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DE1158049B - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Aldehyden und Ketonen - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Aldehyden und Ketonen

Info

Publication number
DE1158049B
DE1158049B DEC15709A DEC0015709A DE1158049B DE 1158049 B DE1158049 B DE 1158049B DE C15709 A DEC15709 A DE C15709A DE C0015709 A DEC0015709 A DE C0015709A DE 1158049 B DE1158049 B DE 1158049B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxygen
nitric acid
nitrogen
tower
oxidation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC15709A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Juergen Smidt
Dr Reinhard Jira
Alois Maier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Consortium fuer Elektrochemische Industrie GmbH
Original Assignee
Consortium fuer Elektrochemische Industrie GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Consortium fuer Elektrochemische Industrie GmbH filed Critical Consortium fuer Elektrochemische Industrie GmbH
Priority to DEC15709A priority Critical patent/DE1158049B/de
Priority to CH6234258A priority patent/CH384558A/de
Publication of DE1158049B publication Critical patent/DE1158049B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J27/00Catalysts comprising the elements or compounds of halogens, sulfur, selenium, tellurium, phosphorus or nitrogen; Catalysts comprising carbon compounds
    • B01J27/02Sulfur, selenium or tellurium; Compounds thereof
    • B01J27/053Sulfates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/27Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation
    • C07C45/32Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation with molecular oxygen
    • C07C45/33Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation with molecular oxygen of CHx-moieties
    • C07C45/34Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation with molecular oxygen of CHx-moieties in unsaturated compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Aldehyden und Ketonen In dem deutschen Patent 1142 351 ist ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Aldehyden und Ketonen aus Kohlenwasserstoffen mit einer oder mehreren Doppelbindungen unter Erhaltung der Zahl der Kohlenstoffatome im Molekül beschrieben, bei dem die Kohlenwasserstoffe in einer Reaktionsstufe mit wasserhaltigen Lösungen von Verbindungen der Platinemetalle in Gegenwart von Oxydationsmitteln umgesetzt und die bei der Umsetzung reduzierten Lösungen in einer Regenerationsstufe periodisch wieder aufoxydiert werden. Dabei wird die Umsetzung in der Reaktionsstufe, gegebenenfalls in Gegenwart von Sauerstoff bzw. Luft durchgeführt und die Aufoxydierung der Lösungen durch Einwirkung von Sauerstoff bzw. Luft und Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen vorgenommen.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich das Verfahren gemäß Patent 1142 351 besonders vorteilhaft gestalten läßt, wenn die reduzierte Lösung einem Salpetersäure in einer weit unter der stöchiometrisch zur Aufoxydation notwendigen Menge enthaltenden, unter Sauerstoffüberdruck stehenden oder mit Sauerstoff gegebenenfalls in Kreislaufführung beschickten Oxydationsreaktor mit einer solchen Geschwindigkeit zugeführt wird, daß in diesem Reaktor stets ein Überschuß an oxydierenden Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen aufrechterhalten wird.
  • Zur Erzielung brauchbarer Oxydationsleistungen ist nämlich weder eine besonders hohe Konzentration noch eine stöchiometrische Menge an Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen insgesamt erforderlich. Ausschlaggebend ist nur, daß der jeweils zur Umsetzung gelangende Teil der Katalysatorlösung immer einen Überschuß an oxydierenden Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen, bezogen auf die reduzierten Anteile dieser Lösung, vorfindet. Dies läßt sich dadurch erreichen, daß man die Geschwindigkeit, mit der die Katalysatorlösung der Einwirkung von Sauerstoff und Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen zugeführt wird, dem Verlauf der Oxydation -wie vorstehend angegebenentsprechend anpaßt. Durch die ständige Anwesenheit von ausreichenden Mengen an Sauerstoff wird ferner bewirkt, daß die einmal vorhandene Menge an oxydierenden Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen während der Reaktion durch Nachbildung dauernd erhalten bleibt.
  • Auf diese Weise gelingt es, in einem Verfahrensschritt die reduzierten Anteile der Katalysatorlösung mit einer weit unter den stöchiometrischen Erfordernissen liegenden Menge an Stickstoff-Sauerstoff-Verbindung vollständig und mit hoher Geschwindigkeit umzusetzen. Die Einwirkung von Sauerstoff und Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen kann bei gewöhnlicher Temperatur erfolgen. Man wird aber im allgemeinen erhöhte Temperaturen, etwa im Bereich von 50 bis 170° C, bevorzugen. Entsprechend den angewandten Temperaturen ist auch der Druck zu wählen.
  • Die oxydierte Lösung wird entsprechend dem Gehalt an Salpetersäure bzw. an Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen mit einem geringen Überschuß an weiterer Katalysatorlösung vermischt und in einem Füllkörperturm im Gegenstrom durch Luft und/oder Dampf von Stickoxyden befreit.
  • Einige Ausführungsformen des Verfahrens sind in den folgenden Beispielen beschrieben. Selbstverständlich sind für die Einwirkung von Sauerstoff und Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen auf die Katalysatorlösung und für die Entfernung der restlichen Stickoxyde auch andere Reaktionsgefäße brauchbar, in denen eine intensive Durchmischung der Phasen gewährleistet ist.
  • Beispiel 1 Eine Lösung, die im Liter 17,8g PdC12, 281g Fe2(S04)3 - 9 H20 und 100 g H.S04 enthält, wird in einem Rieselturm im Gegenstrom mit Äthylen umgesetzt. Vom Turm werden stündlich 3,441 Lösung abgezogen. Diese Lösung, bei der 80 % des eingesetzten Eisens(111) in die zweiwertige Stufe übergeführt worden sind, wird durch Destillation fortlaufend vom Acetaldehyd befreit.
  • Zur Einleitung der Oxydation werden in einem unter 0z-Überdruck von 50 mm Hg stehenden Rührkessel 16,8 ml Salpetersäure (300 g HNOs je Liter) vorgelegt und langsam mit 1,21 aldehydfreier Katalysatorlösung versetzt. Die Temperatur wird auf 60'C gehalten. Nachdem die Oxydation in Gang gekommen ist, werden in der Stunde 2,41 der fortlaufend anfallenden Katalysatorlösung zusammen mit stündlich 33 ml Salpetersäure (300 g HNO3 je Liter) dem Rührkessel zugeführt. Die gleiche Menge an vollständig oxydierter Lösung wird laufend abgezogen und nach Vereinigung mit den restlichen 1,041 nicht oxydierter Katalysatorlösung zur Befreiung von Stickoxyden und Salpetersäure in einem Füllkörperturm im Gegenstrom mit Luft und Wasserdampf behandelt. Nach Entfernung der Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen wird die Lösung wieder der Reaktion mit Äthylen zugeführt. Die ausgeblasenen Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen werden mit Wasser und Luft zu Salpetersäure umgesetzt.
  • Beispiel 2 Die Umsetzung der im Beispiel 1 eingesetzten Katalysatorlösung mit Äthylen wird so geleitet, daß etwa 10% des vorhandenen Eisens(III) zu Eisen(II) reduziert werden, was durch geeignete Wahl der Strömungs- und Rieselgeschwindigkeit sowie der Turmhöhe leicht zu erreichen ist. Stündlich fallen 31 Lösung an.
  • Die Einleitung der Oxydation erfolgt, wie im Beispiel 1 beschrieben, unter Vorlage von 1,4 ml Salpetersäure (300 g HNO3 je Liter) und langsamer Zugabe von 11 der reduzierten aldehydfreien Katalysatorlösung. Dieses Gemisch wird nach angelaufener Oxydation in einen Reaktionsturm übergeführt.
  • Von der anfallenden Katalysatorlösung werden in diesem Turm stündlich 21 zusammen mit 2,8 ml Salpetersäure am unteren Ende zugeführt. Die oxydierte Lösung läuft am oberen Ende des Turmes ab und wird nach Vermischung mit dem restlichen Teil der Katalysatorlösung wie im Beispiel 1 zur Entfernung der Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen behandelt.
  • Der notwendige überschuß an oxydierenden Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen wird im Reaktionsturm durch einen besonderen, im Gleichstrom geführten Sauerstoffkreislauf erzielt. Der Sauerstoff tritt am unteren Ende des Turmes ein und wird vom oberen Ende zusammen mit mitgeführten Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen und nach Ergänzung der verbrauchten Sauerstoffmenge wieder unten in den Turm eingeführt. Die Reaktionstemperatur im Turm wird auf 90° C gehalten.
  • Beispiel 3 Die Umsetzung mit Äthylen wird gemäß Beispiel 1 durchgeführt. Zur Oxydation der Katalysatorlösung wird ein Füllkörperturm verwendet, in dem ein von oben nach unten gerichteter Luftstrom aufrechterhalten wird. Die Zufuhr der reduzierten Katalysatorlösung erfolgt am oberen Ende des Turmes sowie an vier weiteren über die Höhe des Turmes verteilten Stellen. 460. ml Katalysatorlösung werden zusammen mit 37 ml Salpetersäure (300 g HNO3 je Liter) am oberen Ende stündlich zugegeben. Ist die Oxydation auf diese Weise in Gang gekommen, so werden an den vier anderen Stellen ebenfalls stündlich 460 ml Katalysatorlösung eindosiert. Die am oberen Turmende zugegebene Salpetersäure wird durch die im Gleichstrom geführte Luft fortlaufend nachgebildet, so daß an allen Zugabestellen ein überschuß vorhanden ist. Die Reaktionstemperatur im Turm wird auf 95° C gehalten.
  • Am unteren Ende des Turmes werden stündlich 2,31 vollständig oxydierte Lösung abgezogen, welche nach Vermischung mit den restlichen 1,141 nicht oxydierter Lösung wie im Beispiel 1 weiterbehandelt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Aldehyden und Ketonen aus Kohlenwasserstoffen mit einer oder mehreren Doppelbindungen unter Erhaltung der Zahl der Kohlenstoffatome im Molekül, wobei die Kohlenwasserstoffe in einer Reaktionsstufe mit wasserhaltigen Lösungen von Verbindungen der Platinmetalle in Gegenwart von Oxydationsmitteln umgesetzt und die bei der Umsetzung reduzierten Lösungen in einer Regenerationsstufe nach Patent 1142 351 durch Einwirkung von Sauerstoff und Salpetersäure periodisch wieder aufoxydiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die reduzierte Lösung einem Salpetersäure in einer weit unter der stöchiometrisch zur Aufoxydation notwendigen Menge enthaltenden, unter Sauerstoffüberdruck stehenden oder mit Sauerstoff gegebenenfalls in Kreislaufführung beschickten Oxydationsreaktor mit einer solchen Geschwindigkeit zugeführt wird, daß in diesem Reaktor stets ein überschuß an oxydierenden Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen aufrechterhalten wird.
DEC15709A 1957-08-01 1957-10-30 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Aldehyden und Ketonen Pending DE1158049B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC15709A DE1158049B (de) 1957-10-30 1957-10-30 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Aldehyden und Ketonen
CH6234258A CH384558A (de) 1957-08-01 1958-07-29 Verfahren zur Herstellung von Carbonylverbindungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC15709A DE1158049B (de) 1957-10-30 1957-10-30 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Aldehyden und Ketonen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1158049B true DE1158049B (de) 1963-11-28

Family

ID=7015898

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC15709A Pending DE1158049B (de) 1957-08-01 1957-10-30 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Aldehyden und Ketonen

Country Status (1)

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DE (1) DE1158049B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1232930B (de) 1958-04-23 1967-01-26 Hoechst Ag Verfahren zum Regenerieren von Katalysatoren fuer die Olefinoxydation

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1232930B (de) 1958-04-23 1967-01-26 Hoechst Ag Verfahren zum Regenerieren von Katalysatoren fuer die Olefinoxydation

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