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DE1162092B - Mehrstufiges Verfahren und Zelle zur elektrolytischen Herstellung von Antimon hoher Reinheit - Google Patents

Mehrstufiges Verfahren und Zelle zur elektrolytischen Herstellung von Antimon hoher Reinheit

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Publication number
DE1162092B
DE1162092B DE1962P0028801 DEP0028801A DE1162092B DE 1162092 B DE1162092 B DE 1162092B DE 1962P0028801 DE1962P0028801 DE 1962P0028801 DE P0028801 A DEP0028801 A DE P0028801A DE 1162092 B DE1162092 B DE 1162092B
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antimony
electrolysis
arsenic
solution
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DE1962P0028801
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Raymond Beau
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PROD SEMI CONDUCTEURS
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/22Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of metals not provided for in groups C25C1/02 - C25C1/20
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C7/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Mehrstufiges Verfahren und Zelle zur elektrolytischen Herstellung von Antimon hoher Reinheit Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Zelle zur elektrolytischen Herstellung von Antimon hoher Reinheit, das insbesondere auch arsenfrei ist.
  • Bei der Verwendung von Antimon für Halbleiterzwecke muß es bekanntlich sehr rein sein.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, für die Raffination des Antimons das in der Technik der Herstellung von reinen Metallen angewendete Zonenschmelzverfahren auch für die Reinigung von Antimon zu verwenden. Einer wirksamen und wirtschaftlichen Anwendung dieses Verfahrens steht im Falle von Antimon jedoch die Anwesenheit des schwierig abzutrennenden Arsens entgegen.
  • Es ist auch bekannt, Antimon auf elektrolytischem Wege zu gewinnen. Das erfolgt nach einem der bekannten Vorschläge in einer Diaphragmazelle aus Alkalisulfoantimonitlösungen. Nach einem anderen dieser Vorschläge wird Antimon durch Elektrolyse aus Antimontrisulfid und Fluorwasserstoffsäure gewonnen. Diese Verfahren haben jedoch den Nachteil, daß sie kein absolut reines Erzeugnis liefern.
  • Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren ermöglicht es, das Arsen und andere Verunreinigungen vollkommen aus dem Antimon abzuscheiden und in einfacher Weise für die Herstellung von Halbleitern geeignetes Antimon sehr hoher Reinheit herzustellen. Das neue mehrstufige Verfahren besteht im wesentlichen darin, daß aufeinanderfolgend eine erste Elektrolyse in weinsteinsaurer Lösung bei einem schonenden Potential durchgeführt wird, welches die Verunreinigungen, wie Kupfer und Wismut, beseitigt, der eine zweite Elektrolyse in weinsteinsaurer Lösung unter einem solchen Potential folgt, daß sich ein noch mit Arsen verunreinigter Niederschlag von Antimon ergibt, der dann in Lösung gebracht wird, worauf ein Destillationsvorgang folgt, durch welchen das Arsen abgeschieden wird, worauf schließlich durch eine abschließende Elektrolyse das Antimon von seinen letzten Verunreinigungen getrennt wird.
  • Gemäß der Erfindung wird Antimon von hoher Reinheit aus handelsüblichem Antimon(III)-oxyd oder aus unreinem metallischem Antimon, das vorher in das Oxyd Sbz03 übergeführt wird, hergestellt. Dieses Oxyd wird in einer wäßrigen Lösung von Weinsteinsäure gelöst und die erhaltene Lösung einer Elektrolyse unter geringer Stromstärke, von vorzugsweise etwa 0,6 A, unterworfen. Das angewendete Potentialgefälle muß so gewählt werden, daß das Kupfer und das Wismut, die in Form von Verunreinigungen in der Lösung vorhanden sind, sich auf der Kathode zusammen mit einer sehr kleinen Menge an Antimon niederschlagen. Praktisch liegt das angewendete Kathodenpotential bei etwa -210 mV. Es wird unter Verwendung einer Bezugselektrode aus Kalomel gemessen.
  • Die Lösung von Antimon in verdünnter Weinsteinsäure, dessen Verunreinigungen Kupfer und Wismut auf diese Weise abgeschieden worden sind, wird darauf einer zweiten Elektrolyse unter erhöhtem Potential unterworfen, welches so gewählt wird, daß das Antimon und das Arsen sich gemeinsam an der Kathode niederschlagen, während ein erheblicher Anteil der anderen Verunreinigungen, wie des Eisens, Zinns, Zinks, Silbers, Aluminiums und Nickels, in Lösung bleiben. Diese zweite Elektrolyse wird vorzugsweise unter einem Kathodenpotential von etwa -320 mV durchgeführt, das ebenfalls gegenüber einer Bezugselektrode aus Kalomel gemessen wird. Die Stromstärke beträgt am Anfang der Elektrolyse etwa 6 A und fällt am Ende der Elektrolyse auf etwa 1,2 A ab.
  • Das an der Kathode abgeschiedene Antimon ist frei von Kupfer und Wismut, enthält aber noch viel Arsen sowie gewisse Verunreinigungen, die durch den Antimonniederschlag mitgerissen sind. Das von der Kathode abgenommene Antimon wird durch Oxydation mit Salpetersäure in wasserunlösliches Antimon(III)-oxyd übergeführt. Nach Waschen mit kochendem Wasser wird das Oxyd in konzentrierter Chlorwasserstoffsäure gelöst, wobei das darin enthaltene Arsen in Arsen(II1)-chlorid übergeführt wird. Die erhaltene Lösung wird einer Destillation unterworfen, in deren Verlauf zunächst das Azeotrop Wasser-Chlorwasserstoffsäure abgeschieden wird. Das Arsenchlorid, dessen Siedepunkt bei etwa 130° C liegt und das bereits zum Teil durch das Azeotrop Wasser-Chlorwasserstoffsäure mitgenommen worden war, destilliert ab und ist aus der verbleibenden Mischung, sobald diese eine Temperatur von 230° C, die Siedetemperatur des Antimonchlorid, erreicht hat, völlig abgeschieden worden. Dann wird die Destillation abgebrochen. Es ist von Vorteil, der Mischung während der Destillation eine kleine Menge an Antimon hoher Reinheit zuzusetzen. Auf diese Weise wird gegebenenfalls das fünfwertige Antimon reduziert, das bestrebt ist, sich im Zuge der Umsetzung zu Antimon(I11)-oxyd durch die Salpetersäure zu bilden.
  • Nun wird das durch die Destillation erhaltene Antimontrichlorid, das frei von Kupfer, Wismut und Arsen ist, einer letzten Reinigung durch Elektrolyse unterworfen, um hierdurch das Antimon auch von den letzten Spuren von Verunreinigungen zu trennen. Diese Elektrolyse erfolgt in einer Lösung, die so gewählt ist, daß durch das Lösungsmittel keine komplexen Verbindungen des Antimons gebildet werden.
  • Ein wesentliches Merkmal des Verfahrens gemäß der Erfindung besteht darin, daß entsprechend seiner vorzugsweisen Ausführungsform als besonders geeignetes Mittel für die abschließende Elektrolyse eine Mischung von Chlorwasserstoffsäure und Schwefelsäure verwendet wird. Die in diesem Falle anwesende Schwefelsäure verhindert die Hydrolyse des Antimonchlorids, obwohl die starke Konzentration der Lösung sie an sich begünstigt. Durch die Einführung der Schwefelsäure werden die Eigenschaften des Bades nicht geändert, und es bhält seinen nicht komplexbildenden Charakter, der günstig für die Abscheidung der Verunreinigungen durch Elektrolyse unter einem planmäßig eingestellten Potential ist. Durch das Verfahren gemäß der Erfindung wird kristallisiertes, nicht explosives Antimon hoher Reinheit erhalten.
  • Die abschließende Elektrolyse wird in besonders günstiger Weise durchgeführt, wenn eine Lösung, die 10 bis 50 g je Liter Antimon in Form von Antimontrichlorid in Anwesenheit von freier Chlorwasserstoffsäure von einer Konzentration entsprechend In bis 2n und von freier Schwefelsäure von einer Konzentration entsprechend In bis 4n enthält verwendet wird. Vorzugsweise wird bei der abschließenden Elektrolyse eine Lösung von Antimontrichlorid, die 40 g Antimon je Liter enthält, in Mischung mit Chlorwasserstoffsäure und Schwefelsäure von einer freien Azidität von 1,5n und 3,3n verwendet. Hierdurch werden die Gefahren der Hydrolyse der elektrolytischen Bäder, deren Temperatur zweckmäßig in der Nähe von 25 bis 30° C gehalten wird, vermieden.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist es von Vorteil, das Kathodenpotential bei der abschließenden Elektrolyse im chlorwasserstoffsaurenschwefelsauren Elektrolyten zwischen -180 und -190 mV zu halten. Ihm entsprechen Stromdichten von 1 bis 5 mA/cm2.
  • Die Art der verwendeten Elektroden ist für die Durchführung der abschließenden Elektrolyse nicht entscheidend. Vorzugsweise werden Kathoden aus reinem Antimon oder aus Platin oder Tantal verwendet, auf welchen sich das Antimon niederschlägt, ohne daß sich Legierungen bilden, so daß das Antimon sehr leicht von der Elektrode abgestrichen werden kann. Die Anoden können aus Platin bestehen. In diesem Falle ist es jedoch vorzuziehen, dem Elektrolyten ein Reduktionsmittel, wie Hydroxylamin, zuzusetzen, um eine Entwicklung von freiem Chlor zu verhindern, welches die Anode angreifen könnte. Es wird deshalb vorgezogen, Graphitanoden mit einem Reinheitsgrad von 99,999 "/o zu verwenden, die weitgehend beständig sind.
  • Es wurde gefunden, daß sich im Verlauf einer solchen Elektrolyse unterchlorige Säure bildet, die an der Kathode bei einem Potential, das größer ist als das der Entladung der Kationen Sb... entsprechende, reduziert wird, so daß ein großer Teil des für die Elektrolyse verwendeten elektrischen Stromes für die Reduktion dieser unterchlorigen Säure auf Kosten der Abscheidung von Antimon an der Kathode verbraucht wird.
  • Diesem Nachteil wird dadurch begegnet, daß die abschließende Elektrolyse in einer für die Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung besonders ausgebildeten Elektrolysezelle vorgenommen wird, die nachstehend im einzelnen an Hand der Figuren beschrieben wird. Von diesen ist F i g. 1 eine schematische Gesamtdarstellung der Elektrolysezelle im Schnitt und F i g. 2 eine Einzelansicht der bei dieser vorgesehenen Abschirmung.
  • Die Zelle besteht aus einem Badbehälter 1, in welchen eine Mehrzahl von Graphitelektroden, 2, 3, 4 usw. angeordnet ist, die von den Diaphragmen 2 a, 3a, 4a usw. aus Glas umgeben sind, welche in ihrem unteren Teil eine Streuzone 2 b, 3 b, 4 b usw. aufweisen, die vorzugsweise durch eine unter dem unteren Ende jeder Anode angeordneten Platte aus gefrittetem Glas gebildet ist.
  • Die Diaphragmen 2a, 3a, 4 a usw. sind an den Anoden abgedichtet und über Dichtungen aus Kunststoff 2c, 3e, 4 c befestigt. Diese Dichtungen tragen seitliche Rohransätze 2d, 3d, 4d für die Abführung des während der Elektrolyse frei werdenden Chlors.
  • Die Kathoden 5 und 6 von üblicher Bauart aus Platin sind gegen die Anodenräume durch zueinander parallele Schirme 7 a, 7 b, 8 a, 8 h abgeschirmt, deren Dichtigkeit von ihrer Mitte bis zu ihrem Umfang verschieden ist. Der Zweck dieser Abschirmungen ist der, eine Konzentration der Kraftlinien in der mittleren Zone der Kathode zu vermeiden. Sie bestehen vorteilhafterweise aus Platten aus Kunststoff, die Bohrungen 9 von verschiedenen von der Mitte der Platte bis zum Umfang größer werdenden Durchmessern aufweisen (F i g. 2). Auf diese Weise wird eine gleichmäßige Stromdichte an der Oberfläche der Kathoden während der Elektrolyse gesichert. Die Elektrolysezelle ist außerdem mit einer Rührvorrichtung, z. B. einer magnetischen Rührvorrichtung 10, welche die Homogenität des Bades sichert, ausgerüstet.
  • In die ringförmigen die Anoden umgebenden, durch die Diaphragmen in der beschriebenen Weise begrenzten Anodenräume wird eine Schwefelsäure-Chlorwasserstoffsäure-Mischung, die kein gelöstes Antimonchlorid enthält, eingetragen, deren Dichte -twa kleiner ist als die des den übrigen Teil der Zelle ausfüllenden Bades. Auf diese Weise ergibt sich, sobald der Druckausgleich zwischen dem den Anoden-und Kathodenräumen erfolgt ist, eine wirksame Trennung der Anolyte und Katholyte voneinander, wobei die gebildete unterchlorige Säure in den Anodenräumen verbleibt.
  • Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens, auf das die Erfindung aber keineswegs beschränkt ist, gegeben: Beispiel Es werden durch Lösen von 1160 g Antimonoxyd in einer wäßrigen Lösung, die 160 g handelsübliche Weinsteinsäure je Liter enthält, 241 einer weinsteinsauren Lösung, die 4.0 g Antimon je Liter enthält, hergestellt.
  • Diese Lösung wird in einer aus Kunststoff bestehenden Elektrolysezelle, in der fünf Anoden aus reinem Graphit, derenAbmessungen 190 .250 - lOmm betragen und vier Messingelektroden mit den Abmessungen 200 - 250 - 2 mm angeordnet sind, der Elektrolyse unterworfen. Es wird zwei Tage lang durch dieses elektrolytische Bad ein Strom von 0,6 A hindurchgeleitet. Das Potential wird konstant auf -220 mV gehalten. Nach dieser ersten Elektrolyse, während der das Kupfer und das Wismut abgeschieden wurden, wird der Elektrolyt in eine andere Elektrolysezelle übergeführt, die mit zwei Platinanoden und drei Platinkathoden von den Abmessungen 250 .200 - 0,3 mm ausgerüstet ist. Die zweite Elektrolyse wird unter einem konstant gehaltenen Potential von -320 mV durchgeführt, wobei die Stromstärke am Anfang der Elektrolyse 6 A und am Ende der Elektrolyse 1,2 A beträgt. Nach einer Elektrolyse von 6 Tagen Dauer werden 8l0 g Antimon erhalten, die in der Kälte durch 2,51 handelsübliche chemisch reine Salpetersäure oxydiert werden. Der erhaltene Niederschlag aus Antimonoxyd wird mit kochendem Wasser gewaschen und dann in 41 11 n-Chlorwasserstoffsäure (chemisch rein) gelöst. Das Lösungsprodukt wird darauf einer fraktionierten Destillation unterworfen, die fortgeführt wird, bis eine Temperatur von 220° C erreicht wird. Diese Endtemperatur wird etwa 5 Minuten lang aufrechterhalten und dann die Destillation abgebrochen.
  • Das als Ergebnis bei der Destillation angefallene arsenfreie Antimonchlorid, das etwa 800 g Antimon entspricht, wird in einer Mischung aus freier 1,5 n-Chlorwasserstoffsäure und freier 3,3 n-Schwefelsäure gelöst, und zwar werden dadurch 201 dieser Lösung, die 40 g Antimon je Liter enthält, hergestellt. Diese Lösung wird in eine Elektrolysezelle der beschriebenen Art aus Kunststoff, die mit zwei Platinkathoden mit Abmessungen von 250 .200 - 1 mm und drei Anoden aus reinem Graphit mit einem Durchmesser von 27 mm, die auf 125 mm in die oben beschriebene, aus Chlorwasserstoffsäure und Schwefelsäure bestehende, kein gelöstes Antimon enthaltende Mischung eingetaucht sind, gegeben. Die Anoden sind mit Diaphragmen versehen, deren Streuzone aus Platten von gefrittetem Glas feiner Porosität besteht. Die Elektrolyse wird bei wechselnden Stromstärken von 5 bis zu 1,1 A durchgeführt, wobei das Potential auf -190 mV gehalten wird. Nach 7tägiger Dauer der Elektrolyse ergeben sich 712g Antimon hoher Reinheit, das unter einer Schicht von Kaliumcyanid in einem Tiegel aus Quarz mit eingeschliffenem Ventil geschmolzen wird. Das geschmolzene Antimon wird unter einer Atmosphäre aus Argon aus dem Tiegel gegossen.
  • Das so hergestellte Antimon hat eine sehr hohe Reinheit; spektralanalytisch wurden nur 5 ppm Eisen und 1 ppm Kupfer ermittelt. Spuren anderer Verunreinigungen, wie Arsen, Blei, Silber, Nickel, Zink, Zinn, Quecksilber, Aluminium oder Wismut waren spektralanalytisch nicht festzustellen.

Claims (12)

  1. Patentansprüche: 1. Mehrstufiges Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von Antimon hoher Reinheit aus unreinem Antimonoxyd, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h folgende Verfahrensstufen: a) eine erste Elektrolyse in weinsteinsaurer antimonhaltiger Lösung unter einem niedrigen Potential zur Abscheidung der Verunreinigungen, wie Kupfer und Wismut, b) eine zweite Elektrolyse im gleichen Elektrolyten unter einem höheren Potential zur Abscheidung eines arsenhaltigen Niederschlages aus Antimon, c) Inlösungbringen dieses Niederschlages und Abtrennen des Arsens durch Destillation der Lösung und d) abschließende Elektrolyse, vorzugsweise in einem chlorwasserstoff-schwefelsauren Elektrolyten zur Abscheidung von reinem Antimon.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Antimon(I1I)-oxyd in verdünnter Weinsteinsäure gelöst wird, diese Lösung zunächst einer Elektrolyse mit geringer Stromstärke, vorzugsweise von etwa 0,6 A, mit einem Kathodenpotential von etwa -210mV unterworfen wird und hierauf einer zweiten mit höherer Stromstärke, vorzugsweise etwa 6 A zu Beginn und 1,2 A am Ende bei einem Kathodenpotential von -320 mV durchgeführten Elektrolyse unterworfen, das auf der Kathode abgeschiedene arsenhaltige Antimon abgenommen und von neuem in Antimon(lII)-oxyd übergeführt wird, dieses gewaschen und das Arsen durch konzentrierte Chlorwasserstoffsäure in Arsen(I1I)-chlorid übergeführt wird, worauf die Lösung einer fraktionierten Destillation unterworfen und das Arsenchlorid durch Destillation abgetrennt wird und schließlich das verbleibende Antimontrichlorid einer letzten elektrolytischen Reinigung unterworfen wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß während der Destillation der Mischung eine kleine Menge an Antimon hoher Reinheit zugesetzt wird.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die abschließende Elektrolyse in einer Lösung erfolgt, deren Beschaffenheit eine Bildung von komplexen Verbindungen des Antimons durch das Lösungsmittel verhindert.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die abschließende Elektrolyse in Gegenwart einer Mischung von Chlorwasserstoffsäure und Schwefelsäure durchgeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei der abschließenden Elektrolyse eine Lösung verwendet wird, die 10 bis 50g Antimon je Liter, vorzugsweise 40g Antimon je Liter, in Form von Antimontrichlorid enthält, in Gegenwart von freier 1 bis 2, vorzugsweise 1,5 n-Chlorwasserstoffsäure und freier 1 bis 4 vorzugsweise 3,3 n-Schwefelsäure.
  7. 7. Verfahren nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei der abschließenden Elektrolyse in Chlorwasserstoffsäure-Schwefelsäure das Kathodenpotential zwischen - 180 und -190 mV gehalten wird. B.
  8. Verfahren nach den Ansprüchen 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei der abschließenden Elektrolyse Kathoden aus reinem Antimon, aus Platin oder aus Tantal verwendet werden.
  9. 9. Verfahren nach den Ansprüchen 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei der abschließenden Elektrolyse Anoden aus Platin verwendet werden und dem Elektrolyten ein Reduktionsmittel, wie Hydroxylamin, zugesetzt wird.
  10. 10. Verfahren nach den Ansprüchen 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß Anoden aus Graphit mit einem Reinheitsgrad von 99,999 % verwendet werden.
  11. 11. Zelle zur Durchführung der abschließenden Elektrolyse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von vorzugsweise aus Graphit bestehenden Anoden (2, 3, 4), die von Diaphragmen (2a, 3a, 4a) aus Glas umgeben sind, die in ihrem unteren Bereich eine vorzugsweise aus einer Platte von gefrittetem Glas bestehende Streuzone (26, 36, 46) aufweisen, und durch eine Mehrzahl von aus Platin bestehenden Kathoden (5, 6), die von den Anodenräumen durch Abschirmungen (7a, 7b, 8a, 8b) getrennt sind.
  12. 12. Elektrolysezelle nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Kunststoffplatten bestehenden Abschirmungen Bohrungen (9) aufweisen, die vom Mittelpunkt der Platten nach außen hin zunehmende Durchmesser haben. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 687 388; britische Patentschrift Nr. 294143.
DE1962P0028801 1961-02-15 1962-02-14 Mehrstufiges Verfahren und Zelle zur elektrolytischen Herstellung von Antimon hoher Reinheit Granted DE1162092B (de)

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