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DE1158147B - Kompressor fuer Druckgasumlaufschalter - Google Patents

Kompressor fuer Druckgasumlaufschalter

Info

Publication number
DE1158147B
DE1158147B DES82449A DES0082449A DE1158147B DE 1158147 B DE1158147 B DE 1158147B DE S82449 A DES82449 A DE S82449A DE S0082449 A DES0082449 A DE S0082449A DE 1158147 B DE1158147 B DE 1158147B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
low
compressor
hollow body
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES82449A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Fritz Kesselring
Peter Selbmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES82449A priority Critical patent/DE1158147B/de
Publication of DE1158147B publication Critical patent/DE1158147B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/53Cases; Reservoirs, tanks, piping or valves, for arc-extinguishing fluid; Accessories therefor, e.g. safety arrangements, pressure relief devices
    • H01H33/56Gas reservoirs

Landscapes

  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

  • Kompressor für Druckgasumlaufschalter Bei Gasumlaufschaltern mit einem Niederdruck-und einem Hochdruckbehälter sind bisher vornehmlich Kompressoren üblicher Bauart in Form von Kolben- oder Rotationskompressoren verwendet worden. Sofern als Löschmittel beispielsweise Luft oder Stickstoff verwendet wird, arbeiten solche Kompressoren einwandfrei. Es muß aber darauf geachtet werden, daß kein Kompressoröl, das infolge der unvermeidlichen Abnützung im Kompressor Metallteilchen enthält, in das Löschsystem gelangt. Da im Lichtbogen die Öltröpfchen verbrennen, werden zusätzlich noch Kohleteilchen ausgeschieden. Durch die Metall-und Kohlepartikel wird die innere Isolation derartiger Schalter stark gefährdet. Wird zur Lichtbogenlöschung und Isolation Schwefelhexafluorid (S F6) verwendet, so treten weitere Zersetzungsprodukte auf. Da ferner die handelsüblichen Kompressoren gegen einen hohen Druck, wie er im Hochdruckbehälter bestehen muß, nicht ohne weiteres anlaufen, müssen Maßnahmen, z. B. ein sogenannter Druckbypaß, vorgesehen werden, um den Druckunterschied beim Anlaufen des Kompressors zunächst auszugleichen. Berücksichtigt man, daß der Motor noch einen Temperaturschutz benötigt und daß ein Druckregler vorgesehen werden muß, ferner eine größere Zahl von Absperrschiebern erforderlich ist, so erkennt man, daß der Aufwand für die Druckgaserzeugung bei einem Umlaufschalter sehr groß ist. Ziel der Erfindung ist, nicht nur die geschilderten Schwierigkeiten zu vermeiden, sondern zugleich auch die Konstruktion weitgehend zu vereinfachen.
  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Kompressor für Gasumlaufschalter, bei dem ein Gas aus einem Niederdruckbehälter in einen Hochdruckbehälter gefördert wird. Sie besteht darin, daß im Niederdruckbehälter ein elastischer Hohlkörper angeordnet ist, der zwecks Verdrängung und Kompression des im Niederdruckbehälter befindlichen Gases durch Steigerung seines Innendruckes ausgeweitet wird. In der Regel wird man bestrebt sein, möglichst den gesamten Gasinhalt des Niederdruckbehälters in den Hochdruckbehälter zu verdrängen; man wird daher vorzugsweise den elastischen Hohlkörper so weit ausdehnen, daß er sich an die Innenwand des Niederdruckbehälters anlegt. Der Niederdruckbehälter kann z. B. Kugelform haben, wobei als elastischer Hohlkörper in entsprechender Weise eine ballartige Gummiblase verwendet werden kann. Bevorzugt wird jedoch eine Bauform, bei der in einem zylindrischen Niederdruckbehälter ein elastischer Schlauch konzentrisch angeordnet ist.
  • Fig. 1 zeigt eine beispielsweise Ausführungsform eines Kompressors nach der Erfindung im Zusammenwirken mit einem Gasumlaufschalter mit Naßdampfantrieb, während Fig. 2 einen ähnlichen Kompressor, jedoch mit Knallgasantrieb wiedergibt.
  • In Fig. 1 bedeutet 1 einen zylindrischen Niederdruckbehälter, der über den Isolator 2 mit dem Niederdruckteil 3 der Schaltkammer 4 in Verbindung steht. Der Hochdruckteil 6 der Schaltkammer 4 ist über die ebenfalls isolierte Hochdruckzuleitung 5 mit dem Behälter 1 verbunden. Am unteren Ende des Isolators 2 ist ein Plattenventil 7 angeordnet, während der Isolator 5 ein Kugelventil 8 aufweist. Mit 9 ist der durch den Niederdruck zusammengelegte elastische, an sich zylindrische Schlauch bezeichnet, der an seinen Enden gasdicht mit den Einsätzen 10 und 11 verbunden ist. Bei Fortfall des Niederdrucks würde der Schlauch die gestrichelt gezeichnete Ruhestellung 12 einnehmen, in der er völlig entspannt ist.
  • Mit 13 ist ein wärmeisolierter Behälter bezeichnet, in dem sich eine Flüssigkeit 14, z. B. Wasser, Glykol, befindet. Die Flüssigkeit 14 wird durch eine Heizwicklung 15 geheizt, die über einen Bimetallschalter 16 mit einer Stromquelle 17 in Verbindung steht. Der Dampfraum 28 des Behälters 13 ist über ein elektrisch betätigtes Ventil 18 mit dem Innenraum des Schlauches 9 verbunden.
  • Im Normalzustand ist das Ventil 18 geschlossen. Die Flüssigkeit 14 wird durch die Heizwicklung 15 ständig auf erhöhter Temperatur gehalten, so daß sich in dem Raum 28 beispielsweise Saftdampf von 200° C mit einem entsprechenden Druck von etwa 16 atm befindet. Bei Erreichung der Temperatur von 200° C wird der Heizstrom durch den Bimetallsehalter 16 unterbrochen. Fällt die Temperatur infolge Wärmeverlust wieder etwas ab, so schaltet der Bimetallschalter 16 die Heizung wieder ein.
  • Ferner herrscht im Normalzustand im Raum 6 der Schaltkammer 4 Hochdruck; das Kugelventil 8 und der Schieber 26 schließen den Raum 6 nach außen ab. Der Niederdruckraum 3 steht mit dem Niederdruckkessel 1 in Verbindung; das Plattenventil 7 liegt nur mit geringem Druck an.
  • Zur Öffnung des Schalters wird der bewegliche Kontakt 22 mit Hilfe der Schaltstange 24 vom festen Kontakt 23 abgehoben. Gleichzeitig wird ein Schieber 26 durch die Isolierstange 27 in nicht näher dargestellter Weise zur Beblasung des entstehenden Lichtbogens geöffnet und kurz darauf wieder geschlossen. Dabei strömt eine gewisse Gasmenge aus dem Raum 6 in den Raum 3; das Plattenventil 7 öffnet sich und mindestens ein Teil des Löschgases tritt in den Niederdruckkessel 1 über.
  • Praktisch gleichzeitig mit der Trennung der Kontakte 22, 23 wird über den Isolierhebel 25 der Schalter 19 umgeschaltet; infolgedessen entlädt sich der durch die Stromquelle 20 geladen gehaltene Kondensator 21 impulsartig über die Betätigungsspule des Ventils 18, das sich daraufhin öffnet und nach Verbrauch der gespeicherten Kondensatorenergie wieder schließt. Das Öffnen des Ventils hat zur Folge, daß der im Raum 28 gespeicherte Sattdampf in den Schlauch 9 übertritt. Infolge des damit verbundenen Druckabfalles verdampft beinahe explosionsartig ein weiterer Teil des auf Sattdampftemperatur gebrachten Wassers 14. Durch den in den Schlauch 9 einströmenden Dampf wird derselbe ausgeweitet und schmiegt sich schließlich, wie dies strichpunktiert angedeutet ist, gegen die Innenwand des Niederdruckkessels 1. Schon bei Beginn dieser Bewegung wird das Plattenventil ? geschlossen. Erreicht der Druck in dem Behälter 1 den Hochdruck im Raum 6, so öffnet sich das Kugelventil 8, und das im Niederdruckbehälter befindliche Löschgas wird hierauf in den Raum 6 der Schaltkammer 4 zurückgepreßt. Bereits bei der Expansion des Sattdampfes nach dem Öffnen und Wiederschließen des Ventils 18 kondensiert ein Teil des Dampfes in Form kleiner Tröpfchen; durch weitere Abkühlung kondensiert auch noch der Rest des Dampfes. Dies hat zur Folge, daß im Inneren des elastischen Schlauches 9 Unterdruck auftritt, so daß der Schlauch wieder in die gezeichnete Ausgangslage zurückgeht, während das Löschgas aus dem Niederdruckteil3 der Schaltkammer durch das nur lose aufliegende Plattenventil 7 in den Behälter 1 nachströmt. Gleichzeitig wird der Hochdruckraum 6 durch das Kugelventil 8 abgeschlossen.
  • Man kann nun das kondensierte Wasser in an sich bekannter Weise ansammeln und, falls dies wünschenswert ist, in einfacher Weise wieder in den Behälter 13 zurückpressen, so daß das Wasser sich im Kreislauf bewegt. Es ist aber auch möglich, den Behälter 13 verhältnismäßig groß auszulegen, so daß der Wasserinhalt für sehr viele Schaltungen ausreicht. Das Kondenswasser kann also abgelassen und der Behälter 13 muß von Zeit zu Zeit neu gefüllt werden. Sofern durch den verwendeten Schlauch z. B. Spuren von Wasser diffundieren, kann es zweckmäßig sein, im Niederdruckbehälter ein an sich bekanntes Absorptionsmittel für Wasserdampf vorzusehen. Im allgemeinen wird es jedoch vorteilhaft sein, einen Dampf zu verwenden, der mit dem Löschmittel und seinen Zersetzungsprodukten keine schädlichen chemischen Verbindungen eingeht.
  • Sofern an der Einbaustelle des Schalters z. B. Preßluft aus dem Betriebsnetz mit ausreichendem Druck vorhanden ist, kann das Ventil 18 unmittelbar an diese Druckluftversorgung angeschlossen werden, wobei es zweckmäßigerweise auch zur nachfolgenden Entlüftung verwendet wird.
  • Es wurde bereits darauf hingewiesen, daß der Schlauch 9 in der Stellung 12, d. h. annähernd im Zustand größter Ausweitung, völlig entspannt ist. Das hat den Vorteil, daß für die Schlauchausweitung praktisch keine Energie erforderlich ist, so daß sich ein höherer Wirkungsgrad ergibt. Es hat sich gezeigt, daß normale Schläuche für Fahrzeugbereifung für den vorliegenden Zweck gut geeignet sind; sie arbeiten bei einer Sattdampftemperatur bis zu 200° C einwandfrei.
  • Fig. 2 zeigt einen im Prinzip ähnlichen Kompressor, wobei die Teile, die denen in Fig. 1 genau entsprechen, auch die gleichen Bezugszeichen aufweisen. Er unterscheidet sich insofern von der Ausführung nach Fig. 1, daß der Schlauch 9 mit kleinerem Durchmesser jetzt auf ein Rohr 31 mit radialen Löchern 32 aufgezogen und an den Enden gasdicht mit denselben verbunden ist. Der Behälter 13 nach Fig. 1 ist nun durch ein Elektrolysegerät 33 mit den Elektroden 34 und 35 ersetzt, das unmittelbar mit dem Rohr 31 in Verbindung steht. An Stelle des Bimetallschalters ist ein Druckschalter 36 vorgesehen, der die Unterbrechung des Gleichstromes aus der Batterie 37 bewirkt, wenn das Knallgasgemisch im Raum 38 einen vorgeschriebenen Druck erreicht. 39 ist eine an sich bekannte Zündkerze, die über eine Zündspule 40 und einen Unterbrechungskontakt 41 gespeist wird. Zwangläufig wird beim Ausschalten der Unterbrechungskontakt 41 über den Isolierhebel 25 geöffnet. Hierbei erzeugt die Zündspule 40 eine hohe Spannung, die zu einem überschlag an der Zündkerze 39 führt. Dadurch wird das Knallgasgemisch im Innern des elastischen Schlauches 9 zur Explosion gebracht; der Schlauch 9 weitet sich in die strichpunktiert angedeuetete Lage aus, wodurch die Kompression des im Niederdruckbehälter 1 befindlichen Gases bewirkt wird.
  • Durch den Engpaß 38 a wird verhindert, daß die Explosion aus dem Innern 9a des Schlauches in den Vorratsraum 38 zurückschlägt; der Engpaß 38 a ist jedoch so bemessen, daß sich der Raum 9 a nach Ablauf der Explosion schnell wieder mit Knallgas füllt. Bei der chemischen Reaktion entstehen aus dem Knallgas lediglich einige Tropfen Wasser, wodurch die Funktion der Anordnung jedoch in keiner Weise beeinträchtigt wird. Erst nach sehr vielen Kompressionsvorgängen bzw. Abschaltungen wird es notwendig sein, das Wasser im elastischen Schlauch 9 abzulassen und das Elektrolysegerät wieder aufzufüllen. Selbstverständlich kann es auch vorteilhaft sein, das Gas nicht nach jeder Abschaltung aus dem Niederdruckbehälter wieder in den Hochdruckbehälter zu befördern. Man kann vielmehr erst nach einer Anzahl von Ausschaltungen den Kompressor in Tätigkeit setzen, beispielsweise nach einer vorgegebenen, von einem Zähler kontrollierten Zahl von Ausschaltungen oder nach Erreichen eines bestimmten Druckes im Niederdruckbehälter.
  • Man erkennt, daß Kompressoren nach der Erfindung sehr einfach sind und ihre Herstellung keinerlei Präzision verlangt. Mit Ausnahme des elastischen Schlauches handelt es sich um ruhende Aggregate. Geringfügige Verschmutzungen beeinträchtigen das Arbeiten des Kompressors in keiner Weise; ebenso kann kein Öldampf in die Schaltkammer 4 eindringen. Unter Umständen kann es auch vorteilhaft sein, daß der Kompressionsvorgang selbst sich in Sekunden vollzieht, bei der Anordnung nach Fig.2 sogar in Bruchteilen von Sekunden, da dann der Gasumlaufschalter auch bei einer größeren Zahl unmittelbar nacheinander auftretender Schaltungen immer wieder betriebsbereit ist. In diesem Fall muß man lediglich dafür sorgen, daß bei der Anordnung nach Fig. 1 die Speisewassermenge ausreichend bemessen wird bzw. die Heizung kurzzeitig genügend Energie bereitstellt, um die Bedingungen für den Kompressionsvorgang in der gewünschten kurzen Zeitspanne wiederherzustellen. Entsprechendes gilt bei der Verwendung von Knallgas gemäß Fig.2. Der Kompressor nach der Erfindung erfordert praktisch keine Wartung.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Kompressor für Druckgasumlaufschalter, bei dem ein Gas aus einem Niederdruckbehälter in einen Hochdruckbehälter gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß im Niederdruckbehälter ein elastischer Hohlkörper angeordnet ist, der zwecks Verdrängung und Kompression des im Niederdruckbehälter befindlichen Gases durch Steigerung seines Innendruckes ausgeweitet wird.
  2. 2. Kompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elastische Hohlkörper sich beim Ausweiten an die Innenwand des Niederdruckbehälters anlegt.
  3. 3. Kompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem zylindrischen Niederdruckbehälter ein elastischer Schlauch konzentrisch angeordnet ist.
  4. 4. Kompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper derart ausgebildet ist, daß er im Zustand größter Ausweitung im wesentlichen entspannt ist.
  5. 5. Kompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elastische Hohlkörper durch in einem Verdampfer erzeugten Sattdampf ausgeweitet wird.
  6. 6. Kompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der elastische Hohlkörper im normalen Betrieb mit in einem Elektrolysegerät erzeugten Knallgas gefüllt ist, wobei seine Ausweitung durch die explosionsartige Drucksteigerung bei Zündung des Knallgases erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschriften Nr. 1034 903, 1144785.
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FR1144785A (fr) * 1954-09-03 1957-10-17 Interrupteur électrique à pression d'air et plus spécialement disjoncteur de courant

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