-
Elektronische Schaltungsanordnung zum Umschalten der Stromrichtung
in einem Verbraucher Schaltungsanordnungen zum Umschalten der Stromrichtung in einem
Verbraucher, abhängig von Steuersignalen, werden besonders in der Telegrafietechnik
häufig benötigt, beispielsweise als Empfangseinrichtungen für Fernschreibzeichen.
Die hierzu meist verwendeten elektromagnetischen Relais lassen sich in bekannter
Weise durch rein elektronisch arbeitende Schaltungsanordnungen ersetzen. Hierdurch
ergeben sich die bekannten Vorteile, insbesondere höhere Arbeitsgeschwindigkeit
und Wegfall der Wartung.
-
Die bisher bekanntgewordenen elektronischen Umschalter benötigen eine
Versorgungsgleichspannung, die mit bestimmter Polung an den Umschalter angeschlossen
werden muß. Bei umgekehrter Polung der Anschlüsse der Versorgungsspannung ist die
Funktion des Umschalters nicht gewährleistet.
-
In vielen Fällen ist jedoch ein elektronischer Umschalter wünschenswert
oder erforderlich, der bei Umkehren der Polung der Versorgungsspannung keine Änderung
seiner Funktion zeigt. Diese Forderung ergibt sich beispielsweise dann, wenn der
Umschalter unmittelbar aus einem Wechselrichter, der Rechteckwechsel abgibt, gespeist
werden soll.
-
Dies wird bei dem elektronischen Umschalter mit zwei Schaltzweigen,
an deren freien Anschlüssen die Versorgungsspannung mit beliebiger Polung und an
deren Verbindungspunkt der mit einem Zwischenpotential verbundene Verbraucher angeschlossen
ist und in denen gegensinnig gesteuerte Transistoren angeordnet sind, gemäß der
Erfindung dadurch erreicht, daß in jedem Schaltzweig entweder ein symmetrischer
Transistor beliebigen Leitfähigkeitstyps, gegebenenfalls mit Vorwiderständen, oder
zwei gegensinnig in Reihe liegende unsymmetrische Transistoren beliebigen Leitfähigkeitstyps,
denen Richtleiter gegensinnig parallel geschaltet sind, gegebenenfalls mit Vorwiderständen
angeordnet sind.
-
Die Steuerung dieses Urnschalters kann vorteilhaft derart erfolgen,
daß jeweils ein unsymmetrischer Transistor in jedem Schaltzweig direkt gesteuert
wird und den nicht direkt gesteuerten Transistor in dem anderen Schaltzweig, vorzugsweise
über in Serie mit dem direkt gesteuerten Transistor liegende gerichtete Widerstände,
entsprechend mitsteuert. In diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn die den direkt
gesteuerten Transistoren gegensinnig parallel liegenden Richtleiter zugleich die
in Serie mit den direkt gesteuerten Transistoren liegenden, vorzugsweise gerichteten
Widerstände überbrücken.
-
In vielen Fällen ist die Versorgungsspannung höher als die zulässige
Betriebsspannung jedes der verwendeten Transistoren. In diesem Fall kann vorteilhaft
jeder Transistor durch die Serienschaltung mehrerer gleichartiger Transistoren ersetzt
werden, deren Emitter-Kollektor-Strecken durch gegenüber den Sperrwiderständen dieser
Transistoren niederohmige und gegenüber den Durchlaßwiderständen hochohmige Widerstände
überbrückt sind und deren Steuerung in zwangläufiger Abhängigkeit von der Steuerung
eines der Transistoren dieser Serienschalttmg erfolgt. Die den Emitter-Kollektor-Strecken
parallel geschalteten Widerstände sorgen bei Sperrung dieser Transistoren für eine
gleichmäßige Aufteilung der Sperrspannung auf die verschiedenen Transistoren.
-
Falls in den Umschaltem Transistoren nur eines Leitfähigkeitstyps
verwendet werden, ergeben sich zunächst bei verschiedener Polung der Versorgungsspannung
verschiedene Steuereingänge. Um zu vermeiden, daß bei Polaritätswechsel der Versorgungsspannung
auch der Steuerein#ang gewechselt werden muß, können die beiden verschiedenen Steuereingänge
durch eine Steuerschaltung zu einem gemeinsamen Eingang zusammengefaßt werden.
-
Zwei dieser Umschalter können vorteilhaft in an sich bekannter Weise
zu einer bistabilen Kippschaltung zusammengeschaltet werden. Auch hier ergibt sich
dann der Vorteil, daß die Funktion dieser Kippschaltung von der Polarität der Versorgungsspannung
unabhängig ist.
-
Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnung erläutert.
-
F i g. 1 zeigt einen Umschalter gemäß der Erfindung mit zwei
symmetrischen Transistoren unterschiedlichen Leitfähigkeitstyps TS1 und TS2.
An dem Eingang E werden die Steuerzeichen zugeführt.
Es sei
zunächst ang:,enominen, daß die Versorgungsspannung an der Klemme K7 mit negativer
und an der Klemme K 8 mit positiver Polarität gegenüber der Klemme K9 liegt.
Falls die Einganggsklemme Kl negativ gegenüber der Eingangsklemme K2 ist, fließt
ein Strom von der Klemme K2 aus über den Widerstand R2 und die untere Diode des
Transistors TS1 zu der Klemme K 1. Der Transistor TS 1 wird dadurch
durchlässig. Der Transistor TS2 bleibt gesperrt, da seine beiden Dioden in Sperrichtung
gepolt sind. Von der Klemme K9 fließt über den Belastungswiderstand Rb ein Strom
zu der Klemme K 7.
-
Liegt dagegen die Versorgungsspannung an der Klemme K7 mit positiver
und an der Klemme KS mit negativer Polarität gegenüber der Klemme K9, so fließt
wieder ein Strom von der Klemme K2 über den Widerstand R2 und die untere Diode des
Transistors TS1 zur Eingangsklemme Kl. Dieser Strom kann jedoch den Transistor TS1
nicht durchlässig steuern, da nunmehr an dessen oberer Diodenstrecke über den Widerstand
R 1 die Versorgungsspannung mit positiver Polarität anliegt. Der Transistor
TS1 bleibt somit gesperrt. Es fließt jedoch ein weiterer Strom von der Klemme Kl
über die untere Diodenstrecke des Transistors TS 2 und den Widerstand R 4 zu der
Klemme K8. Der Transistor TS2 wird dadurch durchlässig gesteuert. Nunmehr fließt
ein Strom von der Klemme K9 über den Belastungswiderstand Rb zur Klemme K8,
d. h., der Belastungswiderstand Rb wird in der gleichen Richtung wie vorher
durchflossen.
-
Nunmehr sei angenommen, daß die Steuerzeichen am Eingang
E mit umgekehrter Polarität anliegen, daß also die Eingangsklemme Kl positiv
gegenüber der Eingangsklemme K 2 ist. Falls die Klemme K 7
negativ und die
Klemme K8 positiv gegenüber der Klemme K 9 sind, fließt ein Strom von der
Klemme Kl über die obere Diodenstrecke des Transistors TS 2 und den Widerstand R
3 zur Klemme K 2. Der Transistor TS2 wird dadurch durchlässig gesteuert,
während der Transistor TSI gesperrt ist. Es fließt dann ein Strom von der Klemme
K 8 über den Widerstand Rb zur Klemme K9, Wird umgekehrt die Klemme K7 positiv
und die Klemme K 8 negativ gegenüber der Klemme K 9, so fließt zunächst
wieder ein Strom von der Klemme K 1
über die obere Diodenstrecke des
Transistors TS2 und den Widerstand R3 zur Klemme K2. Dieser Stromfluß kann den Transistor
TS2 jedoch nicht durchlässig steuern, da an dessen unterer Diodenstrecke nunmehr
über den WiderstandR4 die Versorgungsspannung mit negativer Polarität anliegt. Gleichzeitig
fließt jedoch ein Strom von der positiven Klemme K 7 über den Widerstand
R 1 und die obere Diodenstrecke des Transistors TS1 zur Eingangsklemme K
1. Der Transistor TS 1 wird dadurch durchlässig gesteuert, so daß
sich ein Stromfluß von der Klemme K7 über den Widerstand Rb zur Klemme
K9, d. h. in der gleichen Richtung wie vorher, ausbildet.
-
Die Stromrichtung durch den VerbraucherRb ist demnach nur von der
Polarität der am Eingang E zugeführten Steuerzeichen, nicht jedoch von der
Polung der an den Klemmen K7 und K8 liegenden Versorgungsspannung abhängig.
-
Bei der Schaltungsanordnung nach F i g. 1 darf die zwischen
den Klemmen K7 und K8 liegende Versorgungsspannung nicht die maximal zulässige Betriebsspannung
einer der Transistoren TS1 oder TSZ überschreiten.
-
F i g. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung,
bei dem die Versorgungsspannung doppelt so hoch sein kann wie die maximal zulässige
Betriebsspannung eines der Transistoren. Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i
g. 2 sind jeweils die Transistoren TS 5 und T,# 7 und
die Transistoren TS 6
und TS8 in Reihe geschaltet. Die Steuerung erfolgt
an den Transistoren TS 7 und TS 8 wie in F i g. 1 beschrieben.
Die Transistoren TS5 und TS6 werden über die Widerstände R 15
bis R 18 zwangläufig mit den Transistoren TS7 und TS8 gesteuert. Parallel
zu den Schaltstrecken der Transistoren TS7, TS8, TS 5 und TS
6 sind die Widerstände R 11 bis R 14 geschaltet. Diese Widerstände
sind niederohmig gegenüber dem Sperrwiderstand der Transistoren und hochohmig gegenüber
dem Durchlaßwiderstand. Sie haben die Aufgabe, bei gesperrten Transistoren für eine
gleichmäßige Aufteilung der Sperrspannung zu sorgen. Im übrigen ist die Wirkungsweise
der Schaltungsanordnung nach F i g. 2 die gleiche wie die der Schaltungsanordnung
nach F i g. 1.
-
F i g. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung
mit symmetrischen Transistoren gleichen Leitfähigkeitstyps. Gegenüber der Schaltungsanordnung
nach F i g. 1 weist die Schaltung nach F i g. 3
zwei Steuereingänge
E 1 und E2 auf, die bei einem Wechsel der Polarität der Versorgungsspannung
ebenfalls gewechselt werden müssen.
-
Es sei zunächst angenommen, daß die Klemme K7 negativ und die Klemme
K 8 positiv gegenüber der Klemme K 9 sei. Ist die Eingangsklemme
K 5 negativ gegenüber der Eingangsklemme K6, so fließt ein Strom von
der Klemme K 6 über den Widerstand R 8
und die untere Diodenstrecke
des Transistors TS4 zur Klemme K5. Der Transistor TS4 wird durchlässig gesteuert,
und es fließt ein Strom von der Klemme K8 über den WiderstandR8, den TransistorTS4,
die Widerstände R7 und Rb zur Klemme K9. Der TransistorTS3 ist durch den Spannungsabfall
am WiderstandR7 über die DiodeD1 gesperrt. Wird nunmehr die EingangskIemme K5 positiv
gegenüber der Eingangsklemme K6, so wird der TransistorTS4 gesperrt. Nunmehr fließt
ein Strom von der Klemme K9 über die Widerstände Rb und R6, die untere Diodenstrecke
des Transistors TS3 und den Widerstand R 9 zur Klemme K 7. Dadurch
wird der Transistor TS3 durchlässig gesteuert, und es fließt ein Strom von der Klemme
K 9 über die Widerstände Rb und R 6, den Transistor TS3 und den Widerstand
R 5 zur Klemme K 7.
-
Wird die Polarität der Versorgungsspannung umgedreht, so muß die Steuerung
am Eingang El erfolgen. Falls die Eingangsklemme K3 positiv gegenüber der
Eingangsklemme K4 ist, wird der Transistor TS3 durchlässig gesteuert und der Transistor
TS4 gesperrt. Es fließt nurunehr ein Strom von der Klemme K 9 über den Belastungswiderstand
Rb zur Klemme K7. Wird die Eingangsklemme K3 negativ gegenüber der Eingangsklemme
K4, so ist der Transistor TS3 gesperrt und der Transistor TS4 durchlässig. In diesem
Fall fließt ein Strom von der Klemme K 9 über den Belastungswiderstand Rb
zur Klemme K8.
-
Auch bei der Schaltung nach F i g. 3 ist also die Stromrichtung
durch den Verbraucher Rb nur von der Polarität der an den Steuereingängen
El bzw.
E2 zugeführten Steuersignale, nicht jedoch
von der Polarität der an den Klemmen K7 und K8 anliegenden Versorgungsspannung abhängig.
-
Auch in F i g. 3 können analog zu F i g. 2 zur Erhöhung
der Spannungsfestigkeit mehrere Transistoren in Reihe geschaltet werden.
-
Ein Nachteil der Schaltung nach F i g. 3 ist der, daß bei Wechsel
der Polarität der Versorgungsspannung auch die Steuereingänge gewechselt werden
müssen.
-
In F i g. 4 ist eine Steuerschaltung dargestellt, mit deren
Hilfe es möglich ist, die Steuereingänge EI
und E 2 zu einem
gemeinsamen Steuereingang E' zusammenzufassen. Die Wirkungsweise dieser Steuerschaltung
ist in Verbindung mit F i g. 5 erläutert.
-
In der Praxis ist die Verwendung von symnietrischen Transistoren oft
unerwünscht, da diese Transistoren nur sehr schwer erhältlich sind.
-
F i g. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung,
das normale unsymmetrische Transistoren eines bestimmten Leitfähigkeitstyps (pnp-Transistoren)
verwendet. Die beiden Steuereingänge EI und E 2 sind durch
eine Steuerschaltung ähnlich F i g. 4 zu einem gemeinsamen Steuereingang
E' zusammengefaßt. Dieser Teil der Schaltungsanordnung ist gestrichelt gezeichnet.
Die Wirkungsweise ist folgende: Es sei zunächst angenommen, daß die Versorgungsspannung
an der Klemme K 7 mit negativer und an der Klemme K8 mit positiver Polarität
gegenüber der Klemme K9 anliegt. In diesem Fall sind die Transistoren T4 und T2
durch die antiparallel liegenden Dioden D 6 und D 4 kurzgeschlossen.
Ist die Eingangsklemme K 1 negativ gegenüber der Eingangsklemme K 2, so sind
sämtliche vier Dioden D 21 bis D 24 der Steuerschaltung in
Sperrichtung gepolt. Von der Klemme K 8 ausgehend, fließt ein Strom über
den Widerstand R22, die Diode D6, die Emitter-Basis-Strecke des Transistors
T 3, den Widerstand R 26
und den Belastungswiderstand Rb zur Klemme
K9. Der Transistor T 3 wird dadurch durchlässig gesteuert. Nunmehr fließt
ein Strom von der Klemme K8 ausgehend über den Widerstand R 22, die Diode
D 6, die Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors T3, den Widerstand
R 21, die Diode D 8 und den BelastungswiderstandRb zur KlemmeK9. Durch den
Spannungsabfall an der Diode D 8 ist der Transistor T 1
über
den aus der Diode D 9 und den Widerstand R 23
gebildeten Spannungsteiler
gesperrt.
-
Wird die Polarität der Versorgungsspannung bei gleichbleibender Polarität
der Steuerspannung umgedreht, so wird die Klemme K7 positiv und die Klemme K
8 negativ gegenüber der Klemme K 9. In diesem Fall sind die Transistoren
Tl und T3 durch die antiparallel liegenden Dioden D 3 und
D 5 kurzgeschlossen. Von der Klemme K7 ausgehend, fließt ein Strom
über den Widerstand R 19, die Diode D 3,
die Ernitter-Basis-Strecke
des Transistors T2, den Widerstand R25 und den Belastungswiderstand Rb zur Klemme
K9. Dadurch wird der Transistor T2 durchlässig gesteuert. Nunmehr fließt ein weiterer
Strom von der Klemme K7 ausgehend über den Widerstand R 19, die Diode
D 3, die Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors T 2, den Widerstand R
20, die Diode D 7 und den Belastungswiderstand Rb zur Klemme K9. Durch den
Spannungsabfall an der Diode D 7 wird der Transistor T 4 über den aus der
Diode D 10 und den Widerstand R 24 gebildeten ,Spannungsteiler gesperrt.
Der Belastungswiderstand Rb wird also unabhän-gig von der Polarität der an
den Klemmen K7 und K8 anliegenden Versorgungsspannung in gleicher Richtung durchflossen.
-
Wird nun die Eingangsklemme Kl positiv gegenüber der Klemme K 2, so
werden die Dioden D 21 und D22 durchlässig, und es fließt ein Strom
über diese Dioden und Widerstände R 25 und R 26 und den gemeinsamen
Widerstand Rb zur Klemme K9. Es sei zunächst wieder angenommen, daß die Versorgungsspannung
an der Klemme K7 mit negativer und an der Klemme K 8 mit positiver Polarität
gegenüber der Klemme K 9 anliegt. Die Transistoren T 2 und T4 sind wieder
durch die antiparallel liegenden Dioden D 4 und D 6 kurzgeschlossen.
Der Transistor T3 ist nunmehr gesperrt, da an seiner Basis positives Potential
gegenüber dem Emitter anliegt. An der Diode D 8 tritt kein Spannungsabfall
mehr auf, und über den aus der Diode D 9 und dem Widerstand R
23 gebildeten Spannungsteiler wird der Transistor TI durchlässig. Es fließt
ein Strom von der Klemme K9 ausgehend über den Belastungswiderstand Rb, die Diode
D 4, den durchlässigen Transistor T 1 und den Widerstand R
19 zur Klemme K 7.
-
Wird nunmehr die Klemme K7 positiv und die Klemme K8 negativ gegenüber
der Klemme K8, so werden die Transistoren Tl und T3 durch die antiparallel
liegenden Dioden D 3 und D 5 kurzgeschlossen. Der Transistor
T2 ist gesperrt, da seine Basis positiv gegenüber dem Emitter ist. Da an der Diode
D 7 kein Spannungsabfall auftritt, wird der Transistor T 4 über den aus der
Diode D 10 und dem Widerstand R24 gebildeten Spannungsteiler durchlässig.
Es fließt nunmehr ein Strom von der Klemme K9 ausgehend über den Belastungswiderstand
Rb, die Diode D 5, den Transistor T 4 und den Widerstand R 22 zur
Klemme K 8.
-
Auch in diesem Fall ist also die Stromrichtung den Verbraucher Rb
nur von der Polarität der am Eingang E' zugefÜhrten Steuerzeichen, nicht jedoch
von der Polarität der an den Klemmen K 7 und K 8
anliegenden Versorgungsspannung
abhängig.
-
Soll bei der Schaltung nach F i g. 5 die Versorgungsspannung
über die maximal zulässige Betriebsspannung der verwendeten Transistoren erhöht
werden, so müssen wie bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 mehrere Transistoren
in Reihe geschaltet werden. Ein derartiges Ausführungsbeispiel ist in F i
g. 6 dargestellt. Die in F i g. 5 gestrichelt eingezeichnete Steuerschaltung
ist aus übersichtlichkeitsgründen in F i g. 6 weggelassen. Um eine gleichmäßige
Aufteilung der Sperrspannung an den gesperrten Transistoren zu gewährleisten, sind
jeweils parallel zu den Emitter-Kollektor-Strecken der Transistoren T
5 bis T 12 die Widerstände R 29 bis R 36
geschaltet. Die
Widerstände R 37 bis R 44 und die Dioden D 19 und D 20 dienen
zur zwangläufigen Mitsteuerung der nicht gesteuerten Transistoren. Im übrigen ist
die Wirkungsweise der Schaltung nach F i g. 6 die gleiche wie die der Schaltung
nach F i g. 5.
-
F i g. 7 zeigt ein Anwendungsbeispiel der Erfindung, das im
wesentlichen aus zwei Schaltungsanordnungen ähnlich F i g. 5 besteht, die
zu einer bistabilen Kippstufe zusammengeschaltet sind. Die Wirkungsweise ist im
wesentlichen folgende: Es sei zunächst wieder angenommen, daß die Versorgungsspannung
an der Klemme K 7 mit negativer und an der Klemme K 8 mit positiver
Polarität gegenüber
der Klemme K9 anliegt. In diesem Fall sind
die Transistoren T13, T15, T17 und T19 durch die antiparallel liegenden
DiodenD21, D23, D25 und D27 kurzgeschlossen. Die Steuerung erfolgt
in diesem Fall am Eingang E 2. Falls die Eingangsklemme K6 positiv gegenüber
der Klemme K5 ist, fließt über den WiderstandR63 und die Emitter-Basis-Strecke des
Transistors T16 ein Strom, der diesen durchlässig steuert. Nunmehr fließt
ein Strom von der Klemme K6 ausgehend über den Widerstand R63, die Emitter-Kollektor-Strecke
des Transistors T16,
den Widerstand R 51, die Dioden
D 30 und D 23 und den Widerstand R66 zur Klemme K9. Gleichzeitig ist
der Transistor T 14 durch den aus der Diode D 34 und dem Widerstand R
58 gebildeten Spannungsteiler gesperrt. Auch der Transistor T20 ist gesperrt,
da der Spannungsabfall am Emitterwiderstand R 63
5, elrößer als der
Spannungsabfall am Widerstand R 65 ist und demnach die Basis positiv gegenüber dem
Emitter ist. Von der Klemme K9 ausgehend, fließt ferner ein Strom über den Widerstand
R 67, die Emitter-Basis-Strecke des Transistors T18 und den Widerstand
R 60 zur Klemme K 7. Der Transistor T18 ist dadurch ebenfalls
durchlässig gesteuert. Insgesamt fließt also ein Strom ausgehend von der Klemme
K 8 über den Widerstand R 63, die Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors
T16, den WiderstandR51, die DiodenD30 und D23, die WiderständeR66
und R67, die Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors T 18, die Diode
D 25 und den Widerstand R 62 zur Klemme K 7. Dadurch ist eine
stabile Lage der Kippschaltung gegeben.
-
Wird numnehr die Eingangsklemme K6 negativ gegenüber der Eingangsklemme
K5, so ist der Transistor T16 gesperrt. Die Basis des Transistors T14 erhält
nunmehr über den Widerstand R58 näherungsweise das Potential der Klemme K7, und
der Transistor T14 wird durchlässig. Es fließt nunmehr ein Strom von der Klemme
K 9 ausgehend über den Widerstand R 66, die Emitter-Kollektor-Strecke
des Transistors T 14, die Diode D 21 und den Widerstand R 62 zur Klemme
K 7. Gleichzeitig fließt ein Strom von der Klemme K8 ausgehend -über den
Widerstand R63, die Emitter-Basis-Strecke des Transistors T20, den Widerstand R57,
die Diode D40 und den Widerstand R66 zur Klemme K9. Der Transistor T20 wird dadurch
durchlässig und ein Stromfluß, von der Klemme K 8 ausgehend, über den Widerstand
R63, die Emitter-Kollektor-Srecke des Transistors T 20, die Diode
D 27 und den Widerstand R 67 zur Klemme K 9 ermöglicht. Da
sich der Verbindungspunkt zwischen den Transistoren T14 und T15
näherungsweise
auf dem Potential der KlemmeK7 befindet, fließt über den aus den WiderständenR65
und R 57 und der Diode D 40 gebildeten Spannungsteiler ein wesentlich
höherer Strom. Dadurch ist sichergestellt, daß auch bei leitendem Transistor T20
der Spannungsabfall am WiderstandR65 größer als der Spannungsabfall am Widerstand
R63 ist und somit der Transistor T20 sicher geöffnet bleibt. Ins-Cle , samt
fließt nun ein Strom von der Klemme KS ausgehend über den WiderstandR63, die Emitter-Kollektor-Strecke
des Transistors T20, den Widerstand R53, die Diode D27, die Widerstände R67
und R66, die Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors T 14, die Diode
D 21 und den Widerstand R 62
zur Klemme K7. Hierdurch ist die andere
stabile Lage der Kippschaltung gegeben. Wird die Polarität der Versorgungsspannung
umgedreht, so muß die Steuerung an dem SteuereingangE1 erfolgen. Wie leicht an Hand
des Schaltbildes nachzuprüfen ist, ist auch in diesem Fall die Stromrichtung durch
die Widerstände R 66 und R 67 und damit die stabile Lage der Kippschaltung
nur von der Polarität der am Eingang E 1 bzw. E 2 anliegenden Steuerzeichen,
nicht aber von der Polarität der an den Klemmen K7 und K8 anliegenden Versorgungsspannung
abhängig.
-
Die beiden getrennten Steuereingänge E 1 und E 2 können
durch eine Steuerschaltung nach F i g. 5 zu einem Steuereingang zusammengefaßt
werden.
-
Auch bei der Schaltungsanordnung nach F i g. 7
besteht die Möglichkeit,
jedem Transistor einen weiteren gleichartigen Transistor in Serie zu schalten, falls
die Höhe der Versorgungsspannung dies erforderlich macht. Die hierzu nötigen schaltungstechnischen
Maßnahmen ergeben sich ohne weiteres aus den F i g. 2 und 6.
-
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Sie ist überall dort anwendbar, wo Umschalter trotz Verpolung der Versorgungsspannung
keine Änderung ihrer Funktion zeigen sollen. Selbstverständlich ist es auch möglich,
die Transistoren ganz oder teilweise durch Transistoren des komplementären Leitfähigkeitstyps
oder durch andere elektronische steuerbare Entladungsstrecken, beispielsweise Röhren,
zu ersetzen.