DE1140843B - Elektrischer Geschosszuender mit Traegheitsgenerator - Google Patents
Elektrischer Geschosszuender mit TraegheitsgeneratorInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C11/00—Electric fuzes
- F42C11/04—Electric fuzes with current induction
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- Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Geschoßzünder mit einem Trägheitsgenerator zur induktiven
Erzeugung eines elektrischen Stromes, welcher zwei relativ zueinander verschiebbare Elemente,
z. B. eine Spule und einen darin gleitend gelagerten Magnetkolben, aufweist, die normalerweise
durch Haltemittel in ihrer Stellung gehalten werden, welche jedoch beim Abschuß unter der Einwirkung
der Beschleunigung nachgeben.
Der elektrische Geschoßzünder nach der Erfindung soll vor allem bei Geschossen, die beim Abschuß verhältnismäßig
schwachen Beschleunigungen unterworfen werden, zur Anwendung kommen, z. B. bei Raketen (die Beschleunigungen betragen z. B. 100
bis 200 g) und bei Wurfgranaten (die Beschleunigungen betragen z. B. 1000 bis 2000 g) im Gegensatz zu
Geschossen mit sehr viel höheren Anfangsbeschleunigungen in der Größenordnung von 100 000 g.
Bei den eingangs erwähnten bekannten Geschoßzündern mit Trägheitsgenerator zur induktiven Erzeugung
eines elektrischen Zündstromes mittels einer Spule und eines in ihr gleitend gelagerten Magnetkolbens
werden relative Verschiebungen in der Ruhelage des Geschosses durch Haltemittel vermieden,
wobei diese Haltemittel jedoch beim Abschuß unter der Einwirkung der Abschußbeschleunigung nachgeben.
Bei diesen bekannten elektrischen Zündern mit Trägheitsgenerator ist zwar eine gewisse Sicherheit
gegen Stöße od. dgl. vorhanden, die aber insbesondere bei Geschossen mit verhältnismäßig kleinen
Anfangsbeschleunigungen nicht groß genug ist, da unter der Bedingung kleiner Anfangsbeschleunigungen
die Haltemittel naturgemäß entsprechend schwach auszubilden wären und dadurch bei auftretenden
Stößen od. dgl. leicht reißen oder brechen können.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, den elektrischen Geschoßzünder mit Trägheitsgenerator
so auszubilden, daß eine einwandfreie Sicherung gegen ungewolltes Scharfmachen des Zünders erreicht
wird, die wesentlich zuverlässiger arbeitet und einen erheblich größeren Sicherheitsfaktor gegen Stoß
od. dgl. aufweist, als es bei bekannten Ausführungen der Fall ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung darin, daß bei den eingangs erwähnten elektrischen
Geschoßzündern mit Trägheitsgenerator der Trägheitsgenerator in seiner Gesamtheit axial verschiebbar
im Geschoß gelagert ist, und zwar entgegen den bei der Abschußbeschleunigung nachgebenden Haltemitteln
bis an einen festen Anschlag verschiebbar ist, wobei eines der relativ zueinander verschiebbaren
Elemente des Trägheitsgenerators durch ein zweites Elektrischer Geschoßzünder
mit Trägheitsgenerator
mit Trägheitsgenerator
Anmelder:
Brevets Aero-Mecaniques S.A.,
Genf (Schweiz)
Genf (Schweiz)
Vertreter: Dr. H. Wilcken, Patentanwalt,
Lübeck, Breite Str. 52-54
Lübeck, Breite Str. 52-54
Beanspruchte Priorität:
Luxemburg vom 1. März 1960 (Nr. 38 319)
Luxemburg vom 1. März 1960 (Nr. 38 319)
Haltemittel so lange an einer Verschiebung der beiden Elemente gegeneinander gehindert ist, bis das
zweite Haltemittel durch den Aufprall des Trägheitsgenerators gegen den Anschlag nachgibt und die Bewegung
der beiden Elemente des Trägheitsgenerators gegeneinander freigibt.
Beim erfindungsgemäßen Zünder sind damit zwei Haltemittel vorgesehen, von denen das eine zur Vorbereitung
des Scharfmachens des Zünders dient und so ausgelegt werden kann, daß seine Reiß- oder
Bruchgrenze nahe bei den durch die Abschußbeschleunigung erzeugten Kräften liegt, während das
zweite Haltemittel das eigentliche Scharfwerden des Geschosses bewirkt und eine wesentlich höhere Reißoder
Bruchgrenze aufweist, die erst durch den Aufprall des gesamten Trägheitsgenerators gegen den
festen Anschlag des Geschosses überschritten wird.
Durch die Erfindung können der Anschlag und das Gehäuse des Trägheitsgenerators derart ausgebildet
werden, daß durch den Aufprall am Anschlag das Generatorgehäuse einen erheblichen Bewegungsimpuls
nach vorn erhält, womit auch ein verstärkter Stromimpuls zur erhöhten Aufladung der Spannungsquelle
des Zünders erzeugt wird.
Die Erfindung mit weiteren Einzelheiten wird nun an Hand eines Ausführungsbeispiels der Zeichnung
erläutert, und zwar zeigt
Fig. 1 mit weggebrochenen und teilweise axial geschnittenen Teilen eine Granate mit Trägheits-
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generator, die durch eine Feuerwaffe weggeschleudert wird und die entsprechend der Erfindung die Elemente
in gesicherter Lage zeigt, d. h. vor dem Abschuß,
Fig. 2 die gleiche Granate im Augenblick unmittelbar nach dem Abschuß, wo der elektrische Trägheitsgenerator
erregt ist.
Wie schon ausgeführt wurde, soll der erfindungsgemäße
Zünder vor allem bei Geschossen mit verhältnismäßig schwacher Anfangsbeschleunigung verwendet
werden, z. B. bei einer Wurfgranate, die mit einem elektrischen Zündsystem versehen ist, welches
neben anderen Elementen einen elektrischen Trägheitsgenerator aufweist. Das Geschoß in seiner Gesamtheit
mit Trägheitsgenerator kann auch ein Selbstantriebsgeschoß sein, beispielsweise ist es am
Vorderende mit einem spitzbogenförmigen Kopf 1 und am Hinterende mit einer Rohrverlängerung 2
zur Anpassung an die Abwurf- oder Abschußwaffe versehen.
Das elektrische Zündsystem besteht aus einem Zündkreis mit einem Schließkontakt, der durch den
Geschoßaufprall betätigt wird, und einer Spannungsquelle, die beim Abschuß durch einen Trägheitsgenerator 3 des Geschosses aufgeladen wird, welcher
derart ausgebildet ist, daß er durch genügend große Beschleunigungen in Richtung der Geschoßachse erregbar
ist.
In Fig. 1 ist schematisch als Ausführungsbeispiel ein Trägheitsgenerator 3 dargestellt, der im wesentlichen
aus einer Spule 4, die koaxial im Geschoß liegt und sich in der Achse des Geschosses nach hinten
verschieben kann, und weiter aus einem Magnetkolben 5 besteht, der vor dem Abschuß in seiner vorderen
Stellung unbeweglich durch Haltemittel festgehalten wird, z. B. durch ein Stück eines starren
Drahtes 6, der zwar die Sicherheit beim Transport und beim Fallen des Geschosses gewährleistet, aber
so brüchig ist, daß er unter der Wirkung oberhalb eines Grenzwertes liegender, d.h. größerer axialer
Beschleunigungen, die der Gesamtheit des Generators aufgezwungen werden und nach vorn gerichtet sind,
bricht bzw. reißt, wie noch erläutert wird.
Das Gehäuse des Trägheitsgenerators wird als Kolben 3 ausgebildet, der in einer Bohrung 8 des
Geschoßkörpers zwischen dem Vorderteil 1 und dem Hinterteil 2 des Geschosses gleiten kann, wobei die
Bohrung 8 eine Länge oberhalb der des Kolbens aufweist. Der Trägheitsgenerator innerhalb des Kolbens 3
besteht aus der Induktionsspule 4, einem in ihr axial verschiebbaren Magnetkolben 5 und einer in einem
Gehäuseteil 12 des Generators vorgesehenen Spannungsquelle, die bei Verschiebung des Magnetkolbens
5 gegenüber der Spule 4 durch Induktion aufgeladen wird und über einen Leitungsdraht 13
ausreichender Länge mit dem Zündkreis des Geschosses verbunden ist.
Im Geschoßkörper ist ein hinterer Anschlag als Hohlzapfen 7 mittels eines eingeklemmten Flansches
la befestigt. In dem Anschlag bzw. Hohlzapfen 7 ist
mittels einer Blockierhülse 11 eine Bruchscheibe 10 eingeklemmt, und gegen diese Scheibe 10 kommt das
freie Ende einer in dem Generatorgehäuse 3 befestigten Schraube 9 zur Anlage. Es kann aber auch so
vorgegangen werden, daß die Schraube 9 mit einem als Bruchscheibe 10 ausgebildeten Kopf versehen
wird, der in der vorerwähnten Weise eingeklemmt ist. Weiterhin kann auch die Bruchscheibe in kinematischer
Umkehrung angeordnet werden.
Die Bruchscheibe 10, die mit der Schraube 9 das Haltemittel für die vordere Ruhestellung des gesamten
Trägheitsgenerators bildet, ist so ausgebildet, daß sie durch die Trägheit des Trägheitsgenerators
infolge der Anfangsbeschleunigung beim Abschuß des Geschosses bricht bzw. reißt, so daß der Trägheitsgenerator sodann in seiner Gesamtheit gegenüber
dem Geschoß stehenbleibt, wenn er gegen den Anschlag 7 prallt.
Auf der anderen Seite ist, wie schon erwähnt, der Magnetkolben S durch einen brechenden oder reißenden
Draht 6 fest mit dem Generatorgehäuse 3 bzw. mit dem Gehäuseteil 12 verbunden.
Durch den Aufprall des Trägheitsgenerators gegen den Geschoßanschlag 7 wird der Generator mit einer
Beschleunigung nach vorn geschleudert, die größer ist als die Anfangsbeschleunigung des Geschosses.
Bemessung und Werkstoff des Drahtes 6 sind so gewählt, daß der Draht bei dieser erhöhten Beschleunigung
bricht oder reißt, so daß sich dann der Magnetkolben 5 in der Induktionsspule 4 axial verschiebt
und in der Spule einen Stromimpuls zur Aufladung der Spannungsquelle im Gehäuseteil 12 erzeugt, die
beim Aufschlag des Geschosses über einen Kontakt die Zündung bewirkt. Durch die beim Aufprall des
Trägheitsgenerators gegen den Anschlag 7 bewirkte erhöhte Vorwärtsbeschleunigung des Trägheitsgenerators
wird auch gegenüber sonst bekannten elektrischen Trägheitsgeneratoren ein erhöhter Stromimpuls
und damit eine erhöhte Aufladung der Stromquelle zur Erzielung einer einwandfreien Zündung erreicht.
Claims (7)
1. Elektrischer Geschoßzünder mit einem Trägheitsgenerator zur induktiven Erzeugung eines
elektrischen Stromes, welcher zwei relativ zueinander verschiebbare Elemente, z. B. eine Spule
und einen darin gleitend gelagerten Magnetkolben, aufweist, die normalerweise durch Haltemittel in
ihrer Stellung gehalten werden, welche jedoch beim Abschuß unter der Einwirkung der Beschleunigung
nachgeben, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägheitsgenerator (3) in seiner Gesamtheit
axial verschiebbar im Geschoß (1, 2) gelagert ist, und zwar entgegen dem bei der Abschußbeschleunigung
nachgebenden Haltemittel (10) bis an einen festen Anschlag (7) verschiebbar,
wobei eines der relativ zueinander verschiebbaren Elemente (4, 5) des Trägheitsgenerators (3) durch
ein zweites Haltemittel (6) so lange an einer Verschiebung der beiden Elemente (4, 5) gegeneinander
gehindert ist, bis das zweite Haltemittel (6) durch den Aufprall des Trägheitsgenerators (3)
gegen den Anschlag (7) nachgibt und die Bewegung der beiden Elemente (4, S) des Trägheitsgenerators gegeneinander freigibt.
2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (4) und der Magnetkolben
(5) des Trägheitsgenerators in einem als Kolben ausgebildeten Gehäuse (3) angeordnet sind,
welches in einer Bohrung (8) des Geschoßkörpers axial gleitend gelagert ist.
3. Zünder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlag (7) durch die Vorderkante eines im Geschoßkörper befestigten
Hohlzapfens (7) gebildet ist.
4. Zünder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Haltemittel
für den gesamten Trägheitsgenerator eine in dessen Gehäuse konzentrisch befestigte, axial zum
Anschlag (7) hin vorstehende Schraube (9) aufweist, die an einer im Anschlag (7) gehaltenen
Bruchscheibe (10) anliegt.
5. Zünder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bruchscheibe (10) den Kopf der
Schraube (9) bildet.
6. Zünder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bruchscheibe
(10) zwischen einer radialen inneren Schulter des Anschlages (7) und einer in den Anschlag eingesetzten
Blockierhülse (11) axial unbeweglich gehalten ist.
7. Zünder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (7)
und das Gehäuse (3) des Trägheitsgenerators derart ausgebildet sind, daß durch den Aufprall am
Anschlag (7) das Trägheitsgeneratorgehäuse (3) einen Bewegungsimpuls nach vorn erhält.
ίο In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 34 951, 49459,
865.
865.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU38319 | 1960-03-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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ID=19722312
Family Applications (1)
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