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Ascher mit selbsttätiger Öffnungsbewegung, insbesondere für Fahrzeuge
Die Erfindung betrifft einen aus einem Gehäuse um eine Drehachse kippbaren Aschebehälter,
insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit an der Oberseite des Aschebehälters angeordneten
Gleitflächen, die sich unter Federwirkung gegen die Gehäusedecke abstützen, wodurch
an den Berührungsstellen bei der Kippbewegung Gleitlinien entstehen.
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Bekannt ist ein Ascher, dessen aus dem Gehäuse kippbarer Behälter
sich um die Stirnkante einer Blattfeder drehen läßt, die an der Rückwand des Aschebehälters
festgelegt und so gebogen ist, daß die Stirnkante am freien Ende der Blattfeder
im Abstand vom Behälterboden unterhalb dessen vorderer Unterkante unter Spannung
in einem Winkel anliegt, der durch den Boden und den nach innen vorstehenden, offenen
Frontrahmen des Aschergehäuses gebildet wird. Die Blattfeder drückt den Behälter
in seinem Gehäuse nach oben, so daß bei der öffnungs- und Schließbewegung die Oberkanten
der Behälterseitenwände sich gleitend gegen die Unterkante der oberen Seite des
offenen Gehäusefrontrahmens abstützen.
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Wenn aus der Frontplattenebene des Aschebehälters kein bei Unfällen
gefährlicher Betätigungsknopf vorstehen soll, hat dieser Ascher den Nachteil, daß
zum Öffnen die obere Verlängerung der Frontplatte des Aschebehälters mit den Fingern
hintergriffen werden muß, um durch eine Zugkraft den Behälter in seine Offenstellung
zu kippen. Diese Betätigungsweise ist nicht ohne Anleitung für Uneingeweihte erkennbar
und auch für mit dieser besonderen Art der Handhabung vertraute Personen unbequem.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den beschriebenen Nachteil
der bekannten Einrichtung zu vermeiden und den Ascher so auszubilden, daß auf den
ersten Blick zu erkennen ist, in welcher Weise der Ascher zum Öffnen zu handhaben
ist, wobei diese Handhabung auch bequem für jedermann auszuführen ist.
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Nach der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Gleitflächen
derart gekrümmt ausgebildet sind, daß der Winkel, den zwei Ebenen miteinander einschließen,
von denen die eine Ebene durch die Gleitlinie verläuft und senkrecht auf einer Ebene
errichtet ist, die die Gleitlinie mit der Drehachse des Aschebehälters verbindet,
und von denen die andere Ebene die Gleitfläche in der Gleitlinie berührt, in jeder
Stellung des Aschebehälters größer ist als der Reibungswinkel der beim Kippen aufeinandergleitenden
Teile.
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Wenn diese Bedingung erfüllt ist, kann in keiner der möglichen Stellungen
zwischen Behälter und Gehäuse eine Selbsthemmung entstehen, sondern es findet stets
ein Gleiten zwischen den Oberkanten der Behälterseitenwände und den Widerlagern
am Frontrahmen des Gehäuses in der Weise statt, daß die den Behälter nach oben druckende
Federkraft den Behälter stets im Sinne seiner Öffnungsbewegung drückt und bewegt.
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Um einen solchenAscher mit selbsttätigerCSffnungsbewegung in der Schließstellung
festzuhalten, ist der Einbau eines durch Drackknopfbetätigung auslösbaren Schnappverschlusses
zweckmäßig.
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Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
erläutert. Es zeigt Fig. 1 die Vorderansicht auf die Außenseite der Behälterfrontplatte
des Kippaschers, Fig. 2 den Schnitt durch den Kippascher gemäß II-II der Fig. 1,
Fig. 3 die Frontansicht des Gehäusefrontrahmens mit Einblick in das vorn offene
Gehäuse, Fig. 4 die Rückansicht des Aschebehälters, Fig. 5 einen Schnitt ähnlich
Fig. 2, jedoch bei teilweise aus seinem Gehäuse ausgekipptem, d. h. geöffnetem Aschebehälter,
Fig. 6 einen Schnitt ähnlich Fig. 5, jedoch mit zur Entnahme aus seinem Gehäuse
ausgerastetem Aschebehälter, Fig. 7 einen Schnitt ähnlich Fig. 6 in einer Zwischenstellung
während des Wiedereinsetzens des Aschebehälters in sein Gehäuse durch Paralleleinschieben,
Fig. 8 die schematische Darstellung des Winkels a, der größer ist als der Gleitwinkel
entlang der Gleitlinie G.
Im Gehäuse 1 ist ein Aschebehälter 2 kippbar
um die Stirnseite 3 einer Blattfeder 4 gelagert, die mit ihrem anderen Ende
am Aschebehälter 2 befestigt ist. Die Stirnseite 3 der Blattfeder 4 stützt
sich in einem Winkel 5 zwischen Aschergehäuseboden 6 und Gehäusefrontrahmen7 ab.
Die Seitenwände 8 des Aschebehälters 2 weisen an ihren Oberkanten 9 verbreiterte
Gleitflächen auf, die bei der öfnungs- und Schließbewegung des' Aseherg äuf@-än
entsprechenden Stellen des Gehäusefrontrahmens 7 angeordneten Gegenflächen
10 unter der Wirkung: des Druckes der vorgespannten Blattfeder 4 " gleiten.
Dabei wird die Öffnungsbewegung in der Endstellung durchAnschlag der Oberkante 11
an der Behälterrückwand 12 gegen Widerlager 13 des Gehäusefrontrahmens 7 begrenzt
und die Schließbewegung wird in der Endstellung durch Anschlag der oberen Verlängerung
14' der Frontplatte 14 gegen die Oberseite des Gehäusefrontrahmens 7 des Gehäuses
1 begrenzt. Durch Niederdrücken des Aschebehälters 2 in Richtung des Pfeiles x (Fig.
6) können die Widerlager 13, die die öftnungsbewegung des Aschebehälters 2 begrenzen,
unterschritten werden. Dadurch läßt sich - zum Zwecke der Entleerung - der Aschebehälter
2 vollständig aus seinemGehäusel entnehmen. DasWiedereinsetzen des Aschebehälters
2 in sein Gehäuse 1 erfolgt durch Paralleleinschieben in Richtung des Pfeiles y
(Fig. 7), bis die zum Behälterboden 15 hingebogene Stirnseite 3 der Blattfeder 4
in den Winkels zwischen Aschergehäuseboden 6 und Gehäusefrontrahmen 7 einrastet.
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Die zu Gleitflächen verbreiterten Oberkanten 9 der Seitenwände 8 sind
erfindungsgemäß so ausgebildet, daß die Blattfeder 4 infolge des besonderen Linienverlaufes
der Oberkanten 9 den Aschebehälter 2 in seine Öffnungsstellung bewegt bis zum Anschlag
der Oberkante 11 der Behälterrückwand 12 gegen Widerlager13 des Gehäusefrontrahmens
7. Dieser Öffnungsbewegung wirkt die Reibung zwischen den zu Gleitflächen verbreiterten
Oberkanten 9 der Seitenwände 8 und den Gegenflächen 10 des. Gehäusefrontrahmens
7 entgegen. Um diese bewegungshindernde Reibung an allen Stellen der zu Gleitbächen
verbreiterten Oberkanten 9, d. h. in der Öffnungsstellung, in der Schließstellung
und in allen Zwischenstellungen oder in allen Berührungslinien der zu Gleitflächen
verbreiterten Oberkanten 9 zu überwinden und dadurch die selbsttätige öffnung in.
allen Stellungen sicherzustellen, muß die durch Reibung bewirkte Selbsthemmung der
Gleitbewegung verhindert werden, dadurch, daß der Winkel a, den zwei Ebenen
S und T miteinander einschließen, von denen die eine Ebene S durch
die Gleitlinie G verläuft und senkrecht auf einer Ebene G3 errichtet ist, die die
Gleitlinie G mit der Drehachse (Stirnseite 3) des Aschebehälters 2 verbindet, und
von denen die andere Ebene T die Gleitfläche in der Gleitlinie G berührt, in jeder
Stellung des Aschebehälters 2 größer ist als der Reibungswinkel der beim Kippen
aufeinandergleitenden Teile (Oberkante 9 und Gegenfläche 10).
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Eine Gleitlinie G ist die jeweilige Berührungslinie zwischen den zu
Gleitflächen verbreiterten Oberkanten9 der beiden Seitenwände8 des Aschebehälters
und den zugehörigen Gegenflächen 10 des Gehäuse frontrahmens 7. Die Drehachse
wird durch die Stirnkante 3 der Blattfeder 4 gebildet. Der Winkel a ist schematisch
in der Fig. 8 dargestellt.
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Damit der Ascher in seiner geschlossenen Stellung gegen die Wirkung
der Blattfeder 4, die ihn ständig zu öffnen versucht, festgehalten wird, ist es
zweckmäßig, einen durch Druckknopf 21 auslösbaren Schnappverschluß17 zur Arretierung
vorzusehen. Ein. Druck auf den Knopf 21 läßt den Behälter selbsttätig durch das
Zusammenwirken. der Blattfeder 4 mit dem besonderen Linienverlauf der zu Gleitflächen
verbreiterten Oberkanten 9 in seine Öffnungsstellung schnellen. Ein Druck auf die
Außenseite der Frontplatte 14 führt den Aschebehälter 2 bis zum selbsttätigen Einrasten
des Schnappverschlusses 17 in seine Schließstellung zurück.
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Ein weiterer Vorteil des Aschers besteht darin, daß die gleiche Blattfeder
4 nicht nur die Drehachse für die Kippbewegung ausbildet, die federnde Berührung
der aufeinandergleitenden Flächen und damit Geräuschlosigkeit bewirkt und das einfache
Wiedereinsetzen des entnommenen Aschers in sein Gehäuse durch Paralleleinschieben
ermöglicht, sondern den Ascher zugleich auch selbsttätig öffnet.