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Einrichtung zur Herstellung, von Hohlkörpern aus Schokolade Zusatz
zum Patent 1111919
Gegenstand des Hauptpatents ist eine Einrichtung zur Herstellung
von Hohlkörpern aus Schokolade u. dgl. mit kontinuierlich umlaufendem, endlosem,
die Transportbahn bildendem Kettenpaar, an dem in gteachmäßigen Abständen Querrahmen
angebracht sind, in welchen die die Hohlformen aufnehmenden Formträger um ihre senkrecht
zur Ebene der Transportbahn angeordneten Achse während des Transports in drehender
Bewegung gehalten werden. Die Kette nebst den sich drehenden Formträgern ist über
Leitrollen oder Kettenräder abwechselnd schräg nach oben ansteigend und etwa parallel
zu dieser ansteigenden Bahn wieder schräg nach unten abfallend, die ansteigende
Strecke unterfahrend, geführt.
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Die vorteilhafte Wirkung dieser Einrichtung besteht vor allem darin,
daß die in den Formen enthaltene flüssige oder phastische Masse infolge der ständigen
Rotation der Formen und ihrer überführung aus ihrer Stellung auf einem aufsteigenden
Teil der Transportbahn in die spiegelbildlich entgegengesetzte Stellung auf dem
absteigenden Teil der Transportbahn mit vollständiger Gleichmäßigkeit an der Innenwandung
der Formen verteilt wird, so daß eine entsprechende gleichmäßige Ausbildung der
Dicke der Wandung der beim Transport der Formen sich bildenden Hülle des Hohlkörpers
gewährleistet ist.
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Die Erfindung betrifft nun eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung
des Gegenstandes des Hauptpatentes, die insbesondere die gleichmäßige Verteilung
der flüssigen oder plastischen Masse im Innern der Formen beschleunigt und eine
solche auch dann in kürzester Zeit ermöglicht, wenn die Viskosität der in den Formen
eingeschlossenen Masse verhältnismäßig groß ist.
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Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß in Berührung mit
der Transportbahn oder mit den von ihr getragenen Hohlformen in an sich bekannter
Weise eine mechanisch, elektrisch oder magnetisch erregte Vibrationsvorrichtung
angeordnet ist.
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Die Anordnung von Vibrationsvorrichtungen an Formentransportbahnen
in Anlagen zur Herstellung von Hohlkörpern aus Schokolade ist an sich bekannt und
soll nur in Kombination mit der den Gegenstand des Hauptpatents bildenden Einrichtung
unter Schutz gestellt werden.
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Die Schwingungsbeeinflussung der Formen während ihres Transports trägt
in Verbindung mit der ständigen Rotation und der im Hauptpatent beschriebenen periodischen
Umkehr der Stellung der Formen zur Transportbahn wesentlich zur beschleunigten gleichmäßigen
Verteilung des Formeninhalts an den Wänden und somit zur beschleunigten Erreichung
des Zwecks der in Rede stehenden Einrichtung bei.
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Zur Erzeugung der vorgeschlagenen Vibrationsbewegung der Formen und
ihres Inhalts können Einrichtungen verschiedener Art, z. B. mechanische oder federnde
Antriebe, vorzugsweise aber elektrisch oder elektromagnetisch wirkende Vibrationsvorrichtungen
dienen. Als besonders zweckmäßig hat sich bei der Ausbildung der Transportbahn etwa
gemäß den Fig. 1 und 2 des Hauptpatents erwiesen, daß die Vibrationsvorrichtungen
zwischen die parallel miteinander verlaufenden ansteigenden bzw. absteigenden Zweige
dieser Bahn eingeschaltet werden. Die von diesen Einrichtungen erzeugte Vibrationsbewegung
kann z. B. auf die Transportbahn und damit auf die von derselben getragenen Formen
oder auch unmittelbar auf die Formen, z. B. auf die Rotationsachse derselben, übertragen
werden. Letztere Übertragung kann z. B. derart erfolgen, daß man die in Richtung
der Transportbahn vorragenden Drehzapfen der Formen auf dem vibrierenden Körper
des Vibrationsgeräts derart gleiten läßt, daß die Formen, solange die Berührung
zwischen ihren Drehzapfen und dem Vibrationsgerät dauert, in Schwingungen versetzt
werden. Das Vibrationsgerät selbst kann dabei ortsfest, z. B. durch seitliche Träger
gehalten, angeordnet sein, so daß es also an der Bewegung der Transportbahn nicht
teilnimmt. Indes ist es auch möglich, innerhalb der parallel miteinander aufsteigend
und absteigend verlaufenden Zweige der Transportbahn ein umlaufenden Vibrationsband,
z. B. in Form eines Stahlbandes, anzuordnen, das seinerseits durch einen
innerhalb
desselben angeordneten Vibrator in Schwingungen versetzt wird und diese Schwingungen
auf die auf ihm entlanggleitenden Drehachsen der auf der Transportbahn wandernden
Formen überträgt. Es wäre ferner auch möglich, jede Form mit einer besonderen Vibr
ationseinrichtung zu versehen.
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Die Vibrationsbeeinflussung der Formen gemäß der Erfindung hat die
vorteilhafte Wirkung, daß die in den Formen befindliche Masse in ständiger Bewegung
gehalten und durch die auf die Teilchen übertragenen Erschütterungen fließfähiger
gemacht wird. Nachdem die Masse sich an der Innenwandung der Hohlform angesammelt
hat, - wird sie ferner durch die Vibrationsbeeinflussung intensiv verdichtet und
gleichmäßig verteilt. Auf diese Weise wird die Bildung der hohlwendigen Füllung
der Formen außerordentlich begünstigt und beschleunigt. Es gelingt also, durch die
Vibrationsbeeinflussung der Transportbahn und der Formen die angestrebte Wirkung
unter wesentlicher Verkürzung der gesamten Bahn durchzuführen. Die Vibration hat
ferner die vorteilhafte Wirkung, daß etwa in der flüssigen Masse, z. B. in der Schokolade
etwa von einem vorhergehenden Reinigungsprozeß der Masse noch vorhandene Gasbläschen,
Luftbläschen usw., beschleunigt und vollständig ausgetrieben werden.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgedankens
beispielsweise dargestellt.
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Fig. 1 zeigt eine Transportbahn in der im Hauptpatent beschriebenen
Ausbildung, wobei ein Teil der aufwärts und abwärts verlaufenden Teile der Transportbahn
mit einer Vorrichtung zur Vibrationserzeugung ausgestattet ist; Fig.2, die sich
an Fig.4 des Hauptpatents anschließt, zeigt beispielsweise die übertragung der Vibrationsbewegung
auf die Rotationsachsen der Formen.
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In Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 1 die Ketten der in beliebiger
Weise, z. B. durch einen nicht dargestellten Elektromotor unter Zwischenschaltung
, einer geeigneten übersetzung, angetriebenen Kettenbahn. Der Antrieb derselben
kann gegebenenfalls durch auf beiden Seiten der Kettenbahn angeordnete Kettenräder
erfolgen.
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Die Kettenbahn 1 wird in der Pfeilrichtung mit den , drehbar befestigten
Formenträgern nebst den von diesen gehaltenen Formen über Leitrollen in horizontaler
Bahn mit nach oben zeigenden Formenöffnungen an der nicht dargestellten Füllvorrichtung
vorbeigeführt, aus der die Füllmasse, z. B. flüssige oder plastische Schokolade,
in abgemessener Menge in den Hohlraum der Form eingefüllt wird. Die Kettenbahn wird
dann unter wiederholter Umlenkung über Rollen 9 und werter abwechselnd über die
oberen Rollen 10, 11 usw. und die unteren Rollen oder Kettenräder 12,
13 usw. derart geführt, daß die schräg nach oben führenden Strecken 14; 15
der Kettenbahn immer über den untenliegenden Rückkehrwegen 16, 17 liegen, also von
den Rückkehrwegen gewissermaßen unterfahren werden. Da gleichzeitig die Formenträger
beständig um ihre Achsen gedreht werden; ergibt sich, daß jette Stelle der seitlichen
Formenwandungen, wie auch die vordere und hintere Fläche der Farm; gleichmäßig dein:
Zufluß der unter Einwirkung der Schwerkraft stehenden flüssigen Schokoladenmasse
od. dgl. ausgesetzt wird. Es ergibt sich infolgedessen ein gleichmäßiger Ansatz
der Schokolade kur allen Teilen der Innenwandung der Form unter gleichmäßiger Ausbildung
der Wandstärke des entstehenden Hohlkörpers.
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Die Vibrationsbewegung der Formen wird n3t Hilfe von zwischen den
aufsteigenden Zweigen 14, 1:5: usw. der Kettenbahn und den zu diesen parallel verlaufenden,
absteigenden Zweigen 16, 17 usw. der Kettenbahn angeordneten Vibrationsvorrichtungen
V 1, V 2 usw. erzeugt. Diese Vorrichtungen können in beliebiger Weise mechanisch,
elektrisch oder elektromagnetisch angetrieben werden. Sie sind vorzugsweise ortsfest
angeordnet und übertragen ihre Bewegung z. B. durch Berührung der über und unter
ihnen verlaufenden Transportbahn auf diese, während die Transportbahn die von ihr
getragenen Formen in Schwingungen versetzt. Die Vibrationen können aber auch - wie
in Fig. 2 angedeutet ist - von am Vibratot V auf die mit diesem verbundenen, in
der Längsrichtung der auf und ab steigenden Zweige der Traüs= portbahn sich erstreckenden
U-förmigen Übertragungsplatten R 1 und R 2 und weiter auf das Verstärkungsband A
des Rahmens und von diesem auf die Achsen 24 der auf dem Band A bei der Träntbewegurig
entlanggleitenden Formen übertraget< werden.
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Für die übrigen Teile der Einrichtung sind dieselben Bezugszeichen
wie im Hauptpatent verwendet: Nach Fig. 2 ist also der Formträger 23 mit den N6hl@
formen 21, 22 auf einem Zapfen 24 angeordnet; der seinerseits in einem Verbindungsstück
26 mittels einet Buchse drehbar gelagert ist. Das Verbindungsstück 25 ist zwischen
den Gliedern 27 und 28 der beiden Ketten, die mit üblichen Spurrollen 29, 30 ausgestattet
sind, angeordnet. Beide Formhälften 21, 22 sind zweckmäßig durch Scharniere
miteinander verbunden und können in beliebiger, an sich bekannter Weise verschlossen
werden, so daß sie sich beim Transport der Formen nicht willkürlich öffnen können.
Die Hohlform 21, 22 wird in dem Formenträger 23 z. B. durch einen Zapfen 32 sowie
durch eine Nase 33 gehalten, deren Fortsatz durch ixe Zugfeder in Verschlußstellung
gehalten wird. Durch einen. Hebe136 mit Drehgelenk 37 und exzentrischer Verdickung
38 kann die Nase 33 gegen die Wirkung der Z1IgNder aus ihrem Eingriff mit
der Hohlform 21, 22 zuüftikr gezogen werden, so daß man die Form aus: de -M 23 herausnehmen
und sie z: A atwwechseln kann.