlösungsmittels zu erreichen. Die Verminderung des auf der Extraktphase lastenden Druckes bei ihrem übertritt in die Säule 21 durch Leitung 19 ist vorzugsweise nur ausreichend, um die gewünschte Verdampfung der leichten Bestandteile zu erzielen, und gestattet deren rohe Zerlegung in den flüchtigen Paraffindampf, der geringe Mengen Wasser enthalten kann, in einen Mittelschnitt von etwas höherem Siedepunkt aus Benzol und Wasser und in einen praktisch von flüchtigen Bestandteilen freien hochsiedenden Destillationsrückstand, welcher entwässertes Diäthylenglykol oder Hauptlösungsmittel umfaßt. Die aus Säule 21 gewonnene Mittelfraktion wird als flüssiger Nebenschnitt durch Leitung 33 und Wärmeaustauscher 34 entfernt und in letzterem in Dampf übergeführt. Sie wird dann in den Nebenschnitt-Fraktionierturm 35 zwecks Abtrennung eines praktisch reinen Benzoldampfes eingebracht, der aus dem Turm 35 durch Leitung 36 entfernt und so von einem flüssigen Wasserkondensat getrennt wird. welches aus dem Turm 35 durch Leitung 37 entfernt wird. Die durch Leitung 36 entfemte Benzoldampffraktion wird im Wärmeaustauscher 38 kondensiert. Das flüssige Kondensat wird durch Leitung 39 in das Auffanggefäß 40 übergeleitet. Das so gewonnene Benzol ist praktisch rein und frei von paraffinischen und anderen Kohlenwasserstoffverunreinigungen, wenn die Lösungsmittelextraktionssäule 10 mit einer hierfür ausreichend hohen Beschickungsgeschwindigkeit an flüchtigen Paraffinen betrieben wird.
  • Da Wasser und Benzol in flüssiger Phase praktisch nicht mischbar sind, kann die aus der Säule 21 durch Leitung 33 entfernte flüssige Mittelfraktion auch unmittelbar in ein Flüssigkeitsauffanggefäß ausgetragen werden, in welchem sich die anfallende überwiegend wäßrige Phase von der hauptsächlich aus Benzol bestehenden Phase trennt. Diese Phasen werden dann für sich als untere bzw. obere Phase abgezogen. Die untere Wasserphase ist mit Benzol gesättigt, und die obere Phase besteht aus feuchtem Benzol. Letzteres kann dann gewünschtenfalls, z. B. durch Fraktionieren, getrocknet werden. Die abgeschiedene wäßrige Phase bzw. Phasen können dann, wie schon erwähnt, in Leitung 37 abgezweigt werden.
  • Wenn die Säule 21 nach der bevorzugten Arbeitsweise und unter den oben angegebenen bevorzugten Temperatur- und Druckbedingungen betrieben wird, ist der Extraktrückstand, der sich am Boden der Säule 21 ansammelt, im allgemeinen praktisch frei von flüchtigeren Bestandteilen, wie Wasser und Leichtparaffinen. Wegen der Neigung des Lösungsmittels jedoch, darin aromatische Kohlenwasserstoffe gelöst zurückzuhalten, insbesondere wenn das Diäthylenglykollösungsmittel im unteren Teil der Säule wasserärmer wird und die Löslichkeit der aromatischen Kohlenwasserstoffe in dem Lösungsmittel damit ansteigt, wird es fortschreitend schwieriger, die letzten Benzolspuren aus dem Lösungsmittel abzustreifen. Um das gelöste Benzol aus dem Extraktrückstand zu gewinnen, wird letzterer z. B. durch die Kochschlange 41 am Boden erhitzt. Die Schlange 41 kann ein umlaufendes Hochtemperaturheizmittel enthalten, das in einem Wärmeaustauscher 42 auf Temperaturen oberhalb des Siedepunktes des am wenigstens flüchtigen Bestandteils des unterhalb des Diäthylenglykollösungsrnittels siedenden Extraktes erhitzt wird. Bei gewissen Lösungsmitteln jedoch, wie Diäthylenglykol, wird die letzte Spur restlichen gelösten Benzols durch einfache Fraktionierung aus dem Extraktrückstand in Säule 21 nur entfernt, wenn man ihn auf übermäßig hohe Temperaturen oberhalb der Temperatur der Wärmebeständigkeit für dieses Lösungsmittel erhitzt. Zwecks Herabsetzung der in dem Auskochabschnitt für die Verdampfung der letzten Spur extrahierten Kohlenwasserstoffs (gelösten Benzols) aus dem Lösungsmittel erforderlichen Temperatur wird eine flüchtige oder verdampfte Flüssigkeit in den Aufkochabschnitt der Säule 21 eingebracht, worin der zugesetzte Dampf seinen eigenen Partialdruck ausübt, um den Dampfdruck des restlichen Benzolbestandteiles in dem Extraktbodensatz herabzusetzen. Einer der bevorzugten Dämpfe für diesen Zweck bei der vorliegenden Arbeitsweise ist Wasserdampf, vorzugsweise das als flüssiger Rückstand der Nebenschnittfraktioniersäulen 27 und 35 wiedergewonnene verdampfte Wasser. Das aus dem Nebenschnittfraktionierturm 27 durch die mit Leitung 30 in Verbindung stehenden Leitung 29 entfernte Wasserdestillat kann teilweise oder völlig im Kreis geführt werden, indem man es durch Leitung 30, Ventil 43 und Leitung 44 sowie durch Leitung 37 und Ventil 45 in die mit der zum Aufkochabschnitt der Säule 21 führenden Leitung 46 strömen läßt. Das Wasserkondensat aus dem Nebenschnittausstreifer 27 kann somit dem Wasserkondensat aus dem Nebenschnittfraktionierturm 35 vereinigt und mittels der Pumpe 47 in dem Wärmeaustauscher 48 gefördert werden. In letzterem verdampft der Wasserstrom, und der anfallende Dampf wird vorzugsweise bei etwa 100 bis 150c C durch Leitung 49 in den Aufkochabschnitt der Säule 21 eingeführt. Die anfallende, mit dem Extraktrückstand in dem Aufkochabschnitt der Säule 21 in Berührung tretenden Wasserdämpfe setzen den Dampfdruck des im Extrakt vorhandenen gelösten Benzolrückstandes herab und begleiten die aus der Säule 21 durch Leitung 33 entfernte und im Nebenschnittfraktionierturm 35 zerlegte Benzol-Wassermittel-Fraktion. Andererseits kann auch aus dem Nebenschnittfraktionierturm 27 durch Leitung 28 entfernter Paraffindampf als Extraktausstreifdampf benutzt werden, indem man Paraffindämpfe aus Leitung 28 zur Leitung 46 mit Ventil 50 abzweigt, sie in der Pumpe 47 auf den Betriebsdruck der Säule 21 verdichtet und sie auf eine Temperatur von 100 bis 150° C erhitzt, worauf sie am Boden der Säule 21 durch dessen Aufkochabschnitt in ähnlicher Weise eingebracht werden, wie dies vorstehend für den Wasserdampf erläutert wurde.
  • Der aus entwässertem Diäthylenglykol oder Hauptlösungsmittel bestehende Extraktrückstand, aus welchem der flüchtige Benzolbestandteil praktisch vollständig entfernt worden ist, wird aus der Säule 21 durch Leitung 51 mit Ventil 52 abgezogen und im Kreislauf unter dem mittels Pumpe 53 erzielten in der Extraktionssäule 10 herrschenden Betriebsdruck zum oberen Teil der Säule 10 zurückführt, wo die Leitung 51 mit der Lösungsmittelbeschickungsleitung 11 verbunden ist. Ein vorbestimmter Teil des Diäthylenglykols kann von Leitung 51 zur Leitung 23 über das Ventil 24 abgezweigt und dann am oberen Teil in die Lösungsmittelausstreifsäule 21 eingebracht werden, um in dieser Säule für eine größere Menge extraktiven Lösungsmittels zu sorgen, als es durch die Extraktphase aus der Leitung 19 geliefert wird.
  • Das zur Säule 10 zurückfließende Lösungsmittel wird wieder auf die kritische Wasserkonzentration befeuchtet, die für die gewünschte selektive Extraktion von Aromaten erforderlich ist, und zwar durch das über Leitung 12 an der Spitze in die Lösungsmittelextraktionssäule 10 eingeführte Wasser. Letztere zur Erhöhung des Wassergehaltes des selektiven Lösungsmittels auf den geeigneten kritischen Wert innerhalb des Bereiches von etwa 5 bis etwa 35 Gewichtsprozent Konzentration erforderliche Wassermenge wird dadurch erhalten, daß ständig mindestens der erforderliche Anteil des flüssigen Wasserkondensates im Kreislauf geführt wird, das aus der Lösungsmittelausstreifsäule in den Nebenschnittfraktioniertürmen 27 und 35 entfernt worden ist. Dieser Wasseranteil gelangt durch Leitung 30 über Ventil 54 und Pumpe 55 in die Wasserspeiseleitung 12. Die Pumpe 55 erhöht den Druck des Kreislaufwassers auf den Wert, mit welchem die Säule 10 arbeitet. Wasserverluste können durch Einführung von Wasser durch Leitung 12 ergänzt werden. Obgleich ein Wasserkreislauf für den Betrieb des Verfahrens nicht unbedingt notwendig ist, erweist er sich als besonders vorteilhaft, wenn das System im Gleichgewicht steht, und stellt ein bequemes Mittel dar, um Schwankungen in der Beschaffenheit des selektiven Lösungsmittels auszuschalten. Beispiel 1 Um Benzol aus einer hydroformierten Fraktion von direkt gewonnenem Benzin zu gewinnen, wird das Hydroformierungsprodukt fraktioniert, destilliert und eine Fraktion von einem Siedebereich von etwa 40 bis etwa 81° C abgetrennt. Dieses Destillat wird dann in eine von 40 bis etwa 65° C siedende Leichtparaffinfraktion und eine von etwa 65 bis etwa 81° C siedende Beschickungsfraktion fraktioniert. Letztere enthält isomere Cs und C,-Paraffine und etwa 36% Benzol. Diese Fraktion wird in flüssiger Phase bei etwa 13,3 at und 130° C in den mittleren Teil einer selektiven Lösungsmittelextraktionssäule mit einer Geschwindigkeit von 1131 pro Stunde eingebracht. Die Säule ist mit Sätteln beschickt, durch welche die in die Säule eingebrachte flüssige Kohlenwasserstofffraktion mit der obigen Höchstgeschwindigkeit fließt. Das Hauptlösungsmittel, bestehend aus Diäthylenglykol, wird mit einer Geschwindigkeit von 6821 pro Stunde in die Säule an einer Stelle unter der Einlaßöffnung für Wasser im oberen Teil der Säule eingeführt. Das Wasser wird mit einer Geschwindigkeit von 121 1 pro Stunde durch einen Sprühkopf in die Säule eingespeist und entfernt gelöstes Diäthylenglykol aus der vorherrschend paraffinischen Raffinatphase, die vom oberen Ende der Säule entfernt wird. Das Wasser fließt durch die Packung abwärts und löst sich in dem Hauptlösungsmittel unter Bildung einer wäßrigen Lösung von Diäthylenglykol mit etwa 15% Wasser. Die flüchtige, bei 40 bis etwa 65° C siedende und aus der ursprünglichen Umformungsfraktion abgetrennte Paraffinfraktion wird bei einer Temperatur von 130° C und einem Druck von etwa 13,3 at am Boden in die Extraktionssäule neben der Auslaßstelle für die in der Säule gebildete Extraktphase eingeführt und perlt aufwärts. Die Extraktphase besteht beim Verlassen der Extraktionssäule hauptsächlich aus selektivem Lösungsmittel mit darin gelöstem Benzol und einer geringen Menge (nicht mehr als etwa 10 Gewichtsprozent des in der Extraktphase (nicht mehr als etwa 10 Gewichtsprozent des in der Extraktphase enthaltenen Benzols) an flüchtiger Paraffinkohlenwasserstofffraktion. Sie wird bei einer Temperatur von 130° C und einem Druck von 13,3 at entfernt und in eine Fraktioniersäule mit Platten übergeführt, die bei Luftdruck arbeitet. Die Extraktphase wird in die Säule an einer Stelle ungefähr zwei Platten von der Spitze der Säule eingespeist. Ein Aufkochabschnitt ist im unteren Teil der Säule enthalten, der die sich im unteren Teil der Säule ansammelnden hochsiedenden flüssigen Bodensätze auf einer Temperatur von ungefähr 130 bis 140° C hält. Eine leichte Dampffraktion wird unmittelbar und plötzlich aus dieser Fraktioniersäule destilliert und wird durch einen Wärmeaustauscher auf ungefähr 80° C gekühlt. Der gekühlte Dampf gelangt in eine Nebenschnittfraktioniersäule mit einem an der Spitze angeordneten Kondensator, der bei ungefähr 70° C betrieben wird und gestattet die leichte Paraffinfraktion durch den Kondensator treten zu lassen, jedoch die oberhalb der leichten Paraffinfraktion siedenden Bestandteile einschließlich Wasser verflüssigt. Letzteres wird vom Boden entfernt. Eine im mittleren Bereich siedende flüssige Fraktion gelangt in einem kleinen Erhitzer zur Verdampfung, und der anfallende Dampf wandert in eine Nebenschnittfraktioniersäule, aus welcher ein bei ungefähr 69 bis 70° Csiedendes und etwa 91% Benzol enthaltendes azeotropes Gemisch von Benzol und Wasser als Dampf gewonnen wird. Dieser wird zu einer flüssigen Fraktion kondensiert, die sich in eine Wasserschicht mit einer geringen Menge gelösten Benzol und eine Benzolschicht mit etwa 99% Benzol trennt. Die gesamte Benzolausbeute stellt etwa 93% der ursprünglich in der Beschickung vorhandenen Menge dar. Der aus dem Nebenschnittfraktionierturm gewonnene wäßrige Strom wird in zwei Ströme zerlegt. Der eine Strom wird mit einer Geschwindigkeit von 1211 pro Stunde zur Wassereinlaßöffnung der Extraktionssäule und der andere Strom bei einem überdruck von 0,7 atü und einer Temperatur von 140° C zum Aufköchabschnitt der Lösungsmittelausstreifsäule mit einer Geschwindigkeit von 37,91 pro Stunde zurückgeleitet, um in dem Diäthylenglykol gelöstes Benzol zu entfernen, das sich normalerweise im unteren Abschnitt der Säule ansammelt. Entwässertes Diäthylenglykol wird vom Boden der Ausstreifsäule mit einer Geschwindigkeit von 6821 pro Sunde entfernt und zur LösL!ilgsrritteleinlaßöffnu@g der Extraktionssäule zurückgeleitet, wo es ;ich mit dem zurückfließenden Wasser unter Bildung des vorhandenen selektiven Lösungsmittels vereinigt.
  • Bei einer ähnlichen Arbeitsweise für die Gewinnung von Benzol aus einer hydroformierten Fraktion von direkt gewonnenem Benzin mit der Abänderung, daß die von 40 bis 65° C siedende flüchtige Paraffinfraktion nicht am Boden in die Lösungsmittelextraktionssäule eingebracht wird, liefert das Verfahren ein Benzolerzeugnis von etwa 88 Gewichtsprozent Benzol. Der aus der Lösungsmittelausstreifsäule abgetriebene Dampf ist ein azeotropes Gemisch von Benzol, Hexan und Heptan, das im Kreislauf zum Boden der Lösungsmittelextraktionssäule zurückkehrt, jedoch für den Zweck der Verdrängung der Paraffinkohlenwasserstoffe aus der eingespeisten Mischung von der Extraktphase wesentlich weniger wirksam ist als die oben beschriebene Arbeitsweise. Die aus der Lösungsmittelausstreifsäule gewonnene Mittelfraktion besteht grundsätzlich aus Benzol und ist auch mit Paraffinen verunreinigt, welche konstant siedende Mischungen beim Destillieren des primären Benzolproduktes bilden. Beispiel 2 Eine dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren ähnliche Arbeitsweise wird zwecks Gewinnung von Toluol mittels einer Beschickung durchgeführt, die aus der von etwa 103 bis etwa 110° C siedenden Fraktion besteht, die aus der im Beispiel 1 angegebenen hydroformierten Fraktion von direkt gewonnenem Benzin abgetrennt wurde. Eine flüchtige von etwa 81 bis etwa 100° C siedende Paraffinfraktion wird ebenfalls aus dem hydroformierten Ausgangsmaterial abgetrennt und als flüchtige Paraffinfraktion benutzt, die in die Usungsmittelextraktionssäule zur Verdrängung der weniger flüchtigen Azeotrope bildenden Paraffine aus dem Toluolextrakt in der Extraktionssäule eingebracht wird.
  • Das aus dem Diäthylenglykol-Wasser-Extrakt gewonnene Toluolerzeugnis ist praktisch reines Toluol. Das gewonnene Erzeugnis stellt ungefähr 9011/o des im Ausgangsumformungsprodukt von Direktbenzin enthaltenen Toluols dar.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Zerlegung eines Gemisches von zum Teil leicht und zum Teil schwerer in einem selektiven Lösungsmittel löslichen Kohlenwasserstoffen, bei dem ein höher als der leicht lösliche Kohlenwasserstoffteil siedendes Hauptlösungsmittel, insbesondere ein Polyalkylenglykol, in eine Extraktionszone nahe deren einem Ende und das Kohlenwasserstoffgemisch an einer mittleren Stelle dieser Zone eingeführt und darin in Gegenwart eines niedriger als das Hauptlösungsmittel siedenden und in diesem löslichen, jedoch mit dem Kohlenwasserstoffgemisch praktisch nicht mischbaren Hilfslösungsmittels, insbesondere Wasser, bei erhöhter Temperatur und einem die Kohlenwasserstoffe und das Lösungsmittelgemisch flüssig haltenden Druck miteinander im Gegenstrom behandelt. ein an schwer löslichem Kohlenwasserstoffteil reiches Raffinat am einen Ende und eine an leicht löslichem Kohlenwasserstoffteil reiche Extraktphase am entgegengesetzten Ende entnommen und danach der extrahierte Kohlenwasserstoffteil und das Lösungsmittel voneinander getrennt werden, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß das Hilfslösungsmittel in Vermischung mit dem Hauptlösungsmittel in das eine Ende der Extraktionszone und ein Kohlenwasserstoffstrom, der flüchtiger als der schwer lösliche Kohlenwasserstoffteil und im Lösungsmittelgemisch weniger leicht löslich ist, in die Extraktionszone als Verdrängungsmittel an einer näher zur Extraktabzugsstelle als zur Kohlenwasserstoffgemischeintrittsstelle liegenden Stelle eingeführt werden, die Extraktphase dann in den Kopfteil einer Kolonne für fraktionierte Destillation unter Druckverminderung eingeführt wird und dabei eine im wesentlichen alle im Extrakt nicht gewünschten Kohlenwasserstoffe und einen Teil des Hilfslösungsmittels enthaltende dampfförmige Kopffraktion entnommen wird, ein aus leicht löslichem Kohlenwasserstoffteil und einem zweiten Teil des Hilfslösungsmittels bestehender Seitenstrom aus der Kolonne an einer mittleren Stelle abgezogen wird, ein das Hauptlösungsmittel enthaltender und von Kohlenwasserstoffen praktisch freier Destillationsrückstand vom Boden der KO-> Tonne zur Extraktionszone zurückgeführt wird, die Kopffraktion verflüssigt und in Hilfslösungsmittel und ein Kohlenwasserstoffdestillat getrennt wird, mindestens ein Teil des letzteren als Verdrängungsmittel wieder zur Extraktionszone geleitet wird, der aus der Kolonne abgezogene Seitenstrom in Kohlenwasserstoffextrakt und Hilfslösungsmittel getrennt und letzteres mit dem zur Extraktionszone zurückkehrenden Destillationsrückstand zur Bildung des selektiven Lösungsmittelgemisches vermischt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktion bei einer oberhalb der normalen Siedetemperatur des Verdrängungsmittels liegenden Temperatur und bei einem überdruck, bei dem alle in die Extraktionszone eingeführten Stoffe flüssig gehalten werden, durchgeführt wird und das Verdrängungsmittel und ein Teil des Hilfslösungsmittels lediglich durch Druckverminderung bei der überführung der Extraktphase aus der Extraktionszone in den Kopfteil der Kolonne abdestilliert werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Strom des abgetrennten Hilfslösungsmittels in den Bodenteil der Kolonne zum Austreiben von restlichem leicht löslichem Kohlenwasserstoffteil aus dem Destillationsrückstand eingeführt und ein zweiter Strom des abgetrennten Hilfslösungsmittels in flüssigem Zustand zunächst mit dem Raffinat in Gegenstromberührung gebracht und dann mit dem aus der Kolonne in die Extraktionszone zurückgeführten Destillationsrückstand vereinigt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktionszone und die Kolonne bei praktisch gleicher Temperatur betrieben und das Abtrennen des Seitenstromes und das Austreiben von Kohlenwasserstoffen aus dem Destillationsrückstand durch Einleiten eines erhitzten Stromes des abgetrennten Hilfslösungsmittels in den im Bodenteil der Kolonne anfallenden Destillationsrückstand und gleichzeitiges mittelbares Erhitzen dieses Rückstandes bewirkt werden.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Zerlegung eines aromatische paraffinische Kohlenwasserstoffe enthaltenden Kohlenwasserstoffgemisches dieses mit einem mindestens ein Polyalkylenglykol und 5 bis 50% Wasser enthaltenden Lösungsmittelgemisch bei einer Temperatur von etwa 100 bis 150° C und einem Druck von 5 bis 20 at extrahiert und ein paraffinhaltiges Verdrängungsmittel, das niedriger als die Paraffinkohlenwasserstoffe des Kohlenwasserstoffgemisches siedet, in die Extraktphase in der Extraktionszone eingeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Benzol enthaltende Benzinfraktion mit einem Diäthylenglykol und 5 bis 15% Wasser enthaltenden Lösungsmittelgemisch extrahiert und eine niedriger als Benzol siedende Benzinfraktion als Verdrängungsmittel in die Extraktionszone nahe bei der Extraktphasenabzugsstelle eingeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 686 932, 688 038; französische Patentschrift Nr. 859195.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE686932C (de) * 1935-09-10 1940-01-18 Standard Oil Dev Co Verfahren zur Zerlegung leichter Kohlenwasserstoffgemische in aromatische und paraffinische Kohlenwasserstoffe
DE688038C (de) * 1931-09-02 1940-02-10 Bataafsche Petroleum Verfahren zum Behandeln eines durch Destillation nicht oder schwer trennbaren homogenen Fluessigkeitsrohgemisches
FR859195A (fr) * 1938-12-10 1940-12-12 Standard Oil Dev Co Procédé de traitement par solvant des huiles minérales

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