DE1150433B - Fluessigkeitsdruckbetaetigter elektrischer Kleinschalter - Google Patents
Fluessigkeitsdruckbetaetigter elektrischer KleinschalterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft; einen flüssigkeitsdruckbetätigten
Schalter mit einem Gehäuse, das eine zylindrische Kammer bildet, in der ein erstes Schaltelement
angeordnet ist, das einen ausgekragten Arm umfaßt, der mit einem Befestigungsteil fest verbunden ist, das
mit Löchern versehen ist, die mit ersten und zweiten Anschlüssen, die durch den Boden der Kammer hindurchragen,
ausgerichtet sind. Der Schalter umfaßt ferner ein zweites Schaltelement, das ein Befestigungsteil
mit einem mit dem zweiten Anschluß ausgerichteten Loch und einem mit dem genannten Befestigungsteil
fest verbundenen, sich von ihm fort erstreckenden halbkreisförmigen Arm umfaßt, der den
ausgekragten Arm überlappt, wobei der ausgekragte und der halbkreisförmige Arm mit dem ersten bzw.
mit dem zweiten Anschluß verbunden sind und der halbkreisförmige Arm gegen den ausgekragten Arm
elastisch vorgespannt ist, der durch ein fiüssigkeitsdruckempfindliches Element in dem Gehäuse in oder
außer Kontakt mit dem halbkreisförmigen Arm gebracht wird.
Bei den bekannten Schaltern ist der halbkreisförmige Arm gegenüber einem festen Anschlag
elastisch vorgespannt und wird zum Schließen eines Stromkreises über den ersten und zweiten Anschluß
mit dem ausgekragten Arm in Kontakt gebracht, bis er den festen Anschlag berührt. Danach bewegt sich
der ausgekragte Arm unter Wirkung des flüssigkeitsdruckempfindlichen Elementes von dem halbkreisförmigen
Arm fort, so daß der Stromkreis über den ersten und zweiten Kontakt unterbrochen wird. Ein
derartiger Schalter ist lediglich in der Lage, einen elektrischen Stromkreis in Abhängigkeit von Druckänderungen
zu öffnen und zu schließen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen fiüssigkeitsdruckbetätigten Schalter zu schaffen,
der in der Lage ist, zwei elektrische Stromkreise abwechselnd zu öffnen und zu schließen, und zwar so,
daß jeder Stromkreis nur geöffnet wird, wenn der andere Stromkreis geschlossen ist.
Es ist bereits bekannt, zum Öffnen eines elektrischen Stromkreises und unmittelbar darauffolgendem
Schließen eines weiteren Stromkreises Schnappschalter zu verwenden. Obwohl bei diesen Schaltern
die beiden Stromkreise nur während einer sehr kurzen Zeitspanne gleichzeitig geöffnet sind, reicht diese doch
aus, um einen Lichtbogen zwischen den sich auseinanderbewegenden Kontakten entstehen zu lassen. Ist
der zu schaltende Strom hinreichend groß, so wird bei jeder Schaltung ein Lichtbogen entstehen und der
Schalter bald zerstört werden.
Der Schalter gemäß der Erfindung, der diese Nach-Flüssigkeitsdrackbetätigter
elektrischer Kleinschalter
elektrischer Kleinschalter
Anmelder:
Bendix-Westinghouse Automotive
Air Brake Company,
Elyria, Ohio (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Negendank, Patentanwalt,
Hamburg 36, Neuer Wall 41
Hamburg 36, Neuer Wall 41
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 5. März 1958 (Nr. 719 248)
V. St. v. Amerika vom 5. März 1958 (Nr. 719 248)
Claude E. Learn, Elyria, Ohio (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
teile nicht aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, daß der halbkreisförmige Arm über einen von dem ersten
und dem zweiten Anschluß isolierten dritten Anschluß liegt und gegen diesen elastisch vorgespannt
ist, daß der ausgekragte Arm und der halbkreisförmige Arm als eine Einheit gegen den dritten Anschluß
bewegbar sind, bis der halbkreisförmige Arm den dritten Anschluß berührt und der ausgekragte
Arm sich von dem halbkreisförmigen Arm fortbewegt, und daß der ausgekragte Arm in die entgegengesetzte
Richtung bewegbar ist, bis er den halbkreisförmigen Arm berührt und ihn von dem dritten Anschluß
fortbewegt, so daß jederzeit ein abwechselnder, aber ununterbrochener Kontakt zwischen dem zweiten
Anschluß und dem ersten oder dritten Anschluß besteht.
Ein derartig aufgebauter Schalter läßt sich auch in einer explosiven Atmosphäre verwenden, da bei seiner Betätigung keine Funken oder Lichtbögen auftreten können.
Ein derartig aufgebauter Schalter läßt sich auch in einer explosiven Atmosphäre verwenden, da bei seiner Betätigung keine Funken oder Lichtbögen auftreten können.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist jedes der Schaltelemente im Bereich
des zweiten Anschlusses einen bogenförmigen Randteil auf, dessen Krümmung im wesentlichen der
Krümmung der Innenwand der Kammer entspricht
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und mit Lappen versehen ist, die von dem bogenförmigen
Rand des Schaltelementes seitlich von einer diametralen Linie durch den zweiten Anschluß ausgehen
und in einen Schlitz in der Seitenwand der Kammer eingreifen, um das Schaltelement in einer
nicht verwechselbaren Lage festzulegen, wenn die entsprechenden Löcher mit dem zweiten Anschluß
ausgerichtet sind.
Der Schalter gemäß der Erfindung umfaßt vorzugsweise eine einstellbar vorgespannte Feder, die entgegengesetzt
zu dem flüssigkeitsdruckempfindlichen Element auf den ausgekragten Arm einwirkt.
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 einen axialen Querschnitt entlang der Linie 1-1 in Fig. 2,
Fig. 2 einen waagerechten Querschnitt entlang der Linie 2-2 in Fig. 1,
Fig. 3 das Schaltbild des Bremssystems einer Zugmaschine unter Verwendung des Schalters nach
Fig. 1,
Fig. 4 die Draufsicht eines Armes des Schalters nach Fig. 1,
Fig. 5 die Draufsicht eines weiteren Armes des genannten Schalters.
Der Schalter besteht aus einem Gehäuse 10 mit einem Deckel 12, welcher eine Kammer 14 bildet, die
mit einer Flüssigkeitsdruckquelle verbunden ist, und zwar durch einen in einem mit Gewinde versehenen
Hals 18 befindlichen Kanal 16.
Das Gehäuse 10 umfaßt außer dem Deckel 12 noch einen Körper 20 und einen Zwischenkörper 22,
die beide durch Schrauben 24 mit dem Deckel verbunden sind*. Der Körper 20 und der Zwischenkörper
22 können aus isolierendem Material gegossen sein. Zwischen dem Deckel 12 und dem Zwischenteil 22 ist
eine Membran 26 aus Isoliermaterial eingeklemmt. Der Zwischenkörper 22 ist mit einem Hohlraum 28
versehen, in welchem der Kopf 30 eines Betätigungsteiles 32 wirksam ist, welcher einen Schaft 34 aufweist,
der in einer Mittelöffnung des Zwischenkörpers 22 gleitend aufgenommen wird. Der Schaft 34 erstreckt
sich in einen in dem Körper 20 gebildeten Hohlraum 38 und stößt gegen den Mittelarm 40 des
Schalters 42. Das gegenüberliegende Ende des Armes 40 arbeitet mit dem einen Ende einer Feder 44 zusammen,
deren gegenüberliegendes Ende in ein mit Innengewinde versehenes hohles Halsstück 46 aufgenommen
wird, welches einen einstellbaren Stöpsel 48 enthält, der zur Veränderung des Druckes oder der
Belastung der Feder 44 nach innen oder außen geschraubt werden kann.
Der Schalterhohlraum 38 weist eine zylindrische Seitenwand 50 auf und ist mit drei unter gleichem
Winkel angeordneten Löchern versehen, deren Mittelpunkte auf einem von der Seitenwand 50 nach innen
auf Abstand gehaltenen Kreis liegen. Jedes dieser Löcher kann ein entsprechendes Anschlußstück 52,
54 und 56 aufnehmen, von denen jedes mit einem passenden Verstärkungsabsatz 58, 60, 62 umgeben
sein kann. In der Seitenwand 50 des Hohlraums 38 im Bereich des Anschlußstückes 52 befindet sich ein
Kanal oder eine Nut 64, die nach einer Seite einer diametralen Linie durch das Anschlußstück und den
Mittelpunkt des Hohlraums, wie es in der Fig. 2 deutlieh gezeigt ist, versetzt ist. Die Nut 64 dient gemäß
der Erfindung zur Aufnahme der Schalterarme zusammen mit den genannten Anschlußstücken.
Der bereits erwähnte Schalter 42 weist außer dem Arm 40 einen Befestigungsteil 66 auf, von dem sich
der Arm 40 in der Art eines Auslegers fortstreckt. Der Befestigungsteil 66 ist vorzugsweise gerade und
weist an seinem inneren Ende einen kreisförmigen Rand 68 von im wesentlichen der gleichen Krümmung
wie die Wand 50 auf. Das äußere Ende des Teiles 66 ist zur Aufnahme eines Anschlußstückes 56
mit einem Loch 70 versehen, und das innere Ende des Armes ist mit einem größeren Loch 72 versehen,
um mit dem Anschlußstück 52 ausgerichtet zu werden, ohne es jedoch zu berühr ϊη. Am äußeren
Rand 68 ist ein mit diesem aus einem Stück gearbeiteter und mit der Nut oder dem Schlitz 64 ausgerichteter
Führungs- oder Feststellappen oder Vorsprung 74 vorgesehen. Dieser Vorsprung 74 stellt den Schalterteil
fest und hält ihn in seiner Arbeitsstellung, wenn die Löcher 70 und 72 mit den die Anschlußteile
52 und 56 aufnehmenden Löchern des Körpers übereinstimmen.
Das äußere Ende des Mittelarmes 40 nimmt einen Kontaktteil 76 auf, welcher mit einem zweiten Kontaktteil
78 am Ende des zweiten Schalterarmes 80, der aus Federbandmaterial besteht, zusammenarbeitet,
wobei sich die Schalterteile in der in der Fig. 1 gezeigten Stellung befinden. Wie in der Fig. 4 gezeigt
ist, ist der Schalterarm 80 im wesentlichen halbkreisförmig geformt und weist an seinem inneren Ende
einen Befestigungsteil 83 auf, der mit einem gekrümmten äußeren Rand 82 versehen ist, welcher im
wesentlichen der Krümmung der Wand 50 entspricht. Ein Loch 84, das vorzugsweise denselben Durchmesser
wie das in dem Befestigungsteil 66 befindliche Loch 70 aufweist, ist an dem einen Ende vorgesehen.
Im Bereiche dieses Loches 84 ist ein aus einem Stück mit dem Rand 82 gearbeiteter Lappen 86 vorgesehen,
der sich mit dem Schlitz 64 ausrichtet, der seinerseits mit dem Lappen 74 ausgerichtet ist, wenn das Loch
84 mit dem für das Anschlußstück 52 vorgesehenen Loch in Übereinstimmung ist.
Zusätzlich zum Kontakt 78 ist der Schaltarm 80 mit einem zweiten elektrischen Kontakt 88 versehen,
der sich mit dem Anschlußstück 54 ausrichtet und mit ihm zusammenwirkt, wenn die Membran 26 und
damit der Mittelarm 40 durch den Zutritt von Luftdruck in dem Hohlraum 14 nach rechts in Fig. 1 bewegt
wird. Damit der Kontakt 88 den Anschlußteil 54 berühren kann, wird der Schalterarm 80 nach rechts
in Fig. 1 vorgespannt, so daß bei einer Bewegung des Armes 40 nach rechts der Arm 80 diesem folgt, wobei
die Kontakte 78 und 76 in elektrischer Zusammenwirken verbleiben, bis der Kontakt 88 mit dem
Anschlußteil 54 einen Kontakt bildet, woraufhin der Schalterarm 80 »aufgehängt« wird, so daß eine
Weiterbewegung des Mittelarmes 40 nach rechts die Verbindung zwischen den Kontakten 76 und 78 unterbricht,
wodurch ein elektrischer Stromkreis jetzt ausschließlich durch das Anschlußstück 54, den Schalterarm
80 und das Anschlußstück 52 hergestellt ist.
Das Anschlußstück 54 wird in seine richtige Lage gebracht, die Schalterarme durch die Anschlußstücke
52 und 56 angebracht und in Stellung gehalten, wobei die Anschlußstücke 52 und 56 die Schalterarme
nicht nur festhalten, sondern auch in Verbindung mit der Nut 64 und den Lappen 74 und 86 dafür sorgen,
daß die Schalterarme ihre richtige Lage innerhalb des Hohlraums 38 einnehmen. Der Schalterarm 42 wird
z. B. innerhalb des Hohlraums so angeordnet ,daß
das Loch 70 in dem Befestigungsteil 66 mit dem Loch für das Anschlußstück 56 ausgerichtet ist und der
Lappen 74 mit dem Schlitz 64 zusammenwirkt. Da der Lappen in der beschriebenen Art versetzt ist, ist
es dem Monteur nicht möglich, den Schalterteil so einzubauen, daß der Befestigungsteil 66 umgekehrt
liegt, d. h. links in der Fig. 2 anstatt — wie es gezeigt ist — an der rechten Seite. Nachdem der Schalter in
seine richtige Lage gebracht worden ist, wird der Anschlußteil 56 eingeführt. Dieser Teil hat einen viereckigen
Kopf, welcher groß genug ist, um die Wand 50 zu berühren und um ein Drehen zu verhüten,
wenn die Mutter mit dem mit Gewinde versehenen Hals des Anschlußteiles in Zusammenwirkung treten.
Wenn der Schalterann 42 in seiner Arbeitsstellung ist, befindet sich das Loch 72, welches größer als das für
den Anschlußteil 52 bestimmte Loch ist, konzentrisch über diesem, und der Rand 68 stößt im wesentlichen
an die zylindrische Wand 50 an.
Als nächstes wird ein Isolierteil 90, der mit einem Loch von gleicher Größe wie die in den entsprechenden
Schalterarmen befindlichen Löcher 70 und 84 versehen ist, über das im Schalterarm 42 befindliche
Loch 72 gelegt, und der zweite Schalterteil 80 wird in den Schalterhohlraum 38 eingesetzt, wobei das
Loch 84 mit dem Loch 72 ausgerichtet und der Lappen 86 mit dem Schlitz 64 in Zusammenwirkung
ist. Auch hier würde es infolge der versetzten Anordnung des Lappens 86 praktisch unmöglich sein, daß
sein gebogener Teil anstatt wie es links gezeigt ist, rechts in der Fig. 2 angeordnet ist. Wenn der Schalterteil
richtig angeordnet ist, wird der Anschlußteil 52 durch die ausgerichteten Löcher des Schalterteils eingeführt.
Hier handelt es sich um das im Isolierkörper 90 befindliche Loch und das im Körper 20 befindliche
Anschlußloch. Sodann werden die übliche Dichtung sowie die Verbindungsmuttern, die durch das Bezugszeichen 92 gekennzeichnet sind, auf dem mit Gewinde
versehenen Schaft des Anschlußteiles 52 angebracht. Der vergrößerte Kopf des Anschlußteiles 52 kann
gegen die zylindrische Wand 50 des Hohlraums 38 anstoßen, um ein Drehen während des Anbringens
der Muttern 92 zu verhindern.
Wenn die Anschlußteile in ihren Arbeitsstellungen befestigt sind, überlagert der Kontakt 88 das Anschlußstück
54, welches sich von den Anschlußstücken 52, 56 dadurch unterscheidet, daß es an
seiner am Oberteil befindlichen Oberfläche mit einem abgerundeten Kontakt 54 a versehen ist, um mit dem
Kontakt 88 eine elektrische Verbindung durch Anstoßen herzustellen. Das äußere Ende des Anschlußteiles54
ist mit den üblichen Dichtungen und Muttern versehen, die in der Fig. 1 durch das Bezugszeichen
94 gekennzeichnet und mit den Muttern 92 des Anschlußteiles 52 identisch sind. Der vergrößerte Kopf
des Anschlußteiles 54 verhindert ein Drehen in derselben Art wie der Anschlußteil 52.
Der Anschlußteil 52 übt infolge des auf den Isolierteil 90 wirkenden Druckes eine Klemmtätigkeit auf
den Schalterteil 42 aus, und der Schalterteil 42 kann sich infolge der Verbindung des Lappens 74 mit dem
Schlitz 64 nicht zur Seite bewegen. Auch der Anschlußteil 56 verhindert eine solche Bewegung. Obwohl
der Anschlußteil 52 das innere Ende des Schalterarmes 42 durch die Klemmtätigkeit in seiner
Stellung hält, besteht doch keine Gefahr eines Kurzschlusses, da der Lappen 74 und der Anschlußteil 56
den Schalterarm 42 in solcher Lage halten, daß das vergrößerte Loch 72 den Anschlußteil 52 umgibt, jedoch
vom Schaft des Anschlußteils auf Abstand gehalten ist.
Nachdem die Schalterarme und die Anschlußteile in ihren Arbeitsstellungen befestigt sind, wird der
Schalter gemäß der Erfindung fertig zusammengebaut, indem zunächst der Körper 20 mit dem darin befindlichen
Zwischenteil und dem Betätigungselement 32, danach die Membran 26 und schließlich der Deckel
12 angeordnet und dann alle Teile durch die Schrauben 24 zusammengehalten werden. Anschließend
wird die Feder 44 in das Halsstück 46 eingesetzt und der Stöpsel 48 so weit eingeschraubt, bis
die Feder richtig gespannt ist, was vorzugsweise durch Hinzuführen eines Probeluftdruckes zum Kanal 16
bestimmt wird, ein Verfahren, das in der Technik beim Ausbalancieren von Federbelastungen gegenüber
einem Membrandruck sehr bekannt ist. Der zusammengebaute Schalter eignet sich insbesondere zur
Verwendung bei einem Lastzug mit Anhänger zur Weitergabe von Bremsbetätigungssignalen an nachfolgende
Fahrzeuge, Gewöhnlich veranlaßte während einer normalen Bremsbetätigung ein Druck auf das
Bremspedal den Bremslichtschalter, die Bremslichter am Ende des Anhängers mit Strom zu versorgen.
Lastzüge mit Anhänger sind aus Sicherheitsgründen für bestimmte Fälle mit Mitteln zur selbsttätigen Betätigung
der Bremsen unabhängig vom Bremspedal ausgestattet, z. B. wenn der Luftdruck für die
Bremsen auf einen vorbestimmten niedrigen und unsicheren Wert absinkt. Eine selbsttätige Bremsbetätigung
wird fast immer durch eine schnelle Erschöpfung des Druckes in einer unter normalem
Druck stehenden Notbremsleitung eintreten. Diese Erschöpfung wird durch die Betätigung einer sich bei
niedrigem Druck einschaltenden Ventilvorrichtung erreicht. Diese Ventile gehören nicht zur Erfindung. Es
wird nur darauf hingewiesen, daß bei erschöpftem Zustand der Bremsleitung zur Herbeiführung einer
selbsttätigen Bremsung des Anhängers kein Bremssignal an die nachfolgenden Fahrzeuge weitergegeben
wurde, was oft zu schweren Unfällen führte. Der Schalter gemäß der Erfindung sieht ein selbsttätiges
Aufleuchten der Bremslichter des Anhängers während einer Notbremsbetätigung vor, was in keiner
Weise die Bedienung der Bremslichter während normaler Bremsbetätigung stört.
Bei Verwendung in Bremssystemen wird der mit Gewinde versehene Hals 18 zweckmäßigerweise an
der Zugmaschine mit der Notbremsleitung des Anhängers verbunden, so daß während eines normalen
Betriebes ein Notbremsdruck in der Leitung auf die Membran 26 eine Kraft ausübt und sie nach rechts
in der Fig. 1 bewegen würde. Auch bei Verwendung im Bremssystem würde der Anschlußteil 54, wie es in
Fig. 3 gezeigt ist, mit dem normalen Stopplichtstromkreis verbunden sein, zu dem der pedalbetätigte
Bremsschalter 96, die übliche Batterie 98 und die Bremslichter 100 und 102 für die Zugmaschine und
den Anhänger gehören. Die Bremslichter des Anhängers können durch eine geeignete elektrische Verbindung
oder einen Bolzen 104 an das System angeschlossen sein, wobei die vom Bolzen 104 kommende
Leitung beim Anschlußteil 52 mit dem Schalter gemäß der Erfindung verbunden ist. Durch die Bewegung
der Membran nach links in der Fig. 3 infolge des gebildeten Druckes wird der Mittelarm 40 so
lange bewegt, bis der Kontakt 88 mit dem Anschluß-
teil 54 in Zusammenwirkung tritt, worauf der normale
Bremslichtstromkreis durch die Batterie 98, das Bremspedal 96, den Anschlußteil54, den Arm 80 und
den Anschlußteil 52 in Arbeitsstellung gebracht ist, so daß bei jeder Betätigung des Bremspedals der
Schalter 96 geschlossen und die Bremslichter 100, 102 aufleuchten. Bei weiterer Verstärkung des auf die
Membran 26 wirksamen Druckes bewegt sich diese weiter nach links in der Fig. 3, so· daß der auf dem
Mittelarm 40 befindliche Kontakt 76 von Kontakt 78 abgehoben und der Notbremsstromkreis von der
Batterie 98, über den Zündschalter 106, den Anschlußteil 56 und den Mittelarm 40 geöffnet wird und
während einer normalen Bremsbetätigung stets offenbleibt. Sollte der Bremsdruck so weit abfallen, daß
die Notbremsleitung sich selbsttätig erschöpft, so erschöpft sich gleichfalls der auf die Membran 26 wirksame
Druck und gestattet der Feder 44 eine Bewegung des Mittelarmes 40 in Richtung auf den Arm
80. Wenn der Kontakt 76 mit dem Kontakt 78 zusammenwirkt, wird der Kontakt 88 vom Anschlußteil
54 abgehoben, und der Notbremsstromkreis wird in dem Augenblick von der Batterie 98 her über den
Zündschalter 106, welcher normalerweise während des Betriebes der Zugmaschine stets geschlossen
wäre, den Anschlußteil 56, die Schalterarme 40 und 80 und den Anschlußteil 52 zum Stopplicht 102 des Anhängers
geschlossen, wodurch dieses unabhängig vom Bremspedalschalter 96 mit Strom versorgt würde.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß ungeachtet der Stellung, die die Teile des
Schalters gemäß der Erfindung einnehmen, stets mindestens zwei Kontakte geschlossen sind, so daß durch
den Schalter stets ein Stromkreis von der Kraftquelle zu dem mit Strom zu versorgenden Vorrichtung hergestellt
ist. Bei Flüssigkeitsdruckschaltern, die ein Schaltelement verwendeten, das zwischen zwei auf
Abstand gehaltenen Kontakten beweglich war, war es bisher möglich, das bewegliche Element bei Teildruckbedingungen zwischen den Kontakten zu halten,
wobei durch den Druckschalter überhaupt kein Stromkreis geschlossen wurde.
Bei dem Schalter gemäß der Erfindung kann ungeachtet des auf die Membran wirkenden Druckes niemals
eine Unterbrechung im Stromkreis auftreten, da stets mindestens zwei Kontakte geschlossen sind.
Der Druckschalter gemäß der Erfindung ist für eine Reihe von Verwendungsmöglichkeiten geeignet,
insbesondere aber für eine Verwendung in Bremslichtsystemen für Zugmaschinen mit Anhänger.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Flüssigkeitsdruckbetätigter elektrischer Kleinschalter mit einem Gehäuse, das eine zylindrische Kammer bildet, in der ein erstes Schaltelement angeordnet ist, das einen ausgekragten Arm umfaßt, der mit einem Befestigungsteil fest verbunden ist, das mit Löchern versehen ist, die mit ersten und zweiten Anschlüssen, die durch den Boden der Kammer hindurchragen, ausgerichtet sind, und einem zweiten Schaltelement, das ein Befestigungsteil mit einem mit dem zweiten Anschluß ausgerichteten Loch und einen mit dem genannten Befestigungsteil fest verbundenen, sich von ihm fort erstreckenden halbkreisförmigen Arm umfaßt, der den ausgekragten Arm überlappt, wobei der letztere und der halbkreisförmige Arm mit dem ersten bzw. dem zweiten Anschluß verbunden sind und der halbkreisförmige Arm gegen den ausgekragten Arm elastisch vorgespannt ist, der durch ein flüssigkeitsdruckempfindliches Element in dem Gehäuse in oder außer Kontakt mit dem halbkreisförmigen Arm gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der halbkreisförmige Arm (80) über einen von dem ersten (52) und dem zweiten Anschluß (56) isolierten dritten Anschluß (54) liegt und gegen diesen elastisch vorgespannt ist, daß der ausgekragte Arm (40) und der halbkreisförmige Arm (80) als eine Einheit gegen den dritten Anschluß bewegbar sind, bis der halbkreisförmige Arm den dritten Anschluß berührt und der ausgekragte Arm sich von dem halbkreisförmigen Arm fortbewegt, und daß der ausgekragte Arm in die entgegengesetzte Richtung bewegbar ist, bis er den halbkreisförmigen Arm berührt und ihn von dem dritten Anschluß fortbewegt, so daß jederzeit ein abwechselnder, aber ununterbrochener Kontakt zwischen dem zweiten Anschluß und dem ersten oder dritten Anschluß besteht.
- 2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Schaltelemente (42, 80) im Bereich des zweiten Anschlusses einen bogenförmigen Randteil (68, 82) aufweist, dessen Krümmung im wesentlichen der Krümmung der Innenwand (50) der Kammer entspricht und mit Lappen (74, 86) versehen ist, die von dem bogenförmigen Rand des Schaltelementes seitlich von einer diametralen Linie durch den zweiten Anschluß ausgehen und in einen Schlitz (64) in der Seitenwand der Kammer eingreifen, um das Schaltelement in einer nicht verwechselbaren Lage festzulegen, wenn die entsprechenden Löcher mit dem zweiten Anschluß (56) ausgerichtet sind.
- 3. Schalter nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine einstellbar vorgespannte Feder (44), die auf den genannten ausgekragten Arm (40) entgegengesetzt zu dem flüssigkeitsdruckempfindlichen Element einwirkt.In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 813 944, 2 647 968.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 309 617/217 6.63
Applications Claiming Priority (1)
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| GB852716A (en) | 1960-10-26 |
| ES247472A1 (es) | 1959-06-01 |
| US2939928A (en) | 1960-06-07 |
| FR1221237A (fr) | 1960-05-31 |
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