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DE1164764B - Druckstossdaempfer fuer Wasserleitungen - Google Patents

Druckstossdaempfer fuer Wasserleitungen

Info

Publication number
DE1164764B
DE1164764B DES65664A DES0065664A DE1164764B DE 1164764 B DE1164764 B DE 1164764B DE S65664 A DES65664 A DE S65664A DE S0065664 A DES0065664 A DE S0065664A DE 1164764 B DE1164764 B DE 1164764B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
water
water tank
pipeline
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES65664A
Other languages
English (en)
Inventor
Jean Duc
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sulzer AG
Original Assignee
Sulzer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sulzer AG filed Critical Sulzer AG
Publication of DE1164764B publication Critical patent/DE1164764B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L55/00Devices or appurtenances for use in, or in connection with, pipes or pipe systems
    • F16L55/04Devices damping pulsations or vibrations in fluids
    • F16L55/045Devices damping pulsations or vibrations in fluids specially adapted to prevent or minimise the effects of water hammer
    • F16L55/05Buffers therefor
    • F16L55/052Pneumatic reservoirs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Pipe Accessories (AREA)

Description

  • Druckstoßdämpfer für Wasserleitungen Die Erfindung betrifft einen Druckstoßdämpfer für Wasserleitungen mit einem, vorzugsweise auf der Druckseite einer Förderpumpe, an die Rohrleitung angeschlossenen Wasserbehälter, dessen Wasserfüllung bei Absinken des Druckes in die Leitung einströmt und durch Luft verdrängt wird.
  • In Rohrleitungen von Pumpenanlagen entstehen bei einer Änderung der Arbeitsverhältnisse Druckänderungen, welche zur Beschädigung der Rohrleitung führen können. Insbesondere entsteht bei plötzlichem Abschalten einer Pumpe z. B. durch Stromausfall usw. in der Rohrleitung eine Unterdruckwelle, welche Kavitationserscheinungen zur Folge haben kann und die Rohrleitung somit einmal durch eventuelle Vakuumbildung und zweitens durch den darauffolgenden schlagartigen Druckanstieg gefährdet. Aus diesem Grunde werden derartige Rohrleitungen oft mit Windkesseln versehen, welche neben einem bestimmten Vorrat von unter dem in der Rohrleitung herrschenden Druck stehender Luft auch einen Vorrat an Wasser enthalten, das im Falle eines plötzlichen Ausfalles der Pumpe durch die Luft in die Rohrleitung gedrückt wird und auf diese Weise das Entstehen von Vakuumstellen in der Rohrleitung vermeidet. Diese Windkessel sind jedoch bei größeren Fördermengen sehr groß, schwer unterzubringen und außerdem kostspielig.
  • Es ist ein Druck-Windkessel für Dampfspeisepumpen, insbesondere für Lokomotiven bekannt geworden, bei welchem der Druckraum über ein in den Druckraum öffnendes Rückschlagventil an einen Druckluftbehälter angeschlossen ist. Diese Einrichtung ist für den erfindungsgemäßen Zweck unbrauchbar, da eine Druckminderung im Druckraum des Windkessels gegenüber dem Druckluftbehälter nicht möglich ist.
  • Durch die Erfindung wird eine Einrichtung geschaffen, welche an Stelle der bisher üblichen Windkessel den Schutz der Rohrleitung gegen hydraulische Schläge übernimmt und viel kleiner und daher auch billiger sein kann.
  • Erfindungsgemäß ist ein Druckstoßdämpfer der eingangs angegebenen Art dadurch gekennzeichnet, daß der entlüftbare Wasserbehälter über ein Druckminderventil mit einem Druckluftbehälter verbunden ist, dessen Innendruck höher ist als der normale Betriebsdruck in der Rohrleitung, wobei der öffnungsdruck des Druckminderventiles unter diesem Betriebsdruck aber über dem Druck liegt, bei dem die Rohrleitung durch den äußeren Atmosphärendruck beschädigt werden könnte.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung schematisch dargestellt. Es zeigt: F i g. 1 die Anordnung der erfindungsgemäßen Einrichtung bei einer Pumpenanlage, F i g. 2 ein Diagramm des Druckverlaufes nach dem Abschalten der Pumpe in einer Anlage nach F i g. 1, F i g. 3 eine abgeänderte Ausführung der Einrichtung nach F i g. 1.
  • In F i g. 1 ist eine Pumpe 1 dargestellt, welche durch eine Saugleitung 2 Wasser aus einem Behälter 3 ansaugt und dieses in eine Rohrleitung 4 fördert. Die Rohrleitung 4 ist in der Nähe der Pumpe 1 mit einer Rückschlagklappe 5 versehen und durch einen Rohrstutzen 6 mit einem Wasserbehälter 7 verbunden. Der obere Teil des Wasserbehälters 7 steht über eine Luftleitung 8 mit einem Druckluftbehälter 9 in Verbindung. In der Luftleitung 8 ist ein Druckminderventil 10 angeordnet. Der obere Teil des Wasserbehälters 3 ist mit einem ins Freie führenden Entlüftungsventil 11 versehen. Außerdem weist der Wasserbehälter 7 ein Sicherheitsventil 12 auf.
  • Der Wasserbehälter 7 ist mit Wasser gefüllt, der Druckluftbehälter 10 enthält Luft, welche unter einem Druck steht, der höher ist als der auch im Wasserbehälter 7 herrschende Betriebsdruck der Rohrleitung 4. Das Druckminderventil 10 ist so eingestellt, daß ein Überströmen von Luft aus dem Druckluftbehälter 9 in den Wasserbehälter 7 erst dann erfolgt, wenn im Wasserbehälter 7 der Druck unter den Betriebsdruck gesunken ist. Wird nun während des Betriebes plötzlich die Pumpe l ausgeschaltet, so schließt die Rückschlagklappe 5 die Rohrleitung, damit das Wasser nicht aus dem oberen Behälter durch die Pumpe 1 zurückfließen kann. Die in der Rohrleitung 4 in Bewegung befindliche Wassersäule bewegt sich jedoch infolge ihrer Trägheit weiter und der Druck im unteren Teil der Rohrleitung und damit auch im Wasserbehälter 7 sinkt. Wenn der Druck im Behälter 7 unter den Öffnungsdruck des Ventiles 10 gesunken ist; strömt aus dem Druckluftbehälter 9 Luft in den Wasserbehälter 7 und verhindert dort ein weiteres Absinken des Druckes, während dieser die Rohrleitung 4 weiter mit Wasser speist. Nach dem Abbremsen der in der Rohrleitung befindlichen Wassersäule steigt der Druck im Wasserbehälter 7 wieder auf den statischen Druck der Rohrleitung 4 an, wobei das im Wasserbehälter 7 entstandene Luftpolster federnd wirkt. Nach der Wiederherstellung normaler Verhältnisse kann der Wasserbehälter 7 durch das Ventil 11 entlüftet werden.
  • In F i g. 2 ist der zeitliche Verlauf des Druckes in der Rohrleitung 4 dargestellt, und zwar vergleichsweise sowohl bei Verwendung des erfindungsgemäßen Druckstoßdämpfers als auch bei Einbau eines bekannten Windkessels. Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung sinkt der Druck P gemäß der Kurve a nach dem Abschalten der Pumpe 1 sehr rasch auf den Wert P1, bei welchem das Druckminderventil 10 öffnet und Luft in den Wasserbehälter 7 strömt. Bei ausreichendem Luftvorrat im Druckluftbehälter 9 bleibt der Druck im Wasserbehälter 7 dann gleich. Der Druck im Wasserbehälter sinkt nicht unter den am Ventil 10 eingestellten Wert, der klein genug ist, um ein rasches Abbremsen der Wassersäule zu ermöglichen, jedoch nicht so klein, daß eine Beschädigung der Rohrleitung durch den äußeren atmosphärischen Druck stattfinden könnte. Nach dem Abbremsen der Wassersäule in der Rohrleitung 4 erfolgt dann durch Rückströmen der Wassermasse wieder ein Anstieg des Druckes auf den durch den statischen Druck gegebenen Wert, was im Diagramm nicht mehr dargestellt ist.
  • Bei Anschluß eines üblichen Windkessels mit Luft-und Wasservorrat an die Rohrleitung, sinkt nach dem Abschalten der Pumpe 1 der Druck nicht so schnell wie bei Verwendung des erfindungsgemäßen Druckstoßdämpfers, sondern dieser verläuft durch Expansion des Luftpolsters nach der Kurve b. Das bedeutet, daß die auf die Wassersäule ausgeübte Bremswirkung anfänglich viel geringer ist und daher bei vergleichbaren Verhältnissen auch mehr Wasser aus dem Windkessel der Rohrleitung zugeführt werden muß, um das Auftreten von Unterdruckstellen in der Leitung zu vermeiden. Außerdem besteht keine Gewähr, daß z. B. bei zu klein bemessenem Windkessel der Druck in der Leitung nicht unter den zulässigen Wert sinkt. Ein die gleiche Wirkung wie der erfindungsgemäße Druckstoßdämpfer hervorrufender Windkessel muß daher viel größer sein, als der Wasserbehälter 7, bzw. die Behälter 7 und 9 zusammen, und zwar erstens um die unter Betriebsdruck einen größeren Raum beanspruchende Luftmenge zu fassen, zweitens um die infolge schlechterer Bremswirkung erforderliche größere Wassermenge aufzunehmen.
  • In der F i g. 3 ist an den Wasserbehälter 7 über ein Rohr 19 ein einen Schwimmer 20 enthaltendes Entlüftungsventil 21 angeschlossen, welches über eine Drosselstelle 22 ins Freie führt. Sobald der Wasserspiegel im Wasserbehälter 7 unter die Höhe des Rohres sinkt, öffnet das Schwimmerventil 21 und die im Wasserbehälter 7 enthaltene Luft kann durch die Drosselstelle 22 langsam entweichen. Das dauert so lange bis der Wasserspiegel wieder auf die zur Schließung des Schwimmerventils 21 führenden Höhe ansteigt. Das Entlüftungsventil ist so angeordnet, daß immer ein kleiner Luftraum im Wasserbehälter 7 verbleibt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Druckstoßdämpfer für Wasserleitungen mit einem, vorzugsweise auf der Druckseite einer Förderpumpe, an die Rohrleitung angeschlossenen Wasserbehälter, dessen Wasserfüllung bei Absinken des Druckes in die Leitung einströmt und durch Luft verdrängt wird, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß der entlüftbare Wasserbehälter (7) über ein Druckminderventil (10) mit einem Druckluftbehälter (9) verbunden ist, dessen Innendruck höher ist als der normale Betriebsdruck in der Rohrleitung (4), wobei der Öffnungsdruck des Druckminderventiles unter diesem Betriebsdruck aber über dem Druck liegt, bei dem die Rohrleitung durch den äußeren Atmosphärendruck beschädigt werden könnte.
  2. 2. Druckstoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserbehälter (7) eine selbsttätige Entlüftungseinrichtung (12) aufweist, die aus einem vom Wasserspiegel gesteuerten an sich bekannten Schwimmerventil (20, 21) und einer Drosselstelle (22) besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 479 982, 541836; französische Patentschrift Nr. 644 310.
DES65664A 1959-10-22 1959-10-30 Druckstossdaempfer fuer Wasserleitungen Pending DE1164764B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1164764X 1959-10-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1164764B true DE1164764B (de) 1964-03-05

Family

ID=4560914

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES65664A Pending DE1164764B (de) 1959-10-22 1959-10-30 Druckstossdaempfer fuer Wasserleitungen

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DE (1) DE1164764B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1192002B (de) 1960-02-10 1965-04-29 Sulzer Ag Windkesselanordnung zum Schutze der Druckleitungen von Pumpanlagen
WO2000023743A1 (en) * 1998-10-08 2000-04-27 Aker Maritime Asa Method and valve device for counteracting harmful pressure pulses in a hydraulic system
EP1235041A3 (de) * 2001-02-21 2003-07-16 Kludi GmbH & Co. KG Sanitäre Niederdruckarmatur

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