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DE1163658B - Rollfilm-Reproduktionskamera - Google Patents

Rollfilm-Reproduktionskamera

Info

Publication number
DE1163658B
DE1163658B DEK46661A DEK0046661A DE1163658B DE 1163658 B DE1163658 B DE 1163658B DE K46661 A DEK46661 A DE K46661A DE K0046661 A DEK0046661 A DE K0046661A DE 1163658 B DE1163658 B DE 1163658B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
film
roll film
roll
camera according
reproduction camera
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK46661A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Kurt Schunck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Klimsch and Co KG
Original Assignee
Klimsch and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Klimsch and Co KG filed Critical Klimsch and Co KG
Priority to DEK46661A priority Critical patent/DE1163658B/de
Publication of DE1163658B publication Critical patent/DE1163658B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B27/00Photographic printing apparatus
    • G03B27/32Projection printing apparatus, e.g. enlarger, copying camera
    • G03B27/46Projection printing apparatus, e.g. enlarger, copying camera for automatic sequential copying of different originals, e.g. enlargers, roll film printers

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Projection-Type Copiers In General (AREA)

Description

  • Rollfilm-Reproduktionskamera Die Erfindung betrifft eine Rollfilm-Reproduktionskamera mit einem ein Rollfilmmagazin, eine Filmsaugplatte und eine Abschneidevorrichtung tragenden vertikal verschieblichen Schlitten und bezieht sich insbesondere auf deren Ausbildung hinsichtlich der Vermeidung von Einstell- und Bedienungsfehlern.
  • Phototechnischer Film als Rollenware wird bereits in beträchtlichem Umfang in der Reproduktionstechnik unter Verwendung besonders gebauter Kameras eingesetzt, doch treten immer wieder Schwierigkeiten auf, die durch die Bauart der bisherigen Kameras dieser Art bedingt sind, welche von den Fachleuten als zu kompliziert und zu beschränkt in der Anwendung angesehen werden und die zu viele Möglichkeiten für Bedienungsfehler bieten.
  • Demgemäß resultiert die vorliegende Erfindung aus der Aufgabenstellung, eine Reproduktionskamera zu schaffen, die in der Bedienung einfach ist, die durch Programmsteuerung Bedienungsfehler ausschaltet und die durch die Möglichkeit der Wiederaufrollung zusätzlich auch eine kontinuierliche Arbeitsweise für den sich anschließenden Entwicklungsvorgang zuläßt.
  • Bei allen bisher bekannten Geräten wurden bei individuell wählbaren Vorschublängen die Filmstücke abgeschnitten, und eine Wiederaufrollung der belichteten Filmbahn war nur bei Geräten mit konstantem Vorschub je Belichtung möglich.
  • Ansatzpunkt für eine Lösung im Sinne der erfindungsgemäßen Aufgabenstellung ist eine Filmvorschubvorrichtung, die mit der Aufwärtsbewegung der Saugplatte gekuppelt ist. Die Erfindung besteht darin, daß der Schlittenantrieb und jeweils eine Filmvorschubeinrichtung über Steuermittel, z. B. durch mechanische Kupplung oder Nachlaufsteuerung derart zwangläufig im Abhängigkeitsverhältnis stehen, daß nach Erreichen der jeweiligen Schlittenendstellung die Mitte des vorgeschobenen Filmabschnittes in der optischen Achse des Gerätes liegt. Das erfindungsgemäße Gerät besitzt eine an sich bekannte Bildbühne, d. h. einen im Kamerakasten geführten vertikal verschieblichen Schlitten, der oben das Filmmagazin mit Vorschubeinrichtung und Abschneideeinrichtung, in der Mitte die Filmsaugplatte mit Seitenbegrenzern und gegebenenfalls unten eine Wiederaufrolleinrichtung trägt. In der Ausgangsstellung hat diese Bühne eine unterste Position derart, daß der obere Saugplattenrand gerade in Höhe der optischen Achse steht. Das Instellungbringen des von einer Vorratsrolle kommenden Filmmaterials erfolgt nun erfindungsgemäß derart, daß durch einen Trieb, , vorzugsweise durch einen motorischen Antrieb die Bühne um die Hälfte der jeweils gewünschten Formathöhe angehoben wird, wobei sich der Film von der vorgewählten Rolle im Magazin unter der Einwirkung der zugehörigen Vorschubwalze um den vollen Betrag der Formathöhe nach unten schiebt.
  • Möglich ist auch eine Nachführung des Filmvorschubes, entsprechend dem Saugplattenhub oder eine Nachführung des Saugplattenhubes entsprechend dem individuellen Filmvorschub.
  • Da der Film zu Beginn bereits mit seiner Unterkante im Filmzuführer und mithin am oberen Rande der Saugplatte und mit dieser in Höhe der optischen Achse gelegen hatte, wird durch die abhängige Aufwärtsbewegung der Bühne und den Vorschub um den doppelten Betrag nach unten sichergestellt, daß sich die Mitte des jeweils vorgeschobenen Filmstücks zwangläufig in der optischen Achse befindet. Eine Kupplung von Bildbühnenbewegung und Filmvorschub im Sinne der Erfindung bedeutet daher nicht nur eine Vereinfachung der Bedienung, sondern vor allem auch die Ausschaltung von Zentrierungsfehlem. Es genügt, eine einzige Formathöhenskala vorzusehen, die, zweckmäßig mit der Bildbühnenbewegung gekuppelt, eine eindeutige Anzeige sichert.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Bildbühnen-Vertikalbewegung motorisch erfolgt und wenn dann die nach jeder Belichtung erforderliche Rückführung in die Ausgangsstellung durch einfachen Knopfdruck oder vorzugsweise selbsttätig mit einer von der Bedienungsperson vorzunehmenden den Aufnahmevorgang abschließende Handlung ausgelöst wird und unabhängig von dem vorher eingestellt gewesenen Wert stets zwangläufig bis zur Erreichung der Ausgangsstellung durchgeführt wird. Die Auslösung eines neuen Vorschubs kann leicht elektrisch gesperrt sein, bis die Ausgangsstellung der Bühne erreicht ist. Damit ist auch die Voraussetzung für die Belichtung fast beliebig langer Filmbänder mit beliebig wechselnden Einzelformathöhen geschaffen. Während nämlich bei den bisherigen Systemen der Rollfihn-Reproduktionskameras das jeweils belichtete Filmstück nur bei sehr genauer und aufmerksamer Betätigung sowohl der Bühnenbewegung als auch des Vorschubmechanismus aus der Zone der Doppelbelichtung herausgeführt wird, ist bei dem erfindungsgemäßen zwangläufig gleichzeitigen Antrieb von Bühne und Vorschub und der automatischen Rückführung in die Nullstellung jede Doppelbelichtungsgefahr ausgeschlossen. Da bei diesem System für jede Belichtung die Bühne neu in Stellung gefahren werden muß, ergibt sich eine einfache und sichere Kraftquelle auch für die unten am Magazin angebrachte Aufwickelvorrichtung, ähnlich wie dies beim Antrieb der Vorschubwalze geschieht. Für den Antrieb der eigentlichen Aufwickelspule muß natürlich mit Rücksicht auf den wachsenden Durchmesser eine Rutschkupplung eingebaut werden, sofern man nicht den Funktionstrieb gleich als überlastungsgleittrieb ausbildet. Maßgebend für das zu wählende übersetzungsverhältnis ist natürlich der Durchmesser der Leerspule. Will man keinen eigenen Antrieb für die Aufwickelspule vorsehen, so kann man auch den Antrieb der Vorschubwalze im Magazin durch geeignete übertragungsmittel, z. B. Ketten für den Antrieb der Aufwickelspule verwenden, natürlich wiederum über Rutschkupplung. Man kann aber auch ein bei überlastung gleitendes übertragungsmittel, z. B. einen Riementrieb, verwenden.
  • Die Umstellung des Gerätes von Einzelfimabschnitt vom Rollenmaterial auf Wiederaufwicklung ist jederzeit möglich. Es wird dann lediglich die automatische Abschneidevorrichtung ausgeschaltet.
  • Das Arbeiten mit Wiederaufwickeln des in Teilstücken beliebiger Formathöhe belichteten Films bietet besonders großes Interesse durch die Möglichkeit einer sehr rationellen Sammelentwicklung in Entwicklungsmaschinen, die nach dem Durchlauf-oder nach dem Umrollprinzip funktionieren. Selbstverständlich gelten die gleichen Vorteile auch, wenn statt Film technisches Photopapier belichtet wird.
  • Die Filmlängenanzeige wird zweckmäßig durch Anordnung einer oder mehreren verstellbaren Marken und.!oder Kontaktgebern derart zu einer Vorschubautomatik ausgebildet, daß der Vorschubvorgang bei Erreichung der Marke oder des jeweils vorgewählten Kontaktgebers ausgeschaltet wird. Auf diese Weise lassen sich z. B. Serienaufnahmen gleichen Formats sehr einfach und unter Ausschaltung von Bedienungsfehlern ausführen.
  • Fehl- und Endanzeigervorrichtungen lassen sich ebenfalls sehr leicht im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Kupplung von Saugplattenhub und Filmvorschub anbringen. Die bevorzugte Lösung besteht darin, daß an dem Antrieb des Saugplattenhubs z. B. den Hubspindeln, ein Impulsgeber angebracht . ist, wobei beispielsweise ein Impuls einem Saugplattenhub von 5 mm oder einem Filmvorschub von 10 mm entspricht. Die Impulse werden über dem Filmrollenwähler dem entsprechenden Zählwerk zugeleitet, das somit den tatsächlichen Gesamtvorschub in Zentimetern anzeigt und aufaddiert.
  • Aus den Vorschubwalzen sind zweckmäßig elektrische Kontaktgeber angeordnet, die nach Durchlauf des Filmendes in Tätigkeit treten und ein optisches oder akustisches Warnsignal auslösen. Außerdem kann über diese Endkontakte der motorische Filmvorschub von der betreffenden Rolle elektrisch gesperrt werden, so daß Fehlaufnahmen vermieden werden. Zur Vermeidung von Falschzählungen kann außerdem bei In-Tätigkeit-Treten des Filmendkontaktes eine automatische Nullrückstellung des betreffenden Zählwerks ausgelöst werden.
  • Die wechselweise Verwendung von Filmen unterschiedlicher Breite, die auf mehreren im Magazin eingesetzten Spulen aufgerollt sind, führt zu der Schwierigkeit. daß der gerade vorgeschobene Film das in den Filmführungskanal hineinhängende Ende eines anderen Films in den Bereich der Abschneidevorriehtung mitreißt, so daß hier neben dem eigentlichen Film ein schmaler Streifen des nicht gewählten Films ganz oder zeitweise abgeschnitten wird. Dies wird im Rahmen der Erfindung dadurch ausgeschlossen, daß der nach jeder Aufnahme vorgesehene Rücklauf der Bühne in die untere Ausgangsstellung zu einem kleinen Teil ausgenutzt wird. Die Walze, die den zuletzt benutzten Film vorgeschoben hat, wird demgemäß nach der Aufnahme und einen kleinen Betrag rückwärts gedreht und zieht dabei den Film mit Sicherheit so weit aus dem Führungskanal zurück, daß ein Mitreißen beim Vorschub eines anderen Films ausgeschlossen ist.
  • Unbefriedigend ist oft die Planlage des auf die Saugplatte aufgesaugten Films, durch Wellenbildung in der Nähe des oberen Saugplattenrandes. Die Ursache liegt darin, daß der Film meist unten zuerst angesaugt wird, sich dann beim Flachlegen streckt und gegen die Vorschubwalze nicht ausweichen kann. Andererseits ist die Ausweichmöglichkeit ohne weiteres gegeben, wenn der Film abgeschnitten ist.
  • Das sicherste Mittel zur Gewährleistung eines fehlerfreien Arbeitens in diesem Sinne ist eine Programmsteuerung derart, daß selbsttätig nach Ingangsetzen des Sauggebläses eine beispielsweise motorisch angetriebene Abschneidevorrichttmg anläuft und daß erst nach Abschluß des Schnittvorgangs die Belichtung vorgenommen werden kann.
  • Ein weiterer Bedienungsfehler unterläuft oft bei der Wahl einer bestimmten Filmrollenbreite ohne gleichzeitige Neueinstellung der passenden Saugflächen-Seitenbegrenzung. Erfindungsgemäß wird dieser Fehler dadurch ausgeschaltet, daß am Bedienungstableau nur ein einziges Verstellelement sowohl für die Spulenwahl als auch für die Seitenbegrenzung angebracht ist.
  • Ein weiterer Einstellungsfehler ergibt sich ferner oft durch falsche Filmbreitenwahl. Rollfim-Reproduktionskameras werden im Gegensatz zu Reproduktionskameras für Formatfilm im allgemeinen ohne Benutzung einer Mattscheibe vollautomatisch oder nach Prozentskalen für Originalhalter und Optikabstand eingestellt. Es genügt daher nicht, lediglich den Maßstab einzustellen, sondern die Istmaße der Vorlage müssen außerdem in die Sollmaße umgerechnet werden, um die richtige Filmbreite und Vorschublänge wählen zu können. Die erfindungsgemäße mit synchronisiertem Saugplattenhub und Filmvorschub versehene Kamera bietet nun die Möglichkeit, diese Vorarbeiten zu vereinfachen und die Durchführung der Reproduktionsarbeiten mit Rollfilmkameras im Sinne der erfindungsgemäßen Aufgabenstellung zuverlässiger zu gestalten. Erfindungsgemäß werden nämlich Lichtmarken von der Standarte her auf den Originalhalter projiziert, die mühelos und ohne Rechnung erkennen lassen, welche der wählbaren Filmrollen verschiedener Breite erforderlich ist, um die Vorlage im eingestellten Maß- Stab in voller Breite aufnehmen zu können. Eine in die Vorlagenebene zu projizierende Lichtmarke bzw. ein Lichtmarkenpaar oder eine Gruppe von Lichtmarken läßt erkennen, welche Formathöhe mit dem gerade vorgeschobenen Filmabschnitt bei dem zuvor eingestellten Wiedergabemaßstab erfaßt wird, da erfindungsgemäß eine Kupplung zwischen Filmvorschub bzw. Saugplattenhub und Seitenbegrenzung einerseits und Lichtmarkenprojektion andererseits vorgesehen ist.
  • Bei der Verwendung von Rollfilmmaterial treten außerdem bei dessen Vorschub über die Ansaugfläche oft Schwierigkeiten auf, die von der Rollneigung des Filmmaterials herrühren. Besonders ungünstig sind in dieser Hinsicht die dem Spulenkern nächsten Filmlagen gegen Ende einer Rolle. Es genügt in solchen Fällen nicht, den Film aus dem Zuführkanal einfach von der Saugplatte herabhängen zu lassen, da bei Einschalten der Ansaugung nicht zwangläufig eine Planlage in richtiger Position erreicht wird. Es fehlte aber bisher ein Greif- und Führungsmittel für das frei herabhängende Filmende. Hier bietet sich nun im Rahmen der Erfindung eine zweckentsprechende Lösung dadurch an, daß bei der zwangläufigen Gleichzeitigkeit und Weggleichheit des Filmvorschubs und der Vertikalbewegung der bekannten unteren Abdeckung vom praktisch gleichen Ausgangspunkt aus das notwendige Greiferelement mit der Bewegung der Horizontalabdeckung gekuppelt wird.
  • Mit einer derart ausgebildeten Kamera, die in ihren Einzelheiten in der nachfolgenden Beschreibung an Hand von Ausführungsbeispielen noch näher erläutert wird, sind einmal gegenüber den bekannten Kameras Bedienungsfehler und Funktionsfehler weitestgehend ausgeschlossen, und zum anderen ist die Bedienung einer solchen Kamera, die praktisch mit Programmsteuerung arbeitet, wesentlich vereinfacht.
  • In der zeichnerischen Darstellung zeigt F i g. 1 schematisiert einen Schnitt durch den Kamerakasten und F i g. 2 schematisiert die Gesamtanordnung der Kamera mit Lichtmarkenprojektoren.
  • Die F i g. 1 zeigt eine Rollfilmeinrichtung, in welcher die Einstellung der Aufnahmegröße mit dem Filmvorschub gekuppelt ist und bei der die Funktion der Kamera für Filmansaugung, Filmabschneiden und das Zurückführen des Schlittens nach der Aufnahme in die Ausgangsstellung weitestgehend automatisiert ist.
  • Im feststehenden Kamerakasten 1 ist der Schlitten 2 mit Filmrollenmagazin und Filmansaugplatte 3 vertikal verschieblich eingebaut.
  • Die Ausgangsstellung des Schlittens 2 im Kamerakasten 1 ist so eingestellt, daß die Oberkante der Filmansaugplatte 3 in der Aufnahmeachse bzw. optischen Achse liegt. Zur Wahl einer Filmrolle mit einer bestimmten Filmbreite wird durch Einstellen an einem Handrad 5' eine der in der Zeichnung gezeigten Filmtransportwalzen 4 über eine Kupplungswelle 5 mit der Vorschubkette 6 verbunden. Mit der Wahl einer Filmspule wird gleichzeitig auch die Einstellung der hier nicht sichtbaren Seitenbegrenzung bewirkt.
  • Beim Einstellen der Aufnahmelänge wird durch einen Motor 7 der Schlitten 2 mit der Filmsansaugplatte 3 um die Hälfte der gewünschten Aufnahmelänge nach oben und gleichzeitig vor der Filmansaugplatte 3 eine Abdeckschieber 8 um die Hälfte der Aufnahmelänge nach unten bewegt. Durch die über die Kette 9 gekuppelte gegenläufige Bewegung des Schlittens 2 und des Abdeckschiebers 8 liegt die freie Fläche der Ansaugplatte in der Größe der gewünschten Aufnahmefläche mit ihrem Zentrum genau in der optischen Achse der Kamera. An der Oberkante der Abdeckung 8 können zweckmäßig Greiferelemente, wie Saugdrüsen, zur Plananlage gewölbten Filmmaterials vorgesehen sein.
  • Während der Aufwärtsbewegung des Schlittens 2 rollt das Kettenrad 10 an der mit ihren Endpunkten im Kamerakasten befestigten Kette 11 ab. Die doppelte Größe des mit dem Kettenrad 10 verbundenen Kettenrades 12 bewirkt über die Kette 6 ein Drehen einer der gewählten Filmtransportwalzen 4 und damit einen Filmvorschub von doppelter Länge des Weges der Magazinaufwärtsbewegung. Die transportierte Filmlänge entspricht somit der gewünschten Aufnahmelänge und liegt mit ihrer Mitte genau auf der optischen Achse.
  • Vor der Aufnahme wird durch Einschalten eines Ansauggebläses der Film an die gelochte Ansaugplatte 3 angesaugt. Gleichzeitig mit dem Ansaugen kann der Aufnahmefilm durch ein motorisch angetriebenes Messer 13 von der Filmrolle getrennt werden.
  • Nach der Aufnahme wird das Ansauggebläse abgeschaltet, und der Film fällt nach unten in einen Auffangbehälter 14. Mit dem Abschalten wird gleichzeitig der Schlitten 2 in die Ausgangsstellung zurückgefahren. Bei der Abwärtsbewegung wird die Bewegung des Kettenrades 10 durch einen Freilauf mit Rücklaufsperre nicht auf das Kettenrad 12 übertragen. Die Filme bleiben somit vor der Messerbahn liegen.
  • Die Kupplung von Schlittenbewegung und Filmvorschub kann natürlich auch in anderer als in der gezeigten und beschriebenen Weise erfolgen. So könnte beispielsweise die Hubspindel für den Schlitten im oberen Teil als Nutwelle ausgebildet sein, von der aus über Kegelräder die Vorschubeinrichtung und auch die Wiederaufrolleinrichtung angetrieben werden können. Es wäre auch möglich, die im Schlitten gelagerten Spindehnuttern motorisch anzutreiben, wobei diese mit dem Filmvorschub verbunden würden. Für den Rücklauf des Schlittens würden die Spindeln selbst rotieren. Bei einer solchen Antriebsordnung würden Freilauf und eine übertragung, wie sie im Ausführungsbeispiel gezeigt ist, entfallen.
  • Zur Vermeidung kleinster Filmabschnitte von über die Messerbahn vorstehende Filmstreifen wird am Ende des Weges der Abwärtsbewegung des Schlittens 2 durch Auflaufen des Gleithebels 15 auf den Anschlag 16 die eingekuppelte Filmtransportwalze 4 einen kleinen Betrag zurückgedreht.
  • Bei gewünschtem Aufrollen des belichteten Filmes nach der Aufnahme kann unter der Ansaugplatte 3 eine Filmaufwickelwalze 17 angeordnet werden. Diese mit einer Drehfeder vorgespannte Walze wird über eine Rücklaufsperre mit der Kettenumlenkung 18 verbunden. Bei der Verwendung dieser Aufwickelvorrichtung wird die Abschneideeinrichtung 13 automatisch abgeschaltet.
  • Zum genauen Abstimmen der Vorlagehöhe zur Aufnahmehöhe ist die Rollfilmkamera mit einer Anzeigevorrichtung nach F i g. 2 ausgerüstet. Diese Einrichtung besteht aus an der Kamerastandart 19 befestigten Lichtpunktprojektoren 20 und einer Gliederkette 21.
  • Der die aufnehmbare Vorlagenhöhe am Vorlangehalter 22 entsprechend der jeweils vorgeschobenen Filmlänge anzeigende Lichtpunktprojektor 20 an der Standarte 19 ist um eine durch die Objektivmitte gehende horizontale, zur optischen Achse der Kamera lotrechte Achse drehbar. Der Neigungswinkel des Lichtpunktprojektors 20 wird beispielsweise durch die Gliederkette 21 in Abhängigkeit vom Kameraauszug und Schlittenbewegung bzw. Filmvorschub selbsttätig eingestellt.
  • In ähnlicher Weise kann ein Lichtmarkenprojektor für eine Filmbreitenanzeige an der Standarte 19 vorgesehen sein, dessen Einstellung gleichlaufend mit der Saugplattenseitenbegrenzung erfolgt, was in den Figuren jedoch nicht dargestellt ist.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Rollfilm-Reproduktionskamera mit einem ein Rollfilmmagazin, eine Fihnsaugplatte und eine Abschneidevorrichtung tragenden vertikal verschieblichen Schlitten, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß der Schlittenantrieb und jeweils eine Filmvorschubeinrichtung über Steuermittel, z. B. durch mechanische Kupplung oder Nachlaufsteuerung derart zwangläufig im Abhängigkeitsverhältnis stehen, daß nach Erreichen der jeweiligen Schlittenendstellung die Mitte des vorgeschobenen Filmabschnittes in der optischen Achse des Gerätes liegt.
  2. 2. Rollfilm-Reproduktionskamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit mehreren Filmvorschubeinrichtungen (4) kuppelbarer Antrieb (6, 10,12) am Magazin mit einem im Kamerakasten (1) fest angeordneten Gegenelement, wie Kette (11) oder Zahnstange, im Eingriff steht und daß ein Rückzug des Filmes beim Rücklauf des Schlittens in die Ausgangsstellung durch einen mit Rücklaufsperre kombinierten Freilauf verhindert ist.
  3. 3. Rollfilm-Reproduktionskamera nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für den durch Rückwärtsdrehen der gewählten Vorschubwalze zu bewirkenden bzw. auszulösenden Rückzug des Filmendes aus der Messerbahn um eine auf einen kleinen Betrag begrenzte Länge bei Beendigung des Schlittenrücklaufes vorzugsweise ein mit Freilauf ausgerüstetes, im Schlitten (2) verschiebbar gelagertes Ritzel mit Gleithebel (15) vorgesehen ist, der zum vertikalen Auflaufen mit einem im Gehäuse (1) befestigten Anschlag (16) fluchtet und über das Ritzel beim Auflaufen den begrenzten Rücklauf der Kette (6) herbeiführt.
  4. 4. Rollfilm-Reproduktionskamera nach Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Unterende des Schlittens (2) eine von der Schlittenbewegung abhängig angetriebene ein-und auskuppelbare Filmaufrollvorrichtung (17) vorgesehen ist.
  5. 5. Rollfilm-Reproduktionskamera nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei eingekuppelter Aufrolleinrichtung (17) die Abschneidevorrichtung (13) ausgekuppelt ist.
  6. 6. Rollfilm-Reproduktionskamera nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung für die Aufwickelspule als Rutschkupplung ausgebildet ist.
  7. 7. Rollfilm-Reproduktionskamera nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Wählelement (5') für eine der Vorschubeinrichtungen (4) mit einer Einstellvorrichtung für eine Saugplattenseitenbegrenzung in Verbindung steht. B.
  8. Rollfilm-Reproduktionskamera nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an der Kamerastandarte (19) schwenkbare Lichtmarkenprojektoren (20) angeordnet sind, wobei die Einstellung des Projektionswinkels für den(die) Vertikalprojektor(en) (20) mit dem Schlittenvorschub und für den(die) Horizontalprojektoren) mit der Seitenbegrenzungseinstellung gekoppelt ist und beide Einstellungen vom Auszug abhängig sind.
  9. 9. Rollfilm-Reproduktionskamera nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die an sich bekannte Horizontalabdeckung (8) an ihrer oberen Kante mit Greifelementen, vorzugsweise Saugdüsen, ausgestattet ist.
DEK46661A 1962-05-05 1962-05-05 Rollfilm-Reproduktionskamera Pending DE1163658B (de)

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