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Reißverschluß mit verdeckt liegenden Verschlußgliedern Die Erfindung
bezieht sich auf einen Reißverschluß mit in der Schließstellung unter den dicht
zusammenliegenden Kanten des Verschlußbandes verdeckt liegenden Verschlußgliedern,
die durch ihre besondere Gestaltung ein sehr festes und unverdrehbares Aneinanderpressen
der Stoffkanten ergeben mit dem Ziel, den Verschluß wasser- und luftundurchlässig
zu machen.
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Reißverschlüsse mit verdeckt unter den Stoffkanten liegenden Verschlußgliedem
sind an sich bekannt. Bei solchen Reißverschlüssen sind die U-förmigen Verschlußglieder
gewöhnlich mit unterschiedlich langen Schenkeln versehen und so angeordnet, daß
sie mit den freien Enden ihrer die eine Bandkante einklemmenden Schenkel in der
Schließstellung einander zugekehrt sind. Die beim Schließen ineinandergreifenden
Ansätze und Vertiefungen sind üblicherweise an den freien Enden des längeren Schenkels
der Verschlußglieder angeordnet und weisen gewöhnlich die Gestalt eines von ebenen
Flächen begrenzten, mehreckigen Pyramidenstumpfes auf, weil diese Begrenzung ein
leichtes Eindringen der nach außen verjüngt zulaufenden Ansätze in die Ausnehmungen
ergibt und die ineinandergreifenden Glieder gegen Drehen sichert. Meist haben die
Ansätze und Vertiefungen einen rechteckigen Querschnitt, doch sind auch andere Querschnittsfornen,
z. B. drei-, fünf- und achteckige Begrenzungen bekannt. Auch eine im Querschnitt
sechseckige Begrenzung wurde bereits vorgeschlagen, bei der aber die Grundfläche
des Pyramidenstumpfes mit ihrem größten Durchmesser, der durch zwei sich gegenüberliegende
Ecken bestimmt ist, nicht in Längsrichtung der Gliedschenkel der Verschlußglieder
liegt. Schließlich ist es auch schon bekannt, die pyramidenförinigen Ansätze und
Vertiefungen geneigt auszubilden und die Verschlußglieder neben ihren pyramidenförmigen
Ansätzen und Vertiefungen mit kleinen Vorsprüngen zu versehen, die die Verschlußglieder
in ihrer Lage zusätzlich zentrieren und gegen Drehen sichern sollen.
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Die Erfindung ist auf eine besondere Ausbildung der in bekannter Weise
verdeckt liegenden und an den Enden der längeren Schenkel mit pyramidenstumpfförmigen
Ansätzen von sechseckigem Querschnitt und mit zusätzlichen Vorsprüngen verschenen
Verschlußgliedern gerichtet, die sich im Sinne eines verstärkten Aneinanderpressens
der Bandkanten und einer erhöhten Sicherung gegen deren Verlagerung unter Wirkung
von quer zu den Bandkanten auftretenden Zugkräften auswirkt. Diese Verbesserung
wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die pyramidenstumpfförmigen Ansätze und
die auf ihrer Rückseite befindlichen Ausnehmungen einen mit seinem größten Durchmesser
in Längsrichtung des längeren Schenkels ausgerichteten Sechseckquerschnitt haben
und nach den ihnen schräg' gegenüberliegenden Enden der kürzeren Schenkel geneigt
sind, die längeren Schenkel überdies an ihren, freien Enden eine in der Längsmittee
des Schenkels nach außen vorgezogene, der äußeren Ecke der Basisfläche des Ansatzes
entsprechende Begrenzung aufweisen und an der dem Gliedkopf zugekehrten Seite des
geneigten Pyramidenansatzes einen der Innenkante des längeren Schenkels benachbarten
Vorsprung tragen, der in der Schließstellung der Verschlußglieder die Begrenzung
am freien Ende des längeren Schenkels des anliegenden Verschlußgliedes tragbandseitig
hintergreift.
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Durch die Verwendung einer im Querschnitt sechseckigen Pyramide. und
deren Anordnung mit ihrem größten Durchmesser in Längsrichtung des längeren Schenkels
des Verschlußgliedes ergibt sich an der Basisfläche der Pyramide eine im Winkel
zusammenstoßende Begrenzungsfläche, die in der Schließstellung der Verschlußglieder
von dem Vorsprung tragbandseitig hintergriffen wird und durch den nur als Anschlag
wirkenden Vorsprung auch bei ungenauer Passung in den pyramidenförmigen Ansätzen
und Vertiefungen eine verläßliche Sicherung der Verschlußglieder gegen Drehen bewirkt.
In Verbindung damit wird durch die Neigung der Pyramide nach dem ihr schräg gegenüberliegenden
Ende des kürzeren Schenkels des Verschlußgliedes, zugleich ein Anziehen des Gegengliedes
in der'Verschlußstellung an diesem Vorsprung und an das Tragband und damit ein sicheres
Schließen und Abdichten des Verschlusses mit
erhöhtem Anlagedruck
für die zusammenliegenden Bandkanten gewährleistet.
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In bevorzugter Ausführung der Erfindung sind die Verschlußglieder
an ihren nach außen gerichteten Köpfen mit einem knollenartig gerundeten Ansatz
versehen, der aus der Längsmitte der Glieder nach dem längeren Gliedschenkel hin
versetzt ist und unter Freilassung eines Zwischenraumes in solchem Ab-
stand
von dem ander Außenkante des kurzen Gliedschenkels flach anliegenden Verschlußband
]legt, daß der Verschlußschieber mit seinen gerundeten Außenführungen die Ansätze
der Gliederköpfe umgreifen und mit seinen seitlichen Begrenzungskanten in den erwähnten
Zwischenraum hineinragen kann. Hierdurch wird ein leichtes Gleiten des Verschlußschiebers
an den knollenartig gerundeten Gliederköpfen mit gleichzeitiger Drehung und Führung
der Verschlußglieder in die richtige Eingriffsstellung erreicht, so daß die längeren
Gliedschenkel an ihren freien Enden die zugeordneten Vorsprünge richtig hintergreifen.
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Die Zeichnung zeigt ein Beispiel für die Ausführung des Reißverschlusses
nach der Erfiridung, und zwar zeigt Fig. 1 die Ansicht der Hauptfläche eines
Verschlußgliedes, dessen kürzerer Schenkel mit ausgezogenen Linien in der noch geöffneten
Stellung vor, mit gestrichelten Linten nach dem Anklemmen an die Bandkante dargestellt
ist, Fig. 2 einen Querschnitt durch den längeren Schen-kel dieses Verschlußgliedes
nach Linie II-II von Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den in
der Schließstellung befindlichen Reißverschluß mit einem Teil des Verschlußschiebers,
Fig. 4 den Verschlußschieber im Grundriß mit zwei andeutungsweise darin kenntlich
gemachten Verschlußgliedern in der Schließstellung und Fig. 5 den hinteren
Teil des Verschlußschiebers im Querschnitt etwa nach Linie V-V von Fig. 4.
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Die Verschlußglieder weisen gen:Cäß Fig. 1 und 3 je
einen
kurzen Schenkel d und einen längeren Schenkel d auf, mit denen
sie gemäß Fig. 1 an der Kante eines Tragbandes f verklemmt werden.
Das Tragband wird dann über die kürzeren Schenkel einer daran verklemmten Reihe
von Verschlußgliedern in die Stellung nach Fig. 3 nach außen umgelegt, so
daß für zwei nebeneinanderliegende Reihen von Verschlußffiedern, die in gleichen
Abständen hintereinander an zugeordneten Tragbändem f angebracht sind und
den Reißverschluß bilden, die Verschlußglieder mit den freien Enden ihrer die Bandkante
einklemmenden Schenkel in der Schließstellung einander zugekehrt, sind, während
die gerundeten Köpfe a der Glieder an den Außenseiten der Gliederreihen liegen.
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Die Verschlußglieder sind an den freien Enden ihrer längeren Schenkel
d je auf der einen Seite mit einem pyraraidenstumpfförmigen Ansatz
b versehen, dem auf der Rückseite des Gliedes eine, gleichfalls pyranüdenstumpfförmige
Ausnehmung Y' gegenüberliegt. Die Ansätze b weisen einen Sechseckquerschnitt
auf und sind an den Enden der längeren Gliedschenkel d in besonderer
Weise so angeordnet, daß der Sechseckquerschnitt mit seinem durch zwei sich gegenüberliegende
Ecken bestimmten größten Durchmessers in Längsrichtung des längeren Gliedschenkels
d' liegt. Dabei sind die pyramidenstumpfförmigen Ansätze b zugleich nach
den ihnen schräg gegenüberliegenden En-den der kürzeren Schenkel d geneigt,
so daß die außenseitige, Begrenzungsfläche y (Fig. 2) etwas flacher liegt
als die dem kürzeren Gliedschenkel d zugekehrte, innenseitige Begrenzungsfläche
x des Ansatzes b.
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In Anpassung an diese besondere Lage des im Querschnitt sechseckigen
Pyramidenstumpfes weisen die längeren Gliedschenkel d an ihren freien Enden
auch eine in der Längsmitte des Schenkels nach außen vorgezogene, der Basisfläche
des Ansatzes b entsprechende Begrenzung b' auf.
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Jedes Verschlußglied trägt auf seiner mit dem Ansatz b versehenen
Hauptfläche neben diesem Ansatz einen viereckig begrenzten Vorsprung c, der auf
der dem Gliedkopf a zugekehrten Seite des Ansatzes b
liegt und aus der Längsmitte
des längeren Gliedschenkels d zum kürzeren Schenkel d hin versetzt
ist. Dieser Ansatz ist so angeordnet, daß er die mittig vorgezogene Begrenzung
b' am freien Ende des längeren Schenkels des anliegenden Verschlußgliedes
in der Schließstellung der Verschlußglieder an der dem Tragband bzw. dem kürzeren
Gliedschenkel zugekehrten Seite hintergreift (Fig. 3). Durch die Neigung
der Ansätze b wird jeweils das eine Verschlußglied gegen die ihm zugekehrte
Tragbandkante des anderen Verschlußgliedes gedrückt, und durch die Vorsprünge c
werden die Verschlußglieder in dieser Eindrückstellung gesichert.
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Die Verschlußglieder sind an ihren nach außen gerichteten Köpfen a
mit einem knoRenartig gerundeten Ansatz a' versehen, der aus der Längsmitte der
Glieder nach dem längeren Schenkel d' hin versetzt liegt, so daß hinter dem
kurzen Gliedschenkel d zwischen dem Tragband f und dem Kopf a ein
freier Raum verbleibt und der Verschlußschieber h daher gemäß Fig. 3 die
Köpfe a der Verschlußglieder umgreifen und mit seinen seitlichen Begrenzungskanten
t bis zu den kurzen Gliedschenkeln d reichen kann.
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Der Verschlußschieber h weist gemäß Fig. 4 und 5
die im wesentlichen
übliche Ausführung auf, wobei seine inneren Führungs:Wächen den äußeren Begrenzungsflächen
der Verschlußglieder sowohl an den Gliedköpfen a als auch an den freien Enden der
länge,ren Gliedschenkel angepaßt sind.
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Die Tragbänder f des Verschlusses können zum Erhöhen der Verschlußdichte
mit einem Deckstoff g
durch Näht-, s oder auf sonstige Weise fest verbunden,
z. B. verwebt, verschweißt oder verklebt sein. Dieser Deckstoff ist zweckmäßig gemäß
Fig. 3 und 5 auf den Tragbändern des Verschlusses im Bereich der Schließnaht
umgelegt, so daß er in der Schließstellung mit breiten Stoßflächen zusammenliegt.
Bei luft- und wasserdichten Stoffen wird hiermit ein luft- und wasserdichter Verschluß
erzielt.
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Die Verschlußglieder können in bekannter Weise aus Metall oder Kunststoff
gefertigt sein. Sie können in der beschriebenen Weise reihenweise an Tragbändem
oder auch unmittelbar an den Kanten von größeren Stoffflächen angebracht sein, die
durch den Verschluß zusammengehalten werden sollen. Das Anbringen der Verschlußglieder
kann durch Anpressen, Anwalk--n, bei Gliedern aus Kunststoff auch durch nschweißen
im Spritzverfahren oder im Druckschmelzverfahren erfolgen.