DE1141392B - Photoelektrische Zelle und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Photoelektrische Zelle und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
G29209Vmc/21g
ANMELDETAG: 11. MÄRZ 1960
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 20. DEZEMBER 1962
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 20. DEZEMBER 1962
Die Erfindung bezieht sich auf eine photoelektrische Zelle, mittels der Lichtenergie in elektrische
Energie umgewandelt werden kann.
Es ist bekannt, daß die elektrischen Eigenschaften bestimmter Materialien durch Lichtwirkungen beeinflußt
werden. Diese Erscheinung wird meist als photoelektrischer Effekt bezeichnet, der grundsätzlich
auf zwei verschiedene Weisen entsteht:
1. durch Änderung des elektrischen Widerstandes bestimmter Stoffe, wenn sie Strahlungsenergie,
beispielsweise Licht, ausgesetzt werden,
2. durch einen Elektronenstrom, der innerhalb bestimmter Stoffe oder von diesen ausgehend auftritt,
wenn sie Strahlungsenergie, beispielsweise Licht, ausgesetzt werden.
Eine Nutzanwendung des photoelektrischen Effektes ist beispielsweise die Photozelle, eine Vorrichtung,
die Strahlungsenergie in elektrische Energie umwandelt und damit unter den obigen Punkt 2
fällt.
Photozellen können eingeteilt werden in
1. Sperrschichtzellen, wo bei der Belichtung in der Zelle eine elektromotorische Kraft entsteht,
und
2. Emissionszellen, bei denen Elektronen emittiert werden, wenn die Zelle zum Betrieb einer
äußeren Spannungsquelle einer Belichtung ausgesetzt wird.
Sperrschichtzellen (1) sind im allgemeinen schichtförmig
aufgebaut und enthalten aneinander angrenzende Schichten aus bestimmten lichtempfindlichen
Materialien, beispielsweise Kupferoxydul oder Selen mit einer geeigneten leitenden Oberfläche oder
-Schicht, wobei die ganze Vorrichtung in einem elektrischen Stromkreis liegt. Bei der Belichtung entsteht
zwischen dem lichtempfindlichen Material und der leitenden Oberfläche eine elektromotorische Kraft.
Gewöhnlich wird bei bekannten Photozellen ein anorganisches lichtempfindliches Material verwendet,
vorzugsweise Kupferoxydul oder ein Element der VI. Gruppe des periodischen Systems, insbesondere
Selen. In neuerer Zeit wurden auch Photozellen hergestellt, bei denen geschmolzenes kristallines Silizium
von hohem Reinheitsgrad als lichtempfindliches Material verwendet ist.
Obwohl auch bei anderen Substanzen photoelektrische Wirkungen beobachtet wurden, sind diese im
allgemeinen zur Herstellung einer betriebsfähigen Photozelle nicht geeignet. Daher gibt es praktisch
nur wenige photoelektrisch wirksame Substanzen, die für eine praktisch brauchbare Photozelle in Betracht
kommen.
Photoelektrische Zelle und Verfahren
zu ihrer Herstellung
zu ihrer Herstellung
Anmelder:
General Aniline & Film Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 12. März 1959 (Nr. 798 989)
V. St. v. Amerika vom 12. März 1959 (Nr. 798 989)
Joze Kostelee, Stamford, Conn. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung bezweckt, eine Photozelle mit einem neuen lichtempfindlichen Material zu schaffen, wobei
das lichtempfindliche Material ein organischer Farbstoff ist.
In Weiterbildung der Erfindung wird außerdem ein Verfahren zur Herstellung lichtempfindlicher
Vorrichtungen geschaffen, bei denen ein organischer Farbstoff als lichtempfindliches Material verwendet
wird.
Die photoelektrische Zelle mit einer Schicht aus einem lichtempfindlichen elektrophotographischen
Material, die auf jeder Seite mit einem Träger aus elektrisch leitendem Material in inniger Berührung
steht, wobei mindestens einer der Träger lichtdurchlässig ist, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß das lichtempfindliche Material ein Farbstoff der Phthalein- oder Triphenylmethanreihe ist.
Bei einem praktischen Ausführungsbeispiel der Erfindung wird eine verhältnismäßig dünne Schicht
des organischen Farbstoffes zwischen zwei leitende Elektroden gelegt, von denen mindestens eine gegenüber
der erregenden Bestrahlung durchlässig ist. Eine für die Zwecke der Erfindung brauchbare transparente
oder lichtdurchlässige Elektrode kann unter Verwendung einer Glasplatte hergestellt werden,
deren eine Seite einen leitenden Film trägt, auf dem die organische Farbstoffschicht aufgebracht wird.
209 748/267
3 4
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen im Die elektrisch leitenden Elektroden nach Fig. 1
folgenden beispielsweise näher erläutert, und zwar zeigt und 2 der Zeichnung enthalten durchsichtige leitende
Fig. 1 im Querschnitt eine erfindungsgemäße Oberflächen 2 und 2 a, die mit den Glasplatten 1
Photozelle und die Anordnung des lichtempfind- bzw. lö verbunden sind.
liehen Materials zwischen lichtdurchlässigen Elek- 5 Photozellen der in Fig. 1 gezeigten Art wurden
troden, beispielsweise in folgender Weise hergestellt: 0,05 g
Fig. 2 im Querschnitt eine Photozelle mit einei eines sensibilisierenden Farbstoffes, beispielsweise
anderen Anordnung des lichtempfindlichen Materials Tetrajoddichlorfluorescein (Rose Bengal) wurden in
zwischen lichtdurchlässigen Elektroden, 3 ml Methanol gelöst und die entstandene Lösung
Fig. 3 im Querschnitt eine Photozelle der in Fig. 1 io auf die Leitflächen 2 oder 2 a der Glasplatte ge-
und 2 dargestellten Art, bei der jedoch eine der gössen, deren Maße etwa 6,25 X 6,25 cm betrugen,
lichtdurchlässigen Elektroden durch eine undurch- Die Farbstofflösung wurde in solcher Menge aufge-
sichtige leitende Platte oder Unterlage ersetzt ist, und tragen, daß die Oberfläche vollständig mit einem
Fig. 4 die Zelle nach Fig. 1 unter einer elektro- gleichmäßigen Flüssigkeitsfilm bedeckt war. Dann
lumineszenten Schicht oder Platte, die an eine elek- 15 erfolgte die Verdampfung des Lösungsmittels bei
irische Wechselspannung angeschlossen ist. Raumtemperatur. Es entstand so eine dünne Schicht
Fig. 1 der Zeichnungen ist eine schematische An- aus festem kristallinem Farbstoff, die in Fig. 1 mit 3
sieht einer Photozelle, die einen der genannten orga- oder 3 a bezeichnet ist und die fest an der leitenden
nischen Farbstoffe als lichtempfindliches Element durchsichtigen Schicht 2 oder 2 a der Glasplatte
enthält. Bei dieser besonderen Ausführungsform 20 haftet. Die beiden Glasplatten wurden dann mit ihren
enthält die Zelle zwei Glasplatten 1 und la, die auf Farbstoffoberflächen fest aneinandergedrückt. Wer-
einer Seite einen leitenden, durchsichtigen Überzug den die beiden Schichten miteinander in Berührung
oder Belag 2 bzw. 2 a aufweist. Zwischen den beiden gebracht, so empfiehlt es sich, die Anordnung so zu
Glasplatten befinden sich die Farbstoffschichten 3 treffen, daß die beiden Platten sich nicht völlig
bzw. 3 a, die mit den durchsichtigen leitenden Ober- 25 decken. Vorzugsweise ragt die eine Kante der oberen
flächen 2 bzw. 2 a in elektrischem Kontakt stehen Platte über die entsprechende Kante der unteren
und das lichtempfindliche Element der Zelle bilden. Platte hinaus, so daß ein überstehender Teil bzw. ein
Wird die Vorrichtung in der in den Zeichnungen Vorsprung an den diametral entgegengesetzten Seiten
durch Pfeile angedeuteten Richtung dem Licht oder der Zelle entsteht. Auf diese Weise sind die Elek-
einer anderen geeigneten Bestrahlung ausgesetzt, so 30 troden 5 und 6 leicht an den leitenden Oberflächen
wird von einem Meßgerät 8 eine Spannungsdifferenz anzubringen, wie in Fig. 1 gezeigt ist.
zwischen den Elektroden 5 und 6 angezeigt. Die in Fig. 2 gezeigte Photozelle ist in ähnlicher
Fig. 2 zeigt im wesentlichen den gleichen Aufbau Weise wie die Zelle nach Fig. 1 aufgebaut. Jedoch
wie Fig. 1, nur daß der lichtempfindliche Farbstoff werden bei ihrer Herstellung die Farbstoffoberflächen
3 b in anderer Art zwischen den leitenden Glasplatten 35 der Glasplatten miteinander in Berührung gebracht,
angebracht ist. wenn sie noch von dem Lösungsmittel her feucht
Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform der sind. So verdunstet das Lösungsmittel aus den Kan-
erfindungsgemäßen Photozelle, bei der eine undurch- ten der Glasplatten heraus und hinterläßt zwischen
sichtige Metallunterlage oder -schicht 7 eine der den Elektroden eine kontinuierliche Farbstoffmasse,
durchsichtigen leitenden Glaselektroden ersetzt. 40 Die elektrischen Eigenschaften der auf diese Weise
Fig. 4 zeigt eine Anordnung, mittels der die erfin- hergestellten Zellen stimmten in jeder Hinsicht mit
dungsgemäße Photozelle zum Umwandeln eines denen von Zellen überein, bei denen getrennt abWechselstromes
in einen Gleichstrom, also als gelagerte Farbstoffsehichten verwendet worden waren.
Gleichrichter verwendet werden kann. Wird an die Dies beweist, daß an der Verbindungsstelle der Farb-Klemmen
12 und 13 eine Wechselspannung angelegt, 45 stoffschichten 3 und 3 a (s. Fig. 1) keine Sperrwirkung
so strahlt die elektrolumineszente Schicht 11 im sieht- auftritt. Bei einer völlig kontinuierlichen Farbstoffbaren Teil des elektromagnetischen Spektrums. Es schicht oder -masse zwischen den Glasplatten ist es
fällt dann Licht von der erregten elektrolumines- möglich, daß die leitenden Oberflächen des Glases,
zenten Schicht oder Fläche 11 auf die obere Ober- während sie noch von dem Lösungsmittel naß sind,
fläche der Photozelle der in Fig. 1 gezeigten Art, 50 in Kontakt kommen und dadurch die Spannung zwiwodurch
das einfallende Licht an den Klemmen 5 sehen den Elektroden aufheben. Weiterhin ist es
und 6 derart in eine Gleichstrom-Ausgangsleistung schwierig, das Lösungsmittel zu entfernen, nachdem
umgewandelt wird, daß die gesamte Reaktion von die Platten einmal miteinander in Berührung geWechselstrom
zu Licht und Licht zu Gleichstrom ver- kommen sind, da bei dem Verdampfen oder Verläuft.
55 dunsten zwischen den Kanten hindurch die Moleküle Die zur Ausführung der Erfindung geeigneten des Lösungsmittels nur schwer entweichen können.
Farbstoffe sind Phthaleinfarbstoffe, wie Tetrabrom- In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, daß
fluorescein (Eosin), Tetrajoddichlorfluorescein (Rose das gesamte Lösungsmittel unter allen Umständen
Bengal), Fluorescein, Erythrosin und andere Fluor- entfernt werden muß, da festgestellt worden ist, daß
eseeinarten sowie Triphenylmethane, wie Kristall- 60 eine Lösung des Farbstoffes zwischen den Glaselekviolett
und Malachitgrün. troden beim Belichten keinen Strom erzeugt. Diese
Von diesen verschiedenen Farbstoffen wird vor- Wirkung tritt nur dann auf, wenn der sensibilisierende
zugsweise Tetrajoddichlorfluorescein (Rose Bengal) Farbstoff sich in festem Zustand befindet,
verwendet, da mit diesem Farbstoff als lichtempfind- Eine Photozelle der in Fig. 1 der Zeichnungen darlicher Substanz Photozellen leicht herzustellen sind 65 gestellten Art wurde mit einer Wolframlampe von und da außerdem Tetrajoddichlorfluorescein (Rose 100 W belichtet, die sich in einem Abstand von etwa Bengal) bei einer gegebenen Lichtmenge eine ver- 10 cm von dem Photoelement und senkrecht über hältnismäßig hohe Gleichstromausbeute liefert. der durchsichtigen leitenden Schicht befand. Der
verwendet, da mit diesem Farbstoff als lichtempfind- Eine Photozelle der in Fig. 1 der Zeichnungen darlicher Substanz Photozellen leicht herzustellen sind 65 gestellten Art wurde mit einer Wolframlampe von und da außerdem Tetrajoddichlorfluorescein (Rose 100 W belichtet, die sich in einem Abstand von etwa Bengal) bei einer gegebenen Lichtmenge eine ver- 10 cm von dem Photoelement und senkrecht über hältnismäßig hohe Gleichstromausbeute liefert. der durchsichtigen leitenden Schicht befand. Der
entstehende Strom betrug ungefähr 0,5 ηαμΑ/αη2,
und die photoelektromotorische Kraft lag in der Größenordnung von 0,1V. Die höchste Ausgangsleistung betrug 6· 10-10 W. Bei dieser Anordnung ist
die belichtete Seite der Photozelle gegenüber der anderen Elektrode negativ. Die Pole können einfach
dadurch umgekehrt werden, daß erst die eine Seite und dann die andere beleuchtet wird, oder auch dadurch,
daß das Wolframlicht durch eine UV-Lichtquelle ersetzt wird. Im vorliegenden Falle wurde eine
Leuchtstoffröhre (Fluoreszenzlampe) von 4 W verwendet, deren Spitzenintensität bei einer Wellenlänge
von etwa 360 πΐμ liegt. Das UV-Licht wurde über ein Corningglas-7-60-Übertragungsfilter aufgebracht,
dessen Bandendurchlässigkeit bei einer Wellenlänge zwischen 300 und 400 πΐμ liegt.
Die oben beschriebene mit den erfindungsgemäßen Photozellen durchführbare Umkehrung der Polarität
stellt eine wertvolle und nützliche Eigenschaft dar. So kann durch gleichzeitige Verwendung zweier
Lichtquellen, d. h. Wolfram auf der einen und UV-Licht auf der anderen, ein synergistischer Effekt erreicht
werden. So beleuchtet lieferten die Photozellen einen Strom über 0,5 ΐημΑ/cm2 bei einer elektromotorischen
Kraft von 0,2 V, wobei Tetrajoddichlorfluorescein (Rose Bengal) als lichtempfindliches
Material verwendet wurde. Wie bereits ausgeführt, können erfindungsgemäße Photozellen verwendet
werden, um ein Wechselstromsignal in Gleichstrom umzuwandeln, wenn beispielsweise die
in Fig. 4 der Zeichnung dargestellte Bauweise verwendet wird. Bei dieser Anordnung ist über einer
Photozelle nach Art der Fig. 1 eine elektrolumineszente Schicht oder Platte 11 angeordnet und an den
Klemmen dieser elektrolumineszenten Schicht liegt eine Wechselspannung. Die von der elektrolumineszenten
Schicht 11 ausgehende Strahlung trifft auf die Photozelle und erzeugt zwischen deren Klemmen 5
und 6 eine Gleichstrom-Ausgangsleistung. In diesem besonderen Falle wurde die elektrolumineszente
Schicht mittels eines Wechselstromes von 60 Perioden und 240 V erregt, wodurch zwischen den Elektroden
5 und 6 der Photozelle eine photoelektromotorische Kraft von etwa 40 mV Gleichstrom entstand.
Es wurde bereits ausgeführt, daß die für die Erfindung geeigneten organischen Farbstoffe als Sensibilisatoren
bekannt sind. In diesem Falle bezieht sich die Bezeichnung Sensibilisatoren auf diejenigen
Farbstoffe, die im allgemeinen dazu verwendet werden, um die Lichtempfindlichkeit eines Photoleiters,
wie er üblicherweise in elektrophotographischen Verfahren verwendet wird, zu erhöhen. Dabei ist darauf
hinzuweisen, daß die bei den obigen Anordnungen beschriebenen organischen Farbstoffe als Sensibilisatoren
für die Elektrophotographie, wobei der lichtempfindliche Photoleiter aus Zinkoxyd besteht, bekannt
sind. Der genaue Mechanismus, nach dem die erfindungsgemäßen Photozellen Lichtenergie in elektrische
Energie umwandeln, scheint nach den bis jetzt gesammelten Erfahrungen auf dem Sperrschichtprinzip
zu beruhen. Anscheinend erzeugt das absorbierte Licht Photoelektronen, deren Zahl der Absorption
dieses Lichtes proportional ist. Dadurch entsteht eine steigende Konzentration freier Elektronen in
der abgesetzten Farbstoffschicht. In verschiedenen Schichtbereichen der Farbstoffschicht werden unterschiedliche
Mengen von Elektronen photoelektrisch ausgelöst, so daß die Farbstoffschicht als ein Elektronenkonzentrationselement
wirkt, wobei die elektromotorische Kraft dem Gradienten der Elektronenkonzentration
proportional ist.
Die erfindungsgemäßen Photozellen besitzen die Vorteile der Einfachheit, leichter Herstellbarkeit und
geringer Rohmaterialkosten. Die bei den erfindungsgemäßen Photozellen verwendeten lichtempfindlichen
Farbstoffe sind viel billiger und einfacher herzustellen als das außerordentlich reine Silizium, das bei
einigen Arten lichtempfindlicher Zellen verwendet wird. Die erfindungsgemäßen Photozellen sind weiterhin
viel einfacher herzustellen als die bekannten lichtempfindlichen Selenzellen, bei denen besondere
Hochvakuumverfahren und -apparaturen erforderlich sind, um dünne Selenschichten auf geeignete Trägermaterialien
aufzubringen. Die sensibilisierenden Farbstoffschichten lassen sich als Lösungen dieser
Farbstoffe schnell und einfach in dünnen Schichten auf geeignete Träger auftragen.
Es ist zwar schon bekannt, in Photozellen Phthalocyanin, insbesondere dessen Metallderivate, zu verwenden.
Aus diesen von den Phthaleinen und Triphenylmethanfarbstoffen völlig verschiedenen Farbstoffen,
die zum Teil auch noch Schwermetall gebunden enthalten, können keine Rückschlüsse auf
die vorliegende Erfindung gezogen werden.
Claims (4)
1. Photoelektrische Zelle mit einer Schicht aus einem lichtempfindlichen elektrophotographischen
Material, die auf jeder Seite mit einem Träger aus elektrisch leitendem Material in inniger Berührung
steht, wobei mindestens einer der Träger lichtdurchlässig ist, dadurch gekennzeichnet, daß
das lichtempfindliche Material (3, 3 a, 3 b) ein Farbstoff der Phthalein- oder Triphenylmethanreihe
ist.
2. Photozelle gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbstoff Tetrajoddichlorfluorescein
(Rose Bengal) ist.
3. Herstellungsverfahren für Photozellen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei eine elektrisch leitende Oberfläche (2, 2a) aufweisende Träger (1, la),
von denen mindestens einer lichtdurchlässig ist, mit einer Lösung eines der genannten lichtempfindlichen
Farbstoffe auf der elektrisch leitenden Fläche bestrichen werden, worauf die bestrichenen Seiten, vorzugsweise nach Verdunsten
des Lösungsmittels, fest gegeneinandergedrückt werden.
4. Herstellungsverfahren für Photozellen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Träger (1, 1 a) so gegeneinandergedrückt werden, daß keine vollständige Deckung eintritt, und daß
jeweils an den überstehenden Kanten Klemmen (5, 6) für elektrische Leitungen angeschlossen
werden.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 820 015;
Physical Abstracts, Bd. 60 (1957), S. 402/403, Referat 4364.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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| US798989A US3009006A (en) | 1959-03-12 | 1959-03-12 | Photoelectric cell |
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|---|---|
| DE1141392B true DE1141392B (de) | 1962-12-20 |
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ID=25174768
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG29209A Pending DE1141392B (de) | 1959-03-12 | 1960-03-11 | Photoelektrische Zelle und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Country Status (5)
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| DE (1) | DE1141392B (de) |
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