[go: up one dir, main page]

DE116450C - - Google Patents

Info

Publication number
DE116450C
DE116450C DENDAT116450D DE116450DA DE116450C DE 116450 C DE116450 C DE 116450C DE NDAT116450 D DENDAT116450 D DE NDAT116450D DE 116450D A DE116450D A DE 116450DA DE 116450 C DE116450 C DE 116450C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cylinder
cylinders
printing
zinc
plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT116450D
Other languages
English (en)
Publication of DE116450C publication Critical patent/DE116450C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F7/00Rotary lithographic machines
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41PINDEXING SCHEME RELATING TO PRINTING, LINING MACHINES, TYPEWRITERS, AND TO STAMPS
    • B41P2217/00Printing machines of special types or for particular purposes
    • B41P2217/50Printing presses for particular purposes
    • B41P2217/52Printing presses for particular purposes for printing a long repeat length on webs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Supply, Installation And Extraction Of Printed Sheets Or Plates (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die verschiedenen, bisher, angestellten Versuche zur Herstellung eines ununterbrochen fortlaufenden Drucks durch Lithographie, d. h. zur unbegrenzten Herstellung einer Zeichnung auf einer Papier- oder Gewebebahn, ohne irgend welche Unterbrechung zwischen den einzelnen Drucken, bei einem einzigen Durchgang der Bahn durch eine Rotationsmaschine für lithographischen Druck, haben kein für den Gebrauch verwerthbares Ergebnifs ergeben.
Diese bisherigen Versuche zur Lösung der Aufgabe lassen sich zusammenfassen in die beiden Gruppen:
i. Durch Anwendung eines Cylinders aus lithographischem Stein.
Die Zeichnung wird mittelst der bekannten lithographischen Verfahren auf einen cylinderförmigen Lithographiestein gezeichnet oder übertragen und das Gewebe bezw. Papier, beim Durchgang zwischen diesem Cylinder und einem Druckcylinder von beliebigem Material bedruckt.
Dieses Verfahren konnte sich in der Anwendung aus verschiedenen Gründen nicht einführen. Einmal sind die Steincylinder sehr theaer und zerbrechen mit gröfster Leichtigkeit, sobald der auf sie ausgeübte Druck nicht über ihre ganze Länge vollständig gleichmäfsig ist. Dann ist es sehr schwierig, auf ihrer Oberfläche zu zeichnen bezw. auf dieselbe abzuziehen, und schliefslich ist ihr Durchmesser immer sehr gering, da die Dicke der lithographischen Steine eine begrenzte ist. Die herzustellenden Zeichnungen dürfen mithin nur geringe Gröfsenverhältnisse besitzen. Weiter mufs man, sobald ein Druck beendet ist, den Cylinder abbimsen, um eine neue Zeichnung auftragen zu können, und durch diese Handhabung wird jedesmal der Durchmesser des Cylinders noch mehr vermindert.
2. Durch Anwendung ,von Zink-, Aluminium- oder anderen für lithographische Zwecke verwendbaren Metallblechen.
Durch Aufwickelung eines derartigen, die Zeichnung tragenden Metallbleches auf einen Cylinder aus Gufseisen oder anderem Material glaubte man eine ununterbrochen fortlaufende Lithographie erzeugen zu können. Es ergaben sich dabei jedoch unüberwindliche Schwierigkeiten. Wenn man nämlich ein solches Metallblech, im Folgenden der Kürze des Ausdrucks wegen immer »Zink« genannt, in Form einer Hülse bezw. eines Rohres, anwendet, welche bezw. welches man. bei jedem Wechsel der Zeichnung von dem als Träger dienenden Cylinder abheben und wieder auf demselben aufsetzen mufs, so wird bei jeder dieser Handhabungen erforderlich, den Cylinder zu lösen und ihn von seinen Trägern von der Maschine abzunehmen.
Wendet man dagegen das Zink in Gestalt eines ebenen Bleches an, welches auf den Cylinder aufgewickelt werden soll, so kann man unmöglich beide Enden des Bleches so mit einander vereinigen, dafs keinerlei Unterbrechung
entsteht. Jedes mechanische oder andere Mittel zur Befestigung und Nebeneinanderlagerung der beiden Blechränder, beispielsweise Schrauben, Nägel, Klemmvorrichtungen im Cylinderinnern oder dergl., wird nothwendigerweise eine Abgrenzungslinie erzeugen, welche verhindert, dafs die hergestellte Zeichnung eine ununterbrochene ist. Es wird mithin bei jeder Umdrehung des Druckcylinders über die ganze Breite der Zeichnung eine freie Stelle bleiben und die gedruckte Zeichnung kann daher nicht über die ganze Länge der Stoff- bezw. Papierbahn eine ununterbrochene sein.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, diese Umstände dadurch zu beseitigen, dafs man an Stelle eines einzigen Plattencylinders zwei oder mehrere Plattencylinder anordnet, von denen jeder nur auf einem der Anzahl der Plattencylinder entsprechenden Theile seines Umfangs arbeitet und welche derart angeordnet sind, dafs der folgende Plattencylinder genau die vom vorhergehenden freigelassene Fläche bezw. einen bestimmten Theil derselben bedruckt und die.auf einander folgend gedruckten Zeichnungen sich genau anschliefsen, ohne dafs sich ihre Kanten auf einander legen, so dafs die gedruckte Zeichnung beim Verlassen des letzten Druckcylinders ein ununterbrochenes Ganzes, ohne jedwede Lösung des Zusammenhangs, bildet.
In der schematischen Darstellung nach Fig. ia sei das die Zeichnung tragende Zink Zx auf der oberen Hälfte des Plattencylinders A1 und ein zweites, eine ganz gleiche Zeichnung tragendes Zink Z2 auf der unteren Hälfte des zweiten Plattencylinders A2 befestigt; diese beiden Cylinder werden ferner durch geeignete Federn gegen einen vollen Druckcylinder A von gleichem Durchmesser wie die Plattencylinder A1 und A2 angedrückt, und das Gewebe bezw. Papier X gehe zwischen diesen drei Cylindern hindurch und verfolge den Lauf 77z1, wz, m2. Indem man die drei Cylinder mit einander derart in Eingriff setzt, dafs sie sich mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit drehen, und das Gewebe bezw. Papier durch eine geeignete Vorrichtung mit derselben Geschwindigkeit zwischen sich ziehen, so ergiebt sich, dafs der Druck ein ununterbrochener sein wird, ohne irgend eine Lösung des Zusammenhanges.
Angenommen beispielsweise, die Cylinder AA1A2 besitzen einen gleich grofsen Umfang von 2,40 m, so wird ein jedes der Zinkbleche Z1 Z2 eine Länge haben von
2,40 m
= ι ,20 m.
Mithin Werden, wenn man die Cylinder A A1 A2 mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit sich drehen läfst, während der ersten halben Umdrehung des Druckcylinders A die Plattencylinder A1 A2 beide je 1,20 m der Zeichnung drucken, während jeder zweiten halben Umdrehung des Druckcylinders A drucken die Plattencylinder A1 und A2 nichts mehr, da ihre Zinke nicht mehr in Berührung mit dem Papier bezw. Gewebe stehen. Während dieser zweiten halben Umdrehung hat aber der Druckcylinder das letztere in der Maschine genau um 1,20 m Länge weiter befördert, so dafs zu Beginn der nächsten halben Umdrehung des Druckcylinders die Zinke Z1 und Z2 der Plattencylinder die während der vorgegangenen zweiten Umdrehungshälfte unbedruckt gebliebenen Stellen bedrucken.
Damit nun die Zeichnung eine ununterbrochene sei, ohne jedwede Lösung des Zusammenhanges, sind folgende Bedingungen zu erfüllen.
1. Die Zinke Z1 und Z2 müssen derart zu einander liegen, dafs die Linien der Zeichnung übereinstimmen bezw. in einander übergehen.
2. Der zwischen den beiden Platten cylindern liegende Gewebe- bezw. Papierbahn theilml m m2 mufs genau gleich der Länge der durch jedes der beiden Zinke Z1 und Z'2 hergestellten Zeichnung sein.
3. Die Gewebe- bezw. Papierbahn X mufs zwischen den drei Cylindern geführt und mitgenommen werden mit einer Geschwindigkeit, welche genau gleich ist der gemeinschaftlichen Umfangsgeschwindigkeit dieser drei Cylinder.
Der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung besteht sonach in der wirklichen Vereinigung zweier zinkographischer, bezw. metallographischer Druckmaschinen, welche zu gleicher Zeit und derart wirken, dafs sie fortlaufende Zeichnungen liefern, ohne irgend welche weifsen Zwischenräume oder Ränder, entweder auf Gewebebahn oder auf Papierbahn von unbegrenzter Länge.
Der Grundgedenke des Erfindungsgegenstandes wird nicht beeinträchtigt, wenn an Stelle eines einzigen mittleren Druckcylinders, wie in Fig. ib angegeben, deren zwei, a1 und a2, angeordnet werden, denn auch bei dieser Anordnung bleibt die Wirkungsweise der Maschine vollständig die gleiche, vorausgesetzt, dafs die Länge m1mm2 immer gleich jener der Zinke Z1Z2 ist, d.h. gleich dem halben Umfang des Plattencylinders A1 bezw. A2.
Das Gleiche ist der Fall, wenn man an Stelle der beiden Plattencylinder deren mehrere anwendet, beispielsweise drei A1 A"2 A3, von denen jeder 2,40 m· Umfang besitzt (Fig. ic und id). Jedes Zink Z1 Z2 Z3 wird dann eine Zeichnungslänge von
einen Winkel von
2,40 _
3
360°
0,80 m darstellen und
= 120° umfassen.
Indem man diese Zinke in der durch die Zeichnung dargestellten Weise anordnet und
2,40
= 0,80 m
macht, wird der Cylinder A1 während des ersten Drittels einer Umdrehung der Plattencylinder 0,80 m bedrucken, dann
2,40 m — 0,80 m = 1,60 m
während der beiden anderen Umdrehungsdrittel unbedruckt lassen. Beim zweiten Umdrehungsdrittel wird der Cylinder Aa 0,80 m anschliefsend . an die bereits durch den Cylinder A1 gedruckten 0,80 m drucken, und beim dritten Umdrehungsdrittel endlich wird der Cylinder Ä2 anschliefsend an die vom Cylinder A1 bedruckten 0,80 m weitere 0,80 m derart bedrucken, dafs eine ununterbrochen bedruckte Fläche von 2,40 m entstellt, worauf sofort wieder Cylinder A1. zu drucken beginnt, so dafs die Gewebe- bezw. Papierbahn infolge der eigenartigen neuen Anordnung der Cylinder und Zinke stets in fortlaufender ununterbrochener Weise bedruckt wird. Man erhält, wie aus Vorstehendem ersichtlich, das gleiche Ergebnifs bei Anwendung nur eines einzigen Druckcylinders A (Fig. ic), oder auch mehrerer Druckcylinder, beispielsweise drei α1 α'2 α8 (Fig. id) oder vier, fünf, η Druckcylinder.
An Stelle von Zink kann man auch Bleche aus Aluminium oder anderen für lithographische Zwecke sich eignendem Metall anwenden.
Zur Erzielung der vorgenannten Ergebnisse wird auf der einen Umfangshälfte eines jeden Plattencylinders das Zink befestigt, während die andere Umfangshälfte in bekannter Weise als Farbtisch dient. Der Halbmesser des letzteren ist ein wenig kleiner als der des anderen, damit, wenn der halbkreisförmige Farbtisch vor die Punkte ml m2 gelangt, er nicht das Papier bezw. das Gewebe berühren kann, welches er sonst beschmutzen würde. Um diese Berührung, welche während jeder zweiten Maschinenumdrehungshälfte stattfinden würde, zu verhindern, genügt die bei den lithographischen Maschinen bekannte Anordnung eines Druckkranzes, welcher einen Ansatz an beiden Enden eines jeden Plattencylinders A1 und A2 bildet. Dieser Ansatz verhindert, indem er gegen den Cylinder A gelangt, dafs die Cylinder A1 und Ä2 unter der Wirkung von Druckfedern r1 r2 (Fig. ia) die Farbtische gegen das Gewebe bezw. Papier hinführen.
Im Uebrigen bietet die vorliegende Maschine alle die für die zinkographischen Maschinen bekannten Einrichtungen und Anordnungen dar, mit der Ausnahme jedoch, dafs fast alle Einrichtungen verdoppelt sind, da die',vorliegende .Maschine die Vereinigung solcher Maschinen bildet. So ist jeder Plattencylinder mit Anfeuchtewalzen J, Vertheilungswalzen K und Einschwärzwalzen L versehen.
Schliefslich soll noch bemerkt werden, dafs diese Maschine, trotz ihrer beiden Plattencylinder, und selbst wenn sie noch mehrere enthielte, wie in den schematischen Fig. ic und id angegeben, nur eine einzige Farbe auf einmal zu drucken gestattet, da in Wirklichkeit ihre 2, 3 ... η Cylinder nur den Zweck haben, einen einzigen Plattencylinder zu ersetzen, welcher auf seiner ganzen Oberfläche druckt.
Soll dagegen die zu druckende Zeichnung in mehreren Farben ausgeführt werden, so mufs die Gewebe- bezw. Papierbahn so oft durch die Maschine geführt werden, als verschiedene Farben in der Zeichnung zu drucken sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Rotationsmaschine für lithographischen Druck von Metallplatten (Aluminium, Zink oder dergl.) auf endlosem Papier oder beliebigem Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dafs mehrere Plattencylinder von gleichem Durchmesser, deren Platten einen der Anzahl der Plattencylinder entsprechenden Theil des Umfanges ausmachen, derart angeordnet sind, dafs sie in Gemeinschaft mit einem oder mehreren Druckcylindern auf einer zwischen den Plattencylindern und dem bezw. den Druckcylindern hindurchgeführten endlosen Papier- bezw. Gewebebahn bedruckte Flächen erzeugen, die ohne Unterbrechung neben einander liegen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT116450D Active DE116450C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE116450C true DE116450C (de)

Family

ID=385798

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT116450D Active DE116450C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE116450C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1084832A1 (de) * 1999-09-17 2001-03-21 Miyakoshi Printing Machinery Co., Ltd. Vorrichtung und Verfahren zum Bedrucken einer Bahn mit einer grossen Rapportlänge

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1084832A1 (de) * 1999-09-17 2001-03-21 Miyakoshi Printing Machinery Co., Ltd. Vorrichtung und Verfahren zum Bedrucken einer Bahn mit einer grossen Rapportlänge
US6327975B1 (en) 1999-09-17 2001-12-11 Miyakoshi Printing Macinery Co., Ltd. Method and apparatus for printing elongate images on a web

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2649052C2 (de) Vorrichtung zum Ausschalten des Lagerspiels an Druckzylindern von Druckmaschinen, insbesondere Rotationsoffsetdruckmaschinen
EP0085751B1 (de) Offset-Bogen-Rotationsdruckmaschine
DE69702504T2 (de) Siebdruckmaschine
DE2202545B2 (de) Siebdruckverfahren und -vorrichtung
DD218320A5 (de) Mehrfarbenrotationsdruckmaschine zum gleichzeitigen schoen- und widerdruck
DE3109964A1 (de) "sammeldruck-rotationsmaschinendruckwerk fuer wertpapierdruck"
DE1152425B (de) Druckerpresse
DE4039700A1 (de) Rotations-siebdruckmaschine mit einem netzgewebe-formzylinder
DE435902C (de) Rotationsgummidruckmaschine zur Herstellung von mehrfarbigem Schoen- und Widerdruck fuer veraenderliche Druckbogengroessen
DE116450C (de)
DE3203948C2 (de) Rotationsoffsetdruckmaschine
DE29921185U1 (de) Satellitendruckmaschine zum Bedrucken von Bogen und Bahnen
DE2139830C3 (de) Offset-Bogenrotationsdruckmaschine
DE396168C (de) Gummidruckrotationsmaschine
EP0036103A1 (de) Umstellbares Heber-/Filmfarbwerk
DE283450C (de)
DE8224875U1 (de) Farbwerk für Offsetdruckmaschinen
DE320609C (de) Walzendruckmaschine fuer lithographischen Druck
DE4136056C2 (de)
DE69013499T2 (de) Anordnung für eine regelbare blattumdrehvorrichtung.
DE43474C (de) Farbendruckpresse
DE292196C (de)
DE29921184U1 (de) Satellitendruckmaschine zum Bedrucken von Bogen und Bahnen
DE85510C (de)
DE43941C (de) Rotirende Maschine zum Drucken von ebenen Schriftformen