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DE1160366B - Einrichtung zum Dosieren oder Vereinzeln von flachem, regellos angeliefertem Foerdergut, insbesondere Briefen - Google Patents

Einrichtung zum Dosieren oder Vereinzeln von flachem, regellos angeliefertem Foerdergut, insbesondere Briefen

Info

Publication number
DE1160366B
DE1160366B DET18489A DET0018489A DE1160366B DE 1160366 B DE1160366 B DE 1160366B DE T18489 A DET18489 A DE T18489A DE T0018489 A DET0018489 A DE T0018489A DE 1160366 B DE1160366 B DE 1160366B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
disc
circular ring
wall
letters
rotating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET18489A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Weinreich
Dr Kurt Kirsch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken Patentverwertungs GmbH
Original Assignee
Telefunken Patentverwertungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken Patentverwertungs GmbH filed Critical Telefunken Patentverwertungs GmbH
Priority to DET18489A priority Critical patent/DE1160366B/de
Publication of DE1160366B publication Critical patent/DE1160366B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07CPOSTAL SORTING; SORTING INDIVIDUAL ARTICLES, OR BULK MATERIAL FIT TO BE SORTED PIECE-MEAL, e.g. BY PICKING
    • B07C1/00Measures preceding sorting according to destination
    • B07C1/02Forming articles into a stream; Arranging articles in a stream, e.g. spacing, orientating
    • B07C1/04Forming a stream from a bulk; Controlling the stream, e.g. spacing the articles

Landscapes

  • Sorting Of Articles (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Dosieren oder Vereinzeln von flachem, regellos angeliefertem Fördergut, insbesondere Briefen Will man flaches Fördergut, beispielsweise Briefe, Schecks oder Dokumente, automatisch sortieren, beispielsweise nach Formaten oder nach Bestimmungsrichtungen, so muß die automatische Sortieranlage die Stücke des Förder- bzw. Sortiergutes, beispielsweise die Briefe, in einer ziemlich regelmäßigen Folge erhalten. Die einzelnen Briefe werden in unregelmäßiger Weise, meist in großen Megnen angeliefert. Es besteht daher die Aufgabe, aus dem stoßweise und zumindest teilweise übereinanderliegend angelieferten Briefgut cinen kontinuierlichen Fluß von Briefen herzustellen, der sich zur Verarbeitung in einer automatischen Sortieranlage eignet. Man erreicht dies durch Dosieren, d. h. Vereinzeln des ungleichmäßig angelieferten Sortiergutes.
  • Eine automatische Briefsortieranlage sei beispielsweise für einen Durchfluß von etwa 25 000 Briefen pro Stunde vorgesehen. Die Einschüttung soll in Mengen bis zu einem halben Kubikmeter erfolgen können.
  • Bekannte Mittel, um eine Dosierung und Vereinzelung zu erreichen, sind beispielsweise Vibrationsförderer, Trennwalzen, Abstreifer. Mitnehmerrollen oder -bänder oder pneumatische Mittel. Es wurde auch schon versucht, durch Kombination der vorgenannten Mittel eine ausreichende Vereinzelung des Sortiergutes zu erreichen.
  • Es ist eine Einrichtung zum Verteilen von Lagergut, insbesondere Kohlen, in Lagerräumen bekanntgeworden. Bei dieser Einrichtung sind eine Reihe von Verteilscheiben, zum Teil mit einer gewissen lDberlappung, hintereinander angeordnet. Auf diesen Scheiben wird das Lagergut von einer Scheibe zur nächsten gefördert und in den Lagerräumen verteilt. Diese Scheiben sind so angetrieben, daß im Übergabebereich die Bewegung der folgenden Scheibe der der ihr zuliefernden Scheibe entgegengerichtet ist. Zur besseren Gutmitnahme können die Scheiben mit Rillen oder Nuten versehen sein. Diese Einrichtung konnte jedoch wegen der Verschiedenartigkeit der Aufgabe gegenüber dem Erfindungsgegenstand keine Anregung zu dessen Ausbildung geben.
  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Dosieren oder Vereinzeln von flachem, regellos angeliefertem Fördergut. wie insbesondere Briefen u. dgl., sowie zum Ausrichten der einzelnen Förderstücke entsprechend einer Längskante. wobei das Fördergut über eine Eingabevorrichtung von oben auf eine Scheibe gegeben wird, die um eine im wesentlichen vertikale Achse rotiert und über einen Teil ihres Umfanges von einer feststehenden Wand umgeben ist, wobei sich die zum Rand der Scheibe beschleunigten Stücke bis zu ihrer tangentialen Ausgabe am Ende der Wand infolge der auf sie wirkenden Zentrifugalkraft mit einer ihrer langen Kanten an der Wand ausrichten. Gleichzeitig bewirkt die Einrichtung somit eine Orientierung der Briefe auf eine Längsseite. Diese Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführrichtung der Eingabevorrichtung der Bewegungsrichtung der Scheibe in deren Eingabebereich entgegengerichtet ist, daß die Scheibe mit einer griffigen, im Reibwert über dem zwischen aufeinanderliegenden Stücken auftretenden Wert liegenden Oberfläche versehen ist und das ferner eine ortsfeste Prallwand vorhanden ist, die den Eingabebereich im wesentlichen in radialer Richtung abschließt und sich an die feststehende Wand, etwa an deren eingabeseitigem Ende, anschließt, wobei der senkrechte Abstand der Prallwandunterseite von der Scheibe nur so groß ist, daß er eine ungehinderte Rotation der Scheibe gestattet. Die erfindungsgemäße Einrichtung erreicht somit eine Dosierung und Vereinzelung mit Hilfe von Reibungskräften und gleichzeitig eine Orientierung des Sortiergutes durch das Zusammenwirken von Reibungs- und Zentrifugalkräften.
  • Erfolgt der Zufluß des Sortiergutes in kleineren Mengen, beispielsweise gleichzeitig zehn bis zwanzig Briefe, so genügt eine erfindungsgemäße Einrichtung oder eine der im folgenden beschriebenen Kombinationen, um eine genügende Dosierung und Vereinzelung sowie eine gleichzeitige Orientierung des Sortiergutes zu erreichen. Fällt das Sortiergut in großen Mengen an, so ist der vorgeschlagenen Einrichtung noch eine Anlage zu einer Grob dosierung vorzuschalten. Dazu eignen sich irgendwelche der eingangs er- wähnten, bekannten Mitteln, wenn sie eine genügende Grob dosierung bewirken.
  • Fig. 1 zeigt eine Einrichtung nach der Erfindung. 1 ist eine rotierende Scheibe, ihre Fläche liegt im wesentlichen horizontal. Über eine Vorrichtung 2 findet die Eingabe des Sortiergutes statt. 3 ist eine Prallwand, die verhindert, daß die zugeschütteten Stücke des Sortiergutes über den Eingabebereich 5 hinaus entgegen der Drehrichtung geschleudert werden. 4 ist eine feststehende Wand, welche die Scheibe 1, beginnend mit dem dem Eingabebereich zugeordneten Gebiet des Scheibenrandes in Drehrichtung auf einem beträchtlichen Teil ihres Umfanges umgibt. Dabei ist die feststehende Wand 4 so angebracht, daß die Scheibe 1 innerhalb derselben frei rotieren kann. An diese Wand 4 schließt sich die Prallwand 3 unmittelbar an. Die Vorrichtung 2 zur Eingabe des Sortiergutes kann eine Rutsche sein, auf der die Briefe infolge der Schwerkraft ankommen. Man kann hierfür in bekannter Weise auch Bänder oder Walzen verwenden. An der Eingabestelle 5 wird ein ungeordneter Haufen von Briefen aufgegeben. Die Scheibe 1 bewegt sich in Pfeilrichtung und damit entgegen der Bewegungsrichtung der ankommenden bzw. zugeführten Briefe unter der Eingabestelle hinweg. Die Scheibe 1 hat eine griffige Oberfläche, beispielsweise einen Gummibelag. Es wird auf die untersten der bei 5 aufgeschütteten Briefe eine Reibungskraft ausgeübt. Die untersten Briefe werden durch die Scheibe 1 mitgenommen, während die oberen Briefe infolge ihrer Trägheit an dieser Bewegung wenigstens zunächst nicht teilnehmen. Denn der Reibungswert der rotierenden Scheibe 1 ist so gewählt, daß die Reibung zwischen der rotierenden Scheibe 1 und dem Briefmaterial größer ist als die Reibung von zwei Briefflächen aufeinander. Durch die Mitnahme der untersten Briefe des zugeschütteten Stapels wird eine Dosierung und Vereinzelung des Sortiergutes bewirkt.
  • Dieser Effekt wird verstärkt, wenn - wie bereits erwähnt - die Briefe von der Zuschüttvorrichtung 2 mit einem Bewegungsimpuls auf die Scheibe 1 fallen, welcher der Bewegungsrichtung der Scheibe 1 in dem Eingabebereich 5 entgegengesetzt gerichtet ist. Die Prallwand 3 verhindert, daß Briefe, die etwa einen zu großen Bewegungsimpuls erhalten haben, die Scheibe 1 verlassen, ohne an dem Dosierungs- und Vereinzelungseffekt teilgenommen zu haben. Die Briefe, welche von der Scheibe 1 infolge der Reibung mitgenommen werden, werden beschleunigt auf die Umfangsgeschwindigkeit der Scheibe 1. Gleichzeitig kommen sie unter der Wirkung der Zentrifugalkraft zum Rand der Scheibe 1. Der Rand der Scheibe 1 ist durch die feststehende Wand 4 begrenzt. Die Briefe gleiten in ungeordneter Weise gegen die Wand 4 und werden dort durch die Zentrifugalkraft so ausgerichtet, daß sie mit einer Längs- oder Schmalseite an der Wand 4 anliegen. Die Briefe kommen großteils auf die Längsseite zu liegen. Nur ein Teil legt sich mit der Schmalseite an die Wand an. Die Größe dieses Bruchteils hängt von dem Seitenverhältnis der Briefe ab. Die Briefe werden durch die feststehende Wand 4. die beispielsweise aus einem Blech geformt ist, gebremst, so daß zwischen den Briefen und der rotierenden Scheibe 1 ein Schlupf entsteht. Durch die Bremskraft wird auf die einzelnen Briefe ein Drehimpuls übertragen. Dadurch wird erreicht, daß die mit der Schmalseite anliegenden Briefe gedreht werden, so daß sie mit einer Längsseite an der Wand anliegen.
  • Die Wirkung des Drehimpulses ist bei den Briefen 6, 7, 8 durch die Richtung des Drehpfeiles angedeutet.
  • Der Drehimpuls ist nicht groß genug, um auf der Längsseite liegende Briefe auf die Schmalseite aufzurichten. Nach einer gewissen Strecke des Umfanges der Wand 4 werden nahezu alle Briefe auf eine Längsseite ausgerichtet sein. Die Briefe können am Ende der Wand 4 die rotierende Scheibe 1 in Richtung des Pfeiles 9 verlassen. Sie können dann in bekannter Weise durch Bänder oder Rollen weiterbefördert werden.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung ermöglicht also ein Dosieren bzw. Vereinzeln des ungleichmäßig angeförderten Sortiergutes; das Sortiergut wird gleichzeitig durch dieselbe Einrichtung auf eine Längsseite ausgerichtet. Die Größe der Einrichtung ist den zu verarbeitenden Formaten anzupassen. Bei einer Ausführungsform, welche Formate der Größe DIN B 4 bis B 6 verarbeiten, kann beispielsweise der Durchmesser der Scheibe 1,5 m und die Umfangsgeschwindigkeit von 2,5 bis 7 m/sec betragen.
  • Wenn das Sortiergut bei der Einschüttung nicht genügend vordosiert ist, findet durch die erfindungsgemäße Einrichtung in der beschriebenen Form noch keine genügende Vereinzelung statt. Doch ist es möglich, durch die Benutzung von zwei oder mehreren der beschriebenen Einrichtungen eine genügende Vereinzelung zu erzielen.
  • Fig. 2 zeigt eine solche Weiterbildung der Erfindung. 1 ist eine der oben beschriebenen rotierenden Scheiben mit einer Zuschüttvorrichtung 2, einer Prallwand 3, einem Zuschüttbereich 5 und einer feststehenden Wand 4. Die Briefe verlassen die rotierende Scheibe 1 in Richtung des Pfeiles 9 grob vereinzelt.
  • Sie gelangen nun auf eine zweite rotierende Scheibe 10, welche ebenso ausgebildet ist wie die rotierende Scheibe 1 und die sich unmittelbar unterhalb der Scheibe 1 befindet, so daß die Briefe durch ihre Trägheit auf die Scheibe 10 gelangen. Die rotierende Scheibe 10 hat in ihrem Eingabebereich eine Bewegungsrichtung, welche der Bewegungsrichtung der ihr zugeschütteten Briefe entgegengesetzt gerichtet ist.
  • Die Prallwand 11 verhindert, daß die von der rotierenden Scheibe 1 kommenden Briefe die Scheibe 10 verlassen, ohne an dem Vereinzelungseffekt teilgenommen zu haben. Die Briefe werden auf der Scheibe 10 in der beschriebenen Weise vereinzelt und werden durch die Reibung an der feststehenden Wand 12 auf ihre Längsseite orientiert. Sie verlassen die rotierende Scheibe 10 in Pfeilrichtung 13.
  • Die Umfangsgeschwindigkeit der Scheibe 10 kann größer sein als die der Scheibe 1. Dadurch werden die einzelnen Briefe weiter auseinander gezogen. Es können bei Bedarf der Scheibe 10 noch weitere Vereinzelungsscheiben nachgeordnet werden, so daß man eine Kaskade von Vereinzelungsscheiben erhält.
  • Die Scheiben können, wie in Fig. 2 angedeutet, hintereinander bzw. schraubenförmig an- bzw. untereinandergereiht sein. Jedoch ist es auch möglich, die Scheiben senkrecht übereinander auf einer gemeinsamen Achse anzubringen. Es sind dann Führungsmittel, beispielsweise Rinnen oder Bänder vorgesehen, die die Briefe von der höher gelegenen zu der tiefer gelegenen Scheibe leiten. Ein solcher Aufbau ist in horizontaler Richtung besonders raumsparend.
  • Eine andere bevorzugte Ausführungsform ist in Fig. 3 dargestellt. In der Mitte ist eine rotierende Scheibel der oben beschriebenen Art angeordnet.
  • Die Briefe verlassen die Scheibe 1 in Pfeilrichtung 9 und gelangen auf eine kreisringförmige Fläche 14, welche gegenläufig zu der Scheibe 1 rotiert, wie durch die Drehpfeile angedeutet. Diese Kreisringfläche 14 ist von einer feststehenden Wand 16 umgeben, welche sich von dem dem Eingabebereich zugeordneten Gebiet des Umfangs über einen beträchtlichen Teil des Umfanges des Kreisringes 14 erstreckt. Es ist auch eine Prallwand 15 vorgesehen, welche verhindert, daß die Briefe den Kreisring 14 verlassen, ohne an dem Vereinzelungseffekt teilgenommen zu haben. Die Briefe werden durch die Reibung an der Fläche des Kreisringes 14 mitgenommen und vereinzelt. Die Reibung der Briefe an der Wand 16 bewirkt eine Orientierung der Briefe auf ihre Längsseite, wie oben beschrieben. Die Umfangsgeschwindigkeit des Kreisringes 14 kann von der Umfangsgeschwindigkeit der Scheibe 1 verschieden sein.
  • Fig. 4 zeigt eine ähnliche Anordnung wie Fig. 3.
  • Der Scheibe 1 nach Fig. 3 entspricht hier ein Kreisring 18, d. h. eine Scheibe mit einer konzentrischen kreisförmigen inneren Begrenzung, die als feststehende senkrechte Wand 20 verhindert, daß Briefe ungewollt in den von dieser Wand begrenzten Ausschnitt oder Innenraum 19 gleiten. Diese feststehende senkrechte Wand 20 erstreckt sich über einen berächtlichen Teil dieses inneren Raumes 19 des Kreisringes 18.
  • Oberhalb des Kreisringes 18 wird in radialer Richtung ein sogenanntes Schleuderband 21 angeordnet.
  • Die eine untere Kante des unteren Trumes des Schleuderbandes verläuft parallel zu der Fläche der Scheibe 18 in einem vertikalen Abstand, der der Dicke der auszuscheidenden Sendungen entspricht.
  • Das Schleuderband ist jedoch so quer geneigt, daß es mit seinem unteren Trum in einem spitzen Winkel gegen die Bewegungsrichtung des Kreisringes 18 zur Bildung eines keilförmig enger werdenden Durchtrittspaltes ansteigt und wird mit großer Geschwindigkeit senkrecht zur Bewegungsrichtung des Kreisringes 18 bewegt, so daß die Bewegung des dem Kreisring 18 zugewandten unteren Trumes des Schleuderbandes 21 dem Ausschnitt 19 zugerichtet ist.
  • Das Schleuderband 21 dient zur Ausscheidung zu dicker Sendungen. Alle Sendungen, deren Dicke ein fest zu wählendes Mindestmaß überschreitet, werden durch das Schleuderband 21 erfaßt und aus dem Transportweg durch den Innenraum 19 hindurch einem Sammelbehälter zugeführt.
  • Die Sendungen, deren Dicke das Mindestmaß nicht überschreitet, kommen in Pfeilrichtung 9 auf den äußeren gegenläufigen Kreisring 14 und werden dort wie oben beschrieben vereinzelt. Die Prallwände22 und 23, die die Eingabebereiche der Kreisringflächen 18 und 14 begrenzen, sind bezüglich ihrer Oberfläche so ausgebildet, daß sie den Abfluß der Sendungen begünstigen. Dadurch wird eine verbesserte Gestaltung des Durchflusses des Sortiergutes erreicht.
  • Man kann die Scheibe bzw. den Kreisring um ihren Mittelpunkt nach außen leicht abfallend, d. h. kegelförmig ausbilden. Dadurch wird vermieden. daß Briefe, die in die Nähe des Mittelpunktes fallen, dort liegenbleiben. Denn um den Mittelpunkt ist die Zentrifugalkraft gering. Dadurch daß man die Scheibe in ihrem inneren Teil nach außen neigt, unterstützt man die Wirkung der Zentrifugalkraft durch die Schwerkraft. Es ist denkbar, die Größe der Neigung der Scheiben bzw. Kreisringe gegen die Horizontale vom Radius abhängig zu machen.
  • Es wurde schon darauf hingewiesen, daß der Reibungswert zwischen Scheibe bzw. Kreisring und Brief größer sein muß als der Reibungswert zwischen Brief und Brief. Andererseits darf der Reibungswert zwischen Scheibe bzw. Kreisring und Brief nicht zu groß sein, da sonst die Zentrifugalkraft nicht ausreicht, die Briefe gegen die feststehende Wand zu bewegen. Die günstigsten Reibungswerte für die Scheibenoberfläche werden am besten experimentell ermittelt. Im allgemeinen werden die innere Scheibe bzw. der innere Kreisring und der äußere Kreisring voneinander verschiedene Reibungswerte aufweisen. Um ein Festsetzen von Briefen um den Mittelpunkt der inneren Kreisscheibe zu vermeiden, kann man die Oberfläche der Scheibe um den Mittelpunkt glatt, d. h. mit besonders kleinem Reibungswert ausgestalten. Es kann also die rotierende Scheibe bzw. der Kreisring auf seiner Oberfläche in ringförmige Zonen mit verschiedenem Reibungswert unterteilt sein. Auch die Reibungswerte der feststehenden Wände müssen dem Zweck der Einrichtung angepaßt werden. Einerseits muß der Reibungswert der feststehenden Wände so groß sein, daß ein genügendes Drehmoment auf die Briefe ausgeübt wird, um sie auf ihre Längsseite zu orientieren. Andererseits darf der Reibungswert nicht zu groß sein, da sonst die Gefahr besteht daß Briefe von der Längsseite auf die Schmalseite aufgerichtet werden.
  • Die feststehende Wand kann man senkrecht als Zylinderwand vorsehen. Wenn die Briefe durch die Zentrifugalkraft gegen den Scheibenrand bewegt werden und an die feststehende Wand stoßen, ist es möglich, daß sie sich an der feststehenden Wand infolge der Luftbewegung aufrichten. Es ist daher vorteilhaft, die feststehenden Wände nach oben zum Scheibenmittelpunkt hin geneigt, d. h. kegelförmig auszubilden.
  • Dann wird ein Brief, der sich an der Wand aufgerichtet hat, wieder durch die Wirkung der Schwerkraft auf die Scheibe zurückfallen.
  • Es besteht die Gefahr, daß dünne Briefe, die sich an der feststehenden Wand aufgerichtet haben, zwischen Wand und rotierender Scheibe sich festklemmen. Um diese Gefahr auszuschalten, umgibt man die rotierende Scheibe bzw. den rotierenden Kreisring mit einem schmalen feststehenden Kreisring. Dies ist in Fig. 5 dargestellt, welche einen radialen Schnitt durch eine Anordnung nach Fig. 1 zeigt. 24 ist der schmale feststehende Kreisring, der die rotierende Scheibe 1 möglichst schlüssig umgibt. An diesem Kreisring 24 ist die kegelförmige Wand 25 angebracht. Briefe, die sich an der Wand 25 aufrichten, kommen mit ihrer Unterkante auf den schmalen Kreisring 24 zu stehen und können sich nicht in dem Schlitz zwischen Scheibe 1 und dem schmalen feststehenden Kreisring 24 verklemmen.
  • Die Scheibe bzw. der Kreisring kann auch um eine unter einem kleinen Winkel gegen die Vertikale (10 bis 200) geneigten Achse bewegt werden. Wenn man dann die Briefe an einer Stelle im ansteigenden Teil der Scheibenfläche zuschüttet, müssen die Briefe beim Vereinzeln nach oben, entgegen der Richtung der Schwerkraft, auseinandergezogen werden. Dadurch tritt bei geeigneter Bemessung eine Verbesserung des Dosierungs- und Vereinzelungseffektes ein.
  • Um eine Verstopfung der Einrichtung bei zu starker Zuschüttung zu verhindern, wird der Zufluß des Sortiergutes durch Lichtschranken gesteuert. Die Scheibendurchmesser sind den zu verarbeitenden Formaten anzupassen. Die Umfangsgeschwindigkeit der Scheiben ist entsprechend der gewünschten Transportgeschwindigkeit festzulegen.

Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zum Dosieren oder Vereinzeln von flachem, regellos angeliefertem Fördergut, wie insbesondere Briefen u. dgl., sowie zum Ausrichten der einzelnen Förderstücke entsprechend einer Längskante, wobei das Fördergut über eine Eingabevorrichtung von oben auf eine Scheibe gegeben wird, die um eine im wesentlichen vertikale Achse rotiert und über einen Teil ihres Umfanges von einer feststehenden Wand umgeben ist, wobei sich die zum Rand der Scheibe beschleunigten Stücke bis zu ihrer tangentialen Ausgabe am Ende der Wand infolge der auf sie wirkenden Zentrifugalkraft mit einer ihrer langen Kanten an der Wand ausrichten, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführrichtung der Eingabevorrichtung der Bewegungsrichtung der Scheibe (1) in deren Eingabebereich (5) entgegengerichtet ist, daß die Scheibe mit einer griffigen, im Reibwert über dem zwischen aufeinanderliegenden Stücken auftretenden Wert liegenden Oberfläche versehen ist und daß ferner eine ortsfeste Prallwand (3) vorhanden ist, die den Eingabebereich (5) im wesentlichen in radialer Richtung abschließt und sich an die feststehende Wand (4), etwa an deren eingabeseitigem Ende, anschließt, wobei der senkrechte Abstand der Prallwandunterseite von der Scheibe nur so groß ist, daß er eine ungehinderte Rotation der Scheibe gestattet.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rutsche als Eingabevorrichtung vorgesehen ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Band als Eingabevorrichtung vorgesehen ist.
  4. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere rotierende Scheiben (1, 10) hintereinandergeschaltet sind, daß die Ausgabe des Sortiergutes von einer Scheibe jeweils auf die nachfolgende rotierende Scheibe erfolgt, deren Bewegungsrichtung an der Ausgabestelle der Bewegungsrichtung der vorhergehenden Scheibe entgegengerichtet ist.
  5. 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere rotierende Scheiben senkrecht übereinander auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sind und Fiihrungsmittel vorgesehen sind, welche die Übergabe des Sortiergutes von der jeweils höher gelegenen zu der jeweils tiefer gelegenen Scheibe ermöglichen.
  6. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß konzentrisch zu und in Fortsetzung der rotierenden Scheibe (1) eine ringförmige Fläche (Kreisring 14) angebracht ist, die in entgegengesetzter Richtung wie die Scheibe (1) rotiert, daß dem Ausgang der rotierenden Scheibe (1) eine Eingabestelle auf dem Kreisring (14) zugeordnet ist, daß auch der rotierende Kreisring von der Eingabestelle in Drehrichtung über einen beträchtlichen Teil seines Umfanges von einer feststehenden Wand (16) in einem solchen Abstand umgeben ist, daß eine freie Drehung des Kreisringes (14) innerhalb der Wand (16) möglich ist (Fig. 3).
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingabebereich auf dem rotierenden Kreisring (14) durch eine Prallwand (15) abgeschlossen ist.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Scheibe (18) um ihren Mittelpunkt einen kreisförmigen Ausschnitt (19) hat und daß für eine Ausscheidung zu dicker Sendungen ein Schleuderband (21) vorgesehen ist, welches in radialer Richtung über der inneren Scheibe angeordnet ist, mit einem derartigen senkrechten Abstand von der Scheibe, daß alle Sendungen, deren Dicke ein gewisses Mindestmaß überschreitet, von dem Schleuderband erfaßt und durch den Ausschnitt (19) ausgeschieden werden (Fig. 4).
  9. 9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehenden Wände (4, 16, 20) nach oben gegen den Scheibenmittelpunkt hin kegelförmig geneigt sind.
  10. 10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierende Scheibe bzw. der rotierende Kreisring von einem schmalen feststehenden Kreisring (24) umgeben ist, welcher sich in gleicher Höhe wie die Scheibenfläche befindet, und daß sich an den feststehenden Kreisring die feststehende Wand (25) anschließt.
  11. 11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse(n) der Scheibe(n) gegen die Vertikale geneigt ist (sind).
  12. 12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe(n) bzw. der Kreisring wenigstens zum Teil kegelförmig gestaltet ist (sind).
  13. 13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierende Scheibe bzw. der rotierende Kreisring in ringförmige Zonen mit verschiedenen Reibungswerten unterteilt sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 266 900, 590 775, 1 004 539, 1 085 813; USA.-Patentschriften Nr. 2642173, 2 929 491, 2941651.
DET18489A 1960-06-04 1960-06-04 Einrichtung zum Dosieren oder Vereinzeln von flachem, regellos angeliefertem Foerdergut, insbesondere Briefen Pending DE1160366B (de)

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