DE1162405B - Kryotrontorschaltung mit zwei Parallelkryotrons - Google Patents
Kryotrontorschaltung mit zwei ParallelkryotronsInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES WTW^ PATENTAMT
Internat. Kl.: H 03 k
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 21 al - 36/18
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
J 22289 VIII a/21 al
22. August 1962
6. Februar 1964
22. August 1962
6. Februar 1964
Die Erfindung betrifft eine Kryotrontorschaltung mit zwei sogenannten Parallelkryotrons, bei denen
Steuerleiter und Torleiter parallel zueinander verlaufen.
Parallelkryotrons haben im normalleitenden Zustand einen höheren ohmschen Widerstand als aus
zwei sich kreuzenden Leitern bestehende Kryotrons ähnlicher Abmessungen. Sie besitzen daher diesen
gegenüber den Vorteil geringerer Schaltzeit, der jedoch durch den Nachteil, daß bei ihnen Steuerleiter
und Torleiter relativ miteinander gekoppelt sind, im allgemeinen wieder aufgehoben wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, diesen Nachteil der bekannten Parallelkryotrons unter Wahrung ihres
Vorteils zu vermeiden. Dies wird in einer Kryotronanordnung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß die beiden Parallelkryotrons derart hintereinandergeschaltet sind, daß
die Ströme im Steuerleiter und Torleiter bei einem Parallelkryotron gleichgerichtet und bei dem anderen
Parallelkryotron einander entgegengerichtet sind.
Brauchen die Parallelkryotrons keine Verstärkereigenschaft aufzuweisen, so wird die Breite der Torleiter
nach einem weiteren Merkmal der Erfindung geringer gewählt als diejenige der Steuerleiter. Dies
hat den Vorteil, daß stets beide Parallelkryotrons gleichzeitig ausgesteuert werden können.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einiger in den Zeichnungen erläuterter Ausführungsbeispiele
näher beschrieben.
In F i g. 1 ist ein Parallelkryotron des zum Stande der Technik gehörenden Typs gezeigt. Dieses Kryotron
besteht aus einem Torleiterstreifen 12, der einen Torleiterabschnitt 12,4 enthält, und zwei Steuerleiterstreifen
14 und 16. Die Leiterstreifen sind übereinander, parallel zueinander und getrennt voneinander
auf eine supraleitende Abschirmplatte 18 aufgebracht. Die Leiterstreifen und die Abschirmplatte
sind durch geeignete Schichten aus Isoliermaterial, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind, gegeneinander
isoliert. Der Torleiterabschnitt 12^4 besteht
aus einem weichen supraleitfähigen Material, z. B. aus Zinn oder Indium, und die übrigen Teile des
Torleiterstreifens 12 sowie die Steuerleiterstreifen 14
und 16 und die Abschirmplatte 18 bestehen aus einem harten Supraleitermaterial, z. B. aus Blei.
Beim Betrieb des Parallelkryotrons von F i g. 1 ist der Torleiterabschnitt 12,4 im supraleitenden Zustand,
solange keine Stromsignale in den Steuerleitern 14 und 16 vorliegen. Durch das Anlegen von
Signalen an einen oder beide der Steuerleiter 14 und 16 entsteht ein magnetisches Feld, das stark genug
Kryotrontorschaltung mit zwei
Parallelkryotrons
Parallelkryotrons
Anmelder:
International Business Machines Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H.-E. Böhmer, Patentanwalt,
Böblingen (Württ.), Sindelfinger Str. 49
Als Erfinder benannt:
Charles J. Bertuch, Somerset, N. J.,
Norman H. Meyers, Chappaqua, N. Y.
(V. St. A.)
Charles J. Bertuch, Somerset, N. J.,
Norman H. Meyers, Chappaqua, N. Y.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 23. August 1961
(Nr. 133 528)
ist, um den aus weichem Supraleitermaterial bestehenden Torleiterabschnitt 12^4 normalleitend zu
machen. Der dadurch in den Torleiterstreifen 12 eingeführte Widerstand kann benutzt werden, um eine
Spannungsanzeige zu liefern oder um einen in dem Torleiterstreifen fliessenden Strom in einen damit
parallel geschalteten supraleitenden Pfad umzuleiten.
Die Streifen 12, 14 und 16 sind viel breiter als dick. Ihre Stärke liegt bei etwa 10 000 Angström
oder darunter. Die Stärke des Torleiters ist vorzugsweise merklich größer als die Eindringtiefe des
supraleitenden Torleitermaterials bei der Betriebstemperatur der Vorrichtung. Bei diesem Aufbau,
d. h. mit dünnen, ebenen Tor- und Steuerleitern und dünnen trennenden Isolierschichten, arbeitet die
Vorrichtung beim Anlegen von Signalen an einen einzigen Steuerleiter oder an zwei übereinanderliegende
Steuerleiter, wie z. B. 14 und 16, im wesentliehen gleich.
F i g. 2 zeigt die Übergangskurve 20 für den Torleiterabschnitt 12^4 von Fig. 1. In dieser Figur ist
der Torleiterstrom/g als Ordinate und der reine
Steuerleiterstrom /,. als Abszisse aufgetragen. Bei Steuer- und Torstromwerten, die Orte unterhalb der
Kurve darstellen, ist der Torleiterabschnitt 12,4 supraleitend, und bei Tor- und Steuerleiterstromwer-
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ten, die Orte oberhalb der Kurve darstellen, ist der Torleiterabschnitt normalleitend. Zweckmäßigerweise
wird die Wirkungsweise dieser Vorrichtungen mit den Ausdrücken parallel oder antiparallel erläutert,
wobei der Ausdruck parallel besagt, daß die Steuer- und Torleiterstöme in derselben Richtung
angelegt werden, und der Ausdruck antiparallel, daß diese Ströme in entgegengesetzter Richtung angelegt
werden. Es sei noch bemerkt, daß spiegelbildliche Ströme sowohl von Ig als auch von Ic in der Abschirmplatte
18 direkt unter den Streifen 12, 14 und 16 zurückfließen.
In der Vorrichtung von Fig. 1 sind die Steuer-
und Torleiter gleich breit, und bei diesem Aufbau spricht, wie es Fig. 2 zeigt, die Vorrichtung auf in
derselben Richtung angelegte Ströme wesentlich anders an als auf in entgegengesetzter Richtung angelegte
Ströme. Der Wert Igc (F i g. 2) stellt den Wert
des Torleiterstroms dar, der bei Nichtvorliegen von Strom lc in dem Steuerleiter wirksam ist, um den
Torleiter normalleitend werden zu lassen. Die Werte -rlcc und — Icc stellen den kritischen Strom dar,
der in dem Steuerleiter nötig ist, um bei Nichtvorliegen von Torleiterstrom den Torleiter normalleitend
zu machen. Aus der Kurve 20 geht hervor, daß der kritische Strom, den der Torleiter führen kann, ohne
normalleitend zu werden, erhöht wird, wenn Steuerleiterstrom in der entgegengesetzten Richtung angelegt
wird, d. h., wenn die Vorrichtung antiparallel betrieben wird. Wenn der angelegte Steuerstrom dieselbe
Richtung hat wie der Torstrom, wird die Strommenge, die der Torleiter führen kann, ohne
normalleitend zu werden, wesentlich reduziert, wie es die Kurve erkennen läßt.
Bei einer der Hauptbetriebsarten von solchen Parallelkryotrons werden zwei Steuerleiter verwendet,
wie sie Fig. 1 zeigt. Dem einen Steuerleiter wird ständig ein Vorspannstrom zugeführt, und der andere
empfängt Steuerstromsignale, wodurch der Torleiterabschnitt zwischen dem supraleitenden und dem
normalleitenden Zustand umgesteuert wird. In vielen solchen Schaltungen ist der Torleiter mit dem Steuerleiter
einer zweiten Vorrichtung des gleichen Typs in Reihe geschaltet. Für diese Betriebsart ist es erforderlich,
daß die Vorrichtung stromverstärkend wirkt, d. h., daß das Signal, das dem Signalsteuerleiter
zugeführt werden muß, um den Torleiter normalleitend zu machen, kleiner ist als der Strom, den
der Torleiter führen kann, ohne normalleitend zu werden. Wenn in Verbindung mit Fig. 1 und 2 angenommen
wird, daß der Steuerleiter 14 der Vorspannleiter und der Steuerleiter 16 der Signalsteuerleiter
sind, wird ein Strom in der negativen Richtung gleich dem in F i g. 2 gezeigten Wert I2 als Vorspannstrom
dem Leiter 14 zugeführt. Gleichzeitig wird ein Torstrom in der in Fig. 1 angegebenen Richtung,
der die in Fig. 2 gezeigte GrOBeZ1 hat, dem Torleiterstreifen
12 (F i g. 1) zugeführt. Beim Anlegen dieser Ströme an den Vorspannsteuerleiter und den
Torleiter befindet sich der Arbeitspunkt am Punkt« in F i g. 2, der zwischen den beiden Linien 22 und 24
liegt. Die Linie 22 stellt die Neigung des äußersten linken Teils der Arbeitskurve 20 dar, und die Leitung
24 ist eine im Winkel von 45° verlaufende Linie, deren Neigung gleich 1 ist. Um effektiv eine
Verstärkung zu erreichen, muß die Neigung des linken Teils der Kurve 20, der durch die Linie 22 dargestellt
wird, größer als 1 sein, und der Arbeitspunkt α muß bei angelegtem Vorspann- und Torstrom
links von der Linie 24 liegen, die die Neigung 1 hat.
Wenn der Torleiterabschnitt 12,4 von Fig. 1
normalleitend gemacht werden soll, wird ein Signal der in F i g. 2 gezeigten Stromstärke I3 dem Signalsteuerleiter
16 von F i g. 1 zugeführt. Beim Anlegen dieses Signals befindet sich der Arbeitspunkt am
Punkt b, und der Torleiterabschnitt 12 A ist normalo
leitend. Wenn der Torleiterstreifen mit einem weiteren supraleitfähigen Streifen parallel geschaltet ist
und der Strom I1 dann aus dem Streifen 12 Λ abgeleitet
wird, befindet sich der Arbeitspunkt am Punkt c, und in diesem Falle bleibt der Torleiter
normalleitend. Nach der Stromumleitung wird danach das an den Signalsteuerleiter 16 gelegte Signal I3
entfernt, und der Torleiter wird wieder supraleitend (Punkt d), wobei kein Strom in den Torleiterabschnitt
fließt. Die Vorrichtung nimmt erneut ihren Ausao gangszustand am Punkt α an, wenn der Strom I1 in
den Torleiterstreifen 12 zurückgeschaltet wird. Die durch das Quadrat a be d dargestellte Operation ist
der normale Fall, der vorliegt, wenn die Steuer- und Torleiter verschiedener Parallelkryotrons in
Reihe liegen und eine solche Vorrichtung die andere steuert. In diesem Falle ist der Steuerleiterstrom für
die eine Vorrichtung gleich dem Torleiterstrom für eine andere Vorrichtung, und daher sind die Ströme I1
und /3 gleich. Die tatsächliche Verstärkung ist in einer solchen Schaltung gleich 1, aber wie aus
Fig. 2 hervorgeht, ist es möglich, den Torleiterabschnitt
ί2Α mit einem Signal, dessen Größe unter I3 liegt, in den normalleitenden Zustand zu bringen,
wobei dann die Verstärkung größer als 1 ist. Es ist nicht immer eine 1 überschreitende Verstärkung
erforderlich. Andere Betriebsarten von Parallelkryotrons lassen sich z. B. mit Hilfe eines
einzigen Steuerleiters erreichen, der mit einem genügend großen Strom erregt wird, um den Torleiter
normalleitend zu machen. Das dem Steuerleiter zugeführte Signal ist dann größer als der von dem Torleiter
geführte Strom.
Wenn in Parallelkrytrons eine Verstärkung erzielt wird, so geschieht das nur als Ergebnis der Verwendung
eines Vorspannstroms in Verbindung mit den Steuersignalen. Das ist nur bei einer Vorrichtung
möglich, bei der die Arbeitskurve eine 1 überschreitende Neigung hat, wie es F i g. 2 zeigt. Um dies zu
erreichen, muß die Stärke des Torleiterabschnitts 12 A des Parallelkryotrons größer als die Eindringtiefe
seines Materials bei der Betriebstemperatur sein. Die Beziehung zwischen dem Verhältnis der
Stärke des Torleiterabschnitts 12A zu seiner Eindringtiefe / bei Betriebstemperatur und der Verstärkung
G des Parallelkryotrons, die durch die Neigung des linken Teils der Kurve 20 in F i g. 2 dargestellt
wird, ist in F i g. 3 gezeigt. Für das Kryotronmaterial, dessen Eigenschaften in Fig. 3 aufgetragen sind,
muß das Verhältnis von Torleiterstärke zu Eindringtiefe gleich 3,0 sein, um eine Verstärkung G gleich 1
zu erzeugen, d. h. eine Kurve, bei der die Neigung des linken Kurventeils genau gleich der Neigung der
Linie 24 in F i g. 2 ist. Bei Erhöhung des Verhältnisses zwischen Stärke und Eindringtiefe erhält man
gemäß Fig. 3 höhere Verstärkungsgrade.
Fig. 4 und 5 zeigen die Kennlinien von Parallelkrytrons
der in F i g. 1 gezeigten Art, bei denen der Steuerleiter breiter als der Torleiter ist. In diesen
Figuren ist jeweils die Kurve20 von Fig. 2, welche
die Kennlinie für gleich breite Steuer- und Torleiter ist, gestrichelt eingezeichnet. Fig. 4 stellt die ausgezogene
Kurve 30 die Kennlinie eines Parallelkryotrons dar, dessen Torleiter dieselbe Breite hat wie
der, dessen Kennlinien durch die Kurve 20 dargestellt ist, und dessen Steuerleiter breiter ist. Da die
Torleiter für die Kurven 20 und 30 gleich breit (und gleich stark) sind, sollte man auch erwarten, daß der
kritische Eigenstrom Igc beider Vorrichtungen derselbe
ist. Der breitere Steuerleiter erzeugt jedoch einen Effekt ähnlich dem einer zweiten Abschirmschicht,
so daß der kritische Torstrom Igc der Vorrichtung
von Kurve 30 etwas höher ist. Da der Steuerleiter für die der ausgezogenen. Kurve 30 entsprechende
Vorrichtung breiter ist als der für die Vorrichtung, der die gestrichelte Kurve 20 entspricht,
ist der Strom, der in dem breiteren Steuerleiter nötig ist, um den zugeordneten Torleiter normalleitend zu
machen, größer als der in dem schmaleren Steuerleiter erforderliche. Die Punkte, wo die Kurve 30 die
Ordinate (Igc) und die Abszisse (Icc) von Fig. 4
kreuzt, sind daher vom Ursprungspunkt weiter entfernt als die Schnittpunkte für die gestrichelte Kurve
20. Ein weiterer und bedeutsamer Unterschied zwischen den Kurven20 und 30 von Fig. 4 besteht
darin, daß die Kurve 30 in bezug auf die Ordinate symmetrisch ist. Das Parallelkryotron, bei dem der
Steuerleiter breiter ist als der Torleiter, spricht ohne Rücksicht auf die Richtung der Steuer- und Torleiterströme
immer in derselben Weise an. Außerdem liegt bei beiden äußeren Teilen der Kurve 30 die
Neigung unter 1, so daß eine solche Vorrichtung selbst mit einer Vorspannung nicht so betrieben werden
kann, daß sie eine Verstärkung des Wertes 1 oder darüber aufweist.
In Fig. 5 beschreibt die Kurve 40 ebenfalls ein
Parallelkryotron, bei dem die Steuerleiter breiter als der Torleiter ist. Das Verhältnis der Kurve 40 zu der
Kurve 20, die eine Vorrichtung mit gleich breiten Steuer- und Torleitern darstellt, ist anders als das
zwischen den Kurven30 und 20 von Fig. 4, da die
der Kurve 40 von F i g. 5 entsprechende Vorrichtung einen Steuerleiter derselben Breite wie bei der Vorrichtung
der Kurve 20, aber einen schmaleren Torleiter hat. Die Kurven 20 und 40 kreuzen daher
beide die Abszisse an derselben Stelle, während die Kurve 40, die die Vorrichtung mit dem schmaleren
Torleiter darstellt, einen niedrigen Wert des kritischen Torstroms Igc hat. Wie es die Linie 24 und die Neigung
der Kurve 40 an beiden Endteilen zeigen, kann eine Torsteuervorrichtung dieser Art selbst mit einer
Vorspannung nicht so betrieben werden, daß sie eine über 1 liegende Verstärkung erzielt.
Fig. 7 stellt eine Parallelkryotron-Torsteuervorrichtung
gemäß der Erfindung dar. Diese Vorrichtung besitzt alle Attribute von Parallelkryotrons im
allgemeinen. Sie weist aber keine induktive Kopplung zwischen den Steuer- und Torleitern auf. In
der etwas schematisch gehaltenen Darstellung von F i g. 7 sind nur die Steuer- und Torleiter selbst gezeigt,
während die Abschirmung ■ und die Isolierschichten, die bei Herstellung der tatsächlichen Vorrichtung
verwendet werden, weggelassen worden sind, um die Zeichnung nicht zu sehr zu komplizieren.
Ein Leiterstreifen 50 ist der Torleiter und ein Leiterstreifen 52 der Steuerleiter. Der Streifen 52 enthält
zwei Abschnitte 52,4 und 525, die über entsprechenden Abschnitten 50 v4 und 5OB des Torstreifens
50 angeordnet sind. Die Steuerleiterabschnitte 52 A und 52 5 bilden mit den Torleiterabschnitten
50^4 bzw. 505 zwei Parallelkryotrons.
Wie es die Schraffierung in der Figur veranschaulicht, sind beide Torleiterabschnitte 5QA und 505 aus
weichem Supraleitermaterial hergestellt, während die übrigen Teile des Torleiters 50 und der ganze Steuerleiter
52 aus hartem Supraleitermaterial bestehen.
ίο Die Torleiterabschnitte 50 Λ und 505 sind schmaler
als die Steuerleiterabschnitte 52 A und 525. Die beiden Kryotrons haben daher symmetrische Kennlinien
der durch die Kurven 30 und 40 in Fig. 4 und 5 dargestellten Art. Das Ansprechen des weichen
Supraleitermaterials in dem Torabschnitt 5QA
oder 505 ist einzig und allein von der Größe der von ihm und dem angrenzenden Steuerabschnitt geführten
Stromsignale und in keiner Weise von den relativen Richtungen des in diesen beiden Elementen
der Schaltvorrichtung fließenden Stroms abhängig.
Wenn der Strom in dem Torleiter 50 in der durch den Pfeil Ig (F i g. 7) angedeuteten Richtung und der
Steuerleiterstrom in der durch den Pfeil Ic angegebenen
Richtung fließt, fließt der Strom im Steuerleiterabschnitt 52 A in derselben Richtung wie in dem
Torleiterabschnitt 50/1, der unmittelbar darunter liegt, während in dem Steuerleiterabschnitt 525 der
Strom gegenüber dem im Torleiter 505 fließenden Strom in entgegengesetzter Richtung fließt. Das eine
Kryotron 51A wird also parallel und das andere
Kryotron 515 antiparallel betrieben. Da die Arbeitsweise der Vorrichtungen, bei denen die Steuerleiterabschnitte
breiter als die Torleiterabschnitte sind, wie oben erwähnt, nicht von relativen Stromflußrichtungen
abhängig ist, werden die Torleiterabschnitte 50 ./4 und 505 in genau derselben Weise gesteuert,
beide werden gleichzeitig normalleitend und gleichzeitig supraleitend. Die relative Richtung des Stromflusses
zwischen den Abschnitten 50,4 und 52,4 ist der zwischen den Abschnitten 505 und 525 gerade
entgegengesetzt, so daß ein genauer Ausgleich jeder induktiven Kopplung stattfindet und die resultierende
induktive Kopplung zwischen dem Steuerleiter 52 und dem Torleiter 50 gleich Null ist. Es muß betont
werden, daß diese induktive Kopplung zwischen den Steuer- und Torleitern innerhalb der Torsteuervorrichtung
selbst auf Null reduziert wird. Die beiden Abschnitte 50/1 und 505 sind benachbarte Teile des
Torleiters 50, und die beiden Steuerabschnitte 52,4 und 525 sind benachbarte Teile des Steuerleiters 52.
Dies ist sehr wichtig, denn wenn alle möglichen schädlichen Wirkungen einer induktiven Kopplung
zwischen Steuer- und Torleitern ausgeschaltet werden sollen, muß die Aufhebung der induktiven Kopplung
innerhalb eines Raumes in der Schaltung bewirkt werden, der kurzer ist als die Wellenlänge des
Signals mit der höchsten Frequenz, das verarbeitet werden soll. Das wird am besten durch den Einbau
der induktiven Aufhebung in die Torsteuervorrichtung selbst erreicht, wie es in den hier beschriebenen
Ausführungsbeispielen der Erfindung gezeigt wird.
Das in Fig. 8 gezeigte Ausführungsbeispiel gleicht größtenteils dem von Fig. 7 und unterscheidet sich
von diesem nur dadurch, daß der Torleiter, der in F i g. 8 die Bezugsziffer 60 trägt, die Form einer Acht
hat und der Steuerleiter62 von Fig. 8 als gerade
Linie angeordnet ist. In jeder anderen Hinsicht gleichen die Torsteuervorrichtungen von Fig. 7
und 8 einander funktionsmäßig. Es besteht keine induktive Kopplung zwischen den Steuer- und Torleitern,
und jedes Ausführungsbeispiel enthält zwei Torleiterabschnitte, die unter der Steuerung von den
Steuerleitern zugeführten Signalen normalleitend werden. Der Unterschied in den beiden Ausführungsbeispielen besteht darin, daß in dem Ausführungsbeispiel von F i g. 7 der Steuerleiter 52 länger ist und
eine höhere Induktivität aufweist, während in dem Ausführungsbeispiel von F i g. 8 der Torleiter 6
länger ist als der Steuerleiter 62 und eine höhere Induktivität hat.
Besonders sei bei den Ausführungsbeispielen von F i g. 7 und 8 auf die Tatsache hingewiesen, daß
jeder der Punkte, wo eine Kopplung zwischen dem Steuerleiterstreifen und dem Torleiterstreifen besteht,
tatsächlich ein Parallelkryotron ist, und zwar hat die Torsteuervorrichtung von F i g. 7 zwei Torleiterabschnitte
SOA und 50 B, die normalleitend gemacht werden, und die Torsteuervorrichtung von F i g. 8
hat zwei Torleiterabschnitte 60,4 und 6OB, die normalleitend
gemacht werden. Der Gesamtwiderstand jeder dieser Parallel-Torvorrichtungen ist bei Beseitigung
der induktiven Kopplung zwischen den Steuer- und Torleitern höher als der durch ein einziges
Parallelkryotron der üblichen Auslegung erreichbare. Dieser erhöhte Widerstand ist in vielen
Anwendungen von größter Wichtigkeit, und obwohl die Torvorrichtungen von F i g. 7 und 8 keine den
Wert 1 übersteigende Verstärkung aufweisen, können sie vorteilhaft als Abfühlkryotrons verwendet werden,
deren Ausgangsspannungen das Vorhandensein von Strom in einer Leitung darstellen, oder als
Treiberkryotrons zum Anlegen von Signalen an lange supraleitfähige Übertragungsleitungen.
Soll eine Vorrichtung wie die in F i g. 7 oder 8 gezeigte als Kryotron zum Abfühlen des Vorhandenseins
oder Fehlens von Strom in einer Supraleiterleitung, die den Steuerleiter der Vorrichtung enthält,
verwendet werden, wird dem Torleiter der Vorrichtung Strom zugeführt, und der Ausgang hat die Form
einer am Torleiter erzeugten Spannung, wenn der zugeordnete Steuerleiter erregt wird. Bei dieser Betriebsart
ist es erwünscht, eine möglichst große Spannungsanzeige zu erlangen. Wenn jedoch der den Torwerden,
daß keine Wärmesperrung des Torleiters erfolgt. Unter Wärmesperrung wird diejenige Eigenschaft
von supraleitfähigen Torleitern verstanden, durch die sie, wenn sie einmal durch ein angelegtes
Feld normalleitend gemacht worden sind, während sie einen wahrnehmbaren Torleiter-Gleichstrom
führen, nach Wegnahme des angelegten Feldes im normalleitenden Zustand gesperrt gehalten werden,
solange weiterhin der Torleiter-Gleichstrom fließt. Die Erscheinung der Wärmesperrung darstellende
Kurven sind in F i g. 6 dargestellt, wo der Widerstand R eines Torleiters in bezug auf das an den
Torleiter angelegte Feld H für drei verschiedene Torstromwerte im Torleiter aufgetragen ist. Die drei
Werte des Torstroms sind mit Ix v Ig2, Ig3 bezeichnet;
der Strom Ig x ist kleiner als der Strom Ig 2,
der wiederum kleiner als der Strom Iga ist. Aus
der Zeichnung ist zu ersehen, daß beim Fließen des größeren Stroms IKS ein kleineres angelegtes
Feld Ti1 nötig ist, um den Torleiter normalleitend
zu machen. Bei Wegnahme dieses angelegten Feldes bleibt der den Strom Ig 3 enthaltende Torleiter
normalleitend, bis der Strom vollständig aus dem Torleiter entfernt wird. Das beruht auf der Tatsache,
daß, nachdem der Torleiter einmal normalleitend geworden ist, der Strom in dem Torleiter eine Erwärmung
I2 R erzeugt, wodurch die Temperatur des Torleiters auf einen Punkt erhöht wird, bei dem der
Strom Ig 3 genügt, um ihn normalleitend zu halten.
Wenn ein kleinerer Strom Ig2 in dem Torleiter fließt,
ίο ist ein etwas größeres angelegtes FeIdZZ3 erforderlich,
um den Torleiter normalleitend zu machen. Bei Verminderung der Stärke des angelegten Feldes auf
den Wert H3 wird jedoch der Torleiter nicht supraleitend,
solange er den Strom ZÄ2 führt, sondern bleibt normalleitend, bis die Stärke des angelegten
Feldes unter den Wert ZZ2 sinkt. In diesem Falle erzeugt die Erwärmung des Torleiters eine Hysterese
im Übergang zwischen dem supraleitenden und dem normalleitenden Zustand. Wenn im Torleiter der
Strom Ζ,, j fließt, der kleiner als die Ströme Ig 2 und
Ig3 ist, ist ein größeres angelegtes FeIdZi4 nötig, um
den Torleiter normalleitend zu machen, aber dabei ist die Erwärmung nicht groß genug, um eine wahrnehmbare
Hysterese in die Übergangscharakteristik für den Torleiter einzuführen, und daher macht er
einen Übergang aus dem supraleitenden in den normalleitenden Zustand und dann zurück aus dem
normalleitenden in den supraleitenden Zustand durch bei demselben Wert des angelegten Feldes.
Bei Verwendung einer Paralleltorsteuervorrichtung des in F i g. 7 und 8 gezeigten Typs als Ausgangstorleiter
wird die Größe der Temperaturänderung, die ohne Wärmesperrung zulässig ist, genau bestimmt
durch die Amplitude des Steuerstromsignals, das zur Verfügung steht, um das Abfühlkryotron um
seine Hystereseschleife herum auszusteuern. Der maximal zulässige Temperaturanstieg wird hier mit
AT bezeichnet. Dieser Parameter sowie die thermischen Eigenschaften des Torleiters selbst in der
Umgebung, die hier durch eine Konstante K bezeichnet wird, begrenzen die Energie P, die in dem
Kryotron verbraucht werden kann, wenn dieses in Betrieb ist, ohne daß die thermische Hystereseschleife
größer als das verfügbare Steuerstromsignal wird. Die durch den Torleiter verbrauchte Energie
ist außerdem gleich —, d. h. dem Verhältnis des
Quadrats der in dem Torleiter erzeugten Spannung zu dem Widerstand des Torleiters selbst. Aus diesen
Beziehungen geht hervor, daß:
V % Zulässige Energie = ~ = KAT.
Diese Gleichung kann auch wie folgt geschrieben werden:
F/ = KAT Rg.
Aus dieser letzten Gleichung ist ersichtlich, daß durch Erhöhung des Torleiterwiderstandes höhere
Spannungssignale erreicht und die Wärmesperrung vermieden werden können, während die Versuche,
höhere Spannungssignale durch Erhöhung des Torleiterstroms zu erzielen, eine Wärmesperrung hervorrufen.
Was die Kennlinien von F i g. 4 und 5 betrifft, so muß zweckmäßigerweise für eine Anwendung
dieser Art der Torleiter möglichst schmal sein, um z.B. eine Kennlinie wie die Kurve40 in Fig. 5 zu
erreichen. Bei den Torsteuervorrichtungen des in F i g. 7 und 8 gezeigten Typs sind die Torleiter
schmaler als die Steuerleiter, wodurch sie ideal zum Erzeugen von Ausgangssignalen mit hohem Widerstand
werden. Dieses Attribut wird noch dadurch verstärkt, daß in jeder dieser Vorrichtungen zwei
schmale Torleiterabschnitte unter der Steuerung der dem Steuerleiter zugeführten Signale normalleitend
gemacht werden.
Das Ausführungsbeispiel von F i g. 9 weist dieselbe geometrische Anordnung auf wie das von F i g. 8,
von dem es sich dadurch untercheidet, daß die Torleiterabschnitte dieselbe Breite wie die Steuerleiterabschnitte
haben. Die Vorrichtung besteht aus zwei Kryotrons 7IyI und 71B. Das Kryotron 715 besteht
aus dem Steuerleiterabschnitt 72 B und dem Torleiterabschnitt 70S, in denen Ströme in entgegengesetzten
Richtungen fließen, und daher wird dieses Kryotron antiparallel betrieben. Das andere Kryotron
71A besteht aus dem Torleiterabschnitt 7(M
und dem Steuerleiterabschnitt 72^4. In diesem Kryotron fließen der Steuer- und der Torstrom in derselben
Richtung, und es wird parallel betrieben. Da die Steuer- und Torleiterabschnitte der beiden
Kryotrons gleich breit sind, hat das antiparallele Kryotron 71B eine andere Kennlinie als das parallele
Kryotron 71A. Aus diesem Grunde besteht in dem
Ausführungsbeispiel von F i g. 9 nur der Torleiterabschnitt 70 B des antiparallelen Kryotrons 71B aus
weichem Supraleitermaterial, während der Torleiterabschnitt 70 A ebenso wie die übrigen Teile der Vorrichtung
aus hartem Supraleitermaterial besteht. Bei dieser Konstruktion ist das parallele Kryotron 71/4,
das aus den aus hartem Supraleitermaterial bestehenden Steuer- und Torleiterabschnitten 72 A und 70 A
besteht, tatsächlich ein Blindkryotron, und beim Betrieb der Vorrichtung wird in den Tonleiterabschnitt
dieses Kryotrons kein Widerstand eingeführt. Die einzige Aufgabe des Blindkryotrons besteht darin,
die induktive Kopplung zwischen den Steuer- und Torleitern der Vorrichtung auszugleichen. Es sei
darauf hingewiesen, daß sowohl in diesem als auch in den anderen Ausführungsbeispielen die induktive
Kompensation in der Vorrichtung selbst auf dem kürzestmöglichen Raum stattfindert, so daß die Vorrichtung
mit vollständiger Aufhebung der induktiven Signale in mit sehr hoher Geschwindigkeit arbeitenden
Schaltungen benutzt wird.
Die Betriebsmerkmale der Vorrichtung von F i g. 9 werden einzig und allein durch die Merkmale des
antiparallelen Kryotrons 71B bestimmt, und daher
wird die Übergangskennlinie der Vorrichtung durch den links von der Ordinatenachse liegenden Teil der
Kurve 20 in F i g. 2 dargestellt. Die Vorrichtung kann in derselben Weise wie die Vorrichtungen von
F i g. 1 so betrieben werden, daß sie eine Verstärkung bewirkt. Ein Vorspannstrom wird ständig an
den Steuerleiter 72 oder an einen zweiten, getrennten Vorspannsteuerleiter angelegt; Schaltsignale werden
dem Steuerleiter 72 in Gegenwart dieses Vorspannstroms zugeführt.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Fig. 10; dieses gleicht dem Ausführungsbeispiel von F i g. 9 insofern, als eins der beiden die
Vorrichtung bildenden Kryotrons ein Blindkryotron ist. Dieses Blindkryotron 81A wird parallel befließt,
wird das Kryotron 815 antiparallel betrieben Arbeitskryotron ist, wird antiparallel betrieben. In
dem Ausführungsbeispiel von Fig. 10 enthält der Torleiter 80 einen aus hartem Supraleitermaterial bestehenden
Blind-Torleiterabschnitt 80/1, der mit
dem eigentlichen, aus weichem Supraleitermaterial bestehenden Torleiterabschnitt 80 B in Reihe geschaltet
ist. Der Strom fließt in diesen beiden hintereinandergeschalteten Torleiterabschnitten in der
durch den Pfeil Ig angedeuteten Weise. Der Steuerleiterabschnitt
82 enthält zwei parallele Abschnitte 82 A und 82 B, und der diesem Steuerleiter 82 zugeführte
Strom Ic teilt sich auf diese beiden Abschnitte auf. Die Anordnung ist so ausgelegt, daß die
beiden Parallelabschnitte die gleiche Induktivität haben, so daß sich der angelegte Strom zu gleichen
Teilen zwischen diese beiden Abschnitte, die vollständig supraleitend sind, aufteilt. Wenn nun der
Steuerleiterstrom Ic in der angedeuteten Richtung im
Steuerabschnitt 82 B und der Torleiterstrom Ig in der
entgegengesetzten Richtung im Torabschnitt 80S fließt, wird das Kryotron 81B antiparallel betrieben
und kann daher entweder mit einer Vorspannung des
ao Steuerleiters 82 oder mit einer Vorspannung eines besonderen Vorspannsteuerleiters betrieben werden,
um eine Stromverstärkung zu erzielen. Zwischen dem Steuerleiter 82 und dem Torleiter 80 der Gesamtvorrichtung
besteht keine induktive Kopplung, da durch die Kopplung des einen Kryotrons der Vorrichtung
die des anderen Kryotrons aufgehoben wird.
Beim Betreiben der Vorrichtung von F i g. 10 wird natürlich nur die Hälfte des tatsächlich zugeführten
Steuerleiterstroms durch den wirksamen Steuerleiterabschnitt 82 B des antiparallelen Kryotrons
81B geleitet. Aus diesem Grunde ist es bei dieser Vorrichtung schwieriger, eine Verstärkung zu
erzielen, als bei der in F i g. 9 dargestellten Vorrichtung. Zum Beispiel geht aus den Kennlinien von
F i g. 2 hervor, daß eine Verstärkung in der Vorrichtung des in Fig. 10 gezeigten Typs erreicht werden
kann, bei der der Arbeitspunkt etwas links von dem in dieser Figur gezeigten Punkt liegt. Ein dem
Wert I2 übersteigender Vorspannstrom wird entweder
dem einzigen Steuerleiter oder einem Vorspannsteuerleiter der Vorrichtung zugeführt, so daß
der Arbeitspunkt etwas rechts vom äußersten linken Teil der Arbeitskurve 20 liegt. Bei Vorspannung auf
diesen Punkt kann ein extrem kleines Signal verwendet werden, um den Torleiter825 von Fig. 10
in den normalleitenden Zustand zu schalten, und dieses Signal kann kleiner sein als der halbe Stromwert I1 in Fi g. 2, den der Torleiter führen kann,
ohne normalleitend zu werden. Eine Gesamtverstärkung wird also insofern erreicht, als das Signal, das
nötig ist, um beim Anlegen an den Steuerleiter 82 den Torleiter 80 umzuschalten, nicht größer zu sein
braucht als der Strom, der im Torleiter 80 fließt.
Obwohl bei der Konstraktion von Fig. 10 mit
parallelen Steuerleitern eine Verstärkung schwieriger zu erreichen ist, ist die Induktivität des Steuerleiters
bei parallel geschalteten Steuerleiterabschnitten niedriger als für Vorrichtungen des in F i g. 7, 8 und 9
gezeigten Typs, wo die beiden Steuerleiterabschnitte in Reihe liegen. Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung
von F i g. 10 gegenüber den vorstehend beschriebenen beruht darauf, daß die beiden Kryotrons 81/1
und 81B, die die Induktivitätsaufhebung bewirken,
nebeneinander anstatt aneinander angeordnet sind.
In den Vorrichtungen von F i g. 7, 8 und 9 sind die beiden Kryotronabschnitte entlang der Längsachse der
Vorrichtung aneinander angrenzend angeordnet, während bei der Vorrichtung von F i g. 10 die bei-
409 507/371
11 12
den Kryotrons nebeneinanderliegen. Bei der tatsäch- Form und enthält vier Abschnitte 10(M 1, 100,4 2,
liehen Konstruktion der Vorrichtung dieses Typs ist 10051, und 10052. Der Torstrom Ig fließt durch
die Längenabmessung der Gesamtvorrichtung viel die hintereinandergeschalteten Torleiterabschnitte
größer als die Breitenabmessung. Um eine vollkom- 10051, 10052, 100Λ 2 und 100Λ 1. Die Vorrichmene
induktive Kompensation zu erreichen, muß 5 tung von Fig. 12 umfaßt zwei parallele Blindnicht
nur die Länge des Kryotrontor- und -Steuer- kryotrons 101,4 und zwei antiparallele echte Kryoleiters
für die parallelen und antiparallelen Abschnitte trons 1015. Das erste dieser antiparallelen Kryotrons
gleich sein, sondern auch die Stärke des Isolier- umfaßt den Steuerabschnitt 1025 und den Tormaterials,
das die benachbarten Elemente vonein- abschnitt 10051, und die Ströme fließen in diesen
ander und von der Abschirmungsplatte trennt, muß io beiden Leitern in entgegengesetzter Richtung. Der
gleich sein. Bei der Herstellung einer Vorrichtung Torabschnitt 10051 besteht aus weichem Suprader
in Fig. 10 gezeigten Art ist es möglich, dieses leitermaterial. Ein zweites antiparalleles Kryotron
Ergebnis selbst dann zu erzielen, wenn sich die umfaßt den anderen Torabschnitt 10052 und dea-Stärke
des Isoliermaterials entlang der Längsachse jenigen Teil der Abschirmung 108, der direkt unteretwas
verändert, solange die Stärke des Isolier- 15 halb des Torabschnitts 100S2 liegt. Dieser Teil der
materials über die Breite der Vorrichtung hinweg Abschirmung führt einen Abschirmungsstrom /s, der
gleichbleibt. Da die Breitenabmessung bei weitem tatsächlich ein Ebenbild des im Steuerleiterabschnitt
die kleinere Dimension der Vorrichtung ist, ist es 1025 fließenden Stroms Ic ist. Bei Anordnungen der
leichter, eine solche Vorrichtung unter Einhaltung gezeigten Art, bei denen jeder der Leiter wesentlich
einer einheitlichen Isolierschichtstärke über die viel 20 breiter als dick ist und der Abstand zwischen den
kleinere Breitenabmessung hinweg herzustellen, als Leitern sehr klein ist, ist der Strom /s in der Abdie
Stärke über die ganze Länge der Vorrichtung schirmung etwa gleich dem Strom Ic im Steuerleiter,
hinweg einheitlich zu halten. Daher ist der Torabschnitt 10052 ebenfalls aus
Wie man in Fig. 10 sieht, ragt der aus weichem weichem Supraleitermaterial hergestellt, und die bei-
Supraleitermaterial bestehende Abschnitt 805 nicht 35 den Torabschnitte 10051 und 10052 werden nor-
unter dem zugehörigen Steuerleiterabschnitt 825 malleitend gemacht unter der Steuerung der dem
hervor, sondern endet an den Punkten 835 und Steuerleiter 102 zugeführten Signale, wodurch ein
845, um nicht dem Feld ausgesetzt zu werden, das Strom Ic im Steuerleiterabschnitt 1025 und ein
an der Knickung des Steuerleiters entsteht. Bei der Ebenbildstrom /s in der Abschirmplatte 108 ent-
Aufdampfung dieser Vorrichtung muß an den An- 30 stehen.
schlußpunkten 835 und 845 eine übereinander- Ein ebensolches Kryotronpaar wird in der anderen
greifende Anordnung von weichem und hartem Seite der Anordnung gebildet, und zwar ein Kryotron
Supraleitermaterial verwendet werden. Um eine ein- durch den Steuerleiterabschnitt 102 A und den beheitliche
Kopplung in beiden Teilen der Vorrichtung nachbarten Torleiterabschnitt 100 Λ 2 und das zweite
zu erhalten, ist an den Punkten 83 A und 84,4 eine 35 durch den Torleiterabschnitt 100/41 und den anähnliche
Überlappung des harten Supraleitermaterials grenzenden Teil der Abschirmung 108. Bei diesen
des Blind-Torleiterabschnitts 80,4 vorgesehen. Ahn- beiden Kryotrons fließt jedoch der Strom im Torliche
Überlappungen sind in der Vorrichtung von und im Steuerleiter in derselben Richtung, und daher
Fig. 9 vorgesehen, die ebenfalls ein Blindkryotron bestehen die Torabschnitte 100A 1 und 100/12 aus
enthält. In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 7 40 hartem Supraleitermaterial.
und 8, in dem beide Torleiterabschnitte aus weichem Die Vorrichtung von Fig. 12 ist insofern vorteil-
Supraleitermaterial bestehen, entsteht die Über- haft, als sie einen relativ hohen Widerstand enthält,
lappung notwendigerweise in beiden Kryotrons unter denn sie enthält zwei Torleiterabschnitte, die nor-
Verwendung normaler Aufdampfungsverfahren. malleitend gemacht werden. Die Vorrichtung weist
Die Torsteuervorrichtung von Fig. 11 enthält wie 45 eine relativ niedrige Induktivität auf, da der Steuer-
die von F i g. 10 ein wirksames antiparalleles Kryo- leiter 102 relativ kurz ist und der Torieiter zweiadrig
tron915 und ein blindes paralleles Kryotron 91,4. hergestellt ist. Gleichzeitig werden alle Vorteile von
Diese Kryotrons bestehen aus zwei Torleiter- Parallelkryotrons erzielt, ohne daß eine induktive
abschnitten 90,4 und 905 eines Torleiters 90, die in Kopplung zwischen den Steuer- und Torleitern
Reihe liegen, und zwei Steuerleiterabschnitten 92 A 5° besteht.
und 925 eines Steuerleiters 92, die parallel geschaltet Natürlich kann ein Gebilde ähnlich dem im Aussind.
Funktionsmäßig arbeitet die Vorrichtung von führungsbeispiel von Fig. 12 gezeigten auch so her-Fig.
11 ebenso wie die von Fig. 10. Jedoch hat die gestellt werden, daß der Torleiter schmaler als der
Vorrichtung von Fig. 11 einen kürzeren Torleiter, Steuerleiter ist. In diesem Falle sind die Betriebsder
eine niedrigere Induktivität aufweist. Dieser Vor- 55 merkmale für die parallel und die antiparallele
teil wird jedoch nur dadurch erreicht, daß diese Operation gleich. Es können daher bei dieser Anbeiden
Kryotrons entlang der Längsachse der Vor- Ordnung alle vier Torleiterabschnitte aus weichem
richtung angeordnet sind, wodurch ihre Herstellung Supraleitermaterial hergestellt werden, und ein sehr
erschwert wird. hoher Widerstand kann in den Torabschnitt unter
In dem in Fig. 12 gezeigten Ausführungsbeispiel 60 der Steuerung von dem Steuerleiter zugeführten
der Erfindung sind die Torleiterabschnitte in Reihe Signalen eingeführt werden. Aber in einer solchen
geschaltet und die Steuerleiterabschnitte in Reihe Anordnung kann eine Verstärkung nicht einmal bei
geschaltet, außerdem weisen sowohl die Tor- als Verwendung einer Vorspannung erzielt werden,
auch die Steuerleiter relativ niedrige Induktivitäten Fig. 13 zeigt einen typischen Supraleiterschalter, auf. Der Steuerleiter 102 hat die Form eines einzigen 65 der gemäß der Erfindung aufgebaute Torsteuervorsich in Längsrichtung erstreckenden Streifens, der richtungen verwendet. Diese Schaltung ist eine hereinen Steuerleiterstrom Ic in der angedeuteten Rieh- kömmliche bistabile Supraleiterschaltung mit zwei tung leitet. Der Torleiter 100 hat eine etwa bifilare supraleitfähigen Pfaden 112 und 114, die parallel an
auch die Steuerleiter relativ niedrige Induktivitäten Fig. 13 zeigt einen typischen Supraleiterschalter, auf. Der Steuerleiter 102 hat die Form eines einzigen 65 der gemäß der Erfindung aufgebaute Torsteuervorsich in Längsrichtung erstreckenden Streifens, der richtungen verwendet. Diese Schaltung ist eine hereinen Steuerleiterstrom Ic in der angedeuteten Rieh- kömmliche bistabile Supraleiterschaltung mit zwei tung leitet. Der Torleiter 100 hat eine etwa bifilare supraleitfähigen Pfaden 112 und 114, die parallel an
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eine Stromquelle angeschlossen sind, welche einen soll, in dem Strom im Pfad 112 fließt, wird der
Strom I1 liefert. Durch zwei Eingangstorleiter 125 Steuerleiter 132 erregt, um Widerstand in den Tor-
und 135 wird der StTOmZ1 wahlweise in den einen leiterabschnitt 1304 einzuführen. Soll die Schaltung
oder den anderen der Pfade 112 oder 114 geleitet in den stabilen Zustand zurückgeschaltet werden, in
und dadurch die Schaltung zwischen ihren beiden 5 dem Strom I1 im Pfad 114 fließt, wird der Steuerstabilen Zuständen hin- und hergeschaltet. Eine ein- leiterabschnitt 122 mit einem Signal I& erregt, um
zige Ausgangstorsteuervorrichtung 145 erzeugt ein Widerstand in den Torleiterabschnitt 120 B einzu-Ausgangssignal,
das den jeweiligen Zustand der führen.
Schaltung anzeigt. In der Schaltung von Fig. 13 ist nur ein einziges
Schaltung anzeigt. In der Schaltung von Fig. 13 ist nur ein einziges
Jede der Eingangstorsteuervorrichtungen 125 und io Ausgangstor 145 vorgesehen. Dieses ist ebenso wie
135 ist in der in F i g. 9 gezeigten Weise aufgebaut, das in F i g. 8 gezeigte Tor aufgebaut. Es enthält zwei
nur sind die Rollen von Tor- und Steuerleiter ver- Torleiterabschnitte 1404 und 140 B, die in einem
tauscht. Die Torsteuervorrichtung 125 enthält einen Torleiter 140 in Reihe geschaltet sind. Die Tor-Steuerleiter
122 und zwei Torleiterabschnitte 120 Λ abschnitte 140.4 und 140 B sind jeder schneller als
und 120 B, die im Pfad 112 verbunden sind. Der Tor- 15 die zugeordneten Steuerleiterabschnitte, die von dem
leiterabschnitt 12Oi? besteht aus weichem Supra- Pfad 114 gebildet werden. Ein Vorspannleiter 143 ist
leitermaterial und wird normalleitend gemacht, um parallel zu dem Teil des Pfades 114 angeordnet, der
die Torsteuerfunktion der Vorrichtung zu erzielen, die Steuerleiterabschnitte für das Ausgangstor 145
während der Torleiterabschnitt 120.4 ein Teil eines bildet. Der Strom im Pfad 114 und der Vorspann-Blindkryotrons
ist, das dazu dient, die induktive ao strom im Leiter 143 fließen in derselben Richtung
Kopplung zwischen dem Steuerleiter 122 und dem angrenzend an den Torleiterabschnitt 1404. Diese
Pfad 112 zu beseitigen. beiden Ströme und der Torstrom fließen in gleicher
Da es erwünscht ist, das Eingangstor 125 so zu Richtung, wodurch ein parallel betriebenes Kryotron
betreiben, daß es eine Verstärkerwirkung aufweist, entsteht, während der Torstrom den an den Torwird
ein Vorspannstrom I2 durch einen Verspann- 25 leiterabschnitt 140 B angrenzenden Vorspann- und
leiter 123 geliefert, der parallel zu dem Abschnitt des Steuerströmen entgegengerichtet ist, wodurch ein
Pfades 112 angeordnet ist, der die Torleiterabschnitte antiparallel betriebenes Kryotron gebildet wird. Die
120.4 und 120 B umfaßt. Angrenzend an den Tor- Betriebsmerkmale für solche Kryotrons sind jedoch
leiterabschnitt 120 B, der normalleitend gemacht symmetrisch, wie es die Kurve 40 in F i g. 5 erkennen
wird, fließen sowohl der Steuerstrom I3 als auch der 30 läßt. Daher sind die Torleiterabschnitte 1404 und
Vorspannstrom I2 in der Richtung des Torstroms im 140 B beide aus weichem Supraleitermaterial herge-Pf
ad 112 entgegengesetzter Richtung. Die Betriebs- stellt, und das Ausgangstor 145 erzeugt einen relativ
merkmale des Torleiterabschnitts 120 B der Ein- hohen Widerstand, wenn es durch den im Pfad 114
gangsvorrichtung 125 sind in F i g. 2 durch das fließenden Strom normalleitend gemacht wird.
Quadrat abcd dargestellt. Der Pfeil I2 stellt den 35 Die Betriebsmerkmale für die Ausgangstorsteuerdem Leiter 123 zugeführten Vorspannstrom dar, der vorrichtung 145 sind durch das Rechteck de je in Pfeil /? stellt das an den Leiter 122 angelegte Steuer- F i g. 5 dargestellt. Der Punkt e stellt den Zustand leitersignal dar, und der Pfeil I1 stellt den Strom im der Vorrichtung dar, wenn ein durch die Länge der Pfad 112 dar, den der Torleiterabschnitt 120B führt. Linie de dargestellter kleiner Abfühlstrom in dem
Quadrat abcd dargestellt. Der Pfeil I2 stellt den 35 Die Betriebsmerkmale für die Ausgangstorsteuerdem Leiter 123 zugeführten Vorspannstrom dar, der vorrichtung 145 sind durch das Rechteck de je in Pfeil /? stellt das an den Leiter 122 angelegte Steuer- F i g. 5 dargestellt. Der Punkt e stellt den Zustand leitersignal dar, und der Pfeil I1 stellt den Strom im der Vorrichtung dar, wenn ein durch die Länge der Pfad 112 dar, den der Torleiterabschnitt 120B führt. Linie de dargestellter kleiner Abfühlstrom in dem
Zwischen dem Steuerleiter 122 der Torvorrichtung 4° Torleiter 140 fließt. Dieser Strom wird klein ge-125
und der von den Pfaden 112 und 114 gebildeten halten, um Wärmesperrungsprobleme der in Verbin-Schleife,
die die Torleiterabschnitte 1204 und 120B dung mit Fig. 6 beschriebenen Art zu vermeiden,
enthält, besteht keine Kopplung. Da der Vorspann- Wenn der Arbeitspunkt der Vorrichtung sich am
leiter 123 ständig seinen Vorspannstrom I2 empfängt, Punkt e in F i g. 5 befindet, sind die Torleiterbraucht
hier keine induktive Kopplung zwischen die- 45 abschnitte 1404 und 140 B supraleitend, im Pfad
sem Leiter und dem Pfad 112 beseitigt zu werden. 114 fließt kein Strom, und im Vorspannleiter 143
Um die Möglichkeit auszuschalten, daß Signale in- fließt ein Strom I2. Wenn durch Erregung des Steuerduktiv
aus dem Pfad 112 in den Vorspannleiter 123 leiters 122 für das Eingangstor 125 der Strom in den
gekoppelt werden, die dann über den Vorspannleiter Pfad 114 geschaltet wird, führt der Pfad 114 den
zu einer anderen durch diese gleiche Schaltung vor- 5° Strom I1, und daher werden mit diesem Strom die
gespannte Vorrichtung weitergeleitet werden könnten, Steuerleiterabschnitte für das Ausgangstor 145 ersind
Öffnungen 124 in der Abschirmplatte 118 vor- regt. Der Arbeitspunkt wandert nun zum Punkt /,
gesehen, auf die die gesamte Schaltung aufgebracht und die Torleiterabschnitte 140^4 und 140 B werden
ist, wodurch Drosseln hoher Induktivität in dieser normalleitend, so daß am Torleiter 140 eine Span-Leitung
123 entstehen, die den Durchgang hoch- 55 nung entsteht, die anzeigt, daß sich die Schaltung
frequenter Signale verhindern. von F i g. 13 in einem stabilen Zustand befindet, in
Wenn das Eingangstor nicht ständig vorgespannt, dem der Pfad 114 Strom führt. Wenn diese Schaltung
sondern durch das gleichzeitige Anlegen wahlweise in ihrem anderen stabilen Zustand ist, in dem Strom
angelegter Signale an zwei Steuerleiter betrieben im Pfad 112 fließt, wird am Torleiter 140 keine
wird, ist der zweite Steuerleiter so angeordnet, daß 6° Spannung erzeugt.
er dieselbe Form wie der Steuerleiter 122 hat. Bei Die Öffnungen 124, 134 und 144 in der Ab-
dieser Anordnung besteht eine induktive Kopplung schirmplatte 118 unterhalb der Abschnitte der Vor-
zwischen einem der Steuerleiter und dem Torleiter, spannleiter 123, 133 und 143 verhindern die Kopp-
der in dem einen Pfad der bistabilen Schleifenschal- lung von Signalen aus den Pfaden 112 und 114 über
tung enthalten ist. 65 die verschiedenen Vorspannleiter. Der Gleichstrom
Die andere Eingangstorsteuervorrichtung 135 ist in den Vorspannleitern erzeugt einen Fluß, der die
ebenso wie die Vorrichtung 125 aufgebaut. Wenn die durch die Pfade 112 und 114 gebildete Schleife verSchaltung
in den stabilen Zustand geschaltet werden kettet. Bevor in diese Schleife ein Widerstand einge-
führt wird, entsteht durch die Transformatorwirkung zwischen den Vorspannleitern und der Schleife ein
Umlaufstrom, der jedoch nach Einführung von Widerstand in irgendeinen Teil der Schleife wieder
gelöscht wird und gelöscht bleibt, solange der Vorspannstrom weiterhin mit derselben Stärke fließt.
Die Vorspannleiter 123, 133 und 143, die den gleichen Strom führen, können miteinander verbunden
werden und ihren Strom aus derselben Stromquelle empfangen.
Die Kompensation der induktiven Kopplung zwischen Steuer- und Torleitern muß auf einer Strecke
erfolgen, die kleiner ist als die Wellenlänge der Signale mit der höchsten Frequenz, die die Schaltung verarbeiten
soll. In einer Schaltung der in Fig. 13 gezeigten Art haben die Torsteuervorrichtungen, in
denen die induktive Kompensation erfolgt, z. B. eine Länge von unter 4 cm. In diesem Falle kann die
Schaltung mit Frequenzen im Gigahertzbereich betrieben werden, bevor irgendwelche induktiv gekoppelten
Signale zwischen den Steuer- und Torleitern wahrgenommen werden können.
Claims (7)
1. Kryotrontorschaltung mit zwei sogenannten Parallelkryotrons, bei denen Steuerleiter und
Torleiter parallel zueinander verlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Parallelkryotrons (51,4, 515; 61,4, 615; 71,4, 715; 8L4, 815; 91,4, 915; 101,4, 1015) derart
hintereinandergeschaltet sind, daß die Ströme im Steuerleiter (52, 62, 72, 82, 92, 102) und
Torleiter (50, 60, 70, 80, 90, 100) bei einem Parallelkryotron (A) gleichgerichtet und bei dem
anderen Parallelkryotron (B) einander entgegengerichtet sind.
2. Kryotrontorschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleiter (52,4,
525) der beiden Parallelkryotrons (51,4, 515)
gegensinnig hintereinandergeschaltet sind.
3. Kryotrontorschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Torleiter (60,4,
605) der beiden Parallelkryotrons (61,4, 615) gegensinnig hintereinandergeschaltet sind.
4. Kryotrontorschaltung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gegensinnig
hintereinandergeschalteten Leiter zusammen mit ihren Verbindungsleitungen entweder in
einer Ebene mit den gleichsinnig hintereinandergeschalteten Leitern (Fig. 12) oder senkrecht
dazu (Fig. 7 bis 9) acht-(oder S-)förmig über oder unter diesen angeordnet sind.
5. Kryotrontorschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleiter (82,4,
825) der beiden Parallelkryotrons (81,4, 815) parallelgeschaltet sind.
6. Kryotrontorschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleiter (92 A,
925) und Torleiter (90,4, 905) der beiden Parallelkryotrons (91A, 915) gleichsinnig hintereinandergeschaltet
sind und der Steuerstrom (Ic) der Verbindungsstelle zwischen den beiden
Steuerleitern zugeführt wird.
7. Kryotrontorschaltung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite der Torleiter geringer ist als diejenige der Steuerleiter.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| US133528A US3145310A (en) | 1961-08-23 | 1961-08-23 | Superconductive in-line gating devices and circuits |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1162405B true DE1162405B (de) | 1964-02-06 |
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Also Published As
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