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DE1146671B - Stereoskopisches Betrachtungsgeraet - Google Patents

Stereoskopisches Betrachtungsgeraet

Info

Publication number
DE1146671B
DE1146671B DEM36903A DEM0036903A DE1146671B DE 1146671 B DE1146671 B DE 1146671B DE M36903 A DEM36903 A DE M36903A DE M0036903 A DEM0036903 A DE M0036903A DE 1146671 B DE1146671 B DE 1146671B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lens
film
image
eye
holder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM36903A
Other languages
English (en)
Inventor
Roger Lannes De Montebello
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEM36903A priority Critical patent/DE1146671B/de
Publication of DE1146671B publication Critical patent/DE1146671B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B30/00Optical systems or apparatus for producing three-dimensional [3D] effects, e.g. stereoscopic images
    • G02B30/20Optical systems or apparatus for producing three-dimensional [3D] effects, e.g. stereoscopic images by providing first and second parallax images to an observer's left and right eyes
    • G02B30/34Stereoscopes providing a stereoscopic pair of separated images corresponding to parallactically displaced views of the same object, e.g. 3D slide viewers

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)

Description

  • Stereoskopisches Betrachtungsgerät Die Erfindung betrifft ein stereoskopisches Betrachtungsgerät.
  • Die üblichen Geräte zur Betrachtung stereoskopischer Photographien weisen mancherlei Unzulänglichkeiten auf, die ihre Brauchbarkeit in erheblichem Maße beeinträchtigen. Ein bekannter Fehler dieser Geräte ist beispielsweise der »Fenstereffekt«, der bewirkt, daß das aufgenommene Bild erscheint, als ob es durch ein entferntes Fenster betrachtet würde, wobei es keine räumliche Beziehung zu der dunklen Umrandung aufweist. Daher muß der stereoskopische Effekt oft übertrieben werden, damit die gewünschte Vorstellung einer stereoskopischen Wahrnehmung ZD hervorgerufen wird.
  • Ein weiterer Nachteil der üblichen Geräte ist der, daß ihr Gesichtswinkel gegenüber dem normalen menschlichen Sehbereich, der im allgemeinen sogar 1801 horizontal und 901 vertikal überschreitet, verhältnismäßig eng ist, was dazu führt, daß eine stereoskopische Aufnahme dem Betrachter unwirklich erscheint.
  • Da es schwierig ist, weitwinklige Okulare mit kurzer Brennweite herzustellen - dies ist schwieriger als die Herstellung von Weitwinkelobjektiven -, ist die optische Größe oder der Öffnungswinkel des Sehstrahlenbündels des reellen Bildes, das von dem Auge in dem Stereoskop gesehen wird, immer verhältnismäßig klein, selbst wenn Weitwinkelobjektive für die Stereoaufnahme verwendet wurden. Infolgedessen sind stereoskopische Bilder immer durch Ränder begrenzt, was in der Fachsprache als »Fenster« bezeichnet wird. Je nach der Größe und dem Abstand zwischen den beiden Stereoaufnahmen, bezogen auf die optische Charakteristik des Systems, hat das »Fenster«, das durch die wahrnehmbare Verschmelzung der Ränder der beiden Stereoaufnahmen entsteht, eine verschieden erscheinende Größe und erscheint in einem scheinbaren Abstand, der in umgekehrtem Verhältnis zu der scheinbaren Größe steht.
  • Der normale Bildwinkel beträgt bei bekannten Geräten üblicherweise zwischen 30 und 45'.
  • Es ist dabei auch zu beachten, daß eineWeitwinkelaufnahme üblicherweise zusammen mit einem Betrachtungsgerät mit kleinerem Bildwinkel betrachtet wird und deshalb kein orthostereoskopischer Eindruck entsteht.
  • Mit anderen Worten sind die auf der Netzhaut durch die Stereoaufnahme, die resultierende Projektion und die Verschmelzung im Raum hervorgerufenenBilder hinsichtlich ihrerDimension nicht dieselben wie diejenigen, die von dem Gegenstand hervorgerufen würden, wenn sich die Augen am Ort der Kamera befinden.
  • Selbst wenn die Kamera und das Betrachtunüsgerät vollkommen aufeinander abgestimmt sind und demzufolge Orthostereobilder erhalten werden, verbleibt eine eigentümliche Erscheinung. Die Augen nehmen die Gegenstände des begrenzten Gesichtsfeldes nicht in ihren wahren Dimensionen wahr, und der Eindruck ist im allgemeinen der von Miniaturgegenständen. Dieser Eindruck beruht sicherlich teilweise auf der psychologischen Tatsache, daß der Betrachter ein kleines Gerät in seiner Hand hält und ganz unbewußt erwartet, ein in diesen kleinen Raum passendes Bild zu sehen. Er hat zwar das Gefühl, daß die Szene, die er durch das Fenster hindurch betrachtet, genauso wie das Fenster selbst größer ist als die Abmessungen des Gerätes, das er in seiner Hand hält, aber trotzdem bewirkt die Größe dieses Gerätes bis zu einem gewissen Grad, daß die Größe des virtuellen Objektes und sein Abstand kleiner erscheinen, da der Betrachter nicht wie in der Wirklichkeit Bewegungen ausführen bzw. seine Augen bewegen und so zusätzliche Anhaltspunkte finden k Ein anderer Faktor, der genaue Orthostereobilder kleiner erscheinen läßt, ist wahrscheinlich noch wichtiger. Es ist dies das tatsächliche Vorhandensein eines verhältnismäßig kleinen Fensters. Wenn nämlich ein Beobachter von der Rückwand eines dunklen Raumes aus die Außenwelt durch ein kleines Fenster betrachtet, ohne sich dabei zu bewegen, so bestehen am allgemeinen keine einen perspektivischen Eindruck hervorrufenden Fluchtlinien, die den Beobachter mit der Außenwelt verbinden. Wenn der Beobachter in einer vorgegebenen Stellung verharrt und auch sonst keinerlei Relativbewegung anderer Objekte gegeneinander erfolgt, so gibt es für die wirkliche Größe und den wirklichen Abstand der durch das Fenster beobachteten Objekte keine anderen Anhaltspunkte als die Abschätzung des Grades an okularer Konvergenz. Dies ist jedoch offensichtlich für sich allein nicht ausreichend, und ein Beobachter, der hierauf allein angewiesen ist, kann Größe und Entfernung nur relativ zu anderen Gegenständen abschätzen. Er wird zwar die Tiefe oder den dreidimensionalen Charakter einer Szene gefühlsmäßig erfassen, er wird auch bis zu einem gewissen Grad merken, welche Objekte nahe und welche weiter entfernt sind, er wird aber weder ihre tatsächliche Größe und ihre Entfernung noch, um es genauer auszudrücken, ihre Größe und Entfernung im Verhältnis zu ihm selbst erfassen, weil zwischen ihm und diesen Objekten keine sichtbaren Bindeglieder bestehen.
  • Entfernt man jedoch die gegenüberliegende Wand oder, noch besser, zusätzlich auch die beiden Seitenwände und schließlich auch noch die Decke, so wird der Beobachter, immer noch ohne sich zu bewegen, sofort allein durch die Bewegung seiner Augen nach oben, unten und, soweit es möglich ist, nach den Seiten Bindeglieder zwischen sich und seiner Umgebung finden und so sofort in der Lage sein, die Größe und Entfernung dieser Gegenstände im Verhältnis zu sich selbst mit guter Annäherung abzuschätzen.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein neues und verbessertes Gerät zur Betrachtung stereoskopischer Bilder zu entwickeln, das dem Betrachter einen natürlicheren stereoskopischen Eindruck vermittelt, als dies bei den bekannten Geräten der Fall ist, und zwar mit großem Bildwinkel und unter Vermeidung des Fenstereffektes. Es soll dabei das für jedes einzelne der beiden menschlichen Augen bestimmte Bild durch eine Mehrzahl von Bildern gebildet werden, die entweder einzeln oder in Gruppen von jedem Auge aufgenommen werden, wenn die Augäpfel in der Augenhöhle bewegt werden, wobei die Augen das Gesichtsfeld überstreichen und von einer Bildgruppe zur anderen übergehen, ohne daß dieser übergang wahrgenommen wird. Bei einem solchen Gerät vermitteln die paarweise einander zugeordneten stereoskopischen Bilder einen besseren räumlichen Eindruck als bei Geräten der üblichen ArL Dies wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mehrere Linsenelemente gleicher Hauptbrennweite zusammengesetzt eine im allgemeinen sphärische Linsenanordnung bilden und gegenüber dieser Linsenanordnung im wesentlichen konzentrisch zu dieser und mit größeren Abmessungen ein gekrümmter Filmhalter so angeordnet ist, daß unterschiedliche Teile des auf dem Filmhalter aufgespannten Filmes jeweils durch ein Linsenelement betrachtet werden können.
  • Die stereoskopischen Bildpaare, die mit dem Gerät nach der Erfindung betrachtet werden, geben ein verhältnismäßig großes Feld mit stereoskopischer Bildwirkung, wobei das von jedem Auge betrachtete Bild von einem breiten, nicht stereoskopischen Bildrand umgeben ist, das sichtbar wird, wenn die Augen bewegt werden und das Gesichtsfeld eines Auges durch das Nasenbein begrenzt wird. Auf diese Weise gibt das stereoskopische Bildfeld im wesentlichen das normale stereoskopische Gesichtsfeld des menschlichen Augenpaares wieder, das aber durch das nicht stereoskopische Bild des seitlich umgebenden Raumes ergänzt wird, der an den Seiten der stereoskopischen Szene und zwischen dieser und dem Beobachter liegt, so daß der übergang vom stereoskopischen Sehen zum monokularen Sehen unbemerkt erfolgt, sofern nicht die Aufmerksamkeit eines geübten Beobachters hierauf gerichtet ist, jedenfalls nicht auffälliger als bei der unmittelbaren Betrachtung.
  • Das stereoskopische Gerät gemäß der Erfindung weist also ein Paar divergent gerichteter, zur Betrachtung einer Aufnahme bestimmter optischer Systeme auf, deren Bildfelder sich in einem gewissen Bereich mit einer Bildoberfläche eines jeden optischen Systems überschneiden. Bei jedem der beiden optischen Sy- steme ist eine teilsphärische Fläche vorgesehen, auf welcher das entwickelte Material befestigt werden kann. Im wesentlichen konzentrisch zu der teilsphärischen Oberfläche und in einem gewissen Abstand von dieser ist eine Mehrzahl von verhältnismäßig kurz brennweitigen Linsen mit im wesentlichen gleicher Brennweite vorgesehen, die in einer gemeinsamen Schablone angeordnet sind und, als Gruppe betrachtet, einen verhältnismäßig weiten Bildwinkel erfassen, der sich vorzugsweise nach den Seiten bis zu 120' und in der Senkrechten bis zu 90' erstreckt. Der jeder einzelnen Linse zugeordnete Bereich des Filmes ist vorzugsweise beschränkt, und die ganze Fläche des Filmes ist von den Teilbildern der einzelnen Linsen bedeckt, wobei das von einer einzelnen Linse hervorgerufene Bild in diejenigen Bilder übergeht, die durch die benachbarten Linsen erzeugt werden. Beim Betrachten streicht das Auge, wenn es sich in derAugenhöhle dreht, so von einem Bildfeld oder einer Gruppe von Bildfeldern zu einer anderen, wobei der Mittelpunkt des Augapfels sowohl mehr oder weniger im Krümmungsmittelpunkt der Oberfläche des betrachteten Filmes als auch im Krümmungsmittelpunkt der Linsenanordnung liegt.
  • Der betrachtete Film ist im wesentlichen von sphärischer Gestalt; der Einfachheit halber wird jedoch ein ebener Film verwendet, der an seinen Rändern Schlitze aufweist und in eine im wesentlichen teilsphärische Form gebogen wird, wobei sich die Schlitze, die dem Film die notwendige Biegsamkeit verleihen, schließen. Diese Schlitze ermöglichen es, daß der Film wieder zurückgebogen werden kann, so daß seine konkaven und konvexen Seiten beim Belichten und beim Betrachten miteinander vertauscht werden.
  • Die im wesentlichen dieselbe Größe aufweisenden Linsen mit kurzer Brennweite können in dem optischen System der beiden Betrachtungselemente auf verschiedenartige Weise angeordnet sein, vorzugsweise sind sie jedoch als polygonale Segmente einer sphärischen Fläche angeordnet, wobei die einzelnen Linsenelemente fugenlos längs paralleler Meridianlinien aneinandergefügt sind. Die äußere Fläche eines jeden Linsenelementes ist konvex und die innere Fläche konkav ausgebildet, so daß ein im allgemeinen sphärischer Mehrlinsenkörper gebildet wird, der aus einer Mehrzahl von gegeneinander anliegenden konkav-konvexen oder einen positiven Meniskus aufweisenden Linsen von im wesentlichen gleich kurzer Brennweite besteht, deren Brennweite im allgemeinen in der Größenordnung von etwa 2,5 cm liegL Die Anordnung der einzelnen Linsen in jedem der beiden Elemente ist vorzugsweise so getroffen, daß sie einen waagerechten Bildwinkel von mindestens 120 bis höchstens 180' erfassen und beide Linsen einen seitlichen Gesamtwinkel von näherungsweise 270' und in der Senkrechten einen Winkel von mindestens 60 bis 1001 erfassen und so den normalen Blickwinkel des menschlichen Auges etwa verdoppeln.
  • Die Elemente des Betrachtungsgerätes sind vorzugsweise einstellbar befestigt, so daß ihr Abstand genau mit dem Augenabstand der die Bilder betrachtenden Person übereinstimmend gemacht werden kann. Dabei sind auch Mittel vorgesehen, mittels denen die zwei Linsenanordnungen bezüglich der Augen der betrachtenden Person zentriert werden können.
  • Das lichtempfindliche Material kann beliebig gewählt werden, und es können sowohl gewöhnliche Schwarzweiß- als auch Farbfilme verwendet werden. Die zu betrachtenden Bilder können Photographien oder auch andere gute Reproduktionen sein, die durch irgendein graphisches Verfahren hergestellt wurden.
  • Die Erfindung wird an Hand eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform des Betrachtungsgerätes in der Ansicht von hinten, Fig. 2 einen waagerechten Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 ein schematisches Diagramm zur Erläuterung der Art, in der eines der Bilder betrachtet wird, Fig. 5 die Lage eines Auges des Betrachters bezüglich des Linsensystems des Betrachtungsgerätes und des Bildes, das von diesem Auge betrachtet wird, Fig. 6 eine teilweise schematische Ansicht eines zu betrachtenden Filmes mit dem entsprechenden, für ein Auge der betrachtenden Person schematisch darübergezeichneten Linsensystem, bei dem eines der Blickfelder schaubildlich dargestellt ist.
  • Bei der nun folgenden Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird davon ausgegangen, daß in vielen Fällen bekannte optische Elemente verwendet werden.
  • Bei dem in einer bevorzugten Form nach Fig. 1 und 3 dargestellten Betrachtungsgerät sind die optischen Elemente RLV und LRV mit einer Vorrichtung verbunden, mit der ihr gegenseitigerAbstand genau auf den Augenabstand des Betrachters eingestellt werden kann. Das Element LRII ist mit einem Winkel 70 starr an einer Schiene 72 befestigt, während das Element RLY an einem Arm 74 befestigt ist, der von einem auf der Schiene 72 verschiebbaren Schieber 76 getragen wird. Zur besseren Handhabung des Betrachtungsgerätes ist die Schiene 72 an einem Halter 78 befestigt.
  • Der Schieber 76 gestattet, daß die optischen Elemente des Betrachtungsgerätes sehr genau so eingestellt werden können, daß sie dem Augenabstand verschiedener Personen angepaßt werden können, und zwar derart, daß bei genauer Einstellung die Krümmungsmittelpunkte der optischen Elemente RLV und LRV etwa mit dem Mittelpunkt des Augapfels des Betrachters zusammenfallen.
  • Die Linsen 42V des optischen Systems sind aus mehreren verhältnismäßig kurzbrennweitigen Linsenelementen zusammengesetzt, die als polygonale Segmente einer sphärischen Fläche entlang waagerechter und senkrechter Linien fugenlos aneinandergefügt sind, so daß eine sphärische Vielfachlinse aus einer Anzahl von benachbarten Linsenelementen entsteht.
  • Die Anordnung ist hierbei so getroffen, daß die durch mehrere Linsenelemente gleicher Hauptbrennweite gebildete sphärische Linsenanordnung kleinere Abmessungen als ein durchsichtiger, gekrümmter Filmhalter aufweist und gegenüber diesem so angeordnet ist, daß unterschiedliche Teile des auf dem Filmhalter aufgespannten Filmes jeweils durch ein Linsenelement betrachtet werden können.
  • Die Linsenelemente irn mittleren Bereich der Linsenanordnung weisen eine im wesentlichen rechteckige Form auf, während die am Rand angeordneten Linsenelemente sich verjüngen. Die Linsenelemente sind vorzugsweise in der in der Zeichnung gezeigten Zuordnung vorgesehen, wobei die gegenüberliegenden Linsenelemente in diesem Fall spiegelbildlich zu der gezeigten Anordnung vorgesehen sein würden. Jedes der Linsenelemente enthält eine positive Meniskuslinse.
  • In dem Betrachtungsgerät sind einige der Linsenelemente vorzugsweise mit Masken abgedeckt, beispielsweise diejenigen, durch die hindurch diejenigen Bildflächen betrachtet werden, die der Nase des die Photographie Betrachtenden benachbart sind.
  • Damit wird ein störender Effekt vermieden, der dann auftritt, wenn der Betrachter versucht, ein bestimmtes Bild, das am inneren Rand des Filmes und des Filmhalters in der Nähe des Bereichs des Gesichtsfeldes liegt, der durch die Nase unscharf verdeckt ist, scharf zu erfassen. Solche Elemente können undurchsichtig oder auch durchscheinend sein, wie in Fig. 6 bei 66 dargestellt.
  • Die Linsen 42 V weisen eine aufgerauhte durchscheinende Fläche 66 auf, mit der das Gesichtsfeld im Bereich der Nase des Betrachters abgedeckt wird. Diese durchscheinenden Flächen, die auch mit besonderen Masken abgedeckt sein können, haben die Auf- gabe, die störende Wirkung zu vermeiden, die bei dem Versuch auftritt, ein bestimmtes Bild, das am Rand des Filmes oder des Filmhalters in Nasennähe liegt, scharf zu sehen, bei dem normalerweise der unscharfe Sehbereich beginnt, weil die Sicht durch das Nasenbein verdeckt ist.
  • Die Filmhalter 104 des Betrachtungsgerätes bestehen aus einem lichtdurchlässigen und vorzugsweise lichtstreuenden Material, wie z. B. aus einem durchscheinenden Kunststoff.
  • In Fig. 4 stellt die Linie A einen Lichtstrahl dar, der durch die optische Achse eines der Linsenelemente der Linsenanordnung 42 und durch das Zentrum X des Systems hindurchgeht, um das herum die Linsenanordnung 42 und der Film 46 sphärisch gekrümmt angeordnet sind. Wie aus dem Diagramm hervorgeht, ist das ObjektA0 durch den durch den MittelpunktX des optischen Systems hindurchgehenden Strahl A in dem Punkt AP auf dem Film 46 photographisch abgebildet worden. Das ObjektA0 kann in irgendeinem beliebigen, begrenzten Abstand von der Filmfläche und dem Linsenelement liegen.
  • In dem oberen Teil des kreisförmigen Diagramms der Fig. 4 ist die Oberfläche des Filmes 46 nach seiner Entwicklung und Umwandlung in ein sichtbares Bild dargestellt und in ihrer Betrachtungsstellung mit 46 V bezeichnet. In dieser Stellung wurde der Film in bezug auf seinen Krümmungsmittelpunkt um 180' gegenüber seiner Belichtungsstellung gedreht, zusätzlich umgekehrt, so daß das vordere Ende nun hinten liegt, und außerdem so gebogen, daß die vorher konkave Seite nun die konvexe Seite bildet. Das photographierte Bild des Gegenstandes AO wird so zum sichtbaren Bild A V, das sich in einer solchen Lage befindet, daß es durch eine der Linsen der Anordnung 42V betrachtet werden kann. Von dem von dem Zentrum X unendlich weit enfernten Objekt BO, das durch zwei Punkte dargestellt ist, führen parallele Strahlen in der Nähe des optischen Zentrums X vorbei. Die Strahlen B verlaufen durch das eine der Linsenelemente, wogegen andere, benachbarte Strahlen B' durch ein anderes der Linsenelemente hindurchgehen. Die Strahlen B bilden das Bild BP, wogegen die Strahlen B' das Bild YP auf der Filmfläche 46 bilden, so daß also zwei Bilder des gleichen Objektes durch zwei benachbarte Linsenelemente erzeugt werden. Die Fig. 4 zeigt einen waagerechten Schnitt, es können jedoch außerdem noch verschiedene Bilder durch die in senkrechter Richtung benachbarten Elemente erzeugt werden. Bei gewissen räumlichen Anordnungen des Objektes hinsichtlich der Linsenelemente und bei gewissen Anordnungen der Linsenelemente können beispielsweise acht und mehr oder weniger vollständige Bilder eines kleinen Objektes rund um ein einziges zentrales Haupt:bild, erzeugt werden.
  • Wegen des kleinen Maßstabes dient das Diagramm nach Fig. 4 lediglich der Erläuterung; es soll aber nicht die Brechung der Strahlen bei ihrem Durchgang durch die Linsenelemente des Linsenkörpers 42 darstellen. Bei genauerer Darstellung würden einige der in der Fig. 4 dargestellten Bilder leicht verschoben erscheinen, jedoch nicht so stark, daß sie eine wesentliche Abweichung von der beschriebenen Wirkungsweise des Linsenkörpers ergeben würden.
  • Das durch den Punkt CO dargestellte Objekt liegt sehr dicht am Krümmungsmittelpunkt X, beispielsweise innerhalb einer Entfernung von wenigen Zoll von der Linsenanordnung 42 einer Kamera. Das Ob- jekt CO liegt hierbei direkt in Verlängerung der optischen Achse eines der Linsenelemente der Linsenanordnung 42, die Strahlen C verlaufen unmittelbar durch den Mittelpunkt oder den axialen Teil des Linsenelementes und bilden das Bild CP auf der Oberfläche des Filmes. Die Winkelausdehnung des Gesamtbildes, das durch diese Linse auf den Film geworfen wird, ist durch die Linien CA und CB dargestellt, die sich im optischen Zentrum X schneiden. Hierbei ist wieder die Wirkung der Linse gezeigt, ohne daß der Versuch unternommen wurde, die Brechung der Linse darzustellen, die die einzelnen Strahlen etwas beugt. Das Objekt CO wird, wie durch die Strahlen CP und C'-P angezeigt, auch noch andere Bilder erzeugen, nämlich solche, die nahe an den seitlichen Grenzen der Bilder liegen, die durch diejenigen Linsenelemente hervorgerufen werden, die von diesen Strahlen durchsetzt werden und die dicht bei den Punkten CA und CB liegen, wobei auch ein leichtes Verschwimmen der Bilder an den einander anstoßenden Rändern hervorgerufen werden kann.
  • Alle anderen Linsenelemente wirken ähnlich und erzeugen Bilder von Gegenständen innerhalb ihres Bildwinkels, wobei mindestens eines dieser Bilder mehrmals erscheint. Wie später noch ausführlich dargelegt wird, ist es bemerkenswert, daß ausschließlich ein einziges und dann ein anderes Bild in dem Hauptgesichtsfeld des Betrachters erscheint, wenn der Film richtig betrachtet wird. Der öffnungswinkel, unter dem ein Objekt bei der Betrachtung erscheint, wird durch die Geraden D und D' bestimmt, die die Winkelausdehnung des Ob- jektes DO und des geschauten Bildes DV (das umgestellte Bild DP) zeigen, wenn es mit dem gleichen optischen System betrachtet wird, das auch zur Aufnahme des Bildes DP benutzt wurde, und wenn der Mittelpunkt des Augapfels im wesentlichen mit dem Zentrum X zusammenfällt, was später noch beschrieben wird.
  • Das System für das linke Auge entspricht im allgemeinen spiegelbildlich dem in Fig. 4 gezeigten System, und das stereoskopische Feld bzw. die gegenseitige überschneidung der beiden Bilder beträgt normalerweise etwa mindestens 60 bis höchstens 100', im allgemeinen etwa 901, so daß die gesamte seitliche Ausdehnung des binokularen Gesichtswinkels annähernd 2701 beträgt. Das Betrachtungssystem ist normalerweise so eingestellt, daß die seitliche Ausdehnung des Sehwinkels mehr als 180' beträgt oder sich so weit öffnet wie das normale menschliche Gesichtsfeld, das annähernd einen Winkel von 2701 erfaßt. Die Systeme sind außerdem so eingestellt, daß die senkrechte Ausdehnung des Gesichtsfeldes sich Über einen Winkel erstreckt, der vorzugsweise bezüglich der Horizontalebene so angeordnet ist, daß er im wesentlichen doppelt so groß ist wie der von dem normalen menschlichen Auge erfaßte Gesichtswinkel.
  • Zur Erzielung eines exakten orthostereoskopischen Eindrucks kann die Breite des Gesichtsfeldes auf einen Winkel von 120' oder weniger verringert werden. Das vorliegende erfindungsgemäße System verwendet aber ein Betrachtungssystem, in dem der umfaßte Winkel sechsmal, achtmal oder mehrmals so groß ist, als dies beim bekannten System der Fall ist. So erfassen normale Betrachtungssysteme beispielsweise ein Blickfeld, dessen Winkelausdehnung etwa 30' in der Breite und 221 in der Höhe beträgt. Gemäß der vorliegenden Erfindung beträgt der seitliche öffnungswinkel des binokularen Gesichtsfeldes annä- hernd 270' und etwa 100' oder mehr in der Höhe. Bei den bekannten Systemen ist die Fläche des Gesichtsfeldes durch 22 - 30 # 660 Einheiten wiedergegeben, während bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung das Gesichtsfeld durch 270 - 100 = 27 000 Einheiten wiedergegeben ist so daß die erfaßte Szene also mehr als vierzigmal größer ist als bei den bekannten Systemen.
  • Fig. 5 zeigt einen schematischen Schnitt durch einen für ein Auge vorgesehenen Teil des Betrachtungsgerätes zusammen mit dem Auge der betrachtenden Person. Das rechte Auge 80 ist so dargestellt, daß es geradeaus schaut, und das Betrachtungsgerät für dieses Auge ist in der richtigen Winkelstellung und so gezeichnet, daß sein Mittelpunkt mit dem Mittelpunkt des Auges 80 übereinstimmt. Der Knotenpunkt des Auges ist durch den Punkt N angezeigt, wogegen der Punkt PF den hinteren Pol des Auges anzeigt, wobei die Netzhaut der Einfachheit halber nicht gesondert dargestellt ist. In der Zeichnung ist die Brechung überschlägig eingezeichnet, ohne daß der Versuch unternommen wurde, darzustellen, wie diese Strahlen beim Hindurchtritt durch die aufeinanderfolgenden Teile des optischen Systems des Auges gebrochen werden.
  • Das Auge 80 blickt durch eines der Linsenelemente der Anordnung 42 leicht außerhalb der optischen Achse dieses Linsenelementes hindurch, so daß das Bild PY auf der Netzhaut des Auges in dem Punkt PF abgebildet wird. In dieser festgehaltenen Stellung des Auges kann es wegen seiner Möglichkeit, auch die Umgebung wahrzunehmen, durch das benachbarte Linsenelement der Anordnung 42 V hindurchsehen, es kann jedoch nicht den benachbarten Bildpunkt Q V erkennen, weil der Strahl R und das Bild RV die äußerste linke Winkelstellung eines Bildpunktes anzeigen, der in der dargestellten Lage durch das Auge gesehen werden kann und der zu dem Bild gehört, das dasjenige Linsenelement in das Auge wirft, durch das der Strahl R hindurchgeht. Wenn jedoch das Auge nach rechts gedreht wird, ändern sich diese Bedingungen, und das Auge kann dann den Bildpunkt QV sehen, aber es würde dann nicht länger den Bildpunkt PV sehen können.
  • In der Stellung nach Fig. 4 kann das Auge auch in der Umgebung liegende Bildpunkte sehen, und einer dieser in der Umgebung liegenden Bildpunkte ist mit SV bezeichnet, der auf dem peripheren Teil der Netzhaut des Auges den Punkt SI abbildet.
  • Wenn das Auge aus der in der Fig. 5 gezeigten Lage nach rechts oder nach links gedreht wird, wird seine Stellung zu den verschiedenen Linsen der Anordnung 42 V so geändert, daß andere Teile der sichtbaren Bilder auf dem Film 46 V gesehen werden können, und bei einer gewissen Bewegung der Augen kann eine verschiedene Gruppe von Bildflächen des Filmes 46 V durch die Linsenanordnung 42 Y gesehen werden.
  • Fig. 6 zeigt schematisch die Rückfläche, des Filmes 46 V und ihres durchscheinenden Trägers 104 in Richtung des in Fig. 5 eingezeichneten Pfeiles. Diese Fig. 6 erläutert die Beziehung der zweiunddreißig Linsenelemente der Linsenanordnung 42 V im Hinblick auf die Filmfläche 46 Y und ihrer einzelnen Bildzonen. Die Linsenelemente K, L, M, N, und 0 dienen zum Betrachten der zugeordneten Bildflächen KV, LV, MV, NV und OV, und das gleiche gilt für die übrigen Linsen- und Bildflächen. Für jedes der Bildelemente auf dem Film 46 V ist also bei der Aufnahme und bei dem Betrachten ein einzelnes Linsenelement vorgesehen, wobei die Bildelemente scharf definiert sind und nur entlang ihrer Ränder etwas ineinander übergehen. An Stelle der gezeigten zweiunddreißig Linsen- und Bildflächenelemente kann irgendeine geeignete größere oder kleinere Anzahl dieser Elemente verwendet werden.
  • Wenn ein transparentes Fihnpaar 46 V durch das entsprechende Betrachtungssystem hindurch be- trachtet wird, erzeugt dieses Filmpaar ein othostereoskopisches Gesichtsfeld mit einem extrem breiten Winkel, ohne daß der Fenstereffekt oder eine andere Begrenzung der Ränder auftritt, und man sieht im wesentlichen die vollständige Szene des Feldes in wirklichkeitstreuen Richtungs- und Dimensionsbeziehungen zu der betrachtenden Person. -

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE. 1. Stereoskopisches Betrachtungsgerät, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Linsenelemente gleicher Hauptbrennweite zusammengesetzt eine ün allgemeinen sphärische Linsenanordnung bilden und gegenüber dieser Linsenanordnung im wesentlichen konzentrisch zu dieser und mit größeren Abmessungen ein gekrümmter Filmhalter so angeordnet ist, daß unterschiedliche Teile des auf dem Filmhalter aufgespannten Filmes jeweils durch ein Linsenelement betrachtet werden können.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei im allgemeinen sphärischen durchsichtigen Filinhalter und die sphärischen Linsenanordnungen durch entsprechende Halter gegenüber den Augen des Betrachters im wesentlichen konzentrisch justierbar sind. 3. Gerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Filinhalter und die Linsenanordnungen im wesentlichen spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet sind. 4. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Linsenanordnungen eine Mehrzahl von aneinander angrenzenden positiven Meniskuslinsen aufweisen. 5. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Fümträger, der eine im allgemeinen sphärische Form aufweist, wobei sich von dem mittleren Feld des Filmes nach außen gerichtete Schlitze erstrecken, die eine Krümmung des Filmes ermöglichen.
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