[go: up one dir, main page]

DE1143895B - Einrichtung zur Betaetigung eines aus Stufenwaehler und Lastumschalter bestehenden Stufenschalters - Google Patents

Einrichtung zur Betaetigung eines aus Stufenwaehler und Lastumschalter bestehenden Stufenschalters

Info

Publication number
DE1143895B
DE1143895B DES72576A DES0072576A DE1143895B DE 1143895 B DE1143895 B DE 1143895B DE S72576 A DES72576 A DE S72576A DE S0072576 A DES0072576 A DE S0072576A DE 1143895 B DE1143895 B DE 1143895B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switch
tap
tap changer
switching
diverter switch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES72576A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Dr-Ing Wulfo Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES72576A priority Critical patent/DE1143895B/de
Publication of DE1143895B publication Critical patent/DE1143895B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H9/00Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
    • H01H9/0005Tap change devices

Landscapes

  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Betätigung eines aus Stufenwähler und Lastumschalter bestehenden Stufenschalters Die Aussteuerung von Stufentransformatoren erfolgt durch Stufenschalter, die bekanntlich aus einem an den Wicklungsanzapfungen der Regelwicklung des Transformators entlang schaltbaren Stufenwähler und einem Lastumschalter bestehen. Wähler und Lastumschalter werden dabei von einem Antrieb aus betätigt, und zwar so, daß der Wähler jeweils stromlos sich auf die Wicklungsanzapfung einstellt, auf die beim nächstfolgenden Schaltschritt die Last durch den Lastumschalter unterbrechungsfrei geschaltet wird. Als Überschaltmittel werden vorzugsweise Widerstände benutzt, die nur während des kurzzeitigen Umschaltvorganges vom Strom durchflossen werden. Sie brauchen daher thermisch nur für diese kurzzeitige Belastung bemessen zu werden, was zu wirtschaftlichen Lösungen führt. Wenn man Lastumschalter mit Betätigung durch Federkraftspeicher verwendet, wird gewährleistet, daß der einmal eingeleitete Umschaltvorgang unaufhaltsam zu Ende geführt wird, womit die kurzzeitige Belastung des Überschaltwiderstandes gesichert ist, auch wenn der Antrieb vor Erreichen der neuen Stellung angehalten werden sollte.
  • Anders verhält es sich bei den gleichfalls als Lastumschalter verwendeten sogenannten Lauflastschaltem, z. B. den bekanntgewordenen nockengesteuerten Lastumschaltern. Bei diesen sind bekanntlich keine Vorkehrungen getroffen, daß nach Einleiten des Umschaltvorganges dieser zwangläufig zu Ende geführt wird, so daß bei Ausfall des Antriebs oder Anhalten in beliebiger Stellung der überschaltwiderstand stets gefährdet ist. Stufenschalter dieser Art haben daher einen Stellungszwang, d. h., beim Weiterschalten müssen sie von einer genau definierten Stellung in eine andere genau definierte Stellung bewegt werden. Zur Fixierung dieser Stellungen sind mechanische Mittel vorgesehen, die den Stufenschalter festhalten, wenn er die neue Stellung erreicht hat. Die hierzu benutzten mechanischen Mittel müssen die bewegten Massen des Lastumschalters und Wählers sowie noch dazu die des Antriebs nach Erreichen der Grundstellung in kürzester Zeit auf die Geschwindigkeit Null abbremsen. Es ist verständlich, daß die hierzu verwendeten Mittel, da sie die ganze kinetische Energie schlagartig aufnehmen müssen, übermäßig stark beansprucht werden und damit einem großen Verschleiß unterworfen sind.
  • Um diesen Nachteil nicht in Kauf nehmen zu müssen, wurde bei einer bekannten Stufenschalteinrichtung mit Lauflastschalter an Stelle des elektromotorischen Antriebs bereits ein Druckluftantrieb vorgeschlagen, der ausgeprägte Schaltstellungen aufweist. Nachteilig hierbei ist aber, daß dazu die nicht überall vorhandene Druckluft benötigt wird und daß druckluftbetätigte Einrichtungen bekanntermaßen sehr störanfällig sind. Hierzu kommt noch, daß beim Ausbleiben des Druckmittels, wozu auch Flüssigkeit verwendbar ist, die Schaltanordnung trotzdem noch in irgendeiner Mittelstellung stehenbleiben kann und keine zwangläufige überführung des Stufenschalters in eine seiner Grundstellungen erreicht wird. Somit sind auch bei derartigen Einrichtungen die nur für kurzzeitige Belastung bemessenen überschaltwiderstände des Stufenschalters gefährdet und können zerstört werden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, einen elektromotorisch angetriebenen Stufenschalter, der aus einem Stufenwähler und einem nookengesteuerten Lastumschalter besteht, so zu verbessern, daß die vorgenannten Nachteile trotz Verwendung des stetigen Antriebs durch einen Elektromotor vermieden werden.
  • Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß bei einem elektromotorisch angetriebenen Stufenschalter als Mittel zur Erzwingung der ausgeprägten Stellungen ein oder mehrere gleichgerichtete im Antriebswellenzug des Stufenschalters eingeschaltete federgefesselte Kurbeltriebe dienen, deren Federelemente einerseits an einem Kurbelzapfen und andererseits an einem feststehenden Teil (Masse) angelenkt sind.
  • An Hand des in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels wird die Erfindung nachstehend näher erläutert: Mit 1 ist ein Elektromotor bezeichnet, von dem aus über im Antriebsweldenzug zwischengeschaltete Getriebe, z. B. 2, 3, einerseits der Stufenwähler 5 und andererseits der Lastumschalter 6, der im Ausführungsbeispiel als Dreifachschalter wiedergegeben ist, über auf der Antriebswelle 7 sitzende Nockenscheiben 8 angetrieben wird. Im Zuge der Antriebswelle ist ein Kurbeltrieb 70° eingeschaltet, auf dessen Kurbelzapfen 9 eine Schraubenfeder 10 mit ihrem einen Ende gelagert ist, deren anderes Ende an einem festen Teil 11 (Masse) angelenkt ist. In der gezeichneten Stellung, die einer Grundstellung des Stufenschalters entspricht, sind die Kontakte des Lastumschalters teils geöffnet, teils geschlossen. Die auf der Welle 7 befestigten Steuernockenscheiben 8 bewegen die Schalterstößel 13, die durch Federn 14 ständig kraftschlüssig mit den Nockenscheiben B verbunden sind, nach oben gegen die festen Kontakte 61, die gegebenenfalls mittels einer Feder 62 nachgiebig befestigt sein können.
  • Die Stufenschalteinrichtung arbeitet folgendermaßen: Zu Beginn des Umschaltvorganges von einer Stellung zur nächstfolgenden wird durch den Antriebsmotor 1 in bekannter Weise zunächst der Wählers verstellt; dabei wird auch der Kurbeltrieb 70 so weit verstellt, daß er in dem Zeitpunkt, wo der Wähler 5' in seine neue Stellung gelangt ist, fast die Lage hat, wo die Feder 10 durch Verlagerung des Kurbelzapfens 9 beinahe in der unterstmöglichen Lage, wie in der Fig. 1 gestrichelt angedeutet, die größte Energie gespeichert hat. Der Lastumschalter 6 bleibt bis zu diesem Zeitpunkt unbeeinflußt, da die Nockenscheiben 8 die Schalterstößel noch nicht verstellt haben. Bewegt sich der Antrieb nun weiter und überschreitet dabei der Kurbelzapfen 9 den Labilpunkt, dann entlädt sich die gespannte Feder 10 auf die Antriebswelle und bewegt dadurch den Kurbeltrieb in die in Fig. 1 dargestellte Stellung; die der Grundstellung des Lastumschalters 6 entspricht. Dabei werden die Schalterstößel 13 durch die Nockenscheiben 8 in gewünschter Reihenfolge je nach Gestaltung der Nockenscheiben bewegt: Die Lastumschaltung wird somit ganz unabhängig vom Antriebsmotor zu Ende geführt. Die Antriebsgeschwindigkeit des Kurbeltriebs läßt sich selbstverständlich in weiten Grenzen ändern und den jeweils günstigsten Schaltbedingungen der Lastschalter anpassen, indem man beispielsweise die Federn des Kurbeltriebs oder dessen Ausbildung entsprechend wählt oder wenn man den Motorantrieb in geeigneter Weise auslegt bzw. die Kopplung zwischen Antriebsmotor und Kurbeltrieb entsprechend ändert. Im Äntriehswellenzug können auch mehrere Kurbeltriebe vorgesehen werden. Je nachdem dies günstig erscheint, z. B. aus Raumgründen, kann der Kurbeltrieb im Wellenzug oder/und auch am Ende der die Nockenscheiben antreibenden Welle angebracht sein. Schließlich können an Stelle eines Einfachkurbeltriebs auch Mehrfachkurbeltriebe mit gleichmäßig versetzten Kurbelzapfen benutzt werden.
  • Die Stufenschaltung führt man zweckmäßig im sogenannten Männerschritt nach dem Schaltschema i der Fig. 2 durch, bei dem bekanntlich jeweils nur einer der beiden beweglichen Stufenwählerkontakte 20 bzw. 30; die in üblicher Weise an den festen Anzapfungen 21, 31 usw. der Stufenwicklung 40 entlang schaltbar sind, stromdurchflossen ist und beim Weiterschelten um eine Stufe nur jeweils der eine, und zwar der gerade stromfreie Wählerkontakt, z. B. 30, sich bewegt. Für eine solche Stufenschaltung benötigt man wenigstens drei LastschalterA, B, C, wovon zwei, z. B. A, B, als Hauptschalter und der Schalter C als Einschalter für den überschaltwiderstand dient. Beim Aufwärtsschelten tritt dann beispielsweise im ersten Schritt im Hauptschalter A die Differenz zwischen Laststrom und Ausgleichsstrom als Schaltstrom auf, während beim folgenden Schaltschritt der Hauptschalter B den Laststrom und der Einschalter C den Ausgleichsstrom unterbricht. Beim Abwärtsschalten erscheint einmal die Summe von Laststrom und Ausgleichsstrom, dann wieder Laststrom und Ausgleichsstrom getrennt. Will man den Einschalter vom Schaltstrom entlasten, so werden, wie in Fig. 3 gezeigt, vier Lastschalter A, B, Cl und C, benötigt. An Stelle der in der Fig. 3 vorgesehenen Einschalter Cl und C, kann man auch, wie in Fig. 4 gezeigt ist, einen Umschalter U vorsehen. Bei den beiden vorgenannten Ausführungen wird bei jeder Stufenschaltung entweder über einen Einschalter C1 oder C2 oder durch den Umschalter der überschaltwiderstand 50 jeweils an die Anzapfung gelegt, die beim nächsten Schaltschritt angesteuert wird. Die beiden Hauptschalter A und B haben beim Aufwärtsschelten die Differenz aus Laststrom und Ausgleichsstrom und beim Abwärtsschalten. die Summe dieser beiden Ströme zu unterbrechen. Die Einschalter bzw. Umschalter öffnen dagegen stromfrei.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung ist robust in ihrem Aufbau, da sie ganz aus bewährten Bauteilen aufbaubar ist, und da sie einfach ist, ist sie billig. Sie ist außerdem äußerst raumgünstig und sichert eine lange Lebensdauer.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Betätigung eines aus Stufenwohler und Lastumschalter bestehenden Stufenschalters, vorzugsweise mit nockenbetätigtem Schalter für die Lastumschaltung insbesondere bei Transformatoren, bei der Mittel zur Erzwingung ausgeprägter Stellungen, die mit der Grundstellung des Stufenschalters zusammenfallen, vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, d'aß bei einem elektromotorisch angetriebenen Stufenschalter als Mittel zur Erzwingung der ausgeprägten Stellungen ein oder mehrere gleichgerichtete; im Antriebswellenzug des Stufenschalters eingeschaltete federgefesselte Kurbeltriebe dienen, deren Federelemente einerseits am Kurbelzapfen und andererseits an einem feststehenden Teil (Masse) angelenkt sind.
DES72576A 1961-02-17 1961-02-17 Einrichtung zur Betaetigung eines aus Stufenwaehler und Lastumschalter bestehenden Stufenschalters Pending DE1143895B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES72576A DE1143895B (de) 1961-02-17 1961-02-17 Einrichtung zur Betaetigung eines aus Stufenwaehler und Lastumschalter bestehenden Stufenschalters

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES72576A DE1143895B (de) 1961-02-17 1961-02-17 Einrichtung zur Betaetigung eines aus Stufenwaehler und Lastumschalter bestehenden Stufenschalters

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1143895B true DE1143895B (de) 1963-02-21

Family

ID=7503306

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES72576A Pending DE1143895B (de) 1961-02-17 1961-02-17 Einrichtung zur Betaetigung eines aus Stufenwaehler und Lastumschalter bestehenden Stufenschalters

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1143895B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1956369A1 (de) Kraftspeicher fuer Lastumschalter von Stufenschaltern fuer Regeltransformatoren
DE733500C (de) Stufenschalter fuer Regeltransformatoren
DE2731133B1 (de) Stufenschalter fuer Stufentransformatoren mit einem unter OEl betriebenen Kontaktsystem
EP2421014A1 (de) Stufenschalter
DE1143895B (de) Einrichtung zur Betaetigung eines aus Stufenwaehler und Lastumschalter bestehenden Stufenschalters
DE2520670C3 (de) Umschaltanordnung für Lastumschalter von Stufenschaltern für Stufentransformatoren
DE1962413C3 (de) Betätigungsanordnung für elektrische Hochspannungsdruckgasschalter
DE896783C (de) Vorrichtung zum Aufwickeln von Draehten, Seilen, Kabeln, Textilgut od. dgl.
DE3719680C2 (de)
DE756435C (de) Schaltvorrichtung fuer Stufentransformatoren
DE7205430U (de) Revolverstanzpresse
DE1613645C3 (de) Lastumschalter für Stufenschalter von Regeltransformatoren
DE3133987C2 (de)
DE4326127C1 (de) Stufenschalter für einen Stufentransformator
DE726679C (de) Schwachstromgesteuerte Stufenschalteinrichtung fuer Starkstrom
DE1205615B (de) Stufenschalteinrichtung fuer Anzapftransformatoren
DE2144086A1 (de) Betätigungsorgan, insbesondere motorischer Steuerantrieb für Ventile
DE595047C (de) Selbsttaetig wirkende, elektrisch gesteuerte Laufgewichtswaage
DE721255C (de) Lastumschalter mit Kraftspeicherantrieb und Kniegelenkpolygon fuer Stufentransformatoren
DE882113C (de) Reguliervorrichtung fuer Wechselstromgeraete
DE1805378C (de) Lastumschalter fur Stufenschalter von Regeltransformatoren
DE1285821B (de) Elektrische Betaetigungsvorrichtung fuer ein Ventil mit einem drehbaren Verschlussteil
DE1956369C (de) Kraftspeicher fur Lastumschalter von Stufenschaltern fur Regeltransformatoren
DE635537C (de) Fernantrieb mit einem Zweifeldmotor fuer Schalter
DE904920C (de) Regelvorrichtung zur Stufenumschaltung von Transformatoren mit Widerstandsschnellregler