DE1149684B - Vorrichtung zum Herstellen von Schmuckketten - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von SchmuckkettenInfo
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21L—MAKING METAL CHAINS
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Schmuckketten, bei der die Kette zwischen
der Arbeitsstation, an der das wendelförmig gewundene neue Kettenglied eingefädelt wird, und der
Arbeitsstation, an der die Enden des neuen Kettengliedes fest aneinandergefügt werden, durch eine
Drehzange hin und her geführt wird, die eine mit synchron bewegten Nocken gesteuerte Drehbewegung
von etwa 90° jeweils zu Zeitpunkten ausführt, deren Lage innerhalb des für die gesamte hin- und hergehende
Bewegung der Drehzange erforderlichen Zeitraums jeweils davon abhängt, ob sogenannte Ankeroder
Panzergliederketten hergestellt werden sollen.
Beim Herstellen von Ketten der obengenannten Art wird zunächst die bereits fertiggestellte Kette durch
die Drehzange an die Stelle herangeführt, an welcher das wendelförmig gewundene, zum Herstellen des
neuen Kettengliedes dienende Material mit seiner heraustretenden Windung, in das oberste der bereits
fertiggestellten Kettenglieder eingefädelt wird, worauf die in der Windung hängende Kette freigegeben wird.
Sodann wird diese Windung abgeschnitten, und die aufeinander zu gehenden Backen der Drehzange erfassen
die Kette diesmal am neuen Glied. Nunmehr wird die Kette durch die Drehzange zwischen die
unterhalb der Schneiden angeordneten Preßbacken eingeführt, die gegeneinanderschlagen und die beiden
Enden der abgeschnittenen Windung fest miteinander verbinden. Nachdem die Preßbacken auseinandergegangen
sind, wird schließlich die Kette durch die Drehzange an die Arbeitsstation herangeführt, an der
das Einfädeln des spiralförmig gewundenen neuen Kettengliedes vorgenommen wird.
Im allgemeinen werden zwei Arten von Kettengliedern unterschieden: Die Ankerglieder, die in sich
gerade so ineinandergehängt sind, daß sie Glied für Glied um etwa 90° gegeneinander versetzt sind, und
die Panzerglieder, bei denen jedes Glied in sich um 90° verwunden ist. Diese verschiedenartige Anordnung
und Ausbildung der Kettenglieder wird dadurch erreicht, daß man die Drehzange zu den gegebenen
Zeitpunkten eine Drehung von etwa 90° um ihre Achse und später die entsprechende Rückwärtsdrehung
ausführen läßt. Beim Herstellen der Panzerglieder führt die Drehzange diese Drehung im Uhrzeigersinn
erst dann aus, nachdem die beiden Enden des neuen Kettengliedes durch die Preßbacken fest
miteinander verbunden worden sind, so daß das neue Glied hierbei in sich verwunden wird. Die Rückwärtsbewegung
der Drehzange findet vor und während des Einfädeins statt und hat lediglich den Zweck, die
Drehzange in ihre Ausgangsstellung zurückzuführen Vorrichtung
zum Herstellen von Schmuckketten
zum Herstellen von Schmuckketten
Anmelder:
Theodor Bechtold & Sohn
Ketten- und Maschinenfabrik,
Pforzheim, Hohenstaufenstr. 58
Kurt Bechtold, Pforzheim,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
und das oberste der fertiggestellten Kettenglieder in eine dem Steigungswinkel der Wendelung entsprechende
Stellung zu überführen, damit das Einfädeln vor sich gehen kann.
Beim Herstellen der Ankerketten führt die Drehzange ihre 90°-Drehung wechselweise im Uhrzeigersinn
oder entgegen dem Uhrzeigersinn vor Beginn des Einfädeins durch. Die Rückwärtsbewegung findet
nach dem Einfädeln statt, wenn die Drehzange die Kette am neuen Glied erfaßt hat, um dieses anschließend
zwischen die Preßbacken einzuführen. Somit besteht zwischen dem Herstellen der Panzerglieder und
demjenigen der Ankerglieder der Unterschied, daß die jeweiligen Drehungen der Drehzange, die von dem
Herstellungszweck entsprechend ausgebildeten und sich mit der Antriebswelle synchron bewegenden
Nocken gesteuert werden, zu verschiedenen Zeitpunkten stattfinden, deren Lage innerhalb des für die
gesamte hin- und hergehende Bewegung der Drehzange erforderlichen Zeitraums verschieden ist, je
nach dem, ob es sich um das Herstellen von Ankergliederketten oder dasjenige von Panzergliederketten
handelt.
Es ist oft erwünscht, Ketten herzustellen, die aus einer Anzahl von Teilstücken bestehen, von denen
einige aus Panzergliedern und andere aus Anker-
gliedern zusammengesetzt sind. Bisher ist man beim Herstellen solcher Ketten derart vorgegangen, daß
man die erforderlichen Teilstücke z. B. durch Abschneiden von Hand von entsprechenden langen Ketten
jeweils abgetrennt und die einzelnen, aus verschiedenartigen Gliedern bestehenden Teilstücke sodann
von Hand zusammengefügt hat. Diese Arbeitsweise ist jedoch recht umständlich und zeitraubend, und somit
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der folgen. Da die Anzahl und Anordnung der Nokken beliebig verändert werden kann, ist es möglich,
mit der neuen Vorrichtung Ketten in einer außerordentlich großen Anzahl von Variationen herzustel-5
len. Das Umstellen der neuen Vorrichtung geschieht hierbei während des Betriebes jeweils selbsttätig, und
die Impulse werden vom elektrischen Teil praktisch augenblicklich an die Drehzange weitergeleitet.
Die neue Vorrichtung kann auch eine den Kurven
schädigt werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung gemäß der Erfindung in Teildarstellung in einer Vorderansicht teilweise in
einem senkrechten Schnitt und
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 ebenfalls in Teildarstelung in einem Schnitt gemäß der Linie A-B
sind auch die Herstellungskosten verhältnismäßig groß.
Eine andere bekannte Möglichkeit, solche Ketten aus
verschiedenen Arten von Gliedern herzustellen, besteht darin, jeweils nach dem Herstellen der gewünschten Anzahl von Gliedern einer Art die Vorrichtung
auf die Herstellung von Gliedern der anderen Art
umzurüsten, wozu zunächst die Vorrichtung angehalten, sodann die zum Steuern der einzelnen Bewegungen der Drehzangen erforderlichen Elemente ausgetauscht und schließlich die Vorrichtung wieder in io scheiben beigeordnete weitere Kurvenscheibe für Gang gesetzt wird. Auch diese Arbeitsweise ist recht einen den an den Kurvenscheiben anliegenden umständlich und zeitraubend. Ziel der Erfindung ist Schwenkhebel in an sich bekannter Weise entlastenes, hier Abhilfe zu schaffen. den Hilfshebel besitzen. Auf diese Weise wird vermie-
Eine andere bekannte Möglichkeit, solche Ketten aus
verschiedenen Arten von Gliedern herzustellen, besteht darin, jeweils nach dem Herstellen der gewünschten Anzahl von Gliedern einer Art die Vorrichtung
auf die Herstellung von Gliedern der anderen Art
umzurüsten, wozu zunächst die Vorrichtung angehalten, sodann die zum Steuern der einzelnen Bewegungen der Drehzangen erforderlichen Elemente ausgetauscht und schließlich die Vorrichtung wieder in io scheiben beigeordnete weitere Kurvenscheibe für Gang gesetzt wird. Auch diese Arbeitsweise ist recht einen den an den Kurvenscheiben anliegenden umständlich und zeitraubend. Ziel der Erfindung ist Schwenkhebel in an sich bekannter Weise entlastenes, hier Abhilfe zu schaffen. den Hilfshebel besitzen. Auf diese Weise wird vermie-
Gemäß der Erfindung sind bei der Vorrichtung ein den, daß die Steuernocken während des Versteilens
zum Steuern der Drehzangenbewegung entsprechend 15 durch das unter Umständen unter erheblichem Druck
den Erfordernissen bei der Herstellung von Anker- gegen sie anliegende Ende des Schwenkhebels beketten
und zum Steuern der Drehzangenbewegung
entsprechend den Erfordernissen bei der Herstellung
der Panzerketten dienender Steuernocken für das Verdrehen der Drehzange wahlweise durch ein Schalt- 20
element einschaltbar.
entsprechend den Erfordernissen bei der Herstellung
der Panzerketten dienender Steuernocken für das Verdrehen der Drehzange wahlweise durch ein Schalt- 20
element einschaltbar.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann somit sowohl zum Herstellen von Panzergliederketten als auch
zum Herstellen von Ankergliederketten verwendet
werden, wobei das Umstellen von einer Fertigungsart 25 der Fig. 1. auf die andere entweder während des Stillstandes der In Fig. 1 ist das Getriebe der erfindungsgemäßen
zum Herstellen von Ankergliederketten verwendet
werden, wobei das Umstellen von einer Fertigungsart 25 der Fig. 1. auf die andere entweder während des Stillstandes der In Fig. 1 ist das Getriebe der erfindungsgemäßen
Maschine oder auch während des Betriebes auf ein- Vorrichtung dargestellt. In diesem werden von der
fache Weise und in ganz kurzer Zeit vorgenommen Antriebswelle 1 die auf- und abgehende Bewegung
werden kann. der Drehzange, die Schließ- und Offenbewegung der
Zweckmäßig sitzen die beiden Steuernocken an 30 Drehzangen- und Preßbacken, die Bewegungen der
Kurvenscheiben auf einer mit der Steuerwelle ver- jeweils ein neues, wendelförmig gewundenes Glied
keilten und auf dieser in axialer Richtung verschieb- von dem aus der Wendelung austretenden Material
liehen Büchse, und wird als Schaltmittel ein Schalt- abtrennenden Messerschneiden und die Bewegungen
hebel verwendet, dessen Bewegung von einer syn- des in der Spiralwicklung einliegenden Doms in bechron
mit der Antriebswelle umlaufenden Schaltkurve 35 kannter Weise abgeleitet. Auf der Steuerwelle 2 sitzt
aus gesteuert wird. Bei dieser neuen Anordnung kann die mit dieser verkeilte und in axialer Richtung verdie
Umstellung von einer Fertigungsart auf die andere
während des Betriebes selbsttätig erfolgen. Es ist
somit lediglich erforderlich, eine entsprechend gestaltete Schaltkurve vor Ingangsetzen der Vorrichtung in 4° 1:2, untersetzendes Getriebe 6, 7 angetrieben. An diese einzusetzen, worauf die verschiedenen Arbeits- den Steuerkurven 4, 5, die mit der Büchse 3 in Axialoperationen selbsttätig in der gewünschten Reihenfolge von der Vorrichtung nacheinander ausgeführt
werden. Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn als
während des Betriebes selbsttätig erfolgen. Es ist
somit lediglich erforderlich, eine entsprechend gestaltete Schaltkurve vor Ingangsetzen der Vorrichtung in 4° 1:2, untersetzendes Getriebe 6, 7 angetrieben. An diese einzusetzen, worauf die verschiedenen Arbeits- den Steuerkurven 4, 5, die mit der Büchse 3 in Axialoperationen selbsttätig in der gewünschten Reihenfolge von der Vorrichtung nacheinander ausgeführt
werden. Besonders vorteilhaft ist es hierbei, wenn als
Schaltkurve eine mit der Antriebswelle umlaufende 45 nissen beim Herstellen von Ankergliedern und der
Scheibe verwendet wird, an der in veränderlicher An- andere die Drehbewegung der Drehzange entsprezahl
und Anordnung Schaltnocken befestigt sind. chend den Erfordernissen beim Herstellen von Pan-Hierbei
kann die Anordnung z. B. so getroffen sein, zergliedern steuert. Diese beiden Nocken können
daß der Schalthebel mit dem Kern eines Hub- und hierbei über einen Schaltmechanismus wechselweise
Zugmagneten verbunden ist, welcher der jeweiligen 50 und in beliebig einstellbarer Reihenfolge dem jeweili-Richtung
des die Magnetwicklung durchfließenden gen Herstellungszweck entsprechend zur Einwirkung
Stromes entsprechend aus der Wicklung hinausge- auf die Drehzange gebracht werden. Diese Drehzange,
stoßen oder in diese hereingezogen wird, wobei die die in der Zeichnung nicht weiter dargestellt ist, dient
Richtung des die Magnetwicklung durchfließenden dazu, die Kette zwischen der Arbeitsstation, an der
Stromes über einen Schalter verändert werden kann, 55 das wendelförmig gewundene neue Kettenglied einder
von den Nocken an der Schaltkurve betätigt wird. gefädelt wird, und der Arbeitsstation, an der die
Man kann somit die elektrischen Teile z. B. so schal- Enden des neuen Kettengliedes fest aneinandergeten,
daß beim Auftreffen eines Nockens auf den fügt werden, hin- und herzuführen und führt außer-Schalter
die Vorrichtung auf das Herstellen von dem in bekannter Weise eine Drehbewegung von
Panzergliedern umgestellt wird, während beim Ab- 60 etwa 90° jeweils zu Zeitpunkten aus, deren Lage
lauf en des Nockens vom Schalter die Umstellung,auf innerhalb des für die gesamte hin- und hergehende
das Herstellen von Ankergliedern erfolgt. Wenn man Bewegung der Drehzange erforderlichen Zeitraumes
nunmehr an einer z. B. in zweiunddreißig Segmenten davon abhängt, ob Ankergliederketten oder Panzeraufzuteilenden
Schaltkurve acht Nocken, von denen gliederketten hergestellt werden sollen. Bei dem vorjeder
jeweils einem Segment zugeordnet ist, aufein- 65 liegenden Ausführungsbeispiel werden die Steueranderfolgend
befestigt, so wird die Vorrichtung nach nocken jeweils selbsttätig über dem weiter unten bedem
Ingangsetzen Ketten herstellen, bei denen jeweils schriebenen Schaltmechanismus verstellt. Jedoch kann
nach acht Panzergliedern vierundzwanzig Ankerglie- diese Verstellung auch von Hand vorgenommen
schieblich angeordnete Büchse 3, welche die beiden Kurvenscheiben 4 und 5 trägt. Die Steuerwelle 2 wird
über ein ihre Geschwindigkeit, z. B. im Verhältnis
richtung verschieblich angeordnet sind, sind Steuernocken angeordnet, von denen der eine die Drehbewegung
der Drehzange entsprechend den Erforder-
werden. Statt einer Anordnung, bei der die beiden Kurvenscheiben mit den Steuemocken auf einer gemeinsamen
Steuerwelle sitzen, kann man auch eine Anordnung wählen, bei der die Kurvenscheiben auf
zwei Wellen sitzen, die sich synchron mit der Antriebswelle bewegen und z. B. durch Verschwenken
so verstellt werden können, daß sie wechselweise zu den dem jeweiligen Herstellungszweck entsprechenden
Zeitpunkten mit einem Schwenkhebel zusammenwirken, der bei seiner Verschwenkung die Drehzange
über geeignete Zwischenglieder um 90° verdreht.
Der mit den Steuemocken zusammenwirkende und beim Auflaufen auf die Nocken an den Kurvenscheiben
die Drehzange verdrehende Schwenkhebel ist bei 8 dargestellt (Fig. 2). Mit der Drehzange steht
der Schwenkhebel in bekannter Weise z. B. über eine Zahnstange oder ein Zahnsegment in Verbindung.
Bei einem nicht weiter dargestellten Ausführungsbeispiel wirken die beiden Steuemocken, die auf einer
gemeinsamen Welle unverschieblich angeordnet sind, jeweils mit einem Schwenkhebel zusammen, der beim
Auflaufen auf den jeweils mit ihm zusammenwirkenden Nocken verschwenkt wird und hierbei die
Drehzange über geeignete Zwischenglieder um 90° verdreht. Der Schwenkhebel ist an einem ortsfesten
Teil der Vorrichtung in Richtung seiner Schwenkachse verschieblich angeordnet, derart, daß er
wechselweise und in beliebig einstellbarer Reihenfolge zu den dem jeweiligen Herstellungszweck entsprechenden
Zeitpunkten mit einem der beiden Steuernocken zusammenwirkt. Hierbei wird er mit Hilfe eines zu
den gegebenen Zeitpunkten selbsttätig zur Wirkung kommenden Schalthebels verstellt. Durch Verstellung
des Schwenkhebels, derart, daß er wechselweise mit einem der beiden Steuemocken zusammenwirkt, wird
die Umstellung der Vorrichtung von der Fertigung von Panzergliederketten auf die Fertigung von Ankergliederketten
oder umgekehrt bewirkt.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel werden die beiden Kurvenscheiben 4 und 5 mit Hilfe eines
zu den gegebenen Zeitpunkten selbsttätig zur Wirkung kommenden Schalthebels 9 verstellt, der bei 10
drehbar gelagert ist und mit seinem freien Ende 11 in eine Verschiebemuffe 12 eingreift, die mit der
Büchse 3 z. B. durch Verschrauben fest verbunden ist.
Die Bewegung des Schalthebels 9 wird von einer synchron mit der Antriebswelle 1 umlaufenden Schaltkurve
13 aus gesteuert, deren Umlaufbewegung von der Antriebswelle 1 über eine Schnecke 14 und ein
entsprechendes Zwischengetriebe 15, 16 abgeleitet wird. Die Schaltkurve 13 besteht aus einer Scheibe 17,
an der in beliebig veränderlicher Anzahl und Anordnung Schaltnocken 18 befestigt werden können, die
beim Umlaufen der Scheibe jeweils mittelbar oder unmittelbar mit dem Schalthebel zusammenwirken,
dessen anderes Ende mit den zu verstellenden Steuernocken in Verbindung steht. Die Schaltnocken 18
sind hierbei in entsprechende radial ausgerichtete Bohrungen 19 am Umfang der Scheibe 17 einschraubbar.
Beim vorliegenden Ausführangsbeispiel ist die Schaltscheibe 17 in zweiunddreißig Segmente unterteilt,
und es sind jeweils an diametral entgegengesetzten Seiten der Scheibe an dieser acht Nocken eingeschraubt,
so daß also mit der vorliegenden Anordnung in einem Arbeitsgang zunächst acht Panzerglieder
und sodann acht Ankerglieder, anschließend wieder acht Panzerglieder und schließlich erneut acht
Ankerglieder hergestellt werden können.
Die Nocken 18 der Schaltkurve wirken mit einem elektrischen Schalter 20 zusammen, der über entsprechende
Relais den Schalthebel 9 betätigt, der seinerseits über die Stange 21 mit dem Kern eines Hub-
und Zugmagneten verbunden ist, welcher der jeweiligen Richtung des die Magnetwicklung durchfließenden
Stromes entsprechend aus der Wicklung herausgestoßen oder in diese hineingezogen wird, wobei die
Richtung des die Magnetwicklung durchfließenden
ίο Stromes über den von den Nocken 18 zu betätigenden
Schalter 20 verändert werden kann. Statt eines Schalters in der in der Zeichnung dargestellten Ausbildung
kann man z. B. auch einen Kippschalter od. dgl. verwenden, und statt eines einzigen Hub- und
Zugmagneten können auch zwei Magnete vorgesehen sein, die wechselweise unter Strom gesetzt werden
und von denen jeder den ihm zugeordneten Steuernocken verstellt, wobei die Anordnung so getroffen
sein muß, daß der jeweilige Steuernocken bei Betätigung durch den entsprechenden Magneten zur Einwirkung
auf die Drehzange — auf dem Umweg über den Schwenkhebel 8 — gebracht werden kann.
Statt eines elektrischen Schaltmechanismus, wie er mit Bezug auf das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel
beschrieben worden ist, kann auch ein von der Schaltkurve zu betätigender, auf mechanischem
Wege wirksam werdender Schaltmechanismus verwendet werden, wobei durch Anordnung von
federnden Kraftspeichern der Mechanismus schlagartig zur Wirkung gebracht werden kann.
Während bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel zur Steuerung der Bewegung des Schalthebels
eine einzige Schaltkurve verwendet wird, werden bei einem weiteren, in der Zeichnung nicht dargestellten
Ausführungsbeispiel zur Steuerung der Bewegung des Schalthebels mehrere Schaltkurven verwendet, die zu
einem Paket zusammengefaßt sind, das als ein Ganzes umläuft. Die einzelnen Schaltkurven des Pakets
sind verschieden und den jeweiligen Erfordernissen entsprechend gestaltet. Die Anordnung ist hierbei so
getroffen, daß jeweils nur eine Schaltkurve des Pakets mit einem elektrischen Schalter zusammenwirkt, der
über entsprechende Relais den Schalthebel betätigt.
Die Verbindung zwischen Schalter und Schalthebel kann hierbei in derselben Weise wie bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ausgebildet sein. Es kann ein einziger Schalter vorgesehen sein, der mit den ihm
zugeordneten Leitungsenden z. B. in einem Schlitten an einem ortsfesten Teil der Vorrichtung verschieb-Hch
geführt sein kann. Bei Verstellung des Schlittens wirkt der Schalter mit der dem jeweiligen Herstellungszweck entsprechenden Schaltkurve des Schaltkurvenpakets
zusammen. Der Schlitten, an dem der Schalter angeordnet ist, ist hierbei mit einer Zahnstange
fest verbunden, die mit Hilfe eines Ritzels z. B. parallel zur Drehachse des Schaltkurvenpaketes verschoben
werden kann. Das Ritzel ist seinerseits mit einer Büchse fest verbunden und dreht sich mit dieser
Büchse, die zwischen verschiedenen Stellungen durch Betätigung von außen verdreht und in den einzelnen
Stellungen, z. B. mit Hilfe einer Rasteinrichtung bekannter Art, festgestellt werden kann. Durch Verdrehen
der Büchse kann der Schalter so verschoben werden, daß er jeweils mit der gewünschten Schaltkurve
zusammenwirkt. In diesem Falle ist es nicht notwendig, die Schaltkurve vor Beginn der Arbeitsoperation
durch Verstellen der Nocken dem jeweiligen Herstellungszweck anzupassen. Vielmehr ist es
hier nur erforderlich, den Schlitten mit dem Schalter vor Beginn der Arbeitsoperationen so zu verschieben,
daß er der entsprechend gestalteten Schaltkurve gegenüber zu liegen kommt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt weiterhin noch einen Entlastungsnocken, der auf einer mit
den Kurvenscheiben 4, 5 auf der Welle 2 umlaufenden Kurvenscheibe 23 sitzt, die beim Verstellen der
beiden Kurvenscheiben 4, 5 zur Einwirkung auf den Schwenkhebel 8 kommt und hierbei diesen von den
Kurvenscheiben 4, S abhebt, so daß diese während der Umstellung von Panzergliederherstellung auf
Ankergliederherstellung oder umgekehrt entlastet werden. Die Kurvenscheibe 23 wirkt mit einem Hilfshebel
24 (Fig. 2) zusammen, der etwa parallel zu dem Schwenkhebel 8 verläuft und mit diesem fest verbunden
ist.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Herstellen von Schmuckketten, bei der die Kette zwischen der Arbeitsstation, an der das wendelförmig gewundene neue
Kettenglied eingefädelt wird, und der Arbeitsstation, an der die Enden des neuen Kettengliedes
fest aneinandergefügt werden, durch eine Drehzange hin und her geführt wird, die eine mit synchron
bewegten Nocken gesteuerte Drehbewegung von etwa 90° jeweils zu Zeitpunkten ausführt,
deren Lage innerhalb des für die gesamte hin- und hergehende Bewegung der Drehzange erforderlichen
Zeitraumes jeweils davon abhängt, ob Anker- oder Panzergliederketten hergestellt werden
sollen, dadurch gekennzeichnet, daß je ein zum Steuern der Drehzangenbewegung entsprechend
den Erfordernissen bei der Herstellung von Ankerketten und zum Steuern der Drehzangenbewegung
entsprechend den Erfordernissen bei der Herstellung der Panzerketten dienender Steuernocken (4, 5) für das Verdrehen der Drehzange
wahlweise durch ein Schaltelement (9) einschaltbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Steuernocken an
Kurvenscheiben (4, 5) auf einer mit der Steuerwelle (2) verkeilten und auf dieser in axialer Richtung
verschieblichen Büchse (3) sitzen.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltmittel
ein Schalthebel (9) verwendet wird, dessen Bewegung von einer synchron mit der Antriebswelle
(2) umlaufenden Schaltkurve (13) aus gesteuert wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltkurve eine mit der
Antriebswelle umlaufende Scheibe (17) verwendet wird, an der in veränderlicher Anzahl und Anordnung
Schaltnocken (18) befestigt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine den Kurvenscheiben (4, 5) beigeordnete
weitere Kurvenscheibe (23) für einen den an den Kurvenscheiben (4, 5) anliegenden
Schwenkhebel (8) in an sich bekannter Weise entlastenden Hilfshebel (24).
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 401 810.
Deutsche Patentschrift Nr. 401 810.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 309 599/47 5.63
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV13003A DE1149684B (de) | 1957-08-27 | 1957-08-27 | Vorrichtung zum Herstellen von Schmuckketten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV13003A DE1149684B (de) | 1957-08-27 | 1957-08-27 | Vorrichtung zum Herstellen von Schmuckketten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1149684B true DE1149684B (de) | 1963-06-06 |
Family
ID=7574051
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV13003A Pending DE1149684B (de) | 1957-08-27 | 1957-08-27 | Vorrichtung zum Herstellen von Schmuckketten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1149684B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE401810C (de) * | 1922-02-16 | 1924-09-09 | Kohm & Cie | Maschine zur Herstellung von Panzer- und Ankerketten |
-
1957
- 1957-08-27 DE DEV13003A patent/DE1149684B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE401810C (de) * | 1922-02-16 | 1924-09-09 | Kohm & Cie | Maschine zur Herstellung von Panzer- und Ankerketten |
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