DE1154921B - Strahlenschutzwand und Verfahren zum Vorbehandeln von Bausteinen hierfuer - Google Patents
Strahlenschutzwand und Verfahren zum Vorbehandeln von Bausteinen hierfuerInfo
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- G—PHYSICS
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
kl. 37 a 7/01
E 04b; B 63h
D 26349 V/37a
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABS DER
AUSLEGESCHRIFT: 26. SEPTEMBER 1963
Die Erfindung bezieht sich als Zusatz zur Erfindung gemäß dem Patent 1057 770 auf eine
wenigstens zum Teil aus Basalt, Gabbro oder Diabas bestehende Strahlenschutzwand. Dabei betrifft die
Erfindung eine besonders vorteilhafte und zugleich wirtschaftliche Ausführung der Strahlenschutzwand
sowie ein Verfahren zum Vorbehandeln von Bausteinen hierfür.
Die bisher bekannten Strahlenschutzwände haben dann, wenn sie bei der Bestrahlung eine Erwärmung
erfahren, den Nachteil, daß sie einen besonderen Wärmeschild aufweisen müssen, weil die eigentlichen
Strahlenschutzwerkstoffe die Temperaturen, die sie sonst annehmen würden, nicht auszuhalten vermögen,
ohne Schaden zu nehmen. Strahlenschutzwände nach dem Hauptpatent weisen diese Nachteile in der Regel
nicht auf, jedoch sind Strahlenschutzwände, die nur nach den Lehren des Hauptpatentes aufgebaut sind,
gegenüber dem Vorschlag der vorliegenden Erfindung noch zu teuer. Dies trifft insbesondere bei Reaktoren
für die Energieerzeugung zu, die im Gegensatz zu kleineren Brutreaktoren wenigstens in einem Teil der
zum Reaktorkern hin hegenden Seite der Strahlenschutzwand Temperaturen entstehen lassen, die über
100° C liegen und oftmals noch höher sind. Die moderne Entwicklung der Reaktoren zur Energieerzeugung
läßt sogar erkennen, daß wärmewirtschaftliche Notwendigkeiten bezüglich der Umwandlung
der im Reaktor erzeugten Wärme in nutzbare Energie, z. B. in elektrischen Strom, immer mehr
zu solchen Reaktortypen führen, die bei möglichst hohen Temperaturen des Reaktorkernes betrieben
werden, d. h. bei Temperaturen, die um mehrere bis viele hundert Grad über 100° C liegen. Für
solche Reaktoren mit sehr starker Wärmeentwicklung sind die bisher bekannten Strahlenschutzwände
also noch nachteilig. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, diesen Nachteil
zu überwinden.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die gemäß dem Hauptpatent aus Basalt,
Gabbro oder Diabas bestehende Strahlenschutzwand von der bestrahlten Seite her gemessen wenigstens in
solcher Tiefe aus Bausteinen aus Basalt, Gabbro oder Diabas besteht, bis zu der — z. B. infolge Strahlenabsorption
— Temperaturen über 100° C der Strahlenschutzwand auftreten.
Soweit sie nicht aus hitzebeständigem Stein besteht, besteht die Strahlenschutzwand im übrigen zweckmäßig
aus Stein mit einem Wassergehalt von mehr als 0,5%, weil dieser Wassergehalt dort, wo die
Temperaturen unter 1000C liegen, nicht zu Rissen
Strahlenschutzwand
und Verfahren zum Vorbehandeln
von Bausteinen hierfür
Zusatz zum Patent 1057 770
Anmelder:
Dolerit Basalt Aktiengesellschaft,
Köln, Mittelstr. 20-24
Köln, Mittelstr. 20-24
Werner Gottschalk, Köln-Marienburg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
des Sterns führen kann und als guter Neutronenfänger
erwünscht ist.
Weitere Merkmale der Erfindung betreffen Verfahren zur Herstellung von besonders hitzebeständigen Bausteinen aus Basalt, Gabbro oder Diabas. Normalerweise ist Diabas mit einem Wassergehalt von weniger als 0,5% bis 300° C und mehr temperaturbeständig, während Basalt normalerweise Temperaturen bis zu etwa 250° C ertragen kann.
Weitere Merkmale der Erfindung betreffen Verfahren zur Herstellung von besonders hitzebeständigen Bausteinen aus Basalt, Gabbro oder Diabas. Normalerweise ist Diabas mit einem Wassergehalt von weniger als 0,5% bis 300° C und mehr temperaturbeständig, während Basalt normalerweise Temperaturen bis zu etwa 250° C ertragen kann.
Reaktoren, die mit einer Strahlenschutzwand nach der Erfindung ausgerüstet sind, sind leichter und
billiger als die bekannten Reaktoren, weil der bisher notwendige zusätzliche Wärmeschutz aus Stahl fortfällt.
Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Strahlenschutzwand können die Reaktoren auch mit denjenigen
hohen Temperaturen betrieben werden, die aus wärmetechnischen Gründen angestrebt werden,
aber bisher wegen der dann unvertretbar hohen Kosten für den Wärmeschutz nicht in wirtschaftlicher
Weise verwirklicht werden können. Insbesondere die Reaktoren für mobile Anlagen, z. B. Schiffe, Fahrzeuge
od. dgl., können erst durch Verwendung der erfindungsgemäßen Strahlenschutzwand so ausgebildet
werden, daß sie leicht, raumsparend und billig, dabei wegen der höheren zulässigen Betriebstemperaturen
technisch besser, insgesamt also wirtschaftlicher sind.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind an Hand von Zeichnungen näher beschrieben.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind an Hand von Zeichnungen näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt einen Kernreaktor mit erfindungsgemäßer Strahlenschutzwand im Schnitt; dabei ist
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der Reaktorkern unter Fortlassung der übrigen dazugehörenden Anlagen nur insofern schematisch dargestellt,
als es zum Verständnis der Erfindung notwendig ist,
Fig. 2 zeigt im Diagramm ein Beispiel für die Temperaturverteilung in der Strahlenschutzwand gemäß
Fig. 1;
Fig. 3 zeigt in perspektivischer Ansicht einen Ausschnitt aus einer Strahlenschutzwand nach Fig. 1, und
Fig. 4 zeigt schematisch einen Durchlaufofen zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Herstellung von mit Sicherheit hochhitzebeständigen Bausteinen.
In Fig. 1 ist mit 1 der Reaktorkern bezeichnet, der von beliebiger Bauart sein kann und in dem eine der
bekannten Kernreaktionen in bekannter Weise abläuft und über geeignete Anlagen, die in Fig. 1 nicht
gezeichnet sind, gesteuert und wirtschaftlich genutzt wird. Die vom Reaktorkern 1 nach außen hin abstrahlenden
schädlichen Strahlen werden in der Strahlenschutzwand 2, 3 unschädlich gemacht. Der
Wandteil 2 an der Reaktorinnenseite, d. h. zum Reaktorkern 1 hin, besteht aus Basalt, Gabbro oder
Diabas, ist also bis weit über 100° C hitzebeständig.
Dabei kann Naturstein oder Kunststein verwendet werden. Der äußere Wandteil 3 besteht aus einem
anderen Strahlenschutzwerkstoff, z. B. Baryt-Beton. Fig. 2 zeigt die Temperaturverteilung in der Strahlenschutzwand.
Aus den Fig. 1 und 2 ist zu erkennen, daß die Strahlenschutzwand vom Reaktorkern 1 her
gemessen in solcher Tiefe aus hitzebeständigem Stein besteht, bis zu der beim Reaktorbetrieb Temperaturen
über 100ö C. in der jStraMenschutzwand 2, 3 auftreten.
Der hitzebeständige Wandteil 2 erleidet beim Reaktorbetrieb keinerlei Risse. Der Wandteil 3 aus
Baryt-Beton erleidet auch keine Risse, weil er nicht über 1000C erhitzt wird, so daß das in ihm enthaltene
Wasser nicht nur keinen Schaden verursachen kann, sondern auch als erwünschter Neutronenfänger
wirksam ist. Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Wassergehalt größer als 0,5 % ist.
Fig. 3 läßt erkennen, daß der hitzebeständige Wandteil 2 aus Bausteinen 4 hergestellt worden ist.
Die Richtung des Strahleneinfalls ist durch einen Pfeil angedeutet.
Die Bausteine werden zweckmäßig gemäß Anspruch 7 des Hauptpatents in der Weise hergestellt,
daß größere Steinblöcke durch Sprengung od. dgl. im Steinbruch gebrochen werden, wobei aber die
Anwendung von mechanischen Schlagwerkzeugen, z, B. Hämmern, Hacken, Preßlufthämmern usw.,
vermieden wird.
Die besten Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn Bausteine aus Basaltgestein verwendet werden, das
nach Anspruch 6 des Hauptpatents zusammengesetzt ist.
Wenn die Betriebstemperaturen eines Reaktors so liegen, daß sich in der Strahlenschutzwand Temperaturen
über 250 bzw. 300° C ergeben, werden nach der Erfindung Bausteine verwendet, die einer
Temperatur von wenigstens etwa 400° C ausgesetzt worden sind. Dies empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen
auch, wenn Diabas verwendet wird, der an sich auch Temperaturen über 300° C erträgt, wenn
sein Wassergehalt unter 0,5'% liegt.
Für diese Vorbehandlung der Bausteine dient zweckmäßig ein nach Fig. 4 ausgebildeter Durchlaufofen
5. Der Ofen hat eine Eintrittsöffnung 6 und eine Austrittsöffnung 7. Durch den Ofen 5 läuft ein
Transportband 8 hindurch, das aus der Eintrittsöffnung 6 und der Austrittsöffnung 7 herausragt. Der
Ofen 5 ist in Richtung der Transportbandbewegung in mehrere Kammern bzw. Erhitzungszonen 9 bis 13
unterteilt. In den Kammern 9 bis 13 befinden sich Heizelemente 14 bis 18, die eine jede Kammer auf
eine höhere Temperatur als die der vorhergehenden Kammer aufheizen. Die letzte Kammer hat eine
Temperatur von etwa 400° C. Die in Richtung der Transportbandbewegung gemessene Länge der Kammern
9 bis 13 entspricht jeweils der Zeit, für die ein Baustein 4 der Temperatur einer bestimmten Kammer
ausgesetzt werden soll. Vorteilhaft ist es, die Anordnung so zu wählen, daß die Bausteine von Minute
zu Minute um etwa 10° C erwärmt werden, bis sie eine Temperatur von etwa 400° C angenommen
haben. Auf dieser Temperatur werden die Steine dann etwa 30 Minuten lang gehalten. Aus diesem
Grande ist die Kammer 13 in Fig. 4 langer als die vorhergehenden Kammern 9 bis 12 ausgeführt. Allerdings
entsprechen die Anzahl und die Länge der Kammern nicht den vorerwähnten vorteilhaften
Daten, da die Zeichnung sonst unübersichtlich wäre.
Die gebrochenen und mechanisch bearbeiteten Bausteine 4 werden an der Emtrittsöffnung 6 auf das
Transportband 8 gelegt und auf diesem Transportband 8, das durch den Motor 19 über das Getriebe 20
angetrieben wird, durch den Durchlaufofen 5 hindurchgeführt. Nach Verlassen der Austrittsöffnung 7
läßt man die Bausteine 4 langsam erkalten, wozu unter Umständen eine ähnliche Einrichtung wie der
Durchlaufofen vorgesehen werden kann.
Solche Bausteine 4, die beim Verlassen der Austrittsöffnung 7 bzw. nach dem Erkalten Risse zeigen,
was z. B. durch eine einfache Klangprobe festgestellt werden kann, werden aussortiert und können als
Ausschuß nicht in der erfindungsgemäßen Strahlenschutzwand verbaut werden. Diejenigen Steine 4, die
nicht aus diesem Grunde aussortiert werden müssen, können zum Strahlenschutz verwendet werden. Bei
diesen Steinen besteht die sichere Gewähr, daß sie auch bei lange andauernder hoher thermischer Belastung
keine Risse zeigen.
Ob die vorbeschriebene Wärmebehandlung bei solchen Bausteinen angewendet wird, die nach dem
bereits erwähnten Verfahren nach Anspruch 7 des Hauptpatents mit besonderer technischer Sorgfalt
gebrochen und bearbeitet sind, oder aber bei Bausteinen, die nach dem bisher üblichen Verfahren
gebrochen und bearbeitet sind, ist an sich gleichgültig. Allerdings ist der Ausschuß bei üblich gebrochenen
und bearbeiteten Bausteinen sehr viel größer, weil alle die Bausteine, die schon vom Brechen oder von
der Bearbeitung her Risse enthalten, während der Wärmebehandlung springen. Es ist daher wirtschaftlicher,
auch das Brechen und Bearbeiten nach dem Hauptpatent vorzunehmen.
Es hat sich jedenfalls gezeigt, daß diejenigen Steine, die den Ofen S ohne Risse oder Sprünge verlassen,
auch späterhin bei Erwärmung im Reaktorbetrieb keine Risse mehr bekommen. Die besondere
Bedeutung der Wärme-Vorbehandlung wird klar, wenn man die in der bisherigen Technik unbekannten
und ungeheuren Schwierigkeiten, Kosten und Gefahren berücksichtigt, die sich ergeben, wenn sich
bei einem im Betrieb befindlichen Reaktor heraus-
stellt, daß die Strahlenschutzwand bzw. ein Baustein derselben einen Riß zeigt.
Gemäß der Erfindung lassen sich somit Strahlenschutzwände herstellen, bei denen sich ein besonderer
und teurer Wärmeschutz zusätzlich zum biologischen Schutz erübrigt.
Claims (4)
1. Strahlenschutzwand, gemäß Patent 1 057 770 wenigstens zum Teil aus Basalt, Gabbro oder
Diabas bestehend, dadurch gekennzeichnet, daß sie von der bestrahlten Seite her gemessen
wenigstens in solcher Tiefe aus Bausteinen aus Basalt, Gabbro oder Diabas besteht, bis zu der
— z. B. infolge Strahlenabsorption — Temperaturen über 100° C in der Strahlenschutzwand
auftreten.
2. Strahlenschutzwand nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie, soweit sie nicht
aus Basalt, Gabbro oder Diabas besteht, aus Stein mit einem Wassergehalt von mehr als 0,5 %
besteht.
3. Strahlenschutzwand nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Bausteinen,
die einer Temperatur von wenigstens etwa 400° C ausgesetzt worden sind.
4. Verfahren zum Vorbehandeln von Bausteinen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bausteine langsam auf wenigstens 400° C erhitzt, dann etwa 30 Minuten auf dieser
Temperatur gehalten und dann langsam abgekühlt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Nuclear Engeneering, 1956, S. 270.
Nuclear Engeneering, 1956, S. 270.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 309 689/30 9.63
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DED26349A DE1154921B (de) | 1957-07-12 | 1957-08-31 | Strahlenschutzwand und Verfahren zum Vorbehandeln von Bausteinen hierfuer |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DED25981A DE1057770B (de) | 1957-07-12 | 1957-07-12 | Strahlenschutzwand fuer Kernreaktoren od. dgl., Baustein zum Aufbau derselben und Verfahren zur Herstellung solcher Bausteine |
| DED26349A DE1154921B (de) | 1957-07-12 | 1957-08-31 | Strahlenschutzwand und Verfahren zum Vorbehandeln von Bausteinen hierfuer |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1154921B true DE1154921B (de) | 1963-09-26 |
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ID=25970813
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| DED26349A Pending DE1154921B (de) | 1957-07-12 | 1957-08-31 | Strahlenschutzwand und Verfahren zum Vorbehandeln von Bausteinen hierfuer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1154921B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5633508A (en) * | 1995-10-12 | 1997-05-27 | Cold Spring Granite Company | Secondary shielding structure |
-
1957
- 1957-08-31 DE DED26349A patent/DE1154921B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (1)
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| US5633508A (en) * | 1995-10-12 | 1997-05-27 | Cold Spring Granite Company | Secondary shielding structure |
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