DE1144661B - Kaelteschutzbekleidung u. dgl. - Google Patents
Kaelteschutzbekleidung u. dgl.Info
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
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- A41D—OUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
- A41D31/00—Materials specially adapted for outerwear
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- A41D31/06—Thermally protective, e.g. insulating
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kälteschutzbekleidung u. dgl. nach Patent 933 741, bei der auf einem textilien
Oberstoff zwei oder mehr lose aufeinandergelegte und nur örtlich durch Nähen miteinander
verbundene Lagen eines Schaumstoffes, insbesondere Schaumkunststoffes, als Schutzschicht angeordnet sind.
Die Erfindung betrifft eine Weiterentwicklung der Kälteschutzbekleidung und besteht darin, daß der
Fußteil eines aus dünnen Kunststoffäden gewirkten oder gestrickten Strumpfes mit einer aus Schaumkunststoff
bestehenden mehrlagigen Schutzschicht, die ganz oder teilweise mit der Form der üblichen
Verstärkung des Strumpfes übereinstimmt, versehen ist.
Bisher hat man diese Art von Schaumstoffhinterkleidung nur bei dichten, kräftigen Oberstoffen, die
an sich bereits wärmen, zur Verstärkung der Wärmewirkung verwendet.
Bei Strumpfwaren hat man seit jeher die Fußbereiche mit zusätzlichem Fasermaterial verstärkt.
Der Hauptzweck dieser Verstärkung war der erhöhte Schutz gegen Abnutzung. Dabei wurde auch ein gewisser,
allerdings recht beschränkter Wärmeschutz erzielt. Bei feinen Damenstrümpfen, die aus Polyamidgarnen
mit feiner Maschinenteilung hergestellt werden, ist das Einarbeiten dickerer wärmender
Fäden, z. B. starker Wollgarne, auf Grund der Maschinenfeinheit technisch nicht möglich.
Durch den erfindungsgemäß ausgebildeten Strumpf ist ein außerordentlich hoher Wärmeschutz gewährleistet,
insbesondere durch die Lufttaschen zwischen den Schaumstofflagen. Die Dicke der Verstärkung
kann dabei weitgehend variiert werden. Dabei können das Volumen und das Gewicht einer solchen
Verstärkung praktisch vernachlässigt werden.
Vorteilhaft wird die Schutzschicht auf der Innenseite des Strumpfes, und zwar im Bereich der Spitze,
der Ferse und/oder der Sohle befestigt und nach innen durch eine dem Strumpfgewirke oder -gestricke
ähnliche Schicht, die an den Strumpf angewirkt oder angenäht sein kann, abgedeckt.
Die neuen Strümpfe werden gemäß der Erfindung vorzugsweise so hergestellt, daß die Formstücke für
die Schutz- und Deckschichten aus je einem bogenförmigen Stück, aus je zwei halbkreisförmigen
Stücken oder aus einem halbkreisförmigen Stück und zwei Teilstücken bestehen und zur Bildung einer
Hohlform einander gegenüberliegende Stoßkanten aufweisen.
Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. In dieser
zeigt
Kälteschutzbekleidung u. dgl.
Zusatz zum Patent 933 741
Anmelder:
Friedrich Schleich,
Schwäbisch Gmünd (Württ.), Wilhelmstr. 16
Schwäbisch Gmünd (Württ.), Wilhelmstr. 16
Friedrich Schleich, Schwäbisch Gmünd (Württ.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Fig. 1 den Fußteil eines Strumpfes gemäß der Erfindung in der Seitenansicht,
Fig. 2 einen teilweisen Querschnitt durch die Strumpfspitze nach Fig. 1,
Fig. 3 die Spitze des Strumpfes nach Fig. 1 in einer Ansicht von unten,
Fig. 4 den Zuschnitt eines Formstückes für eine Lage der wärmeisolierenden Schicht eines nahtlosen
Strumpfes in der Draufsicht,
Fig. 5 die Zuschnitte zweier Formstücke, die zusammen eine Lage der wärmeisolierendfen Schutzschicht
ergeben,
Fig. 6 die Zuschnitte dreier Teilformstücke zur Herstellung einer Lage der Schutzschicht,
Fig. 7 die Spitze eines noch nicht genähten, auf der
flachen Kulierwirkmasohine hergestellten Strumpfes und die dazugehörigen Formstücke für die Schutzschichtlage
und die Deckschicht und
Fig. 8 die Spitze des Strumpfes nach Fig. 7 mit unmittelbar angewirkter Deckschicht.
In Fig. 1 ist der Fußteil eines Damenstrumpfes 6 aus dünnem Chemiefasergarn gezeigt, der mit einer
Längsnaht versehen oder nahtlos sein kann. An der gewünschten Stelle ist das Strumpfgewirke 1 — wie
Fig. 2 zeigt — mit einer aus zwei Lagen 2, 3 bestehenden wärmeisolierenden oder Schutzschicht aus
Schaumstoff hinterkleidet. Wie im Patent 933 741 beschrieben, wird zu diesem Zweck vorzugsweise ein
Kunstschaumstoff auf Polyurethanbasis, z. B. der unter dem eingetragenen Warenzeichen »Moltopren«
bekannte Kunststoff verwendet. Nach innen hin sind die Lagen 2, 3 dieser Schutzschicht durch eine textile
Deckschicht 5 abgedeckt, die vorzugsweise aus einem ähnlichien Gewirke besteht wie das Strumpfgewirke 1.
309 538/1
Gemäß den Fig. 1 bis 3 ist die Strumpfspitze allein
mit einer Schutzschicht ausgebildet. Dazu werden aus z. B. zwei aufeinandergelegten Schutzschichten
zwei gleiche bogenförmige Formstücke 9, etwa nach Fig. 4, ausgeschnitten, deren jedes an seinen beiden
Enden nach innen umgeschlagen und an den Außenrändern vernäht wird'. Dadurch entsteht je eine
Schutzschichtkappe 7 bzw. 7', die beide auf die Spitze des gewendeten Strumpfes 6 aufgeschoben und
durch Stiche 4 (vgl. Fig. 2) angeheftet werden, damit sie bei der weiteren Behandlung nicht verrutschen.
Auf diese Kappen 7, T kann eine gleichartig hergestellte Kappe 8 aus einem geeigneten Gewirke oder
Gestricke als Deckschicht aufgeschoben werden.
Fig. 2 zeigt einen Teil der Strumpfspitze in der Gebrauchsstellung, d. h. mit der rechten Seite nach
außen, wobei die Reihenfolge der Schichten also umgekehrt gezeigt ist.
Die Kappen 7, T können mit ihren äußeren Rändern 11 (vgl. Fig. 1) untereinander durch eine zusammenschnürende
Naht verbunden sein und an das Strumpfgewirke 1, an die Deckschicht 8 oder an
beide angeklebt werden. Die Deckschicht 8 wird in diesem Fall vorteilhaft an das Strumpfgewirke 1 angewirkt
oder angestrickt. Sie können auch untereinander und/oder mit dem Strumpfgewirke 1 oder der
Deckschicht 8 durch eine Quernaht 10 zusammengenäht sein. Durch das Zusammennähen wird das
Klaffen der aus Schaumkunststoff bestehenden mehrlagigen Schutzschicht 2, 3 und damit die Bildung von
Lufttaschen zwischen ihnen (vgl. Fig. 2) gesichert. Durch kreuz und quer oder ähnlich verlaufende
Steppnähte kann eine weitere Unterteilung in kleinere Taschen erfolgen, wodurch die Wirkung weiter verbessert
wird. Die Befestigungsnähte werden vorteilhaft auf der Sohle und längs der Ballenverstärkung
geführt. Für die Verbindung der Teile ist somit ein weiterer Spielraum gegeben.
Statt für die Kappen 7, T, 8 oder einige derselben einteilige Formstücke 9 nach Fig. 4 zu verwenden,
können diese auch oben und unten aus je einem in
Fig. 5 dargestellten, z. B. halbkreisförmigen Formstück 11 zusammengenäht sein. Ferner kann auch
nur unten oder oben ein halbkreisförmiges Formstück 11 und gegenüber ein aus zwei Formstücken
12 zusammengesetzter Teil verwendet werden. Die Unterteilung auf kleinere Formstücke gestattet durch
entsprechende Gestaltung, z. B. durch die Ausbauchung 13 an den einander gegenüberliegenden
Kanten der Teile 12, 12 beim nachfolgenden Verbin- so
den durch Kleben oder Nähen die Ausbildung der Kappen 7, 7', 8 als der Fußspitze angepaßte Hohlkörper.
Die so vorbereiteten Strümpfe 6 können dann gefärbt, geformt und gewaschen werden.
Es können auch in sinngemäßer Weise lufttaschenbildende Schaumstofflagen, und zwar auch mehr als
zwei, am Fersenteil, an der Lauffläche, am Rist oder an dem gesamten Fußteil des Strumpfes angeordnet
sein. Statt Klebverbindungen sind auch Schweißverbindungen anwendbar.
Bei aus Kunstfäden bestehenden dünnen Damenstrümpfen 6, die auf der flachen Kulierwirkmaschine
hergestellt werden, können gegebenenfalls vor dem Vernähen des Strumpfes 6 auf die Strumpf spitze 14
entsprechende, in Fig. 7 dargestellte Formstücke 15 aus Isolierwerkstoff und dann eine Deckschicht 16
aufgelegt werden. Dje Formstücke können untereinander und mit dom Strumpfgewirke 1 in geeigneter
Weise, besonders durch eine untere quer verlaufende Randnaht, mit dem Strumpf 6 verbunden und dann
beim Vernähen des Strumpfes 6 untereinander befestigt werden. Die Deckschicht 16 kann auch in
einem Arbeitsgang an die Spitze 14 des Strumpfes 6 angewirkt werden, wie das in Fig. 8 gezeigt ist. In
diesem Fall erhält die angewirkte Deckschicht 16 eine feste Abschlußkante 17. Sie wird nach Anbringen
der Isolierwerkstofflagen auf die Strumpfspitze umgeschlagen und festgenäht.
Für die Schutzschicht werden vorzugsweise feinporige Schutzstofflagen verwendet.
Claims (8)
1. Kälteschutzbekleidung u. dgl., bei der nach Patent 933 741 auf einem textlien Oberstoff zwei
oder mehr lose aufeinandergelegte und nur örtlich durch Nähen miteinander verbundene Lagen
eines Schaumstoffes, insbesondere Schaumkunststoffes,
als Schutzschicht angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußteil eines aus dünnen
Kunststoffäden gewirkten oder gestrickten Strumpfes (6) mit einer aus Schaumkunststoff
bestehenden mehrlagigen Schutzschicht (2, 3), die ganz oder teilweise mit der Form der üblichen
Verstärkung des Strumpfes übereinstimmt, versehen ist.
2. Bekleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzschicht (2, 3) auf
der Innenseite des Strumpfes (6), und zwar im Bereich der Spitze, der Ferse und/oder der Sohle
befestigt und nach innen durch eine dem Strumpfgewirke oder -gestricke ähnliche Schicht (5 bzw.
16), die an den Strumpf (6) angewirkt oder angenäht sein kann, abgedeckt ist.
3. Bekleidung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagen der Schutzschicht
(2, 3) untereinander und gegebenenfalls mit dem Strumpfgewirke oder -gestricke (1)
und/oder der inneren Deckschicht (5) zusammengenäht sind.
4. Bekleidung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagen der Schutzschicht (2, 3) mit dem Strumpfgewirke oder -gestricke (1) und/oder der Deckschicht (5) durch Kleben
oder Schweißen verbunden sind.
5. Bekleidung nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutz- und Deckschichten (2, 3) an die Strumpfspitze
durch Stiche (4) angeheftet und durch kreuz- und querverlaufende Nähte unterteilt sind.
6. Bekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Innenseite des gewendeten und flach ausgebreiteten Strumpfes (6) zwei oder mehr der Form der
Schutzschicht (2, 3) entsprechende ein- oder mehrteilige Formstücke (9 oder 12) mit einer den
Formstücken (9, 11 oder 12) entsprechend zugeschnittenen textlien Deckschicht (8) aufgebracht
sind, die untereinander mit der Deckschicht (8) und/oder mit dem Strumpf gewirke oder -gestricke
(1) verbunden sind.
7. Bekleidung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Formstücke (9,11 oder 12)
für die Schutz- und Deckschichten (2, 3 bzw. 8) aus je einem bogenförmigen Stück (9), aus je
zwei halbkreisförmigen Stücken (11, 11) oder aus einem halbkreisförmigen Stück (11) und zwei
Teilstücken (12) bestehen und zur Bildung einer Hohlfonn einander gegenüberliegende Stoßkanten
(13) aufweisen.
8. Bekleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutz-
In Betracht gejogeue Druckschriften
Deutsches Gebrauchmuster Nr 11T\
deutsche Patentschriien Nr 498 592 741. '
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH25131A DE1144661B (de) | 1958-12-05 | 1958-12-05 | Kaelteschutzbekleidung u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH25131A DE1144661B (de) | 1958-12-05 | 1958-12-05 | Kaelteschutzbekleidung u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1144661B true DE1144661B (de) | 1963-03-07 |
Family
ID=7430067
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH25131A Pending DE1144661B (de) | 1958-12-05 | 1958-12-05 | Kaelteschutzbekleidung u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1144661B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE416855C (de) * | 1924-10-31 | 1925-07-28 | Ludwig Obst | Strumpf mit Fersen- und Fussspitzenverstaerkung |
| DE498592C (de) * | 1928-06-02 | 1930-05-23 | Paul Knorr | Kleidungsstueck jedweder Art, z.B. Fusshuelle, Handschuh, Pulswaermer u. dgl., aus einer Gummihuelle mit Futter und Verfahren zur Herstellung des Futters |
| DE933741C (de) * | 1954-06-04 | 1955-10-06 | Friedrich Schleich | Kaelteschutzbekleidung |
| DE1773003U (de) * | 1958-02-05 | 1958-08-28 | Feinstrumpfwerke 3 Tannen Veb | Damenstrumpf. |
-
1958
- 1958-12-05 DE DESCH25131A patent/DE1144661B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE416855C (de) * | 1924-10-31 | 1925-07-28 | Ludwig Obst | Strumpf mit Fersen- und Fussspitzenverstaerkung |
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| DE933741C (de) * | 1954-06-04 | 1955-10-06 | Friedrich Schleich | Kaelteschutzbekleidung |
| DE1773003U (de) * | 1958-02-05 | 1958-08-28 | Feinstrumpfwerke 3 Tannen Veb | Damenstrumpf. |
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