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Ablegevorrichtung für Strangzigarettenmaschinen Zusatz zum Patent:
1058 897 Im Hauptpatent ist eine Ablegevorrichtung für Strangzigarettenmaschinen
beschrieben, bei der die aus der Maschine in Längsrichtung austretenden Zigaretten
durch einen quer am Strang bewegten Ableger abgegeben werden, der im Bereich der
Übergabestelle der Zigarette vom Strang an einen Querförderer eine bogenförmige,
etwa tangential gegen den Querförderer und aufwärts gerichtete, hin-und herschwingende
Bewegung ausführt, die die Resultante einer gesteuerten Kurve und einer auf und
ab gehenden Bewegung ist, wobei die Haltestange der Schubleiste des Ablegers an
eine Kurbelscheibe zweihebelarmig angelenkt und mit ihrem oberen Ende in einer auf
und ab bewegbaren Halterung abgestützt ist. Bei dieser Ausbildung der Vorrichtung
nach dem Hauptpatent wird erreicht, daß die relative Geschwindigkeit zwischen dem
Ableger und einer ankommenden Zigarette so gering ist, daß diese ohne wesentlichen
Schlag quer in die Muldentrommel etwa mit deren Geschwindigkeit ablegbar ist. Dabei
wird aber der Abstand des oberen Endes der Haltestange von der Anlenkstelle des
unteren Endes der Haltestange an die Kurbelscheibe ständig verändert, wodurch die
Einstellung der Kurvenbahn des Ablegers und dessen Geschwindigkeit erschwert wird.
Zur Beseitigung dieser Schwierigkeit ist nach der Erfindung vorgesehen, daß das
obere Ende der Haltestange an der Halterung unverschiebbar angelenkt ist, so daß
der Abstand zwischen den beiden Gelenken der Haltestange konstant bleibt.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Halterung in einer
Kulisse verschiebbar. Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen,
daß am oberen Ende der Haltestange ein Gelenkbolzen angeordnet ist, an den eine
Schwinge angelenkt ist. Diese Ausführungsform hat gegenüber der ersteren den Vorteil,
daß auf jegliche gegeneinander verschiebbare Teile verzichtet wird.
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In der Zeichnung sind beide Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Ablegevorrichtung, bei der das obere Ende der
Haltestange des Ablegers in einer Kulisse verschiebbar ist, und F i g. 2 einen Ableger,
bei dem das obere Ende der Haltestange an eine Schwinge angelenkt ist.
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Bei beiden Ausführungsbeispielen besteht die Ablegevorichtung im wesentlichen
aus einer zweihebelartigen Haltestange 10, deren Gelenk durch ein Kurbellager 9
gebildet wird, das um einen Kurbelzapfen 7 schwenkbar ist. Dieser Kurbelzapfen 7
sitzt radial verschiebbar auf einem Zahnrad 12, dessen Antrieb noch beschrieben
werden wird. Am unteren Ende der Haltestange 10 befindet sich eine Schubleiste 14,
an deren Schubfläche zwei Zigaretten 3 anliegen. Die Schubleiste 14 ist schwenkbar
und feststellbar an einem Schwenklager 13 befestigt.
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Gemäß F i g. 1 ist am oberen Ende der Haltestange 10 ein Lagerbolzen
106 in einem Schlitz verschiebbar befestigt. Dieser Lagerbolzen 106 trägt ein Kugellager
19, das in einer Kulisse 8 geführt ist. Die Kulisse 8 ist in einem Schlitz 20 im
Boden 1 a eines nicht gezeigten Gehäuses konzentrisch zur Achse des Zahnrades 12
verschiebbar und feststellbar.
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Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Bei jedem Takt der
Zigarettenmaschine dreht eine nicht dargestellte Antriebswelle das Zanhrad 12 um
eine Umdrehung, und die Haltestange 10 wird durch den Kurbelzapfen 7 hin und her
geschwenkt, wodurch die Schubleiste 14 die gewünschte hin- und herschwingende Bewegung
in etwa Ellipsenform zum Ablegen der Zigaretten ausführt. Dabei ist die Bewegung
des oberen Endes der Haltestange 10 infolge der Führung des Kugellagers 19
in der Kulisse 8 eine lineare.
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Bei der bevorzugten Ausführungsform der Ablegevorrichtung gemäß F
i g. 2 ist diese lineare Bewegung nicht vorhanden, und die gleitbaren Teile fallen
weg. Das hier gezeigte. Gehäuse 1 besteht aus dem Gehäuseboden 1 a und der Getriebewand
2. Im Gehäuseboden 1 a und in der Getriebewand 2 sind zwei Wellen 4 und 5 drehbar
gelagert. Die Welle 4 ist die Antriebswelle der Vorrichtung, und auf ihr sitzt ein
Flansch 11 a, an dem ein Zahnrad 11 verdrehbar und feststellbar befestigt ist. Dieses
Zanhrad 11 kämmt mit dem auf der Welle 5 befestigten Zahnrad 12. Beide Zahnräder
befinden sich in dem Gehäuse 1. Das Zanhrad 12 trägt den Kurbelzapfen 7, an dem
die Haltestange 10 mittels Kurbellager 9 schwenkbar ist. Die Haltestange
10 ist durch eine Ausnehmung
1 b des Gehäuses 1 hindurchgeführt.
An dieser Haltestange 10 ist, wie zu F i g. 1 beschrieben, die Schubleiste 14 mittels
Schwenklager 13 befestigt.
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Das obere Ende der Haltestange 10 trägt einen Gelenkbolzen 6, der
in einer Gabel 15 einer Schwinge 16 schwenkbar ist. Das freie Ende der Schwinge
16 hat ein um Gelenkbolzen 17 schwenkbares Lager 1.8,
und der Gelenkbolzen
17 ist im Boden 1 a des Gehäuses 1 befestigt.
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Die Arbeitsweise der Ausführungsform gemäß F i g. 2 ist folgende:
Ebenso wie bei der Vorrichtung gemäß F i g. 1 dreht bei jedem Takt der Maschine
die Antriebswelle 4 über das Zahnrad 11 das Zahnrad 12 um eine Umdrehung. Angetrieben
durch den Kurbelzapfen 7 schwenkt die Haltestange 10 hin und her, wodurch auch die
Schubleiste 14 eine hin- und herschwingende Bewegung von etwa Ellipsenform ausführt,
wobei die Schubleiste z. B. die Zigaretten 3 von einem Zigarettentransportband abnimmt
und an eine Mulde eines Querförderers, z. B. eine Muldentrommel, abgibt. Während
dieser hin- und herschwingenden Bewegung der Schubleiste schwingt das obere Ende
der Haltestange 10 mittels ihres Gelenkbolzens 6 und der Schwinge 16 hin und her.
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Stimmt der Angriffspunkt der Schubleiste 14 nicht mit der Zuführung
der Zigaretten, wird die Relativlage des Flansches 11 a und des Zahnrades 11 verändert,
indem z. B. nicht dargestellte Befestigungsschrauben für das Zahnrad 11 gelöst werden.
Dann wird die Schubleiste 14 in die richtige Lage zu den Zigaretten gebracht und
das Zahnrad 11 wieder an dem Flansch 11a festgesetzt.