DE1164845B - Schaltvorrichtung fuer Kraftfahrzeugwechselgetriebe - Google Patents
Schaltvorrichtung fuer KraftfahrzeugwechselgetriebeInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: B62d
Deutsche Kl.: 63 c - 20/20
Nummer: 1164 845
Aktenzeichen: R 28161II / 63 c
Anmeldetag: 15. Juni 1960
Auslegetag: 5. März 1964
Die Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung für Kraftfahrzeugwechselgetriebe mit einem an der Instrumententafel
oder unter dem Lenkrad angeordneten Handschalthebel, der vorzugsweise aus Kunststoff
besteht.
Es ist bereits eine Schaltvorrichtung dieser Art bekannt, bei welcher der Handschalthebel an einem
z. B. an der Instrumententafel drehbaren Lagerteil in einer die Achse des Lagerteiles und die Längsachse
des Handschalthebels aufnehmenden Ebene schwenkbar angelenkt ist und mit seinem hohlen
Schaftteil eine in diesem gelagerte Nuß führt, die am knieförmig abgebogenen Ende der zum Wählen und
Schalten der Gänge in dem erwähnten Lagerteil längsverschiebbaren und mit diesem drehbaren Schaltstange
befestigt und durch eine zwischen ihr und einem inneren Anschlag des Handschalthebels angeordnete
Feder belastet ist.
Durch die Erfindung soll eine in dieser bekannten Weise ausgebildete Schaltvorrichtung in einfacher
Weise mit einer Sicherheitssperrung für den Rückwärtsgang versehen werden. Demgemäß besteht die
Erfindung darin, daß die Anlenkachse des Handschalthebels in einem im Abstand von der Handschalthebel-Längsachse
etwa parallel zu dieser angeordneten Langloch des drehbaren Lagerteiles der Schaltstange verschiebbar ist und dieses drehbare
Lagerteil mit einer eine Sicherheitssperrung für den Rückwärtsgang bildenden Schulter versehen ist, gegen
die beim Schalten der Vorwärtsgänge ein Anschlagrand des Handschalthebels anliegt, die jedoch
für das Schalten des Rückwärtsganges durch die über die Verschiebung der Anlenkachse in dem Langloch
ermöglichte axiale Verschiebung des Handschalthebels überwindbar ist.
Schaltvorrichtungen mit einer Sicherheitssperrung für den Rückwärtsgang sind zwar an sich bekannt.
Bei diesen bekannten Schaltvorrichtungen ist aber die Sicherheitssperrung in ganz anderer Weise als bei
der Erfindung, nämlich durch einen Zapfen gebildet, der einen Anschlag darstellt und sich in eine Öffnung
des rohrförmigen Teiles des Schalthebels einlegt und beim Übergang zum Rückwärtsgang eine Zugkraft
auf den Schalthebel ausübt. Von dieser Sperrung, die durch den Eingriff eines an dem knieförmigen
Teil der Schaltstange angebrachten Zapfens in eine Öffnung des Schalthebels gebildet ist, unterscheidet
sich die Ausbildung nach der Erfindung wesentlich dadurch, daß die Sperrung durch Anlage des Randes
des hohlen Schaftteiles des Schalthebels an eine Schulter des rohrförmigen Lagerteiles der Schaltstange gebildet
ist. Bei einer anderen bekannten Schaltvorrich-Schaltvorrichtung
für Kraftfahrzeugwechselgetriebe
Anmelder:
Regie Nationale des Usines Renault,
Billancourt, Seine (Frankreich)
Billancourt, Seine (Frankreich)
Vertreter:
Dipl.-Ing. W. Paap, Dipl.-Ing. H. Mitscherlich
und Dipl.-Ing. K. Gunschmann, Patentanwälte,
München 22, Mariannenplatz 4 .
und Dipl.-Ing. K. Gunschmann, Patentanwälte,
München 22, Mariannenplatz 4 .
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 24. Juni 1959 (Nr. 798 378)
tung ist die Ausbildung von derjenigen nach der Erfindung noch weiter entfernt, da der Handschalthebel
keinen hohlen Schaftteil aufweist und nicht aus zwei Teilen gebildet ist. Demgemäß ist bei der bekannten
Schaltvorrichtung im Gegensatz zu der Erfindung auch kein Schalthebel angeordnet, in dessen hohlem
Schaftteil der knieförmige Teil der Schaltstange gelagert ist, sondern ein mit einem Ansatz versehener
Schalthebel, der zur Freigabe einer Kerbe axial verschiebbar
ist. Diese bekannten Ausbildungen können daher kein Vorbild zur Ausbildung einer Schaltvorrichtung
mit den Merkmalen der Erfindung ergeben, bei der die Vereinigung der verschiedenen Teile einen
sehr einfachen, robusten und gedrungenen Aufbau ergibt und der knieförmige Teil der Schaltstange vollkommen
geschützt angeordnet ist und keiner besonderen Umhüllung bedarf. Dabei ist durch die exzentrische
Anordnung der Nuß eine besonders einfache Einstellmöglichkeit für die Sperrsicherung gewährleistet.
Diese besteht dabei aus wenigen Teilen. Auch ist die Verwendung von Kunststoff in Formen, die
bei geringen Abmessungen eine hohe Festigkeit aufweisen, ermöglicht, wobei zugleich der Vorteil besteht,
daß dieser Werkstoff geräuscharm ist.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand der in der Zeichnung als Beispiel dargestellten Ausführungsform beschrieben. In der Zeichnung zeigt
409 537/334
Fig. 1 den Handschalthebel mit der Schaltstange
im axialen Schnitt in einer Stellung, die der Vorwahl
von zwei Vorwärtsgängen entspricht,
Fig. 2 eine Ansicht zu Fig. 1 in Richtung des
Pfeiles A, aus der die Einstellvorrichtung für die Verriegelung der Vorwahl des Rückwärtsganges ersichtlich
ist,
Fig. 3 und 4 der Fig. 1 entsprechende Schnitte
mit zwei Schwenkstellungen des Handschalthebels, von denen die erste, dem Rückwärtsgang und die
zweite der Vorwählstellung für die beiden anderen Vorwärtsgänge entspricht.
In der Zeichnung ist der Handschalthebel mit 1 bezeichnet; er trägt an seinem freien Ende den Handgriff
2 und ist an seinem anderen Ende mit einem erweiterten, hohlen Schaftteil 3 versehen, der sich
bei 4 in ein rohrförmiges Kniestück 5 erstreckt An diesem ist eine Anlenkachseö angebracht, die in
einem Langloch 8 eines rohrförmigen Lagerteiles 7 verschiebbar ist. Das Langloch 8 ist im Abstand von
dem Handschalthebel etwa parallel zu dessen Längsachse angeordnet, und der Lagerteil? ist in einem
Lager 9 des Rohrstückes 10 drehbar, das bei der dargestellten Ausführungsform an der Instrumententafel
11 befestigt ist. Der Lagerteil 7 wird in Achsrichtung durch einen Ring 12 gehalten, durch den er mit der
Instrumententafel fest verbunden ist.
Zum Wählen und Schalten der verschiedenen
Gänge ist eine Schaltstange 13 angeordnet, die mit ihrem knieförmig abgebogenen Ende in den hohlen
Schaftteil 3 des Handschalthebels hineinragt und durch ihre Drehung die Schaltung der Gänge und
durch ihre durch eine Schwenkbewegung des Handschalthebels 1 hervorgerufene Bewegung in dem Lagerteil?
um seine Anlenkachseö die Gangwahl ermöglicht. Die Schaltstange 13 ist an ihrem in dem
hohlen Schaftteil 3 des Handschalthebels 1 befindlichen Ende mit einer Nuß 14 versehen, welche die
Innenwandung des hohlen Schaftteiles 3 berührt und das Ende der Schaltstange 13 in einer exzentrischen
Bohrung aufnimmt. Die Nuß 14 wird durch eine gesicherte Mutter 15 in ihrer Lage ,gehalten, die auf
das Ende der Schaltstange 13 aufgeschraubt ist. Eine vorgespannte Feder 1$ stützt sich mit ihrem einen
Ende gegen die Innenwandung des hohlen Schaftteiles 3 und mit ihrem anderen Ende gegen die Mutter
15 ab.
Diese Feder 16 hat das Bestreben, die Anlenkachse 6 am unteren Ende des Langloches 8 zu halten,
wie in F i g. 1 und 4 dargestellt ist. Die Schaltstange 13 ist in einer Hülse 17 des Lagerteiles 7 verschiebbar.
Gemäß der Erfindung ist der drehbare Lagerteil 7 mit einer eine Sicherheitssperrung für den Rückwärtsgang
bildenden Schulter 18 versehen, gegen die beim Schalten der Vorwärtsgänge ein Anschlagrand
5' des Kniestücks 5 des Handschalthebels 1 zur Anlage gebracht werden kann.
Der Handschalthebel 1 kann in Richtung seiner Achse, wie durch den Pfeil/2 in Fig. 1 angedeutet,
bewegt werden. Durch diese Bewegung wird der Handschalthebel nach oben verlagert, wobei seine
Anlenkachseö in dem Langloch8 nach oben verschoben
und die Feder 16 zusammengedrückt wird. Ferner tritt das Kniestück 5 des Handschalthebels
über die Schulter 18, so daß es auf der Seite 19 des Lagerteiles 7 zur Auflage kommt, was zur Folge hat,
daß die Schaltstange 13 im Rohrstück 10 für das Vorwählen nach innen gleitet, so daß im vorliegenden
Fall der Rückwärtsgang vorgewählt wird (F i g. 3). Der Handschalthebel 1 wird dann in der
dieser Vorwahl für den Rückwärtsgang entsprechenden Stellung durch die Spannung der Feder 16 gehalten,
die durch das Eindrücken des Handschalthebels 1 in Richtung seiner Achse zusammengedrückt
worden ist, während sich die Nuß 14 in dem Ring 20, der den hohlen Schaftteil 3 innen verkleidet, verlagert.
Die Achse der Feder 16 hat daher eine Neigung gegenüber der Nuß 14, so daß diese das Bestreben
hat, das Ende des Kniestückes 5 auf dem Teil 19 zu halten, wie in F i g. 3 dargestellt.
Das Eindrücken bzw. die Aufwärtsbewegung des Handschalthebels 1 in Richtung seiner Achse, d. h.
in der Richtung des Pfeiles /·, um den Anschlagrand 5' des Kniestücks 5 von der Schulter 18 ' zu
lösen, bildet die Sperrung, die für die Wahl des Rückwärtsganges durch eine Bewegung des Handschalthebels
1 in Richtung des Pfeils F* überwunden werden muß. Hierdurch ist eine Sicherung erreicht,
welche verhindert, daß bei der Schaltung der Vorwärtsgänge unbeabsichtigt der Rückwärtsgang geschaltet
wird.
Zum Wählen der Vorwärtsgänge wird der Handschalthebel 1 in Richtung des Pfeiles F1 bewegt. In
der in Fig. 1 gezeigten Stellung des Handschälthebels
1 befindet sich die Schaltstange 13 in einer Stellung, welche der Vorwählstellung für den I. und
den II. Gang entspricht, wobei der Anschlagrand 5' des Kniestücks 5 auf der Schulter 18 des Lagerteiles
7 anliegt. Zur Schaltung des I. und des II. Ganges wird der Handschalthebel 1 nach rechts bzw.
nach links gedreht und nimmt dabei über die Nuß 14 die Schaltstange 13 mit, die ihrerseits die Schieberäder
der Getriebegänge verschiebt.
Ausgehend von der in Fig. 1 gezeigten Stellung, erfolgt, wenn der Handschalthebel 1 in der Richtung
des Pfeiles F1 bewegt wird, der Durchgang durch den
Totpunkt, worauf bei der weiteren Schwenkbewegung um die Anlenkachse 6 die Stellung nach F i g. 4 erreicht
wird. Dies entspricht der Bewegung der Schaltstange 13 zum Vorwählen des III. und IV. Gangies,
die dadurch erhalten wird, daß der Handschalthebel 1 und damit die Schaltstange 13 nach rechts bzw. nach
links gedreht wird.
In Fig. 3 ist eine Ausbildung dargestellt, welche es ermöglicht, den Anschlagrand 5' des Kniestücks 5
gegen die Schulter 18 des Lagerteües 7 in Anlage zu bringen, derart, daß diese Stellung einer Stellung der
Schaltstange 13 entspricht, die durch das Getriebe bestimmt wird. Für diesen Zweck ist die Nuß 14 mit
einer Bohrung21 (Fig. 2) versehen, die von der Außenseite des hohlen Schaftteiles 3 durch einen
Querschlitz derselben mittels eines Werkzeuges zugänglich ist, das in die Bohrung 21 eingeführt werden
kann und das Drehen der Nuß 14 um die Längsachse 22 der Schaltstange 13 ermöglicht. Hierdurch
kann infolge der exzentrischen Anordnung der Nuß auf ihrer Achse eine Bewegung des Schalthebels 1
und des Kniestückes 5 und damit die richtige Einstellung des Anschlagrandes 5' des Kniestückes in
bezug auf die Schulter 18 herbeigeführt werden. Diese Einstellmöglichkeit ist nicht erforderlich, wenn
eine Einstellmöglichkeit der Schaltstange vorgesehen ist.
Bei der beschriebenen Ausführungsform der Schaltvorrichtung ist der Handschalthebel an der
Instrumententafel angeordnet. Der Handschalthebel kann aber auch in anderer Weise, z. B. unter dem
Lenkrad angeordnet sein, ohne daß wesentliche Abänderungen erforderlich sind.
Claims (2)
1. Schaltvorrichtung für Kraftfahrzeugwechselgetriebe mit einem an der Instrumententafel oder
unter dem Lenkrad angeordneten Handschalthebel, der, vorzugsweise aus Kunststoff be- ίο
stehend, an einem z. B. an der Instrumententafel drehbaren Lagerteil in einer die Achse des
Lagerteils und die Längsachse des Handschalthebels aufnehmenden Ebene schwenkbar angelenkt
ist und mit seinem hohlen Schaftteil eine in diesem beweglich gelagerte Nuß führt,
die am knieförmig abgebogenen Ende der zum Wählen und Schalten der Gänge im erwähnten
Lagerteil längsverschiebbaren und mit letzterem drehbaren Schaltstange befestigt und durch eine ao
zwischen ihr und einem inneren Anschlag des Handschalthebels angeordnete Feder belastet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkachse (6) des Handschalthebels (1) in einem
im Abstand von der Handschalthebel-Längsachse etwa parallel zu dieser angeordneten Langloch
(8) des drehbaren Lagerteils (7) der Schaltstange (13) verschiebbar ist und dieses drehbare Lagerteil
mit einer eine Sicherheitssperrung für den Rückwärtsgang bildenden Schulter (18) versehen
ist, gegen die beim Schalten der Vorwärtsgänge ein Anschlagrand (5') des Handschalthebels (1)
anliegt, die jedoch für das Schalten des Rückwärtsganges durch die über die Verschiebung
der Anlenkachse (6) in dem Langloch (8) ermöglichte axiale Verschiebung des Handschalthebels
(1) überwindbar ist.
2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Handschalthebel
(1) gelagerte Nuß (14) der Schaltstange (13) auf dieser exzentrisch angebracht ist
und ein Einstellglied für das Lagerende der Schaltstange (13) bildet, das durch Drehung mittels
eines in eine Bohrung der Nuß (14) einführbaren Werkzeuges in seiner Exzentrizität einstellbar
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 803 391;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1024 369;
französische Patentschrift Nr. 1 008 560.
Deutsche Patentschrift Nr. 803 391;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1024 369;
französische Patentschrift Nr. 1 008 560.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 537/334 2.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
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| FR889083X | 1959-06-24 |
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ID=9377014
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| DER28161A Pending DE1164845B (de) | 1959-06-24 | 1960-06-15 | Schaltvorrichtung fuer Kraftfahrzeugwechselgetriebe |
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