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DE1152044B - Verfahren zum Herstellen rillenartiger Gravuren auf Praegewerkzeugen in Form von Platten oder Walzen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen rillenartiger Gravuren auf Praegewerkzeugen in Form von Platten oder Walzen

Info

Publication number
DE1152044B
DE1152044B DED28183A DED0028183A DE1152044B DE 1152044 B DE1152044 B DE 1152044B DE D28183 A DED28183 A DE D28183A DE D0028183 A DED0028183 A DE D0028183A DE 1152044 B DE1152044 B DE 1152044B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
groove
roller
engraving
holder
axis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED28183A
Other languages
English (en)
Inventor
Johannes Peiler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dornbusch & Co
Original Assignee
Dornbusch & Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dornbusch & Co filed Critical Dornbusch & Co
Priority to DED28183A priority Critical patent/DE1152044B/de
Publication of DE1152044B publication Critical patent/DE1152044B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/24Pressing or stamping ornamental designs on surfaces

Landscapes

  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen rillenartiger Gravuren auf Prägdwerkzeugen in Form von Platten oder Walzen . Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen rillenartiger Gravuren auf Prägewerkzeugen in Form von Platten oder Walzen und ähnlichen Werkzeugen mit Hilfe einer scheibenartigen, in einem Halter gelagerten Gravierrolle. Bei den meisten neuzeitlichen Gravierinaschinen ist der Rollenhalter um eine zur Drehachse der Gravierrolle lotrechte Achse dreh- und feststellbar sowie heb- und senkbar angeordnet. Je nach der Relativbewegung des Halters zur Oberfläche des zu gravierenden Werkstückes kann man Rillengravuren von beliebiger geometrischer Form herstellen, z. B. Gravuren, die aus einer Rosette oder einer Schar von zueinander parallelen geradlinigen oder gekrümmten Rillen bestehen.
  • Bei den bekannten Graviermaschinen ist es an sich möglich, den Halter der Gravierrolle von Rille zu Rille der herzustellenden Gravur in einen anderen Abstand zur Oberfläche des Werkstückes zu bringen und im jeweiligen neuen Abstand wieder festzustellen. Man konnte dadurch zwar Rillen unterschiedlicher Tiefe in die Werkstückoberfläche einarbeiten, mußte aber die Gravierinaschine vor jeder Neueinstellung des Rollenhalters jedesmal stillsetzen. Die Herstellung von Rillengravuren mit unterschiedlichen Tiefen der einzelnen Rillen würde sich auf diese Weise entsprechend recht kostspielig gestalten und wird daher auch praktisch kaum vorgenommen. Ein weiterer Nachteil bekannter Verfahren zum Herstellen rillenartiger Gravuren besteht darin, daß die einzelnen Rillenprofile gleiche Krümmungsradien aufweisen. Mit solchermaßen gravierten Prägewerkzeugen in Form von Platten oder Walzen lassen sich nur Prägungen von recht geringer räumlicher Wirkung erzeugen, zumal wenn die einzelnen Gravurrillen verhältnismäßig kleine Tiefen haben.
  • Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile der be- kannten Verfahren zum Herstellen rillenartiger Gravuren auf Platten und/oder walzenartigen Prägewerkzeugen und ähnlichen Werkstücken in einfacher und betriebssicherer Weise zu vermeiden, ohne daß an der konstruktiven Ausbildung der Graviermaschine etwas geändert und!oder die Zahl der Gravierrollen und ihrer Halter erhöht werden muß. Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, mit Hilfe einer einzigen scheibenartigen Gravierrolle in der Oberfläche des durch ein platten- oder walzenartiges Prägewerkzeug gebildeten Werkstückes Rillengravuren auf einfachem Wege herzustellen, die Prägungen von großer räumlicher Wirkung zu erzeugen vermögen. Das Verfahren nach der Erfindung setzt das Vorhandensein eines in der eingangs erwähnten 'Y#leise angeordneten Halters der Gravierrolle voraus und kennzeichnet sich durch die Verwendung einer Gravierrolle mit balliger Mantelfläche. Dieser Rolle wird mittels des Halters erfindungsgemäß eine derartige Relativbewegung zu der Werkstückoberfläche erteilt, daß die Rollenachse von Rille zu Rille der Gravur eine andere oder während des Eindrückens einer Rille eine sich ständig ändernde Lage zur Werkstückoberfläche einnimmt.
  • Beim Gravieren eines plattenartigen Werkstückes wird der Rollenhalter in bekannter Weise in einer Parallelebene zu der zu gravierenden Plattenoberfläche geführt. Je nach der Art des Graviermusters kann die betreffende Platte während des Eindrückens der einzelnen Rillen stillstehen oder selbst eine Bewegung innerhalb ihrer Oberflächenebene ausführen. Das gleich gilt grundsätzlich auch für das Gravieren walzenförmiger Werkstücke. Soweit der Rollenhalter sich dabei im Winkel zur Drehachse eines solchen Werkstückes zu bewegen hat, muß er diese Bewegung auf einem (gedachten) Zyhndermantel ausführen, der koaxial zum Walzenmantel des Werkstückes liegt. Unter Verwendung von Graviermaschinen, die in bekannter Weise eine derartige Führung des Rollenhalters ermöglichen, lassen sich auf platten- oder walzenartigen Werkstücken Rillengravuren von beliebiger Fonngebung erzeugen, und zwar mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens in der vorteilhaften Weise, daß sich Breite und Tiefe des Rillenprofils stetig von einem zum anderen Ende jeder Einzelrille und/oder absatzweise von Rille zu Rille innerhalb einer bestimmten Rillengruppe ändern.
  • Weitere Einzelheiten des Verfahrens nach der Erfindung und deren Wirkung bei der Herstellung besonders beliebter, aus Rillen bestehender Prägegravuren sollen an Hand der Zeichnung nachstehend erläutert werden. Es zeigt in vereinfachter Darstellungsweise und in unterschiedlichen Arbeitsstellungen der Gravierrolle Fig. 1 eine mit Gravurrillen-versehene Prägewalze im Teillängsschnitt, Fig. 2 und 3 je eine aus konzentrischen Kreisen bestehende Rillengravur auf einer Prägeplatte in Draufsicht und im Schnitt, ferner Fig. 4 und 5 je eine auf einer Prageplatte teilweise hergestellte, aus Gravurrillen bestehende Rosette in Draufsicht.
  • In allen Figuren bezeichnet 1 ein rillenartiges Gravurmuster, la, lb ... die einzelnen Rillen des Musters 1; 2 eine zur Erzeugung des Musters 1 dienende scheibenartige Gravierrolle 3 mit balliger Mantelfläche und deren Röllenhalter, der um eine zur Drehachse 4 der Rolle 2 lotrechte Achse 5 dreh- und feststellbar sowie lieb- und senkbar angeordnet ist.
  • Fig. 1 zeigt im Teillgngsschnitt den Mantel 6 einer Prägewalze, der eine Riffengravurl aufweist. Diese Gravur besteht aus nebeneinanderliegenden umlaufenden Rillen la. 1 b, 1 c usw. Wie die Zeichnung erkennen läßt, nimmt der Krümmungsradius der einzelnen Rillen von der- einen Stirnfläche 7 a des Mantelkörpers 16 zur anderen Sümfläche 7b hin von Rille zu Rille zu, so'daß die Rillen zunehmend breiter erscheinen. Die tatsächliche Rillenbreite b wird dabei durch den Vorschub bestimmt, der dem Rollenhalter 3 in Längsrichtung der Drehachse 8 der zu gravierenden Walze erteilt wird. Der Vorschub kann gleichmäßig oder ungleichmäßig sein-, entsprechend haben die Rillen gleiche oder unterschiedliche Breiten. Die Rolle 2 wird federnd gegen die Walze gedrückt, und zwar so weit, bis die Kämme 13 der Rillen scharf sind. Das bedingt bei gleichmäßigem Vorschub des Halters 3, daß die Riffen mit großem Krümmungsradius weniger tief werden als die Rillen mit kleinem Krümmungsradius.
  • Zum Eindrücken der einzelnen Rillen la, lb usw. wird der zu gravierenden Prägewalze unterhalb des dabei stillstehenden Rollenhalters 3 eine Drehbewegung um die Achse 8 erteilt. Der Rollenhalter 3 erhält neben seinem Vorschub in Richtung der Walzenachse 8, den er von Schritt zu Schritt jedesmal nach dem Eindrücken einer Einzelrille vor dem Eindrücken der benachbarten Rille ausführt, noch eine Drehbewegung um die Achse 5 und wird dann wieder festgestellt. Dadurch kommt die Drehachse 4 der Gravierrolle 2 in eine andere Lage zur Längsrichtung der gerade vorher eingewalzten Rille. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel summieren sich die einzelnen Drehbewegungen des Rollenhalters 3 in der Weise, daß innerhalb des Gesamtvorschubes dieses Halters, der von der Stirnfläche 7a bis zur Stirnfläche 7b reicht, die Drehachse4 der Gravierrolle2 aus ihrer zunächst parallelen Lage zur Drehachse 8 absatzweise in eine dazu im rechten Winkel liegende Stellung gebracht wird. Dementsprechend liegt die Rollenachse 4 zunächst im rechten Winkel zur Längsrichtung der linken Endrille la und verringert ihre Lage zu dieser Richtung absatzweise von Rille zu Rille, bis bei der rechten Endriffe 1 x die Rollenachse 4 in die Längsrichtung dieser Rille fällt.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 wird eine Prägeplatte 9 um eine Achse 10, die zur Schwenkachse 5 des Rollenhalters 3 parallel liegt, unterhalb dieses auf den gewünschten Abstand eingestellten Halters in Umdrehungen versßtzt. Die Gravierrolle 2 wandert von der Drehachse 10 aus von Rille zu Rille. Während jeden Teilvorschubes wird der Rollenhalter 3 um einen bestimmten Winkelbetrag um seine Achse 5 gedreht, insgesamt z. B. um 90', so daß die Rollenachse 4 von Rille zu Rille jedesmal eine andere Lage zum Fahrstrahl des Rollenhalters und damit zu der unterhalb dieses Fahrstrahls liegenden Richtungstangente der betreffenden kreisförmigen Rille 1 a, 1 b usw. einnimmt. Aus dem Schnitt sind die unterschiedlichen Profile der einzelnen Rillen la, 1 b, 1 c usw. deutlich erkennbar.
  • Fig. 3 zeigt ein ähnliches aus konzentrischen Rillen bestehendes Gravurmuster 1 wie Fig. 2. Jedoch bleibt nunmehr die zu gravierende Prägeplatte 9 fest eingespannt, während die Gravierrolle 2 bzw. ihr (nicht gezeichneter) Halter 3 konzentrische Kreisbewegungen ausführt. Dem Rollenhalter wird während des Eindrückens jeder einzelnen Rille la, 1 b usw. in bezug auf das stillstehende Werkstück keine Drehbewegung erteilt. Infolgedessen nimmt die Rollenachse 4 während eines Umlaufes des Rollenhalters an jedem Punkt der einzelnen Rillen eine andere Lage zu der an dem betreffenden Punkt angelegten Richtungstangente ein. Entsprechend der Zeichnung bleibt die Rollenachse 4 stets parallel zur Durchmesserlinie C-D der entstehenden Kreisgravur. Dadurch ergeben sich konzentrische Rillen, deren Profile sich innerhalb der Sektoren zwischen den senkrecht aufeinander stehenden Durchmesserlinien A-B und C-D stetig ändern. Aus den beiden in Fig. 3 dargestellten Schnitten nach den Linien A-B und C-D der fertig gravierten Prägeplatte 9 sind die Grenzwerte der Riffenprofile deutlich erkennbar.
  • Fig. 4 zeigt eine Rillengravur in Gestalt einer Kreisrosette, deren einzelne Rillen la, 1 b usw. geradlinig vom Mittelpunkt 11 zum Umfangskreis 12 der Rosette führen. Während des Eindrückens jeder dieser Rillen erhält der (nicht gezeichnete) Rollenhalter 3 eine solche Drehbewegung, daß die Rollenachse 4 stetig um einen gewissen Winkelbetrag zur Rillenlängsrichtung geschwenkt wird, beispielsweise um insgesamt 90'. Das zu gravierende Werkstück bleibt während der Herstellung einer solchen Rosettengravur still stehen.
  • Die Rillengravur 1 nach Fig. 5 zeigt ebenfalls eine Kreisrosette, bei der aber. die einzelnen Rillen la, 1 b usw. vom Rosettenmittelpunkt 11 nach dem Um- fangskreis 12- hin spiralig gekrümmt verlaufen. Zu diesem Zweck wird die Gravierrolle 2 bzw. ihr (nicht gezeichneter) Halter 3 während des Eindrückens je- der einzelnen Rille auf einer der Spiralkrümmung der Rosette entsprechenden Kurvenbahn über das dabei stillstehende Werkstück geführt, ohne daß die Drehachse 4 der Rolle 2 in bezug auf das Werkstück eine Schwenkbewegung ausführt. Die Rollenachse 4 nimmt demzufolge stets eine andere Lage zur Längsrichtung der auf dem Werkstück entstehenden Rille ein.
  • Statt der in den Fig. 1 bis 5 gezeichneten glatten Mantelfläche kann die Gravierrolle 2 auch bei allen Ausführungsbeispielen eine ballige Mantelfläche mit Querriffelung haben. Dabei ändert sich die Riffelrichtung in bezug auf die einzugravierenden Rillen la, 1 b usw. mit jeder Drehung des Rollenhalters 3. Ein derart graviertes Prägewerkzeug erzeugt Präglingen mit zusätzlichem räumlichem Effekt.
  • Als Gravierwerkzeug kann außer der beschriebenen scheibenförinigen Rolle jeder andere Körper aus Hartmetall, synthetischem oder natürlichem Stein verwendet werden, sofern er nur an seiner Auflagestelle auf dem zu gravierenden Werkstück dem Ab-ZD schnitt einer scheibenförinigen Rolle mit balliger Mantelfläche entspricht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE. 1. Verfahren zum Herstellen rillenartiger Gravuren auf Prägewerkzeugen in Form von Platten oder Walzen mittels einer scheibenartigen, in einem Halter gelagerten Gravierrolle, der um eine zur Rollenachse lotrechte Achse dreh- und feststellbar sowie heb- und senkbar angeordnet ist, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Gravierrolle mit balliger Mantelfläche, der mittels des Halters eine derartige Relativbewegung zu der Werkstückoberfläche erteilt wird, daß die Rollenachse von Rille zu Rille eine andere oder während des Eindrückens einer Rille eine sich stetig ändernde Lage zur Werkstückoberfläche einnimmt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Gravierrolle mit quergeriffelter balliger Mantelfläche. In Betracht gezogene Druckschriften. Deutsche Patentschriften Nr. 203 1653 760 320.
DED28183A 1958-05-23 1958-05-23 Verfahren zum Herstellen rillenartiger Gravuren auf Praegewerkzeugen in Form von Platten oder Walzen Pending DE1152044B (de)

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DED28183A DE1152044B (de) 1958-05-23 1958-05-23 Verfahren zum Herstellen rillenartiger Gravuren auf Praegewerkzeugen in Form von Platten oder Walzen

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DED28183A DE1152044B (de) 1958-05-23 1958-05-23 Verfahren zum Herstellen rillenartiger Gravuren auf Praegewerkzeugen in Form von Platten oder Walzen

Publications (1)

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DE1152044B true DE1152044B (de) 1963-07-25

Family

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DED28183A Pending DE1152044B (de) 1958-05-23 1958-05-23 Verfahren zum Herstellen rillenartiger Gravuren auf Praegewerkzeugen in Form von Platten oder Walzen

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE203165C (de) *
DE760320C (de) * 1937-03-17 1953-10-05 Dornbusch & Co Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Praegekoerpern, insbesondere Musterungswalzen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE203165C (de) *
DE760320C (de) * 1937-03-17 1953-10-05 Dornbusch & Co Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Praegekoerpern, insbesondere Musterungswalzen

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