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Verfahren zum Umwandeln eines 35-mm-Normalfilms in einen Projektionsfilm
mit verkleinerten Bildern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Umwandeln eines
35-mra-Normalfilms in einen Projektionsfilm mit verkleinerten Bildern, bei dem aufeinanderfolgende
Bilder des Normalfilms optisch reduziert und in aufeinanderfolgenden Bildflächen
auf einen Dupli,-katfilm kopiert werden, wobei die Bildreihe nur eine Seite des
Normalfilms einnimmt sowie die Grundlinien der Bilder quer zur Längsachse des Films
gerichtet sind und eine zweite Bildreihe in gleicher Weise optisch reduziert und
in aufeinanderfolgenden Bildflächen einer Längsreihe auf der anderen Seite der Mittelfläche
kopiert wird, worauf der kopierte Film kontinuierlich entwickelt wird.
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Verfahren zum Umwandeln von 35-mni-Normalfilmen in Projektionsfilme
mit verkleinerten Bildern haben deshalb eine wirtschaftliche Bedeutung, weil in
Theatern, Heimkinos und Lehranstalten meist nur Projektionsapparate kleineren Formats
vorhanden sind. Derartige Verfahren ermöglichen außerdem das Vorführen von längeren
Filmen in Heimkinos und Lehranstalten, ohne daß der Film vom Vortragenden eingezogen
und umgespult werden muß. Während nämlich bei Verwendung eines 35-mm-Nonnalfilms
im allgemeinen acht Magazine üblicher Größe erforderlich sind, um einen programmfüllenden
Normalfilm aufzunehmen, kann ein Film mit verkleinerten Bildern auf einer einzigen
Spule oder Trommel untergebracht werden, so daß der Film nicht nur im Heimkino in
einem Zuge vorgeführt, sondern auch leicht transportiert werden kann.
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Es ist ein Verfahren der oben angegebenen Art bekannt, durch das kinomatographische
Normalfilme auf Schmalfilme umkopiert werden, indem aus einem Positivnormalfflm
zunächst ein Negativ in Normalfilmformat hergestellt wird, das die doppelte Anzahl
von Bildern wie der Positivnormalfilm enthält. Von diesem Duplikatnegativ werden
dann jeweils gleichzeitig zwei Bildpaare auf einen längs in die endgültigen Schmalfilme
zu zerteilenden Film im vorgesehenen Endformat kopiert.
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Wenn auch dieses bekannte Verfahren eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit
jeder einzelnen Kopiermaschine gegenüber früheren Verfahren brachte, bei denen Bilder
des normalen 35-mm-Negativs einzeln auf ein oder mehrere Schmalfilmbänder gleichzeitig
kopiert wurden, wobei die Filmbänder sowohl auf der Nonnalfilm- als auch auf der
Schmalfilmseite des Kopierapparats jeweils nur um ein Bildfenster verschoben wurden,
so hatte es doch noch den Nachteil, daß das Vorhandensein einer 16-mm-Kopiermaschine
notwendig war, wenn ein 35-mm-Film z. B. auf einen 16-mm-Film umkopiert werden sollte.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bestand somit darin, mit vorhandenem
35-mm-Film-und Kopiergerät einen Projektionsfilm mit verkleinerten Bildern herzustellen,
was den Vorteil hat, daß man im Handel erhältliche Normalfilme mit Normallochung
verwenden kann. Der Film kann kontinuierlich in einer im Handel erhältlichen Anlage
entwickelt und dann in einem Projektor vorgeführt werden, der in einigen Fällen
etwas geändert wird, ohne dabei jedoch das übliche Schaltrad, die Größe und die
Teilung der Schaltzähne oder die üblichen Dekkungsstifte und Abzugsvorrichtungen
zu ändern. Durch Verwendung von Spezialprojektionslinsensystemen, die vorhandenen
Projektoren leicht angepaßt werden können, lassen sich Stereobilder projizieren
und vorführen. Durch Verwendung von insbesondere für Heimkinos und Lehranstalten
bestimmten abgeschlossenen Magazinen und Projektoren können programmfüllende Filme
von Personen vorgeführt werden, die keine Erfahrung in der Handhabung von Filmen
haben, da der Film von solchen Anfängern nicht berührt werden muß.
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Das erfindungsgemäße Verfahren zum Umwandeln eines 35-mm-Nonnalfflms
in einen Projektionsfilm mit verkleinerten Bildern ist dadurch gekennzeichnet, daß
eine Reihe von 16-mm-Schmalflhnlochungen
längs der Mittelfläche
in einem Mittenabstand von etwa 4,75 mm angeordnet sind und daß die die 35-mm-Schaltlochungen
tragenden, in Längsrichtung sich erstreckenden Kantenflächenabschnitte des Films
entfernt werden, sobald der Film mit den verkleinerten Bildern durch eine Entwicklungseinrichtung
für 35-mm-Normalfilme geführt worden ist.
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In der Zeichnung ist Fig. 1 eine Tellansicht eines 35-mm-Normalfilms
mit einer Reihe aufeinanderfolgender Bildfelder und Bilder, Fig. 2 eine Teilansicht
eines 35-mm-Normalfüm mit zwei in Längsrichtung angeordneten Reihen verkleinerter
Bilder und ihren entsprechenden Tonspuren, wobei dieser Film nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellt worden ist, Fig. 3 eine Teilansicht eines fertigen
Vorführfilms, hergestellt nach dem neuen Verfahren, und Fig. 4 eine Teilansicht
einer abgeänderten Form eines fertigen Vorführfilms, der zum Vorführen von Stereofilmen
besonders gut geeignet ist.
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Die bei der Ausführung des Verfahrens verwendeten kontinuierlichen
Filme sind im Handel erhältliche Normalfilme mit Normallochungen. Der Film kann
daher auf einer im Handel erhältlichen Apparatur entwickelt und behandelt werden,
so daß keine Spezialapparatur erforderlich ist. Der verwendete Film kann ein Schwarzweißfilm
oder ein Farbfilm sein.
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Der in Fig. 1 dargestellte 35-mm-Normalfflm 10 ist ein
Negativfilm, der zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Vorführühns verwendet wird.
Der Normalfilin 10 hat die üblichen Randlochungen 11 bis
15 und 11' bis 15'. Jedes Bild oder jede Bildfläche hat die
durch das Bildfenster bedingte Normalgröße von 18 - 22 mm. Gegebenenfalls
kann von diesem Negativfilm eine in Längsrichtung sich erstreckende Tonspur getragen
werden. In den meisten Fällen wird jedoch diese Tonspur auf einem besonderen Filmstreifen
oder einem besonderen Filmband aufgenommen und wird mit dem Film 10 synchronisiert.
Der Negativfilm 10 wird auf einer Normalapparatur entwickelt und in üblicher
Weise behandelt.
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Erfindungsgemäß werden die von einem Negativfilin oder von mehreren
Negativfflmen nach Art des Films 10 getragenen Bilder auf einen zweiten 35-mm-Normalfilm
20 kopiert, der ebenfalls Normallochungen 21 bis 25 und 21' bis
25' hat. Das Kopieren durch optische Verkleinerung von einem 35-mm-Film auf
einen anderen Film wird durch bekannte Kopiermaschinen ausgeführt. Bei dem Kopieren
durch optische Verkleinerung wird die Größe der Bild-Rächen 1, 2 usw. im
Verhältnis von etwa 2,66: 1 reduziert, wobei der Film 20 sich mit einem Viertel
der Geschwindigkeit des Negativfilms 10 bewegt. Die auf diese Weise auf den
Film 20 kopierte Bildreihe ist durch die Reihe l', 2, X# 4' und 5' usw. in
Fig. 2 dargestellt. Diese verkleinerten Bilder befinden sich an der einen Seite
einer Mittelfläche 26, die eine Reihe von Lochungen 31 bis
35 trägt, die auf den gleichen Quermittellinien hegen wie die Lochungen 21
bis 25
und die also die gleiche Teilung haben. Diese in der Mittelfläche angeordneten
Lochungen 31 bis 35 haben jedoch eine Größe, wie sie in Schmalfilmen
verwendet wird, d. h. eine Größe von etwa 1,27 - 1,82 mm. Diese axial
verlaufende Lochungsreihe kann daher bei einer normalen 16--inm-Zackentrommel verwendet
werden. Beim Kopieren auf den Film 20 werden die Lochungen 31 bis
35 aber nicht verwendet, sondern alle Ausrichtungen und Deckungen erfolgen
durch die Lochungen 21 bis 25, die gewöhnlich 1,98. 2,79 mm groß sind.
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Soll der Vorführfilm für ein gesamtes Programm verwendet werden, dann
kann jede Bildfläche l! bis 5" unter 4,43 oder 4,48 - 7,87
mm sein, so daß ein gewünschtes Verhältnis von 1,75: 1 besteht. Nachdern
eine Hälfte des gesamten Negativfilms in Form von verkleinerten Bildern in einer
in Längsrichtung sich erstreckenden Reihe auf der einen Seite der Mittelfläche
26, dargestellt durch die Bilderreihe l' bis 5,
kopiert worden
ist, wird die restliche Reihe von Negativen in umgekehrter Richtung auf die andere
Seite von der Mittelfläche 26 des Films 20 kopiert, wie die Flächen
1001 bis 1005 (Fig. 2) zeigen.
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Durch Anwendung des erwähnten Verkleinerungsverhältnisses besteht
an jeder Seite der Bildreihe ein genügend, großer Raum zur Aufnahme einer zugehörenden,
entsprechend synchronisierten Tonspur, ohne daß eine Störung mit den nahe den Filmkanten
vorhandenen Lochungsreiben eintritt, Bei der praktischen Ausführung können die optische
Verkleinerung und das beschriebene Kopieren in Schwarzweiß auf einem Dupnegativ
oder in Farbe in Form einer Matrize oder eines Farbdupfihns für anschließendes Kopieren
erfolgen. Diese Vorführkopie wird dann in Uängsrichtung beschnitten, so daß die
die Lochungen tragenden Längskanten wegfallen. Der nun vorhandene Vorführfilm
30 ist in Fig. 3 dargestellt. Die Tonspuren 41 und 42 sind in bezug
auf die zugehörenden Bildflächen entsprechend den Eigenheiten des Projektors, mit
dem der Film vorgeführt wird, versetzt.
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Vor dem Entfernen und Schneiden der Außenkantenabschnitte ist jeder
Film ein 35-mm-Normalfilm, der in einer normalen Apparatur gehandhabt werden kann.
Die Vorführkopie wird von nun an über die axial angeordneten Lochungsreihen
31 bis 35 getrieben, wobeije eine Lochung zwei seitlich angeordneten
Bildflächen zugeordnet ist und vorzugsweise auf der Quermittellinie dieser Flächen
liegt. Wie erwähnt, hat jede Lochung die Größe einer 16-mm-Schmalfilmlochung.
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Bei Verwendung eines zweckdienlichen Vorführfilmaterials braucht die
Gesamtdicke der Vorführkopie einschließlich Emulsion und Ton das Ausmaß von
0,119 mm nicht zu überschreiten. Es kann also ein Film von 375 in
Länge auf einer Spule aufgespult werden, deren Nabe einen Durchmesser von
50 mm hat und deren Außendurchmesser 240 mm beträgL Die beiden in Längsrichtung
angeordneten Bildreihen entsprechen einem Normalfilm einer Länge von 3000
in.
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Die Bildreihe l! bis 5" kann von derselben Filmgattung sein
wie die Bildreihe 1001 bis 1005, jedoch kann jede Reihe auch eine
verschiedene Filmgattung enthalten. Mit anderen Worten: Der fertige Vorführfilm
kann entweder ein programmfüllender Film zusammenhängender Darstellung einer einzigen
Filmgattung sein oder kann zwei oder mehr gleiche oder ungleiche Filmgattungen enthalten.
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Bei der Vorführung des Vorführfilms 30 wird der Projektor so
angeordnet, daß er die von der Reihe 1
bis 5 usw. getragenen Bilder
projiziert und gleichzeitig den Ton der zugehörenden Tonspur 41 wiedergibt, wobei
der Film in der einen Richtung mittels der Lochungen 31 bis 35 bewegt
wird. Nach Erreichen des in dieser Längsrichtung liegenden letzten Bildes
wird
das gesamte den Film enthaltende Magazin umgekehrt, und die zweite benachbarte Bildreihe
1001
D bis 1005 usw. wird projiziert und zusammen mit ihrer zugehörenden
Tonspur 42 vorgeführt. Der Film wird jetzt in der entge gengesetzten Richtung bewegt.
Die von den Bildflächen getragenen Bilder und ihre Grundlinien liegen quer zur Längsachse
des Films, wobei die eine Bildreihe in bezug auf die andere Bildreihe umgekehrt
gerichtet ist.
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Fig. 4 zeigt eine abgeänderte Filmform, die aus einem 35-mm-Norinalfilm
in der gleichen Weise, wie beschrieben, erhalten werden kann. Der Film 40 (Fig.
4) hat eine Mittelfläche mit auf Abstand stehenden Lochungen nach Art eines 16-mm-Schmalfilms,
jedoch bestehen die von diesem Film getragenen beiden Bildreihen aus gleichzeitig
belichteten Negativen, die von seitlich auf Abstand stehenden Standpunkten aus aufgenommen
worden sind. Mit anderen Worten: Die Bildreihe R 1 bis R 5
besteht aus Bildern, die vom rechten Auge gesehen werden oder von einem rechten
Kameraobjektiv aufgenommen worden sind, und die Bildreihe L 1 bis
L 5 besteht aus Bildern, die vom linken Auge gesehen werden oder von
einem linken Kameraobjektiv aufgenommen worden sind. Rl und L 1 sind
daher Stereoskopbilderpaare,. Die Bilder beider Reihen sind wieder seitlich ausgerichtet
und liegen mit ihren Grundlinien quer zur Längsachse des Films 40, jedoch liegt
die eine Reihe nicht umgekehrt in bezug auf die andere Reihe. Auf dem Film ist nur
eine einzige Tonspur 43 vorhanden. Fig. 4 zeigt den Film, nachdem die die Lochungen
eines _i5-mm-Normalfilms tragenden Kantenflächen abgetrennt worden sind.
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Der in Fig. 4 dargestellte Film ist daher zum Projizieren nach dem
Stereoskopprinzip geeignet, so daß ein plastischer Film erhalten wird. Ein Projektor
mit geteilter Linse oder mit Zwillingslinse ist zum Projizieren erforderlich. Im
Projektor müssen Polarisationsfilter verwendet und auch von den Betrachtern der
projizierten Bilder getragen werden.
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Ein dem in Fig. 4 dargestellten Film ähnlicher Film, auf dem zueinander
gehörende Bilder eines Bildpaares in Querrichtung, ausgerichtet sind, kann dadurch
erhalten werden, daß die Aufnahmen zweier getrennter Objekte usw. durch zwei getrennte,
aber synchronisierte oder miteinander gekuppelte Kameras erfolgen und daß dann die
beiden getrennten, aber zueinander gehörenden Bildreihen in zueinander gehörenden,
in Querrichtung ausgerichteten Stellungen kopiert werden. Der Originalfilm kann
bei beliebiger Geschwindigkeit aufgenommen werden. Der Vorführfilm wird dann mit
einer Geschwindigkeit abgespielt, die zum Studium der von dem Film getragenen Aufnahmen
oder Informationen zweckdienlich ist. Die beiden zueinander gehörenden Bilder können
auf benachbarte Flächen einer Positionsleinwand oder auch übereinander projiziert
werden. Eine Reihe zeigt beispielsweise das Abfeuern oder den Flug eines Geschosses,
und die andere Reihe zeigt Bilder der Instrumente und gibt Informationen an, so
daß infolgedessen ein sorgfältiges und genaues Prüfen und Beobachten der Vorgänge
möglich ist.