DE1157555B - Doppeltkehrende, elastische Dichtung fuer Wasserverschluesse, insbesondere fuer Sektorwehre - Google Patents
Doppeltkehrende, elastische Dichtung fuer Wasserverschluesse, insbesondere fuer SektorwehreInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B7/00—Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
- E02B7/20—Movable barrages; Lock or dry-dock gates
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Description
- Doppeltkehrende, elastische Dichtung für Wasserverschlüsse, insbesondere für Sektorwehre Sind bei einem Wasserverschluß große Wasserspiegelunterschiede zwischen Ober- und Unterwasser vorhanden, dann muß die Dichtung in zwei Richtungen wirken, also doppeltkehrend sein. Zu diesem Zweck werden zwei gegeneinandergestellte, an der Wehrarmierung befestigte Gummiprofile vorgesehen, von denen das eine nach unten und das andere nach oben dichtet. Bei einer solchen Dichtung besteht jedoch der Nachteil, daß durch das obere Gummiprofil Geschiebe in den Raum zwischen den Profilen eindringt, welches die Profile mit der Zeit abdrückt, so daß keine Dichtheit mehr gewährleistet ist. Auch führt das eingeklemmte Geschiebe zu Beschädigungen des Anstriches.
- Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile bei einer doppeltkehrenden, elastischen Dichtung für Wasserverschlüsse, insbesondere für Sektorwehre, die an der Wehrarmierung befestigt ist, durch eine besondere Ausgestaltung der Dichtung vermieden. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der freie Schenkel der an der Armierung befestigten, im Querschnitt winkelförmigen Dichtung mit dem kürzeren Hebelarm eines drehbar an der Wehrarmierung abgestützten zweiarmigen Hebels verbunden ist, der so angeordnet ist, daß auf den kurzen Hebelarm das Oberwasser und auf den langen Hebelarm das Unterwasser, insbesondere der Kammerwasserdruck, einwirkt. Eine bevorzugte Ausführungsform einer solchen Dichtung besteht darin, daß der zweiarmige Hebel aus einem mittels eines Scharniergelenkes an der Wehrarmierung drehbar gelagerten Stahlblech gebildet ist, dessen einer Hebelarm unten unter überbrückung eines Totraumes über einen Flachgummi mit der Wehrarmierung verbunden ist, und daß der oben über den anderen Hebelarm überstehende Schenkel der Dichtung an der Stauwand anliegt. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird das Gelenk der Dichtung nicht von einem Scharnier, sondern von dem hierfür besonders gestalteten Profilgummi gebildet. Die neue doppeltkehrende Dichtung hat den Vorteil, daß sie nur eine Dichtlinie besitzt und trotzdem den Anpreßdrack in beiden Richtungen durch den jeweiligen Wasserdruck erhält.
- Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigt: Fig.l einen Vertikalschnitt durch die doppeltkehrende Dichtung; Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform der Dichtung.
- Als Anwendungsbeispiel ist die Stirndichtung eines Sektorwehres in den Fig. 1 und 2 dargestellt. An der Wehrarmierung 1 ist mittels eines Scharniergelenkes 2 (Fig. 1) ein Stahlblech in Form eines zweiarmigen Hebels 3a, 3b drehbar gelagert, das den Grundkörper der Dichtung darstellt und mit ungleichen Hebelarmen ausgebildet ist. Der obere Hebelarm 3a ist der kürzere; er wird vom Oberwasser 4 beaufschlagt. Der untere, längere Hebelarm 3b liegt nach der Sektorkammer 5 zu und steht unter der Wirkung des Kammerwasserdruckes. Er ist unter Überbrückung eines Totraumes 6 über einen Flachgummi 7 mit der Wehrarmierung 1 verbunden. Am oberen kürzeren Hebelarm 3a ist der eine Schenkel 8 einer im Querschnitt winkelförmigen Dichtung 8, 9 befestigt, deren anderer Schenkel 9 an der Wehrarmierung 1 fest angebracht ist. Der Schenkel 8 liegt mit einer Nase an der Stauwand 10 des Sektors an und dichtet diese gegen das Oberwasser 4 ab. Der Totraum 6, der über eine Leitung (nicht dargestellt) zur Entwässerung mit dem Unterwasser verbunden ist, wird gegenüber dem Kammerwasser durch den Flachgummi 7 abgedichtet. Bei anderen Wasserverschlüssen steht der Totraum 6 zur Spülung über mit Schiebern versehenen Leitungen mit dem Ober- und Unterwasser in Verbindung.
- Nach Fig.2 wird das Drehgelenk der doppeltkehrenden Dichtung nicht von einem Scharniergelenk 2, sondern von der Dichtung 8, 9 gebildet, die für diesen Zweck mit einer Auskehlung 11 versehen ist. Der Hebel 3a, 3b liegt hierbei an einer abgerundeten Kante 12 der Wehrarmierung 1 an.
- Die Wirkungsweise der doppeltkehrenden Dichtung ist folgende: Ist der Oberwasserdruck größer als der Kammerwasserdruck, so drückt das Oberwasser auf den Hebelarm 3a der Dichtung, d. h. der Schenkel 8 der Dichtung 8, 9 wird gegen die Stauwand 10 gedrückt und dichtet so die Sektorkammer 5 gegen das Oberwasser 4. Steigt der Kammerwasserdruck, so wird infolge des größeren Hebelarmes 3b der Schenkel 8 der Dichtung 8, 9 ebenfalls gegen die Stauwand 10 gedrückt und dichtet nun im umgekehrten Sinne die Oberwasserseite gegen das Kammerwasser. Um den Anpreßdruck und damit die Dichtheit zu erhöhen, wird der Flachgummi 7 so eingebaut, daß auch ohne Wasserdruck der Schenkel 8 des Gummiprofils 8, 9 unter Vorspannung gegen die Stauwand 10 gedrückt wird.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Doppeltkehrende, elastische Dichtung für Wasserverschlüsse, insbesondere für Sektorwehre, die an der Wehrarmierung befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Schenkel (8) der an der Wehrarmierung (1) befestigten, im Querschnitt winkelförmigen Dichtung (8, 9) mit dem kürzeren Hebelarm (3a) eines drehbar an der Wehrarmierung (1) abgestützten zweiarmigen Hebels (3a, 3b) verbunden ist, der so angeordnet ist, daß auf den kurzen Hebelarm (3a) das Oberwasser und auf den langen Hebelarm das Unterwasser, insbesondere der Kammerwasserdruck, einwirkt.
- 2. Doppeltkehrende Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiarmige Hebel (3a, 3b) aus einem mittels eines Scharniergelenkes (2) an der Wehrarmierung (1) drehbar gelagerten Stahlblech gebildet ist, dessen einer Hebelarm (3b) unten unter Überbrückung eines Totraumes (6) über einen Flachgummi (7) mit der Wehrarmierung (1) verbunden ist, und daß der oben über den anderen Hebelarm (3a) überstehende Schenkel (8) der Dichtung an der Stauwand (10) anliegt.
- 3. Doppeltkehrende Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiarmige Hebel (3a, 3b) an einer abgerundeten Kante (12) der Wehrarmierung (1) anliegt, die elastische Dichtung (8, 9) und der Hebelarm (3b) unten wie nach Anspruch 2 befestigt sind und die Dichtung (8, 9) durch entsprechende Querschnittsausbildung als Drehgelenk wirkt.
- 4. Doppeltkehrende Dichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Totraum (6) über mit Schiebern versehene Leitungen mit dem Ober- und Unterwasser in Verbindung steht.
- 5. Doppeltkehrende Dichtung für ein Sektorwehr nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Totraum (6) über eine Leitung mit dem Unterwasser verbunden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: »Der Stahlbau«, Heft 10, 1961 S. 314.
Priority Applications (1)
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| DEM52619A DE1157555B (de) | 1962-04-25 | 1962-04-25 | Doppeltkehrende, elastische Dichtung fuer Wasserverschluesse, insbesondere fuer Sektorwehre |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1157555B true DE1157555B (de) | 1963-11-14 |
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ID=7307487
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| DEM52619A Pending DE1157555B (de) | 1962-04-25 | 1962-04-25 | Doppeltkehrende, elastische Dichtung fuer Wasserverschluesse, insbesondere fuer Sektorwehre |
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| DE (1) | DE1157555B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT387054B (de) * | 1983-11-30 | 1988-11-25 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Abdichtung zwischen der im wesentlichen vertikalen staumauer eines stausees und der am seegrund in deren anschlussbereich im wesentlichen horizontal verlaufenden sohl- bzw. vorbodenflaeche |
-
1962
- 1962-04-25 DE DEM52619A patent/DE1157555B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
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| AT387054B (de) * | 1983-11-30 | 1988-11-25 | Maschf Augsburg Nuernberg Ag | Abdichtung zwischen der im wesentlichen vertikalen staumauer eines stausees und der am seegrund in deren anschlussbereich im wesentlichen horizontal verlaufenden sohl- bzw. vorbodenflaeche |
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