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Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung Zusatz
zum Patent 1124 339 Die vorliegende Erfindung betrifft eine Weiterbildung
der in dem Patent 1124339 geschützten Erfindung.
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Gegenstand des Hauptpatentes ist eine photographische Kamera mit selbsttätiger
Belichtungseinstellung, bei welcher ein mit einem Belichtungseinsteller verbundener
Abtaster angeordnet ist, mit dem die Stellung des beweglichen Meßwerkteils eines
in die Kamera ein- bzw. angebauten Belichtungsmessers in Abhängigkeit von der Betätigung
des Kamera- oder Verschlußauslösers abtastbar ist, und bei welcher eine Sperrvorrichtung
angeordnet ist, mittels welcher der Belichtungseinsteller in seiner jeweiligen,
durch die Stellung des beweglichen Meßwerkteils des Belichtungsmessers bestimmten
Einstellage festhaltbar ist, wobei die Sperrvorrichtung einen beweglichen Sperrteil
besitzt, welcher in Abhängigkeit von der Betätigung des Kamera- oder Verschlußauslösers
nach erfolgter Einstellung des Belichtungseinstellers in Sperrlage bewegbar und
welcher nach erfolgtem Wiederschließen des Verschlusses durch einen Teil des Verschlußantriebsrnechanismus
aus der Sperrstellung lösbar ist.
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Eine gemäß dem Hauptpatent ausgebildete photographische Kamera zeichnet
sich insbesondere dadurch aus, daß Aufnahmen jeder Art, und zwar auch solche mit
langen Belichtungszeiten oder mit Vorlaufwerkbenutzung, ohne die geringste Aufmerksamkeit
der Bedienungsperson hinsichtlich der Auslöserhandhabung durchführbar sind.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine photographische Kamera
gemäß dem Hauptpatent so auszubilden, daß für die Verbindung des Abtasters der Beleuchtungsstärke-Meßeinrichtung
mit dem Belichtungseinsteller eine größtmögliche Freizügigkeit erreicht wird, so
daß für die Ausbildung der sich an den Abtaster anschließenden Baugruppe der Kamera
keine weiteren Bedingungen zu berücksichtigen sind als die Größe des dem Abtaster
zugeordneten Bewegungswegs.
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Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Sperre
für die Belichtungseinstellvorrichtung unmittelbar auf den der Belichtungseinstellung
dienenden Einsteller einwirkt, dem ein weiterer, in Abhängigkeit von der Betätigung
des Kamera-oder Verschlußauslösers bewegbarer und mit dem Abtaster verbundener Steller
zugeordnet ist, und daß beide Steller in Einstellrichtung kraftschlüssig miteinander
verbunden sind. Diese Verbindung kann beispielsweise über ein kurvengesteuertes
Hebelgetriebe erfolgen.
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Einer gemäß der Erfindung ausgebildeten photographischen Kamera kommt
der gewichtige Vorteil zu, daß die Antriebsverbindung des Abtasters mit dem Belichtungseinstellmechanismus
völlig den jeweiligen Erfordernissen entsprechend, d. h. weitgehend beliebig, gestaltet
werden kann. Dies bedeutet, daß die Art der Verbindung sowohl eine kraftschlüssige
als auch eine formschlüssige sein kann. Auf Grund der Anordnung eines in Abhängigkeit
von der Betätigung des Kamera- oder Verschlußauslösers bewegbaren und mit dem Abtaster
gekuppelten Stellers, der lediglich in Einstellrichtung mit dem Belichtungseinsteller
verbunden ist, ist insbesondere auch im Falle der Anwendung einer foranschlüssigen
Verbindung zwischen dem Belichtungseinstellmechanismus und dem Abtaster gewährleistet,
daß der Belichtungseinsteller nach Beendigung seiner Einstellbewegung völlig von
Bewegungskräften freigestellt ist, die vom Abtaster und von dem sich an diesen anschließenden
Auslösemechanismus ausgehen. Daraus ergibt sich der weitere Vorteil, daß der Belichtungseinsteller,
gleich, wie die Verbindung zwischen diesem und dem Abtaster ausgestaltet ist, in
seiner durch die Stellung des beweglichen Teils des Belichtungsmessers bestimmten
Einstellage lediglich gegen die verhältnismäßig geringe Rückstellkraft einer ihn
in Richtung seiner Ausgangslage beeinflussenden Feder festgehalten zu werden braucht.
Dies ermöglicht es, die als Festhaltevorrichtung ausgebildete Sperrvorrichtung unkompliziert
und störungssicher auszubilden; außerdem wird eine kraftsparende Betätigung der
Festhaltevorrichtung ohne nennenswerte Beanspruchung der jeweils zur Steuerung derselben
dienenden Einrichtung erreicht. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung
besteht ferner darin, daß durch den weiteren, zur Steuerung des
Belichtungseinstellers
dienenden, in Abhängigkeit von der Betätigung des Kamera- oder Verschfußauslösers
bewegbaren und mit dem Abtaster verbundenen Steller ein Höchstmaß an Freizügigkeit
hinsichtlich der Einstellcharakteristik des Belichtungseinstellers in bezug auf
den Einstellweg des Abtasters erreicht wird, da die Einstellcharakteristik des Belichtungseinstellers
durch die Art seiner Verbindung mit dem ihn steuernden Steller bestimmbar ist.
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Ein besonders aufwandsparender und unverwickelter Aufbau der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Festhalten des Belichtungseinstellers in seiner durch die Stellung
des.. beweglichen Teils des Belichtungsmessers bestimmten Einstellage läßt sich
in Weiterbildung der Erfindung dadurch erzielen, daß die Sperrvorrichtung als Reibgesperre
ausgebildet ist.
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Im Hinblick auf eine freizügige Anordnung der Festhaltevorrichtung
innerhalb des jeweiligen Kamera-oder Verschlußaufbaus kann die Sperrvorrichtung
einen unter Einfluß einer Feder stehenden, drehbar gelagerten Hebel umfassen, dem
ein doppelarmiger, mit dem Antriebsteil des Verschlusses in Wirkungsverbindung stehender
Kipphebel zugeordnet ist, der mit Steuermitteln des Antriebsteils so zusammenwirkt,
daß der Sperrhebel sowohl in der ungespannten als auch in der gespannten Stellung
des Antriebsteils aus der Sperrlage gehalten ist, während er sich vor Beginn des
eigentlichen Belichtungsablaufs auf den Belichtungseinsteller legt.
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Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung
und der Zeichnung ersichtlich, die ein Ausführungs- und Anwendungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 einen an einer Kamera angebrachten Objektivverschluß
in einer Draufsicht von rückwärts mit einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung
zum Festhalten eines Belichtungseinstellers, der mit einem in Abhängigkeit von der
Betätigung des Verschlußauslösers bewegbaren und mit einer Abtastvorrichtung verbundenen
Steller gekuppelt ist, wobei sich der Verschluß in angespanntem Zustand und die
Festhaltevorrichtung außer Eingriff befindet, Fig. 2 die Anordnung gemäß Fig. 1
bei niedergedrücktem Auslöser unmittelbar vor der Auslösung des Verschlusses, Fig.
3 eine Teildarstellung der Verschlußanordnung gemäß Fig. 1 und 2 in einer Einstellage
unmittelbar nach der Auslösung und in Wirkstellung befindlicher Festhaltevorrichtung,
Fig.4 die gleiche Verschlußanordnung in einer Einstellage kurz vor Beendigung der
Verschlußablaufbewegung, wobei die Festhaltevorrichtung den Belichtungseinsteller
noch in seiner durch die selbsttätige Belichtungseinstellvorrichtung eingestellten
Lage festhält, der Abtaster jedoch bereits wieder in seine Ausgangslage zurückgekehrt
ist, Fig. 5 die Festhaltevorrichtung in einer Draufsicht von vorn. und in vergrößertem
Maßstab sowie in Verbindung mit dem Spann- und Antriebsteil des Verschlusses, der
sich hierbei in angespanntem Zustand und die Festhaltevorrichtung außer Wirkung
befindet, Fig. 6 eine teilweise Darstellung des Verschlusses bei angespannter Antriebs-
und Auslösevorrichtung, Fig. 7 den Verschluß in gespanntem, auslösebereitem Zustand,
Fig. 8 den Verschluß bei ausgelöster, in Ablauf befindlicher Antriebsvorrichtung,
wobei die Festhaltevorrichtung zur Wirkung kommt, Fig. 9 einen mit Vorlaufwerk ausgestatteten
Verschluß in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Festhaltevorrichtung und in Spannstellung
befindlichem Vorlaufwerk, Fig. 10 den Verschluß unmittelbar nach der Auslösung,
wobei die Festhaltevorrichtung bereits zur Wirkung gekommen ist, während die Antriebsvorrichtung
durch einen Spann- und Steuerteil des ebenfalls bereits zum Ablauf freigegebenen
Vorlaufwerks festgehalten wird.
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In der Zeichnung ist ein aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich
teilweise dargestelltes Gehäuse einer photographischen Kamera mit 1 bezeichnet,
an dessen Vorderseite in an sich bekannter Weise ein Objektivverschluß 2 mittels
eines an der Rückseite des Verschlußgehäuses 3 ausgebildeten Rohrstutzens 3 a befestigt
ist. Zur Auslösung des Verschlusses ist am Kameragehäuse 1 ein gegen Wirkung einer
Feder 4 bewegbarer Auslöser 5 angeordnet. Zur selbsttätigen Belichtungseinstellung
ist der Verschluß mit einem an der Rückseite des Verschlußgehüuses 3 angeordneten
Blendeneinstellring 6 ausgerüstet, der mit einem Abtaster 7 zusammenarbeitet, welcher
seinerseits die Stellung des beweglichen Meßwerkteils eines in die Kamera eingebauten
Belichtungsmessers abtastet.
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Der Abtaster 7, der im Ausführungsbeispiel als ein parallel zum Auslöser
5 geführter Schieber ausgebildet ist, steht unter der Wirkung einer Druckfeder 8,
welche ihn in Anlage an einem Bund 5a des Auslösers 5 zu halten sucht. Hierbei
überwindet die den Auslöser 5 beeinflussende Feder 4 die Feder 8, so daß der Abtaster
7 bei nicht betätigtem Auslöser die in Fig. 1 dargestellte Lage einnimmt. Zur Zusammenarbeit
mit dem beweglichen Meßwerkteil weist der Abtaster 7 eine Stufenkurve 7a auf, mit
der er beim Betätigen des Auslösers 5 unter Wirkung seiner Feder 8 an einem sich
gegen einen ortsfesten Anschlag 9 abstützenden Zeiger 10 des beweglichen Meßwerkteils
des Belichtungsmessers zur Anlage kommt. Der Zeiger 10 wird vor dem Abtastvorgang
in an sich bekannter Weise in seiner jeweiligen Stellung mittels einer Feststellvorrichtung
gesichert. Diese umfaßt einen um eine Achse 11 schwenkbaren Hebel 12, der in seiner
in Fig. 1 gezeigten Ausgangslage unter Wirkung einer Feder 13 an einem Stift 14
des Abtasters 7 anliegt. In dieser Lage der Fesustell- und Abtastvorrichtung kann
der Zeiger 10 frei spielen. Wird der Abtastvorgang durch Betätigung des Auslösers
5 eingeleitet, so gelangt zunächst der Hebel 12 mit seiner geriffelten Seite zur
Anlage am Zeiger 10
und preßt diesen, noch bevor der Abtaster 7 den Blendeneinstellmechanismus
verstellt, gegen den ortsfesten Anschlag 9.
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Die Blende ist im Ausführungsbeispiel als Sektoren-Lamellenblende
ausgebildet und umfaßt um ortsfeste Stifte 15 schwenkbar gelagerte Lamellen 16,
die mit dem Blendeneinstellring 6 in Stift-Schlitz-Verbindung 16a, 6a stehen. Der
Ring 6 steht unter Wirkung einer ihn im Gegenuhrzeigersinn beeinflussenden leichten
Feder 17, die die Blende in unbeeinflußtem Zustand in der in Fig. 1 gezeigten Lage
hält.
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Zum Spannen des Verschlusses ist eine im Verschlußgehäuse 3 gelagerte
Spannwelle 18 vorgesehen, welche in nicht näher gezeigter Weise mit der Filmtransporteinrichtung
der Kamera gekuppelt sein kann. Die Spannwelle 18 trägt an ihrem in das Verschlußinnere
hineinragenden Ende eine Spann- und Antriebsscheibe 19, die in weiter unten näher
beschriebener
Weise mit einer Vorrichtung zum Festhalten des Blend@enstellrings
6 zusammenarbeitet. Zur Betätigung eines Antriebsrings 20 für die aus Gründen der
Übersichtlichkeit nicht gezeigten Verschiußblätter ist an der Antriebsscheibe 19
um eine Achse 21 in an sich bekannter Weise eine schwenkbare Antriebsklinke 22 gelagert,
welche unter Wirkung einer Feder 23 steht und mittels eines Mauls 22 a an einem
am Antriebsring 20 befestigten Stift 24 von halbkreisförmigem Querschnitt angreift.
Auf diese Weise .erhält der Antriebsring 20 bei dem in Fig. 10 mit einem Pfeil angedeuteten
Ablauf der Antriebsscheibe 19 eine hin- und hergehende Bewegung, bei der die Verschlußblätter
zuerst geöffnet und nach Erreichen der Ofienstellung wieder geschlossen werden.
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Im Ausführungsbeispiel wird die Antriebsscheibe 19 mittels eines Hebe125
in gespanntem Zustand gegen Ablauf gesichert. Zu diesem Zweck arbeitet der Hebel
25, der im Verschluß um eine Achse 26 gelagert ist, mittels eines an seinem einen
Arm 25 a
abgebogenen Lappens 25 b mit einem Vorsprung 19
a
der Antriebsscheibe 19 zusammen, während er mit seinem anderen Arm
25e unter Wirkung einer Feder 27 an einem Stift 28 eines Auslösehebels 29
kraftschlüssig anliegt (Fig. 7 und 9). Der Auslösehebel 29, der im Verschluß um
eine Achse 30 gelagert ist, wird durch eine Feder 31 im Uhrzeigersinn beeinflußt
und weist einen abgebogenen Arm 29a auf, welcher durch einen Bewegungsschlitz 3
b der Rückwand des Verschlußgehäuses 3 ragt und im Bewegungsweg eines Arms
5 b des Auslösers 5 liegt (Fig. 1 und 2). Die Anordnung der Arme 5 b und
29a ist hierbei so getroffen, daß eine Freigabe der gespannten Antriebsscheibe 19
durch den Hebel 25 erst erfolgt, wenn die Feststellung und Abtastung des Meßwerkzeigers
10 und damit die Einstellung der Blende beendet ist.
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Ein Vorlaufwerk 32, welches in an sich bekannter Weise aufgebaut ist
und mit der Verschlußantriebsvorrichtung zusammenarbeitet, ist in den Fig. 9 und
10 aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich teilweise dargestellt. Das Vorlaufwerk,
das in an sich bekannter Weise durch den Verschlußauslöser freigegeben wird, umfaßt
eine aus Zahnrädern 33, 34 und einem Ritze135 bestehende Getriebekette, die im Verschluß
angeordnet ist und mittels eines unter Wirkung einer Feder 350 stehenden Spannsegments
36 angetrieben wird. Das Spannsegment 36, das um eine Achse 37 drehbar und mit Hilfe
eines Griffstücks 36a in seine in den Fig. 9 und 10 dargestellte Spannlage gebracht
wird, arbeitet mittels einer Kurve 36b
mit einem abgebogenen, durch einen
Bewegungsschlitz 3 c der Verschlußgehäuserückwand hindurchgeführten Lappen 20 a
des Antriebsrings 20 zusammen. Diese Zusammenarbeit erfolgt in der Weise, daß der
Antriebsring 20 bei Beginn des Belichtungsvorgangs nach einer kurzen Anfangsbewegung,
während der der Verschluß noch nicht geöffnet ist, zur Anlage an die Steuerkurve
36 b gelangt, so daß der weitere Ablauf des Antriebsrings 36 in Richtung des in
Fig. 10 gezeigten Pfeils blockiert ist. Diese vom Spannsegment 36 bewirkte Ablaufsperre
des Antriebsrings 20 ist auf die Dauer wirksam, während der die Steuerkurve 36 b
des ablaufenden Spannsegments 36 am Lappen 20a des Antriebsrings 20 entlanggleitet.
Erst nachdem das in Richtung des in Fig. 10 gezeigten Pfeils ablaufende Spannsegment
36 den Lappen 20a am Ende des Vorlaufwerkablaufs durch einen Vorsprung 36 c freigibt,
setzt der Antriebsring 20 und damit der Verschluß seine Ablaufbewegung in der schon
weiter vorn beschriebenen Weise fort.
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Mit der vorbeschriebenen Verschlußanordnung arbeitet eine Sperrvorrichtung
zusammen, die unmittelbar auf den der Belichtungseinstellung dienenden Blendeneinstellring
6 einwirkt, wobei diesem Einsteller ein weiterer, in Abhängigkeit von der Betätigung
des Verschlußauslösers 5 bewegbarer und mit dem Abtaster 7 verbundener Steller zugeordnet
ist, der mit dem Belichtungseinsteller in Einstellrichtung kraftschlüssig verbunden
ist, beispielsweise über ein kurvengesteuertes Hebelgetriebe.
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Die Sperrvorrichtung besteht im wesentlichen aus einem unter Einfluß
einer Feder 38 stehenden Sperrhebel 39, der im Verschluß um eine Achse 40 drehbar
gelagert ist und mittels eines rechtwinklig abgebogenen Lappens 39 a auf den Blendeneinstellring
6 einwirkt in der Weise, daß sich letzterer an der äußeren Umfangsfläche des Rings
6 anlegt und diesen durch Reibungsschluß festhält. Dem Blendeneinstellring 6 ist
als weiterer, in Abhängigkeit von der Betätigung des Verschlußauslösers 6 bewegbarer
Steuerring 41 zugeordnet, der seinerseits mit dem Blendeneinstellring 6 in Wirkungsverbindung
steht. Hierzu weist der Steuerring 41, welcher mittels eines Arms 41a mit dem Abtaster
7 in Stift-Schlitz-Verbindung 42, 41 b steht, eine Steuerkurve 41 c auf, welche
mit einem Hebelgetriebe zusammenarbeitet, das im wesentlichen aus einem Winkelhebel
43 besteht. Der Winkelhebel 43, der um eine Achse 44 drehbar gelagert ist, liegt
hierbei mit seinem einen Arm 43 a an einem am Blendeneinstellring 6 befestigten
Stift 45 an, während er mit einem an seinem anderen Arm 43 b angebrachten Stift
46 unter Wirkung der den Blendeneinstellring 6 beeinflussenden Feder 17 gegen die
Steuerkurve 41 c des Steuerrings 41 gehalten ist.
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Die Betätigung des Sperrhebels 39 erfolgt im Ausführungsbeispiel mit
Hilfe eines doppelarmigen Kipphebels 47a, 47b, dessen Hebelarme auf einer im Verschlußgehäuse
3 gelagerten Welle 48 drehfest angeordnet und durch die Verschlußantriebsscheibe
19 steuerbar sind. Zu diesem Zweck ist der Kipphebel 47 a, 47 b in den in den Fig.
5 bis 8 dargestellten Stellungen, welche dem gespannten und urigespannten Zustand
des Verschlusses entsprechen, unter Wirkung der den Sperrhebel 39 beeinflussenden
Feder 38 mit seinem Arm 47a gegen den Vorsprung 19 a bzw. einer Steuerkante 19 b
der Verschlußantriebsscheibe 19 gehalten, während er mit seinem anderen Arm 47 b
kraftschlüssig an einem Vorsprung 39 b des Sperrhebels 39 anliegt.
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Wenngleich zu vermerken ist, daß der Kipphebel 47a, 47b als
Zwischenglied zwischen Sperrhebel 39 und Verschlußantriebsscheibe 19 eine freizügige
Anordnung des Sperrhebels gewährleistet, so könnte die Betätigung des Sperrhebels
auch ohne diesen direkt durch die Verschlußantriebsscheibe 19 erfolgen. Dies könnte
z. B. in der Weise geschehen, daß der Sperrhebel 39 mittels einer Verlängerung des
Vorsprungs 39 b in ähnlicher Weise wie der Arm 47 a mit der Verschlußantriebsscheibe
19 zusammenarbeitet.
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Die Wirkungsweise der vorbeschriebenen Vorrichtung ist folgendermaßen:
Beim Niederdrücken des Auslösers 5 gegen Wirkung seiner Feder 4 folgen der Abtaster
7 und der mit diesem verbundene Steuerring 41 unter Wirkung der Feder 8 nach, wobei
zuerst mittels des Hebels 12 der Meßwerkzeiger 10 festgeklemmt wird. Zusammen
mit
dem Auslöser 5 wird auch der Steuerring 41 in Drehung versetzt, der über das kurvengesteuerte
Hebelgetriebe 41 c, 43 die Drehbewegung dem Blendeneinstellring 6 mittelt. Im Zuge
der Weiterbewegung des Abtasters 7 und des mit diesem verbundenen Steuerrings 41
trifft eine der Stufen 7 a des Abta-sters 7 auf den sich am ortsfesten Anschlag
9 abstützenden Meßwerkzeiger 10 auf, wodurch die Einstellung des Steuerrings 41
bzw. der in Abhängigkeit von. der Einstellbewegung des Blendeneinstellrings 6 einstellbaren
Blendenlamellen 16 beendet ist.
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Unmittelbar im Anschluß an diesen Einstellvorgang gelangt der Arm
5 b des. Auslösers 5 bei dessen Weiterbewegung am Arm 29 a des Verschlußauslösehebels
29 zur Anlage und dreht diesen im Uhrzeigersinn. Als Folge davon wird der die Verschlußantriebsscheibe
19 in gespannter Stellung sichernde Sperrhebel 25 gegen Wirkung seiner Feder 27
außer Eingriff mit dem Vorsprung 19a geschwenkt und damit die Verschlußantriebsscheibe
19 zum Ablauf freigegeben (Fig. 8 und 10). Bei dem nun folgenden Ablauf der Verschlußantriebsacheibe
19 schwenkt der sich an der Steuerkante 19 b abstützende Arm 47 a
unter Wirkung der den Sperrhebel 39 beeinflussenden Feder 38 in den freien Raum
zwischen der Steuerkante 19 b und dem Vorsprung 19 a ein, wobei der Sperrhebel 39
unter Wirkung seiner Feder 38 am Umfang des Blendeneinstellrings 6 zur Anlage kommt
(Fig. 3 und 4). Damit ist der Blendeneinstellring 6 in seiner von der Stellung des
Meßwerkzeigers 10 bestimmten Einstelllage festgehalten, und zwar unabhängig vom
Loslassen des Auslösers 5 und, der damit verbundenen Rückbewegung der Abtasteinrichtung.
Da der Sperrhebel 39 hierbei lediglich den Blendeneinstellring 6 festzuhalten, d.
h. das relativ niedrige an ihm wirksam werdende Rückdrehmoment der Feder 17 aufzunehmen
hat, kann auch die am Sperrhebel 39 angreifende Feder 38 relativ schwach ausgebildet
sein, wodurch im Endeffekt der Einfluß des Sperrhebels 39 auf die ihn steuernde
Verschlußantriebsscheibe 19 so klein gehalten werden kann, daß die Funktion des
Verschlußantriebsmechanismus durch die erfindungsgemäße Sperrvorrichtung nicht gestört
wird. Weiter gestattet das relativ niedrige Rückdrehmoment die Anwendung einer Sperrvorrichtung,
dessen am Blendenstellring 6 zur Wirkung kommendes Sperrteil 39 die Festhaltekräfte
allein durch Reibungs.schluß aufzunehmen vermag.
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Das Lösen des Sperrhebels 39 aus seiner in den Fig. 4 und 5 gezeigten
Sperrstellung erfolgt nach dem Wiederschließen des Verschlusses dadurch, daß gegen
Ende der im Uhrzeigersinn erfolgenden Ablaufbewegung der Verschlußantriebsscheibe
19 diese mit ihrem Vorsprung 19a zur Anlage am Arm 47a gelangt und diesen gegen
Wirkung der den Sperrhebel 39 beeinflussenden Feder 38 in die in den Fig. 5 und
6 gezeigte Lage verschwenkt, in welcher der Sperrhebe139 die in den Fig. 1, 2 und
5 dargestellte wirkungslose Stellung einnimmt. f Im Falle einer Vorlaufwerkbenutzung
wird der Arm 47 a der Sperrvorrichtung nach der Freigabe der Verschlußantriebsscheibe
19 gerade so weit durch deren Steuerkante 19 b freigegeben, daß der Sperrhebel 39
unter Wirkung seiner Feder 38 zur Anlage am Blendeneinstellring 6 gelangt. Bei dieser
Bewegang der Verschlußantriebsscheibe 19 ist der mit der letzteren in Antriebsverbindung
stehende Verschlußantriebsring 20 mit seinem Lappen 20a nach einer kurzen
Anfangsbewegung, während der Verschluß noch nicht geöffnet ist, zur Anlage an die
Steuerkurve 36 b des Spannsegments 36 des Vorlaufwerks 32 gelangt. Hierdurch ist
die weitere Ablaufbewegung der Verschlußantriebsscheibe 19 sowie des Antriebsrings
20 zunächst unterbrochen. Die Dauer dieser Unterbrechung ist von der Ablaufdauer
des Vorlaufwerks 32 abhängig und für die Zeit wirksam, während der die Steuerkurve
36 b des im Gegenuhrzeigersinn ablaufenden Spannsegments 36 am Lappen 20 a des Antriebsrings
20 entlanggleitet. Erst nachdem das Spannsegment 36 durch einen Vorsprung
36c den Lappen 20a am Ende des Vorlaufwerkablaufs freigibt, setzt der Antriebsring
20 und damit der Verschluß seine Ablaufbewegung fort, an deren Ende die Abschaltung
des Sperrhebels 39 in gleicher Weise wie ohne Vorlaufwerkbenutzung durch den Vorsprung
19 a erfolgt.