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Vorrichtung zum Steuern einer elektromagnetisch betätigten Tabellier-
bzw. Kolonnenschreibmaschine zum Aufzeichnen von Meßgrößen Die Erfindung bezieht
sich auf eine Vorrichtung zum Steuern einer elektromagnetisch betätigten Tabellier-
bzw. Kolonnenschreibmaschine zum Aufzeichnen von Meßgrößen in Form einer oder mehrerer
Gruppen von Ziffern oder anderen in vorbestimmter Anordnung zeilenweise auf einem
Registrierblatt abgedruckten Zeichen mit einem bei den nacheinander zu betätigenden
Druckvorgängen schrittweise fortschaltbaren Registrierblatthalter, mit Elektromagneten
zum Betätigen von Drucktypen und mit einem in Abhängigkeit von dem abzudruckenden
Meßwert einzustellenden Ableseschaltwerk zum Auswählen der Steuerstromkreise für
diejenigen Typenabdruck-Elektromagnete, welche bei Betätigung in der richtigen Reihenfolge
das Abdrucken der aufzuzeichnenden Meßgröße bewirken.
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Eine Vorrichtung dieser Gattung ist bereits in der deutschen Patentschrift
1025 161 beschrieben worden. Gemäß dieser Patentschrift werden die Strom-bzw.
Steuerkreise nach den Elektromagneten durch ein Vielfachschaltwerk ausgewählt, welches.
dem vorerwähnten Ableseschaltwerk entspricht und mechanisch mit dem veränderlichen
Element des Gerätes, beispielsweise der veränderlichen Komponente eines Brückennetzwerks,
derart gekuppelt ist, daß das Vielfachschaltwerk für jede Einstellung des veränderlichen
Elements diejenigen Elektromagnete auswählt, welche dann, wenn sie in der entsprechenden
Reihenfolge erregt werden, die Ablesung bzw. die dieser Einstellung des veränderlichen
Elements entsprechende Wertgröße abdrucken. Bei der Schaltungsanordnung gemäß dieser
vorerwähnten Patentschrift ist außerdem ein Stellenschalter vorgesehen, der dem
Registrierblatthalter derart zugeordnet ist, daß er durch das schrittweise Fortschalten
des Halters betätigt wird. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß in jeder aus
einer Anzahl aufeinanderfolgender Stellungen durch den Stellenschalter der eine
der Steuerkreise nach den Elektromagneten vervollständigt bzw. aufgebaut wird, welcher
durch das Vielfaehschaltwerk ausgewählt wird, so daß die Reihenfolge der Erregung
der Elektromagnete unmittelbar unter der Steuerwirkung der schrittweisen Fortschaltung
des Wagens erfolgt.
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Zweck der Erfindung ist es, eine Verbesserung zu schaffen, die eine
Alternative zum Stellenschalter darstellt. Der Stellenschalter ist auf Grund seines
Zusammenwirkens mit dem Registrierblatthalter insofern ein vorteilhaftes Mittel,
als er sicherstellt, daß jede Ziffer oder jedes Zeichen einer aufzuzeichnenden Meßgröße
genau in die richtige Spalte auf dem Registrierblatt abgedruckt wird. Dies ist insbesondere
dann der Fall, wenn, wie in der deutschen Patentschrift 1025161 beschrieben, der
Schalter eine oder mehrere Reihen von Kontakten aufweist, die mit einem entsprechenden
Bauteil von Schaltarmkontakten eine Wirkverbindung eingehen, und wenn entweder die
Kontaktreihen oder die Schaltarmkontakte am Registrierblatthalter, beispielsweise
an einem Schreibmaschinenwagen, angeordnet sind und wenn der andere Kontaktsatz
in einer veränderlichen Beziehung zum Wagen steht. Trotzdem sind dem Stellenschalter
jedoch bestimmte Nachteile eigentümlich, welche unter gewissen Umständen den vorerwähnten
Vorteil überwiegen können. So wird beispielsweise bei der vorbeschriebenen Ausführungsform
der Abstand zwischen den Kontakten in jeder Kontaktreihe durch den Weg bestimmt,
um welche sich der Wagen bei jedem Schaltschritt fortbewegt. Dadurch wird nicht
allein der Abstand zwischen den Kontakten, sondern auch deren Größe bestimmt; wobei
zu berücksichtigen ist, daß jeder Kontakt gegenüber seinem unmittelbar benachbarten
abisoliert werden muß. Ebenfalls wird dadurch die Größe der Sohaltarmkontakte bestimmt,
wobei zu berücksichtigen ist, daß Vorsorge getroffen werden muß, daß ein Schaltarm
nicht zwei benachbarte Kontakte überbrückt. Außerdem muß ein Stellenschalter vorgesehen
werden, dessen Kontakte sich über die ganze Länge einer Aufzeichnungslinie erstrecken,
was im Falle der Aufzeichnung von elf Kapazitätsprüfungen eines Fernsprechkabelvierers
zumindest fünfundfünfzig Druckstellungen entsprechen kann. Darüber hinaus muß der
Stellenschalter, falls
er sich nicht tatsächlich in der Druckmaschine,
beispielsweise in einer herkömmlichen Schreibmaschine befindet, zumindest in übereinstimmung
mit den Charakteristiken der Maschine dimensioniert sein.
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Durch die vorliegende Erfindung wird die Verwendung des Stellenschalters
umgangen und dieser durch eine sogenannte Druck-Schaltwerkrelaisgruppe ersetzt,
welche bei zahlreichen Schreibmaschinenausführungsformen zu verwenden ist, bei welcher
keine gleitenden Kontakte erforderlich sind und bei welcher die Anzahl der Arbeitskontakte
erheblich geringer ist.
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Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß ein Druckschaltwerk
angeordnet ist, bestehend aus einem Satz Relais, welche, durch Steuerimpulse nacheinander
erregt, in der entsprechenden Reihenfolge und über Relaiskontakte die Steuerstromkreise
zu den ausgewählten Typenabdruck-Elektromagneten herstellen, daß ferner ein diese
Steuerimpulse erzeugender Impulsgenerator mit zwei Impulsrelais angeordnet ist,
welche im Zusammenwirken miteinander in zyklischer Folge ansprechen und abfallen
und von denen das eine Relais bei jeder Erregung einen Steuerstromkreis zum Betätigen
eines Typenabdruck-Elektromagnets herstellt, und daß den Relais des Druckschaltwerks
ein Schlußrelais zugeordnet ist, welches bei seiner Betätigung die Rückstellung
der Druckschaltwerkrelais in ihren Ausgangszustand bewirkt.
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Ferner ist bereits als Gegenstand des deutschen Patentes 1 122 720
in Vorschlag gebracht worden, Relaiseinrichtungen an Stelle des oder zusätzlich
zum Vielfachschaltwerk zu verwenden, welches in der deutschen Patentschrift
1025 161 beschrieben ist. Dabei ist das veränderliche Element die veränderliche
Komponente eines Brückennetzwerks, und das Vielfachschaltwerk wird gänzlich durch
eine Gruppe von Relais ersetzt, welche das sogenannte Ableseschaltwerk darstellt
und welches dazu dient, sowohl den Größenwert dieser Komponente tasächlich zu ändern
als auch die Elektromagnete auszuwählen.
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Die vorliegende Erfindung kann ebenfalls bei solchen Einrichtungen
Verwendung finden, bei welchen das Ableseschaltwerk aus einer Gruppe von Relais
besteht, die im nachfolgenden als »Ableserelaisgruppe« bezeichnet wird, wobei die
Relais auf die Einstellung desjenigen Gerätes hin ansprechen, von welchem eine Aufzeichnung
vorgenommen werden soll, um diejenigen Elektromagnete auszuwählen, welche zum Aufzeichnen
dieser Einstellung erregt werden müssen.
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Das Ableseschaltwerk kann aus einer Gruppe von Ableserelais bestehen,
und in diesem Falle dient in weiterer Ausbildung der Erfindung das den Druck-Schaltwerkrelais
zugeordnete Schlußrelais zusätzlich dazu, die Ableserelais in ihren Ausgangszustand
zurückzubringen.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die zyklische
Betätigung der Impulsrelais durch ein Relais eingeleitet wird, welches selbsttätig
dann anspricht, wenn durch die Ableserelais die Elektromagnete zum Abdrucken einer
Meßgröße ausgewählt sind, und dabei einen entsprechenden Steuerstromkreis für die
Impulsrelais schließt.
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Wenn das Meßgerät beispielsweise das veränderliche Element eines Brückennetzwerks
bildet, kann das die zyklische Betätigung der Impulsrelais einleitende Relais durch
ein Relais gesteuert werden, welches seinerseits auf den Schaltzustand der Brücke
anspricht und in Verbindung mit einem weiteren Relais und mit Relaiskontakten die
Betätigung der Ableserelais unterbricht, welche beim Einstellen des veränderlichen
Brückenelements wirksam war.
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Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen erläutert, welche eine Schaltungsanordnung
für das Prüfen von Vierern eines Fernsprechkabels betrifft, und zwar stellt dar
F i g. 1 bis 4 (zusammengelegt) die Schaltungsanordnung der Gesamtanordnung und
F i g. 5 ein Blockschaubild der in F i g. 2 und 3 dargestellten Steuerkreise, wobei
gewisse Einzelheiten weggelassen sind, welche für die Erfindung nicht unbedingt
nötig sind; F i g. 6 gibt an, wie die F i g. 1 bis 4 zu einem Gesamtschaltbild zusammenzusetzen
sind.
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Die Vorrichtung dient zum selbsttätigen Ausführen und Registrieren
einer Aufeinanderfolge von Prüfungen an jedem der Vierer eines Fernsprechkabels,
wobei die Sätze von Prüfungen bzw. Prüfungsergebnissen für jeden Vierer in einer
Zeile zum Abdruck gebracht werden sowie in Spalten, welche quer zur Breite eines
Registrierblattes verlaufen. Jede Spalte aus fünf Stellen, und zwar für den Abdruck
eines Vorzeichens - + (Plus) oder - (Minus) - für ein Maximum von drei Zeichen bzw.
Ziffern und für einen Leerraum zwischen den Spalten. Die Zahl der Zeichen oder Ziffern
kann eine andere als drei sein, je nach dem Wert oder der Stellenzahl des Wertes,
der registriert werden soll, und es ist so eingerichtet, daß das Vorzeichen stets
unmittelbar dem ersten Zeichen vorangeht.
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In diesem Schaubild bedeutet das Endigen einer Linie in einem breiten
ausgefüllten Dreieck eine Verbindung derselben mit einer Stromquelle, deren anderer
Pol geerdet ist; innerhalb eines Rechtecks eingezeichnete Buchstaben bezeichnen
die Wicklung entweder eines Relais oder eines Elektromagnets, das bzw. der durch
das Rechteck bezeichnet wird. Die Elektromagnete sind durch den Anfangsbuchstaben
M gekennzeichnet. Kontakte, welche durch die Relais betätigt werden, sind mit den
entsprechenden Buchstaben nebst einer angehängten Ziffer bezeichnet. Einige manuell
betätigte Schalter oder Schaltwerke sind vorhanden. Die Kontakte und Schaltwerke
sind in den Stellungen, als Null- oder Normalstellungen bezeichnet, angedeutet,
welche sie einnehmen, wenn die Relaisspulen nicht vom Strom durchflossen werden
und die Schaltwerke nicht betätigt sind.
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Die Schaltungsanordnung ist eingerichtet, eine Prüfung ähnlich derjenigen
durchzuführen, welche in dem deutschen Patent 1122 720 beschrieben ist, und
die F i g. 1 und 2 stimmen im wesentlichen mit den F i g. 2 und 3 des älteren Patents
überein. Die Beschreibung der Schaltungsanordnung ist so zu verstehen, daß diese
für die unter »Kabelkernprüfung« eines Fernsprechkabels bekanntgewordene Prüfung
bestimmt ist, also für die Prüfung der Vierer, von denen jedervierte isolierte Adern
aufweist, nachdemdie Vierer zusammengebracht worden sind, um das Kabel zu bilden,
bevor der Außenmantel aufgebracht ist. Diese vier zu registrierenden Prüfungen sind:
eine für das Innenvierer-Kapazitätsungleichgewicht, eine für das Zwischenvierer-Kapazitätsungleichgewicht
und zwei für Widerstandsungleichgewicht, wobei die beiden ersten mit einer Kapazitätsbrücke,
die beiden letzteren mit einer Widerstandsbrücke durchgeführt werden. Eine Isolationswiderstandsprüfung
wird eben,-falls,
und zwar vor den anderen vier Prüfungen durchgeführt;
diese aber wird nicht registriert. Das Arbeiten der Schaltungsanordnung wird jedoch
selbsttätig zum Stillstand gebracht, wenn der Isolationswiderstand einen Fehler
zeigt, Der Isolationsprüfer kann die Ausführungsform haben, wie sie Gegenstand des
älteren deutschen Patentes 1001412 ist.
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Auf diese Weise müssen also fünf Prüfungen vorgenommen werden, wobei
das Ergebnis der ersten nicht niedergeschrieben wird. Es werden vier Vierer an vier
Vierwegestecker ST 1 bis ST 4 angeschaltet, und diese Stecker werden
der Reihe nach an die Schaltungsanordnung angeschaltet. In dem Maße, wie die Prüfungen
fortschreiten, ersetzt die Bedienungsperson die geprüften Vierer durch ungeprüfte,
und zwar jedes zu seiner Zeit in der vorgeschriebenen Reihenfolge. Die wechselweise
Auswahl der entsprechenden Viererbuchse und die Auswahl der Stromkreise zwischen
jeder Buchse und den Prüfeinheiten wird durch einen sich schrittweise bewegenden
Drehschalter vorgenommen, welcher fünf Dekaden RLS 1 bis RLS5 (F i g. 2) aufweist
und durch einen Schrittschaltmagnet MT (F i g. 4) gesteuert wird. Es ist
ersichtlich, daß an jeder Dekade vier Gruppen von Kontakten entsprechend den vier
Buchsen und in jeder Gruppe fünf Kontakte entsprechend den fünf Prüfungen vorhanden
sind. Die Dekade RLS 1 be-
tätigt vier Relais CA bis CD, welche
die Verbindungen zwischen den Buchsen ST 1 bis ST4 und einem Satz von Sammelschienen
X 1 bis X 4 und Y 1 bis Y 2
steuern. Die Dekade RLS
2 steuert, und zwar von jeder Gruppe von fünf Kontakten, fünf Relais CE bis
Cl, welche die Verbindungen zwischen den Sammelschienen und den Prüfeinheiten herstellen,
nämlich zu dem Isolationswiderstandsprüfer über Kontakte CE 1 bis CE
4, zu der Kapazitätsbrücke zunächst über Kontakte CF 1 bis CF
4 und daraufhin über Kontakte CG 1 bis CG 4 und zu der Widerstandsbrücke
zunächst über Kontakte CH 1 bis CH 3
und daraufhin über Kontakte
C11 bis C13. Die dritte Dekade RLS3 steuert, und zwar über die erste Stellung in
jeder Gruppe und manuelle Schaltwerke KBR 1, KBL 1, KTR 1 und KTL
1, ein Relais DA,
um die Isolationswiderstandsprüfung in Gang zu setzen,
wobei dieses Relais über Kontakte DF2 abgeworfen wird, wenn die Prüfung zufriedenstellend
gewesen ist. In den zweiten und dritten Stellungen wird Relais CJ betätigt, um die
Kapazitätsbrücke an ein Wechselstromnetz anzuschließen sowie an einen Spannungskomparator
VC, weloher in der selbsttätigen Gleichgewichtssteuerung der Brücke wirksam ist.
In den vierten und fünften Stellungen schalten Relais CK eine Gleichspannungsquelle
und den Spannungskomparator VC an die Brücke und stellt die letztere für Gleichstromprüfung
ein; Relais CL schaltet über die Kontakte CL 1 bis CL
4 eine Gruppe von Widerständen in einem Standardvierer STD, um
dadurch Widerstandsungleichgewichts-Prüfmessungen zu ermöglichen, und das Relais
CLS schließt durch die Kontakte CLS 1 vier Buchsen SB 1 bis SB 4 an
dem abgewandten Ende des Kabels kurz. Die vierte Dekade RLS4 ist in der ersten Stellung
in jeder Gruppe einem Stromkreis zugeordnet, welcher während der von Hand erfolgenden
Prüfauslösung benutzt wird, und in den übrigen Stellungen einem Relais
CM, welches die Stromkreise für das selbsttätige Ingleichgewichtbringen der
Brücken (nicht dargestellt) herstellt. Die Relais CO und CN, welche der fünften
Dekade RLS5 zugeordnet sind, werden, wenn erforderlich, dazu benutzt, irgendwelche
Prüfungen zu eliminieren bzw. zu unterdrücken. Auf die Relais CM, CN und
CO wird noch im nachfolgenden eingegangen werden.
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Die Brücken werden dadurch abgeglichen, daß selbsttätig zum Netzwerk
Einheiten an Kapazität oder Widerstand durch die selektive Betätigung der Kontakte
A 3 bis 13, K 4 bis S 4 und T 7 oder A 4
bis 14,
K5 und K7 jeweils durch eine Gruppe von Ableseschaltwerkbetätigungsrelais
A bis T, die in F i g. 3 dargestellt sind (RSA in F i g. 5) zugefügt
werden. Die Einheiten werden zugeschaltet, und zwar entweder im negativen oder positiven
Sinne, je nach den Stellungen der Kontakte BE 3 und BE 5, welche vom Relais
BE gesteuert werden, wobei die Normalanordnung der Kontakte einer positiven
Addition entspricht. In der Meßwert-Schaltwerkgruppe addieren die Relais A bis I
Einheiten, die Relais K bis S addieren Zehner, das Relais T addiert einen Hunderter.
Die Relais A bis 1, K bis T steuern entsprechende Meßwert-Schaltwerkkontakte
A 6 bis 16, K6, L 3 bis R 3, S 6 (RSC in F i g. 5), um dadurch die
entsprechenden Stromkreise für die Betätigung der Druckmagnete MO bis M9 vorzubereiten,
welche bei ihrer Betätigung die entsprechende Ziffer auf ein Registrierblatt abdrucken.
Die Relais K und T steuern außerdem die entsprechenden Kontakte der
Gruppe K3, K6, K8, T5, T 6 und T8, um dadurch das Abdrucken
des Vorzeichens in der jeweils erforderlichen Spalte zu bewirken. Positive und negative
Vorzeichen und eine Leertastenschaltung werden jeweils durch Magnete M+,
M- und MS abgedruckt, wobei das abzudruckende Vorzeichen durch den
Schaltzustand der Kontakte BE 6 bestimmt wird.
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Die Meßwert-Schaltwerkrelais J, JA, JD bewirken die Übertragung
des wirksamen Schaltzustandes zwischen den Einer-, Zehner- und Hunderter-Relais,
und Relais JE dient dazu, die selbsttätige Betätigung der Schaltungsanordnung abzustoppen,
wenn der Meßwert über den Wertbereich der Schaltungsanordnung hinausgeht. Das Arbeiten
der Meßwert-Schaltwerkrelais wird selbsttätig beendet, wenn das Gleichgewicht einer
Brücke hergestellt worden ist. Die Relais stellen die Meßwert-Schaltwerkkontakte
ein, welche in Verbindung mit Druckschalterkontakten TA 4, TB
4,
TC4 und TD5 die Stromkreise für die Druckmagnete zusammenschalten,
welche, wenn sie in der nachfolgend beschriebenen Weise hergestellt worden sind,
bewirken, daß in Aufeinanderfolge die Druckmagnete ansprechen, um dadurch an der
jeweils erforderlichen Stelle auf dem Registrierblatt den Wert zu registrieren,
welcher durch die Meßwert-Schaltwerkbetätigungsrelais festgelegt worden ist, wenn
das Brückengleichgewicht erzielt worden war.
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Das Arbeiten der Meßwert-Schaltwerkrelais, die in F i g. 3 dargestellt
sind, und der Schaltungsanordnung gemäß F i g. 1 und 2 ist im einzelnen in dem älteren
Patent 1122 720 beschrieben worden und soll daher im nachfolgenden nur insoweit
behandelt werden, als dies zur Erläuterung der vorliegenden Erfindung erforderlich
erscheint.
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Wenn die entsprechenden Verbindungen für eine der Brückenprüfungen
an einem Vierer hergestellt worden sind, bewirkt der Ungleichgewichtsschaltzustand,
der ursprünglich vorhanden ist, daß der Kontakt BA 1 (F i g. 3) des empfindlichen
Relais BA
(F i g. 1) nach der einen oder der anderen Seite abgelenkt
wird,
und zwar je nachdem, ob das Ungleichgewicht entweder positiv oder negativ ist. Wenn
das Gleichgewicht hergestellt ist, bringt das Relais BA
seinen Kontakt in
die Mittelstellung zurück. Durch die Ablenkung des Kontaktes BA 1 (F i g.
3) wird der Stromkreis entweder des Relais BB oder von BC (über die geschlossenen
Kontakte BE8 und B13) geschlossen, und das Relais BD spricht dann infolge
Schließens der Kontakte BB 3 oder BC3 an. Zur gleichen Zeit spricht das Relais
BH in Reihe entweder mit BB oder BC an und legt die Kontakte BH 1
um,
um dadurch über die geschlossenen Kontakte JE2 die Arbeitserde an die Meßwert-Schaltwerkbetätigungsrelais
zu legen. Diese Kontakte BH 1 verbleiben infolgedessen während des
ganzen Vorgangs zum Herstellen des Brückengleichgewichts betätigt und öffnen sich
dann bei der Freigabe des Relais BH,
wodurch jede weitere Betätigung von Meßwert-Schaltwerkrelais
verhindert wird. Die betätigten Relais werden jedoch über die Halteerdeader gehalten,
und zwar über die normalerweise geschlossenen Kontakte JE3 und CQ 1 (Fig. 4).
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Nachdem das Relais BD angesprochen hat, hält es sich über die Kontakte
BD 5. Infolgedessen ist der Schaltzustand am Ende der Prüfung ein solcher,
daß die Meßwert-Schaltwerkkontakte eingestellt und gehalten werden, die Relais BB
und BC freigegeben sind und das Relais BD betätigt ist. Diese letzteren Schaltzustände
stellen einen in F i g. 4 dargestellten Stromkreis her durch das Relais TF hindurch
über die Kontakte TG 2, BD 6, BC 6, BB 6, JE 3 und CQ
1
nach Erde 1. Beim Ansprechen des Relais TF schließen sich die Kontakte TF2,
wodurch der Stromkreis für das Relais TG hergestellt wird. Das Relais TG öffnet
die Kontakte TG 2 und wirft dadurch Relais TF ab, so daß die Kontakte TF2
sich wieder öffnen. Relais TG fällt dann ab, und die Kontakte TG2 schließen
sich wieder, wodurch der ursprüngliche Schaltzustand wiederhergestellt wird.
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Es ist zu ersehen, daß durch die Kombination der Relais TF und TG
selbsttäig ein Ansprech- und Freigabezyklus hervorgerufen wird, dessen Frequenz
durch die Arbeitszeit bzw. Ansprechzeit für das Relais FT bestimmt wird,
dessen eine Wicklung über einen Widerstand kurzgeschlossen ist. Jede Betätigung
des Relais TG wird von der Betätigung eines Druckmagnets begleitet, welcher in Reihe
damit geschaltet wird. Es öffnet außerdem die Kontakte TG 1 in einer Druck-Schaltwerkgruppe
von Relais TA bis TE, CQ, so daß, so lange die Erdstromkreis-Schaltzustände
von TF bleiben oder sich abspielen, wie dies zuvor beschrieben worden ist, diese
Kontakte TG 1 kontinuierlich sich öffnen und schließen, und zwar mit der
Arbeitsfrequenz des Relais TG.
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Die Gruppe von Druck-Schaltwerkrelais TA bis TE, CQ, welche
den in dem deutschen Patent 1056188 beschriebenen Aufbau hat, besteht aus einem
Umschaltrelais TE, welches den Umschaltkontakt TE 1 betätigt, aus drei Ungerade-Relais
TA, TC und CQ und aus zwei Gerade-Relais TB und TD. Die Ungerade-Relais
sind eingerichtet, um mit der Ungerade-Leitung w verbunden zu werden, die Gerade-Relais
mit der Gerade-Leitung x. Die Halteerde-Leitung y bedient alle Relais in der Gruppe
außer CQ. Die Druck-Schaltwerkrelais steuern Druck-Schaltwerkkontakte
TA 4, TB 4, TC 4 und TD 5
(PSC in F i g. 5) in den Stromkreisen
zu den Druckmagneten. Im Anfangsschaltzustand des Stromkreises über die Kontakte
ist der Stromkreis über Kontakte TA 3 durch die eine Wicklung des Relais
TE unwirksam, obwohl ein Stromkreis über die Kontakte BD 6, BC 6, BB
6,
JE3 und CQ1 vorhanden ist, weil nämlich die Wicklung über die Kontakte
TE 1 und TG 1 kurzgeschlossen ist. Die Auswirkung der ersten Betätigung
des Relais TG besteht infolgedessen darin, diesen Kurzschluß durch Öffnen
der Kontakte TG 1 zu beseitigen, wodurch das Relais TE anspricht und die
Kontakte TE 1 sich nach der Ungerade-Leitung w umlegen. Dann, wenn das Relais
TG abfällt, vervollständigen die Kontakte TG 1 den Erdstromkreis des
Relais TA über den oberen Kontakt der Umschaltkontakte TE 1. Relais
TA hält sich dann über Kontakte TA 1 und öffnet Kontakte bei
TA 3 für eine der Wicklungen des Relais TE. Dieses Relais fällt jedoch nicht
ab, da der Stromkreis durch seine zweite Wicklung über den Umschaltkontakt TE
1 hergestellt worden ist.
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Bei der nächsten Betätigung des Relais TG wird durch das Öffnen
der Kontakte TG 1 dieser Stromkreis des Relais TE geöffnet und der
Umschaltkontakt TE 1 veranlaßt, sich in die untere Stellung zu bewegen, wodurch
der Stromkreis für das Gerade, Relais TB mit Hilfe der Kontakte
TA 2 vorbereitet wird, welche bei der Betätigung des Relais
TA geschlossen worden sind.
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Bei der Freigabe des Relais TG wird der Stromkreis dieses Gerade-Relais
TB über Kontakte TG 1
hergestellt, und das Relais spricht an, hält
sich über die Kontakte TB 1, bereitet den Stromkreis für das Ungerade-Relais
TC an den Kontakten TB 2 vor und bereitet einen Stromkreis für die erste
Wicklung des Relais TE über Kontakte TB 3 vor. Das Relais TE spricht jedoch nicht
an, und zwar wegen des Kurzschlusses durch die Kontakte TG 1.
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Wenn das Relais TG das nächste Mal anspricht, wird dieser Kurzschluß
aufgetrennt; die Umschaltkontakte TE 1 bewegen sich in ihre obere Stellung,
und bei Freigabe des Relais TG spricht das Ungerade-Relais TC an, wobei es
sich über die Kontakte TC1 hält, den Stromkreis für das Gerade-Relais TD über Kontakte
TC2 vorbereitet und den Stromkreis für die erste Wicklung des Relais TE an den Kontakten
TC3 auftrennt. Dies letztere bewirkt, daß Relais TE abgeworfen wird, wenn Relais
TG anspricht, und die Umschaltkontakte TE 1 bewegen sich dann in die
untere Stellung.
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Bei der nächsten Freigabe des Relais TG wird der Stromkreis
für das Gerade-Relais TD über die Kontakte TG 1 vervollständigt, und das
Relais TD spricht an, wobei es sich über Kontakt TD 1 hält, einen Stromkreis
für Relais CQ an den Konkakten TD 2 vorbereitet und wiederum einen Stromkreis für
die erste Wicklung des Relais TE an den Kontakten TD 3 vorbereitet; diese
Wicklung des Relais TE spricht, weil kurzgeschlossen, nicht an.
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Bei der nächsten Betätigung des Relais TG werden die Kontakte
TG 1 geöffnet, und die Umschaltkontakte TE 1 bewegen sich in die untere
Stellung, wodurch das Gerade-Relais CQ zum Ansprechen gebracht wird, wenn das Relais
TG abfällt. Das Relais CQ hat die Schaltwirkung, daß alle Stromkreise durch
Auftrennen des Erdstromkreises bei den Kontakten CQ 1 aufgetrennt werden;
zur gleichen Zeit schaltet es seine eigene Wicklung über die Kontakte CQ
2 an den Kapazitäts-Widerstands-Stromkreis an, welcher
das
Relais für eine kurze Zeitdauer durch die Entladung des Kondensators hält. Die Wirkung
des Öffnens der Kontakte CQ 1 besteht darin, alle Druck-Schaltwerkrelais
freizugeben. Es wirft außerdem das Relais BD und die Relais der Meßwert-Schaltwerkbetätigung
durch Auf- oder Abtrennen des Halteerdekreises ab.
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Vor dem Abfallen der Relais ist der Fortschaltmagnet MT über
die Kontakte TF 3 und TD 4 bei der letzten Betätigung des Relais TF
betätigt worden. Dieser Magnet MT bewegt das Prüfungsfolgeschaltwerk um einen
Schaltschritt weiter, um dadurch die Verbindungen des in Prüfung befindlichen Vierers
von dem Prüfvorgang auf den nächsten umzuschalten, so daß nach dem Abfall der Relais
der nächste Prüfvorgang selbsttätig seinen Anfang nimmt. Nach einer Betätigung des
Magnets ebenso oft, wie der Zahl der Prüfvorgänge pro Vierer entspricht, wird das
Relais CM von der Schaltwerkdekade RLS 4 abgetrennt, und dies bewirkt,
daß sich die Kontakte CM 2 in Reihe mit der Wicklung des Relais BA (F i g.
1) öffnen, so daß die Steueranordnung für das Herstellen des Gleichgewichts und
für das Abdrucken des Prüfergebnisses während der Isolationsprüfung außer Betrieb
ist. Wenn der Drehschalter die erste Schaltstellung in einer der Gruppe von Kontakten,
welche die Prüfungen an den vier Sockeln ST 1 bis ST 4 repräsentieren, einnimmt,
geht die Isolationsprüfung des nächsten Vierers vor sich, und ihr folgen die übrigen
vier zu registrierenden Prüfungen. Wenn jedoch das Drehschaltwerk sich in eine Stellung
außerhalb dieser Gruppen fortbewegt hat, wird die Wirkungsweise in folgender Weise
abgeändert: Aus der vorangehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß durch das Zusammenwirken
der Relais TF und TG mit den Druck-Schaltwerkrelais fünf Impulse nach den
Druckmagneten übermittelt worden sind. Bei jedem Impuls spricht der entsprechende
Magnet an, und dadurch wird das entsprechende Symbol an derjenigen Stelle auf dem
Registrierblatt abgedruckt, welche jenem Impuls entspricht. Das sich auf dem Schreibmaschinenwagen
befindliche Registrierblatt nimmt die Anfangsstellung zu Beginn der Prüfung ein.
Mittels der Schreibmaschinen-Fortschalteinrichtung bewegt sich der Wagen um einen
Schaltschritt bei jedem Drehvorgang fort, so daß er sich beim Drucken der vier Prüfergebnisse
über zwanzig Stellungen hinwegbewegt hat und sich stets in der richtigen Stellung
für das Abdrucken eines jeden Vorzeichens, Zeichens oder eines jeden Leertastenwertes
befindet.
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Bei jedem Meßwert bzw. jeder Ablesung wird beim ersten Impuls ein
Magnet in Reihe mit Relais TG über Kontakt TA 4 in der Ruhestellung betätigt,
wobei der Magnet entweder der Leertastenmagnet MS
oder ein Vorzeichenmagnet
M -oder M + ist, welcher durch die Meßwert-Schaltwerkkontakte T5 ausgewählt wird.
Beim zweiten Impuls werden die Druck-Schaltwerke der Kontakte TA 4 durch
Relais TA betätigt (dieses selbst wird durch die vorangehende Freigabe des
Relais TG zum Ansprechen gebracht), um dadurch einen Stromkreis über die
in, der Normalstellung befindlichen Kontakte TB 4 zu dem Leertastenmagnet
MS, einem Vorzeichenmagnet M -oder M + oder dem Magnet M 1 zwecks Abdrucks der Ziffern
Eins herzustellen. Beim dritten Impuls wird entweder ein Vorzeichenmagnet oder ein
Ziffernmagnet über die betätigten Kontakte TA 4 und TB 4
und den in
der Ruhestellung befindlichen Kontakt TC4 betätigt. Bei dem vierten Impuls wird
eine Ziffer über die Stromkreise zu den zugehörigen Magneten über die betätigten
Kontakte TA 4, TB 4, TC 4 und den in der Ruhestellung befindlichen Kontakt
TD 5
abgedruckt. Beim fünften Impuls wird über die betätigten Kontakte TD
5 stets ein Stromkreis für die Betätigung des Leertastenmagnets in der fünften,
d. h. in der letzten Stellung hergestellt. Mit Ausnahme des fünften Ansprechens
ist es ersichtlich, daß in jeder Stellung die zugehörigen Magnete oder Stromkreise
betätigt werden, welche durch die Meßwert-Schaltwerkkontakte im Zusammenwirken mit
den Druck-Schaltwerkkontakten ausgewählt worden sind.
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Für den Fortschaltmagnet MT ist es erforderlich, daß er nach
dem nicht registierten Isolationsprüfvorgang anspricht. Diese wird mittels der Relais
T 1 und TH erreicht. Nach Beendigung der Isolationsprüfung spricht das Relais
DF an, um dadurch die Kontakte DF9 zu betätigen, und das Relais
DA (welches ansprach, um die Prüfung einzuleiten) wird abgeworfen, um dadurch
Kontakte DA 9 wieder zu schließen, wodurch ein Arbeits-Erdstromkreis für
Relais TH von der Schaltwerkdekade RLS4 über Kontakte T11 hergestellt
wird. Dieses schließt die Kontakte TH 1, um
dadurch den Stromkreis zum MagnetMT
herzustellen. Ein Stromkreis wird außerdem über die Kontakte TH2 zu einem anzugsverzögerten
Relais T 1 hergestellt, welches bei seinem Ansprechen den Kontakt
T11 umlegt, um sich dadurch selbst zu halten und das Relais TH abzuwerfen.
Dieses letztere unterbricht den Stromkreis zu dem Fortschaltmagnet MT an
den Kontakten TH 1, und wenn das Drehschaltwerk aus der ersten Schaltstellung
herausbewegt worden ist, wird der Haltekreis für das Relais TI an der Schaltwerkdekade
RLS4 unterbrochen. Der Drehschalter kann manuell durch Verbinden des Fortschaltmagnets
MT mit Erde über Schaltwerk KCx und durch entsprechendes Schließen und Unterbrechen
der Verbindung fortgeschaltet werden. Wenn die Prüfungen an den vier Vierern beendet
sind, ist es erforderlich, das Drehschaltwerk zu veranlassen, in seine Nullstellung
zurückzulaufen. Dies wird durch Relais CS erreicht, welches der Schaltwerkdekade
RLS 1 zugeordnet ist und anspricht, um dadurch die Stellung der Kontakte CS
1 zu ändern und um somit einen Stromkreis für den Fortschaltmagnet
MT über seine eigenen Kontakte MT 1 von jeder Dekade her herzustellen.
Wenn es erforderlich ist, irgendwelche Prüfungen zu eliminieren bzw. zu übergehen,
so wird ein Relais CO von der Schaltwerkdekade RLS 5 betätigt. Diese schließt
Kontakte COy, um dadurch eine Betätigungserde für die Relais TI und
TH anzuschalten, welche den Fortschaltmagnet in der beschriebenen Weise fortschalten.
Außerdem werden die Kontakte COx geschlossen, um dadurch eine Erde für die Betätigung
der Druckschaltwerkrelais vorzusehen. Da die Meßwert-Schaltwerkbetätigungsrelais
in diesem Fall nicht wirksam sind, wird der Leerraummagnet MS in jeder Stelle
quer zur Spalte, entsprechend dem oder den eliminierten Prüfungen, betätigt.