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Photographische Kamera mit eingebautem Belichtungsmesser Die Erfindung
betrifft eine photographische Kamera mit eingebautem Belichtungsmesser und einem
wahlweise auf einen Bereich »Manuell« und einen Bereich »Automatik« einstellbaren
Umschalter.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kamera vorstehender
Gattung so auszubilden, daß sie bei einem weiten Anwendungsbereich zugleich eine
einfache, sichere und übersichtliche Bedienung ermöglicht.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß in Einstellage
»Manuell« der Umschalter und ein weiterer, mit einem Belichtungszeithemmwerk zusammenarbeitender
handbetätigbarer Steller zu einer unabhängigen Einstellung von Blende bzw. Zeit
dienen, während in Einstellage »Automatik« die Belichtungseinstellung durch einen
ein fest vorgegebenes Zeit-Blende-Programm bestimmenden sowie in Abhängigkeit vom
Meßergebnis des Belichtungsmessers steuerbaren Steller erfolgt, und daß dem Hemmwerk
im Bereich »Manuell« eine mit dem handbetätigbaren Belichtungszeitsteller zusammenarbeitende
Stellvorrichtung zugeordnet ist, deren Einfuß bei Umstellung der Kamera auf den
Bereich »Automatik« mittels eines vom Umschalter betätigbaren Hebels aufgehoben
wird, und daß in dieser Einstellage die Einstellung des Hemmwerks über ein besonderes,
vom Automatik-Steller gesteuertes Getriebe erfolgt.
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Auf diese Weise braucht zum Zwecke der Umstellung der Kamera vom Bereich
»Manuell« auf den Bereich »Automatik« nur der in Einstellage »Manuell« zugleich
zur Blendeneinstellung dienende Umsteller auf eine dem Bereich »Automatik« entsprechende
Einstellage umgestellt zu werden, während der von Hand betätigbare Belichtungszeitsteller
in der im Bereich »Manuell« zuvor eingenommenen Einstellage verbleiben kann, da
der Einfluß der mit diesem Steller zusammenarbeitenden Stellvorrichtung durch die
Umschaltung aufgehoben ist. Dies wiederum erbringt eine einfache Handhabung der
Kamera sowohl hinsichtlich Übersichtlichkeit als auch bezüglich Art und Anzahl der
durchzuführenden Einstelloperationen, und außerdem ist die Gefahr von Bedienungsfehlern
völlig ausgeschaltet.
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Eine wirkungsmäßig günstige und unverwickelte Ausführungsform der
Erfindung kann darin bestehen, daß die Stellvorrichtung zwei miteinander zusammenarbeitende
Hebel umfaßt, von denen der eine in Einstellage »Manuell« zur Beeinflussung der
Ausgangslage eines Hemmwerkbremshebels dient und hierbei kraftschlüssig am anderen
Hebel anliegt, während er in Einstellage »Automatik« mittels des vom Umschalter
betätigbaren Hebels aus dem Bewegungsbereich sowohl des Bremshebels als auch des
anderen Hebels gebracht ist, und daß der andere Hebel mit einer Steuerkurve des
handbetätigbaren Belichtungszeitstellers in Wirkungsverbindung steht.
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Eine leichtgängige Einstellbetätigung des Hemmwerks vom Automatik-Steller
aus sowie eine eindeutige Bestimmung der Ausgangslage eines den Eingang des Hemmwerks
bildenden Bremshebels im Falle beider Steuerungsarten des Hemmwerks läßt sich dadurch
erreichen, daß das zur wirkungsmäßigen Verbindung des Hemmwerks mit dem Automatik-Steller
dienende Getriebe mit einem ortsfest gelagerten Hebel formschlüssig verbunden ist,
an welchem der Bremshebel des Hemmwerks angelenkt ist, und daß in Einstellage »Manuell«
dedr Automatik-Steller mittels einer vom Umschalter steuerbaren Sperre in einer
Ausgangslage festgehalten ist.
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Um eine besonders übersichtliche, Irritierungen der Bedingungsperson
mit Sicherheit ausschließende Ein-bzw. Umstellung der Kamera vornehmen zu können,
wird ferner vorgeschlagen, daß der Umschalter eine Abdeckfahne trägt, die bei Einstellung
der Kamera auf den Bereich »Automatik« die Belichtungszeitskala des handbetätigbaren
Belichtungszeitstellers abdeckt, während sie bei Umstellung der Kamera auf den Bereich
»Manuell« die Sicht auf die Skala freigibt.
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Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung
und der Zeichnung ersichtlich, die eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels
des Erfindungsgegenstandes zu erkennen gibt, wobei die einzelnen Bauteile der besseren
Übersicht
wegen mit gewissem Abstand voneinander angeordnet veranschaulicht sind.
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In der Zeichnung ist mit 1 ein entgegen der Wirkung einer Druckfeder
2 betätigbarer.Kameraauslöser bezeichnet, der in einem hier nicht gezeigten Kameragehäuse
axial verschiebbar geführt ist. Zur selbsttätigen Belichtungseinstellung ist dem
Auslöser 1 ein Abtaster 3 zugeordnet, welcher in an sich bekannter Weise die Stellung
des beweglichen Meßwerkteils 4 eines in die Kamera eingebauten und von einer Photozelle
5 gesteuerten Belichtungsmessers abtastet.
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Der Abtaster 3 ist beim Ausführungsbeispiel als ein parallel zum Kameraauslöser
1 angeordneter Schieber ausgebildet und unter Wirkung einer Zugfeder 7 gestellt,
welche ihn an einem Bund 1 a des Kameraauslösers 1 in Anlage zu halten sucht. Um
zu erreichen, daß der Abtaster 3 bei nicht betätigtem Kameraauslöser 1 die in der
Zeichnung dargestellte Lage einnimmt, ist die Zugfeder 7 etwas schwächer als die
Druckfeder 2 ausgebildet. Zur Zusammenarbeit mit dem beweglichen Teil 4 des Belichtungsmessers
weist der Abtaster 3 eine Stufenkurve 3 a auf, die sich mit einer ihrer Stufen beim
Niederdrücken des Kameraauslösers 1 unter dem Einfluß der Zugfeder 7 auf den Zeiger
8 des beweglichen Meßwerkteils 4 auflegt. Der bewegliche Mcßwerkteil 4 des Belichtungsmessers
ist in einem U-förmigen Träger 10 gelagert, der seinerseits zwecks Berücksichtigung
der Filmempfindlichkeit mittels einer Handhabe 11 in seiner Grundeinstellung einstellbar
gelagert ist. Hierzu weist die Handhabe 11 eine gegenüber einer ortsfesten Marke
12 einstellbare Filmempfindlichkeitsskala 13 auf.
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Am Kameraauslöser 1 ist ein weiterer Bund 1 b vorgesehen, der mit
einem zweiarmigen, auf einer ortsfesten Achse 14 schwenkbar gelagerten Auslöserhebel
15 zusammenarbeitet. Der eine Arm 15 a des Auslöserhebels 1.5 ist zu diesem Zweck
rechtwinklig abgebogen, während sein anderer Arm 15 b
am Lappen 16a eines
Sperrhebels 16 anliegt. Der Sperrhebel 16, der ebenfalls schwenkbar auf einer
ortsfesten Achse 17 sitzt und durch eine Feder 18 am Auslöserhebel 15 in Anlage
gehalten wird, sichert den mit einer nicht gezeigten, an sich bekannten Antriebsfeder
zusammenarbeitenden Antriebsteil 19 des Verschlusses in seiner Gespanntlage. Der
Antriebsteil 19 ist in an sich bekannter Weise auf einer Welle 20 angeordnet,
die ihrerseits in ebenfalls nicht näher veranschaulichter Weise mit einer entsprechenden
Betätigungseinrichtung, beispielsweise mit der Filmtransporteinrichtung der Kamera,
gekuppelt sein kann.
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Zur Betätigung des koaxial zur Objektivachse des Verschlusses angeordneten
und zum Antrieb der Verschlußblätter 21 dienenden Ringes 22 ist am Antriebsteil
19 des Verschlusses eine Treibklinke 24 gelenkig angeschlossen, welche unter Wirkung
einer Feder 25 steht und mittels eines Kupplungsmauls 24 a an einem Stift 26 des
Antriebsringes 22 angreift. Die Verschlußblätter 21, von denen in der Zeichnung
der übersichtlichkeit wegen lediglich eines dargestellt ist, sind auf Zapfen 27
des Antriebsringes 22 gelagert und mittels Schlitzen 21 a an ortsfesten Stiften
28 geführt, derart, daß bei einer Drehung des Antriebsteils 19 die Verschlußblätter
eine hin- und herschwingende Bewegung ausführen.
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Ebenfalls koaxial zur Objektivachse ist im Verschluß ferner ein als
Ring ausgebildetes Blenden-Betätigungsorgan 30 angeordnet, das über eine Stift-Schlitz-Verbindung
30 a, 30 b mit den auf je einem ortsfesten Stift 31 schwenkbar gelagerten Blendenlamellen
32 verbunden ist. Am Blendenbetätigungsorgan 30 greift eine Feder 33 an,
die bestrebt ist, den Ring in einer Ausgangslage zu halten, in welcher sich die
Lamellen 32 in Offenstellung befinden. Achsgleich zur Objektivachse ist ferner im
Verschluß ein ringförmiger Automatik-Steller 34 angeordnet, der über eine Stift-Schlitz-Verbindung
3 b, 34 a mit dem Abtaster 3 in Wirkungsverbindung steht. Dieser im Bereich »Automatik«
der Kamera zur selbsttätigen Belichtungseinstellung dienende Steller weist je eine
Steuerkurve 34b und 34c zur Beeinflussung des Blendenbetätigungsorgans 30 sowie
des im folgenden noch näher beschriebenen Belichtungszeithemmwerks auf.
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Die 17bertragung der Stellkräfte vom Automatik-Steller 34 auf das
Blendenbetätigungsorgan 30 erfolgt mittels eines auf einer ortsfesten Achse 35 schwenkbar
gelagerten dreiarmigen Hebels 36, dessen einer Arm 36a einen mit der Steuerkurve
34 b des Automatik-Stellers zusammenarbeitenden Stift 37 trägt, während er mit seinem
anderen Arm 36b kraftschlüssig an einem Stift 30 c des Blendenbetätigungsorgans
30 anliegt. Schließlich ist der Hebel 36 an seinem weiteren Arm 36 c mit einem Stift
38 versehen, welcher mit einer Steuerkurve 40 a des im Bereich »Manuell« der Kamera
zur Blendeneinstellung dienenden Blendenstellers 40 zusammenwirkt. Zu dem gleichen
Zweck ist am Blendensteller 40 außerdem ein Bogenstück 40 b angeordnet, auf dessen
äußerer Mantelfläche eine Blendenskala 40 c aufgetragen ist.
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Die Belichtungszeiteinstellung erfolgt im Bereich »Automatik« mittels
einer ortsfesten, parallel zur Objektivachse gelagerten Welle 41, die einenends
einen Hebel 42 trägt. Am freien Ende dieses Hebels ist ein in der Steuerkurve 34
c des Automatik-Stellers 34 geführter Stift 42a angeordnet. Anderenends ist die
Welle 41 mit einem weiteren, drehfest auf ihr angeordneten Hebel 43 versehen, dessen
freies Ende mit einem Teil des Belichtungszeithemmwerks in Wirkungsverbindung steht.
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Dieses Hemmwerk besteht aus einer Grundplatte 45, an der einseitig
ein Zapfen 46 angeordnet ist, welcher an seinem freien Ende einen zweiarmigen Hebel
47 trägt. Letzterer weist an seinen beiden Hebelarmen entgegengesetzt gerichtete
Stifte 48 und 49 auf. Auf dem Stift 48 des Hebels 47 ist ein einenends mit dem Antriebsteil
19 zusammenarbeitender Bremshebel 50 schwenkbar gelagert, der anderenends
mit einer Schlitzführung 50a versehen ist. In diese Schlitzführung greift
ein Stift 51 ein, der seinerseits an einem Antriebssegment 52 des Hemmwerks angeordnet
ist. Dieses Antriebssegment wiederum sitzt schwenkbar auf einem Zapfen 53 der Grundplatte
45 und steht unter der Wirkung einer Zugfeder 54, die bestrebt ist, das Segment
in einer solchen Ausgangslage zu halten, in der sich der Stift 51 an die Grundplatte
anlegt. An seinem freien Ende ist das Antriebssegment 52 mit einem bogenförmigen
Zahnsegment 52a versehen, das mit einem in der Zeichnung lediglich durch
strichpunktierte Linien angedeuteten Räderwerk zusammenarbeitet. Dieses Räderwerk
wiederum steht in Wirkungsverbindung mit einem Steigrad 55, dem ein zu- und abschaltbarer
Anker 56 zugeordnet ist. Der Anker 56 sitzt hierbei drehbeweglich
auf
einem Lagerzapfen 57 eines auf einem Zapfen 58 der Grundplatte 45 beweglich gelagerten
Hebels 59.
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Wie aus der Zeichnung weiter ersichtlich, ist der den Bremshebel
50 tragende Hebel 47 über ein an seinem Zapfen 49 angreifendes, aus den Teilen
41, 42, 42a und 43 gebildetes Getriebe mit der Steuerkurve 34 b des Automatik-Stellers
34 derart formschlüssig verbunden, daß bei dessen Betätigung der Bremshebel 50 in
seiner Relativlage zum Antriebsteil 19
des Verschlusses eine Veränderung erfährt.
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Um im Einstellbereich »Manuell« unabhängig von den vorerwähnten, im
Bereich »Automatik« wirksam werdenden Getriebeteilen eine Einstellung des Belichtungszeithemmwerks
47 bis 59 mittels eines handbetätigbaren Stellers 60 vornehmen zu können, ist dem
Hemmwerk gemäß der Erfindung eine Stellvorrichtung zugeordnet, welche mittels einer
am Steller 60 vorgesehenen Steuerkurve 60 a in ihrer Einstellage beeinflußbar
ist. Die Stellvorrichtung weist hierzu zwei miteinander zusammenarbeitende Hebel
61 und 62 auf. von denen der eine, mit 61 bezeichnete Hebel im Bereich »Manuell«
zur Beeinflussung der Einstelllage des Bremshebels 50 dient und sich hierbei an
den Mitnehmerstift 51 des Bremshebels kraftschlüssig anlegt. Zur Zusammenarbeit
mit dem Hebel 62 ist der mit diesem auf einer gemeinsamen Achse 63 lagernde Hebel
61 mit einem beiderseitig überstehenden Mitnehmerstift 61a versehen. Eines
der überstehenden Enden liegt im Schwenkbereich des einen Arms 62a des Hebels 62,
dessen anderer Arm 62 b mittels eines Stiftes 64 mit der Steuerkurve 60 a des handbetätigbaren
Belichtungszeitstellers 60 in Wirkungsverbindung steht. Auf der die beiden Hebel
61 und 62 tragenden Achse 63 sitzt eine Windungsfeder 65, die sich einenends an
einem Stift 66 des Hebelarms 62 b, anderenends an dem Mitnehmerstift 61 a
so abstützt, daß sie auf die Hebel stets ein Moment ausübt, welches diese miteinander
in Anlage zu bringen sucht. Die Windungsfeder 65, die der am Antriebssegment 52
angreifenden Zugfeder 54 entgegenwirkt, muß hierbei so stark ausgeführt sein, daß
sie letztere überwindet.
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Mit dem Hebel 61 der Stellvorrichtung 61 bis 66 arbeitet ein weiterer
zweiarmiger, auf einer ortsfesten Achse 68 gelagerter Hebel 69 zusammen, derart,
daß sich dieser bei entsprechender Drehung um seine Achse an das andere überstehende
Ende des Mitnehmerstiftes 61 a anlegt. In seiner Einstellage beeinflußbar ist der
Hebel 69 durch den sowohl zur Blendeneinstellung als auch zur Umstellung
der Kamera von einem Bereich auf den anderen dienenden Umsteller 40, der zu diesem
Zweck einen Steuernocken 40 d aufweist, an dem sich der unter der Wirkung einer
Feder 71 stehende Hebel 69 mittels eines Stiftes 72 abstützt. Dabei ist die Anordnung
des Hebels 61 der Stellvorrichtung 61 bis 66 so getroffen, daß dieser bei auf den
Bereich »Automatik« eingestellter Kamera vom Hebel 69, wie in der Zeichnung veranschaulicht,
entgegen der Wirkung der Feder 65 in eine Einstellage gebracht werden kann, in der
dieser am Hebel 62 außer Anlage und damit ohne Einfluß auf das Hemmwerk ist.
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Am Arm 69 a des Hebels 69 ist ein Schaltstift 73 angeordnet, der in
der Weise wirkt, daß er bei einer entsprechenden Drehbewegung des Hebels 69 auf
einen Vorsprung 59a des Hebels 59 auftrifft und letzteren derart bewegt,
daß der Anker 56 am Steigrad 55 außer Eingriff kommt. Der Hebel 59 steht über einen
Stift 74 auch mit dem handbetätigbaren Belichtungszeitsteller 60 in Wirkungsverbindung,
wozu an diesem eine mit zwei Steuerkanten 75 a und 75 b versehene Aussparung
75 vorhanden ist, in die der Stift 74 des Ankerschalthebels 59 eingreift. Die Ausbildung
und Anordnung der Steuerkanten 75a und 75 b ist hierbei so getroffen, daß
der Anker 55
außer Eingriff kommt, wenn die Kamera auf Belichtungszeiten im
Bereich von 1/30 bis 1/.0o Sekunde eingestellt wird, wobei die Steuerkante
75 a wirksam wird. Kommen dagegen Belichtungszeiten mit längerer Belichtungsdauer
als 1/3o Sekunde zur Einstellung, so liegt der Stift 74 der Steuerkante 75 b gegenüber,
wodurch der Anker zur Wirkung eingeschaltet ist. In an sich bekannter Weise kann
hierbei der Hebel 59 mit dem Verschlußblätter-Antriebsring 22 derart zusammenarbeiten,
daß der Anker 56 in Ruhestellung des Ringes 22 abgeschaltet ist.
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Zur Einstellung des handbetätigbaren Belichtungszeitstellers 60 ist
dieser mit einer Belichtungszeitskala 60c versehen, die an einer zylindrischen Mantelfläche
60 b des Stellers aufgetragen ist. Diese Mantelfläche wiederum kann von einer
in der Zeichnung nur andeutungsweise wiedergegebenen, amVerschlußgehäuse befestigten
Ummantelung 76 umgeben sein, welche ein Fenster 76a aufweist, in dem der im Bereich
»Manuell« der Kamera jeweils eingestellte Belichtungszeitwert der Skala 60c sichtbar
erscheint. Um zu verhindern, daß der Photographierende im Einstellbereich »Automatik«
der Kamera durch diese Belichtungszeitwerte irritiert wird, ist am Umsteller 40
eine bogenförmige Abdeckfeder 40 e angeordnet, die sich bei Umstellung des Stellers
auf den Bereich »Automatik« vor das Fenster 76a schiebt und die Skalenwerte abdeckt.
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Dem Umsteller 40 ist ferner ein ortsfest gelagerter Sperriegel
77 zugeordnet, der einenends mit einem Vorsprung 34 d des Automatik-Stellers
34 zusammenarbeitet und sich anderenends im Bereich »Automatik« mittels eines
Stiftes 77a unter dem Einfluß einer Windungsfeder 78 an die im »Manuell«-Bereich
der Blendeneinstellung dienende Steuerkante 40 a des Umstellers 40 anlegt. Wenn
die Kamera mittels des Umstellers 40 auf den Bereich »Manuell« umgestellt
wird, gelangt der Sperriegel 77 in Wirkstellung dadurch, daß sich der Stift
77 a hierbei über eine Steuerkante 40f gleitend nunmehr an einer konzentrisch verlaufenden
Steuerkante 40 g des Umstellers anlegt. Wird dagegen die Kamera wieder auf den Bereich
»Automatik« umgestellt, so wird gleichzeitig damit der Sperriegel 77, wie
dies in der Zeichnung veranschaulicht ist, außer Eingriff, außerdem die Abdeckfahne
40 e in eine Einstellage gebracht, in der durch die Aufschrift »Auto« im
Fenster 76a angezeigt ist, daß sich die Kamera in Einstellage »Automatik« befindet.
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Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Kamera ist wie folgt: Sollen
mit der Kamera Aufnahmen gemacht werden, bei denen sich Blende und Belichtungszeit
selbsttätig einstellen, so ist zu diesem Zweck der Umsteller 40 in eine Einstellage
zu bewegen, in der die Bezeichnung »Auto« im Sichtfenster 76a des Mantels 76 erscheint.
In dieser Einstellage des Umstellers 40 ist der Sperriegel77, wie aus der Zeichnung
ersichtlich, aus dem Bewegungsbereich des Automatik-Stellers 34 herausbewegt, ferner
der mit der Stellvorrichtung
61 bis 66 zusammenarbeitende Hebel
69 durch den Steuernocken 40 d des Umstellers derart um seine Achse 68 geschwenkt,
daß sein der Stellvorrichtung 61 bis 66 zugekehrtes Ende deren Hebel 61 in eine
Endlage bewegt hat, in der dieser keinen Einfluß auf das Belichtungszeithemmwerk
47 bis 59 auszuüben vermag. Wird nun in einer derartigen Einstellage der Kamera
bei gespanntem Verschluß der Kameraauslöser 1 niedergedrückt, so folgen diesem in
der ersten Bewegungsphase der Abtaster 3 und der mit ihm verbundene Automatik-Steller
34 unter der Wirkung der Feder 7 nach, bis eine der Stufenkurven 3 a auf den Zeiger
8 des beweglichen Meßwerkteils 4 auftrifft. In Abhängigkeit von der Stellbewegung
des Automatik-Stellers 34 bzw. seiner hierbei zur Wirkung des Automatik-Stellers
34 bzw. seiner hierbei zur Wirkung kommenden Steuerkurven 34 b und 34 c werden über
den Hebel 36 das Blendenbetätigungsorgan 30, außerdem über das Hebelgetriebe
41 bis 43 der den Bremshebel 50 tragende zweiarmige Hebel 47 mitbewegt und damit
letztlich sowohl die Blendenlamellen 32 als auch das Belichtungszeithemmwerk 47
bis 59 in. die dem Zeit-Blende-Programm des Automatik-Stellers 34 entsprechende
Einstellage übergeführt. Im Ausführungsbeispiel erstreckt sich dieses durch die
Steuerkurven 34b und 34e fest vorgegebene Zeit-Blende-Programm von der Paarung
»2,8«; 1/3a sec bis zur Paarung Blende »22«; 1/50o sec.
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Im Zuge der Weiterbewegung des Kameraauslösers 1 trifft dieser mit
dem Bund 1c schließlich auf den Arm 15 a des Hebels 15 -auf, der einerseits den
Sperrhebel 16 mitnimmt und infolgedessen den Spann-und Antriebsteil 19 des Verschlusses
zum Belichtungsablauf freigibt.
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Je nach Einstellage des Bremshebels 50 des Belichtungszeithemmwerks
47 bis 59 wirkt der unter der Wirkung seiner Spann- und Antriebsfeder sich um seine
Achse 20 drehende Antriebsteil 19 mittels seines Vorsprungs 19 a über eine kürzere
oder längere Wegstrecke mit dem Bremshebel 50 zusammen. Er schwenkt letzteren
um seine Achse 48, um nach Zurücklegen einer die Belichtungsdauer bestimmenden Wegstrecke
wieder von diesem abzuleiten. Gleichzeitig wird bei diesem Vorgang auch der über
die Treibklinke 24 sowie den Stift 26 mit dem Antriebsteil 19 gelenkig verbundene
Verschlußblätter-Antriebsring 22 in der üblichen Weise hin- und herbewegt, wobei
die Verschlußblätter 21 aus der Schließstellung heraus in die maximale öffnungsweite
auf- und zurückschwingen. Hiermit ist der Belichtungsablauf beendet, worauf der
Antriebsteil 19 des Verschlusses in der üblichen Weise zur Durchführung einer
neuen Aufnahme, beispielsweise über die Filmtransporteinrichtung, erneut in die
Spannlage übergeführt und in dieser durch den Sperrhebel 16
wieder gesichert
wird.
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Beabsichtigt der Photographierende Aufnahmen zu machen, denen eine
manuelle Belichtungszeit- und Blendeneinstellung zugrundeliegt, so muß hierzu zunächst
der Umsteller 40 so weit gedreht werden, bis der jeweils gewünschte Blendenwert
der Blendenskala 40 c im Fenster 76 a des Mantels 76 sichtbar wird. Gleichzeitig
mit dieser Drehbewegung des Umstellers 4'0 wird auch die Abdeckfahne 40e mitbewegt,
und zwar so weit, daß sie völlig aus dem Bereich des Fensters 76a verschwindet und
die Sicht auf die Belichtungszeitskala 60 c freigibt. Infolge dieser zur Umstellung
der Kamera auf den Bereich »Manuell« dienenden Drehbewegung legt sich der Sperriegel
77 vor den Vorsprung 34 d des Automatik-Stellers 34, während der der Stellvorrichtung
61 bis 66 zugeordnete Hebel 69 hierbei so gesteuert wird, daß er unter der Wirkung
seiner Feder 71 in eine Endlage ausweicht, in der er weder einen Einfluß auf die
Stellvorrichtung noch auf den den Anker 56 tragenden Hebel 59 auszuüben vermag.
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Nachdem insoweit die Umstellung der Kamera auf den Bereich »Manuell«
vorgenommen, ferner die Blendenlamellen 32 durch Zusammenwirken des Stellhebels
36 mit der Einstellkurve 40a des Umstellers 40 in die dem eingestellten Blendenwert
entsprechende Lage gebracht worden sind, erfolgt die Einstellung der Belichtungszeit
durch Drehen des handbetätigbaren Belichtungszeitstellers 60. Hierzu muß letzterer
so weit in der einen oder anderen Richtung bewegt werden, bis der der gewünschten
Belichtungszeit entsprechende Skalenwert im Fenster 76a des Mantels 76 erscheint.
In Abhängigkeit von dieser Drehbewegung des handbetätigbaren Belichtungszeitstellers
60 wird nunmehr der Bremshebel 50 des Hemmwerks 47 bis 59 durch die Stellvorrichtung
61 bis 66 in seiner Lage beeinflußt, wobei nach Einstellung des Belichtungszeitwertes
über den Hebel 59 der Anker 56 des Hemmwerks zu- bzw. abgeschaltet wird. Infolge
der Verriegelung des Automatik-Stellers 34 ist auch der Hebel 47 und damit die Drehachse
48 des Bremshebels 50 festgelegt. Die Beinflussung des Bremshebels durch den Belichtungszeitsteller
60 erfolgt deshalb derart, daß die Winkellage des Bremshebels verändert wird. Der
Antriebsteil 19 trifft demgemäß früher oder später mit seinem Vorsprung 19a auf
den Bremshebel 50 auf, wodurch eine längere oder kürzere Belichtungszeit
erzielt wird.
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Auch bei Einstellung »Manuell« der Kamera wird der Belichtungsablauf
in der üblichen Weise durch Niederdrücken des Kameraauslösers 1 eingeleitet, wobei
sich dieser in der bereits geschilderten Weise mit seinem Bund 1 b auf den Auslöserhebel
15 auflegt und über den Sperrhebel 16 den Antriebsteil 19
des Verschlusses
zum Ablauf freigibt.