DE1153548B - Verfahren zur Bestimmung einer die Verlust-waermemenge beruecksichtigende Waermemenge fuer zentral beheizte Gebaeude oder Gebaeudegruppen - Google Patents
Verfahren zur Bestimmung einer die Verlust-waermemenge beruecksichtigende Waermemenge fuer zentral beheizte Gebaeude oder GebaeudegruppenInfo
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Description
- Verfahren zur Bestimmung einer die Verlustwärmemenge berücksichtigende Wärmemenge für zentral beheizte Gebäude oder Gebäudegruppen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bestimmung einer die Verlustwärmemenge berucksichtigenden Wärmemenge für zentral beheizte Gebäude oder Gebäudegruppen mit Wohnungen, in denen die einzelnen Heizkörper mit Vorrichtungen zur Messung der verbrauchten Wärmemenge ausgerüstet sind.
- Die Summe der von den einzelnen Meßvorrichtungen in einer Wohnung gemessenen Wärmemengen (Nutzwärmemenge) entspricht wegen der unvermeidlichen Verfuste nicht der gesamten für diese Wohnung tatsächlich aufgewendeten Wärmemenge. Um die Wärmeverluste, die unter anderem durch unvollständige Verbrennung des Brennstoffes, Wärme der durch den Schornstein entweichenden Verbrennungsgase, Leitungsverluste usw. verursacht werden, zu berücksichtigen, ist bisher eine die Verluste berücksichtigende Wärmemenge aus der Summe der gemessenen Wärmemengen und einer dem Volumen der beheizten Wohnung proportionalen, festen Wärmemenge bestimmt worden. Diese feste Wärmemenge entspricht aber nur in sehr roher Weise der tatsächlich auf die betreffende Wohnung entfallenden Verlustwärmemenge, so daß beispielsweise die auf Grund der so bestimmten Wohnungswärmemenge vorgenommene Verteilung der Heizungskosten nicht gerecht ist. Um eine möglichst richtige Bestimmung der zur Heizung jeder Wohnung tatsächlich aufgewendeten Wärmemenge zu erzielen und dadurch eine gerechte Verteilung der Heizkosten auf die Inhaber der einzelnen Wohnungen zu ermöglichen, sind schon sehr zahlreiche Vorschläge gemacht worden, die aber trotz relativ komplizierter Apparaturen, die zu ihrer Durchführung nötig sind, die Wärmeverluste nicht genügend berücksichtigen. Am Eingang jedes Teilnehmerstranges angebrachte temperaturbeeinfiußte Zähler berücksichtigen die Wärmeverluste praktisch überhaupt nicht. Auch wenn solche Zähler nur während den Zeiten tatsächlicher Wärme entnahme arbeiten können und bei geschlossenem Hauptabsperrorgan des Teilnehmerstranges ausgeschaltet sind, wird dadurch keine Verbesserung in bezug auf die Berücksichtigung der Wärmeverluste erzielt. Eine bessere Lösung berücksichtigt die von einer Wohnung an benachbarte Wohnungen abgegebene Wärmemenge; aber abgesehen davon, daß hierzu eine sehr komplizierte elektrische Zählereinrichtung mit in den verschiedenen Wohnungen eingebauten temperaturempfindlichen Widerständen erforderlich ist, wird auch mit einer solchen Einrichtung nicht der ganze Wärmeaufwand pro Wohnung gemessen, so daß in der Praxis wiederum ein fester Würmeverlustanteil zugeschlagen werden muß.
- Das Verfahren nach der Erfindung, das z. B. mit den bekannten, relativ billigen Verdunstungswärmemengenmessern durchführbar ist, erfaßt dagegen die Verlustwärme in Abhängigkeit von den gemessenen Wärmemengen und ergibt dadurch eine genauere Be-Bestimmung der für die Verbraucher aufzuwendenden Wärmemenge. Dieses Verfahren zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, daß außer der in bekannter Weise gemessenen Summe der von den einzelnen Heizkörpern einer Wohnung abgegebenen Wärmemengen (Nutzwärmemenge) si die Summe der von jedem Heizkörper maximal lieferbaren Wärmemengen ti bestimmt wird und daß die die Verlustwännemenge berücksichtigende Wärmemenge aus der Quadratwurzel des Produktes Sj tt bestimmt wird.
- Die Erfindung beruht auf einer statistischen Auswertung von Messungen, die während vieler Jahre durchgeführt worden sind, um den Zusammenhang zwischen dem Brennstoffaufwand und der Gesamtanzeige aller den Heizkörpern der Zentralheizungsanlage zugeordneten Wärmezähler festzustellen.
- Bezeichnet man den Wärmeverbrauch einer Zentralheizungsanlage in einer Heizperiode mit B und die Gesamtsumme der Zählerangaben mit S, in an sich beliebigen Einheiten, so besteht auf Grund der statistischen Auswertung für zwei Heizperioden 1 und 2 eine Beziehung von der Art Dieser Zusammenhang läßt sich zu einem Teil daraus erklären, daß der Gesamtwirkungsgrad einer Heizungsanlage um so besser wird, je mehr Wärme dieser Anlage entzogen wird, und umgekehrt. Aus dieser Beziehung läßt sich auch der maximale Wärmeverbrauch Bmüx einer Anlage berechnen. Bmax wird dann erreicht, wenn die Gesamtsumme der Zählerangaben ein mögliches Maximum erreicht. Bezeichnet man dieses Maximum mit T und drückt man es in gleichen Einheiten aus wie S, so ergibt sich wenn Bn und Sn die Werte in der gewählten Heizperiode mit der Nummer n sind.
- Geht man nun von der Annahme aus, daß in erster Näherung diese gleiche Relation auch gelten soll für den Wärmeverbrauch bi und die Zählerangaben Sj der einzelnen Wohnungen, so ist wobei ti die Summe der maximal möglichen Zählerangaben einer Wohnung bedeutet.
- Aus den Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen den Zählerangaben S und dem Wärmeaufwand B ergibt sich ferner, daß für den maximalen T Wärme aufwand Bmax das Verhältnis Bmax das gleiche ist, wenn man den maximalen Wärme aufwand einer Wohnung bima, mit der möglichen Maximalangabe t aller Zähler dieser Wohnungen vergleicht. Es ist also in einer Anlage Andererseits ist aber, wie weiter oben angezeigt ist, Aus der Gleichsetzung der beiden Ausdrücke für bimax ergibt sich der Wärmeanteil für die Wohnung i mit Aus dieser Beziehung geht im wesentlichen hervor, daß der Wärmeanteil bi proportional ist der Wurzel aus den Zählerangaben der betreffenden Wohnungen si multipliziert mit der Summe ti der maximal möglichen Zählerangaben dieser Wohnung. Diese Summe ti kann auch gleichgesetzt werden der Summe der Höchstwerte der Skalen der verschiedenen Zähler in einer Wohnung.
- Die Zahlen ti sind aber mehr oder weniger auch proportional den Rauminhalten der verschiedenen Wohnungen Vi, so daß man die Wärmeanteile auch ermitteln kann als bi= kJ/ij vi. Die Verwendung der Vi hat den Vorteil, daß man diese gleichen Werte zur Verteilung der Festkostenanteile verwenden kann.
- Zur Ermittlung der gerechten Brennstoffkostenanteile genügt es, die Wärmeanteile bi mit einem dem Preis des Brennstoffes proportionalen und seinem Heizwert umgekehrt proportionalen, von Jahr zu Jahr zu bestimmenden Faktor zu multiplizieren. Die Brennstoffkosten sind jedoch in der Regel nicht die einzigen Kosten, die auf die Teilnehmer verteilt werden, indem z. B. noch die Arbeit eines Heizers zu bezahlen ist oder eine gewisse Amortisation oder der Reparaturdienst der Heizanlage. Zur Berechnung der Teilnehmerheizkosten kann man dann wie folgt vorgehen: Die Gesamtheizkosten H eines Gebäudes oder einer Gebäudegruppe werden primär aufgeteilt in einen Festkostenanteil F und einen Brennstoffkostenanteil B. Der Festkostenanteil wird proportional den maßgebenden Wohnungsvolumina Vi auf die Teilnehmer verteilt. Für die Berechnung der Brennstoffkostenanteile der Teilnehmer werden die Summen der Zählerangaben si ermittelt und mit den Wohnungsinhalten Vi die sogenannten maßgebenden Zahlen Zi = c si Vj ermittelt, wobei c ein geeigneter Proportionalitätsfaktor sei. Damit ermittelt man nun für jeden Teilnehmer den endgültigen Heizkostenanteil: Setzt man den Festkostenanteil in Prozenten der gesamten Heizkosten H ein, z. B. mit n °/o, so ist auch Der Prozentsatz n wird bei dieser Berechnung wesentlich niedriger sein, als bei der bisher üblichen Berechnung, bei welcher er die Verlustwärme mit berücksichtigen muß und daher erfahrungsgemäß etwa 40 O/o beträgt. Er kann für die einzelnen Anlagen auf Grund der wirklichen festen Kosten für die Bedienung usw. ohne jeden Brennstoffkostenanteil sozusagen individuell ermittelt oder ganz allgemein für gewisse gleichartige Heizungsanlagen und Brennstoffe generell festgelegt werden.
- Man kann aber auch, insbesondere bei neuen Anlagen, die Ableseskalen der eizelnen Zähler bereits so gestalten, daß an jedem Zähler der Wert Z = c8. t abgelesen wird. Es ist klar, daß zi mathematisch nicht genau gleich mit z z ist. Aber die Auswirkung auf das Endergebnis der Heizkostenverteilung ist sehr gering und kann nötigenfalls durch Veränderung des Prozentsatzes n bei der Ermittlung des Festkostenanteils F korrigiert werden.
Claims (3)
- PATENTANS PRÜCHE: 1. Verfahren zur Bestimmung einer die Verlustwärmemenge berücksichtigenden Wärmemenge für zentral beheizte Gebäude oder Gebäudegrup pen mit Wohnung, in denen die einzelnen Heizkörper mit Vorrichtungen zur Messung der verbrauchten Wärmemenge (Nutzwärmemenge) ausgerüstet sind, dadurch gekennzeichnet, daß außer der in bekannter Weise gemessenen Summe der von den einzelnen Heizkörpern einer Wohnung abgegebenen Wärmemengen (s1) die Summe der von jedem Heizkörper maximal lieferbaren Wärmemengen (tf) bestimmt wird und daß die die Verlustwärmemenge berücksichtigende Wärmemenge aus der Quadratwurzel des Produktes Sj tj bestimmt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1 bei Verwendung von Wärmemengenzählern, deren maximaler Anzeigewert der maximal lieferbaren Wärmemenge des Heizkörpers entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe ti durch Summierung der maximal möglichen Zählerangaben der Heizkörper jeder Wohnung gebildet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man im Produkt Sj tj für die Summe ti das derselben angenähert proportionale Volumen Vi der Wohnung i mit einem entsprechenden Proportionalitätsfaktor versehen einsetzt.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 319 265, 924400, 1099217.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1153548X | 1961-03-29 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1153548B true DE1153548B (de) | 1963-08-29 |
Family
ID=4560296
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA37242A Pending DE1153548B (de) | 1961-03-29 | 1961-04-21 | Verfahren zur Bestimmung einer die Verlust-waermemenge beruecksichtigende Waermemenge fuer zentral beheizte Gebaeude oder Gebaeudegruppen |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1153548B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE319265C (de) * | ||||
| DE924400C (de) * | 1952-03-27 | 1955-03-03 | Niels Christian Skow Geertsen | Waermemengenmessvorrichtung fuer Zentralheizungsanlagen |
| DE1099217B (de) | 1958-09-27 | 1961-02-09 | Jacques Giacobino | Vorrichtung zur gesonderten Gebuehrenzaehlung der in verschiedenen, voneinander getrennten Raeumen oder Wohnungen verbrauchten Waermemengen bei einer Sammelheizungsanlage |
-
1961
- 1961-04-21 DE DEA37242A patent/DE1153548B/de active Pending
Patent Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
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