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Luftgekühlter Oberflächenkondensator Die Erfindung betrifft einen
durch einen zwangläufig bewegten Luftstrom gekühlten Oberflächenkondensator, bei
welchem mindestens zwei Reihen von etwa parallel und im Abstand zueinander liegenden
Kondensatorrohren in Strömungsrichtung der Kühlluft hintereinander angeordnet, in
Parallelschaltung an eine gemeinsame Dampfverteilerkammer angeschlossen und mit
einem Kondensatsammelraum verbunden sind. Das zu kondensierende dampfförmige Medium,
beispielsweise Wasserdampf, wird hierbei der Dampfverteilerkammer über mindestens
einen Stutzen von einer Dampfverteilerleitung zugeführt. Die untereinander zumeist
gleich ausgebildeten Kondensatorrohre sind in der Regel als Rippenrohre mit elliptischem
Querschnitt ausgebildet und werden außenseitig von einem z. B. durch Schraubenlüfter
zwangläufig bewegten, aus der Atmosphäre angesaub ten Kühlluftstrom beaufschlagt.
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Bei den bekannten Oberflächenkondensatoren dieser Art sind für die
in Strömungsrichtung der Luft hintereinander angeordneten Kondensatorrohre jeweils
eine gemeinsame Dampfverteilerkammer sowie ein gemeinsamer Kondensatsammelraum vorgesehen,
so daß alle Rohrreihen mit etwa gleichen Dampfmengen beaufschlagt werden. Da die
Rohre in den einzelnen Rohrreihen zumeist auch mit gleich großen wärmetauschenden
Oberflächen ausgestattet sind, ergibt sich infolge des in Strömungsrichtung der
Kühlluft von Rohrreihe zu Rohrreihe abnehmenden Temperaturgefälles zwischen der
Temperatur des in die Verteilerkammer eintretenden Dampfes und der jeweiligen Kühllufttemperatur
der Nachteil, daß die Kondensation an den einzelnen Rohrreihen sehr unterschiedlich
verläuft. In der vom Luftstrom zuerst bestrichenen Rohrreihe ist die Kondensation
des Dampfes bereits in größerem Abstand von den in den Kondensatsammelraum mündenden
Rohrenden beendet, während in der vom Kühlluftstrom zuletzt beaufschlagten Rohrreihe
der Kondensationsprozeß erst im Bereich der in die Kondensatsammelkammer mündenden
Rohrenden abgeschlossen wird. Demnach wird von mehreren an einen Kondensatsammelraum
angeschlossenen Rohrreihen nur in der in Richtung des Kühlluftstromes letzten Rohrreihe
die volle Kondensationsleistung ausgenutzt, während die Kondensatorrohre der davorliegenden
Reihen infolge der größeren Differenz zwischen Dampfeintrittstemperatur und Kühllufttemperatur
eine geringere Kondensationsleistung abgeben, als sie bei dem vorhandenen Temperaturgefälle
abzugeben in der Lage wären. Hieraus folgt, daß die gesamte Kondensationsleistung
eines Kondensatorelementes von der in Richtung des Kühlluftstromes hintersten Rohrreihe
bestimmt wird, für deren Rohre der Wärmeübertragungswirkungsgrad infolge des dort
vorhandenen, relativ geringsten Temperaturgefälles am niedrigsten ist. Da somit
in den vom Kühlluftstrom zuerst beaufschlagten Rohrreihen nur ein Teil der Rohrlänge
für die Kondensation des Wasserdampfes ausgenutzt wird, wird das Kondensat in dem
restlichen Längenabschnitt dieser Rohre unterkühlt. Diese Kühlung des Kondensats
unter den Kondensationspunkt hat sich vor allem bei niedrigen Außentemperaturen,
insbesondere bei strengem Frost, als außerordentlich nachteilig erwiesen, weil das
Kondensat in den von der kalten Luft zuerst bestrichenen Rohrreihen bis unter den
Gefrierpunkt gekühlt wird, so daß diese Rohre schließlich durch Eispfropfen völlig
verstopft werden. Nachdem die Rohre der zuerst vom Kühlluftstrom bestrichenen Rohrreihe
durch Vereisung verstopft sind, gelangt die Kühlluft mit einer niedrigeren Temperatur
in den Bereich der zweiten Rohrreihe, wodurch auch bei diesen Rohren infolge des
größeren zur Verfügung stehenden Temperaturgefälles sich die Grenze zwischen Kondensationsbereich
und Unterkühlungsbereich zur Dampfeintrittsseite hin verlagert und ebenfalls Eispfropfen
gebildet werden. Der gleiche Vorgang ist bei sehr niedrigen Außentemperaturen, beispielsweise
bei etwa 20° C, unter Umständen auch noch bei den nächstfolgenden Rohrreihen zu
beobachten, so daß in jedem Falle sich die durchgesetzte Dampfmenge und damit die
Kondensationsleistung stark verringert und
es gegebenenfalls sogar
zu einer völligen Vereisung des Kondensators kommen kann.
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Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, diesen Übelstand durch in
den Rohrboden der Dampfverteilerkammer oder in die Rohre unmittelbar eingesetzte
Düsen zu beheben. Diese Düsen sind in Richtung des Kühlluftstromes mit einem zunehmend
kleineren Durchtrittsquerschnitt für den Dampf versehen, so daß eine bessere Verteilung
desselben auf die einzelnen Rohrreihen erreicht und der Druckabfall in den hinteren
Rohrreihen vergrößert wird. Für ganz bestimmte Betriebsbedingungen läßt sich durch
diesen Vorschlag erreichen, daß die zuerst von der Kühlluft beaufschlagten Rohre
im wesentlichen die Kondensationsleistung erreichen, für die sie ausgelegt sind,
d. h. daß die Kondensation des Dampfes in den Rohren erst kurz vor deren Einmündung
in die Kondensatsammelkammer beendet und somit eine Unterkühlung des Kondensates
vermieden wird. Jedoch kann ein derartiger mit Düsen ausgestatteter Luftkondensator
zur vollen Ausnutzung seiner Kondensationsleistung nicht den jeweiligen Betriebsbedingungen
angepaßt werden.
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Zur Vermeidung dieses Nachteils wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß der Kondensatsammelraum in Strömungsrichtung der Kühlluft in mindestens zwei
gegeneinander abgedichtete Teilkammern unterteilt ist, an die jeweils mindestens
eine der Rohrreihen angeschlossen ist, und daß der Unterdruck in den in Strömungsrichtung
der Kühlluft aufeinanderfolgenden Teilkammern von Teilkammer zu Teilkammer abnimmt
und hierdurch die Dampfverteilung auf die an die einzelnen Teilkammern angeschlossenen
Rohrreihen derart auf das jeweils zur Verfügung stehende Temperaturgefälle zwischen
Dampfeintrittstemperatur und Kühllufttemperatur abgestimmt ist, daß die Kondensation
in allen Rohrreihen in geringem Abstand von den in die zugehörige Teilkammer einmündenden
Rohrenden beendet ist. Hierdurch wird erreicht, daß sämtliche in Strömungsrichtung
der Kühlluft hintereinander angeordneten Rohrreihen unter Berücksichtigung des jeweils
zur Verfügung stehenden, mit fortschreitenderErwärmung derKühlluft naturgemäß geringer
werdenden Temperaturgefälles zwischen Dampfeintritts- und Kühllufttemperatur gleichmäßig
zur Kondensation herangezogen werden, so daß weder in den vorderen Rohrreihen eine
unerwünschte bzw. unzulässige Unterkühlung des Kondensats noch in den hinteren Rohrreihen
eine unvollständige Kondensation des Dampfes eintreten kann. Es wird somit eine
bestmögliche Ausnutzung der gesamten zur Verfügung stehenden wärmetauschenden Oberfläche
des Kondensators und damit ein optimaler Kondensationswirkungsgrad gewährleistet.
Dies wirkt sich naturgemäß nicht nur bei niedrigen, sondern auch bei höheren Außentemperaturen
außerordentlich günstig aus. So hat sich gezeigt, daß durch die erfindungsgemäß
vorgeschlagene Ausbildung des Kondensators sich bei sommerlichen Temperaturen gegenüber
den bisher bekannten luftgekühlten Kondensatoren eine Steigerung der Kondensatorleistung
um etwa 10 bis 15 % erreichen läßt, was bei den durchweg sehr großen und leistungsfähigen
luftgekühlten Kondensatoranlagen als wesentliche Verbesserung angesehen werden muß.
Außerdem wird bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Kondensator eine Kondensation
der gesamten Dampfmenge gewährleistet, ohne daß die Gefahr besteht, daß aus den
Rohren der zuletzt vom Luftstrom beaufschlagten Rohrreihe noch teilweise Dampf abgesaugt
wird.
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Ferner wird durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Ausbildung des
Kondensators die verhältnismäßig große Empfindlichkeit sämtlicher luftgekühlter
Oberflächenkondensatoren gegen besonders niedrige Außentemperaturen mit sehr einfachen
Mitteln vollständig beseitigt. Während es bislang bei den bekannten luftgekühlten
Kondensatoren bei strengem Frost immer wieder vorkam, daß zumindest die von der
kalten Luft zuerst beaufschlagten Rohrreihen durch Eispfropfen verstopft wurden
und eine erhebliche Leistungsminderung des Kondensators, in manchen Fällen sogar
ein völliger Ausfall ganzer Kondensatoranlagen die Folge war, werden diese Schwierigkeiten
durch die Erfindung völlig beseitigt, da auch bei extrem niedrigen Außentemperaturen
durch eine entsprechende Regelung des Unterdruckes der einzelnen Teilkammern jegliche
Vereisungsgefahr ausgeschlossen werden kann. Darüber hinaus wird gewährleistet,
daß auch jegliche unnötige und die Wirtschaftlichkeit des Kondensationsprozesses
beeinträchtigende Unterkühlung des Kondensates ebenso vermieden wird wie eine unvollständige
Kondensation des Dampfes in der von der Kühlluft zuletzt beaufschlagten Rohrreihe.
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Bei luftgekühlten Oberflächenkondensatoren, deren Kondensatorrohre
in mehrere hintereinander oder nebeneinander angeordnete Reihen unterteilt sind,
ist es bekannt, die einzelnen Rohrreihen dampfseitig hintereinander und hinsichtlich
der Richtung des Kühlluftstromes nebeneinanderzuschalten. Es handelt sich somit
genau um die umgekehrte Anordnung wie bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Kondensator,
bei dem die einzelnen Rohrreihen in Richtung des Kühlluftstromes hintereinander
angeordnet und die Rohre aller Rohrreihen dampfseitig parallel geschaltet sind.
Zwischen den einzelnen dampfseitig hintereinandergeschalteten Rohrreihen dieser
bekannten Oberflächenkondensatoren sind Zwischenkammern vorgesehen, die sowohl als
Kondensatsammelraum für die vorhergehende Rohrreihe als auch als Dampfverteilerkammer
für die nachfolgende, eine wesentlich kleinere Anzahl von Rohren aufweisend:: Rohrreihe
dienen. In den einzelnen dampfseitig hintereinandergeschalteten und in bezug auf
den Kühlluftstrom nebeneinander an-eordneten Rohrreihen soll eine stufenweise Dampfkondensation
erfolgen, wobei sich die Anzahl der auf jede Rohrreihe entfallenden Rohre in Strömungsrichtung
des Dampfes der fortschreitenden Dampfkondensation entsprechend verringert.
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Bei einem anderen bekannten Kondensator dieser Art sind die in Gruppen
zusammengefaßten Rohre ebenfalls dampfseitig hintereinandergeschaltet, wobei ferner
die in Strömungsrichtung des Dampfes eine jeweils geringere Anzahl von Rohren aufweisenden
Rohrgruppen gleichfalls über Zwischenkammern verbunden sind, die sowohl als Kondensatsammelraum
für die vorhergehende Rohrgruppe als auch als Dampfverteilerkammer für die nachfolgende
Rohrgruppe dienen. Es handelt sich somit ebenfalls um einen Kondensator mit stufenweiser
Dampfkondensation in mehreren dampfseitig hintereinandergeschalteten Rohrgruppen,
die allerdings in bezug auf den Kühlluftstrom hintereinander angeordnet sind. Im
Gegensatz zu dem erfindungsgemäß vorgeschlageneu
Kondensator münden
jedoch bei diesem bekannten Kondensator ebenso wie bei der zuvor behandelten bekannten
Bauart sämtliche dampfseitig parallel geschalteten Rohre einer jeden Rohrgruppe
in einen gemeinsamen und ungeteilten Kondensatsammelraum.
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Bei diesen bekannten Kondensatoren mit stufenweiser Kondensation des
Dampfes in mehreren dampfseitig hintereinandergeschalteten und in bezug auf den
Kühlluftstrom hinter- oder nebeneinander angeordneten Rohrreihen ist das bei der
Grundbauart der Kondensatoren nach der Erfindung vorhandene Problem der großen Kälteempfindlichkeit
der von der Kühlluft zuerst bestrichenen Rohrreihen sowie der stark unterschiedlichen
Ausnutzung der einzelnen Rohrreihen für die Dampfkondensation überhaupt nicht vorhanden.
Irgendwelche Anregungen in bezug auf die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe
und die zu ihrer Lösung vorgeschlagenen Mittel sind daher diesen bekannten Oberflächenkondensatoren
nicht zu entnehmen.
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Die Erfindung läßt sich bei Oberflächenkondensatoren mit Kondensatorrohren
gleicher Länge, gleichen Strömungsquerschnitts und gleicher wärmetauschender Oberfläche
beispielsweise in der Weise verwirklichen, daß der Unterdruck in den in Strömungsrichtung
der Kühlluft aufeinanderfolgenden Teilkammern dem Temperaturgefälle zwischen Dampfeintrittstemperatur
und mittlerer Kühllufttemperatur im Bereich der jeweiligen Teilkammer etwa verhältnisgleich
ist. Zur Erzielung derartiger Verhältnisse können für jede Teilkammer eine besondere
Luftabsaugeleitung und eine von dieser getrennt angeordnete Kondensatableitung vorgesehen
sein. Dabei besteht die Möglichkeit, entweder für jede Luftabsaugeleitung eine getrennte,
für sich allein regelbare Luftabsaugevorrichtung vorzusehen oder aber die Luftabsaugeleitungen
sämtlicher Teilkammern eines Kondensatorelementes an eine gemeinsame Luftabsaugevorrichtung
anzuschließen, wobei jedoch zweckmäßig mindestens in die Absaugeleitungen der in
Strömungsrichtung der Kühlluft hinter der ersten Teilkammer vorgesehenen weiteren
Teilkammern einzeln regelbare Drosselvorrichtungen eingeschaltet werden. Durch entsprechende
Einstellung der Drosselvorrichtungen läßt sich der Unterdruck derart regeln, daß
ständig die gewünschte Kondensationsleistung der Kondensatorrohre bzw. des Elementes
erzielt wird. So kann man bei tiefer Lufttemperatur der Gefahr des Einfrierens der
ersten Rohrreihen in der Weise begegnen, daß die Luftabsaugung für die in Strömungsrichtung
der Kühlluft hinteren Rohrreihen abgesperrt und dadurch deren Wärmeleistung stark
gedrosselt werden, während durch öffnen der Luftabsaugeventile für die von der Kühlluft
zuerst beaufschlagten Rohrreihen gleichzeitig erreicht wird, daß diese die gesamte
Wärmeleistung aufnehmen. Gegebenenfalls läßt sich die Umstellung des Luftkondensators
auf die kalte Jahreszeit in der Weise durchführen, daß z. B. jeweils die zuerst
von der Kühlluft beaufschlagten Rohrreihen aller Elemente an eine Luftabsaugevorrichtung
mit höherer Saugleistung angeschlossen sind, während die Luft aus den dahinterliegenden
Rohrreihen durch Saugvorrichtungen von zunehmend geringerer Leistung abgesaugt wird.
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Die Erfindung kann ferner dadurch verwirklicht werden, daß mindestens
die in Strömungsrichtung der Kühlluft vorderste Teilkammer, an die die zuerst beaufschlagte
Rohrreihe und gegebenenfalls noch weitere, dahinterliegende Rohrreihen angeschlossen
sind, mit je einer Kondensat- und Luftabsaugeleitung verbunden ist, während zur
Ableitung sowohl des Kondensats als auch des Dampf-Luft-Gemisches aus einer oder
mehreren dahinterliegenden Teilkammern nur eine Leitung vorgesehen ist, welche an
einen nachgeschalteten Dephlegmator und an eine Kondensatsammelleitung angeschlossen
ist. Dabei ist es vorteilhaft, den Dephlegmator mit einer Luftabsaugeleitung zu
verbinden.
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Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht ferner darin, daß jede
der von den Teilkammern wegführenden Kondensatableitungen vor Einmündung in eine
gemeinsame Kondensatsammelleitung mindestens eine den Druckunterschied der einzelnen
Kammern ausgleichende Steighöhe aufweist. Auf diese Weise kann das Kondensat aus
sämtlichen von den Teilkammern einzeln wegführenden Kondensatableitungen ungehindert
abfließen.
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Selbstverständlich ist es auch möglich, zwei oder mehr der vorstehend
angegebenen Lösungswege zu kombinieren.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an mehreren Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Oberflächenkondensator in schaubildlicher schematischer
Darstellung, F i g. 2 einen Schnitt nach Linie II-II in F i g. 1, F i g. 3 den Querschnitt
eines Kondensatorelementes in größerem Maßstab, F i g. 4 ein anderes Kondensatorelement
im Querschnitt, F i g. 5 eine weitere Ausführungsform eines Kondensatorelementes
im Querschnitt.
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Der in den F i g. 1 und 2 dargestellte Oberflächenkondensator besteht
aus mehreren dachbauförmig angeordneten Kondensatorelementen 1, welche jeweils aus
drei Reihen 1 a,1 b,1 c von etwa parallel und im Abstand zueinander angeordneten
Kondensatorrohren gebildet sind, die in Strömungsrichtung der Luft hintereinanderliegen
und in Parallelschaltung an eine Dampfverteilerleitung 2, welcher Dampf in. Richtung
des Pfeiles m zugeführt wird, über eine gemeinsame Dampfverteilerkammer 3 angeschlossen
sind. Die Dampfverteilerkammern 3 sind unter Verzicht von Rohrstutzen unmittelbar
mit dem dachfirstartig angeordneten Dampfverteilerrohr 2 derart verbunden, daß der
Einströmquerschnitt der einzelnen Verteilerkammern rechteckig ausgebildet ist und
entsprechend der Breite und Tiefe des Elementes bemessen ist. Die Kondensatorrohre
münden am unteren Ende in einen Kondensatsammelraum 4, welcher gemäß F i g. 2 und
3 in Strömungsrichtung x der Luft durch eine Trennwand 4 c in zwei Teilkammern 4
a, 4 b unterteilt ist. Die Teilkammern 4 a sind jeweils im oberen Bereich durch
einen Rohrstutzen 5 mit einer Luftabsaugeleitung 6 verbunden, durch die die in den
Teilkammern 4 a enthaltene Luft mittels nicht dargestellter Dampfstrahlpumpen od.
dgl. abgesaugt wird. In den Boden der Teilkammern 4 a sind jeweils Abfiußstutzen
7 für das Kondensat eingesetzt, die zu einer Kondensatsammelleitung 8 führen, durch
welche das Kondensat in Richtung des Pfeiles y abgeführt wird.
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Während mit der Teilkammer 4 a nur die von der in Richtung des Pfeiles
x strömenden Kühlluft zuerst beaufschlagte Rohrreihe 1 a verbunden ist, münden die
Rohre der beiden dahinterliegenden Rohrreihen
1 b, 1 c in
die Teilkammer 4 b, aus der sowohl das Kondensat als auch gegebenenfalls
nicht kondensierte Restdämpfe jeweils durch einen Rohrstutzen 9 größeren Durchmessers
in eine Sammelleitung 10 abgeleitet werden. Die Kondensatorelemente 1 sind
über diese Sammelleitung 10 mit Dephlegmatorelementen 11 verbunden, die in
ihren Abmessungen im wesentlichen den Kondensatorelementen entsprechen und in welche
die in der Sammelleitung 10 enthaltenen Restdämpfe infolge der aufwärts geneigten
Lage der Sammelleitung durch weitere Rohrstutzen 9 und Teilkammern 4 b hochsteigen.
In den Dephlegmatorelementen 11 wird über je einen Rohrstutzen 12 und eine gemeinsame
Luftabsaugeleitung 13 ein Vakuum erzeugt, durch welches der Restdampf in Kondensat
verwandelt wird, welches entweder durch die Teilkammer 4 a und die Kondensatableitung
7 oder aber durch die Rohrstutzen 9 der Sammelleitung 10 zu- und aus dieser
in Richtung des Pfeiles n in geeignete Sammelbehälter abfließt.
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Wie aus F i g. 1 ersichtlich, ist der im Grundriß rechteckige Strömungsquerschnitt
des Luftkanals für die Kühlluft oberhalb einer begehbaren Bühne 14 durch seitliche
Längswände 15 und Stirnwände 16 begrenzt, während die begehbare Bühne um ein solches
Maß breiter und länger als der Kondensator bemessen ist, daß eine Kurzschlußgefahr
zwischen an- und abströmender Kühlluft ausgeschlossen ist. Der Luftkondensator wird
von vier Stützen 17 getragen, die in F i g. 1 am unteren Ende weggebrochen dargestellt
sind.
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F i g. 2 läßt erkennen, daß die dachbauförmig zueinander angeordneten
Elemente 1 bzw. 11 im Querschnitt die Seiten eines etwa gleichseitigen Dreiecks
bilden, dessen Basis von einem Schraubenlüfter 18 gebildet wird. Das horizontal
drehbar gelagerte Flügelrad 19, dessen Nabe 19 a strömungsgünstig ausgebildet ist,
wird über ein oberhalb des Flügelrades liegendes Getriebe 20 von einem darüber angeordneten
Motor 21 angetrieben. Das Flügelrad ist innerhalb eines Luftkanals 22 angeordnet,
der im Drehbereich des Flügelrades 19 kreiszylindrisch ausgebildet ist, während
er sich nach oben und unten diffusorartig erweitert. Das Flügelrad saugt in Richtung
des Pfeiles x die Kühlluft an und drückt sie nach oben durch die Kondensatorelemente
1 und Dephlegmatorelemente Il hindurch.
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F i g. 3 zeigt ein in F i g. 2 dargestelltes Element in vergrößertem
Maßstab und läßt erkennen, daß die Rohre der Rohrreihen 1 a, 1
b, 1 c mit Rippen 23 versehen sind, welche der Übersichtlichkeit
halber in F i g. 1 und 2 fortgelassen sind. Die Ausführungsform des Elementes gemäß
F i g. 3 ist etwa für solche Fälle ausreichend, in denen keine extremen Temperaturbedingungen
zu erwarten sind. In diesen Fällen kann es genügen, lediglich den Unterdruck für
die von der Kühlluft zuerst beaufschlagte Rohrreihe 1 a und bzw. oder die Dampfverteilung
auf die erste Rohrreihe auf das jeweils zur Verfügung stehende Temperaturgefälle
zwischen Dampfeintrittstemperatur und Kühllufttemperatur so abzustimmen, daß die
Kondensation in allen Rohrreihen in geringem Abstand von den in die zugeordneten
Teilkammern mündenden Rohrenden beendet ist. Zu diesem Zweck wird der in der Luftabsaugeleitung
6 bzw. in den Teilkammern 4 a erzeugte Unterdruck durch Regelung z. B. einer Dampfstrahlpumpe
geändert und den jeweiligen Temperaturverhältnissen angepaßt. Bei dem Kondensatorelement
in F i g. 4 sind ebenfalls drei in Strömungsrichtung x parallel hintereinander angeordnete
Rohrreihen 1 a, 1 b, 1 c vorgesehen, wobei jedoch
in diesem Fall jeder Rohrreihe eine besondere Teilkammer 24 a,
24b, 24c zur Sammlung des Kondensats zugeordnet ist, welche durch
parallel zu den Rohrreihen verlaufende Trennwände 25 luftdicht gegeneinander abgeschlossen
sind. Während die Teilkammer 24 a für die von der Kühlluft zuerst beaufschlagte
Rohrreihe 1 a ohne Zwischenschaltung einer Drosseleinrichtung über einen Absaugestutzen
26 a an eine Hauptabsaugeleitung 27 angeschlossen ist, sind die Teilkammern
24b, 24c über gesonderte Absaugestutzen 26 b, 26 c ebenfalls an die Hauptabsaugeleitung
27 angeschlossen, wobei jedoch in die Absaugestutzen 26 b, 26 c jeweils eine Drosseleinrichtung
28 a, 28 b geschaltet ist. Für den vorliegenden Fall, in dem die Rippenrohre
der einzelnen Rohrreihen 1 a, 1 b, 1 c gleiche Abmessungen und gleich große
wärmetauschende Oberflächen aufweisen, ist diese Anordnung deshalb getroffen, um
einerseits dadurch, daß eine Drosselvorrichtung für den Absaugestutzen 26a nicht
vorgesehen ist, das gesamte zur Verfügung stehende Druckgefälle zum Ansaugen von
größeren Dampfmengen auszunutzen, andererseits aber das Vakuum für die Teilkammern
24b, 24c durch Drosselung derart zu vermindern, daß in sämtlichen Rohrreihen
l a, 1 b, 1 c die Kondensation in geringem Abstand von
den in den Kondensatsammelraum mündenden Rohrenden beendet ist. Dabei kann es sich
in manchen Fällen empfehlen, das Temperaturgefälle zwischen Dampfeintrittstemperatur
und mittlerer Kühllufttemperatur im Bereich der Teilkammer 24 in ein direkt proportionales
Verhältnis zu der Bemessung des Unterdrucks zu setzen.
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Im Boden der Teilkammern 24 a, 24 b,
24 c sind jeweils Ablaufstutzen 29a, 29b, 29c z.
B. durch Schweißen befestigt, durch die das Kondensat einer gemeinsamen Ableitung
30 zugeführt wird. Dabei sind die Ablaufstutzen 29 so lang ausgebildet, daß
in jedem Fall die hierdurch erreichte Steighöhe zum Ausgleich des Druckunterschiedes
zwischen den Teilkammern 24 ausreicht.
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Selbstverständlich erübrigt sich bei der Verwendung eines Elementes
nach F i g. 4 die Anordnung von zusätzlichen Dephlegmatorelementen, da für jede
der Rohrreihen eine Trennung der bei der Kondensation des Dampfes anfallenden flüssigen
und gasförmigen Bestandteile innerhalb der Teilkammern 24 erfolgt und eine Mitführung
von Restdampf durch die Anpassung des Unterdrucks für die einzelnen Teilkammern
an das jeweils zur Verfügung stehende Temperaturgefälle verhindert wird.
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In F i g. 5 ist eine andere Ausführungsform eines Elementes dargestellt,
welches ebenfalls aus parallel hintereinanderliegenden Rohrreihen 1 a, 1 b, 1 c
besteht, welche analog zu F i g. 4 jeweils an durch Zwischenwände 31 getrennte Teilkammern
32 a, 32b, 32 c angeschlossen sind. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
ist hier die Anordnung so getroffen, daß jede der Teilkammern 32 mit einer besonderen
Luftabsaugeleitung 33a, 33b, 33c
verbunden ist. An die Luftabsaugeleitung
33 können entweder voneinander unabhängige und für sich allein regelbare Luftabsaugevorrichtungen
angeschlossen sein. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß die Luftabsaugeleitungen
33 a, 33 b, 33 c an eine gemeinsame Luftabsaugevorrichtung angeschlossen
sind, wobei
zumindest in die Absaugeleitungen der Teilkammern für
die in Strömungsrichtung der Kühlluft hinteren Rohrreihen jedoch einzeln regelbare
Drosselvorrichtungen eingeschaltet werden müßten, wie dies in dem Ausführungsbeispiel
gemäß F i g. 4 für die Absaugestutzen 26 b, 26 c vorgesehen ist.
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Die Teilkammern 32 a, 32 b, 32 c sind über besondere Ablaufrohre 34
a, 34 b, 34 c an eine gemeinsame Kondensatsammelleitung 35 angeschlossen,
wobei die Ablaufrohre 34 jeweils wiederum eine solche Steighöhe aufweisen, daß das
Druckgefälle zwischen den einzelnen Rohrreihen ausgeglichen wird und das Kondensat
frei in die Sammelleitung 35 abfließen kann.