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Vorrichtung zum selbsttätigen Ein-und Ausschalten der Parkbeleuchtung
von Kraftfahrzeugen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Ein-
und Ausschalten der Parkbeleuchtung von Kraftfahrzeugen, wobei ein in den Stromkreis
der Parkbeleuchtung gelegter Parklichtschalter von einem Relais mit Hilfe eines
Fotowiderstandes in Abhängigkeit von der Umgebungshelligkeit geschaltet wird.
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Bereits mehrere Vorrichtungen zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten
der Parkbeleuchtung von Kraftfahrzeugen sind bekanntgeworden. Einige dieser Vorrichtungen
beruhen auf der Anwendung eines Fotoelementes, welches die Strahlungsenergie des
Lichtes in elektrische Energie umwandelt und damit ein Relais bzw. Schaltorgan betreibt.
Ein Fotoelement mit einer lichtempfindlichen Fläche von etwa 6 cm' (Fotoelemente
mit größerer lichtempfindlicher Fläche sind schon aus baulichen Gründen, vor allem
bei Personenkraftwagen praktisch nicht verwendbar) gibt allerdings nur Leistungen
in der Größenordnung weniger Mikrowatt ab. Relais, die mit einer derart geringen
Energie erregt werden können, sind Drehspulrelais oder polarisierte Relais. Diese
Relais haben bei einem vom Dämmerungsgrad abhängigen Schaltzeitpunkt vor allem den
Nachteil der schleichenden Kontaktgabe; bei Dämmerung schließen diese Kontakte also
nicht schnell genug, wodurch Flackern und Abbrand entstehen und die Kontakte schnell
zerstört werden.
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Neben diesen Nachteilen sind die genannten Relais außerordentlich
erschütterungsempfindlich und müssen eine vorgeschriebene, vorzugsweise lotrechte
Montagelage haben; darüber hinaus sind sie teuer und schließlich auch in ihren Abmessungen
für den gewünschten Zweck unverhältnismäßig groß. Daher sind Parklichtschaltungen
mit Fotoelementen in aller Regel für eine Verwendung in Kraftfahrzeugen ungeeignet.
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Um die genannten Nachteile zu vermeiden, geht die Erfindung davon
aus, daß eine Parkleuchten-Schaltvorrichtung mit einem gewöhnlichen Klappankerrelais
statt mit einem der erwähnten hochempfindlichen Relais arbeiten soll.
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Auch dies ist an sich bereits bekannt, beispielsweise bei einer Schaltvorrichtung,
die mit einem gewöhnlichen Relais und mit einem Fotowiderstand an Stelle eines Fotoelements
arbeitet. Hierbei wird über einen Spannungsteiler, bestehend aus je einem regelbaren
Widerstand, Festwiderstand und Fotowiderstand, die in Abhängigkeit von dem Fotowiderstand
gesteuerte Teilenergie durch einen zweistufigen Transistorverstärker verstärkt und
zum Betreiben eines Klappankerrelais verwendet. In diesem Fall liegt der Steuerkreis
(Spannungsteiler mit Fotowiderstand) parallel zu den beiden nachfolgenden Verstärkerstufen,
nämlich einer Vorverstärkerstufe und einer Endverstärkerstufe mit dem Relais.
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Durch diese Schaltungsart ist ein erheblicher Aufwand an Schaltelementen
notwendig, und zwar benötigt man neben dem Relais und dem Fotowiderstand fünf Festwiderstände,
einen Abgleichwiderstand, zwei Transistoren und eine Diode. Derartige Schaltvorrichtungen
sind nicht nur unverhältnismäßig teuer, umfänglich, empfindlich und störanfällig;
wegen der Verwendung von Transistoren werden solche Schaltungen auch betriebsunsicher,
weil beim Kraftfahrzeugbetrieb extreme Temperaturunterschiede (etwa -20 bis mehr
als -1-70° C zwischen Winter-und Sommerbetrieb) entstehen, bei denen ohne zusätzlichen
Aufwand an temperaturstabilisierenden Gliedern die Transistoren nicht mehr sicher
arbeiten. Die Betriebssicherheit ist jedoch eine stets zuerst an jedes Autozubehörteil
zu stellende Forderung.
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Weiterhin ist aus der Literatur bereits bekannt, daß sich ein Fotowiderstand
in Reihe mit einem Relais an die Speisespannung schalten läßt. Da jedoch bislang
das Vorurteil geherrscht hat, derartige Reihenschaltungen seien nur bei ausreichend
großer Speisespannung anwendbar, nicht jedoch bei Kleinstspannungen ohne Zwischenverstärkungen,
hat diese Schaltungsart in der Praxis des Kraftfahrzeugwesens bisher keine Beachtung
gefunden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum selbsttätigen
Ein- und Ausschalten der Parkbeleuchtung von Kraftfahrzeugen zu schaffen, bei der
nicht nur die durch die Verwendung eines Fotoelementes entstehenden Nachteile vermieden
und
die durch Verwendung eines Fotowiderstandes zu erzielenden Vorteile
erreicht werden, sondern durch die auch eine absolute Gewähr für dauernde Betriebsbereitschaft
und Betriebssicherheit und somit auch eine Gewähr für wirkliche Verkehrssicherheit
gegeben ist. Darüber hinaus liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zu schaffen, die weitgehend unempfindlich, in ihren Einbaumaßen klein und schließlich
auch entsprechend wirtschaftlich herstellbar ist.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß a) der mit
dem Relais in Reihe in den Stromkreis der Batterie geschaltete Fotowiderstand zum
unmittelbaren Steuern der das Relais betätigenden Batterieenergie vorgesehen ist,
b) der in an sich bekannter Weise mit einem thermisch wirkenden Verzögerungsglied
ausgerüstete Parklichtschalter als temperaturempfindliches Glied ausgebildet ist,
das einen von einer Heizwicklung umgebenden Schalt-Bimetallstreifen aufweist, dessen
eines Ende auf den Schaltkontakt des Parklichtschalters einwirkt und dessen anderes
Ende an einem schwenkbar gelagerten Isolierblock befestigt ist, c) zum Kompensieren
äußerer Temperaturschwankungen ein Kompensations-Bimetallstreifen derart mit einem
Ende am Isolierblock und mit dem anderen Ende am Gehäuse befestigt ist, daß er bei
Änderungen der Umgebungstemperatur durch Verschwenken des Isolierblocks die Lage
des Schalt-Bimetallstreifens relativ zum Schaltkontakt konstant hält.
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Durch die unter a) genannte Maßnahme wird die Voraussetzung dafür
geschaffen, daß nur mit einem Fotowiderstand ohne Verwendung von verstärkenden Schaltgliedern
und den damit verbundenen obengenannten Nachteilen ein Klappankerrelais verwendet
werden kann, weil die zum Betrieb der zur Zeit auf dem Markt befindlichen Klappankerrelais
notwendige Energie ohne weiteres aus der Batterie entnommen werden kann.
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Gegenüber der eingangserwähnten bekannten Vorrichtung, bei welcher
ein Fotowiderstand einen Transistorverstärker steuert, der wiederum das mit ihm
in Serie (aber parallel zum Fotowiderstand) liegende Relais betreibt, beeinfiußt
also bei der Erfindung die aus der Batterie entnommene Energie in dem vom Fotowiderstand
gesteuerten Maß unmittelbar das Relais.
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Die an sich bekannte Schaltverzögerung hat den Zweck, ein ungewolltes
vorübergehendes Ein- bzw. Ausschalten der Parkbeleuchtung zu verhindern, wie dies
z. B. tagsüber durch eine Wolke oder nachts durch Scheinwerfer anderer Fahrzeuge
oder durch Blitze entstehen kann. Diese Verzögerungseinrichtung muß nun ihrerseits
auch wieder bei den genannten extremen Temperaturunterschieden unter allen Umständen
betriebssicher sein. Hierzu ist bei Verwendung einer thermisch wirkenden Verzögerungseinrichtung
erforderlich, daß das Schaltglied seine einmal eingestellte Ausgangslage auch bei
sehr unterschiedlichen Stufentemperaturen nicht so weit verändert, daß der für mittlere
Temperaturen vorgesehene Schaltablauf unterbrochen wird. Durch die unter b) und
c) genannten Maßnahmen wird auch dies Forderung erfüllt, weil alle Änderungen der
Außentemperatur tatsächlich auf sehr einfache Weise mit Hilfe des Kompensations-Bimetallstreifens
ausgeglichen werden können.
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Beim Erfindungsgegenstand wird die erforderliche Verzögerungszeit
mechanisch durch Einstellen der Durchbiegung des Kompensations-Bimetallstreifens
eingestellt, während der aus der Batterie entnommene Strom lediglich durch die Heizwicklung
des Schalt-Bimetallstreifens fließt, so daß sich der günstigste Wirkungsgrad ergibt.
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Vorzugsweise ist mit dem Relais und dem Fotowiderstand ein Festwiderstand
in Reihe geschaltet, dessen Wert etwa gleich dem Quotienten aus der Batteriespeisespannung
und der Differenz zwischen Anzugs- und Abfallstromstärke des Relais ist.
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Es ist in diesem Zusammenhang bekanntgeworden, die Anzugs- und Abfallstromstärke
eines Relais mit einem Widerstand zu kompensieren, um bei möglichst gleichen Dämmerungswerten
das Relais einwie auch abschalten zu lassen. Der zu schaltende Widerstand muß dabei
einen Wert haben, der eine bestimmte Differenz zwischen der zu kompensierenden Anzugs-
und Abfallstromstärke nicht vollständig ausgleicht, denn sonst würde das Relais
während des kritischen Helligkeitsbereichs flattern. Unter Berücksichtigung der
Exemplarstreuung der Relaisdaten muß also der einzuschaltende Widerstand entweder
so klein dimensioniert werden, daß ein Flattern jedenfalls ausgeschlossen ist (eine
Kompensation also tatsächlich nicht mehr erreicht wird), oder es muß ein regelbarer
Widerstand verwendet werden, mit dem jeweils die Exemplarstreuung der Relaisdaten
auszugleichen ist.
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Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal kann zum Lösen dieser Teilaufgabe
der genannte Festwiderstand ein- bzw. abgeschaltet werden. Er ist so bemessen, daß
trotz der unterschiedlichen Abfall-und Anzugsstromstärke bei gleichem Dämmerungsgrad
geschaltet wird. Der Festwiderstand wird zweckmäßigerweise erst nach Ablauf einer
durch das temperaturempfindliche Glied bestimmten Verzögerungszeit in den elektrischen
Kreis 'geschaltet, die so bemessen ist, daß die zwischenzeitlich die dem veränderten
Helligkeitsgrad entsprechende Steuerenergie für das Klappankerrelais so groß bzw.
klein geworden ist, daß ein Flattern des Relais auf keinen Fall mehr möglich ist.
Damit sind zugleich die Exemplarstreuungen der Relaisdaten im üblichen Bereich ohne
weiteres ausgleichbar.
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Insbesondere aus fertigungstechnischen Gründen für die Gehäuseausbildung
ist das Gehäuse zweckmäßig aus zwei ineinanderschiebbaren, im Querschnitt U-förmigen
Teilen zusammengesetzt und in das Gehäuse eine dieses der Länge nach teilende Isolierplatte
eingesetzt, an deren einer Oberfläche das Relais und der Festwiderstand und an deren
anderer Oberfläche der Parklichtschalter angeordnet ist, der den vorgenannten Festwiderstand
nach Ablauf der Verzögerungszeit überbrückt oder einschaltet.
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Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist in
der Zeichnung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 das elektrische Schaltschema einer Vorrichtung
gemäß der Erfindung, Fig. 2 a bis 2 c eine Draufsicht auf die auseinandergezogenen
Bauteile dieser Vorrichtung, Fig. 3a bis 3 c eine Seitenansicht der auseinandergezogenen
Bauteile der Vorrichtung nach Fig.2a bis 2 c,
Fig.4 eine Draufsicht
auf den zur Vorrichtung gehörigen Parklichtschalter in vergrößertem Maßstab und
Fig.5 eine Stirnansicht des Parklichtschalters in Richtung des Pfeiles V (Fig. 4).
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Bei dem in Fig.l gezeigten Schaltschema der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird die Parkleuchte 1 eines Kraftfahrzeugs, die sowohl aus einer einzelnen als
auch aus einer Gruppe von Lampen bestehen kann, von einer Batterie 2 über eine Speiseleitung
3 gespeist. Der Stromkreis wird über einen Massenanschluß 2 a geschlossen. In dem
Speisestromkreis ist ein Parklichtschalter 4 mit einem Kontakt 5 angeordnet. Ein
Relais 6 wird über eine Leitung 7 und einen Massenanschluß 8 mit Batteriestrom gespeist,
hierzu läßt sich entweder die Batterie 2 (z. B. die vorhandene Kraftfahrzeugbatterie)
oder eine beliebige andere Batterie verwenden. Mit dem Relais 6 ist ein Fotowiderstand
9 in Reihe geschaltet, der an einer dem Umgebungslicht ausgesetzten Stelle am oder
im Kraftfahrzeug angebracht ist. (Ein Fotowiderstand ändert bekanntlich seinen Widerstandswert
in Abhängigkeit von äußerer Lichtbestrahlung in der Weise, daß der Widerstand bei
größer werdender Bestrahlung absinkt, und umgekehrt.) Die Stärke des durch die Leitung
7 fließenden Speisestromes für das Relais 6 bestimmt sich also nach dem Augenblickswert
des Fotowiderstandes 9, der wiederum abhängig von der Umgebungshelligkeit ist. Die
Anordnung ist so gewählt, daß bei Unterschreiten einer gewissen Speisestromstärke
das Relais 6 abfällt und über seinen Kontakt 12 den Parklichtschalter 4 einschaltet,
während bei Überschreiten einer bestimmten Speisestromstärke das Relais 6 anzieht
und dadurch den Parklichtschalter 4 öffnet.
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Um zu vermeiden, daß bei vorübergehenden Schwankungen der Helligkeit
am Fotowiderstand der Parklichtschalter öfter geöffnet und geschlossen wird, steuert
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel das Relais 6 nicht unmittelbar, sondern
in an sich bekannter Weise über ein thermisch wirkendes Verzögerungsglied den Schaltkontakt
5 des Parklichtschalters.
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Dieses Verzögerungsglied ist als temperaturempfindliches Glied 10
ausgebildet, das mittels Batteriestrom über eine Zweigleitung 11 heizbar ist, in
welcher der vom Relais 6 über die Wirkverbindung 13 gesteuerte Kontakt 12 angeordnet
ist. Die Aufheiz-bzw. Abkühlzeit des temperaturempfindlichen Gliedes 10 bestimmt
die erwünschte Verzögerung gegenüber dem Abfallen bzw. Anziehen des Relais 6 in
Abhängigkeit von den Helligkeitsschwankungen am Fotowiderstand 9. Reicht die Zeit,
während derer das Relais 6 den Kontakt 1.2 schließt bzw. öffnet, nicht zum Erwärmen
oder Abkühlen des temperaturempfindlichen Gliedes 10 aus, so bleibt der Parklichtschalter
4 in der vorherigen Schaltstellung. Ein häufigeres Ein- oder Ausschalten der Parkleuchte
1 bei zufälligem vorübergehendem Verdunkeln oder Anleuchten des Fotowiderstandes
9 ist damit ausgeschlossen.
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Zweckmäßigerweise ist mit dem Relais 6 und dem Fotowiderstand 9 ein
ohmscher Festwiderstand 14 in Reihe geschaltet, der die Stärke des durch das Relais
6 fließenden Stromes begrenzt, wenn der Fotowiderstand 9 außergewöhnlich stark angestrahlt
und daher sein Widerstandswert sehr klein wird.
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Beim dargestellten Ausführungsbeispiel läßt sich mit Hilfe des Widerstandes
14 jedoch noch eine weitere sehr vorteilhafte Auswirkung erzielen, weil dieser Widerstand
mit einem Kontakt 15 abhängig vom Öffnen und Schließen des Parklichtschalters 4
überbrückt werden kann.
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Bekanntlich ist die Anzugsstromstärke eines Relais höher als seine
Abfallstromstärke. Dies hätte bei dem Schaltrelais 6 normalerweise zur Folge, daß
das Einschalten der Parkbeleuchtung bei einem anderen Helligkeitsgrad erfolgt als
das Ausschalten. Um das zu vermeiden, muß die Anzugsstromstärke der Abfallstromstärke
möglichst stark angenähert werden. Zu diesem Zweck wird der Widerstand 14 durch
Schließen des Kontakts 15 überbrückt, sobald die Speisestromstärke des Relais 6
auf dessen Abfallstromstärke abgesunken und die Verzögerungszeit zwischen Relaisabfall
und Schließen des Parklichtschalters 4 vergangen ist. Der Widerstand 14 ist
so dimensioniert, daß die Speisestromstärke des Relais 6 im Moment der Überbrückung
des Widerstandes bis fast auf die Anzugsstromstärke ansteigt. Damit fallen die Abfall-
und die Anzugsstromstärke fast zusammen; das Wiederanziehen des Relais und das Ausschalten
der Parkbeleuchtung erfolgen im wesentlichen bei gleicher Umgebungshelligkeit wie
das Abfallen des Relais und das Einschalten der Parkbeleuchtung.
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Zum An- und Abschalten der gesamten Vorrichtung ist ein Hauptschalter
16 vorgesehen.
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Neben der selbsttätigen Vorrichtung nach der Erfindung kann zum Ein-
und Ausschalten der Parkbeleuchtung ein üblicher handbetätigter Schalter 17 vorgesehen
sein. Dieser wird bei Übergang auf selbsttätigen Betrieb durch die gemäß der Erfindung
ausgestaltete Vorrichtung überbrückt.
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Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Ist ein selbsttätiges Schalten
der Parkbeleuchtung (z. B. beim Abstellen des Kraftfahrzeugs in einer Garage) nicht
erwünscht, so bleibt der Hauptschalter 16 geöffnet.
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Um die Vorrichtung in Betrieb zu setzen, wird der Hauptschalter 16
geschlossen. Es fließt dann von der Batterie 2 aus Strom über den Festwiderstand
14, das Relais 6 und den Fotowiderstand 9 zum Masseschluß B. Ist die
Umgebungshelligkeit ausreichend groß, dann ist der Widerstandswert des Fotowiderstandes
9 entsprechend klein, und der Speisestrom des Relais 6 ist stark genug, um das Relais
in angezogenem Zustand zu halten. Bei angezogenem Relais ist dessen Kontakt 12 geöffnet.
Das temperaturempfindliche Glied 10 wird nicht beheizt, und der Kontakt
5 des Parklichtschalters 4 ist geöffnet. Die Parkleuchte 1 leuchtet
nicht.
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Sinkt die Umgebungshelligkeit und erreicht der Fotowiderstand 9 dadurch
einen Widerstandswert, der die Stromstärke in der Leitung 7 unter die Abfallstromstärke
des Relais 6 fallen läßt, so fällt das Relais ab und schließt den Kontakt 12. Dadurch
kann über die Zweigleitung 11 und den Kontakt 12
Strom zum temperaturempfindlichen
Glied 10 des Parklichtschalters 4 fließen. Das temperaturempfindliche Glied erwärmt
sich, und nach Ablauf der Verzögerungszeit schließt der Schalter 4 den Kontakt 5.
Die Parkbeleuchtung 1 ist damit eingeschaltet.
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Gleichzeitig mit dem Schließen des Parklichtschalters wird der Kontakt
15 geschlossen und der Widerstand 14 überbrückt, so daß die Stromstärke in der Leitung
7 fast um die Differenz zwischen Abfall- und Anzugsstromstärke des Relais 6 anwächst.
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Nimmt die Helligkeit im Bereich des Fotowiderstandes 9 wieder zu,
so verringert sich die Größe des
Fotowiderstandes 9. Die Stromstärke
in der Leitung 7 steigt, bis die Anzugsstromstärke das Relais 6 erreicht und der
Kontakt 12 geöffnet wird. Nach der zum Abkühlen des temperaturempfindlichen Gliedes
10 erforderlichen Verzögerungszeit wird der Kontakt 5 des Parklichtschalters 4 geöffnet
und die Parkbeleuchtung 1 ausgeschaltet.
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Der Helligkeitsgrad, bei dem die selbsttätige Vorrichtung die Parkbeleuchtung
ein- bzw. ausschaltet, ist durch entsprechende Wahl des Fotowiderstandes bestimmbar.
Es hat sich gezeigt, daß Toleranzstreuungen bei den Fotowiderständen in der Praxis
nur geringe Verschiebungen der Ansprechzeiten ergeben haben.
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Die Vorrichtung ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung in. einem
Gehäuse 18 angeordnet, dem Anschlußklemmen 19 zugeordnet sind.
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Wie aus Fig. 2 a bis 2 c und 3 a bis 3 c hervorgeht, besteht das Gehäuse
zweckmäßig aus zwei ineinanderschiebbaren, im Querschnitt U-förmigen Teilen 18a
und 18 b. Das Teil 18 b weist, wie in Fig. 3 c gezeigt, umgebogene
Ränder 18 c auf, die beim Aufschieben auf das Teil 18 a als Führung dienen. Die
vorderen Kanten des Teils 18 b können als Abbiegelappen 20
ausgebildet
sein, um nach erfolgtem Aufschieben das Gehäuse gegen Öffnen zu sichern.
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In das Gehäuse ist vorteilhafterweise eine das Gehäuse der Länge nach
teilende Platte 21 eingesetzt, welche aus einem elektrisch isolierenden Material
besteht. ' An der einen Oberfläche 21a dieser Platte sind das -Relais 6 mit Hilfe
eines Befestigungswinkels 22 sowie der Festwiderstand 14 angebracht. An der
anderen Oberfläche 21 b der Isolierplatte ist der Parklichtschalter 4 befestigt.
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Eine besonders zweckmäßige Ausbildung des als temperaturempfindliches
Glied ausgeführten Parklichtschalters geht insbesondere aus Fig. 4 und 5 hervor.
Der Parklichtschalter weist als temperaturempfindliches Glied 10 einen Schalt-Bimetallstreifen
auf, der von einer Heizwicklung 23 umgeben ist. Diese Heizwicklung bildet einen
Teil der den Kontakt 12 enthaltenden Zweigleitung 11. Das eine Ende des Schalt-Bimetallstreifens
10 wirkt über ein Isolierdruckstück 24 auf den Kontakt 15 des Parklichtschalters
ein. Das andere Ende des Schalt-Bimetallstreifens 10 ist an einem Isolierblock 25
auf beliebige Weise befestigt. Der Isolierblock 25 ist um eine zentrale Drehachse
26 schwenkbar gelagert. Die Drehachse 26 ist in der Isolierplatte 21 befestigt.
Zum Kompensieren äußerer Temperaturschwankungen ist ein Kompensations-Bimetallstreifen
27 vorgesehen, der mit einem Ende 27a am Gehäuse und mit dem anderen Ende 27 b am
Isolierblock 25 befestigt ist. Die Anordnung des Kompensations-BimetalIstreifens
27 ist so gewählt, däß er bei Anderungen der Umgebungstemperatur den Isolierblock
so weit um die Drehachse 26 verschwenkt, daß die Lage des Schalt-Bimetallstreifens
10 mit dem Isolierdruckstück 24 relativ zum Kontakt 15 konstant bleibt.
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Vorzugsweise ist das Ende 27a des Kompensations-Bimetallstreifens
27 an einer im. Gehäuse angeordneten, von außen zugänglichen Einstellschraube 28
befestigt. Das Ende des Kompensations-Bimetallstreifens greift hierzu, wie aus Fig,
4 und 5 ersichtlich, in eine Nut 29 der Einstellschraube 28 ein. Wie aus der Zeichnung
hervorgeht, läßt sich durch Verdrehen der Einstellschraube 28 der Abstand des Schalt-Bimetallstreifens
10 vom Kontakt 15 verändern, wodurch die Zeit eingestellt werden kann, die erforderlich
ist, um eine zum Auslösen des Schaltvorganges ausreichende Durchbiegung des Schalt-Bimetallstreifens
10 zu erreichen.
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Bei dem gezeigten vorteilhaften Ausführungsbeispiel sind der Schalt-Bimetallstreifen
10 und der Kompensations-Bimetallstreifen 27 identisch ausgebildet und bezüglich
ihrer Durchbiegung identisch sowie parallel zueinander und in gleichen Abständen
von der Drehachse 26 des Isolierblocks 25 angeordnet. Zweckmäßig sind ferner der
Kontakt 5 und 15 als Teile eines Mikroschalters 30 ausgebildet, der zwischen den
beiden Bimetallstreifen angeordnet ist. Hierdurch ergibt sich eine besonders raumsparende
Ausbildung der gesamten Vorrichtung.
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Gemäß Fig. 2 a und 3 a ist an der Vorderwand des Gehäuseteils 18 a
und einem weiteren Erfindungsmerkmal ein zylindrischer, mit Außengewinde 32 versehener
Stutzen 31 befestigt. In diesem Stutzen ist der Fotowiderstand 9 angeordnet und
mit einem Federring 33 gesichert. Der Stutzen ist nach vorn hin durch eine lichtdurchlässige
und einen gleichmäßigen Lichteinfall bewirkende Schutzplatte abgeschlossen.
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Auf das Außengewinde 32 des Stutzens kann eine Klemmutter aufgeschraubt
werden, die zum Befestigen des Gehäuses in einer Bohrung, z. B. des Armaturenbretts,
dient.
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Um die Montage der Vorrichtung zu erleichtern, weist die Isolierplatte
gemäß einer Weiterbildung der Erfindung drei vorstehende Nasen auf, die in entsprechende
Schlitze 34 des Gehäuses einsteckbar sind. Diese Nasen sind zweckmäßigerweise als
über den Rand der Isolierplatte 21 hinausragende Enden 35 einer an der Isolierplatte
befestigten Kabelschelle 36 sowie als Ende 37 des Befestigungswinkels 22 für das
Relais 6 ausgebildet. Auf Grund dieser Ausbildung können sämtliche elektrischen
Schaltelemente der Vorrichtung mit Ausnahme des Fotowiderstandes zunächst mit der
Isolierplatte 21 verbunden und die Isolierplatte dann in das Gehäuseteil 18 a eingeschoben
werden. Nach Herstellen der Verbindungen mit dem Fotowiderstand 9 wird das Gehäuseteil
18 b aufgeschoben und mit dem Teil 18a durch Umbiegen der Enden 20 verbunden. Durch
eine Öffnung 38 in der Rückwand des Gehäuseteils 18 b ragt ein mit der Kabelschelle
36 festgehaltenes Anschlußkabel heraus.
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Die Vorrichtung gemäß der Erfindung bewirkt nicht nur ein zuverlässiges
Ein- und Ausschalten der Parkbeleuchtung von Kraftfahrzeugen, sobald die entsprechende
Umgebungshelligkeit erreicht ist; sie ist auch außerordentlich einfach und raumsparend
aufgebaut und läßt sich daher an fast allen beliebigen Stellen innen oder außen
an einem Kraftfahrzeug anbringen, ohne hinderlich zu sein.