DE1145260B - Schaltungsanordnung zur UEbermittlung elektrischer Schaltauftraege durch UEbertragung von Gleichstromsignalen unterschiedlicher Polaritaet mit automatischer Rueckmeldung - Google Patents
Schaltungsanordnung zur UEbermittlung elektrischer Schaltauftraege durch UEbertragung von Gleichstromsignalen unterschiedlicher Polaritaet mit automatischer RueckmeldungInfo
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Description
- Schaltungsanordnung zur Übermittlung elektrischer Schaltaufträge durch Übertragung von Gleichstromsignalen unterschiedlicher Polarität mit automatischer Rückmeldung Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Übermittlung elektrischer Schaltaufträge zwischen steuerberechtigten Stellen und Empfangsstellen mit automatischer Rückmeldung nach erfolgter Auswertung. Zur Übermittlung der Schaltaufträge dienen hierbei Gleichstromsignale unterschiedlicher Polarität, die über eine gemeinsame, von Störspannungen beeinflußte Verbindungsleitung übertragen werden.
- Derartige Schaltungsanordnungen sind beispielsweise in Fernsteueranlagen der elektrischen Nachrichtenübertragungstechnik vorgesehen, wo, von wenigen bemannten Ämtern einer Übertragungsstrecke ausgehend, zahlreiche unbemannte Zwischenstationen fernbedient werden müssen. Hierbei kann beispielsweise das Problem auftreten, zwanzig oder mehr unbemannte Zwischenstationen von zwei steuerberechtigen Endstellen aus zu bedienen. Die Zahl der zu übermittelnden Schaltaufträge ist hierbei im allgemeinen relativ klein, wobei weiterhin ein Schaltauftrag in sämtlichen unbemannten Zwischenstationen normalerweise die gleiche Maßnahme auslösen soll. Dabei handelt es sich meist um Schaltmaßnahmen, durch welche eine Umschaltung von normalem Betrieb auf Ersatzbetrieb erfolgt oder eine betriebsmäßige Durchschaltung der einzelnen Streckenabschnitte vorgenommen wird.
- Die Übermittlung der elektrischen Schaltaufträge mittels Gleichstromsignalen unterschiedlicher Polarität über eine die steuerberechtigten Stellen mit den Empfangsstellen verbindende, gemeinsame Verbindungsleitung bringt das Problem mit sich, mit möglichst wenigen, ohne eingefügte Verstärkungsmittel betriebenen, galvanisch durchlaufenden Leitungsadern auszukommen und über die gleichen Adern möglichst auch ein Rückmeldezeichen nach erfolgter Auswertung des Schaltauftrages zu der steuerberechtigten Stelle zu übertragen. Durch die Verwendung eines polarisierten Empfangsrelais in jeder Empfangsstelle ist dabei die Auswertung eines Paares von Schaltaufträgen (z. B. Betrieb-Ersatz), die jeweils durch Gleichstromsignale entgegengesetzter Polarität übertragen werden, in einfacher Weise durch die jeweilige Kontaktendlage gegeben. Gleichzeitig wird die Ansprechempfindlichkeit des gepolten Empfangsrelais an der Empfangsstelle dazu ausgenutzt, um mit geringem Adernquerschnitt und einer begrenzten Sendespannung bei einer relativ großen Zahl von Empfangsstellen auszukommen.
- Bei bekannten Schaltungsanordnungen der eingangs erwähnten Art ist es nachteilig, daß die Forderung nach einer die erfolgte Auswertung eines Schaltauftrages signalisierenden, automatischen Rückmeldung an die jeweils steuerberechtigte Stelle nicht erfüllt ist. Des weiteren besteht der wesentliche Nachteil, daß schon geringe, in die gemeinsame Verbindungsleitung zwischen den steuerberechtigten Stellen und den Empfangsstellen induzierte Störspannungen Ströme hervorrufen, welche die empfindlichen gepolten Empfangsrelais zum Ansprechen bringen und Fehlauswertungen hervorrufen.
- Vorliegende Erfindung bietet die Möglichkeit, die genannten Nachteile mit einem Minimum an schaltungstechnischem Aufwand zu beseitigen, wobei Schaltmittel eingesetzt werden, die sowohl zur Veranlassung einer Rückmeldung dienen als auch gleichzeitig einen Beeinflussungsschutz der gesamten Schaltungsanordnung gegen induzierte Störspannungen gewährleisten.
- Gemäß vorliegender Erfindung ist eine Schaltungsanordnung zur Übermittlung elektrischer Schaltaufträge zwischen steuerberechtigten Stellen und Empfangsstellen mit automatischer Rückmeldung durch Übertragung von Gleichstromsignalen unterschiedlicher Polarität über eine gemeinsame, von Störspannungen beeinflußte Verbindungsleitung dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Empfangsstelle ein gepoltes Empfangsrelais über die Serienschaltung von zwei entgegengesetzt gepolten, in Abhängigkeit vom Erregungszustand des Relais wechselweise überbräckbaren Gleichrichtern an beide Adern der Verbindungsleitung angeschlossen ist, derart, daß beim Erreichen einer Kontaktendlage jeweils der den fließenden Erregungsstrom sperrende Gleichrichter wirksam geschaltet wird und daß beim Auftrennen des Gleichstromkreises seitens der steuerberechtigten Stelle über den jeweils wirksamen Gleichrichter ein Ladestromkreis zur Aufladung der Adernkapazität der Verbindungsleitung auf den angenäherten Spitzenwert einer beeinflussenden Störwechselspannung gebildet wird.
- Bei der Anordnung nach der Erfindung bilden also die einzelnen Empfangsstellen jeweils Querverbindungen zwischen der hin.- und rücklaufenden Ader der gemeinsamen Verbindungsleitung. Wird ein Schaltauftrag in einer Empfangsstelle ausgewertet, so wird die dortige Querverbindung für den Signalgleichstrom unterbrochen, so daß diese Empfangsstelle keinen Signalstrom mehr aufnehmen kann. Hierdurch wird erreicht, daß sich die Signalgleichspannungen bei längeren Verbindungsleitungen so über die Leitungslänge verteilen, daß jeweils die noch nicht betätigten Empfangsstellen am Leitungsende ausreichende Ansprecherregungen erhalten. Ist sodann der Schaltauftrag in sämtlichen Empfangsstellen ausgewertet, so wird in der letzten Empfangsstelle zugleich mit der letzten Querverbindung zwischen den Adern auch der gesamte Signalstromkreis unterbrochen.
- Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist in der steuerberechtigten Stelle ein vom Signalgleichstrom erregbares, eine Signalisierungsvorrichtung (z. B. Schauzeichen, Lampe) betätigendes Überwachungsrelais angeordnet, welches die Dauer des Signalstromflusses kennzeichnet. Hierdurch ist es möglich, die nach erfolgter Auswertung in sämtlichen Empfangsstellen eintretende Unterbrechung des Signalstromkreises über das dann abfallende Überwachungsrelais zu einer einfachen Rückmeldung in der steuerberechtigten Stelle auszunutzen.
- Die Wirkungsweise zweier Ausführungsbeispiele der Erfindung wird im folgenden an Hand der Fig. 1 und 2 näher beschrieben.
- Fig. 1 stellt dabei eine Schaltungsanordnung zur Übermittlung elektrischer Schaltaufträge zwischen einer steuerberechtigten Stelle und mehreren Empfangsstellen dar, wobei die elektrischen Schaltaufträge aus einem durch Signalgleichströme entgegengesetzter Polarität übertragenen Befehlspaar (z. B. Ein- und Ausschaltung von bestimmten Schaltungseinrichtungen an den Orten der einzelnen Empfangsstellen) bestehen. In der steuerberechtigten Stelle A wird wahlweise über die Taste T 1 der positive Pol -I- U oder über die Taste T 2 der negative Pol - U einer Signalspannungsquelle an die eine Ader 1 der zu den einzelnen Empfangsstellen I, 1I usw. führenden, gemeinsamen Verbindungsleitung 1, 2 gelegt, deren andere Ader 2 in A mit Masse verbunden ist. Eine Empfangsstelle, z. B. die mit I bezeichnete, ist hierbei so aufgebaut, daß sie ein gepoltes Empfangsrelais E enthält, welches über die Serienschaltung von zwei entgegengesetzt gepolten Gleichrichtern 3 und 4 an beide Adern 1, 2 der Verbindungsleitung angeschlossen ist. Die Gleichrichter 3, 4 sind in Abhängigkeit vom Erregungszustand des gepolten Empfangsrelais E wechselweise überbrückbar ausgebildet. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 sind zu diesem Zweck zwei Folgerelais EP und EM vorgesehen, welche in. Abhängigkeit von der Kontaktendlage von e wahlweise erregbar sind und mit ihren Ruhekontakten ep und ein jeweils in überbrückungszweigen für die beiden Gleichrichter 3 und 4 liegen: In der gezeichneten Lage der Umschaltekontakte e ist in allen Empfangsrelais das Folgerelais EP betätigt und durch öffnen der Ruhekontakte ep jeweils die untere Diode 4 wirksam geschaltet. Die gesamte Schaltungsanordnung ist somit in der Lage, den über die Taste T 2 in der steuerberechtigten Stelle markierten Schaltauftrag zu übermitteln, der beirr' Schließen von T2 einen Signalstromfluß von der Klemme 0 über die Ader 2, die einzelnen Quer-, ableitungszweige in den Empfangsstellen I, 1I usw, mit wirksam geschalteten Gleichrichtern 4 und überbrückten Gleichrichtern 3, die Ader 1, die Tasten T 1 und T 2 zum negativen Pol - U der Signalspannungsr, quelle hervorruft.
- Bei Betätigung der Taste T2 erregt der entstehende Signalstromfluß ein in der steuerberechtigten Stelle A angeordnetes gemeinsames Überwachungsrelais R mg den Arbeitswicklungen R I und R Il (Fig. 1). R schaltet dabei über einen Kontakt r eine Signalisierungsvorrichtung (z. B. Lampe L) an einen lokalen Hilfsstromkreis (-f-, Erde). Die Empfangsrelais E in den einzelnen Empfangsstellen werden durch den, über T2 eingeschalteten Signalstrom in der Weise betätigt, daß die Umschaltekontakte e in die rechte Endlage umlegen. Hierdurch werden die Folgerelais EM ez,,7 regt, welche über ein jeweils die Dioden 3 wirksam schalten, wodurch der Signalstromfluß durch dis Empfangsstellen unterbrochen wird. Wie hieraus er--: sichtlich ist, arbeitet die in Fig. 1 dargestellte Schaltungsanordnung in der Weise, daß sich jede Empfangsstelle nach Auswertung des übermittelten Schaltauftrages durch Umschaltung von einem Gleichrichtor auf den anderen automatisch vom Signalstromkreis abschaltet, so daß hierdurch keine Signalleistung vn= nötig verbraucht wird. Damit wird erreicht, daß sich die Signalspannungen über die Leitungslänge in, de Weise verteilen, daß jeweils die noch nicht betätigten Empfangsstellen, d. h. die von der steuerberechtigl»u Stelle A weiter entfernt liegenden, einen großen Teil der Signalleistung zugeführt bekommen. Hierdurch wird eine besonders gute Ausnutzung der in der steuerberechtigten Stelle A zur Verfügung stehenden Signalspannung begrenzter Amplitude ermöglicht.
- Zugleich mit der Betätigung der letzten Empfangsstelle auf der Verbindungsleitung 1, 2 wird der über T 2 geschlossene, von Masse nach - U verlaufende Signalstromkreis infolge Auftrennung sämtlicher in den einzelnen Empfangsstellen liegender Querablei,, tungen unterbrochen. Hierdurch wird die Wicklung R II stromlos, das Überwachungsrelais R fällt ab und schaltet über r die Lampe L vom lokalen Hilfsstromkreis ab. Das Erlöschen der Lampe L kann vorzugsweise als Rückmeldung der erfolgten Auswertung des übermittelten Schaltauftrages in sämtlichen Empfangsstellen ausgewertet werden. Falls in der Verbindungsleitung 1, 2 ein Adernschluß vorliegt oder ih einer Empfangsstelle I, 1I usw. der lokale Stromkreis für die Folgerelais EP oder EM unterbrochen ist, bleibt der Signalstromkreis bestehen, so daß das Überwachungsrelais R nicht abfällt und die Lampe :L an den lokalen Stromkreis dauernd angeschlossen ist: Dieses Dauerzeichen zeigt die Störung der gesamten Schaltungsanordnung an. Nach Auswertung des über die Taste T 2 gegebenen Schaltauftrages in den einzelnen Empfangsstellen befindet sich die gesamte Schaltungsanordnung in einem solchen Zustand, daß der entgegengesetzte Schaltauftrag durch Betätigung der Taste T 1 von den einzelnen Empfangsstellen aufgenommen werden kann. Der bei Betätigung von T 1 fließende Signalstrom verläuft in entgegengesetzter Richtung über die Verbindungsleitung 1, 2 von + U nach Masse, wobei in diesem Fall die Wicklung R I des überwachungsrelais R die oben beschriebene Funktion der Wicklung R 1I übernimmt.
- Durch die in den Empfangsstellen vorgesehenen Gleichrichter 3 und 4 wird außer ihrer bisher beschriebenen Rückmeldungs- bzw. Signalspannungsverteilungsfunktion eine zusätzliche Wirkung erzielt, die dann in Erscheinung tritt, wenn die Zeichengabe in der steuerberechtigten Stelle unterbrochen und somit der Signalstromkreis in A aufgetrennt ist. In diesem Zustand der Schaltungsanordnung können in die Adern 1 und 2 der Verbindungsleitung induzierte Störwechselspannungen zur Erregung der gepolten Relais E führen und auf diese Weise Fehlauswertungen hervorrufen. Bei der Schaltungsanordnung nach der Erfindung ist jedoch unabhängig davon, welcher Schaltauftrag als letzter übermittelt wurde, in jedem Fall einer der Gleichrichter 3, 4 in sämtlichen Empfangsstellen wirksam geschaltet. Dies hat zur Folge, daß sich die Adernkapazität der Verbindungsleitung 1, 2 über die jeweils wirksamen Gleichrichter innerhalb der in Durchlaßrichtung der Gleichrichter anliegenden Störhalbwelle auf den ungefähren Spitzenwert der Störspannung auflädt. Ist diese Aufladung einmal erfolgt, so kann weder die in Sperrichtung anliegende Halbwelle der induzierten Störspannung noch die in Durchlaßrichtung anliegende einen Störstrom über die gepolten Relais E der Empfangsstellen hervorrufen. Lediglich für den Fall, daß der Isolationswiderstand der Verbindungsleitung 1, 2 so klein ist oder daß die Störfrequenz so niedrig ist, daß während der in Sperrichtung anliegenden Störhalbwelle eine nennenswerte Entladung der Adernkapazität erfolgt, fließt während der in Durchlaßrichtung anliegenden Störhalbwellen jeweils ein geringer Nachladestrom. Zur Ausschaltung von Fehlauswertungen durch den in der ersten, in Durchlaßrichtung anliegenden Störhalbwelle fließenden Ladestrom bzw. durch die etwaigen Nachladeströme kann mit Vorteil ein Kondensator zu jedem gepolten Empfangsrelais E geschaltet werden, der zweckmäßigerweise einen Kapazitätswert besitzt, der groß gegenüber der Adernkapazität der Verbindungsleitung ist. Eine weitere mögliche Maßnahme zur Vermeidung der durch die einzelnen Ladestromstöße bedingten Fehlauswertungen besteht darin, die gepolten Relais E mit einer ausreichenden Ansprechverzögerung zu versehen oder, beispielsweise durch Anwendung von Thermokontakten, die Ansprechverzögerung in den Bereich der nachgeschalteten Folgerelais zu verlegen.
- Ein besonderer Vorteil der Schaltungsanordnung nach der Erfindung besteht darin, daß die mittels der Gleichrichter 3, 4 erzielte Störfreiheit unabhängig von der jeweiligen Größe der induzierten Störspannung und unabhängig von der Polarität des zuletzt übertragenen Signalstromes gewährleistet ist.
- In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei dem h Verbindungsleitungen in der Weise zusammengefaßt sind, daß auf jeder einzelnen Leitung Gleichstromsignale positiver oder negativer Polarität übertragen und nach einem Codeverfahren derart ausgewertet werden, daß eine Gruppe von 2n verschiedenen Schaltaufträgen den einzelnen Empfangsstellen I usw. zugeführt werden kann. Die gemeinsame Verbindungsleitung ist hierbei so ausgebildet, daß die hinlaufenden Adern 11, 12, 13 in Form eines Leitungsbündels von der steuerberechtigten Stelle A zu den einzelnen Empfangsstellen I usw. geführt sind, während die Rückleitungen zu einer gemeinsamen Leitung 2 zusammengefaßt sind. In der steuerberechtigten Stelle A ist die gemeinsame Rückleitung 2 an Masse gelegt, während die hinlaufenden Adern 11, 12, 13 jeweils über einen Arbeitskontakt s eines Durchschalterelais S an Polaritätsumschalter a, b bzw. c geführt sind, die wahlweise zu dem positiven Pol + U oder dem negativen Pol - U einer Signalspannungsquelle durchschalten. In den Zuleitungen zu den Polen der Signalspannungsquelle befinden sich Arbeitswicklungen R I bzw. R II eines gemeinsamen Überwachungsrelais R. Eine RückstellwicklungR III, die über einen Widerstand 5 in einen lokalen Hilfsstromkreis (-I--, 5, Masse) eingefügt ist, wird bei Signalgabe durch einen Kondensator C über einen Gruppenkontakt T 1 bis T 8 derart erregt, daß der sich ergebende Ladestrom ein Umschalten des überwachungsrelais R in die Arbeitslage bewirkt. Über einen Arbeitskontakt r wird hierbei einerseits eine Signalisierungsvorrichtung (Lampe L) eingeschaltet, andererseits das Durchschalterelais S erregt, dessen Arbeitskontakte s die hinlaufenden Adern 11, 12, 13 in A durchschalten. Die den einzelnen hinlaufenden Adern zugeordneten Polaritätsumschalter a, b und c sind als Umschaltekontakte von Einstellrelais A, B, C ausgebildet, welche in jeweils bestimmter, durch den zu übermittelnden Schaltauftrag gegebener Kombination an den Hilfsstromkreis (+, Masse) anschaltbar sind. Die Erregungsströme für A, B, C werden gleichfalls über den Arbeitskontakt r des überwachungsrelais R geführt. Im einzelnen erfolgt die Betätigung des Einstellrelais über Tasten T 1 bis T8, welche zweckmäßig so ausgebildet sind, daß bei Betätigung einer Taste die übrigen Tasten gesperrt sind. Bei der in Fig. 2 dargestellten Tastenanordnung führt die Betätigung der Tasten T 1 bis T 8 zu den in der folgenden Tabelle dargestellten Erregungskombinationen der Einstellrelais A, B und C. Hierbei bedeutet + den erregten Zustand, - den nicht erregten:
Hat ein Einstellrelais A, B, C angesprochen, so wird es über einen Haltekontakt a 1, b 1, c 1 weiter gehalten. Der Gruppenkontakt T 1 bis T 8, der zugleich mit jeder der Tasten T 1 bis T 8 betätigt wird, bewirkt unabhängig von der jeweiligen Signalstromkombination eine Umschaltung des überwachungsrelais R in die Arbeitslage, wodurch über r einerseits die Erregungsstromkreise für die Einstellrelais A, B, C vorbereitet werden und andererseits das Durchschalterelais S betätigt wird. Je nach der eingestellten Kombination schalten die Umschaltekontakte a, b und c die hinlaufenden Adern 11, 12 und 13 der Verbindungsleitungen an den positiven Pol -I- U oder den negativen Pol - U der Signalspannungsquelle. Durch die sich ausbildenden Signalströme werden die Arbeitswicklungen R I und R II erregt, welche das Überwachungsrelais R in der Arbeitslage festhalten. Die Auswertung des übertragenen Schaltauftrages, die analog zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 durch Unterbrechung der Signalströme auf den einzelnen Verbindungsleitungen infolge Unterbrechung der Querableitungszweige in den einzelnen Empfangsstellen I usw. erfolgt, führt zu einem Abfall des Überwachungsrelais R in der steuerberechtigten Stelle A, weil die Wicklungen von R 1 und R 1I stromlos werden, während R III über den Widerstand 5 einen Rückstellstrom bekommt. Damit wird über r sowohl das Durchschalterelais S als auch die Signalisierungseinrichtung (L) abgeschaltet und weiterhin der gemeinsame Erregungsstromkreis für die Einstellrelais A, B, C unabhängig von der Stellung der Schalter T 1 bis T 8 unterbrochen, so daß die Umschaltekontakte a, b, c in ihre Ruhelage zurückgehen. Parallel zu den Arbeitswicklungen R I und R Il können zweckmäßig Gleichrichter vorgesehen sein, die als nichtlineare Widerstände den Spannungsabfall an den Wicklungen begrenzen.A B C T1 - - - T2 + - - T3 - + - T4 - - + T5 + + - T6 + - + T7 - + + T8 + + + - Die Empfangsstellen I usw. sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 so ausgebildet, daß das in jeder Verbindungsleitung liegende polarisierte Empfangsrelais EA, EB bzw. EC über einen Umschaltekontakt ea, eb bzw. ec ein Folgerelais FA, FB bzw. FC an einen Erregungsstromkreis (-f-, Masse) schaltet, welche ihrerseits über Umschaltekontakte f a 1, f b 1 bzw. f c 1 jeweils die den fließenden Erregungsstrom unterbrechenden Gleichrichter 3 oder 4 wirksam schalten. Weitere Umschaltekontakte f a 2, f b 2 bzw. f c 2 der Folgerelais sind derart in einer Kontaktpyramide zusammengefaßt, daß jeweils ein dem übermittelten Schaltauftrag entsprechender Ausgang der Kontaktpyramide an das Massepotential durchgeschaltet wird.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Schaltungsanordnung zur Übermittlung elektrischer Schaltaufträge zwischen steuerberechtigten Stellen und Empfangsstellen durch Übertragung von Gleichstromsignalen unterschiedlicher Polarität mit automatischer Rückmeldung über eine gemeinsame, von Störspannungen beeinflußte Verbindungsleitung, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Empfangsstelle (1, 1I ... ) ein gepoltes Empfangsrelais (E) über eine Serienschaltung von zwei entgegengesetzt gepolten, in Abhängigkeit vom Erregungszustand des Relais wechselweise überbrückbaren Gleichrichtern (3, 4) an beiden Adern der Verbindungsleitung (1, 2) angeschlossen ist, derart, daß beim Erreichen einer Kontaktendlage jeweils der den fließenden Erregungstrom sperrende Gleichrichter (3 bzw. 4) wirksam geschaltet wird und daß beim Auftrennen des Gleichstromkreises seitens der steuerberechtigten Stelle (A) über den jeweils wirk-Samen Gleichrichter ein Ladestromkreis zur Rufladung der Adernkapazität der Verbindungsleitung (1, 2) auf den angenäherten Spitzenwert einer beeinflussenden Störwechselspannung gebildet wird. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über einen Umschaltekontakt (e) des gepolten Relais (E) zwei Folgerelais (EP, EM) wechselweise erregbar sind, deren Kontakte (ep, ein) in den Überbrückungszweigen für die beiden entgegengesetzt gepolten Gleichrichter (3, 4) liegen. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der steuerberechtigten Stelle (A) ein vom Signalgleichstrom erregbares, eine Signalisierungsvorrichtung (z. B. Schauzeichen, Lampe L) betätigendes Überwachungsrelais (R) angeordnet ist, welches die Dauer des Signalstromflusses kennzeichnet. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das überwachüngs--' relais (R in Fig. 1) oder ein Durchschalterelais (S in Fig.
- 2) Trennkontakte (s) besitzt, welche die Verbindungsleitungen (1, 2 bzw. 11,12,13) von den Signalspannungsklemmen (+ U, - U) beim Unterbrechen des Gleichstromkreises abtrennen. 5. Schaltungsanordnung nach einem der vonhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß n Verbindungsleitungen mit vorzugsweise gemeinsamer Rückleitung in der Weise zusammen: gefaßt sind, daß die auf den einzelnen Verbindungsleitungen übertragenen Gleichstromsignäle unterschiedlicher Polarität nach einem Codeverfahren zur Übertragung einer Gruppe von 2n-verschiedenen Schaltaufträgen verwendet werden (Fig. 2). 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Überwachungsrelais (R) der steuerberechtigten Stelle (A) mit einer bei Signalgabe umpolbaren Rückstellwicklung (R 11I) ausgestattet ist, daß jede Verbindungsleitung einadrig über einen Arbeitskontakt (s) eines in Abhängigkeit vom Überwachungsrelais (R) betätigten Durchschalterelais (S) an einen auf den positiven oder negativen Pol einer Signalspannungsquelle umschaltenden, einstellbaren Polaritätsumschalter (a, b, c) geführt ist und daß jeweils eine Arbeitswicklung (R I, R II) des Überwachungsrelais (R) in den Zuleitungen vom Polaritätsumschalter zu den Polen der Signalspannungsquelle (+ U, - U) angeordnet ist. 7: Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Polaritätsumschalter (a, b, c) durch die Umschaltekontakte von Einstellrelais (A, B, C) gebildet ist, welche über den verschiedenen Schaltaufträgen zugeordnete Tasten (T 1 bis T 8) in bestimmten Kombinationen, an einen gemeinsamen, über einen Arbeitskontakt (r) des Überwachungsrelais (R) geführten. Erregungsstromkreis anschaltbar sind, und daß diese Einstellrelais (A, B, C) sich mit eigenen Kontakten über den Arbeitskontakt (r) so lange halten, bis alle Verbindungsleitungen stromlos sind und das Überwachungsrelais (R) abfällt. B. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Rückstellwicklung (R 11f) des Überwachungsrelais (R) ein über einen beim Aussenden des Signalstromes. betätigten Gruppenschalter (T 1 bis T 8) einschaltbarer Kondensator (C) vorgesehen ist. 9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Empfangsrelais (EA, EB, EC) einer Empfangsstelle (1,11... ) ein Folgerelais (FA, FB, FC) betätigt, welches mit einem Umschaltekontakt (f a 1, f b 1, f c 1) wechselweise einen der beiden zugeordneten, entgegengesetzt gepolten Gleichrichter (3, 4) überbrückt und daß parallele Umschaltekontakte (f a 2, f b 2, f c 2) sämtlicher Folgerelais einer Empfangsstelle zu einer Kontaktpyramide mit einer der Zahl der zu übermittelnden Schaltaufträge entsprechenden Anzahl von Ausgängen (1' bis 8') zusammengefaßt sind.
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| DES75047A DE1145260B (de) | 1961-07-28 | 1961-07-28 | Schaltungsanordnung zur UEbermittlung elektrischer Schaltauftraege durch UEbertragung von Gleichstromsignalen unterschiedlicher Polaritaet mit automatischer Rueckmeldung |
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| DES75047A Pending DE1145260B (de) | 1961-07-28 | 1961-07-28 | Schaltungsanordnung zur UEbermittlung elektrischer Schaltauftraege durch UEbertragung von Gleichstromsignalen unterschiedlicher Polaritaet mit automatischer Rueckmeldung |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1275664B (de) * | 1962-01-20 | 1968-08-22 | Continental Elektro Ind Ag | Verfahren zur Fernsteuerung und UEberwachung von Tonfrequenz-Rundsteuersendern von einer Kommandozentrale aus |
-
1961
- 1961-07-28 DE DES75047A patent/DE1145260B/de active Pending
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| DE1275664B (de) * | 1962-01-20 | 1968-08-22 | Continental Elektro Ind Ag | Verfahren zur Fernsteuerung und UEberwachung von Tonfrequenz-Rundsteuersendern von einer Kommandozentrale aus |
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