-
Hydrodynamischer Drehmomentwandler Die Erfindung bezieht sich auf
einen hydrodynamischen Drehmomentwandler mit einem Gehäuse, einer in diesem Gehäuse
befindlichen überbrückungskupplung, deren axial bewegliche Druckplatte das Innere
des Gehäuses in eine Kupplungskammer und eine Drehmomentwandlerkammer aufteilt,
einer unter Druck stehenden Flüssigkeitsquelle und einem Mehrwegeventil zur wahlweisen
Umleitung der Flüssigkeit in die Kupplungskammer zur Ausrückung der Kupplung oder
in die Drehmomentwandlerkammer zum Einrücken der Kupplung.
-
Drehmomentwandler der vorstehenden Art sind bekannt. Soll bei ihnen
die Kupplung eingerückt werden, so wird der Druck in der Kupplungskammer durch Umstellen
des äußeren Mehrwegeventils abgelassen. Der in der Drehmomentwandlerkammer weiterhin
aufrechterhaltene Druck bewegt dann die Druckplatte der Überbrückungskupplung in
Richtung der Kupplungskammer und in Eingriffsstellung. Dieses Arbeitsprinzip wird
bei den meisten mit einer Kupplung kombinierten Drehmomentwandlern angewandt. Soll
die Kupplung ausgerückt werden, so wird der Kupplungskammer wieder Druck zugeführt,
und zwar - bei einer bekannten Art von Drehmomentwandlern - unter Aufrechterhaltung
des Druckes in der Drehmomentwandlerkammer. Es wird also ein Druckausgleich zwischen
der Kupplungskammer und der Drehmomentwandlerkammer herbeigeführt, so daß auf die
Druckplatte der Kupplung keine hydraulischen Kräfte mehr wirken. Das Ausrücken der
Kupplung aus der Eingriffsstellung wird schließlich durch die Kraft mechanischer
Federn bewerkstelligt, die in der Kupplungskammer angeordnet sind und ständig auf
die Druckplatte der Kupplung in Richtung der Drehmomentwandlerkammer drücken. Durch
die notwendige Anwendung solcher die eigentliche Ausrückkraft aufbringender zusätzlicher
Mittel in Gestalt mechanischer Federn stellt, was sowohl den Raumbedarf als auch
die mögliche Störanfälligkeit und die Größe der Ansprechkräfte anbetrifft, einen
ziemlichen Nachteil dar. Außerdem muß das äußere Mehrwegeventil verhältnismäßig
kompliziert ausgebildet sein, weil es in der einen Stellung zwei verschiedenartige
Durchgangswege, nämlich vom Druckeinlaß zur Drehmomentwandlerkammer und von der
Kupplungskammer zum Auslaß herstellen muß und in der zweiten Stellung, der Kupplungsausrückstellung,
nur einen, jedoch verzweigten Durchgangsweg, nämlich vom Druckeinlaß sowohl zur
Drehmomentwandler- als auch zur Kupplungskammer.
-
Bei einem anderen bekannten Drehmomentwandler wird ebenfalls in die
Drehmomentkammer ständig Druckflüssigkeit geleitet. Der Raum hinter der Kupplungsdruckplatte
zu den Eingriffsmitteln hin hat keine besonderen, von außen herangeführten und von
außen gesteuerten Druckanschlüsse, sondern wird von der Drehmomentwandlerkammer
her über einen rings um die Kupplungsdruckplatte ausgebildeten Spalt mit Druckflüssigkeit
versorgt. Die Kupplungsdruckplatte schließt also nicht die Drehmomentwandlerkammer
von der Kupplungskammer in abdichtender Weise ab. Zum Steuern der Ein- und Ausrückbewegungen
der Kupplung sind fliehkraftbetätigte Ventile vorgesehen, so daß diese Bewegungen
automatisch erfolgen und von Hand darauf kein Einfluß genommen werden kann. Es sind
sowohl in der Kupplungsdruckplatte von der Drehmomentwandlerkammer zur Kupplungskammer
als auch von der Kupplungskammer nach außen führende Durchlaßkanäle vorgesehen,
die jeweils von Ventilen beherrscht werden. Diese Ventile werden durch Fliehkräfte
betätigt und sind derart ausgebildet, daß sie genau einander entgegengesetzt arbeiten.
Steigt die Drehzahl und damit die Fliehkraft an, so wird der von der Drehmomentwandlerkammer
in die Kupplungskammer führende Kanal geschlossen und der von der Kupplungskammer
nach außen führende Kanal geöffnet. Dadurch erfolgt ein Druckabfall in der Kupplungskammer,
und die Kupplung wird eingerückt. Durch dieses Einrücken wird der rings um die Druckplatte
angeordnete Durchflußspalt
abgedichtet, und es fließt aus der Drehmomentwandlerkammer
keine Druckflüssigkeit mehr in die Kupplungskammer. Fällt die Drehzahl ab und lassen
die Fliehkräfte nach, so wird der aus der Kupplungskammer nach außen führende Kanal
geschlossen und der andere, die Kupplungsdruckplatte durchgreifende Kanal zur Drehmomentwandlerkammer
hin geöffnet, so daß ein Druckausgleich stattfinden kann. Das eigentliche Ausrücken
der Kupplungsdruckplatte wird dann durch Kräfte, die von der elastischen Verformung
der Druckplatte herrühren, erreicht. Der Nachteil dieses bekannten Drehmomentwandlers
besteht in der schwer beherrschbaren Verformungsarbeit der Druckplatte. Außerdem
ist er für viele Zwecke nicht verwendbar, da er vollkommen automatisch arbeitet
und nur in Abhängigkeit der Drehzahl regelbar ist.
-
Es sei auch noch bemerkt, daß es bei Föttinger-Kupplungen nicht mehr
neu ist, den Kernraum der Kupplung über Durchlaßkanäle in Gestalt von schräg angeordneten
Querbohrungen mit einer Flüssigkeitskammer zu verbinden und zur Steuerung dieser
Durchlaßkanäle in dieser Kammer einen Ringschieber vorzusehen. Durch eine Axialfeder
wird dieser Schieber ständig an eine radikale, die Mündungen der erwähnten Durchlaßkanäle
aufweisende Dichtfläche des einen Kupplungsteiles gepreßt. Der Ringschieber ist
mit dem Abtriebsteil unverdrehbar gekoppelt. Zwischen diesem Antriebsteil und dem
vorerwähnten Kupplungsteil ist eine unlösbare Federkupplung vorgesehen, so daß sich
das Abtriebsteil gegenüber dem erwähnten Kupplungsteil in beiden Drehrichtungen
etwas verdrehen kann. Bei einer solchen Verdrehung werden durch den Ringschieber
die Durchlaßkanäle ganz oder teilweise geschlossen, so daß dadurch der Druckflüssigkeitseinlaß
in die Föttinger-Kupplung ganz oder teilweise abgesperrt bzw. gedrosselt wird. Die
Durchlaßkanäle können deshalb in diesem Fall als Drosselöffnungen bezeichnet werden.
Bei dieser Ringschiebereinrichtung handelt es sich jedoch um eine besondere Art
einer Überlastungssicherung. Eine überbrückungskupplung im eingangs genannten Sinne
ist nicht vorhanden.
-
Die der Erfindung zugrunde gelegte Aufgabe besteht darin, einen Drehmomentwandler
der eingangs genannten Art zu schaffen, der einfach aufgebaut und äußerst wirtschaftlich
herstellbar ist, zuverlässig arbeitet und vorstehend angedeutete Nachteile der bekannten
Arten, was insbesondere die Mittel zum Betätigen der Überbrückungskupplung in Ausrückstellung
an- ; betrifft, vermeidet. In Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von dem Gedanken
aus, zum Ausrücken der Kupplung nicht nur einen Druckausgleich zwischen der Drehmomentwandlerkammer
und der Kupplungskammer herzustellen, sondern hierfür in der Kupplungskammer einen
überdruck aufzubauen, so daß die Kupplungsdruckplatte vollkommen durch hydraulische
Kräfte in Ausrückstellung gebracht wird und keine mechanischen Mittel hierzu mehr
notwendig sind. Der Überdruck in der Kupplungskammer wird dadurch erreicht, daß
in Ausrückstellung der Kupplung Druckflüssigkeit durch das äußere Mehrwegeventil
lediglich in die Kupplungskammer geleitet wird und die Drehmomentwandlerkammer dann
an einen Druckflüssigkeitsablaß angeschlossen ist. Um jedoch in diesem Zustand eine
ausreichende Füllung der Drehmomentwandlerkammer aufrechtzuerhalten, wird gemäß
dem Wesen der Erfindung während des Ausrückzustandes der Kupplung die Drehmomentwandlerkammer
von der Kupplungskammer her mit Druckflüssigkeit gespeist, die jedoch vorher etwas
gedrosselt wird, um den gewünschten überdruck in der Kupplungskammer herzustellen.
In baulicher Hinsicht ist die erfindungsgemäße Lehre dadurch gekennzeichnet, daß
in der Druckplatte der Kupplung in an sich bekannter Weise Drosselöffnungen vorgesehen
sind und daß diese Drosselöffnungen eine Verbindung zwischen der Kupplungskammer
und der Drehmomentwandlerkammer bilden, die durch eine Ventilanordnung beherrscht
ist, welche den Flüssigkeitsdurchgang bei unter Druck stehender Drehmomentwandlerkämmer
versperrt. Mit der Lehre der Erfindung ist es möglich, auf die Druckplatte der Kupplung
wirkende, z. B. mechanische Mittel, die zusätzliche Ausrückkräfte aufbringen, einzusparen,
das äußere Mehrwegeventil äußerst einfach auszubilden und die ganze Drehmomentwandlervorrichtung
störungsunanfälliger, einfacher und billiger herzustellen.
-
Vorteilhafterweise ist die genannte Ventilanordnung als Einwegventil
ausgebildet, das einen Flüssigkeitsdurchgang von der Kupplungskammer in die Drehmomentwandlerkammer
gestattet, wenn Druckflüssigkeit über das Mehrwege-Umleitungsventil in die Kupplungskammer
eingeleitet wird, um die Kupplung auszurücken und gleichzeitig den Drehmomentwandler
zu füllen. Vorteilhafterweise bestehen die Drosselöffnungen in an sich bekannter
Weise aus mehreren auf einem koaxial zur Achse des Drehmomentwandlers liegenden
Kreis angeordneten Bohrungen, und das Einwegventil ist als federnde ringförmige
Platte ausgebildet, welche die Drosselöffnungen auf der Drehmomentwandlerseite überdeckt.
Dabei sind vorteilhafterweise die der vorgenannten Ventilplatte zugekehrten Seiten
der Drosselöffnungen herausgeprägt und weisen einen gegenüber der Kupplungsdruckplatte
erhöhten Randbereich auf, der einen flachen Ventilsitz bildet. Das genannte Einwegventil
kann ferner vorteilhafterweise mit einer Vielzahl von Schlitzen versehen sein, die
sich von ihrem Innendurchmesser radial nach außen bis nahe an den Bereich der Drosseldurchgangsöffnungen
erstrecken. Durch diese Schlitze wird eine besondere Federungs-und damit Ventilcharakteristik
der Ventilscheibe erreicht.
-
In den Zeichnungen ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
dargestellt.
-
Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Drehmomentwandler;
Fig. 2 ist ein vergrößerter Teilschnitt im wesentlichen nach der Linie 2-2 der Fig.
1; Fig.3 ist ein stark vergrößerter Teilschnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2, und Fig.4
ist eine schematische Darstellung eines hydraulischen Kreislaufes für die Drehmomentwandleranordnung
gemäß der Fig. 1.
-
Fig. 1 zeigt ein Gehäuse mit einem vorderen Teil 2 und einem hinteren
Teil 3, welche beispielsweise durch eine Schweißung 4 miteinander verbunden sind.
Der vordere Teil 2 ist mit mehreren öffnungen versehen, durch welche die Schäfte
von Bolzen 5 hindurchragen, die zur Verbindung mit dem üblichen Schwungrad mit Gewinde
versehen sind. Der hintere Teil 3 des Gehäuses 1 ist fest mit einem Pumpenrad 6
eines Drehmomentwandlers verbunden. Der Drehmomentwandler 7 weist außerdem eine
Turbine 8 und ein Leitrad 9 auf.
Der radial nach innen liegende
Teil des hinteren Teiles 3 des Gehäuses 1 ist mit einer Hohlwelle 11, die in bekannter
Weise an eine Ölpumpe angeschlossen ist, verbunden, wobei die Hohlwelle 11 und das
Pumpenrad 6 infolge ihrer gemeins"_men Verbindung mit dem Gehäuseteil 3 gemeinsam
umlaufen. Die Turbine 8 des Drehmomentwandlers 7 ist mittels Niete an einer Nabe
12 befestigt, die mittels Keilnutverzahnung an einer Turbinenwelle 13 befestigt
ist. Die Turbinenwelle 13 kann mit den Zahnrändern eines Übersetzungsgetriebes verbunden
sein. Das Leitrad 9 des Drehmomentwandlers 7 ist mit einem Außenring 14 einer Freilaufkupplung
15 verbunden. Der Innenring der Freilaufkupplung 15 geht an dem einen Endteil in
eine Welle 16 über, deren entgegengesetztes Ende mit dem Gehäuse oder einem anderen
festen Teil eines Fahrzeuges derart verbunden ist, daß ein Umlauf der Welle 16 in
einem Drehsinn unterbunden werden kann. Zwischen der Hohlwelle 11 und der Welle
16 ist eine ringförmige Dichtung 16a angeordnet. Um den Innenring vom Außenring
der Freilaufkupplung 15 auf Abstand zu halten, sind Lager 17 vorgesehen, welche
mit Öffnungen 18 versehen sind, die sich radial durch diese Lager erstrecken, um
Durchlässe für einen Ölstrom zu bilden.
-
Innerhalb der Turbinenwelle 13 ist eine Kupplungswelle 19 vorgesehen,
deren eines Ende mittels Buchsen oder Lager 21 in dem vorderen Teil 2 des Gehäuses
1 gelagert ist. Das entgegengesetzte Ende der Kupplungswelle 19 kann mit der Ausgangsseite
des Übersetzungsgetriebes verbunden werden. Auf der Welle 19 ist mittels Keilnutverzahnung
eine Nabe 22 einer Kupplungsplatte mit Schwingungsdämpfer 23 angeordnet.
Die Nabe 22 ist mit mehreren Nuten 24 versehen, die radial durch sie hindurchführen,
um Durchlässe für einen Ölstrom zu bilden.
-
Auf einem radial nach außen liegenden zylindrischen Abschnitt der
Nabe 12 ist ein Lagerring 25 gleitend angeordnet, der mit einer Nut 26, in welcher
der radial nach innen liegende Teil einer ringförmigen Druckplatte 27 fest angeordnet
ist, versehen ist. Das Zusammenspiel der Druckplatte 27 und des Lagerrings 25 ist
derart, daß die Druckplatte sich mit Bezug auf das Lager axial nicht bewegen kann.
Der Außenumfang des Lagerrings 25 ist außerdem mit einem Absatz 28 versehen, auf
dem der radial nach innen gelegene Teil einer ringförmigen Scheibe 29, die ein Einwegventil
bildet, angeordnet ist. Die innere Randkante des Einwegventils 29 wird durch einen
auf dem Lagerring 25 ausgebildeten Absatz 31 gehalten. Vom Innenumfang des Einwegventils
29 erstrecken sich mehrere auf den Umfang verteilte Schlitze 29a nach außen. Mit
Abstand vom radial am weitesten nach außen liegenden Teil des Einwegventils 29 nach
innen sind mehrere Öffnungen 32 vorgesehen, die sich durch die Druckplatte 27 erstrecken.
Der Bereich um die Öffnungen 32 herum, welcher mit dem Einwegventil 29 zusammenarbeitet,
ist vorzugsweise herausgeprägt, um einen vorspringenden Ringteil von etwa 0,25 mm
Höhe zu bilden, auf die das Einwegventil 29 aufsitzen kann. Die Schlitze 29 a gestatten
den inneren Randkanten des Einwegventils 29 eine Durchbiegung, um eine Flüssigkeitsströmung
in nur einer Richtung durch die Druckplatte 27 zuzulassen. Der radial nach außen
liegende Teil der Druckplatte 27 ist mit einem fest angeordneten ringförmigen Dichtungsträger
35 versehen, der einen gummiartigen Dichtring 36 trägt, welcher an dem zugeordneten
Gehäuseteil in Anlage gehalten wird, um eine Fiiissig'.ccitsströmung an der Druckplatte
27 vorbei zu verhindern. Ferner ist ein Sprengring 37 vorgesehen, der in einer Nut
auf dem Innenumfang des Gehäuseteiles 2 angeordnet ist und als ein Widerlager zur
Begrenzung der Bewegung der Druckplatte 27 dient.
-
Die Druckplatte 27 ist außerdem mit mehreren Augen 38 versehen, die
innerhalb der Köpfe der Bolzen 5 aufgenommen werden und zusammen mit den Köpfen
der Bolzen 5 dazu dienen, eine Antriebsverbindung zwischen dem vorderen Teil t des
Gehäuses 1 und der Druckplatte 27 herzustellen.
-
Der vordere Teil 2 des Gehäuses 1 und die Druckplatte 27 bilden eine
vordere Kupplungskammer 41, während die Druckplatte 27 und der verbleibende Teil
des Gehäuses 1 eine Wandlerkammer 42 bilden. Die Kupplungskammer 41 steht über die
Öffnungen oder Nuten 24 mit einem ringförmigen Kanal 43 in Flüssigkeitsverbindung,
welcher zwischen der Turbinenwelle 13 und der Kupplungswelle 19 vorgesehen ist.
Die Wandlerkammer 42 steht über die Öffnungen 18 mit einem ringförmigen Kanal 44
zwischen der Turbinenwelle 13 und der Welle 16 in Flüssigkeitsverbindung.
-
Mit der beschriebenen Bauart ist es möglich, alle die Vorteile eines
Drehmomentwandlers mit einer fest eingreifenden Kupplung zu erzielen, jedoch mittels
nur eines einzigen Druckablaßventils für die Druckregelung. Dies ist ein Vorteil
gegenüber den bekannten Bauarten, welche kompliziertere und teurere hydraulische
Einrichtungen erfordern. Bei Verwendung von Maschinenöl erübrigt sich das Sicherheitsventil
für die Pumpe und Überdruck. Bei der offenbarten Bauart ist es technisch erforderlich,
eine einzige Pumpe vorzusehen, welche einem Umleitungsventil, das Flüssigkeit entweder
zur Kupplungskammer 41 oder zur Wandlerkammer 42 leiten würde, nachgeschaltet wäre.
Wenn die Flüssigkeit zur Kupplungskammer 41 geleitet wird, würde sie auf die beschriebene
Weise zur Wandlerkammer 42 fließen. Aus der Wandlerkammer 42 ausströmende Flüssigkeit
würde durch den ringförmigen Kanal 44 fließen, der, falls erforderlich, gedrosselt
werden kann, um den Auslaßdruck des Drehmomentwandlers aufrecht, jedoch genügend
niedriger als den Zuführdruck zu halten, um den erwünschten Kreislauf durch den
Drehmomentwandler zu gewährleisten, wenn die Sperrkupplung außer Eingriff gebracht
worden ist. Da es sich bei den Öffnungen 32 um Drosselöffnungen handelt, wird der
erforderliche begrenzte Druckabfall geschaffen, um, wie es in Fig. 61 gezeigt ist,
die Bewegung der Druckplatte 27 nach rechts sicherzustellen, wenn unter Druck stehende
Flüssigkeit zur Kupplungskammer 41 geführt wird. Der Ablaß vom Druckablaßventil
würde entweder allein zur Wanne hin oder zur Wanne und anderen hydraulischen Einrichtungen,
beispielsweise dem allgemein vorgesehenen Schmiermittelkreislauf hin stattfinden.
-
Genauer gesagt, würde bei der beschriebenen Bauart und bei eingerückter
Stellung der überbrückungskupplung des Drehmomentwandlers gemäß Fig. 1 die von der
Pumpe abgegebene Flüssigkeit durch den Kanal 44 zwischen der Turbinenwelle 13 und
der Welle 16 zur Wandlerkammer 42 gefördert werden. Der Druck in dieser Kammer würde
die ringförmige Ventilscheibe 29 gegenüber der Druckplatte 27 abdichten, wodurch
ein Flüssigkeitsstrom durch die
Öffnungen 32 von der Wandlerkammer
42 in die Kupplungskammer 41 verhindert wäre. Der Druck in der Wandlerkammer 42
würde daher auf die Druckplatte 27 einwirken und dieselbe gegen die Kupplungsplatte
des Schwingungsdämpfers 23 drücken, die ihrerseits zwischen der Druckplatte 27 und
dem vorderen Teil t des Gehäuses .1 erfaßt würde. Jegliches in die Kupplungskammer
41 hineintropfende Lecköl würde durch den Kanal 43 zwischen der Turbinenwelle 13
und der Kupplungswelle 19 aus dieser Kammer herausfließen, wobei der Kanal 43 zu
dieser Zeit zur Ölwanne hin frei geöffnet ist. Umgekehrt wird, um die überbrückungskupplung
außer Eingriff zu bringen, der Ausgangsdruck der Pumpe zum Kanal 43 zwischen der
Kupplungswelle 19 und der Turbinenwelle 13 gefördert. Diese unter hohem Druck befindliche
Flüssigkeit fließt durch die Nuten oder Kanäle 24 in die Kupplungskammer 41. Gleichzeitig
würde der hohe Druck aus der Wandlerkammer 42 abgelassen werden, wodurch die unter
hohem Druck stehende Flüssigkeit in der Kupplungskammer 41 die Druckplatte 27 axial
in Richtung auf den Drehmomentwandler bewegt und die Sperrkupplung außer Eingriff
bringt. Ein Teil dieser Flüssigkeit, die sich in der Kupplungskammer 41 befindet,
würde jedoch dadurch, daß die Ventilscheibe 29 sich durch den verhältnismäßig höheren
Druck in der Kupplungskammer 41 axial zurückbewegen würde, durch die öffnungen 32
in der Druckplatte 27 strömen. Dieses von der Kupplungskammer 41 durch die Öffnungen
32 in die Kammer 42 strömende Öl würde außen um das Turbinenrad 8 herumfließen,
in den Flüssigkeitskreislauf auf der Innenseite des Turbinenrades eintreten, die
Wandlerkammer 42 durch die Öffnungen 18 verlassen und in den Kanal 44 zwischen der
Turbinenwelle 13 und der Leitradwelle 16 eintreten. Die Drosselwirkung dse Kanals
44 stellt den richtigen Drehmomentwandlerdruck sicher. Dieser Druck wird genügend
unterhalb des Zuführdruckes gehalten, um den gewünschten Umlauf durch den Drehmomentwandler
aufrechtzuerhalten, und wird genügend hoch gehalten, um den Drehmomentwandler richtig
zu speisen.
-
Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung eines hydraulischen--Kreislaufes
-des--J3rehmomentwandlers gemäß der Erfindung. In diesem Kreislauf wird von der
Pumpe P Flüssigkeit aus der Ölwanne angesaugt und mittels eines Druckbegrenzungsventils
RV auf einem vorbestimmten Druck gehalten. Diese unter Druck stehende Flüssigkeit
kann durch das Umleitungsventil DV wahlweise entweder zur Kupplungskammer
41 oder zur Wandlerkammer 42 geleitet werden. Das Umleitungsventil DV hat
einen drehbaren Ventilkörper und weist einen gekrümmten Kanal 60 und einen gekrümmten
Kanal 62 ; auf. In der gezeigten Stellung kann die Flüssigkeit durch den Kanal
60 und dann durch den Kanal 43 zur Kupplungskammer 41 fließen. Diese Druckflüssigkeit
in der Kupplungskammer 41 bringt die Kupplung 23 außer Eingriff und strömt durch
die Drosselöffnungen 32, wobei sie die Ventilscheibe 29 von diesen Öffnungen abhebt.
Die Flüssigkeit fließt mit einem Druck, welcher hoch genug ist, um den Drehmomentwandler
richtig zu speisen, durch die Wandlerkammer 42 und von dort durch den gedrosselten
Kanal 44, den gekrümmten Kanal 62 des Umleitungsventüs und von dort zu Ölwanne zurück.
Um die Wandlerkammer 42 unter Druck zu setzen, wird das Mehrwege-Umleitungsventil
DV um 90° in eine Stellung gedreht, in welcher eine Verbindung zwischen dem
Pumpenauslaß und dem Kanal 44 gegeben ist. Dieses Umleitungsventü kann in jede beliebige
Richtung gedreht werden, so daß entweder der Kanal 60 oder der Kanal 62 mit der
Pumpenauslaßleitung verbunden werden kann. Wenn die Wandlerkammer 24 unter Druck
steht, wird die Ventilscheibe 29 in die in Fig. 3 gezeigte Stellung zurückgebracht.
Der nicht für die Druckflüssigkeit verwendete Kanal wird mit dem zur Wanne hinführenden
Ablaßkanal in Flüssigkeitsverbindung gebracht, so daß die Flüssigkeit bei einer
Bewegung der Druckplatte 27 nach links, wie es in der Fig. 1 gezeigt ist, durch
den Kanal 43 aus der Kupplungskammer 41 ausfließen kann. Die Drosselung des
Kanals 44 hat keinen Einfluß auf den Druckzustand in der Wandlerkammer 42, da die
Ventilscheibe 29 sich in der geschlossenen Stellung befindet und der Flüssigkeitsdruck
in der Wandlerkammer 42 aufrechterhalten wird. Wenn der Druck in der Wandlerkammer
42 einen vorbestimmten Wert erreicht, wird durch das Druckbegrenzungsventii R V
eine Entlastung gewährleistet. Bei Verwendung von Motorenöl können die Pumpe und
das Druckbegrenzungsventil in Fortfall kommen, und das Motorenöl kann dem Umleitungsventil
unmittelbar zugeführt werden. Da die Maschine ihre eigene Ölwanne hat, würde die
in der Zeichnung dargestellte zusätzliche Wanne nicht erforderlich sein.
-
Die beschriebene Bauart sieht die Verwendung eines ihr zugeordneten
sehr einfachen hydraulischen Kreislaufes vor. Ferner ist bei der Zuführung von unter
hohem Druck stehender Flüssigkeit zur Wandlerkammer 42 für das Ineingriffbringen
der Kupplung des Schwingungsdämpfers 23 nur ein geringer Flüssigkeitsstrom zur Wandlerkammer
42 erforderlich, was daher die gleichzeitige Versorgung anderer Kreisläufe von der
Pumpe her gestattet oder zwangläufig die Förderleistung der Pumpe vermindert. Diese
Vorteile werden durch sehr einfache und billige Maßnahmen, d. h. durch Öffnungen
in der Kupplungsdruckplatte erzielt. Durch diese Anordung ist es möglich, zur Speisung
des Drehmomentwandlers und zum Ausrücken der Kupplung im unteren Bereich sowie'
zum Einrücken der Kupplung im oberen Bereich nur einen Druck zu verwenden.