DE1164477B - íÀWeder-nochíÂ-Stufe fuer logische Steuereinrichtungen unter Verwendung einer Tunneldiode - Google Patents
íÀWeder-nochíÂ-Stufe fuer logische Steuereinrichtungen unter Verwendung einer TunneldiodeInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: H 03 k
Deutsche KL: 21 al - 36/18
Nummer: 1 164 477
Aktenzeichen: O 8383 VIII a / 21 al
Anmeldetag: 20. November 1961
Auslegetag: 5. März 1964
Die Erfindung betrifft eine »Weder-noch«-Stufe für logische Steuereinrichtungen unter Verwendung einer
Tunneldiode, die gleichzeitig mit einem Erregerstrom und mit auf Eingangssignale ansprechende Steuerstromimpulse
gespeist wird, und die bei zeitlicher Übereinstimmung des Erregerstroms mit den Steuerstromimpulsen
von einem ersten auf einen zweiten Spannungszustand umgeschaltet wird.
Bekanntlich werden solche Schaltungsanordnungen zur Herstellung von »Weder-noch«-Stufen verwendet,
wobei durch Zusammenschaltung einer Vielzahl gleichartiger Stufen praktisch jede beliebige logische
Funktion ausgeführt werden kann. Bei einer solchen Zusammenschaltung kann jedoch die »Weder-noch«-
Stufe nicht unmittelbar vom Ausgang der davorgeschalteten Stufe betätigt werden.
Zur Behebung dieser Schwierigkeit ist es bereits vorgeschlagen worden, in jeder Stufe ein Paar von
Tunneldioden von unter sich unterschiedlichem Spitzenstrom zu verwenden. Hierdurch wird jedoch
der Bedarf an Tunneldioden verdoppelt.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, diesen Nachteil zu beseitigen.
Erfindungsgemäß wird eine »Weder-noch«-Stufe für logische Steuereinrichtungen unter Verwendung
einer Tunneldiode, die gleichzeitig mit einem Erregerstrom und mit auf Eingangssignale ansprechenden
Steuerstromimpulsen gespeist und die bei zeitlicher Übereinstimmung des Erregerstroms mit den Steuerstromimpulsen
von einem ersten auf einen zweiten Spannungszustand umgeschaltet wird, in der Weise
ausgebildet, daß die Steuerstromimpulse von einem Zeitsignalgeber erzeugt werden, der über ein durch
die Eingangssignale gesteuertes Tor an die Tunneldiode angeschlossen ist, daß das Tor in an sich bekannter
Weise aus einer herkömmlichen Diode, an die der Zeitsignalgeber angeschlossen ist, einem
Kondensator, an den die Tunneldiode angeschlossen ist, und einem Widerstand besteht, die untereinander
in Sternschaltung angeschlossen sind, und daß das Anbringen der Eingangssignale an entsprechende an
den Widerstand angeschlossene Eingangsklemmen bzw. der Steuerstromimpulse an die Tunneldiode in
zwei aufeinanderfolgenden, durch den Zeitsignalgeber und weitere Synchronisierungsmittel bestimmten
Schritten hintereinander erfolgt.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Schaltungsanordnung,
F i g. 2 ein Zeitdiagramm einiger in der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 auftretender Signale.
»Weder-noch«-Stufe für logische Steuereinrichtungen unter Verwendung einer
Tunneldiode
Tunneldiode
Anmelder:
Ing. C. Olivetti & C, S. p. A., Ivrea (Italien)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. Müller-Börner,
Berlin 33, Podbielskiallee 68,
und Dipl.-Ing. H.-H. Wey, München 22,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 24. November 1960 (Nr. 20 304)
Bekanntlich weist die Stromspannungskennünie einer Tunneldiode in der Richtung steigender Spannungen
V einen ersten Bereich mit positivem Widerstand auf, einen zweiten Bereich mit negativem
Widerstand, und ferner einen dritten Bereich mit wiederum positivem Widerstand. Die Koordinaten des
Grenzpunktes zwischen dem ersten und zweiten Bereich werden als Spitzenstrom Ip und Spitzenspannung
V1, bezeichnet, die Koordinaten des Grenzpunktes
zwischen dem zweiten und dritten Bereich dagegen als Talstrom /v und Talspannung Vv.
Die Tunneldiode T (Fig. 1) ist in Serie über eine
Klemme 12 mit einem Widerstand 1 geschaltet, dessen Klemme 2 an eine Quelle A eines Erregerstromes
gleichbleibender Spannung +VA angeschlossen ist.
Ein an sich bekannter Zeitsignalgeber B ist durch eine Klemme 17 über eine herkömmliche Diode 16
und einen Kondensator 13 an die Klemme 12 der Tunneldiode T angeschlossen. ;
Drei Eingangsklemmen 3, 4 und 5 sind jeweils über eine Diode 6, 7 bzw. 8 an eine Klemme 9 eines
Widerstandes 10 angeschlossen, der mit dem Verbindungspunkt 11 zwischen der Diode 16 und dem Kondensator
13 verbunden ist. Der Verbindungspunkt 11 ist weiterhin über einen Widerstand 14 an eine
Klemme 15 gleichbleibender Spannung angeschlossen. Die Klemme 12 der Tunneldiode T ist unmittelbar
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mit dem Ausgang 18 der Schaltungsanordnung verbunden.
Der Widerstand 10, die Diode 16 und der Kondensator 13 sind untereinander in Sternschaltung angeschlossen
und bilden ein an den Zeitsignalgeber B und an die Klemme 12 der Tunneldiode T angeschlossenes
Tor, das derart durch die von den Eingangsklemmen 3, 4 und 5 zugeführten Eingangssignale gesteuert wird, daß es die vom Zeitsignalgeber
B abgegebenen Signale wahlweise als Steuer-Stromimpulse an die Tunneldiode T weiterleitet, oder
nicht. Ein in an sich bekannter Weise mit dem Zeitsignalgeber B synchronisierter Geber von Rückstellimpulsen
C ist durch eine Klemme 20 über einen Widerstand 19 an die Klemme 12 der Tunneldiode T
angeschlossen.
Der logische Binärzustand »0« der Ein- und Ausgangssignale wird beispielsweise durch einen Spannungspegel
dargestellt, der nicht über der Spitzenspannung Vp der Tunneldiode T liegt; gleichfalls wird
der logische Binärzustand »L« durch einen Spannungspegel dargestellt, der nicht unter der Talspannung
Vv liegt. Weiterhin wird angenommen, daß sich die Tunneldiode T in ihrem unteren oder »O«-Spannungszustand
befindet, wenn ihr Spannungszustand F7- nicht über der Spitzenspannung V„ liegt, und daß
sie sich in ihrem oberen oder »L«-Spannungszustand befindet, wenn ihr Spannungszustand nicht unter der
Talspannung Vv liegt.
Durch an sich bekannte Synchronisierungsmittel werden jeweils zwei aufeinanderfolgende Schritte F1
und F2 (Fig. 2) bestimmt, derart, daß die Eingangssignale nur während des ersten Schrittes F1 an die
Eingangsklemmen 3, 4 und 5 angebracht werden und das Ausgangssignal nur während des zweiten
Schrittes F2 an der Klemme 18 erhalten wird. Der zweite Schritt F2 wird jeweils von einem vom Zeitsignalgeber
B erzeugten Signal ausgelöst und von einem vom Geber C erzeugten Rückstellimpuls abgebrochen.
Die Schaltungsanordnung arbeitet wie folgt: Es sei angenommen, daß zu Beginn des ersten Schrittes F,
die Tunneldiode T auf dem Zustand »0« steht und der Kondensator 13 ungeladen ist und daß eines der
während des Schrittes F1 z. B. an die Eingangsklemme 4 angebrachten Eingangssignale den Spannungspegel
»L« hat (Fig. 2). Während dieses Schrittes wird der Kondensator 13 über die Diode 7,
den Widerstand 10 und die Tunneldiode T allmählich aufgeladen, so daß der Verbindungspunkt 11 schließlieh
auf den Spannungspegel »L« des Eingangssignals gebracht wird. Während dieses Schrittes wird die
Tunneldiode T nicht auf den Zustand »L« umgeschaltet, weil der sie durchfließende Strom durch den
Widerstand 10 begrenzt wird.
Zu Beginn des zweiten Schrittes F2 wird vom Zeitsignalgeber
B ein Signal mit Amplitude »1« abgegeben (Fig. 2).
Da der Verbindungspunkt 11 schon auf dem Pegel »L« steht, bleibt die Diode 16 gesperrt, so daß kein
Impuls die Tunneldiode T erreicht. Da der durch die Quelle A gelieferte Erregerstrom zu schwach ist, um
von sich allein aus die Tunneldiode T umzuschalten, bleibt die Tunneldiode auch während des zweiten
Schrittes F2 auf dem Zustand »0«, so daß das an der C5
Klemme 18 während des Schrittes F2 erhaltene Ausgangssignal
den Spannungspegel »0« hat.
Am Ende des Schrittes F2 wird durch den Geber C
ein Rückstellimpuls erzeugt, um die Tunneldiode T auf den Zustand »0« zurückzustellen. In diesem Fall
steht jedoch die Tunneldiode bereits auf dem Zustand »0«.
Es sei nun angenommen, daß die während des darauffolgenden Schrittes F1' an die Eingangsklemmen
3, 4 und 5 angebrachten Eingangssignale alle den Spannungspegel »0« haben. In diesem Fall wird
der Kondensator 13 nicht aufgeladen. Vor dem Ende des Schrittes F1 wird der Kondensator 13 über den
Widerstand 14 entladen, so daß am Ende des Schrittes der Verbindungspunkt 11 auf dem Pegel »0« steht.
Zu Beginn des anschließenden Schrittes F2' gibt der Zeitsignalgeber B ein Signal ab, das über die Diode
16 den Kondensator 13 aufladet. Dadurch entsteht ein Steuerstromimpuls, der die Tunneldiode T durchfließt.
Die Amplituden dieses Steuerstromimpulses und des durch die Quelle A erzeugten Erregerstromes sind
derart bemessen, daß durch deren zeitliche Übereinstimmung die Tunneldiode T vom Spannungszustand
»0« auf den Spannungszustand »L« umgeschaltet wird. Während des Schrittes F2' steht die Tunneldiode
daher auf dem Zustand »L« und wird erst am Ende des Schrittes von dem vom Geber C abgegebenen
Rückstellimpuls auf »0« zurückgestellt, so daß ein Ausgangssignal mit Pegel »L« an der Ausgangsklemme
18 während des Schrittes F2' erhalten wird.
Es ist daraus ersichlich, daß das während des zweiten Schrittes erhaltene Ausgangssignal den Pegel
»0« hat, wenn während des ersten Schrittes zumindest eines der Eingangssignale den Spannungspegel »L«
hat, und daß das Ausgangssignal den Pegel »L« hat, wenn alle Eingangssignale den Pegel »0« haben. Die
Schaltungsanordnung arbeitet daher als »Wedernoch«-Stufe.
Die Tunneldiode T kann auch derart angeordnet werden, daß sie nur auf eine vorbestimmte Kombination
von Eingangssignalen anspricht.
Es ist auch ersichtlich, daß jede der Eingangsklemmen 3, 4 und 5 unmittelbar an die Ausgangsklemme
18 einer davorgeschalteten Stufe angeschlossen werden kann, und umgekehrt, so daß logische
Netzwerke nach Belieben aufgebaut werden können.
Nach einer geänderten Ausführungsform kann der Zeitsignalgeber C beseitigt werden, wenn der durch
die Quelle A erzeugte Erregerstrom wechselweise nach dem Diagramm A' in Fig. 2 erzeugt wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:»Weder-noch«-Stufe für logische Steuereinrichtungen unter Verwendung einer Tunneldiode, die gleichzeitig mit einem Erregerstrom und mit auf Eingangssignale ansprechenden Steuerstromimpulsen gespeist wird und die bei zeitlicher Übereinstimmung des Erregerstroms mit den Steuerstromimpulsen von einem ersten auf einen zweiten Spannungszustand umgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerstromimpulse von einem Zeitsignalgeber (B) erzeugt werden, der über ein durch die Eingangssignale gesteuertes Tor (16, 13, 10) an die Tunneldiode (T) angeschlossen ist, daß das Tor (16, 13, 10) in an sich bekannter Weise aus einer herkömmlichen Diode (16), an die der Zeitsignalgeber (B) angeschlossen ist, einem Kondensator (13), an den dieTunneldiode (T) angeschlossen ist, und einem Widerstand (10) besteht, die untereinander in Sternschaltung angeschlossen sind, und daß das Anbringen der Eingangssignale an entsprechende an den Widerstand (10) angeschlossene Eingangsklemmen (3, 4, S) bzw. der Steuerstromimpulse an die Tunneldiode (T) in zwei aufeinanderfolgenden, durch den Zeitsignalgeber (B) und weitere Synchronisierungsmittel bestimmten Schritten (F1, F2) hintereinander erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen409 537/476 2.64 © Bundesdruckerei Berlin
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