DE1145550B - Bunker fuer Schuettgut, vorzugsweise fuer fette, stark klebende Giessereisande - Google Patents
Bunker fuer Schuettgut, vorzugsweise fuer fette, stark klebende GiessereisandeInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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Description
- Bunker für Schüttgut, vorzugsweise für fette, stark klebende Gießereisande Bekanntlich neigen gewisse Schüttgüter mit klebenden Eigenschaften, wie z. B. fetter Form- oder Kernsand, infolge des Tongehaltes bei der Lagerung in Bunkern zur Brückenbildung, so daß beim Öffnen des Bunkerverschlusses das Gut durch sein Eigengewicht nicht selbsttätig ausläuft. Die Ursachen für die Brükkenbildung sind hinreichend bekannt; sie sind insbesondere durch die hohe Reibung des Bunkergutes an den Bunkerwänden sowie durch die innere Reibung des Bunkergutes selbst gegeben.
- Um bei Schüttgütern mit mehr oder weniger stark klebenden Eigenschaften ein einwandfreies Auslaufen aus Bunkern zu gewährleisten, müssen diese Reibungswiderstände entweder beseitigt oder die bereits entstandenen Brücken immer wieder zerstört werden.
- Man hat versucht, die Reibung des Bunkergutes an den Wänden des Bunkers dadurch zu vermindern, daß man die Wände möglichst senkrecht anordnete. Auch sind Ausführungen bekannt, bei denen sich der Bunkerquerschnitt nach dem Auslauf zu vergrößert oder bei denen die Bunkerwände zur Verminderung der Reibung emailliert sind. Andere Ausführungen sehen jalousieartig bewegliche Glieder insbesondere in der Nähe des Bunkerauslaufes oder an der Innenseite der Bunkerwände angeordnete drehbare Kratzvorrichtungen vor, um die gebildeten Brücken durch Bewegung dieser Einrichtungen von außen zerstören zu können.
- Weiterhin sind Ausführungen bekannt, bei denen Preßluft durch die Bunkerwände geblasen wird, um die Reibung des Schüttgutes auf ein Minimum zu reduzieren und so ein Nachrutschen desselben zu ermöglichen.
- Zur Beeinflussung der inneren Reibung des Bunkergutes sind ferner im Bunker befindliche, z. B. an Ketten aufgehängte Rütteleinrichtungen bekannt, die zum Teil sehr aufwendig sind, wozu noch der ungünstige Umstand kommt, daß derartige Einrichtungen oftmals das Gut nur in einem sehr beschränkten Bereich auflockern, so daß es in den von diesen Einrichtungen nicht erfaßten Bereichen trotzdem zu Brückenbildungen kommt.
- Erfolgreicher sind zwar die elektrisch oder mechanisch den Bunker in Schwingungen versetzenden Vibrier- und Rütteleinrichtungen; diese müssen jedoch mit dem Bunkerverschluß so gekoppelt sein, daß dieser bei Betrieb derselben geöffnet ist; bei geschlossenem Bunker würden sie sonst den Inhalt des Bunkers eher verdichten.
- Alle diese Einrichtungen sind mehr oder weniger aufwendig, so daß man bei Bevorratung von kleineren Mengen zur Brückenbildung neigenden Gutes es deshalb oft vorzieht, von einer unten ausfiießenden Bun- kerung überhaupt abzusehen und derartiges Gut in unten geschlossenen Behältern aufzubewahren, aus denen es von oben wieder entnommen wird.
- Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, einen Bunker zu schaffen, in dem auch fette, stark klebende Schüttgüter, wie Gießereisand, gelagert und bequem unten abgezogen werden können, ohne daß es zur Brückenbildung kommt.
- Es wird ein Bunker vorgeschlagen, welcher in der Vertikalen in einzelne schuppenartig übereinandergreifende, miteinander durch Ketten od. dgl. verbundene kegelmantelartige Abschnitte mit nach oben offenen Fugen aufgegliedert ist, wobei die Breite der Abschnitte ein Vielfaches ihrer Höhe beträgt.
- Die einzelnen Abschnitte greifen dabei so weit übereinander, daß ein seitliches Austreten des Gutes aus dem Bunker unmöglich ist. Jeder Abschnitt der Bunkerwandung ist mit dem darüberliegenden durch Anhängen an zwei einander gegenüberliegenden Stellen um eine Querachse kippbar verbunden.
- Dabei sind in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Verbindungsstellen der Bunkerabschnitte von Abschnitt zu Abschnitt zweckmäßigerweise im Winkel gegeneinander versetzt, wobei eine bevorzugte Ausführung darin besteht, daß diese Verbindungsstellen um jeweils 900 gegeneinander versetzt sind.
- Beim Entleeren eines solchen Bunkers führen infolge der Betätigung des Verschlusses, welcher z. B. kardanisch aufgehängt ist, oder durch bloßes seitliches Anstoßen der unteren oder mittleren Abschnitte, diese gegenüber den oberen Abschnitten eine Pendelbewegung aus, die sich nach oben fortpflanzt. Dadurch werden etwa im Bunker vorhandene Brücken zwischen den einzelnen Abschnitten zerrieben und zum Zusammenfallen gebracht. Diese Wirkung tritt jedoch nur auf, wenn die Breite der Abschnitte so auf deren Höhe abgestellt wird, daß die Höhe der Abschnitte um so niedriger ist, je größer der Schüttwinkel des Gutes ist, der einen Maßstab für die innere Reibung des Gutes darstellt.
- Zwar sind Hohlkörper mit aus schuppenartig übereinander greifenden, gegeneinander beweglichen Abschnitten bestehenden Wandungen bekannt. Sie dienen vorzugsweise als trichterartige Entleerungseinrichtungen z. B. für Bunker, wobei die Aufteilung der Wandung in bewegliche Einzelabschnitte dazu dient, den Einrichtungen ähnlich Metallgliederrohren eine flexible Form zu verleihen, welche eine bequeme Einfüllung und Verteilung des Gutes auf die darunter befindlichen Aufnahmegefäße gewährleistet. Dadurch, daß die Breite, d. h. der Durchmesser der Abschnitte, klein im Verhältnis zu deren Höhe ist, vermögen sie bei Bewegung gegeneinander keinerlei Auflockerungswirkung auf das in ihnen befindliche Gut auszuüben, welches nicht in der Entleerungseinrichtung sondern in dem darüber befindlichen Bunker gestaut wird.
- Dies ist auch bei den im Bergbau üblichen Kaskadenförderern der Fall, deren übereinander aufgehängte Einzelkästen sich zwar an den Übergangsstellen überlappen, die aber auf Grund ihrer Form, Höhe und Aufhängung nicht in der Lage sind, eine Auflockerungswirkung auf das Gut bei Bewegung derselben auszuüben.
- Eine weitere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß jeder Abschnitt mit dem darüberliegenden in der Längsachse des Bunkers teleskopartig ausziehbar verbunden ist. Auch dadurch werden etwa gebildete Brücken mit Sicherheit zerstört.
- In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
- Fig. 1 und 2 zeigen einen im ganzen zylindrischen bzw. im ganzen sich nach unten verengenden Bunker mit um eine Querachse kippbaren, schuppenartig übereinandergreifenden Wandungsabschnitten; Fig. 3 zeigt einen im ganzen zylindrischen Bunker mit in Längsachse gegeneinander verschiebbaren, schuppenartig übereinandergreifenden Wandungsabschnitten.
- In Fig. 1 und 2bezeichnet 1 die schuppenartig übereinandergreifenden schmalen Wandungsabschnitte, deren Breite etwa das Dreifache deren Höhe beträgt.
- Die Abschnitte sind an zwei gegenüberliegenden Stellen 2 mit ebensolchen Stellen 3 des darüberliegenden Abschnittes durch kettenartige Glieder 4 verbunden, wobei die Verbindungsstellen von Abschnitt zu Abschnitt 2 bis 5 um jeweils 900 im Winkel gegeneinander versetzt sind. Der Bunker ist durch diese kardanische Verbindung der einzelnen Abschnitte miteinander gegenüber seiner Achse allseitig beweglich, so daß bei der Bewegung des Bunkerverschlusses 6 die einzelnen Abschnitte eine seitliche Verschiebe- und Kippbewegung gegeneinander und gegenüber der Aufhängung 7 ausführen, so daß jede Brückenbildung vermieden wird bzw. vorhandene Brücken zerstört werden.
- In Fig. 2 werden die einzelnen Wandungsabschnitte 1' nach oben hin größer, so daß sich ein größeres Bunkervolumen ergibt. Die Breite der Abschnitte beträgt hier das Drei- bis Zehnfache von deren Höhe.
- In Fig. 3 sind die Abschnitte 1 durch Zapfen 13, welche in Ösen 8 gleiten und in ihrem Hub begrenzt sind, in Längsrichtung miteinander beweglich verbunden, wobei der unterste Abschnitt 9 mit dem Verschluß 6 durch ein außen und innen im Bunker angeordnetes GehängelO getragen wird, welches über einen Querhebel 11, z. B. durch einen pneumatisch oder hydraulisch beaufschlagten Zylinder 12, einer Längsbewegung ausgesetzt werden kann. Auch hier wird durch ein geringes Übereinanderschieben der Abschnitte jede Brückenbildung des Bunkergutes verhindert bzw. beseitigt.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Bunker für Schüttgut, vorzugsweise für fette, stark klebende Gießereisande, unter Anwendung von Wandungen, die in der Vertikalen in einzelne schuppenartige übereinandergreifende, miteinander durch Ketten od. dgl. verbundene, kegelmantelartige Abschnitte mit nach oben offenen Fugen aufgegliedert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Abschnitte (1) ein Vielfaches ihrer Höhe beträgt.
- 2. Bunker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstellen (2, 3, 4, 5) der Bunkerabschnitte (1) von Abschnitt zu Abschnitt im Winkel gegeneinander versetzt sind.
- 3. Bunker nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstellen (4,5) von Abschnitt zu Abschnitt um 900 gegeneinander versetzt sind.
- 4. Bunker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Abschnitt mit dem darüber; liegenden in der Längsachse des Bunkers ausziehbar verbunden ist.
- 5. Bunker nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bunkerabschnitte so ausgebildet sind, daß der Bunker sich in an sich bekannter Weise im ganzen nach unten verengt.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung W 13278XI/81e (bekanntgemacht am 17. 2. 1955); deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1784672; französische Patentschrift Nr. 937024; USA.-Patentschriften Nr. 1 886 901, 1220 740.
Priority Applications (1)
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Publications (1)
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| DE1145550B true DE1145550B (de) | 1963-03-14 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1145550B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2318560A1 (de) * | 1973-04-12 | 1974-11-07 | Schwaebische Huettenwerke Gmbh | Silo, insbesondere fuer schwerfliessende chemie- und mineralstoffe |
| FR2288690A1 (fr) * | 1973-04-12 | 1976-05-21 | Schwaebische Huettenwerke Gmbh | Silo, notamment pour produits chimiques et mineraux s'ecoulant difficilement |
| US4815925A (en) * | 1984-07-25 | 1989-03-28 | Ajo Anlagentechnik Gmbh & Co. Kg | Circular storage container for granular materials with a vertically movable lateral conveyor |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1220740A (en) * | 1914-10-02 | 1917-03-27 | Henry M Gehl | Flexible distributer-pipe. |
| US1886901A (en) * | 1932-07-09 | 1932-11-08 | Anthracite Separator Co | Flexible lowering apparatus |
| FR937024A (fr) * | 1941-06-11 | 1948-08-05 | Soudure Autogene Francaise | Procédé étanche d'évacuation de matières pulvérulentes |
| DE1784672U (de) * | 1958-06-30 | 1959-03-05 | Eduard Koster | Lagerung fuer als bunker oder zur abwaertsfoerderung von gut dienende fall- und/oder rieseltreppen. |
-
1960
- 1960-09-23 DE DER28793A patent/DE1145550B/de active Pending
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