DE1140977B - Regelschaltung fuer seismische Verstaerker - Google Patents
Regelschaltung fuer seismische VerstaerkerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Regelschaltung für seismische Verstärker für reflexions- und refraktionsseismische
Messungen.
Da die Amplitude der von den Körperschallempfängern aufgenommenen Schallwellen innerhalb
weniger Sekunden auf etwa ein Tausendstel des Anfangswertes absinkt, ist zur Erzielung einer auswertbaren
Registrierung eine Regelung des Verstärkungsgrades des zwischen dem Körperschallempfänger
(Geophon) und dem Registriergerät geschalteten Verstärkers nötig. Der von dem Verstärker zu übertragende
Frequenzbereich von z. B. 5 bis 150Hz liegt nun im gleichen Bereich wie die zu fordernde
Regelgeschwindigkeit. Damit können Regeleinrichtungen mit einer Einkopplung der Regelspannung in
den zu regelnden Weg nicht benutzt werden, da die in dem zu regelnden Weg eingekuppelte Regelspannung
einen sogenannten Schwall erzeugt, der sich dem zu registrierenden Schallereignis überlagert und
damit die Auswertung der Messung erschwert oder unmöglich macht.
Es ist an sich in der Elektrotechnik bekannt, elektrische Verstärker mit Hilfe von Fotoelementen im
Verstärkungsgrad zu regeln. Die hierfür verwendeten Fotozellen weisen jedoch eine so große Abklingzeit
auf, daß schnell arbeitende Regelungen nicht mit diesen Mitteln erzielt werden konnten. Da die inneren
Verzögerungen im Ansprechen dieser Fotozellen auf Lichtschwankungen erheblich waren, war bereits bei
einer Wechselstromspeisung der die Fotozelle steuernden Glühlampe in Verbindung mit der Wärmeträgheit
des Glühfadens handelsüblicher Glühlampen eine brummfreie Regelung vorhanden. Derartige Regelanordnungen
sind infolge der hohen für seismische Verstärker zu fordernden Regelgeschwindigkeiten
bisher nicht brauchbar gewesen.
Die Regelschaltung für seismische Verstärker nach dem Prinzip der Spannungsteilerregelung mit einem
festen und einem dazu in Reihe geschalteten lichtgesteuerten Fotowiderstand gestattet eine schwallfreie
Regelung kurzer Eigenzeit, indem als Fotowiderstand ein Widerstand mit einer geringen An- und Abklingzeit
im Wirkungsbereich einer Lampe geringer Wärmeträgheit angeordnet ist, die an der Regelspannung
liegt.
Bei einer derartigen Regelschaltung ist nicht nur der Weg der Regelspannung in den Verstärkerkanal
gesperrt, sondern auch durch die relativ große Änderung des Widerstandswertes eines Fotowiderstandes
zwischen voll belichtetem und unbelichteten! Zustand über etwa vier Dekaden eine außerordentlich große
Regeldynamik möglich. An Stelle der Verwendung Regelschaltung für seismische Verstärker
Anmelder:
PRAKLA
Gesellschaft für praktische Lagerstättenforschung G.m.b.H.,
Hannover, Haarstr. 5
Hannover, Haarstr. 5
Friedhelm Sender, Hannover,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
einer Glühbirne geringer Leistung als Lichtquelle läßt
sich vorteilhaft auch eine Gasentladungslampe benutzen, die von der Regelwechselspannung oder einer
entsprechend geregelten höherfrequenten Hilfswechselspannung gesteuert wird. Dabei kann die Frequenz
der die Glimmlampe steuernden Wechselspannung sowohl innerhalb der entsprechenden Ansprechzeit
des Fotowiderstandes liegen als auch außerhalb derselben. Im ersteren Falle nimmt der Fotowiderstand
einen der mittleren Beleuchtungsstärke entsprechenden Wert an, während im anderen Falle der Widerstandswert
des Fotowiderstandes kurzzeitig taktförmig schwankt. Hierbei glätten die im seismischen
Verstärker stets vorhandenen Filter und sonstigen Energiespeicher der Schaltung die geregelte Wechselspannung
wieder.
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 ein schematisches Schaltbild eines seismischen Verstärkers mit automatischer Regelung,
Fig. 2 ein Schaltbild eines Teiles der Fig. 1 mit einem erfindungsgemäßen Regelteil.
Dem seismischen Verstärker nach Fig. 1 wird an der Klemme 7 das von den Geophonen kommende
Eingangssignal zugeleitet und in der Stufe 1 zunächst verstärkt. Über einen ebenfalls in dieser Stufe angeordneten
regelbaren Spannungsteiler gelangt das Signal zur Stufe 2 zur weiteren Verstärkung. Auf die
Stufe 2 folgt ein einstellbares Filter 3 und danach eine weitere Verstärkung in der Stufe 4. Über eine Anpassungs-
und Mischsehaltutig 5 wird das Signal der Ausgangsklemme 8 zugeleitet, von der es auf eine
oder mehrere Registriervorrichtungen gelangt. Aus der Verstärkerstufe 4 wird ein weiterer Signalanteil
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ausgekoppelt und einer Regelstufe 6 zugeführt, in der .■ ein dem Signalanteil entsprechendes Regelsignal erzeugt
wird. Das Regelsignal wird dem in der Stufe 1 angeordneten veränderlichen Spannungsteiler zugeführt
und steuert diesen auf einen solchen Wert, daß das an der Klemme 8 verfügbare Ausgangssignal im
Mittel eine konstante Amplitude aufweist.
Bei dem erfindungsgemäßen Regelteil nach Fig. 2 ist parallel zu dem der Klemme 7 nachgeschalteten
Eingangsübertrager 10 ein Spannungsteiler geschaltet, der aus einem Widerstand 11 und einem Fotowiderstand
12 besteht. Mit dem Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand 11 und dem Fotowiderstand
12 ist die Basiselektrode eines Transistors 13 verbunden. In der Emitterzuleitung ist zur Stabilisierung
ein Widerstand 16 angeordnet, während die Basiselektrode über einen Widerstand20 ihre Vorspannung
erhält. Am Kollektorwiderstand 14 wird über den Kondensator 15 die geregelte Signalspannung abgegriffen
und der nächsten Stufe des seismischen Verstärkers zugeführt. Über die Leitung 18 erhält die
Lampe 17 aus der Regelstufe 6 eine Regelspannung. Die Lampe 17 ist zusammen mit dem Fotowiderstand
12 in einem lichtdichten Kasten 19 angeordnet.
Wenn die an den Klemmen 7 anliegende Signalamplitude von einem höheren Wert auf einen niedrigeren
Wert fällt, sinkt auch die Amplitude des der Regelstufe 6 aus der Verstärkerstufe 4 zugeleiteten
Signalanteiles und damit die der Lampe 17 zugeleitete Regelspannung. Dadurch nimmt die Strahlung der
Lampe 17 ab, so daß der Fotowiderstand 12 weniger Licht erhält und somit einen höheren Widerstandswert
annimmt. Der Teilerpunkt des Spannungsteilers verschiebt sich zu einer niedrigeren Spannungsteilung,
so daß die den Spannungsteiler 11, 12 passierende Signalamplitude eine geringere Abschwächung erfährt.
Durch eine Kaskadenschaltung eines weiteren Widerstandes lic mit einem von der gleichen Lampe
17 beleuchteten Fotowiderstand 12 a kann auf einfache Weise eine erhebliche Erhöhung des Regelbereiches
bewirkt werden. Infolge der Verstärkung des Regelkreises sind Nichtlinearitäten, insbesondere
die Abhängigkeit der Widerstandsänderung des Fotowiderstandes von der Beleuchtungsstärke, praktisch
ohne Belang.
Für die Lampe 17 kommt außer einer Glühfadenlampe
geringer Wärmeträgheit auch eine Gasentladungslampe in Betracht, die zur Erzielung einer möglichst
hohen aussteuerbaren Helligkeitsschwankung mit Wechselspannung oder mit einer Impulsfolge betrieben
wird, wobei das zeitliche Leucht-Dunkelverhältnis gesteuert wird. Die entsprechend gewählte
Trägheit des Fotowiderstandes sowie die in dem seismischen Verstärker vorhandenen auf relativ niedrige
Frequenzen abgestimmten Filter gleichen etwaige höherfrequente Schwankungen der Regelung aus.
Bei mit Transistoren in den Verstärkerstufen ausgerüsteten seismischen Verstärkern kann der Fotowiderstand
zweckmäßig auch als Längswiderstand angeordnet werden, der mit dem Eingangswiderstand
des Transistors zusammenarbeitet. Die Lichtsteuerung müßte in diesem Falle natürlich einen entsprechend
umgekehrten Sinn erhalten, d. h. bei stärkerem Signal dunkler werden.
Um eine Anpassung zwischen Eingangskreis und der auf die Regelanordnung folgenden Verstärkerstufe
zu erhalten, können auch zwei Fotowiderstände als L-Glied angeordnet werden, wobei die Beleuchtung
durch je eine Lampe erfolgt, deren Helligkeiten sich zueinander gegensinnig verändern. Eine derartige
gegensinnige Veränderung läßt sich z. B. dadurch erzielen, daß eine Rechteckimpulsfolge konstanter
Impulsfolgefrequenz aus abwechselnd positiven und negativen Impulsen je mit den positiven
und negativen Impulsen einer der Lampen im L-Glied zugeführt wird. Um einen möglichst großen Durchsteuerbereich
der Helligkeit zu erhalten, können nach dem Prinzip der Braunschen Röhre gebaute Lampen
verwendet werden.
Fotowiderstandsregelglieder haben gegenüber den bisher gebräuchlichen Dioden- und sonstigen Regelgliedern
noch den weiteren Vorteil, daß sie auch für relativ große Signalamplituden nur geringe Verzerrungen
ergeben.
Claims (7)
1. Regelschaltung für seismische Verstärker nach dem Prinzip der Spannungsteilerregelung mit
einem festen und einem dazu in Reihe geschalteten lichtgesteuerten Fotowiderstand und mit einem
geschlossenen Regelkreis, dadurch gekennzeich net, daß als Fotowiderstand (12) ein Widerstand
mit einer geringen An- und Abklingzeit im Wirkungsbereich einer Lampe (17) geringer Wärmeträgheit
angeordnet ist, die an der Regelspannung (18) liegt.
2. Regelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die Lampe (17) eine im
Regelkreis erzeugte Impulsfolge angelegt wird, die ein dem gewünschten Regelzustand entsprechendes Tastverhältnis aufweist.
3. Regelschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Fotowiderstände
(12, 12 a) von der gleichen Lampe (17) beleuchtet werden.
4. Regelschaltung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem mit Transistoren ausgerüsteten Verstärker der Fotowiderstand als Längswiderstand
vor den Eingang des nachfolgenden Transistors geschaltet ist.
5. Regelschaltung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei zueinander gegensinnig beleuchtete Fotowiderstände als L-Glied geschaltet sind, so
daß sich eine konstante Anpassung ergibt.
6. Regelschaltung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß den beiden je einen der
Fotowiderstände des L-Gliedes beleuchtenden
Lampen eine im Tastverhältnis modulierte Impulsfolge positiver und negativer Impulse konstanter
Periode derart zugeführt wird, daß die positiven Impulse der einen und die negativen Impulse der
anderen Lampe zugeführt werden.
7. Regelschaltung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lampen nach dem Prinzip der Braunschen Röhre gebaut sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1058 559;
Funkschau, 1959, H. 23, S. 553.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 747/238 12.62
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (1)
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|---|---|
| DE1140977B true DE1140977B (de) | 1962-12-13 |
Family
ID=8764627
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (2)
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| FR (1) | FR1303755A (de) |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE3603833A1 (de) * | 1986-02-07 | 1987-08-13 | Ant Nachrichtentech | Einrichtung zur analog/digital-wandlung von elektrischen analogsignalen |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1058559B (de) * | 1957-11-26 | 1959-06-04 | Philips Nv | Regelschaltung fuer elektrische Verstaerker |
-
1960
- 1960-12-01 DE DE1960P0026153 patent/DE1140977B/de active Pending
-
1961
- 1961-10-13 FR FR875867A patent/FR1303755A/fr not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1058559B (de) * | 1957-11-26 | 1959-06-04 | Philips Nv | Regelschaltung fuer elektrische Verstaerker |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1303755A (fr) | 1962-09-14 |
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