DE1142291B - Vorrichtung zum Regeln von Luftfedern von Fahrzeugen - Google Patents
Vorrichtung zum Regeln von Luftfedern von FahrzeugenInfo
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- DE1142291B DE1142291B DEW24069A DEW0024069A DE1142291B DE 1142291 B DE1142291 B DE 1142291B DE W24069 A DEW24069 A DE W24069A DE W0024069 A DEW0024069 A DE W0024069A DE 1142291 B DE1142291 B DE 1142291B
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60G—VEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
- B60G17/00—Resilient suspensions having means for adjusting the spring or vibration-damper characteristics, for regulating the distance between a supporting surface and a sprung part of vehicle or for locking suspension during use to meet varying vehicular or surface conditions, e.g. due to speed or load
- B60G17/06—Characteristics of dampers, e.g. mechanical dampers
- B60G17/08—Characteristics of fluid dampers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Vehicle Body Suspensions (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
W 24069 Π/63 c
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFTs 10. JANUAR 1963
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Regeln von Luftfedern von Fahrzeugen, enthaltend
Regelglieder und Verzögerungsglieder, wobei die Verzögerungsglieder aus einer Dämpfungsvorrichtung
bestehen, die eine Dämpfung mittels durch Kolben in drosselnder Leitung bewegter Dämpfungsflüssigkeit
bewirkt. Diese Verzögerungsglieder lassen auf die Vorrichtung lediglich statische Belastungsänderungen zur Wirkung kommen, wohingegen dynamische
Belastungsänderungen unterdrückt werden.
Bei diesen Regelvorrichtungen ist es nachteilig, daß die dynamischen Belastungsänderungen grundsätzlich
unterdrückt sind. Unter gewissen Voraussetzungen ist es erwünscht, auch dynamische Belastungsänderungen
für die Regelung des Luftdruckes in der Luftfeder mit auszunutzen. Das ist z. B. bei
Kurvenfahrten des Fahrzeuges der Fall, wo das Fahrzeug, wenn dynamische Belastungsänderungen unberücksichtigt
bleiben, zur Schräglage nach außen neigt. Auch beim Bremsen kann die Berücksichtigung der
dynamischen Belastungsänderungen erwünscht sein zur Unterdrückung von sonst auftretenden Nickbewegungen
des Fahrzeuges.
Es ist bereits eine Einstellvorrichtung für mit Verdrängerkolben versehene Fahrwerk-Schwingungsdämpfer
bekannt. Hierbei wird der Dämpfungsgrad über eine verstellbare Drossel von einem unteren auf
einen oberen Grenzwert eingeregelt. Durch die Betätigung und damit Veränderung des Durchtrittsquerschnittes
der Drossel erfolgt also eine zusätzliche Dämpfung auf der kurvenäußeren Seite des Fahrzeuges,
die sich in einem besseren Spurhalten und einem geringeren Kurvenneigungswinkel des Wagenkastens
auswirkt. Eine Abschaltung der Verzögerungsglieder erfolgt bei dieser bekannten Einrichtung
nicht. Vielmehr wird lediglich eine Drosselung des Durchtritts des Druckmittels von der einen zu der
anderen Druckkammer bewirkt, was eine Erhöhung des Dämpfungsgrades zur Folge hat.
Bei dieser bekannten Anordnung wird das Drosselorgan in Abhängigkeit von der Stellung der Lenkvorrichtung
gesteuert.
Der Erfindung liegt das Bestreben zugrunde, eine Vorrichtung zum Regeln von Luftfedeorn von Fahrzeugen
zu schaffen, welche auch dynamischen Belastungsänderungen des Fahrzeuges, wie dies beispielsweise
bei Kurvenfahrten der Fall ist, in vollem Umfange Rechnung trägt.
Bei den bisherigen, Regelglieder und Verzögerungsglieder enthaltenden Vorrichtungen ist es
als nachteilig empfunden worden, daß diese Belastungsänderungen grundsätzlich unterdrückt wer-Vorrichtung
zum Regeln von Luftfedern
von Fahrzeugen
von Fahrzeugen
Anmelder:
Westinghouse Bremsen-Gesellschaft m. b. H., Hannover, Am Lindener Hafen 21
Ewald Pekrul, Hannover,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
den. Dies wirkt sich in verschiedener Hinsicht sehr ungünstig aus. Um diesen Mangel abzuhelfen, wird
erfindungsgemäß ein in der nicht drosselnden, absperrbaren Leitung angeordnetes Schaltventil vorgeschlagen,
das in an sich bekannter Weise durch die Lenkvorrichtung und/oder die Bremseinrichtung des
z5 Fahrzeuges geschaltet wird. Dieses Schaltventil schaltet
die Verzögerungsglieder aus. Hierdurch können sich auch dynamische Belastungsänderungen des
Fahrzeuges auf die Regelvorrichtung auswirken, was einen erheblichen Vorteil, insbesondere im Hinblick
auf die Straßenlage des Fahrzeuges, bedeutet. So· können beispielsweise eine Schräglage beim Kurvenfahren
und/oder Nickbewegungen des Fahrzeuges beim Bremsen ausgeregelt werden. In beiden Fällen
behält das Fahrzeug seine Geradlage bei.
In zweckmäßiger Weiterentwicklung des Erfindungsgedankens ist die nicht drosselnde, absperrbare
Leitung parallel zur drosselnden Leitung geschaltet. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung erläutert.
Zwischen der Achse 1 eines nicht näher dargestellten Fahrzeuges und dessen Rahmen 2 ist die an
sich bekannte Luftfeder 3 angeordnet.
Am Rahmen 2 ist ein Gehäuse 4 befestigt, das die Regelvorrichtung für die Luftfeder 3 und das
Dämpfungsglied enthält. Die Regelvorrichtung besteht aus zwei Ventilen 5 und 6, die durch ein hohles,
als Steuerkolben 7 ausgebildetes Steuerglied betätigt werden. Die Ventile werden durch Federn 8 und 9
gegen gehäusefeste Ventilsitze 10 und 11 gedrückt.
Elastische Ringe 41, 42, 43, 44 dienen zur Abdichtung der Ventile 5, 6 bzw. des Steuerkolbens 7 gegen
das Gehäuse 4.
209 757/107
Der Steuerkolben 7 enthält nahe seinen Enden Bohrungen 12 und 13, von denen die Bohrung
einerseits zum Durchtritt der Druckluft aus dem Behälter 14 bei geöffnetem Ventil 5, 11 über den mittig
durchbohrten Ventilteller zur Luftfeder 3 und andererseits zur Druckentlastung dient. Die Bohrung
erfüllt den gleichen Zweck bei Öffnung des Ventils Vom Ventil 5 führt eine Leitung 16 zu der Luftfeder
3 und eine Leitung 17 zum Druckluftbehälter
Bewegung eine gedrosselte Strömung der Dämpfungsflüssigkeit vom linken Zylinderraum 26 a durch
die Leitung 27 in den sich vergrößernden rechten Zylinderraum 266 verursacht.
Nach einer bestimmten Schwenkung des Hebels trifft der von links nach rechts sich bewegende Steuerkolben
7 auf das Lufteinlaßventil 5 und öffnet dieses, so daß so lange Luft aus dem Behälter 14 über Leitung
17, Bohrung 13, Bohrung des Ventils 5 und Lei-
Das Ventil 6 dient als Luftauslaßventil, das durch io rung 16 in die Luftfeder 3 einströmen kann, bis der
eine Öffnung 18 mit der Atmosphäre in Verbindung Wagenkasten wieder in die Normallage angehoben
steht. ist. Bei Entlastung des Fahrzeuges spielt sich der Im Gehäuse 4 ist eine Achse 20 gelagert, auf der Vorgang in ähnlicher Weise durch Öffnung des Ausdrehbeweglich
eine mit Zahnlücken versehene laßventils 6 und Teilentlüftung der Luftfeder 3 ab.
Scheibe 21 angeordnet ist. In die eine Zahnlücke 15 Die Kolben 25 des Dämpfungsgliedes bewegen sich
greift ein Zaim 22 des Steuerkolbens 7 und in die hierbei von links nach rechts und der Steuerkolben 7
andere Zahnlücke ein Zahn 23 der Kolbenstange 24 von rechts nach links.
eines als Dämpfungskolben wirkenden Doppelkol- Kurze dynamische Belastungsänderungen, die
bens 25 ein, der in einer Zylinderbohrung 26 des durch Unebenheiten der Fahrbahn hervorgerufen
Gehäuses 4 geführt wird und gegen die Bohrung 26 20 werden, werden durch das elastische Zwischenglied
durch elastische Ringe 45, 46 abgedichtet ist. Auf 33 absorbiert, da für kurze Stöße der Dämpfungsder
Achse 20 sitzt außerhalb des Gehäuses 4 an der kolben 25 praktisch fest steht. Scheibe 21 ein lösbarer Hebel 30, der über einen Wird über die Leitung 37 ein Druckmedium dem
Zwischenhebel 31 mit einem an der Achse ange- Schaltventil 36 zugeführt, so daß die Leitungen 34
brachten Arm 32 gelenkig verbunden ist. Dieser Arm 25 und 35 über die Kammer 40 des Schaltventils 36
32 trägt ein elastisches Zwischenglied 33 zur Ab- Verbindung erhalten, kann sich die Dämpfungsflüssorption
von Fahrstößen, die z. B. durch Uneben- sigkeit ungedrosselt durch die Leitungen 34 und 35
heiten des Fahrweges hervorgerufen werden. zwischen den Kammern 26 a, 26 b ausgleichen, so
Die beiden Kammern 26 a, 26b des Zylinder- daß, da der Dämpfungskolben 25 jetzt praktisch frei
raumes 26, die durch das Gehäuse 4 und je einen 30 beweglich ist, ©ine schnelle Reaktion des Steuer-Teil
des Doppelkolbens 25 begrenzt sind, sind gliedes 7 und damit ein momentaner Druckausgleich
durch eine Leitung 27 miteinander verbunden, deren in der Luftfeder 3 erfolgt.
Querschnitt durch Drosselschrauben 28 und 29 ver- Das Schaltventil 36, das normalerweise geschlossen
änderlich ist. ist, wird durch über die Leitung 37 zugeführtes Druck-Die die Dämpfungsflüssigkeit enthaltenden Kam- 35 mittel betätigt. Das Druckmittel kann auf verschiemern
26 a, 26 & des Dämpfungsgliedes sind über dene Weis© gesteuert werden. So kann z. B. durch das
Leitungen 34 und 35 mit einem Schaltventil 36 ver- Einschlagen des Steuerrades des Kraftfahrzeuges oder
bunden, das normalerweise geschlossen ist. Dieses durch das Wirksamwerden einer hydraulischen oder
Schaltventil 36 enthält einen Steuerkolben 39, der pneumatischen Lenkhilfsvorrichtung ein Ventil geüber eine Leitung 37 pneumatisch oder hydraulisch 40 steuert werden. In beiden Fällen ist das Verzögebeaufschlagt
werden kann und der zum Öffnen des rungsgh'ed bei Kurvenfahrten des Fahrzeuges ausge-Ventils
36 dient. schaltet, so daß dynamische Belastungsänderungen, Eine Feder 38 zwischen einem gehäusefesten An- wie Schräglage od. dgl., ausgeregelt werden. Das
schlag und dem Steuerkolben 39 des Schaltventils 36 Ventil 36 kann auch mit der Bremsleitung gekuppelt
hält den Kolben 39 in seiner Abschlußlage, so daß 45 sein, so daß es bei Bremsbetätigung schaltet. Man erdann
ein Ausgleich von Bremsflüssigkeit über die hält dadurch ein sofortiges Ausregeln der durch das
Leitungen 34 und 35 nicht erfolgen kann und ein Bremsen auftretenden Nickbewegung.
Ausgleich der Dämpfungsflüssigkeit zwischen den Fernerhin ist es denkbar, das Schaltventil 36 von
beiden Kammern 26a, 26& des Doppelkolbens 25 Hand zu betätigen oder z.B. durch einen in seiner
nur über die gedrosselte Leitung 27 möglich ist. Die 50 Durchlaßmenge regelbaren Hahn od. dgl. zu ersetzen.
Dämpfung kommt also zur Wirkung. Man kann dann willkürlich die Dämpfung der Regel-
Wird das Schaltventil 36 über die Leitung 37 mit Druck beaufschlagt, so wird es gegen die Spannung
der Feder 38 geöffnet. Es stellt dadurch eine Verbindung zwischen den Leitungen 34, 35 her. Der
Ausgleich der Dämpfungsflüssigkeit zwischen den beiden Kammern 26 a, 26 & des Doppelkolbens ist
jetzt auch über die nicht gedrosselte Leitung 34, 35
möglich. Eine Dämpfung findet nicht mehr statt.
Die Wirkungsweise ist folgende: Beim Zusammendrücken der Luftfedern 3 bei einer nicht momen-
vorrichtung ausschalten bzw. die Dämpfung nach dem jeweils vorhandenen Straßenzustand auf den
günstigsten Wert einstellen.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Regeln von Luftfedern von Fahrzeugen, enthaltend Regelglieder und Verzögerungsglieder,
wobei die Verzögerungsglieder aus einer Dämpfungsvorrichtung bestehen, die
eine Dämpfung mittels durch Kolben in drosselnder Leitung bewegter Dämpfungsflüssigkeit bewirkt, gekennzeichnet durch ein in der nicht drosselnden,
absperrbaren Leitung (34, 35) angeordnetes Schaltventil (36), das in an sich bekannter
Weise durch die Lenkvorrichtung und/oder die Bremseinrichtung des Fahrzeuges geschaltet wird,
und daß dieses Schaltventil (36) die Verzögerungsglieder ausschaltet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die nicht drosselnde, absperrbare Leitung (34, 35) parallel zur drosselnden
Leitung (27) geschaltet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 801423, 970 055; USA.-Patentschrift Nr. 2 523 714;
deutsche Auslegeschrift G 6686II/63 c (bekanntgemacht
am 15.11.1956).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW24069A DE1142291B (de) | 1958-09-10 | 1958-09-10 | Vorrichtung zum Regeln von Luftfedern von Fahrzeugen |
| FR803539A FR1233453A (fr) | 1958-09-10 | 1959-08-26 | Dispositif de réglage pour la suspension pneumatique des voitures automobiles |
| GB3074659A GB857019A (en) | 1958-09-10 | 1959-09-09 | Improvements relating to vehicle suspension apparatus |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW24069A DE1142291B (de) | 1958-09-10 | 1958-09-10 | Vorrichtung zum Regeln von Luftfedern von Fahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1142291B true DE1142291B (de) | 1963-01-10 |
Family
ID=7597746
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW24069A Pending DE1142291B (de) | 1958-09-10 | 1958-09-10 | Vorrichtung zum Regeln von Luftfedern von Fahrzeugen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1142291B (de) |
| FR (1) | FR1233453A (de) |
| GB (1) | GB857019A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4099742A (en) * | 1976-06-08 | 1978-07-11 | Westinghouse Air Brake Company | Control valve device for vehicle air springs |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2191157B (en) * | 1986-06-07 | 1990-05-16 | Peter John Raffels | Auotomatic hydraulic pressure supply systems. |
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|---|---|---|---|---|
| US2523714A (en) * | 1944-04-26 | 1950-09-26 | Sven Arild Nilsson Swallert | Adjustable pneumatic suspension spring and shock absorbing device |
| DE801423C (de) * | 1948-10-02 | 1951-01-08 | Werner Altmann | Lufthydraulische Federung fuer Kraftfahrzeuge |
| DE970055C (de) * | 1951-08-03 | 1958-08-14 | Daimler Benz Ag | Einstellvorrichtung fuer mit Verdraengerkolben versehene Fahrwerk-Schwingungsdaempfer an Fahrzeugen |
-
1958
- 1958-09-10 DE DEW24069A patent/DE1142291B/de active Pending
-
1959
- 1959-08-26 FR FR803539A patent/FR1233453A/fr not_active Expired
- 1959-09-09 GB GB3074659A patent/GB857019A/en not_active Expired
Patent Citations (3)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1233453A (fr) | 1960-10-12 |
| GB857019A (en) | 1960-12-29 |
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