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DE1148300B - Leistungsschalter - Google Patents

Leistungsschalter

Info

Publication number
DE1148300B
DE1148300B DEW26938A DEW0026938A DE1148300B DE 1148300 B DE1148300 B DE 1148300B DE W26938 A DEW26938 A DE W26938A DE W0026938 A DEW0026938 A DE W0026938A DE 1148300 B DE1148300 B DE 1148300B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switch
switch according
electrical switch
contact
switch blade
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW26938A
Other languages
English (en)
Inventor
Winthrop M Leeds
Harry J Lingal
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Westinghouse Electric Corp
Original Assignee
Westinghouse Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Westinghouse Electric Corp filed Critical Westinghouse Electric Corp
Publication of DE1148300B publication Critical patent/DE1148300B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/98Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being initiated by an auxiliary arc or a section of the arc, without any moving parts for producing or increasing the flow
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00Contacts
    • H01H1/12Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage
    • H01H1/14Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage by abutting
    • H01H1/22Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage by abutting with rigid pivoted member carrying the moving contact
    • HELECTRICITY
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    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
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    • H01H33/02Details
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    • H01H33/22Selection of fluids for arc-extinguishing
    • HELECTRICITY
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    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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    • H01H1/12Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage
    • H01H1/14Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage by abutting
    • H01H1/20Bridging contacts
    • H01H1/2041Rotating bridge

Landscapes

  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)

Description

Es ist bei Niederspannungsschaltern, bei denen keine großen Stromkräfte auftreten können, und auch bei Hochspannungs-Trennschaltern, die bekanntlich leistungslos und damit ebenfalls ohne Stromkräfte schalten, bekannt, ein schwenkbares bewegliches Schaltstück zu verwenden, das mit zwei feststehenden Schaltstücken zusammenwirkt, die auf gegenüberliegenden Seiten des schwenkbaren Messers Kontakt geben. Die Anordnung der Kontaktstellen ergibt sich bei diesen Schaltern aus der Art der Leitungsführung bzw. aus dem Bestreben, mit einer verhältnismäßig kleinen Bewegung eine möglichst große Trennstrecke zu erhalten.
Im Gegensatz zu den vorgenannten Schaltern betrifft die Erfindung einen Leistungsschalter insbesondere für Mittelspannungen. Zur Löschung des Lichtbogens besitzt der Schalter in bekannter Weise eine rohrförmige, an einem Ende offene Schaltkammer, bei der die Stromzuführung durch zwei im wesentlichen parallel nebeneinander fest angeordnete Leiterstücke, beispielsweise durch zwei Durchführungen, erfolgt. Erfindungsgemäß enthält die Schaltkammer ein flüssiges Löschmittel, vorzugs-■ weise verflüssigtes Schwefelhexafluorid (SF8) und/oder ~ Selenhexafluorid (SeF0), sowie ein parallel zu ihrer Längsrichtung verlaufendes, etwa in der Mitte schwenkbar gelagertes Schaltmesser, das mit seinen Enden mit zwei an den Enden des Rohres angeordneten feststehenden Schaltstücken zusammenwirkt, die von den parallelen Leiterstücken auf gegenüberliegenden Seiten des Schaltmessers gehalten werden. Der Leistungsschalter nach der Erfindung bietet in verschiedener Hinsicht Vorteile. Vor allem erreicht der Schalter bei einfachem Aufbau beträchtliche Schaltleistungen. Dies ergibt sich daraus, daß beim Ausschalten zwei in Reihe liegende Lichtbogen gezogen werden. Der Lichtbogen am geschlossenen Ende der Schaltkammer erzeugt in bekannter Weise einen Druck, durch den das Löschmittel aus der Schaltkammer gepreßt wird. Das aus dem offenen Ende des Rohres ausströmende Löschmittel unterbricht den dort brennenden zweiten Lichtbogen.
Zum einfachen Aufbau des Schalters trägt ferner bei, daß sich bei der erfindungsgemäßen Ausbildung der Schaltstücke die von den nebeneinanderliegenden, fest angeordneten Leiterstücken für die Stromzuführung herrührenden Stromkräfte in ihrer Wirkungsweise auf das Schaltmesser gegenseitig aufheben. Der Schalter kann daher mit geringen Antriebskräften bewegt werden. Deshalb kann er verhältnismäßig leicht ausgebildet werden. Schalter nach der Erfindung sind daher besonders als verfahrbare Schalter Leistungsschalter
Anmelder:
Westinghouse Electric Corporation,
East Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. P. Ohrt, Patentanwalt,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 13. Januar 1959 (Nr. 786 587)
Winthrop M. Leeds und Harry J. Lingal,
Pittsburgh, Pa. (V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
für Mittelspannungen, z. B. für metallgekapselte Schalteinheiten, gut geeignet.
Da beim Schalter nach der Erfindung, wie erwähnt,, auch Durchführungen als parallele Stromzuführungsleitungen verwendet werden können, ohne daß Stromkräfte die Schaltstückbewegung beeinträchtigen, ist es möglich, die Schaltkammer in einem geerdeten Metallgehäuse anzuordnen. Dadurch ergibt sich leicht eine große mechanische Festigkeit. Ein solcher Schalter ist dann für die Verwendung verflüssigter Gase als Löschmittel besonders geeignet, bei der größere Drücke auftreten könnten. Die Durchführungen können dabei als Träger der feststehenden Schaltstücke und der Schaltkammer dienen. Außerdem bietet die Verwendung eines geerdeten Gehäuses die größtmögliche Sicherheit für das Bedienungspesonal.
An anderer Stelle sind Schalter angegeben, bei denen verflüssigte Gase, wie z. B. Schwefelhexafluorid (SF6) und/oder Selenhexafluorid (SeF6), als Löschmittel verwendet werden. Dabei ist ferner vorgeschlagen, in dem verflüssigten Gas zwei in Reihe liegende Lichtbogen zu ziehen, von denen der eine zur Druckerzeugung dient. Die beiden Lichtbogen entstehen bei diesen Schaltern durch eine geradlinige Schaltstückbewegung von in axialer Richtung hintereinanderliegenden Schaltstücken und nicht durch eine Schwenkbewegung.
Der Schalter nach der Erfindung kann auch mehrpolig ausgebildet werden, so daß er für ein Mehr-
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phasennetz verwendbar ist. Die einzelnen Pole werden von aufrecht stehenden Druckkammern gebildet, die alle gleichzeitig betätigt werden. Die geerdeten Druckkammern besitzen eine gemeinsame querlaufende Antriebsstange.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung dient die folgende Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen, in denen
Fig. 1 in perspektivischer Ansicht einen einpoligen
Wie Fig. 2 zeigt, ist das untere Ende des Rohres 26 durch eine Kappe 30 verschlossen, die einen Teil der Schaltstückanordnung 25 bildet. Das obere Ende 31 des Rohres 26 ist offen gelassen, so daß der am 5 unteren Ende des Rohres 26 erzeugte Druck einen Löschmittelstrom nach oben an das feststehende Schaltstück 24 und aus dem oberen Rand 31 des Rohres 26 treiben kann.
Um eine Schwenkbewegung des Schaltmessers 23
für metallgekapselte Hochspannungsschaltanlagen verwendet werden. Die Schalteinrichtung ist in der Einschaltstellung dargestellt;
Leistungsschalter nach der Erfindung darstellt. Der io zu ermöglichen, sind in dem Rohr 26 auf gegenüber-Schalter ist fahrbar ausgebildet. Er kann deshalb gut liegenden Seiten Öffnungen 32 vorgesehen, die einen
diametral verlaufenden Lagerzapfen 33 aufnehmen können. Die Enden des Lagerzapfens 33 sind also in der Wand des Rohres 26 in den Öffnungen 32 ge-
Fig. IA zeigt eine schematische Draufsicht auf 15 lagert,
einen dreipoligen Leistungsschalter zum Schalten Im Inneren der oberen Durchführung 3 ist ein
eines dreiphasigen Stromkreises; Bolzen 34 vorgesehen, der mit einer oder mehreren
Fig. 2 ist ein Vertikalschnitt durch die Schaltein- Muttern 35 zum Anschluß einer Leitung versehen richtung des in Fig. 1 dargestellten Schalters in ist. Der Bolzen 34 wird von einem Isolierstoffmantel vergrößertem Maßstab. Die Schaltstücke befinden 20 36 umgeben, der durch einen Ring 37 gehalten wird, sich in einer Zwischenstellung bei der Ausschalt- Der Ring 37 ist durch einen Flansch 38 festgeklemmt, bewegung; Der Flansch 38 ist mit Bolzen 40 an den Befesti-
Fig. 3 zeigt eine abgewandelte Schaltstückanord- gungsflansch 8 angeschraubt. Das innere Ende des nung, die an Stelle der in Fig. 2 dargestellten Schalt- Bolzens 34 ist in den Tragteil 41 des feststehenden Stückanordnung verwendet werden kann. Die Schalt- 25 Schaltstückes 24 eingeschraubt. Das feststehende stücke sind in der Einschaltstellung dargestellt; Schaltstück besteht aus einem im wesentlichen kasten-
Fig. 4 und 5 zeigen schematisch den Ausgleich der förmigen Kontaktgehäuse 42, das Federn 43 aufmagnetischen Kräfte bei der Schaltstückanordnung nimmt. Die Federn drücken Hauptkontaktfinger nach der Erfindung; 44 und Lichtbogenkontaktfinger 45 gegeneinander.
Fig. 6 ist eine Ansicht einzelner Teile des Schalters, 30 Außerdem ist das Kontaktgehäuse 42 auf gegenüberdie auseinandergezogen dargestellt sind. liegenden Seiten mit nicht dargestellten, seitwärts ver-
Der einpolige Leistungsschalter 1 besitzt ein ge- laufenden Befestigungsstücken versehen, die Bohrunerdetes Gehäuse, das aus einer aufrecht stehenden gen besitzen und Bolzen aufnehmen können, mit Schaltkammer 2 besteht, an der zwei horizontal ver- denen das Gehäuse 42 am oberen Ende des Rohres laufende Durchführungen 3, 4 angeordnet sind. Der 35 26 befestigt ist.
Tragrahmen 5 ist fahrbar ausgebildet. Er ist mit In ähnlicher Weise besteht die untere Durchfüh-
Rädern 6 versehen, so daß er in eine metallgekapselte rung 4 aus einem Bolzen 46, der längs durch einen Schaltanlage eingefahren werden kann. Isolierstoffmantel 47 verläuft. Der Mantel 47 ist mit
Wie Fig. 2 zeigt, besteht die Schaltkammer 2 aus einem Ring 48 und einem Flansch 50 an den unteren einem Gehäuse 7, das aus einem mechanisch festen 40 Befestigungsflansch 10 angeklemmt. Das innere Ende Metall, insbesondere aus Stahl, besteht. Das Ge- des Bolzens 46 ist in eine Grundplatte 51 eingehäuse 7 ist rohrförmig ausgebildet. Es ist aufrecht schraubt. Diese ist über ein Gewinde 52 mit einem stehend angeordnet und mit zwei sich seitwärts er- kappenförmigen Kontaktträger 53 verbunden. Der streckenden zylindrischen Befestigungsflanschen 8,10 Kontaktträger besitzt zwei Befestigungsöffhungen 54, versehen. Die Befestigungsflansche sind angeschweißt, 45 die Schrauben 54 a zur Befestigung des feststehenden wie bei 11 dargestellt ist. Sie dienen zur Anbringung Schaltstückes aufnehmen. Das feststehende Schaltder Durchführungen 3, 4. stück 25 kann aus einer Öffnung 55 am unteren Ende
Auf der gegenüberliegenden Seite des Gehäuses 7 des Rohres 26 entfernt werden. Es besteht aus einem ist ein dritter Flansch 12 vorgesehen, der, wie bei 13 kastenförmigen Gehäuse 56, in dem Hauptkontakdargestellt ist, ebenfalls angeschweißt sein kann. Der 50 finger 57 und Lichtbogenkontaktfinger 58 unterge-Flansch 12 trägt eine drehbare Welle 14, die aus dem bracht sind. Die Hauptkontaktfinger 57 und die Gehäuse nach außen geführt ist, wie Fig. 1 zeigt. An Lichtbogenkontaktfinger 58 werden durch Druckihr ist außerhalb des Gehäuses der Hebel 15 ange- federn 60 gegeneinandergedrückt, die in gleicher bracht. Im Inneren des Gehäuses ist an der Welle 14 Weise wirken wie die Federn 43 des oberen festmit einem Bolzen 16 ein Hebelarm 17 befestigt, der 55 stehenden Schaltstückes 24.
beispielsweise aus Stahl besteht. Mit diesem Hebel- Das Innere des Stahlrohres 7 ist mit einem Isolierann ist bei 18 eine aus Isolierstoff bestehende An- stoffmantel 61 ausgekleidet, in dem Öffnungen 62, triebsstange 20 verbunden. Die Stange 20 ist mit 62 a für die Unterbringung der Schaltstückträger 51 einem gabelförmigen Endstück 21 versehen, das bei bzw. 41 vorgesehen sind. Mit Hilfe von Dichtungen 22 an einem schwenkbaren Schaltmesser 23 befestigt 60 63 in den Befestigungsflanschen 8,10 wird ein gasist. Das Schaltmesser 23 verbindet zwei feststehende dichter Abschluß erreicht. Eine untere Verschluß-Schaltstücke 24, 25, die an gegenüberliegenden Seiten platte 64 ist z. B. durch Schweißen mit dem unteren eines aus Isolierstoff bestehenden Rohres 26 befestigt Ende des Rohres 7 verbunden. Am oberen Ende ist sind. Das Rohr 26 verläuft im Inneren längs des eine Platte 65 mit Bolzen 66 befestigt, die in einem umgebenden Stahlgehäuses 7. Es wird im wesent- 65 bei 68 angeschweißten Flanschring 67 eingeschraubt liehen durch die Befestigung der feststehenden sind.
Schaltstücke 24, 25 gehalten, wie im folgenden be- Für gewisse Zwecke ist es günstig, daß die Innenschrieben wird. seite des Rohres 26 mit einer Auskleidung 70 ver-
sehen wird, die z. B. aus Polytetrafluorethylen besteht, wie in der USA.-Patentschrift 2 757 261 angegeben ist.
Am oberen offenen Ende 31 des Isolierrohres 26 ist mit einem Gewinde eine Isolierstoffdüse 71 befestigt, wie in der Fig. 6 näher dargestellt ist. In die Düse 71 ragt eine Trennplatte 72, die in Schlitze 73 der Düse eingesetzt ist. Die äußeren Enden 74 der Trennplatte 70 grenzen an die Innenwand des Metallgehäuses 7.
Im folgenden wird die Ausschaltbewegung des Leistungsschalters 1 beschrieben. Wie Fig. 1 zeigt, ist ein geeigneter, bekannter Antrieb 75 vorgesehen. Durch ihn wird die Isolierstoffstange 76 nach unten gezogen, die am äußeren freien Ende 77 des Hebelarmes 15 gelenkig befestigt ist. Dadurch wird die Welle 14 gedreht. Über die Antriebsstange 20 wird eine entgegen dem Uhrzeigersinn verlaufende Drehbewegung des Schaltmessers 23 bewirkt, durch die das Messer gleichzeitig von dem Schaltstück 25 und dem Schaltstück 24 entfernt wird.
Da das Messer mit seinem Kontakt 27 am unteren Ende zuletzt die Lichtbogenkontaktfinger 58 verläßt, bildet sich der Lichtbogen 28 an dieser Stelle. Dieser Lichtbogen 28 erzeugt einen Druck in dem Löschmittel, das im Gehäuse 7 untergebracht ist. Durch den Druck wird das Löschmittel in die durch die Pfeile 78 angedeutete Richtung gepreßt. Es strömt gegen den Lichtbogen 80, der zwischen dem oberen Ende 81 des Messers 23 und dem Kontaktfinger 45 des feststehenden Schaltstückes 24 gezogen wird.
Durch die Trennplatte 72 wird die Löschung des Lichtbogens 80 erleichtert. Das Löschmittel wird aus dem oberen Ende 31 des Rohres 26 durch die Düse 71 gedrückt, wie durch die Pfeile 82 angezeigt ist.
Bei der vorstehend beschriebenen Anordnung genügt ein kurzer Schalthub von beispielsweise etwa 30 mm.
Um den Schalter 1 einzuschalten, wird durch den
Magnetspulenantrieb 75 die Antriebsstange 76 nach oben gedrückt, so daß die Welle 14 entgegen dem
ίο Uhrzeigersinn gedreht wird. Über die Antriebsstange 20 wird dabei das Messer 23 im Uhrzeigersinn gedreht, so daß die Schaltstücke wieder geschlossen werden. Wie ein Versuch gezeigt hat, kann mit einem solchen Schalter, dessen metallisches Gehäuse 7 bei Raumtemperatur zu einem Drittel mit verflüssigtem Schwefelhexafluorid gefüllt ist, ein Strom von 25000 Ampere bei 13,2 kV und ein Strom von 20 000 Ampere bei 22 kV ausgeschaltet werden.
Wie erwähnt wurde, können andere Löschmittel verwendet werden. Besonders günstige Ergebnisse ergeben sich jedoch bei der Verwendung verflüssigter Gase. Zwar wurde beim Ausführungsbeispiel SF6 als verflüssigtes Gas angegeben. Statt dessen könnte aber auch verflüssigtes SeF0 oder auch eine Mischung der
as beiden oder anderer verflüssigter Gase verwendet werden, die in der folgenden Tabelle angegeben sind.
Die verschiedenen Gase, die in flüssiger Form bei
einem Schalter nach der Erfindung verwendet werden können, haben ähnliche Eigenschaften und Kennlinien, wie die folgende Tabelle zeigt.
Siedefiunkt Dampfdruck
in Atmosphären
bei 20° C
Dielektrische
0C Festigkeit,
verglichen mit
Luft oder
Stickstoff
-10 2,45 (N 2)
SO., -63,8 21 2,0
SFe -34,5 2,2
SeF0 -30 11,2 2,9
SOF2 -28 6,76 2,5
CCl9F2 -47,5 9,73 2,4
C1O> -78 3,0
C2F0 -37 1,8
QF8 -81,5 22,75 2,0
CClF3 -58 13,65 1,4
CF3Br 1,25
Obwohl alle vorstehend genannten Gase mit Vorteil verwendet werden können, ergibt sich eine außerordentlich und ungewöhnlich gute Wirkung bei der Verwendung von verflüssigtem SF6 oder SeF6 oder Mischungen der beiden Gase, da die gasförmige Phase der genannten Stoffe eine außerordentlich gute Löschwirkung hat sowie eine sehr große elektrische Festigkeit.
Wie erwähnt wurde, ist die Schalteinrichtung nach der Erfindung für die Verwendung von Gasen oder Flüssigkeiten geeignet, die gute Isolier- und Löscheigenschaften aufweisen. Bei bevorzugten Ausführungsformen wird Schwefelhexafluorid verwendet. Für geringe Schaltleistungen reicht es aus, das Gehäuse mit einem Gas von einem Druck von 2,1 bis 4,2 at zu füllen. Größere Schaltleistungen können dadurch erreicht werden, daß verflüssigtes SF0 eingefüllt wird, wobei der Flüssigkeitsspiegel oberhalb der Schaltstücke stehen soll, zwischen denen der Hilfslichtbogen gezogen wird. Die größte Schaltleistung ergibt sich, wenn ein flüssiges Löschmittel die gesamte Kammer 26 mit beiden Schaltstücksätzen füllt. Der Dampfdruck oberhalb des verflüssigten Gases schwankt zwischen 7 und 35 at bei Temperaturen zwischen —32 und +43° C.
In den Fig. 4 und 5 ist schematisch dargestellt, wie die Magnetkräfte, die beim Einschalten des in Fig. 2 dargestellten Schalters auftreten, ausgeglichen werden. Wie ersichtlich ist, erzeugt der durch die Durchführung 34 und die Schaltstücke 45, 81 fließende
Strom ein Magnetfeld, das auf die unteren Schaltstücke 27, 58 eine Kraft ausübt, die sie in Richtung des Pfeiles 83 zu drehen versucht.
Dadurch hat also das bewegliche Schaltstück das Bestreben, die Kontakte 27, 58 zu schließen. In gleicher Weise erzeugt der durch den unteren Bolzen 46 fließende Strom ein Magnetfeld, das auf die Schaltstücke 45, 81 wirkt und sie zu öffnen versucht. Da der Drehpunkt 33 feststeht, sind die Magnetkräfte ausgeglichen. Bei der in Fig. 5 dargestellten Anordnung, bei der der Strom durch die Bolzen 34, 46 zugeführt wird, wird eine Magnetkraft auf die Schaltstücke 84, 85 und 86, 87 ausgeübt, die die Schaltstücke zu öffnen versucht. Die magnetischen Kräfte versuchen bekanntlich die Stromschleife aufzuweiten.
Die spezielle Schaltstückänordnung bei dem Leistungsschalter 1 ist in bezug auf die beim Einschalten auftretenden Magnetkräfte ausgeglichen, so daß keinerlei Magnetwirkung den Schalter zu öffnen oder zu schließen versucht. Dies ist besonders vorteilhaft beim Einschalten des Schalters unter Überlast oder auf einen Kurzschluß in den Leitungen L1, L2.
Die Fig. 3 zeigt eine geänderte Ausführungsform der Schaltstücke, bei der das um den Zapfen 33 schwenkbare Messer mit 105 bezeichnet ist. Das Abbrennschaltstück 106 am oberen Ende des Messers 105 wirkt mit zwei gegeneinandergedrückten Kontaktfingern 107 zusammen. Das Schaltmesser 105 besteht aus einem seitlich verlaufenden Kontaktteil 88, das mit einer Anzahl Hauptkontaktfinger 90 zusammenwirkt, von denen nur einer dargestellt ist. Wie Fig. 3 zeigt, stehen die Hauptkontaktfinger 90 unter der Wirkung von Druckfedern 91, die den erforderlichen Kontaktdruck zwischen den Kontaktfingern 90 und dem Hauptkontaktteil 88 des Messers 105 ergeben.
In gleicher Weise ist am unteren Ende des Messers
105 ein Abbrennkontakt 92 vorgesehen, der zwischen zwei gegeneinandergedrückte Abbrennkontaktfinger 93 greift. Auch an diesem Ende ist ein unterer Hauptkontaktteil 94 vorgesehen, der mit einer Anzahl feststehender Hauptkontaktfinger 95 zusammenwirkt, von denen nur einer dargestellt ist. Wie zu sehen ist, sind die Hauptkontaktfinger 95 bei 96 schwenkbar angebracht. Sie stehen unter der Wirkung von Druckfedern 97, die die Kontaktfinger 95 gegen den Hauptkontaktteil 94 des Schaltmessers 105 drücken. Mit dieser in Fig. 3 dargestellten Schaltstückanordnung werden die Lichtbogen an den Enden
106 und 92 gezogen, wenn diese Enden die Abbrennkontaktfinger 107 bzw. 93 verlassen. Die den Hauptstrom führenden Schaltstücke bestehen aus parallel liegenden, stumpf gegeneinanderstoßenden Schaltstücken der dargestellten Art.
Aus der vorstehenden Beschreibung der Erfindung ergibt sich, daß ein neuer Leistungsschalter geschaffen wurde, der für die Verwendung eines unter Druck stehenden Löschmittels geeignet ist. Das Stahlgehäuse 7 und die angeschweißten zylindrischen Befestigungsflansche 8,10 und 12 sind sehr kräftig und können einen beträchtlichen Innendruck aushalten. Obgleich die dargestellten Anordnungen auch für die Verwendung von Löschmitteln, wie Öl, geeignet sind, bieten sie besondere Vorteile bei der Verwendung verflüssigter Gase, wie SF6 oder anderer Gase, die in der vorstehenden Tabelle angegeben sind.
Wie aus dem Vorstehenden klar hervorgeht, besteht der Schalter aus wenigen einfachen Teilen.
Durch die Verwendung in Reihe geschalteter Lichtbogen ergibt sich ein beträchtlicher Druck bei der Abschaltung großer Ströme, d. h. dann, wenn solch ein Druck erforderlich ist. Der Sehalthub der beweglichen Schaltstücke ist sehr gering. Die ganze Anordnung ist gedrängt aufgebaut und für die Verwendung in normalen metallgekapselten Schalteinheiten geeignet.
Zum Schalten eines dreiphasigen Stromkreises werden drei der in Fig. 1 dargestellten Schalterpole verwendet, wie die Fig. IA zeigt. Die Antriebswelle verläuft in diesem Fall, wie bei 14 a angedeutet ist, so, daß alle drei Pole gleichzeitig betätigt werden. Wie Fig. IA zeigt, wird durch eine mit dem Hebelarm 15 verbundene Isolierstoffstange 76, die zum Antrieb 75 führt, die gemeinsame Schalterwelle 14 a für die Ausschalt- und Einschaltbewegung betätigt. Alle drei Pole werden deshalb zur gleichen Zeit geschaltet, so daß ein dreiphasiger Stromkreis geöffnet oder geschlossen wird. Das Innere der einzelnen Pole ist in der Fig. 2 dargestellt.

Claims (9)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Leistungsschalter, insbesondere für Mittelspannungen, mit einer rohrförmigen, an einem Ende offenen Schaltkammer, bei der die Stromzuführung durch zwei im wesentlichen parallel nebeneinander fest angeordnete Leiterstücke erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltkammer ein flüssiges Löschmittel, vorzugsweise verflüssigtes Schwefelhexafluorid und/oder Selenhexafluorid, sowie ein parallel zu ihrer Längsrichtung verlaufendes, etwa in der Mitte schwenkbar gelagertes Schaltmesser enthält, das mit seinen Enden mit zwei an den Enden des Rohres angeordneten feststehenden Schaltstücken zusammenwirkt, die von den parallelen Leiterstücken auf gegenüberliegenden Seiten des Schaltmessers gehalten werden.
2. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung des Schaltmessers von beiden feststehenden Schaltstücken gleichzeitig erfolgt.
3. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehenden Schaltstücke in an sich bekannter Weise mit Abbrennkontakten versehen sind.
4. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußersten Enden des schwenkbaren Schaltmessers als Abbrennkontakte dienen und daß der Betriebsstrom in der Einschaltstellung von den feststehenden Schaltstücken auf Teile des Schaltmessers übertragen wird, die näher an der Schwenkachse des Schaltmessers liegen.
5. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das offene Ende des Rohres als Düse ausgebildet und mit einem quer zur Bewegungsrichtung des Schaltmessers verlaufenden Lichtbogenkeil versehen ist.
6. Elektrischer Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrechungseinrichtung in einem druckfesten geerdeten Metallgehäuse angeordnet ist, wobei die parallel verlaufenden Leitungen zur Unterbrechungsein-
richtung von zwei Durchführungen gebildet werden.
7. Elektrischer Schalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung des Schaltmessers durch eine Isolierstoffstange erfolgt, die auf der den Durchführungen gegenüberliegenden Seite in das druckfeste Gehäuse eingeführt ist.
8. Elektrischer Schalter nach Anspruch 7, insbesondere für gekapselte Hochspanmingsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter verfahrbar ausgebildet ist.
9. Elektrischer Schalter nach Anspruch 7 mit mehreren, vorzugsweise drei Polen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmesser der einzelnen Pole gleichzeitig durch eine gemeinsame, in an sich bekannter Weise in einem für alle Pole gemeinsamen Fahrgestell verlaufende Antriebsstange betätigt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 828415, 744 553,
554144.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 309 579/246 4.
DEW26938A 1959-01-13 1959-12-23 Leistungsschalter Pending DE1148300B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US786587A US3071669A (en) 1959-01-13 1959-01-13 Circuit interrupters

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DE1148300B true DE1148300B (de) 1963-05-09

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ID=25139021

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DEW26938A Pending DE1148300B (de) 1959-01-13 1959-12-23 Leistungsschalter

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US (1) US3071669A (de)
DE (1) DE1148300B (de)
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