DE1164022B - Verfahren zum Konservieren von Sperma - Google Patents
Verfahren zum Konservieren von SpermaInfo
- Publication number
- DE1164022B DE1164022B DER30419A DER0030419A DE1164022B DE 1164022 B DE1164022 B DE 1164022B DE R30419 A DER30419 A DE R30419A DE R0030419 A DER0030419 A DE R0030419A DE 1164022 B DE1164022 B DE 1164022B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- semen
- sperm cells
- solution
- alcohol
- seeds
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
- A01N1/00—Preservation of bodies of humans or animals, or parts thereof
- A01N1/10—Preservation of living parts
- A01N1/12—Chemical aspects of preservation
- A01N1/122—Preservation or perfusion media
- A01N1/125—Freeze protecting agents, e.g. cryoprotectants or osmolarity regulators
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
- A01N1/00—Preservation of bodies of humans or animals, or parts thereof
- A01N1/10—Preservation of living parts
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
- A01N1/00—Preservation of bodies of humans or animals, or parts thereof
- A01N1/10—Preservation of living parts
- A01N1/12—Chemical aspects of preservation
- A01N1/122—Preservation or perfusion media
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
- A61K35/00—Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
- A61K35/12—Materials from mammals; Compositions comprising non-specified tissues or cells; Compositions comprising non-embryonic stem cells; Genetically modified cells
- A61K35/48—Reproductive organs
- A61K35/52—Sperm; Prostate; Seminal fluid; Leydig cells of testes
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12N—MICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
- C12N5/00—Undifferentiated human, animal or plant cells, e.g. cell lines; Tissues; Cultivation or maintenance thereof; Culture media therefor
- C12N5/52—Chemical aspects of preservation of animal cells or human cells
- C12N5/522—Preservation media
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Zoology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Cell Biology (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Reproductive Health (AREA)
- Biotechnology (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Dentistry (AREA)
- Immunology (AREA)
- Epidemiology (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- Pharmacology & Pharmacy (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Virology (AREA)
- Developmental Biology & Embryology (AREA)
- Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
- Genetics & Genomics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Microbiology (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
- Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)
- Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)
- Medicinal Preparation (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KL: A 61k
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche KL: 30 h-2/04
R 30419 IV a/30 h
27. Mai 1961
27. Februar 1964
27. Mai 1961
27. Februar 1964
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Konservierung von Sperma mit Zuckeralkoholen und
cyclischen Polyolen sowie Monoäthern der cyclischen Polyole mit niederen Alkoholen.
Die künstliche Besamung von Tieren, vor allem von Milchvieh, wird in großem Ausmaß durchgeführt.
Zahlreiche Zuchtverbände verfolgen das Ziel, hochwertigen Zuchtbestand in bestmöglicher Weise zu
nutzen, so daß die Qualität der Herden erhalten bleibt und noch verbessert wird. Bei normaler Aufbewahrung
in gekühltem Zustand hat Tiersamen eine verhältnismäßig kurze Lebensdauer. Die Bewegungsfähigkeit der Samenzellen und damit die Fähigkeit
zur Befruchtung nimmt so schnell ab, daß man den nicht gebrauchten Bullensamen 48 Stunden nach der
Ejakulation wegzuwerfen pflegt. Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann jedoch der Samen
bedeutend länger aufbewahrt werden, ohne daß die Bewegungsfähigkeit in wesentlichem Maße nachläßt.
Bisher war die künstliche Besamung weitgehend auf Rinder beschränkt, da es nicht möglich war, die
Wirksamkeit des Samens anderer Tierarten so lange zu erhalten, daß seine Verwendung zur künstlichen
Besamung praktischen Wert hatte. Mit dem erfindtungsgemäßen
Verfahren ist nunmehr auch diekünstliehe
Besamung anderer Tierarten möglich geworden.
Man hat früher schon vermutet, daß das Samenplasma bestimmter Säugetierarten kleine Mengen des
Zuckeralkohols Sorbit und des cyclischen Alkohohls Inosit enthält. Es war jedoch nicht bekannt, daß
durch Zugabe dieser und anderer Polyalkohole eine überraschende, stabilisierende Wirkung auf Samenzellen
erreicht wird, die die Zeitspanne, während welcher Sperma zur künstlichen Besamung verwendet
werden können, bedeutend verlängert.
Zuckeralkohole, die sich erfindungsgemäß für die Verlängerung der Lebensdauer von Tiersamen als geeignet
erwiesen, sind Zuckeralkohole der Formel CnHn+2(OH)n, worin η eine ganze Zahl von 4 bis 7
ist. Beispiele für derartige Alkohole sind Erythrit, Threit, Arabit, Ribit, Xylit, Minnit, Sorbit (Glucit),
Dulcit, Idit und Sedoheptit. Die verwendbaren cyclischen Polyole haben die Formel C6H6(OH)6. Beispiele
hierfür sind meso-Inosit und dessen Isomere, Pinit (der dextro-Monomethyläther von Mesoinosit)
Quebrachit (der lävo-Monomethyläther von Mesoinosit),
Condurit, Scyllit, Epimesoinosose, Dextroquercit, Betit und Mytit.
Die stabilisierenden Alkohole werden gewöhnlich in wäßriger Lösung verwendet.
Zur Besamung können als Lösungsmittel für die Alkohole auch Milch oder andere im wesentlichen
Verfahren zum Konservieren von Sperma
Anmelder:
Regents of the University of Minnesota,
Minneapolis, Minn. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Beil, A. Hoeppener
und Dr. H. J. Wolff, Rechtsanwälte,
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Als. Erfinder benannt:
Fred Smith, Groveland, Lake Minnetonka, Minn., Edmund Fay Graham, St. Paul, Minn. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 31. Mai 1960 (Nr. 33 020)
V. St. v. Amerika vom 20. März 1961 (Nr. 99 007)
wäßrige Flüssigkeiten verwendet werden. Die stabilisierenden Alkohole können für sich oder im Gemisch
eingesetzt werden. Die Konzentration der Alkohollösungen liegt zwischen etwa 0,1% (100 Milligrammprozent)
und dem isotonischen Grenzwert des zu stabilisierenden tierischen Materials. Im allgemeinen
macht der zugesetzte Alkohol nicht mehr als etwa 1,5 bis 2% (1500 bis 2000 MiUigrammprozent) aus.
Vorzugsweise werden die Alkohole in einer Konzentration von etwa 0,5 bis 1,5 «/0 (500 bis 1500 Milligrammprozent)
verwendet.
Diese Mengen stellen ein Vielfaches der von Natur aus im Samen enthaltenen Alkohols dar. Bullensamen
z. B. enthält Alkohole in einer durchschnittlichen Menge von etwa 0,1 °/o (100 MMgrammprozent).
Zur Besamung wird der Bullensamen normalerweise im Verhältnis 1:100 verdünnt. Dadurch
wird die natürliche Alkoholkonzentration auf ein Hundertstel der ursprünglichen Konzentration,
also auf 0,001 % (1 MiUigrammprozent) herabgesetzt. Enthält das Verdünnungsmittel den zugegebenen
Alkohol in einer Konzentration von 1%> (1000 MiUigrammprozent), so ist dieser in der zur Besamung
verwendeten Lösung in einer Menge vorhanden, die tausendmal größer ist als die nach der Verdünnung
von Natur aus vorliegende.
409 510/489
3 4
Bevorzugte Zuckeralkohole sind Sorbit (d-Glucit) Bullensamen normalerweise ungefähr 600 bis
und Mannit, die einzeln oder im Gemisch verwendet 1200 Millionen Spermazellen je Kubikzentimeter,
werden können. Die Gesamtkonzentration dieser Man nimmt an, daß etwa 10 Millionen Spermazellen
Zuckeralkohole sollte in den meisten Fällen etwa 1,5 und ein Volumen von mindestens 1 cm3 Samen notbis
2,0 % (1500 bis 2000 Milligrammprozent) nicht 5 wendig sind, um eine Befruchtung zu gewährleisten,
wesentlich überschreiten. Eine Gesamtkonzentration Dementsprechend kann der reine Bullensamen so
von nur etwa 0,1 bis 0,5°/o (100 bis 500 Milligramm- weit mit dem den stabilisierenden Alkohol enthaltenprozent)
ist möglich, doch ist es vorteilhaft, wenn die den Verdünnungsmittel versetzt werden, bis jeKubikgenannten
Zuckeralkohole in Konzentrationen von Zentimeter mindestens 10 Millionen Spermazellen
ungefähr 1% (1000 Milligrammprozent) vorliegen. io vorhanden sind. Vorsichtshalber stellt man jedoch
Im Gemisch verwendet man sie am besten in glei- ein Samenpräparat her, dessen Spermazellenkonzenchen
Teilen. Sie können aber auch unter Erzielung tration mindestens doppelt so hoch ist.
guter Ergebnisse in einem Mengenverhältnis von Widdersamen enthält normalerweise etwa 800
70% Sorbit zu 30% Mannit bis 30% Sorbit zu bis 4000 Millionen Spermazellen je Kubikzentimeter.
70 % Mannit eingesetzt werden. Die Unterschiede in 15 Für eine Befruchtung werden mindestens 25 Millionen
den Ergebnissen sind nur gering, wenn die Mengen- Spermazellen in ] '2 cm3 für notwendig erachtet. Eberanteile
innerhalb dieser Grenzen variiert werden. samen enthält normalerweise etwa 25 bis 1000 Mil-Die
alkoholhaltige Lösung zum Verdünnen von Honen Spermazellen, d. h. im Durchschnitt etwa
Tiersperma enthält im allgemeinen auch eine Puffer- 400 Millionen Spermazellen je Kubikzentimeter. Um
substanz, um die Lösung gegen schnelle, starke 20 eine Befruchtung zu gewährleisten, werden 50
Änderungen der Wasserstoffionenkonzentration zu bis 70 cm3 Samen, die mindestens 2 Billionen
schützen. Als Puffersubstanzen können die für diesen Spermazellen enthalten, für notwendig gehalten. Der
Zweck allgemein gebräuchlichen Stoffe verwendet Samen des Hahnes enthält normalerweise bis zu etwa
werden, z. B. lösliche Salze, wie Alkalimetallcitrate, 60 Millionen Spermazellen je Kubikzentimeter. Da-
-phosphate, -acetate, -carbonate u. dgl. Man kann 25 mit die Befruchtung sicher eintritt, wird ein Volumen
diese Stoffe einzeln oder im Gemisch zusetzen. Zum von etwa V10 cm3 mit einem Gehalt von mindestens
Beispiel kann man ein Alkalimetallcitrat mit einem 6 Millionen Spermazellen für erforderlich gehalten.
Alkalimetallphosphat oder Natriumeitrat zusammen Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann
mit Kaliumeitrat verwenden. Die Puffersubstanz ist das Gemisch zur Konservierung von Sperma in
normalerweise in einer Menge von 0,025 bis 1,5% 30 trockener, pulverisierter Form in verschlossenen Be-(250
bis 1500 Milligrammprozent) vorhanden. hältern für Versand und Lagerung hergestellt werden.
Der erfindungsgemäßen Lösung zum Verdünnen Vor Gebrauch wird der Inhalt mit einem bestimmten
von Sperma kann außerdem eine der in den bisher Volumen Verdünnungsflüssigkeit, z. B. destilliertem
gebräuchlichen Samenverdünnungsmitteln verwende- Wasser, versetzt und dann der Samen zugegeben,
ten Substanzen zugesetzt werden, z. B. Vollmilch, 35 Wie oben bereits erwähnt, enthält das Gemisch außer
Magermilch, Glycerin, Eigelb, Gelatine, Trauben- dem konservierenden Alkohol vorteilhaft eine Pufferzucker,
Fruchtzucker (zur Ergänzung des von Natur substanz, einen Zuckernährstoff und ein Kolloidaus
im Samen vorkommenden Fruchtzuckers), Leci- stabilisierungsmittel. Derartige Gemische können
thin, Lipoproteine, Antibiotika, wie Streptomycin z. B. enthalten: 0,25 bis 0,75 Gewichtsteile Sorbit,
und Penicillin u. dgl. Die Zuckernährstoffe können 4° 0,25 bis 0,75 Teile Mannit, 0,25 bis 0,75 Teile
in Mengen von etwa 0,125 bis 0,75% (125 bis Fruchtzucker, 0,05 bis 0,15 Teile Natriumeitrat,
750 Milligrammprozent) zugegeben werden. 0,05 bis 0,15 Teile Kaliumeitrat, 0,05 bis 0,15 Teile
Bekanntlich wirken bestimmte Polyalkohole hem- prim.Kaliumphosphat und 0,1 bis 0,5 Teile kolloidamend
auf Antibiotika. Es ist daher ratsam, den Ies Stabilisierungsmittel. Gegebenenfalls können noch
Samen zunächst etwa 6 Stunden mit dem Antibio- 45 etwa 1 bis 3 Teile Trockenmilch und/oder etwa 8
tikum zu behändem und erst anschließend den stabi- bis 10 Teile Trockeneigelb enthalten sein. Zum Gelisierenden
Alkohol zuzugeben, wenn der Verdacht brauch wird das Gemisch einfach in 100 Teilen
besteht, daß Krankheitskeime im Samen enthalten destilliertem Wasser gelöst und mit dem Samen versind,
mischt, wodurch die gewünschte Verdünnung erhal-Da die Spermazellen gegen mechanische Erschüt- 5° ten wird.
terungen empfindlich sind, ist es vorteilhaft, dem Vielfach wird Samen zur künstlichen Befruchtung
Verdünnungsmittel auch ein in Wasser lösliches, durch Einfrieren konserviert. Nach dem Auftauen
gegen Erschütterungen schützendes Kolloid zu- ergibt sich jedoch das gleiche Problem wie bei
zusetzen, z. B. Gelatine, Agar, Guargummi, Traga- frischem Samen, wobei die Lebensdauer des eincanthgummi,
Gummiarabikum, Dextrin, Ghatti- 55 gefrorenen Samens nach dem Auftauen noch geringummi
u. dgl. Diese Kolloide werden vorzugsweise ger ist. Wenn eingefrorener Samen nach dem Aufin
einer Menge von etwa 0,1 bis 1,0 % (100 bis tauen mit den üblichen Verdünnungsmitteln versetzt
Milligrammprozent) verwendet. Der osmotische wird, beträgt seine Lebensdauer nur noch etwa
Druck in dem verdünnten Samengemisch beträgt 6 Stunden. Mit dem erfindungsgemäßen Verdünvorzugsweise
etwa 200 bis 350 Milliosmol, am besten 60 nungsmittel ist es möglich, die Fähigkeit des Samens
etwa 300 Milliosmol. zur Befruchtung auf 4 bis 5 Tage zu verlängern.
Der Samen wird im allgemeinen mit etwa 10 Außer als Verdünnungsmittel des Samens bei der
bis 200 Teilen Lösung verdünnt. Der Grad der Ver- künstlichen Besamung können die erfindungsgemädünnung
richtet sich nach bestimmten Faktoren, z. B. ßen Gemische auch dazu dienen, bei der natürlichen
der Konzentration der Spermazellen im Samen bzw. 65 Besamung günstigere Bedingungen zu schaffen. Beder
Konzentration der Spermazellen, die normaler- kanntlich ist bei vielen weiblichen Tieren der Zeitweise
für die Befruchtung erforderlich ist. Dies ist raum, in dem eine Befruchtung möglich ist, nur kurz.
bei den einzelnen Arten verschieden, z. B. enthält Die Befruchtung hängt von der Gegenwart lebens-
fähigen Samens während dieses Zeitraumes in der Fallopischen Röhre ab. Um die Zeitspanne zu verlängern,
während welcher der Samen für die Befruchtung wirksam bleibt, kann die gepufferte Lösung
des Zuckeralkohols vor der natürlichen Besamung in die weiblichen Organe eingeführt werden.
Die Überlegenheit des bevorzugten erfindungsgemäßen Konservierungsmittels bei seiner Verwendung
zur Verdünnung von Bullensamen gegenüber üblichen Verdünnungsmitteln ist in der Zeichnung
dargestellt. Sie wurde in der Weise festgestellt, daß man den Einfluß tagelanger Lagerung bei 50C auf
die Bewegungsfähigkeit der Spermazellen ermittelte. Die Bewegungsfähigkeit der Spermazellen nimmt
rasch ab und beträgt um den 2. bis 5. Tag weniger als 50%, wenn die bisher üblichen Verdünnungsmittel,
wie mit Glycerin versetzte Vollmilch, Eigelbcitrat, Buttermilch, Vollmilch- oder Mischungen aus
Magermilch—Eigelb—Glycerin verwendet werden.
Wenn die Bewegungsfähigkeit der Spermazellen weniger als 50% beträgt, ist der Anteil an den Tieren,
die ein zweites Mal behandelt werden müssen, so hoch, daß eine Verwendung des Samens praktisch
wertlos ist. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, sind am 7. bis 11. Tag praktisch alle in den üblichen
Verdünnungsmitteln suspendierten Spermazellen nicht mehr bewegungsfähig. Die mit den üblichen
Verdünnungsmitteln erhaltenen Ergebnisse stellen Durchschnittsergebnisse aus sechs Ejakulationen dar.
Hingegen zeigt der mit einer Lösung von Zuckeralkoholen (vor allem mit einer Lösung, die zu gleichen
Teilen Mannit und Sorbit in einer Gesamtkonzentration von 1% enthält) verdünnte Samen bei
kühler Lagerung noch nach mehr als 2 Wochen eine praktisch unverminderte Bewegungsfähigkeit. Wenn
schließlich die Bewegungsfähigkeit nachläßt, geht die Veränderung so langsam vor sich, daß am 26. und
27. Lagerungstag noch 50% der Zellen bewegungsfähig sind. Die Kurve, die die durch den Zuckeralkohol
erzielte konservierende Wirkung zeigt, stellt das Durchschnittsergebnis aus 26 Ejakulatproben dar.
Die Erfindung wird an Hand des folgenden Beispiels erläutert.
30 Gewichtsteile Eigelb wurden mit 25 Teilen Vollmilch vermischt und dann 2 Minuten auf 90° C erhitzt.
Anschließend wurden 0,25 Teile Gelatine, 0,5 Teile d-Glucit, 0,5 Teile d-Mannit, 0,5 Teile
d-Fruktose, 0,1 Teil Kaliumeitrat, 0,1 Teil Natriumcitrat, 0,1 Teil prim.Kaliumphosphat, 45 Teile Wasser,
500 y/cm3 Streptomycin und 500 Einheiten/cm3
Penicillin zugegeben. Der pH-Wert der so hergestellten Lösung betrug 6,4, der osmotische Druck 300 MiI-liosmol.
Eine mit dieser Lösung im Verhältnis 1: 71 verdünnte Probe Bullensamen führte bei der künstlichen
Besamung von Kühen zu einem um 13,2% besseren Ergebnis als Samen, der mit 10% Glycerin
enthaltender, zuvor erhitzter Vollmilch verdünnt worden war. Selbst nach 5 Tagen wurde noch eine
zu 84,3% erfolgreiche Besamung erzielt. Normalerweise ist 5 Tage alter Samen wertlos.
Der gleiche Erfolg wird erreicht, wenn man in dem oben beschriebenen Verdünnungsmittel den Mannit
durch Sorbit oder den Glucit durch Mannit ersetzt.
Claims (2)
1. Verfahren zum Konservieren von Sperma, dadurch gekennzeichnet, daß man
diese mit einer Lösung vermischt, die neben üblichen Puffersubstanzen, Nährstoffen und
Schutzkolloiden mindestens einen Zuckeralkohol der Formel CnHn+2(OH)n, worin η eine ganze
Zahl von 4 bis 7 ist, und/oder ein cyclisches Polyol der Formel C6H6(OH)6 bzw. einen Monoäther
des cyclischen Polyols mit einem niederen Alkohol in einer Konzentration von 0,01% bis
zum isotonischen Grenzwert der Spermazellen enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung als Zuckeralkohol
Erythrit, Arabit, Ribit, Xylit, Dulcit, vorzugsweise Mannit und/oder Sorbit und als cyclisches
Polyol einen Inosit enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 068 862.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 068 862.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 510/489 2.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US3302060A | 1960-05-31 | 1960-05-31 | |
| US99007A US3185623A (en) | 1960-05-31 | 1961-03-20 | Preservation of animal semen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1164022B true DE1164022B (de) | 1964-02-27 |
Family
ID=94686945
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER30419A Pending DE1164022B (de) | 1960-05-31 | 1961-05-27 | Verfahren zum Konservieren von Sperma |
Country Status (7)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3185623A (de) |
| BE (1) | BE604399A (de) |
| BR (1) | BR6130534D0 (de) |
| DE (1) | DE1164022B (de) |
| ES (1) | ES267639A1 (de) |
| GB (1) | GB970190A (de) |
| SE (1) | SE214047C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4543253A (en) * | 1977-08-09 | 1985-09-24 | Yuichi Yamamura | Solidified pharmaceutical composition comprising cell wall skeleton |
Families Citing this family (21)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3431172A (en) * | 1964-12-14 | 1969-03-04 | Ambrose H J Rajamannan | Live cell diluent and process |
| US3444039A (en) * | 1964-12-14 | 1969-05-13 | Ambrose Harry Jesudasan Rajama | Freezable live cell diluent and process |
| US3472735A (en) * | 1966-04-28 | 1969-10-14 | Takeda Chemical Industries Ltd | Preservation of semen |
| US4474875A (en) * | 1969-04-10 | 1984-10-02 | Wallace Shrimpton | Method and means for controlling the sex of mammalian offspring and product therefor |
| US4327177A (en) * | 1969-04-10 | 1982-04-27 | Wallace Shrimpton | Method and means for controlling the sex of mammalian offspring and product therefor |
| US3894529A (en) * | 1969-04-10 | 1975-07-15 | Bio Controls Inc | Method and means for controlling the sex of mammalian offspring and product therefor |
| US3766008A (en) * | 1970-03-31 | 1973-10-16 | L Macomber | Equine semen extender |
| US3816249A (en) * | 1970-11-23 | 1974-06-11 | B Bhattacharya | Universal medium and method for extending the useful life of semen in vitro |
| FR2254639B1 (de) * | 1973-12-18 | 1978-06-02 | Agronomique Inst Nat Rech | |
| US4329337A (en) * | 1981-07-29 | 1982-05-11 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of Agriculture | Turkey semen extender |
| DE3225408A1 (de) * | 1982-07-07 | 1984-01-12 | Biotest-Serum-Institut Gmbh, 6000 Frankfurt | Waessrige loesung zum suspendieren und lagern von zellen, insbesondere erythrozyten |
| WO1984001265A1 (en) * | 1982-10-05 | 1984-04-12 | Genetic Engineering Inc | Method of treating collected mammal semen and separating sperm into x and y components |
| FR2632820B1 (fr) * | 1988-06-22 | 1990-11-16 | Inst Kriobiologii | Procede de conservation a basse temperature du sperme |
| JP2930908B2 (ja) * | 1995-07-19 | 1999-08-09 | 川澄化学工業株式会社 | 血小板保存液 |
| US5972592A (en) * | 1997-12-29 | 1999-10-26 | Cornell Research Foundation, Inc. | Increasing reproductive efficiency of bull semen using fucose or a compound with a fucose moiety |
| FR2813756B1 (fr) * | 2000-09-11 | 2003-03-07 | Imv Technologies | Dilueur pour la conservation de spermatozoides de porcins |
| FR2819264B1 (fr) * | 2001-01-11 | 2004-04-30 | Agronomique Inst Nat Rech | Procede de production d'une fraction purifiee de lipoproteines de faible densite de jaune d'oeuf et milieu de conservation incorporant de telles lipoproteines |
| US7674576B2 (en) * | 2001-01-12 | 2010-03-09 | Abs Corporation | Semen extender composition and methods for manufacturing and using |
| CN102246744A (zh) * | 2011-05-03 | 2011-11-23 | 陕西省动物研究所 | 大熊猫精液冷冻保存液及其制备方法 |
| JP2015522250A (ja) * | 2012-04-22 | 2015-08-06 | カーギル・インコーポレイテッド | 生物学的細胞機能及び活性を維持及び改善する方法 |
| NZ755215A (en) | 2017-01-20 | 2022-02-25 | Inguran Llc | Sperm processing method, apparatus and related media compositions |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1068862B (de) * | 1957-05-03 | 1959-11-12 | Penicillin-Gesellschaft Dauelsberg a Co., Göttingen | Verfahren zur Verlängerung der Haltbarkeit von Blutkonserven |
-
1961
- 1961-03-20 US US99007A patent/US3185623A/en not_active Expired - Lifetime
- 1961-05-24 ES ES0267639A patent/ES267639A1/es not_active Expired
- 1961-05-26 GB GB19194/61A patent/GB970190A/en not_active Expired
- 1961-05-27 DE DER30419A patent/DE1164022B/de active Pending
- 1961-05-30 BE BE604399A patent/BE604399A/fr unknown
- 1961-06-16 SE SE633361A patent/SE214047C1/sv unknown
- 1961-06-30 BR BR130534/61A patent/BR6130534D0/pt unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1068862B (de) * | 1957-05-03 | 1959-11-12 | Penicillin-Gesellschaft Dauelsberg a Co., Göttingen | Verfahren zur Verlängerung der Haltbarkeit von Blutkonserven |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4543253A (en) * | 1977-08-09 | 1985-09-24 | Yuichi Yamamura | Solidified pharmaceutical composition comprising cell wall skeleton |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB970190A (en) | 1964-09-16 |
| US3185623A (en) | 1965-05-25 |
| BR6130534D0 (pt) | 1973-05-17 |
| BE604399A (fr) | 1961-09-18 |
| ES267639A1 (es) | 1961-11-16 |
| SE214047C1 (de) | 1967-07-04 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1164022B (de) | Verfahren zum Konservieren von Sperma | |
| DE69410634T2 (de) | Anatomisches und biologisches konservierungsmittel und verbesserte einbalsamierungszusammensetzung und -verfahren | |
| DE1081605B (de) | Verfahren zur Herstellung einer stabilen, oral anwendbaren Poliomyelitis-Vaccine | |
| Tischer | Über die Carotinoide und die Bildung von Jonon in Trentepohlia nebst Bemerkungen über den Gehalt dieser Alge an Erythrit.(Carotinoide der Süßwasseralgen, II. Teil.) | |
| Butenandt | Über physikalische und chemische Eigenschaften des krystallisierten Follikelhormons. Untersuchungen über das weibliche Sexualhormon.(5. Mitteilung.) | |
| Banse | Produktionsbiologische Serienbestimmungen im südlichen Teil der Nordsee im März 1955 | |
| DE2212719A1 (de) | Tiersamenpraeparat mit erhoehter Fertilitaet und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE2459582A1 (de) | Verfahren zur gewinnung von ebersamen | |
| EP0346418B1 (de) | Bodenverbesserungsmittel | |
| DE69620478T2 (de) | Verfahren zum konservieren von tierhäuten | |
| DE69809772T2 (de) | Anlockende zusammensetzung für insekten der coleoptera familie und ihre verwendung beim pflanzenschutz von palmen und verwandten pflanzen | |
| DE1617892B1 (de) | Stabilisierte Samenpräparate zur künstlichen Befruchtung von Tieren | |
| DE60111673T2 (de) | Zusammensetzung zur Stimulierung des Pflanzenwuchs | |
| DE69407780T2 (de) | Zusammensetzung zur behandlung von pflanzenmaterial | |
| DE872861C (de) | Mischungen zur Holzkonservierung | |
| Schlubach et al. | Untersuchungen über natürliche Polylävane. | |
| CH498560A (de) | Insektizid wirksamer Köder und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| BALABANOFF | Systematik der Dermatophyten unter Berücksichtigurig der Bodenarten mit geschlechtlicher Sporenbildung | |
| DE1813290A1 (de) | Verfahren zur Behandlung von Wasser | |
| Hershey | Components of air in relation to animal life | |
| DE500855C (de) | Verfahren zum Beizen von Saatgut unter Erzielung eines Dauerschutzes | |
| DE821142C (de) | Vernichtung von Nagetieren | |
| DE947827C (de) | Verfahren zur Konservierung zersetzlicher Stoffe | |
| DE1617892C (de) | Stabilisierte Samenpraparate zur kunst liehen Befruchtung von Tieren | |
| DE699913C (de) | Insektenvertilgungsmittel |