DE1162462B - Mit einem Vibrationsmotor angetriebenes Geraet, insbesondere Trockenrasierapparat - Google Patents
Mit einem Vibrationsmotor angetriebenes Geraet, insbesondere TrockenrasierapparatInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: H 02 k
Deutsche KL: 21 dl-22
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C 27066 VIIIb/21 dl
24. Mai 1962
6. Februar 1964
Bei Trockenrasierapparaten und anderen Geräten mit Vibrationsmotoren ergibt sich das Problem, die
vom Vibrationsmotor erzeugten, für den Antrieb des Gerätes dienenden mechanischen Schwingungen vom
Gehäuse oder Gestell des Gerätes fernzuhalten, so daß dieses soweit wie möglich vibrationsfrei bleibt.
Die Erfindung bezieht sich speziell auf Geräte mit einem Vibrationsmotor, der aus zwei gegensinnig
schwingenden Magnetschenkeln besteht, die unter dem Einfluß einer mit Wechselstrom gespeisten Erregerspule
und einer Rückstellfeder stehen. Die Schwingbewegung der beiden Magnetschenkel wird
dabei durch eine Dreh- oder Abwälzlagerung oder durch eine federnde Einspannung dieser Schenkel
ermöglicht.
Es bereitet nun im allgmeiien keine großen Schwierigkeiten, bei solchen Geräten jene Massenkräfte der
beiden gegensinnig schwingenden Magnetsehenkel auszugleichen, die von den gegensinnigen Bewegungskomponenten herrühren. Da aber die Magnetschenkel
längs eines Bogens schwingen, überlagern sich diesen gegensinnigen Bewegungskomponenten senkrechte,
gleichsinnige Bewegungskomponenten, bezüglich welcher bei den bisher bekannten Geräteausführungen
ein Ausgleich der Massenkräfte nicht erzielt wird und die daher Anlaß zu störenden Vibrationen des Gehäuses,
des Gestells oder der sonstigen Halterung des Vibrationsmotors bzw. des gesamten, von ihm angetriebenen
Gerätes geben.
Zur Erläuterung dieser Verhältnisse ist in Fig. 1
eine typische Ausführung eines Vibrationsmotors mit zwei gegensinnig schwingenden Magnetschenkeln in
Ansicht dargestellt. Die beiden im wesentlichen U-förmigen und zweckmäßig in bekannter Weise an
ihren Enden ineinandergreifend verzahnten Magnetschenkel 1 und 2 sind an einem Ende schwenkbar an
einer gemeinsamen Achse 3 gelagert und tauchen mit ihren anderen, freien Enden in eine Erregerspule 4
ein. Am Magnetschenkel 1 ist durch Nieten od. dgl. ein Arm 5 befestigt und in gleicher Weise ist der Magnetschenkel
2 mit einem Arm 6 verbunden. Zwischen diesen beiden Armen 5 und 6 ist eine Rückstellfeder
7 angeordnet, deren Richtkraft die Eigenfrequenz des gesamten Schwingsystems bestimmt. Die
Arme 5 und 6 tragen an ihren freien Enden einwärts gebogene und gegensinnig abgewinkelte Steuerlappen 8 bzw. 9, welche z. B. Schneidenlager bilden, in
die ein zwischen den beiden Schneidenlagern bei 10 drehbar gelagerter Mitnehmerstift 11 für den zu bewegenden
Geräteteil eingreift. Bei Erregung der Spule 4 mit Wechselstrom wird daher der Stift 11
über die Magnetschenkel 1, 2, die Arme 5, 6 und die Mit einem Vibrationsmotor angetriebenes Gerät,
insbesondere Trockenrasierapparat
insbesondere Trockenrasierapparat
Anmelder:
Carinthia-Elektrogeräte Gesellschaft m. b. H.,
Klagenfurt, Kärnten (Österreich)
Vertreter:
Dr.-Ing. G. Eichenberg
und Dipl.-Ing. H. Sauerland, Patentanwälte,
Düsseldorf, Cecilienallee 76
Als Erfinder benannt:
Ing. Gerhard Heyek, Graz (Österreich)
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 31. Mai 1961 (Nr. A 4270/61) -
Steuerlappen 8, 9 in Schwingungen um sein Lager 10 versetzt, wobei die Amplitude dieser Schwingungen
durch entsprechende Wahl der Richtkraft der Feder 7 unter Ausnutzung der Resonanz möglichst groß gemacht
werden kann. Die Feder 7 ist so bemessen, daß sie beim Nulldurchgang der mechanischen
Schwingungen der Magnetschenkel 1 und 2 gerade entspannt ist, so daß sie die Ruhelage der Magnetschenkel
festlegt.
Die sich hierbei ergebenden Massenkräfte können aus dem in größerem Maßstab gehaltenen Diagramm
nach F i g. 2 entnommen werden. Die Schwerpunkte der bewegten Systeme 1, 5, 8 bzw. 2, 6, 9 und der
anteiligen Federmassen sind in F i g. 2 mit S1 bzw.
S2 bezeichnet. Die dargestellten Schwerpunktlagen
gelten für jene Winkellagen der bewegten Systeme, welche dem Nulldurchgang der mechanischen
Schwingungen entsprechen. Die Schwerpunkte schwingen gegensinnig innerhalb der in F i g. 2 eingezeichneten
Bogenbereiche χ um die Mittellagen S1
bzw. S2, wobei sich, wie ohne weiteres ersichtlich, die
in Fig. 2 horizontal verlaufenden Komponenten der Massenkräfte infolge ihrer Gegensinnigkeit subtrahieren
und aufheben, wogegen die in Fig. 2 vertikal orientierten Komponenten der Massenkräfte, die der
Wegkomponente y der Schwerpunkte entsprechen, gleichsinnig verlaufen und sich daher addieren und
409 507/184
so zu einer erheblichen Vibration der Halterung des Gerätes Anlaß geben.
EHe geschilderten störenden Vibrationen können nun in bekannter Weise wesentlich vermindert werden,
indem für die beiden gegensinnig schwingenden Magnetschenkel nicht wie im dargestellten Falle eine
gemeinsame Schwingachse 3 vorgesehen wird, sondern die Schwingachsen mit Abstand voneinander
angeordnet werden, so daß die Schwerpunkte der beiden bewegten Systeme gegensinnig symmetrisch
zu ihren Ruhelagen auf kurzen Kreisbögen schwingen, die näherungsweise durch die Tangenten in den
Ruhelagen der Schwerpunkte ersetzbar sind. Dies führt aber zu einer relativ komplizierten Bauweise,
weil die beiden Gelenkpunkte der Magnetschenkel über einen zusätzlichen Statorteil im Magnetkreis
überbrückt werden müssen; überdies ergibt sich dabei zumindest ein zusätzlicher Luftspalt, der zu einer
Verminderung des Wirkungsgrades führt.
Die Erfindung befaßt sich nun mit der Aufgabe, die geschilderte störende Vibration des Gerätes unter
Vermeidung dieser Nachteile auszuschalten. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die gleichzeitige
Anwendung zweier Kombinationsmerkmale gelöst, indem bei einem mit einem Vibrationsmotor
angetriebenen Gerät, dessen Vibrationsmotor zwei gegensinnig schwingende Magnetschenkel aufweist,
welche unter dem Einfluß einer mit Wechselstrom gespeisten Erregerspule und einer Rückstellfeder
stehen, erstens eine koaxiale Lage der Schwingachsen der Magnetschenkel angewendet wird und zweitens
die Magnetschenkel und die von ihnen mitbewegten Massen so geformt und bemessen werden, daß die
Schwerpunkte der beiden von den Magnetschenkeln und den mitbewegten Massen gebildeten Systeme in
der dem Nulldurchgang ihrer mechanischen Schwingungen entsprechenden Lage dieser Systeme zumindest
angenähert zusammenfallen. Der Erfolg dieser Maßnahme ist aus F i g. 2 leicht zu entnehmen. Die
erfindungsgemäßen Schwerpunktlagen beim Nulldurchgang der mechanischen Schwingungen, also die
Mittellagen der Schwerpunkte, sind in Fig. 2 mit S1' und S2' bezeichnet und fallen genau zusammen. Die
beiden Schwerpunkte bewegen sich wieder gegensinnig im Bogenbereich x, der praktisch durch ein
lineares Tangentenstück angenähert werden kann, so daß sich die in F i g. 2 in horizontaler Richtung verlaufenden
Massenkräfte infolge ihrer Gegensinnigkeit aufheben, während gleichsinnige, in vertikaler Richtung
verlaufende Massenkräfte praktisch nicht auftreten bzw. vernachlässigbar klein sind, so daß störende
Vibrationen vollkommen vermieden werden.
Es sei in diesem Zusammenhang noch erwähnt, daß bereits ein Rüttelgerät mit gegensinnig um voneinander
entfernte Achsen schwingenden Magnetschenkein bekannt ist, bei dem die Schwerpunkte der
beiden bewegten Systeme durch entsprechende Gegengewichte zur Koinzidenz im Schwingungsmittelpunkt
gebracht sind. Der wesentliche anordnungsmäßige Unterschied zwischen dem Erfindungsgegenstand
und diesem Rüttelgerät besteht darin, daß im ersten Falle für beide Magnetschenkel eine gemeinsame
Schwingachse, im letzten Falle, wie schon erwähnt, mit Abstand voneinander angeordnete
Schwingachsen vorgesehen sind. Dieser Unterschied führt zu gegenteiligen Effekten, nämlich zu einer
Vibrationsunterdrückung in der Symmetrieebene der schwingenden Systeme bei der Erfindung und zu
stark ausgeprägten Schwingungen in der gleichen Ebene beim bekannten Rüttelgerät.
Für die Durchführung der erfindungsgemäßen Lehre bestehen zahlreiche Möglichkeiten hinsichtlich
der Formgebung und der Bemessung der bewegten Magnetschenkelsysteme. Bevorzugt wird jeder Magnetschenkel
mit einem Gegengewichtsteil verbunden, der den resultierenden Schwerpunkt des entsprechenden
bewegten Systems, also des zugehörigen Magnetschenkels und der von diesem mitbewegten Massen,
in Richtung zum resultierenden Schwerpunkt des anderen bewegten Systems hin soweit verlagert, daß
die beiden Schwerpunkte beim Nulldurchgang der Schwingungen nicht, wie in F i g. 1, einen erheblichen gegenseitigen Abstand haben, sondern gemäß
F i g. 2 zusammenfallen.
Für eine den praktischen Erfordernissen genügende Anpassungsmöglichkeit von erfindungsgemäß aufgebauten
Geräten ist noch ein weiteres Problem zu lösen. Zur wirtschaftlichen Massenfertigung ist es
nämlich notwendig, wechselstrombetriebene Vibrationsgeräte, wie z. B. Trockenrasierapparate, so auszubilden,
daß sie leicht an die in verschiedenen Ländern üblichen Netzfrequenzen angepaßt werden können,
d. h., daß die Resonanzfrequenz des gesamten bewegten Systems praktisch etwa im Bereich von 42
bis 60 Hz geändert werden muß. Zur Änderung der Resonanzfrequenz wird zweckmäßig die Richtkraft
der Rückstellfeder (Feder7 in Fig. 1) veränderbar
gemacht. Da nun aber nach der Erfindung die Schwerpunkte der bewegten Systeme im Nulldurchgang
ihrer mechanischen Schwingungen zusammenfallen sollen, muß die Richtkraftänderung der Rückstellfeder
ohne Änderung der Relativlagen der beiden bewegten Systeme erfolgen, damit die Lage der
Schwerpunkte sowie auch die geometrischen — und infolgedessen die magnetischen — Verhältnisse im
Luftspalt zwischen den Magnetschenkeln (bzw. zwischen diesen und feststehenden Magnetkernteilen)
nicht geändert werden. Im Rahmen der Erfindung werden deshalb neuartige Federanordnungen angewendet,
die eine Richtkraftänderung der Rückstellfeder und damit eine Anpassung des Gerätes an verschiedene
Netzfrequenzen ohne Beeinflussung der sonstigen Arbeitsbedingungen des Vibrationsmotors
ermöglichen.
Die Erfindung soll nun unter weiterer Bezugnahme auf die Zeichnungen an Ausführungsbeispielen
genauer erläutert werden. F i g. 3 zeigt in ähnlicher Ansicht wie F i g. 1 ein erfindungsgemäß ausgebildetes
Gerät mit Antrieb durch einen Vibrationsmotor (ohne Gehäuse und getriebene Teile). Die F i g. 4
bis 6 stellen verschiedene Federanordnungen dar, die eine Änderung der Richtkraft der Rückstellfeder
ohne sonstige Beeinflussung des Gerätes ermöglichen. Die F i g. 7 und 8 zeigen schließlich in Ansicht von
vorn bzw. von unten ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem das Gerät mit einer Abwälzlagerung
und mit einer Einrichtung zur Änderung der Richtkraft einer die Abwälzfläche gegeneinander verspannenden
Rückstellfeder ausgestattet ist.
In F i g. 3 sind einander entsprechende Teile in gleicher Weise wie in F i g. 1 bezeichnet, doch ist
beim Gerät nach F i g. 3 gemäß der Erfindung der im wesentlichen C-förmige Magnetschenkel 1 durch
Nieten od. dgl. mit einem als Gegengewichtsteil wirkenden Arm 5 α verbunden, der sich bezüglich einer
zwischen den beiden Magnetschenkeln 1, 2 durch
5 6
deren Lagerung 3 verlaufenden Ebene E-E dem Ma- verschiedenen Durchmessers, und an der Stoßstelle
gnetschenkel 1 gegenüber befindet und dadurch den der beiden Federteile ist über die Feder größeren
Schwerpunkt S1' des vom Magnetschenkel 1, dem Durchmessers eine die Windungen dieser Feder er-Arm
5a und den mitbewegten Massen (Steuerlap- fassende Mutter Ig aufschraubbar. Die Mutter Tg
pen 9, Mitnehmerll, anteilige Massen der Rück- 5 ist wieder mit einem Rändelgriff 7d versehen. Analog
stellfeder 7 und des vom Mitnehmer 11 bewegten kann auch hier ein in die Feder kleineren Durch-Geräteteiles)
gebildeten bewegten Systems in die messers einschraubbarer Bolzen angewendet werden.
Ebene E-E verlagert. In analoger Weise ist der F i g. 6 zeigt, daß der einschraubbare Bolzen nach
C-förmige Magnetanker 2 mit einem einen Gegen- F i g. 4 auch durch ein schraubenförmig gewickeltes
gewichtsteil bildenden Arm 6 α verbunden, wodurch io Drahtstück 7 h gebildet werden kann, das seinerseits
auch der Schwerpunkt S2' dieses zweiten bewegten Federeigenschaften aufweist, aber auch relativ starr
Systems in die Ebene E-E verschoben wird, so daß ausgebildet sein kann. In analoger Weise kann auch
die beiden Schwerpunkte S1' und S2' zusammenfallen, die in F i g. 5 verwendete Mutter durch ein schrauwenn
sich die beiden bewegten Systeme in ihrer dem benförmig gewickeltes Drahtstück ersetzt werden.
Nulldurchgang der mechanischen Schwingungen ent- 15 Bei der in Fig. 3 dargestellten bevorzugten Aussprechenden
Ruhelage befinden. führungsform der Federanordnung besteht die Rück-Die Rückstellfeder 7 ist beim Gerät nach F i g. 3 stellfeder 7 aus einer Schraubenfeder mit sprungweise
zwischen den als Gegengewichtsteilen wirkenden veränderlichem Windungsdürchmesser, aber dürch-Armen
5 a und 6 α angeordnet, sie ist in der Ruhelage gehend gleicher Steigung. Unter Beibehaltung einer
der beiden bewegten Systeme gerade entspannt und 20 durchwegs gleichen Steigung kann der Windungswird
in den beiden Halbwellen der mechanischen durchmesser der Schraubenfeder auch allmählich
Schwingungen abwechselnd auf Druck und Zug be- veränderlich sein, so daß die Schraubenfeder die
ansprucht. Form einer Kegelfeder hat. Die Enden der Schrau-Wie schon erwähnt, hat das gesamte schwingende benfedex sind an ihren Angriffsstellen in den Armen
System, das sonst von den beiden, die Magnetarme 1 25 Sa bzw. 6 a so geführt, daß die Feder in Schraub-
und 2 enthaltenden bewegten Einzelsystemen gebildet bewegung in axialer Richtung verschoben werden
wird, eine mechanische Resonanzfrequenz, die im kann, wobei infolge der gleichbleibenden Steigung
wesentlichen von den bewegten Massen und der der Feder der Abstand zwischen den Armen 5 a, 6 a
Richtkraft der Rückstellfeder 7 abhängt. Um eine konstant bleibt, je nach den zwischen den beiden
Anpassung dieser mechanischen Resonanzfrequenz 30 Armen liegenden Federteilen aber die wirksame
an die verschiedenen üblichen Netzfrequenzen zu er- Feder weicher oder härter wird, ihre Richtkraft also
möglichen, ist erfindungsgemäß die Rückstellfeder 7 veränderbar ist. Die verschraubungsfähige Führung
so ausgebildet, daß ihre Richtkraft verändert werden der Feder in den Armen 5 a, 6 a kann auf verschiekann,
ohne daß sich dabei die Relativlage der beiden dene Arten erreicht werden, beispielsweise durch
bewegten Systeme ändert, so daß bei einer Rieht- 35 passende Mutter- oder Bolzengewindegänge, doch ist
kraftänderung die für die Vermeidung von störenden es am einfachsten, in den Armen 5 α, 6 a Teile eines
Vibrationen erforderliche Koinzidenz der Schwer- solchen Gewindes bildende Langlöcher 7 k vorzupunkte
dieser bewegten Systeme in deren Schwin- sehen, die vom Federdraht durchsetzt werden und
gungsmittellage nicht verlorengeht. deren Länge der größten Differenz der Windungs-Verschiedene
Ausführungsformen einer solchen 40 radien der Feder entspricht, so daß die Feder in beierfindungsgemäßen
Federanordnung sind in den den Richtungen beliebig weit eingeschraubt bzw. aus-F
i g. 4 bis 6 dargestellt und eine weitere Ausfüh- geschraubt werden kann.
runsform ist in Fig. 3 eingezeichnet. Gemäß Fig. 4 In den Fig. 7 und 8 ist ein weiteres Ausfühist
die Rückstellfeder 7 als eine Schraubenfeder aus- rungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei dem angebildet,
von der durch Einschrauben eines die Feder- 45 statt Drehlager eine Abwälzlagerung für die beiden
windungen erfassenden Gewindebolzens 7 a, dessen bewegten Systeme vorgesehen ist. Zu diesem Zweck
Gewinde Tb gleiche Steigung hat wie die Schrauben- greifen die einander zugekehrten Enden der Magnetfeder
7, wählbare Windungsteile totgelegt werden schenkel 1, 2, gegebenenfalls mit Verzahnung, an
können. Der Gewindebolzen 7 a ist beispielsweise mit Abwälzflächen 17, 18 ineinander. Wie die Untereinem
Rändelgriff 7a" versieben, der seinerseits einen 50 sieht nach Fig. 8 erkennen läßt, werden die beiden
Gewindeteil 7 c aufweist, welcher in ein Mutter- Abwälzflächen durch eine als Rückstellfeder wirkende
gewinde im Arm 5 α einschraubbar ist, wobei dieses Biegefeder 19, 20 gegeneinander verspannt, wobei der
Muttergewinde gleiche Steigung hat wie die Schrau- eine Biegestab 19 das vom Magnetschenkel 1 und
bettfeder 7 bzw. der Bolzenteil 7 b. Beim Einschrau- seinem Arm 5 α gebildete bewegte System mit gerinben
des Bolzenteils Ib in die Schraubenfeder 7 55 gern Spiel durchsetzt, während der zweite Biegestab
schraubt sich also zugleich das Gewinde 7 c in den 20 durch ein nahe der Abwälzfläche 18 am anderen
Arm 5 a ein, so daß im entspannten Zustand der bewegten System vorgesehenes Langloch 21 geführt
Feder 7 der gegenseitige Abstand der Arme 5 α, 6 α ist. An diesem zweiten Biegestab 20 greift ein Spannerhalten
bleibt und nur ein veränderbar großer Teil bügel 22 an, der mittels einer Spannschraube 23
der Feder 7 zwecks Änderung ihrer Richtkraft tot- 60 gegen das zweite vom magnetischen Glied 2, dem
gelegt wird. In analoger Weise kann statt eines in die Arm 6 a usw. gebildete System abstützt. Bei dieser
Feder einschraubbaren Bolzens gemäß F i g. 4 eine Anordnung sind die Biegestäbe 19, 20 in der Ruheauf die Feder aufschraubbare Mutter verwendet lage der beiden bewegten Systeme, die der Stellung
werden, die ebenfalls an der einen Eingriffsstelle der nach Fig. 7 entspricht, minimal vorgespannt, wäh-Feder,
also z. B. am Arm 5 α, axial verschiebbar ge- 65 rend bei einer Schwenkbewegung aus dieser Stellung
führt ist. heraus im einen oder anderen Sinne eine gleichsinnige Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 besteht Durchbiegung der beiden Biegestäbe erfolgt, wobei
die Schraubenfeder 7 aus zwei Federteilen Te, 7/ die Richtkraft der Biegefeder mittels der Spann-
schraube 23 verändert werden kann, ohne daß diese Richtkraftänderung die Ruhelage der beiden bewegten
Systeme beeinflußt.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele können natürlich im Rahmen der Erfindung noch verschiedentlich
abgewandelt werden. Insbesondere brauchen die beiden bewegten Systeme nicht symmetrisch ausgebildet
zu sein.
Claims (13)
1. Mit einem Vibrationsmotor angetriebenes Gerät, dessen Vibrationsmotor zwei gegensinnig
schwingende Magnetschenkel aufweist, welche unter dem Einfluß einer mit Wechselstrom gespeisten
Erregerspule und einer Rückstellfeder stehen, insbesondere Trockenrasierapparat, dadurch gekennzeichnet, daß bei koaxialer
Lage der Schwingachsen der Magnetschenkel (1, 2) diese Schenkel und die von ihnen mitbewegten
Massen (5 a, 9; 6 a, 8) so geformt und ao bemessen sind, daß die Schwerpunkte (S1', S2')
der beiden von den Magnetschenkeln und den mitbewegten Massen gebildeten Systeme (1, 5 a,
9; 2, 6 a, 8) in der dem Nulldurchgang ihrer mechanischen Schwingungen entsprechenden Lage as
dieser Systeme zumindest angenähert zusammenfallen.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Magnetschenkel (1, 2) mit
einem Gegengewichtsteil (5 a, 6 a) verbunden ist, der den resultierenden Schwerpunkt des entsprechenden
bewegten Systems (S1' bzw. S2') in Richtung
zum resultierenden Schwerpunkt des anderen bewegten Systems (S2' bzw. 5/) verlagert.
3. Gerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter Weise im
wesentlichen C-förmig ausgebildete Magnetschenkel (1, 2), die mit ihren freien Enden von entgegengesetzten
Seiten her in die Erregerspule (4) eintauchen und an ihren anderen Enden dreh- oder abwälzbar gelagert oder federnd eingespannt
sind, mit je einem als Gegengewichtsteil wirkenden Arm (5 a, 6 a) verbunden sind, der dem betreffenden
Magnetschenkel bezüglich einer zwischen den beiden Magnetschenkeln und deren Lagerungs- bzw. Einspannstellen verlaufenden
Ebene (E-E) gegenüberliegt.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden mit den Magnetschenkeln
(1, 2) verbundenen Arme (5 a, 6 a) zugleich als Übertragungsorgane für die vom Vibrationsmotor
abgeleitete Antriebsbewegung dienen.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Rückstellfeder zwischen den beiden
bewegten, die Magnetschenkel enthaltenden Systemen angreift und durch ihren entspannten oder
minimal gespannten Zustand die Ruhelage der beiden Magnetschenkel bzw. die Nulldurchgänge
der Schwingungen dieser beiden Magnetschenkel festlegt, dadurch gekennzeichnet, daß zur Änderung
der mechanischen Resonanzfrequenz des gesamten bewegten Systems (1, 2, 5 a, 6 a usw.) die
Richtkraft der Rückstellfeder (7) unter Vermeidung einer Änderung der Relativlage der Magnetschenkel
(1, 2) veränderbar ist.
6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellfeder als eine Schraubenfeder
(7) ausgebildet ist, von der durch Einschrauben eines die Federwindungen erfassenden
Gewindebolzens (7 b) oder Überschrauben einer die Federwindungen erfassenden Mutter (Tg)
wählbare Windungsteile totgelegt werden können, wobei der Bolzen bzw. die Mutter an der einen
Angriffsstelle der Feder durch eine Verschraubung gleicher Steigung wie die Feder axial verschiebbar
geführt ist.
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenfeder aus zwei Federteilen
(le, Ij) verschiedenen Durchmessers besteht
und daß an der Stoßstelle der beiden Federteile über den Federteii (Te) größeren Durchmessers
eine Mutter (Tg) aufschraubbar oder in den
Federteil (7/) kleineren Durchmessers ein Bolzen einschraubbar ist.
8. Gerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Mutter bzw. der Bolzen
durch ein schraubenförmig gewickeltes Drahtstück (7 h) gebildet ist.
9. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellfeder (7) aus einer
Schraubenfeder mit stetig oder sprungweise veränderlichem Windungsdurchmesser, aber durchgehend
gleicher Steigung besteht, wobei die Enden der Schraubenfeder an ihren Angriffsstellen
so geführt sind, daß die Feder durch Schraubbewegung in axialer Richtung verschoben werden
kann.
10. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenfeder zumindest an
einer Angriffsstelle Teile eines Gewindes bildende Langlöcher (7A-) durchsetzt, deren Länge der
größten Differenz der Windungsradien der Feder entspricht.
11. Gerät nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellfeder
(7) an den beiden als Gegengewichtsteile dienenden Armen (5 a, 6 a) angreift.
12. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden bewegten Systeme mit
Abwälzflächen (17, 18) ausgestattet sind, die aneinander abrollen und durch die vorzugsweise als
Biegefeder (19, 20) ausgebildete Rückstellfeder (7) gegeneinander verspannt sind.
13. Gerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur gegenseitigen Verspannung der
beiden Abwälzflächen (17, 18) eine aus zwei endseitig miteinander verbundenen Biegestäben (19,
20) bestehende Biegefeder (7) vorgesehen ist, wobei ein Biegestab (19) das eine bewegte System
(1, 5 a usw.) nahe einer Abwälzfläche (17) mit geringem Spiel durchsetzt, während der zweite
Biegestab (20) durch ein nahe der Abwälzfläche (18) im anderen bewegten System (2, 6 a usw.)
angeordnetes Langloch (21) geführt und mittels eines Spannbügels (22) und einer an diesem zweiten
System angreifenden Spannschraube (23) veränderlich vorspannbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 760 775, 932 172.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 507/184 1.64 © Bundesdruckerei Berlin
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