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DE1141323B - Aus mehreren Schichten bestehender Festkoerperbildschirm - Google Patents

Aus mehreren Schichten bestehender Festkoerperbildschirm

Info

Publication number
DE1141323B
DE1141323B DEW28745A DEW0028745A DE1141323B DE 1141323 B DE1141323 B DE 1141323B DE W28745 A DEW28745 A DE W28745A DE W0028745 A DEW0028745 A DE W0028745A DE 1141323 B DE1141323 B DE 1141323B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
dielectric
electroluminescent layer
electrode
electrodes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW28745A
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Wolfe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Westinghouse Electric Corp
Original Assignee
Westinghouse Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Westinghouse Electric Corp filed Critical Westinghouse Electric Corp
Publication of DE1141323B publication Critical patent/DE1141323B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N3/00Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages
    • H04N3/10Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by means not exclusively optical-mechanical
    • H04N3/12Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages by means not exclusively optical-mechanical by switched stationary formation of lamps, photocells or light relays
    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B44/00Circuit arrangements for operating electroluminescent light sources
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10FINORGANIC SEMICONDUCTOR DEVICES SENSITIVE TO INFRARED RADIATION, LIGHT, ELECTROMAGNETIC RADIATION OF SHORTER WAVELENGTH OR CORPUSCULAR RADIATION
    • H10F55/00Radiation-sensitive semiconductor devices covered by groups H10F10/00, H10F19/00 or H10F30/00 being structurally associated with electric light sources and electrically or optically coupled thereto
    • H10F55/10Radiation-sensitive semiconductor devices covered by groups H10F10/00, H10F19/00 or H10F30/00 being structurally associated with electric light sources and electrically or optically coupled thereto wherein the radiation-sensitive semiconductor devices control the electric light source, e.g. image converters, image amplifiers or image storage devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Electroluminescent Light Sources (AREA)
  • Devices For Indicating Variable Information By Combining Individual Elements (AREA)

Description

  • Aus mehreren Schichten bestehender Festkörperbildschirm Die Erfindung betrifft einen aus mehreren Schichtea bestehenden Festkörperbildschirm.
  • Es wurden bereits früher Festkörperbildschirine mit einer Elektrolumineszenzschicht und einem Steuerteil für jedes Bildelernent vorgeschlagen, wobei der Steuerteil ein nichtlineares Dielektrikurn enthält, das mit der Elektrolumineszenzschicht eine Brückenschaltung bildet, in deren Diagonale die Elektrolumineszenzschicht liegt. Diese, Anordnung hat aber den Nachteil, daß die Steueredektrode sich zwischen Dielektrikum und Elektrolumineszenzschicht befindet und deshalb nur schwer von außen zugänglich ist. Ein neuerer Vorschlag ermöglicht es, die Steuerelektrode auf der Rückseite des Leuchtschirrnes anzubringen, wo sie leicht zugänglich ist. Dies hat erhebliche Vorteile in der Herstellung und im Betrieb der Festkörperbildschirme. Hierbei muß aber das Lichtanregungspotential zwischen der Elektrolumineszenzschicht und dem nichtlinearen Dielektrikum zugeführt werden, weshalb an dieser Stelge Elektroden für diesen Zweck vorgesehen sein müssen. Die ' Anordnung von unter höherer Spannung stehenden Elektroden an dieser Stelle erfordert oft die zusätzliche Anbringung einer Isolierschicht zwischen der Elektrolumineszenzschicht und dem nichtlinearen Dielektrikum, um eine Dunkelerregung bzw. einen Durchschlag der Elektrolumineszenzschicht zwischen den Anschlußschienen zu verhindern. Ferner war in allen bisher bekannten Anordnungen die Dicke der nichtflinearen dielektrischen Schicht wesentlich, da durch. die diese Schicht durchquerenden Kraftlinien die nichtlinearen Kondensatoren gebildet wurden, welche die Helligkeit der Elektrolumineszenzschicht steuern.
  • Die Bemühungen zur Behebung dieser Nachteile haben erfindungsgemäß zu einem ganz neuen Typ von aus mehreren Schichten bestehenden Festkörperbildschirrnen geführt. Diese können entweder in Brückenschaltung oder ohne dieselbe aufgebaut sein, obwohl nachstehend eine Anordnung in Brückenschaltung als bevorzugte Ausführung beschrieben wird. Die Erfindung ist auf alle Arten von Festkörperbildschirmen anwendbar, die eine Elektrolumineszenzzefie und einen zugehörigen Steuerteil aufweisen, auch wenn die Elektrolumineszenzzelle und der Steuerteil nicht als parallele Schichten ausgebildet sind.
  • Der Festkörperbildschirm nach der Erfindung ist mit einer gemeinsamen Elektrolumineszenzschicht für die einzelnen, durch die zugeführten Bildsignale in der Helligkeit gesteuerten Bildelemente und mit einem zugehörigen Steuerteil versehen, der ein nichtlineares Dielektrikum in Form einer der Elektrolumineszenzschicht benachbarten und allen Bildele-menten gemeinsamen Schicht enthält und ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß auf der freien Oberfläche der nichtlinearen dielektrischen Schicht Steuerelektroden periodisch derart angeordnet sind, daß jedem Bildelement eine Steuerelektrode zugeordnet ist, daß jedes Bildelement auf den Außenseiten der beiden Schichten AnschlußeIcktroden zur Anlegung eines elektrischen Wechselfeldes an die Reihenschaltung aus der dielektrischen Schicht und der Elektrolumineszenzschicht besitzt und daß mindestens ein nichtlinearer Kondensator zwischen der betreffenden Steuerelektrode und einer oder mehreren der auf der freien Oberfläche des nichtlinearen Dielektrikums angeordneten Anschlußelektroden gebildet wird, derart, daß der oder die nichtlinearen Kondensatoren durch der Steuerelektrode zugeführte Eingangssignale in ihrer effektiven Kapazität verändert worden und die Stärke des an der Flektrolumineszenzschicht liegenden elektrischen Wechselfeldes entsprechend der effektiven Kapazität eines Kondensators bzw. dieser Kondensatoren gesteuert wird.
  • Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele an Hand der Zeichnung. Hierin ist Fig. 1 ein Querschnitt eines erfindungsgemäß aufgebauten Festkörperbildschirines, Fig. 2 ein auseinandergezogenes Schrägbild der Anordnung nach Fig. 1, Fig. 3 das Ersatzschaltbild der Anordnung nach Fig. 1, Fig. 4 ein Querschnitt einer anderen Ausführungsform der Erfindung und Fig. 5 eine Draufsicht der Anordnung nach Fig. 4. Der in Fig. 1 und 2 gezeigte Festkörperbildschirrn umfaßt einen lichterzeugenden Elektrohimineszenzteil 10 und einen nichtlinearen dielektrischen Steuerteil 20, die beide in Schichtform vorliegen und einander benachbart sind. Der lichterzeugende Teil 10 enthält in bekannter Weise eine, Schicht 12 aus elektrolumineszentem Phosphormaterial in einem dielektrischea Bindemittel. Hierzu kann z. B. mit Kupfer aktiviertes Zinksulfid in einem Bindemittel aus Polyvinylehlorid dienen. An der Vorderseite der Elektrolumineszenzschicht 12 befindet sich eine zusammenhängende leitende lichtdurchlässige Elektrode, 14, sowie ein lichtdurchlässiger Träger 16. Der Träger 16 kann z. B. aus Glas und die leitende Schicht 14 aus Zinnoxyd in bekannter Weise hergestellt sein. Auf der Rückseite der ElektroIumineszenzschicht 12 befinden sich Elektroden ' 18 aus leitendem Werkstoff, die derart angeordnet sind, daß jede Elektrode ein Bildelement definiert. Die rückseitigen Elektroden 18 können durch Aufdampfen von leitendem Werkstoff wie Aluminium durch ein entsprechendes Sieb hindurch gebildet werden.
  • Der Steuerteil 20, der eine Schicht aus nichtlinearem dielektrischernWerkstoff 22 enthält, liegt an den rückseitigen Elektroden 18 der Elektrolumineszenzschicht 12 an. Jedes Bildelement der nichtlinearen Schicht 22, das durch die Fläche der Hinterelektroden 18 definiert ist besitzt drei Elektroden 23, 24 und 25, die sämtlich auf der Rückseite der nichtlinearen dielektrischen Schicht 22 angebracht sind. Die Elektroden 23, 24, 25 sind derart periodisch angeordnet, daß sich ihr Muster für jedes Bildelement des Bildschirmes wiederholt. Ein einzelnes Bildelement ist in der gestrichelten Linie eingeschlossen dargestellt. Nicht alle Elektroden brauchen jedoch auf ein Bildelement beschränkt zu sein. Die Streifenelektroden bzw. Anschlußschienen 24 und 25 erstrecken sich über eine ganze Reihe von Bildelementen. Bei der Ausführugrisform nach Fig. 1 und 2 dient jede Streifenelektrode 24 und 25 zur Versorgung zweier benachbarter Bildelementreihen, obwohl dies nicht unbedingt der Fall sein muß. Die dargestellte Anordnung ist insofern besonders vorteilhaft, als die Anzahl der benötigten Teile gering ist, so daß sich eine vereinfachte Ausführung ergibt. In jedem Bildelement dient die Elektrode 23 als Steuerelektrode, die sich zwischen den beiden Streifenelektroden bzw. Anschlußschienen 24 und 25 befindet.
  • Ein nichtlineares Dielektrikum ist bekanntlich ein Material, bei dem die Wechselkomponente der elektrischen Verschiebung vom Durchschnittswert eines angelegten periodischen elektrischen Feldes abhängt. Affe Dielektrika, auf die diese Definition nicht zutrifft, sind demnach fineare Dielektrika.
  • Das nichtlineare Dielektrikum 22 kann z. B. aus einem sogenannten Ferroelektrikum bestehen, insbesondere einem Ferroelektrikum vom Bariumtitanattyp. Hierzu gehören z. B. Bariumtitanat, Bariumstrontiumtitanat, Bariumstannat, Natriumcolumbat, Natriumtantalat, Kaliumcolumbat und Kaliumtantalat. Die Herstellung einer keramischen Platte 22 aus einem derartigen Material ist in einem Aufsatz von Callahan und Murray in Bulletin of the American Ceramic Society, Mai 1945, S. 131ff., beschrieben.
  • Anstatt die einzelnen Schichten für sich herzustellen und nachträglich zu vereinigen, wird vorzugsweise wie folgt vorgegangen, um den Bildschirm nach Fig. 1 und 2 herzustellen. Man beginnt mit der Herstellung des Steuerteils 20 und bildet hierauf die Elektrolumineszenzschicht 12 in Form eines elektrolurnineszenten Phosphormaterials zusammen mit einem aus Kunststoff oder Glas bestehenden Bindemittel. Falls Kunststoff als Bindemittel verwendet wird, kann als lichtdurchlässige Frontelektrode 14 aufgedampftes Gold dienen. Wenn dagegen ein Bindemittel aus Glas verwendet und auf den Steuerteil in Form einer Fritte mit darin eingearbeitetem elektrolumineszentem Material aufgebracht wird, so ergibt sich nach dem Brennen der Fritte eine spiegelglatte Oberfläche, auf der eine lichtdurchlässige leitende Schicht aus Zinnoxyd in bekannter Weise, ausgebildet werden kann. Dieser Aufbau wird bevorzugt, weil bei gerennter Herstellung des lichterzeugenden Teils 10 und des Steuerteils 20 eine sehr gute Oberflächenbeschaffenheit erforderlich ist, um zu gewährleisten, daß die beiden Schichten mit gleichmäßigem Kontakt an allen Bildelementea zusammenpassen.
  • Im Gegensatz zu anderweitig vorgeschlagenen oder bekannten Anordnungen ist keine Isolierschicht zwischen dem lichterzeugenden Teil 10 und dem Steuerteil 20 erforderlich. Dies rührt davon her, daß keine Elektroden zwischen den Schichten vorhanden sind, denen Spannungen zugeführt werden, welche die Lichtstärke der Elektrolumineszenzschicht 12 beeinflussen können.
  • Fig. 3 zeigt das Ersatzschaltbild der Anordnung nach Fig. 1 und 2. Jedes Biädelement bildet eine Brückenschaltung, deren einer Zweig eine Lichtanregungsquelle 31 in Reihe mit einer Gleichspannungsquelle 33 und der Streifenelektrode 24 enthält. Die Streifenelektrode 24 dient sowohl als Spannungszuführung als auch als die eine Belegung eines Kondensators 37, dessen andere Belegung durch die Steuerelektrode 23 gebildet wird. Der zweite Brückenzweig enthält eine zweite Lichtanregungsquelle 32 in Reihe mit der Streifencüektrode 25, die als Zuführung und eine Belegung eines Kondensators 38 dient, dessen andere Belegung ebenfalls durch die Steuerelektrode 23 gebildet wird. Die beiden Brückenzweige haben also als gemeinsamen Punkt die Steuerelektrode 23 des betreffenden Bildelements, an die das Steuersignal angelegt wird. Der zweite gemeinsame Punkt der beiden Brückenzweige befindet sich zwischen den beiden Wechselstromquellen 31 und 32 und kann auf Erdpotential gehalten werden. Die Brückendiagonale enthält die zusammenhängende Frontedektrode 14 der Elektrolumineszenzschicht 12, die sich auf der geerdeten Seite der Brücke befindenkann. Diese Elektrode dient als eine Belegung der Elektrolumineszenzzelle, deren andere Belegung durch die Hinterelektrode 18 des betreffenden Bildelementes gebildet wird. Die Elektrolumineszenzschicht liegt also in Reihe mit einem nichtlinearen Kondensator 39, dessen eine Begegung durch die Hinterelektrode 18 der Elektrolumineszenzschicht und dessen andere Belegung durch die Steuerelektrode 23 des Steuerteils gebildet wird. Für die Lichtanregungsspannungsquellen 31 und 32 kann man z. B. eine Wechselspannung von 300 bzw. 100 Volt effektiv mit 400 Hz verwenden. Die Gleichspannung 33 kann etwa 300 Volt betragen. Die Wechselspannungsquellen 31 und 32 sind so gepolt, daß sie entgegengesetzte Spannungen an die Elektrolumineszenzzelle 10 anlegen. Die Spannungsquellen 31, 32 und 33 dienen natürlich in Wirklichkeit zur Versorgung zahlreicher oder aller Elemente des Bildschirmes. Eine schematisch bei 40 gezeigte Signalverteilungseinrichtung dient zur Zuführung der Bildsignale an die Steuerelektroden 23 der einzelnen Elemente nacheinander. Diese, Signalverteilungseinrichtung kann z. B. durch Beschießung mit einem moduherten Elektronenstrahl oder Aufladung mit Modulation durch das Bildsignal dargestellt werden. Die Leitungen 41, 42 und 43 bedeuten die Adern oder Elektronenbahnen, durch die Bildsignale den einzelnen Elementen nacheinander zugeführt werden. Da die Steuerelektroden 23 sich auf der Rückseite des Bildschirmes befinden, ist die erfindungsgemäße Anordnung besonders geeignet zur Zuführung von Steuersignalen durch Beschuß mit entsprechend dem Bildsignal modulierten Elektronen in bekannter Weise (vergleiche z. B. USA.-Patent 2 888 59--1).
  • ,onalle trägt Der Kondensator 39 in der Brückendiag zwar nur wenig zur Steuerung der Helligkeit der Elektrolumineszenzzelle 10 bei, gestattet aber die Anordnung der einzelnen Steuerelektroden an der Rückseite des Bildschirines, wo die Bildsignale leicht zugeführt werden können.
  • Die Steuerelektrode 23 dient in jedem Bildelement als Belegung dreier verschiedener Kondensatoren, d. h., -es wird eine kapazitive Kopplung zu drei anderen Elektroden in jedem Bildelement des Steuerteils verwendet. Ein Kondensator 39 wird durch die kapazitive Kopplung der Hinterelektrode 18 der Elektrolumineszenzschicht mit der Elektrode 23 gebildet. Die anderen beiden Kondensatoren 37 und 38 entstehen durch kapazitive Kopplung der Steuerelektrode 23 mit den Elektroden 24 und 25. Im Falle der Kondensatoren 37 und 38 ist die Wahl der Elektrodenahmessunaen weitgehend freigestellt, da die, Kapazitätswerte bei C Kondensatoren mit im wesentlichen seitlich zu den ,en verlaufenden Kraftlinien im Gegensatz zu Belegung denjenigen, bei denen die Kraftlinien das Dielektrikum senkrecht durchqueren, nur wenio, von der Geometrie des Kondensators abhängen.
  • Die von den Spannungsquellen 31 und 32 gelieferten Lichtanregungspotentiale erzeugen ein elektrisches Wechselfeld an der Elektrolumineszenzzelle 10. Mittels der in Fig. 3 gezeigten Brückenschaltung können, die bestimmten Werte der Schaltung so eingestellt werden, daß die Elektrolumineszenzschicht 12 im wesentlichen dunkel ist, wenn der betreffenden Steuerelektrode 23 kein Bildsignal zugeführt wird. Bei Anlegung einer Steuergleichspannung an die Eingangselektrode 23 wird der Wechselstromwiderstand der nichtlinearen Kondensatoren 37 und 38 gegenüber der von den Spannungsquellen 31 und 32 gelieferten Wechselspannung verändert. Diese Impedanzänderung rührt von der nichtlinearen Eigenschaft des, Dielektrikums der Kondensatoren 37 und 38 her. Infolgedessen kommt die Brücke aus dem Gleichgewicht, und die in der Elektrolumineszenzzelle 10 herrschende Feldstärke ändert sich, wodurch die Helligkeit dieser Zelle entsprechend der Größe des angelegten Steuersignals einen anderen Wert annimmt.
  • Falls kompliziertere Signalverteilungsvorrichtungen vorgesehen werden sollen, so können diese unmittelbar auf der Rückseite der nichtlinearen dielektrischen Schicht 22 angebracht werden.
  • Ein Hauptvorteeil der erfindungsgemäßen Anordnung ist die Vereinfachung des Aufbaues, die sich aus der Tatsache ergibt, daß keine Isoherschicht zwischen dem nichtlinearen Dielektrikum 20 und der Elektrolumineszenzschicht 10 mehr vorhanden sein muß. Die Anschlüsse 24 und 25 befinden sich nämlich hier auf der Rückseite, des nichtlinearen Dielektrikums 22, wo die Gefahr von Dunkelerregungen und Durchschlägen der Elektrolumineszenzschicht 12 wegfällt. Da die Anschlußleitungen 24 und 25 Spannungen von etwa 300 Volt,ff sowie eine Gleichspannung von etwa 300 Volt aufnehmen, sollen sie möglichst entfernt von der Elektrolumineszenzschicht 12 angeordnet sein.
  • In Fig. 4 und 5 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Hierbei befinden sich die Elektrolumineszenzschicht 12 und das nichtlineare Dielektrikum 22 in unmittelbarer Berührung. Auf der Rückseite des nichtlinearen Dielektrikums 22 befindet sich ein Elektrodenmuster, das aus Steuerelektroden 23 und Anschlußschienen 26 und 27 besteht. Die Anschlußschienen 26 und 27 erstrecken sich in Längs-und Querrichtung des Bildschirmes. Die Ersatzschaltung dieser Anordnung ist die gleiche wie in Fig. -i, wobei jedoch der Kondensator 39 und die Elektrolumineszenm elle 10 nunmehr eine einzige, Einheit bilden. Der Hauptunterschied der Anordnung nach Fig. 4 und 5 gegen die früher beschriebene i st der, daß keine Elektroden in der Grenzschicht zwischen der Elektrolumineszenzschicht 12 und dem nichtlinearen Dielektrikum 22 vorgesehen sind. Es wurde gefunden, daß bei geeigneter Steuerung der Erregung der Elektrolumineszenzschicht diese Zwischenelektroden nicht benötig .,t werden.
  • Die beiden Kondensatoren für jede Brückenschaltun- werden durch die L-förinigen Spalte zwischen der Steuerelektrode 23 des betreffenden Bildelements und den benachbarten Anschlußschienen 26 und 27 gebildet. Die von den Anschlußschienen 26 und 27 ausgehenden Arme 28 und 29 unterstützen die kapazitive Steuerung der Heffigkeit und dienen auch zur besseren g ,egenseitigen Isolation der einzelnen Steuerelektroden 23.
  • Bei der in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform sind wie gesagt keine Elektroden an der Grenzfläche zwischen der dielektrischen Schicht 22 und der Elektrolumineszenzschicht 12 vorgesehen. Der Hauptgrund herfür hegt darin, daß derartige Elektroden die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Bildelementen erhöhen.
  • Diese Wechselwirkung verschlechtert die Bildqualität und istdeshalb unerwünscht. Wenn man keine Zwischen,clektroden verwendet, erhält man also zwar verbesserte Isolation der einzelnen Bildelemente, aber andererseits können die Anschlußschienen 26 und 27 mit ihren Armen 28 und 29 leichter die Elektrolumineszenzschicht 12 erregen, so daß ein Muster heller Stellen an der Ansichtsseite des Schirmes auftritt. Dagegen schirmen die Zwischenlektroden 18 in Fig. 1 und 2 die Elektrolumineszenzschicht 12 gegen Erregung durch die Anschlußschienen ab. Um das Auftreten von heglen Stellen für den Betrachter der Anordnung nach Fig. 4 und 5 zu vermeiden, kann ein undurchsichtiges Gitter 45 auf der Elektrolumineszenzschicht 12 angebracht werden, das die hellen Stellen abdeckt. Ein solches Gitter besteht vorzugsweise aus. leitendem Material, wie Aluminium, so daß es die Stromleitung zusammen mit der Frontelektrode 14 unterstützt.
  • Der soeben beschriebene Bildschirm kann z. B. dadurch hergestellt werden, daß das Muster der Elektroden 23, 26 und 27 auf photographischem Wege auf die Rückseite der nichtlinearen dielektrischen Schicht 22 aufgebracht und dann mit salpetriger Säure geätzt wird. Das abgeätzte Elektrodenmaterial besteht z. B. aus aufgedampftera Silber, das nach dem Aufdampfen wärmebehandelt wurde, um die, Haftung an dem nichtlinearen Dielektrikum zu verbessern. Nach der Bildung der Elektroden 23, 26 und 27 auf der Rückseite der nichtlinearen dielektrischen Schicht 22 wird die andere Seite der Schicht mit einer bekannten Schicht aus einem elektroIamineszentem Phosphor, z. B. mit Kupfer aktiviertem Zinksulfid, in einem ge- eigneten dielektrischen Bindemittel wie Polyvinylchlorid überzogen. Auf diese Schicht wird ein durchsichtiges Goldhäutchen aufgedampft. Das Gitter, das die von den Anschlußleitungen herrührenden hellen Stellen verdeckte kann aus auf das Gold aufgedampftem Aluminium bestehen. Ein Schutz gegen überschläge über die verschiedenen Spalte zwischen den Elektroden beim Betrieb des Bildschirms in Luft kann durch Einbetten der Rückseite in ein Isoliermaterial, z. B. ein Siliconharz, gewährleistet werden.
  • Es sind Bildschirme dieser Art hergestellt worden, bei denen etwa sechseinhalb Bildelemente auf je 10 mm entfallen. Steuerelektroden 23 haben hierbei eine Breite, von 1,25 mm und die Anschlußschienen 26 und 27 eine Breite von je 0,15 mm. Die Spalte zwischen den Anschlußschienen 26 und 27 und den Steuerelektroden 23, die für die Bildung der nichtlinearen Kondensatoren maßgebend sind, haben eine Breite von 0,075 mm. Natürlich können auch andere Werte gewählt werden. Die nichtlineare dielektrische Schicht 22 kann z. B. etwa 0,25 mm dick sein. Die jeweiligen Abmessungen hängen natürlich jeweils von der erforderlichen Auflösung, dem Herstellungsaufwand usw. ab.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Aus mehreren Schichten bestehender Festkörperbildschirm mit einer gemeinsamen Elektrolumineszenzschicht für die einzelnen durch die zugeführten Biadsignale in der Helligkeit gesteuerten Bildelemente und einem zugehörigen Stenerteil, der ein nichtlineares Dielektrikum in Form einer der Elektrolumineszenzschicht benachbarten und allen Bildelementen gemeinsamen Schicht enthält, dadurch gekennzeichnet, daß auf der freien Oberfläche der nichtlinearen dielektrischen Schicht (22) Steuerelektroden (23) periodisch derart angeordnet sind, daß jedem Bildelement eine Steuerelektrode zugeordnet ist, daß jedes Bildelement auf den Außenseiten der beiden Schichten Anschilußelektroden (14, 24, 25) zur Anlegung eines elektrischen Wechselfeldes an die Reihenschaltung aus der dielektrischen Schicht (22) und der Elektrolumineszenzschicht (12) besitzt und daß mindestens ein nichtlinearer Kondensator (37, 38) zwisehen der betreffenden Steuerelektrode und einer oder mehreren der auf der freien Oberfläche des nichtlinearen Dielektrikums angeordneten Anschlußelektroden (24, 25) gebildet wird, derart, daß der oder die nichtlinearen Kondensatoren durch der Steuerelektrode zugeführte Eingangssignale in ihrer effektiven Kapazität verändert werden und die Stärke des an der Elektrogumineszenzschicht liegenden elektrischen Wechselfeldes entsprechend der effektiven Kapazität eines Kondensators bzw. dieser Kondensatoren gesteuert wird.
  2. 2. Festkörperbildschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Bildelement außer der Steuerelektrode zwei Anschlußelektroden (24, 25 bzw. 26, 27) vorhanden sind, so daß zwischen der Steuerelektrode (23) und den zu ihren beiden Seiten befindlichen Elektroden (24, 25 bzw. 26, 27) zwei nichtlineare Kondensatoren gebildet werden, die mit der Elektrolumineszenzschicht und der dielektrischen Schicht derart in einer Brückenschaltung liegen, daß die beiden Schichten in Reihe in der Brückendiagonale- liegen. 3. Festkörperbildsähirm nach Ansprach 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Vorderseite der Elektrolumineszenzschicht eine durchgehende durchsichtige Elektrode (14) angeordnet ist und daß sich auf der dem Dielektrikum zugekehrten RückseitederElektrolumineszenzschichtZwischenelektroden (18) befinden, die je einem Bildelement zugeordnet sind. 4. Festkörperbildschinn nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Elektrolumineszenzschicht zugekehrte Seite des nichtlinearen Dielektrikums (22) in unmittelbarer inniger Berührung mit der Elektrölumineszenzschicht steht, so daß sich in jedem Bildelement ein zwischen der Steuerelektrode und einer durchgehenden Elektrode (14) auf derVorderseite, der Elektrolumineszenzschicht gebildeter Kondensator befindet, der in der Brückendiagonale, liegt (Fig. 4 und 5). 5. Festkörperbildschirm nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wechselspannungsquelle (31) in Reihe mit einer Gleichspannungsquelle (33) zwischen der durchsichtigen Elektrode (14) und der einen auf der freien Oberfläche, des Dielektrikums befindlichen Anschlußelektrode (24) geschaltet ist und daß eine zweite Wechselspannungsquelle (32) in Reihe zwischen der durchsichtigen Elektrode (14) und der anderen auf der freien Oberfläche des Dielektrikums befindlichen Anschlußelektrode (25) geschaltet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1017 648.
DEW28745A 1959-11-19 1960-10-19 Aus mehreren Schichten bestehender Festkoerperbildschirm Pending DE1141323B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1017648B (de) * 1955-08-16 1957-10-17 Int Standard Electric Corp Elektrolumineszenzschirm

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