DE1144085B - Querfoerdervorrichtung an Stufenpressen fuer Bolzen - Google Patents
Querfoerdervorrichtung an Stufenpressen fuer BolzenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J13/00—Details of machines for forging, pressing, or hammering
- B21J13/08—Accessories for handling work or tools
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Forging (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Querfördervorrichtung an Stufenpressen für Bolzen, bei denen
ein Messerschieber den Stangenabschnitt von der Abscherbüchse vor eine erste Matrize bringt, deren
Stirnfläche in der Scherebene liegt, und ein hin- und herschwingender Greifer den Preßling von der ersten
vor eine seitlich der Schieberbahn angeordnete, zweite Matrize fördert.
Bei der bekannten Presse schwingt der Greifer dicht vor den in der gleichen Ebene liegenden Stirnflächen
der Matrizen hin und her. Er nimmt den aus der ersten Matrize ausgestoßenen Preßling auf und
bringt ihn in der Schwingebene vor die zweite Matrize, in die er durch den entsprechenden Preßstempel
hineingeschoben wird. Da sich der Greifer nur in der Schwingebene quer vor den Stirnseiten der Matrizen
bewegt, muß der Preßling von dem betreffenden Preßstempel jeweils aus dem Greifer heraus- und in
die Matrize hineingeschoben werden, woraus sich die Notwendigkeit ergibt, daß der Greifer jeweils bis zum
vollständigen Einschieben des Preßlings in die Matrize vor dieser stehenbleiben muß.
Es ist ferner bekannt, den schwenkbaren Greifer einer Kaltschlagpresse, der den Stangenabschnitt aus
dem Messerschieber übernimmt, so auszugestalten, daß er durch zusätzliche Axialbewegung in seinem
Schwenklager den Stangenabschnitt in die Stauchmatrize einstößt. Diese zusätzliche Axialbewegung
wird dadurch ermöglicht, daß ein die Schwenkachse des Greifers bildender, federbelasteter Rastbolzen am
Ende des Vorwärtsschwenkens in eine Rastbuchse einschnappt. Er wird beim Rückwärtsschwenken des
Greifers durch eine Kurvenplatte und Kurvenbuchse axial stetig wieder abgehoben und schließlich ausgerastet.
Die Axialbewegung wird von der Schwingbewegung zwangläufig beeinflußt. Diese Greifersteuerung
beschränkt sich auf die Ausführung einer Einstoßbewegung.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Presse der eingangs angegebenen Art zu ermöglichen, daß der
Greifer den Preßling nach dem ersten Preßvorgang, insbesondere einem Fließpressen, an dem im Durchmesser
im wesentlichen unverändert dicken Abschnitt dicht vor der Matrize faßt und vollends herauszieht,
so daß der Preßling nicht vollständig aus der ihn führenden Matrizenöffnung ausgestoßen zu werden
braucht und allenfalls in ihr hierbei seinen Halt verliert. Darauf soll wie bei der bekannten Presse der
Preßling durch den Greifer selbst so weit in die zweite Matrize eingeführt werden können, daß er von dieser
Matrize bereits sicher gehalten wird, bevor der Greifer den Preßling freigibt.
Querfördervorrichtung
an Stufenpressen für Bolzen
an Stufenpressen für Bolzen
Anmelder:
Textron Industries Inc.,
Providence, R. I. (V. St. A.)
Providence, R. I. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. K. A. Brose, Patentanwalt,
Pullach bei München, Wiener Str. 1/2
Pullach bei München, Wiener Str. 1/2
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 18. Dezember 1957 (Nr. 703 554)
V. St. v. Amerika vom 18. Dezember 1957 (Nr. 703 554)
Raymond Harold Carlson, Rockford, 111. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß
der Greifer mit seinen Schwingarmen an einem Schlitten gelagert ist, der unabhängig von der Steuerung
der Schwingbewegungen des Greifers senkrecht zu dessen Schwingebene hin und her steuerbar ist.
Es ist zwar eine Be- oder Entladevorrichtung für
Werkzeugmaschinen bekannt, bei der ein Greifer ein auf einem Rollgang ankommendes Werkstück faßt
und unter gleichzeitigem Schwenken des Greifers und Verschieben in Richtung seiner Schwenkachse auf
den Tisch einer Werkzeugmaschine hebt und dort ablegt. Die Aufgabe dieser Vorrichtung ist mit derjenigen
des Greifers einer automatischen Stufenpresse für Bolzen nicht vergleichbar und ihr Mechanismus
auch nicht zum Einbau in eine solche Presse ohne weiteres geeignet.
Durch die Erfindung ist, wie sich schon aus der ihr gestellten neuen Aufgabe ergibt, eine Greiferfördervorrichtung
geschaffen, die ein größeres Wirkungsfeld erschließt als die bekannte mit Axialbeweglichkeit;
denn sie ermöglicht eine vielseitige Anpassung an Preßvorgänge und Werkstückformen, für die
jene sowohl der Art als Zahl nach nicht geeignet ist.
In den Umkehrpunkten der Schwingbewegung des Greifers können z. B. Axialbewegungen auch mit
wechselnder Richtung und unterschiedlichen Längen ausgeführt werden.
Diese Möglichkeit gestattet es, die Ausbildung in der Weise auszunutzen, daß die Scherebene in an sich
bekannter Weise um mindestens die Dicke des Messerschiebers hinter die Stirnfläche der Fertig-
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formmatrize (zweite Matrize) verlegt ist. Dadurch Anschlag 49 vorgeschoben. Der aus der Abscherwird
eine Überschneidung der Messerschieber- und büchse vorstehende Stangenabschnitt wird mittels
der Greiferschwingbewegung erreicht. eines aus den beiden Teilen 50 und 51 bestehenden
Im einzelnen kann die Anordnung erfindungs- Messerschiebers abgetrennt, der parallel zur Stirngemäß in der Weise getroffen sein, daß die Schwing- 5 fläche der Matrize beweglich und mit den Schäften
arme des Greifers drehfest mit Schwenkarmen am 52 und 53 im Gestell geführt ist. Der Schaft 53 wird
hinteren Ende des Schlittens verbunden und diese durch einen im Gelenk 55 am Gestell gelagerten
ihrerseits über Schubstangen mit beidendigen Kugel- Hebel 54 betätigt, der seinerseits wiederum durch
gelenken an die Schwinghebel von Kurvenantrieben einen (nicht gezeigten) Kurvenantrieb von einer Anangeschlossen
sind, deren gemeinsame Antriebswelle io triebswelle 42 aus angetrieben wird. Der von der
über Kegelräder mit einem Kurvenantrieb für den Stange abgescherte Preßling wird von dem Messer-Hin-
und Hergang des Schlittens in Verbindung steht. schieber vor die erste Matrize 46 gebracht und beim
Auf diese Weise besteht bei allen Stellungen des Vorwärtshub des zugehörigen Preßstempels in diese
Schlittens die erforderliche Antriebsverbindung zu eingeschoben.
dem Greifer, und es ist möglich, die Schwing- 15 Die erste Matrize ist bei dem gezeigten Beispiel
bewegung auf die Schlittenbewegung je nach der Art eine Fließpreßmatrize, die aus einem inneren Ab-
der Preßvorgänge von Fall zu Fall abzustimmen. schnitt mit einer verhältnismäßig engen Öffnung 46 a
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht sowie einem äußeren Abschnitt mit einer weiteren
darin, daß der Schlitten samt seinem Führungs- Öffnung 46 b besteht. Der äußere Abschnitt 46 b ent-
gehäuse um eine im Bereich der Kugelgelenke der 20 spricht im Durchmesser im wesentlichen demjenigen
Schubstangen parallel zur Schwingebene verlaufende des Rohlings, ist jedoch in axialer Richtung länger
Achse zurückklappbar ist. Hierdurch wird der wich- als der Preßling. Nach dem Einschieben des Roh-
tige Vorteil erzielt, daß die Bewegung des Greifers lings in die Matrize geht der Messerschieber wieder
bei zurückgeklapptem Schlitten unter Benutzung des in Ausgangsstellung zurück.
normalen Antriebs für die Greiferschwingbewegung 25 Die Fördervorrichtung, die den Rohling von der
beobachtet werden kann. Diese Ausgestaltung läßt Fließpreßmatrize 46 zur nachgeschalteten Stauchsich noch dahin weiterentwiekeln, daß die Anschluß- matrize 45 weitergibt, besteht im wesentlichen aus
flächen des Führungsgehäuses zum Pressengestell bei einem Greifer 92, an dessen unterem Ende zwei
zurückgeklapptem Gehäuse für das Anbringen einer Greif finger 90 und 91 vorgesehen sind, die den Preß-Einstellschablone
vorgesehen sind, welche die Lage 30 ling fassen. Das obere Ende des Greifers 92 ist im
der Matrizen wiedergibt. 'Eine erforderliche Verstel- Gelenk 93 mit einem Schwingarm 94 verbunden, der
lung oder Nachstellung des Greifers kann dadurch mit seinem anderen Ende auf einer im Schlitten 96
schnell und genau vorgenommen werden. gelagerten Welle 95 aufgekeilt ist (Fig. 3 bis 5). Der
An sich ist es bekannt, bei Pressen zum Herstellen Schlitten 96 ist an in einem Gehäuse 99 befestigten
von Kleinteilen die Querfördervorrichtung so auszu- 35 Stangen 97 und 98 gleitend geführt (Fig. 4).
bilden, daß sie in eine ausgeschwenkte Stellung be- Wie Fig. 5 zeigt, ist an dem dem Schwingarm 94 wegt werden kann, in der die Matrizen und die entgegengesetzten Ende der Welle 95 ein Schwenk-Greiferfinger gut zugänglich sind, um sie zu warten, arm 100 befestigt, der mit seinem unteren Ende an auszuwechseln oder einzustellen. Bei dieser bekannten einer Schubstange 101 angelenkt ist.
Anordnung muß jedoch die Verbindung zwischen 4° Im Mittelteil des Greifers 92 ist im Gelenk 102 ein Antrieb und Fördervorrichtung getrennt werden, gebogener Hebel 103 befestigt, der an seinem anderen wenn die letztere in die ausgeschwenkte Stellung ge- Ende mit dem an einer ebenfalls im Schlitten 96 drehbracht werden soll. bar gelagerten Welle 105 befestigten Schwingarm 104
bilden, daß sie in eine ausgeschwenkte Stellung be- Wie Fig. 5 zeigt, ist an dem dem Schwingarm 94 wegt werden kann, in der die Matrizen und die entgegengesetzten Ende der Welle 95 ein Schwenk-Greiferfinger gut zugänglich sind, um sie zu warten, arm 100 befestigt, der mit seinem unteren Ende an auszuwechseln oder einzustellen. Bei dieser bekannten einer Schubstange 101 angelenkt ist.
Anordnung muß jedoch die Verbindung zwischen 4° Im Mittelteil des Greifers 92 ist im Gelenk 102 ein Antrieb und Fördervorrichtung getrennt werden, gebogener Hebel 103 befestigt, der an seinem anderen wenn die letztere in die ausgeschwenkte Stellung ge- Ende mit dem an einer ebenfalls im Schlitten 96 drehbracht werden soll. bar gelagerten Welle 105 befestigten Schwingarm 104
Die Erfindung ist nachfolgend an Hand eines Aus- in Verbindung steht (Fig. 3). An dem anderen Ende
führungsbeispiels mit; Hilfe der Zeichnungen näher 45 der Welle 105 ist ein weiterer Schwenkarm 106 beerläutert.
Es zeigt festigt, der mit einer zweiten Schubstange 107 ver-
Fig. 1 einen Querschnitt durch die Presse mit Stirn- bunden ist (Fig. 4). Zur Begrenzung der Schwingansicht
der Greiferanordnung samt ihrem Antrieb, bewegungen des Schwingarmes 104 ist eine Nase 108
Fig. 2 einen Teillängsschnitt durch die Presse mit vorgesehen, die mit dem Schwingarm 104 fest verSeitenansicht
der Anordnung nach Fig. 1, 50 bunden ist und zwischen am Schlitten 46 mittels Ge-
Fig. 3 bis 5 Einzelheiten der Fördervorrichtung, winden befestigte Stellschrauben 109 und 110 Mn-
Fig. 6 einen Teilschnitt durch die Achsen der Ma- einragt,
trizen, Wie sich ferner aus Fig. 1 ergibt, ist die Schub-
Fig. 7 die Fördervorrichtung in hochgeklappter stange 107 verstellbar in einem Kugelgelenk 111 an
Stellung und 55 einem nach unten reichenden doppelarmigen Schwing-
Fig. 8 eine Draufsicht auf die Fördervorrichtung hebel 112 befestigt, der um einen am Pressengestell
in ihrer Stellung nach Fig. 7. angeordneten Bolzen 113 schwenkbar ist. Am unteren
Die in den Figuren dargestellte Presse hat ein Ge- Arm des Schwinghebels 112 ist drehbar eine Rolle
stell 10, an dessen einem Ende ein Querhohn 11 zur 114 gelagert, die auf der Kurvenscheibe 115 läuft
Aufnahme der Matrizen 45 und 46 vorgesehen ist 60 und dadurch den Schwinghebel 112 bewegt. Die
(Fig. 1 und 2). Gegenüber den Matrizen sind in üb- Kurvenscheibe 115 sitzt auf der Antriebswelle 42.
Hcher Weise Preßstempel hin- und herbeweglich an- Die Schubstange 101 ist ebenfalls bei 101a verstellgeordnet,
von denen in Fig. 2 nur das kopfseitige bar mit einem doppelarmigen Schwinghebel 116 über
Ende eines Stempels 15 dargestellt ist. ein Kugelgelenk verbunden. Auch der Schwing-.
Bei der in Fig. 1 bis 3 dargestellten Anordnung ist 65 hebel 116 ist um den Bolzen 113 schwenkbar und an
die Fertigstauchmatrize mit 45, eine Fließpreßmatrize seinem unteren Arm mit einer an einer weiteren
mit 46 und die Abscherbüchse mit 47 bezeichnet. Die Kurvenscheibe 118 anliegenden Rolle 117 versehen.
Stange wird durch die Abscherbüchse 47 bis zum Die Kurvenscheibe 118 ist ebenfalls auf der Antriebs-
welle 42 befestigt. Die Rollen 114 und 117 werden federnd gegen die Kurven der Scheiben 115 bzw. 118
gepreßt. Zu diesem Zweck sind in zwei Zylindern 121 verschiebbar angeordnete Rückstellkolben 120 vorgesehen,
die unter der Wirkung von Federn 122 nach außen gedrückt werden. (Da beide federbelastete
Kolben 120 unmittelbar hintereinanderliegen, erscheint in Fig. 1 nur einer von ihnen.)
Auf Grund der beschriebenen Anordnung wird bei umlaufender Antriebswelle 42 der Schwinghebel 116
durch die Kurvenscheibe 118 im Uhrzeigersinn geschwenkt (Fig. 1), so daß sich die Welle 95 entgegen
dem Uhrzeigersinn dreht. Hierdurch legt der Greifer den in Fig. 3 strichpunktiert eingezeichneten Weg zurück
und gelangt aus der Stellung vor der Matrize 45 in die in Fig. 3 gezeigte Lage. Die Rückkehr des Greifers
92 auf dem gleichen Weg erfolgt unter der Wirkung des federbelasteten Kolbens 120. Die Kurvenscheibe
115 schwenkt auch den Schwinghebel 112 im Uhrzeigersinn, wie aus Fig. 1 hervorgeht, so daß sich die
Welle 105 entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn dreht. Hierdurch wird das untere Ende des Greifers 92 nach
außen bzw. nach rechts (in Fig. 1) geschwenkt, wobei dieser sich um den Bolzen 93 dreht. Der Greifer bewegt
sich von der in strichpunktierten Linien angegebenen in die mit ausgezogenen Linien dargestellte
Lage. Die Rückkehrbewegung des Greifers in die Ausgangsstellung erfolgt vor der ersten Matrize 46
unter der Wirkung des zugehörigen federbelasteten Kolbens 120.
Um sicherzustellen, daß die Finger 90 und 91 des Greifers 92 genau mit der öffnung der Matrize 45
fluchten, ist eine Stellschraube 126 vorgesehen, die in einem am Schwingarm 94 angeordneten Ansatz 127
befestigt ist (Fig. 3). Das untere Ende der Stellschraube 126 liegt bei der in Fig. 1 gezeigten Stellung
an einer Anschlagfläche 128 am Schlitten 96 an. Der Greifer 92, der durch den federbelasteten Kolben 120
in diese Stellung gebracht wird, kann somit genau zum Fluchten mit der Matrizenöffnung eingestellt
werden.
Wie sich ebenfalls aus Fig. 3 ergibt, ist der Schwinghebel 103 zur Steuerung der Bewegung des Greifers
92 in seitlicher Richtung vorgesehen. Die Bewegbarkeit des Schwinghebels 103 ist in beiden Richtungen
durch die Anschläge 109 und 110 begrenzt. Während der mit dem Schwinghebel 112 verbundene,
federbelastete Kolben 120 den Weg des Hebels 112 in einer Richtung bestimmt, muß ein entsprechender
Anschlag für die Begrenzung auch der in entgegengesetzter Richtung erfolgenden Bewegung sorgen. Zu
diesem Zweck ist zwischen die Schubstange 107 und des Kugelgelenk 111 eine teleskopartig zusammenschiebbare
Verbindung 129 eingebaut (Fig. 1).
Diese Verbindung entsteht dadurch, daß die am Schwinghebel 112 befestigte Stange 130 gleitend in
einer Hülse geführt und in dieser durch eine Mutter 131 gehalten ist. Die Stange 130 ist mit einer
Schulter ausgestattet, an der eine Feder 133 anliegt, die sich auf der anderen Seite gegen eine Schulter 134
der Hülse abstützt. Die Feder 133 wird zusammengedrückt, sobald die Stange 130 sich nach rechts bewegt.
Wenn daher der Hebel 130 auf die Stellschraube 110 auftrifft, gestattet die Feder 133 dennoch
eine weitere Bewegung des Schwinghebels 112.
Fig. 6 zeigt, daß die Stirnfläche der Matrize 45 weiter vorn als diejenige der Matrize 46 liegt. Durch
diese Anordnung ist es möglich, daß der Messerschieber 50 bis 53 hinter dem Greifer in Tätigkeit
treten kann, wenn dieser sich in der zu seiner Schwingebene senkrechten Richtung von der Stirnseite
der Matrize fortbewegt. Die Bewegung des Messerschiebers kann daher diejenige des Greifers
überschneiden und der Schieber den bis zum Anschlag 49 aus der Abscherbüchse 47 vorstehenden
Stangenabschnitt abtrennen.
Wie sich ebenfalls aus Fig. 6 ergibt, ist 46 eine
Wie sich ebenfalls aus Fig. 6 ergibt, ist 46 eine
ίο Fließpreßmatrize, in der der Preßling zu einem aus
zwei verschieden dicken Abschnitten bestehendem Werkstück verformt wird. Der Rohling weist nach
dem Fließpressen in der Matrize 46 die Schaftteile B1 und B- auf, von denen der dickere Abschnitt B2
langer ist und von den Fingern 90 und 91 des Greifers 92 beim Ausschieben des Preßlings aus der Matrize
in der Nähe ihrer Stirnfläche erfaßt wird, bevor der dünnere Schaftteil des Preßlings in den Bereich
der Greiffinger gelangt ist. Um zu ermöglichen, daß
ao der Greifer den Preßling zur nachfolgenden Matrize 45
weitergibt, muß er sich von der Stirnseite der Matrize fortbewegen, damit der Abschnitt B1 aus der Matrize
46 freikommt. Im Anschluß an die von der Stirnfläche der Matrize fortgerichtete Bewegung
schwingt der Greifer vor die nachfolgende Matrize 45
und bewegt sich dann in Richtung zur Stirnfläche dieser Matrize hin, um den Preßling in die Matrizenöffnung
einzuführen. Diese in Richtung der Matrizenachse verlaufende Bewegung des Greifers dauert an,
bis der Preßling in der Matrizenbohrung für den nunmehr erfolgenden Stauchvorgang einen sicheren Halt
gewonnen hat.
Der vorn liegende Teil der Matrizenöffnung entspricht im wesentlichen dem Durchmesser des nicht
reduzierten Teils des Preßlings, so daß die Greifer, nachdem der Preßling zum Teil in die Matrize eingeschoben
ist, bereits zurückgezogen werden und ihre Rückkehrbewegung beginnen können, ohne den der
Matrize 45 zugeordneten Stauchstempel zu behindern.
Zur Erzeugung der in Richtung der Matrizenachsen erfolgenden Hin- und Herbewegung der
Fördervorrichtung ist der Schlitten 96 an seinem den Matrizen abgekehrten Ende im Gelenk 136 beweglich
mit einer Schubstange 135 verbunden. Das andere Ende der Schubstange 135 ist im Gelenk 137 an
einem gekröpften Schwenkhebel 138 befestigt. Def Hebel 138 besteht aus einem etwa waagerecht verlaufenden
Teil 139 und einem abwärts gerichteten Teil 140 und ist im Drehlager 141 am Pressengestell
gelagert. Der unterhalb des Drehlagers 141 liegende Arm 142 des Schwenkhebels 138 liegt über eine
Rolle 143 an einer Kurvenscheibe 144 an, die auf einer mittels Kegelrädern 146 und 147 von der Antriebswelle
42 angetriebenen Welle 145 befestigt ist.
Durch die Kurve wird der Schlitten 99 von den Matrizenstirnflächen weg verschoben; die Rückkehrbewegung
zu den Matrizenstirnflächen hin wird durch einen in einem Zylinder 149 angeordneten, federbelasteten
Kolben 148 bewirkt. Die Rückstellfeder ist mit 150 bezeichnet. Das dem Schwenkhebel 138 zugekehrte
Ende des Kolbens 148 liegt an einem Teil 140 vorgesehenen verstellbaren Anschlag 151 an.
Damit der Schlitten 96 seinen Hin- und Hergang ungehindert ausführen kann, ist die Schubstange 101
mittels eines Kugelgelenks 152 (Fig. 5) mit dem Schwenkarm 100 verbunden. Ebenso steht die Schubstange
107 mit dem Schwenkarm 106 über ein Kugelgelenk 153 in Verbindung. Die genannten Schub-
stangen sind daher an beiden Enden allseitig beweglich angeschlossen.
Um das Gehäuse 99 des Schlittens samt diesem in
eine Lage zuriickklappen zu können, durch die sie und die Matrizen zugänglich, die Antriebsverbindungen
zum Greifer jedoch nicht unterbrochen sind, ist das Schlittengehäuse 99 mit einem Auge 154
(Fig. 4) versehen, das mit dem quer zu den Matrizenachsen und parallel zu den Matrizenstirnflächen verbei
163 einer angedeutet ist. Der Stift wird durch einen Auswerferbolzen 164 betätigt, der seinerseits
von dem an einem Schwinghebel 166 gelenkig befestigten Mitnehmer 165 angetrieben wird.
Der Schwinghebel 166 ist bei 141 gelagert und steht über einen Lenker 168 mit einem Schwinghebel
167 bei 169 verstellbar in Verbindung. Auf diese Weise ist der Hub des Auswerferbolzens 164
einstellbar. Am Schwinghebel 167 sind Rollen 170
laufenden, in den Lagern 156 und 157 gehaltenen io und 171 gelagert, die auf einer Kurvenscheibe 172
Bolzen 155 ein Scharnier bildet. Hierdurch kann das
Gehäuse 99 um den Bolzen 155 in die in Fig. 2 in strichpunktierten Linien angedeutete Stellung geklappt
werden.
In der Arbeitsstellung ist das Gehäuse 99 mit Hilfe von Schrauben 160 am Pressengestell 11 befestigt.
Die Schrauben 160 gehen durch Langlöcher 161, die in Spannpratzen 159 vorgesehen sind. Beiderseits des
Gehäuses 99 sind vorspringende Lappen 162 vorgesehen, welche von den Spannpratzen übergriffen
werden, die dann ihrerseits nach dem Festziehen der Schrauben 160 das Führungsgehäuse halten. Bei gelösten
Schrauben 160 und zurückgezogenen Pratzen liegen die Lappen frei.
Zum Zuriickklappen des Gehäuses wird die Schubstange 135 im Gelenk 136 vom Schlitten 96 getrennt,
da zur Einstellung der Fördervorrichtung die Schlittenbewegung nicht berücksichtigt zu werden braucht.
Das Zuriickklappen des Gehäuses ohne Beeinträchtigung der Verbindung der Schubstangen 101 und 107
mit den Schwenkarmen 100 und 106 wird durch die Kugelgelenke 152, 153, 101a und 111 ermöglicht.
Die Lage des Führungsgehäuses nach dem Zuriickklappen
ergibt sich aus den Fig. 7 und 8. Zur genauen Einstellung des Greifers kann eine Schablone 185 in
der in Fig. 8 gezeigten Art angebracht werden. Die Schablone ist an einem Winkel 186 befestigt, dessen
abwärts gerichteter Schenkel 187 an den Anschlußflächen des Gehäuses 99 anliegt. Der nach abwärts
verlaufende Schenkel des Winkels 186 weist ferner einen Anschlag 189 auf, der am einen der Lappen 162
seitwärts anliegt. Die ebenfalls am Winkel 186 vorgesehenen Schultern 190 liegen an den Stirnseiten der
Lappen 162 an. Mit Hilfe von Schrauben 192, die durch den abwärts verlaufenden Teil 189 hindurchgehen,
kann die Schablone am Gehäuse 99 befestigt werden. Die Schablone entspricht in bezug auf die
Lage der Öffnungen 193 und 194 genau der Anordnung der Matrizen. _
Da die Fördervorrichtung auch in zurückgeklappfer Lage mit ihrem Antrieb in Verbindung bleibt, kann
der Greifer nach dem Anbringen der Schablone angetrieben werden, um zu beobachten, ob die Greiferfinger
genau mit den Öffnungen 193 und 194 fluchten. Die gegebenenfalls erforderlichen Verstellungen können
in dieser Lage des Gehäuses 99 schnell und bequem durchgeführt werden.
laufen; diese ihrerseits ist auf der Welle 145 befestigt.
Claims (5)
1. Querfördervorrichtung an Stufenpressen für Bolzen, bei denen ein Messerschieber den Stangenabschnitt
von der Abscherbüchse vor eine erste Matrize bringt, deren Stirnfläche in der Scherebene
liegt, und ein hin- und herschwingender Greifer den Preßling von dieser vor eine seitlich
der Schieberbahn angeordnete zweite Matrize fördert, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer
(90 bis 92) mit seinen Schwingarmen (94, 104) an
einem Schlitten (96) gelagert ist, der unabhängig von der Steuerung der Schwingbewegungen des
Greifers senkrecht zu dessen Schwingebene hin und her steuerbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scherebene und Stirnfläche
der ersten Matrize um mindestens die Schieberdicke hinter der Stirnfläche der zweiten Matrize
(45) liegt.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingarme
(94, 104) des Greifers (90 bis 92) drehfest mit Schwenkarmen (100, 106) am hinteren Ende des
Schlittens (96) verbunden und diese ihrerseits über Schubstangen (101, 107) mit beidendigen Kugelgelenken
an die Schwinghebel (116, 112) von Kurvenantrieben (118, 115) angeschlossen sind,
deren gemeinsame Antriebswelle (42) über Kegelräder (146, 147) mit einem Kurvenantrieb (144)
für den Hin- und Hergang des Schlittens in Verbindung steht.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (96)
samt einem Führungsgehäuse (99) um eine im Bereich der Kugelgelenke der Schubstangen (101,
107) parallel zur Schwingebene verlaufende Achse zurückklappbar ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußflächen
des Führungsgehäuses (99) zum Pressengestell bei zurückgeklapptem Gehäuse für das Anbringen
einer Einstellschablone vorgesehen sind, welche die Lage der Matrizen (45, 46) wiedergibt.
Wenn sich die Fördervorrichtung in der in Fig. 7
dargestellten Lage befindet, ruht sie auf einer am In Betracht gezogene Druckschriften:
dargestellten Lage befindet, ruht sie auf einer am In Betracht gezogene Druckschriften:
Pressengestell angeordneten Stütze 195. Vor dem 60 Deutsche Patentschrift Nr. 964 460;
Niederschwenken des Gehäuses 99 in die Betriebs- Patentschrift Nr. 8451 des Amtes für Erfindungsstellung wird selbstverständlich die Schablone ab- und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone genommen. Deutschlands;
Niederschwenken des Gehäuses 99 in die Betriebs- Patentschrift Nr. 8451 des Amtes für Erfindungsstellung wird selbstverständlich die Schablone ab- und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone genommen. Deutschlands;
Zum Auswerfen der Preßlinge aus den Matrizen USA.-Patentschriften Nr. 1968 921, 2 318 825,
und 46 dienen Auswerferstifte, von denen in Fig. 2 65 2 711817.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 309 510/139 2.63
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1144085XA | 1957-12-18 | 1957-12-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1144085B true DE1144085B (de) | 1963-02-21 |
Family
ID=22355004
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET18682A Pending DE1144085B (de) | 1957-12-18 | 1958-11-12 | Querfoerdervorrichtung an Stufenpressen fuer Bolzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1144085B (de) |
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| DE964460C (de) * | 1952-05-21 | 1957-05-23 | Waterbury Farrel Foundry Co | Presse zum Herstellen von Kleinteilen, wie Muttern, mit Querfoerdereinrichtung |
-
1958
- 1958-11-12 DE DET18682A patent/DE1144085B/de active Pending
Patent Citations (5)
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