DE1140369B - Vorrichtung zur Registrierung des Brechungsindexverlaufes in rotierenden Zentrifugenzellen - Google Patents
Vorrichtung zur Registrierung des Brechungsindexverlaufes in rotierenden ZentrifugenzellenInfo
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- G01N21/41—Refractivity; Phase-affecting properties, e.g. optical path length
- G01N21/45—Refractivity; Phase-affecting properties, e.g. optical path length using interferometric methods; using Schlieren methods
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur interferometrischen
Registrierung des Brechungsindexverlaufes in rotierenden Zentrifugenzellen, umfassend
einen Zentrifugenrotor mit einer Meßzelle und einer Referenzzelle, eine Beleuchtungs- und Kollimationseinrichtung
zur Erzeugung eines Strahlenbündels von parallelem, monochromatischem Licht und eine halbdurchsichtige Spiegelfolie, welche das Bündel in zwei
kohärente Strahlenbündel aufspaltet.
Bisher bekannte Interferenzanordnungen für Zentriftigen bedienen sich eines Doppelspaltinterferometers
nach Rayleigh in Kombination mit einer Doppelzelle, in welcher eine Einzelzelle mit der zu
untersuchenden Lösung, die andere mit Lösungsmittel gefüllt wird. Diese von Philot und Cook beschriebene
Anordnung hat aber folgende Nachteile: Erstens können Doppelspaltinterferometer nur durch
einen sehr feinen Spalt beleuchtet werden. Sie geben also im Vergleich zu anderen Interferometern eine
recht niedrige Lichtstärke. Dieser Nachteil ist bei Zentrifugen besonders ernst, weil die üblichen sektorförmigen
Zentrifugenzellen nur einige Grade des Rotors umfassen. Der Rotor selbst absorbiert also
rund 98 % des Lichtes, und für die Zelle bleiben nur 2% übrig. Zweitens ist es mit großen technischen
Schwierigkeiten verbunden, Doppelzellen herzustellen, die zwischen den beiden Einzelzellen trotz
der außerordentlich hohen hydrostatischen Drücke, welche während der Rotation auftreten, zwischen den
beiden Zellen keine Flüssigkeit übertreten lassen. Drittens tritt erst ein Lichtstrahl durch die erste Zelle
allein, dann treten zwei Lichtstrahlen gleichzeitig durch beide Einzelzellen, und schließlich tritt ein
Lichtstrahl durch die zweite Einzelzelle allein, wenn eine Doppelzelle vor einem Doppelspalt vorbeieilt.
Nur die gleichzeitigen Lichtstrahlen können Interferenzstreifen geben; die beiden anderen führen
nur einen verminderten Kontrast der Streifen mit sich. Sie sind also unerwünscht, können jedoch nicht
ohne komplizierte Anordnungen beseitigt werden.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zellen an einander diametral gegenüberliegenden
Stellen des Zentrifugenrotors mit gleichem Radius angeordnet sind, daß die halbdurchsichtige Folie
mit der Drehachse des Zentrifugenrotors in einer Ebene angeordnet ist und daß zwei Spiegelflächen
zu den beiden Seiten dieser Ebene in einem solchen Winkel zu ihr angeordnet sind;, daß die von der Folie
kommenden Strahlenbündel parallel zu der Drehachse auf die beiden Zellen geworfen werden. Durch
die Verwendung eines Interferometers mit halbdurchlässiger Folie kann der Kollimator ohne Verwischung
Vorrichtung zur Registrierung
des Brechungsindexverlaufes in rotierenden
Zentrifugenzellen
Anmelder:
LKB-Produkter Fabriksaktiebolag,
Stockholm
Stockholm
Vertreter: Dr. M.Eule, Patentanwalt,
München 13, Kurfürstenplatz 2
München 13, Kurfürstenplatz 2
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 4. Juni 1953 (Nr. 5158)
Schweden vom 4. Juni 1953 (Nr. 5158)
Svante Harry Svensson, Sundbyberg (Schweden), ist als Erfinder genannt worden
der Interferenzstreifen mit einer in zwei Dimensionen ausgedehnten Eintrittsöffnung versehen und eine sehr
hohe Lichtstärke erzielt werden. Durch die Anordnung der Einzelzellen weit voneinander in separaten
Zellenhaltern bietet das diohte Anschrauben der Zellenfenster keine besonderen Probleme. Schließlich
kann mit dieser Anordnung kein inkohärentes Licht durch die Zellen kommen; die erhaltenen Interferogramme
sind also maximal kontrastreich.
Die Anordnung wirkt besonders vorteilhaft, wenn die halbdurchlässige Folie in an sich bekannter Weise
in der gemeinsamen Ebene zweier ein Doppelprisma bildender gleicher Prismen liegt, deren dem Lichtein-
und -austritt dienende Begrenzungsflächen senkrecht zur Lichtem- und -austrittsrichtung verlaufen. Hierdurch
wirken die die Folie tragenden Glaselemente optisch wie senkrecht zur optischen Achse orientierte
planparallele Platten. Solche Platten, so orientiert, bringen ein Minimum an optischen Aberrationen hervor,
die auch bei der Berechnung der Linsen auskorrigiert werden können. Dies ist nicht der Fall bei
schräg gestellten Platten, die bekanntlich in den Interferometern nach Michelson und J am in vorkommen.
Schräg gestellte Platten sollten also auch in den übrigen Teilen des optischen Systems ausgeschlossen
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werden. Darum werden vorteilhaft die Spiegelfolien, die das Licht in die Zellen werfen, an den Außenflächen
zweier Glasprismen angebracht und die Prismen so gestellt, daß ihre folienbelegten Flächen in
bezug auf die halbdurchlässige Folie gegenseitige Spiegelbilder werden.
Wenn der Rotor rotiert, wechseln die Zellen ihre Plätze zweimal pro Umdrehung. Falls die zwei Interferenzmuster,
die diesen .beiden Zellenlagen ent-Nach der Reflexion tritt das Licht an einem anderen
Punkt durch die Zelle hindurch als beim ersten Durchgang, was systematische Fehler verursacht.
Gemäß der Erfindung wird Autokollimation dadurch erzielt, daß ein fester Spiegel außerhalb des
Rotors und des Rotorgehäuses auf die Hinterwände der Zellen mit Hilfe eines speziellen Linsensystems
optisch abgebildet wird. Die folgende Erörterung zeigt, daß man in dieser Beziehung nicht jedes be
sprechen, vollständig identisch sind, tut es nichts, io liebige Linsensystem verwenden kann und welche
und keine Anstalten müssen getroffen werden. Es dürfte aber sehr schwierig sein, diesen idealen Zustand
zu verwirklichen. Gemäß der Erfindung sind daher besondere Anstalten getroffen, um nur eines
dieser Interferenzbilder auszuscheiden.
Gemäß einer Methode hierfür verwendet man außerhalb des Rotorgehäuses ein Stroboskop, d.h.
eine rotierende Scheibe, deren Achse mit der Rotorachse zusammenfällt und in deren Peripherie eine
Bedingungen das Linsensystem hierbei erfüllen muß, um funktionieren zu können.
Bei jeder vollkommenen optischen Abbildung gilt, daß verschiedene Strahlen von einem und demselben
Punkt des Objekts alle dieselbe optische Wegstrecke durch das Linsensystem zu einem und demselben
Punkt im optischen Bild zurücklegen. Im allgemeinen ist aber diese optische Wegstrecke für verschiedene
Punkte in den Objekt- und Bildebenen verschieden.
Anzahl radial verlaufender Löcher, wenigstens gleich ao Bei Autokollimation in der Interferometrie durch
groß wie eine der Zellen, sich befinden. Diese Scheibe wird mit einer solohen Geschwindigkeit in
Rotation gebracht, daß die Zellen beständig beleuchtet werden, wenn sie sich in der einen Lage befinden,
aber von den Zwischenräumen zwischen den Löchern der Scheibe immer abgeschirmt werden, wenn sie
sich in der entgegengesetzten Lage befinden.
Eine andere Methode besteht darin, daß man außerhalb des Rotors auf die Eintrittsseite der Strahoptische
Abbildung eines Spiegels auf das Objekt muß nun gefordert werden, daß die optische Wegstrecke
zwischen Objektpunkt und Bildpunkt konstant ist, und zwar nicht nur für alle Strahlen desselben Objektpunktes,
sondern auch für alle Objektpunkte. Andernfalls würde ein Phasenunterschied zwischen verschiedenen Punkten der Zelle erhalten werden, der
nicht auf der Brechungsindexfunktion der Zelle, sondern auf dem abbildenden System beruht. Zwar
lung im Wege für jedes Lichtbündel zwei optische 30 würde dieser zusätzliche Phasenunterschied ganz oder
Polarisatoren, der eine mit radialer, der andere mit teilweise dadurch korrigiert werden, daß er auch in
der Vergleichszelle erhalten wird, aber es würde jedenfalls ungünstig sein unter anderem im Hinblick
auf eine gleichzeitige Anwendung der Schlieren-
tangentialer Polarisationseinriohtung, und in den
Rotor vor oder hinter die ZeEen zwei ähnliche Polarisatoren, jeder mit einer der genannten Polarisationsrichtungen, stellt. Das linear polarisierte Licht, das 35 methode oder irgendeiner ihrer Varianten für die Redann in das Rotorgehäuse eintritt, wird durch die gistrierung der Ableitung des Brechungsindex. Diese Zellen nur dann hindurchgelassen, wenn diese sich in
den »richtigen« Lagen befinden. Die vom Rotor aus
Rotor vor oder hinter die ZeEen zwei ähnliche Polarisatoren, jeder mit einer der genannten Polarisationsrichtungen, stellt. Das linear polarisierte Licht, das 35 methode oder irgendeiner ihrer Varianten für die Redann in das Rotorgehäuse eintritt, wird durch die gistrierung der Ableitung des Brechungsindex. Diese Zellen nur dann hindurchgelassen, wenn diese sich in
den »richtigen« Lagen befinden. Die vom Rotor aus
gehenden Bündel sind dann senkrecht zueinander Kurven wurden dann schief werden, wie auch ihre
Basislinien.
Die Forderung an das spiegelabbildende optische polarisiert, und um sie zur Interferenz zu bringen, ist 40 System kann auch so formuliert werden: Wenn ein
es also zuerst notwendig, ihre Polarisationsebenen Strahl, der nach seinem Durchgang durch die Zelle
relativ zueinander so zu drehen, daß sie zusammenfallen. Dies kann in aus der Optik bekannter Weise
geschehen, z. B. durch Anwendung von Quarzplatten den Winkel α mit der optischen Achse einschließt,
ein Linsensystem durchläuft und von einem Spiegel, welches senkrecht zur optischen Achse und in die
geeigneter Dicke, die senkrecht zur optischen Achse 45 konjugierte Bildebene der Hinterwand der Zelle ge
geschnitten sind. Um dieselbe optische Dicke in den beiden Strahlwegen beizubehalten, ist es ratsam, beide
Polarisationsebenen um gleiche Beträge in entgegengesetzten Richtungen zu drehen.
Wie bei anderen Interferometern ist es auch bei diesem Zentrifugeninterferometer möglich, Autokollimation
zu verwenden. Man bedient sich dabei einer Anordnung zur Reflexion des Lichtes durch die
Zentrifugenzellen und zu der halbdurchlässigen Folie, welche also sowohl die Zerlegung in kohärente Strahlen
wie auch deren Wiedervereinigung besorgt. Besondere Schwierigkeiten sind aber mit einer Autokollimation
verbunden, wenn die Meßobjekte rotierende Körper sind.
setzt ist, reflektiert wird, soll das Linsensystem den Strahl nach demselben Punkt in der genannten Wand
unter dem Winkel Φ zurückwerfen. Ein solches optisches System ist einer Zelle mit spiegelnder Hinterwand
vollkommen äquivalent.
Ein Linsensystem, das diese Bedingung erfüllt, besteht erfindungsgemäß vorteilhaft aus zwei identischen
Linsen mit gemeinsamer optischer Achse und einem solchen Abstand voneinander, daß ihre beiden einander
zugewandten Brennebenen zusammenfallen. Solch ein Linsensystem bildet immer im Maßstab
1:1 ab, und der Abstand zwischen Objekt und Bild ist immer gleich der vierfachen Brennweite zuzüglich
der Abstände zwischen den beiden Hauptebenen der
Es ist nicht möglich, die Hinterwände der Zellen 60 Linsen. Gemäß dieser Erfindung wird also Autokolliselbstspiegelnd
auszubilden, denn sie sind nicht der mation durch optische Abbildung zweier fester,
Justierung zugänglich und können auch nicht in an- justierbarer Spiegel durch zwei solche Linsensysteme
derer Weise mit der notwendigen optischen Präzision
eben gemacht werden. Es ist auch nicht möglich,
eben gemacht werden. Es ist auch nicht möglich,
auf die Hinterwände der Zellen erreicht.
Gemäß der Erfindung kann man auch die inter-
einen Spiegel, der hinreichend groß ist, um das Licht 65 ferometrische Beobachtungsanordnung, welche direkt
in den beiden Strahlenwegen zu reflektieren, außer- die Brechungsindexfunktion gibt, mit irgendeiner der
halb " "
des Rotors anzuwenden, denn der Abstand zwischen diesem Spiegel und den Zellen wird zu groß.
bekannten automatischen Abänderungen der Schlierenmethode, die direkt Diagramme der Ableitung des
Brechungsindex geben, kombinieren. Das größte Interesse bietet hier die astigmatische Abänderung (die
Philot-Svensson-Methode), während auch die mechanische (die Longworth-Methode) mit interferometrischer
Beobachtung gemäß der Erfindung kombiniert werden kann.
Diese beiden ableitungsregistrierenden Methoden beruhen auf der Winkelablenkung des Lichtes in der
Zelle in der Richtung des Brechungsindexgradienten,
mit stark variierenden Gradienten verhältnismäßig dünn ausfallen.
Die variierende Breite der Gradientenkurven kann, falls man die astigmatische Modifikation der Schlie-5
renmethode verwendet, wenigstens teilweise durch die Anfertigung von Schlierenblenden besonderer Form
beseitigt werden. Die einfachste Schlierenblende dieser Art ist dadurch gekennzeichnet, daß zwei Kantlinien
zwischen durchsichtigem und undurchsich-
welche der Größe des genannten Gradienten propor- io tigern Material zusammen einen Keil bilden, dessen
tional ist. In beiden Methoden wird diese Lichtablen- Spitze an das eine Ende des Kollimatorspaltbildes
kung zu einer dagegen senkrechten Verschiebung in fällt.
der Beobaohtungsebene transformiert, und zwar mit Eine allgemeine Form der Schlierenblende, welche
Hilfe einer Anordnung, welche einerseits zur media- die Basislinie dünner machen kann, ist dadurch genischen
Abänderung aus einem schmalen, mit dem 15 kennzeichnet, daß sie zwei scharfe Kantlinien zwi-Brechungsindexgradienten
parallelen Spalt dicht vor sehen durchsichtigem und undurchsichtigem Material
der photographischen Platte und aus einer mecha- besitzt, welche zusammen eine derartige spindelförnischen
Anordnung für gleichzeitige Verschiebung mige Figur bilden, daß die Mittelpunkte aller Segder
Platte senkrecht und der Schlierenblende parallel mente, welche die Figur aus zum Bild des Kollizu
der Richtung des Brechungsindexgradienten und 20 matorspaltes parallelen Linien schneidet, alle auf ein
andererseits zur astigmatischen Abänderung aus und derselben geraden Linie liegen, wobei die Lage
einem schrägen Spalt, Schneide oder Draht an Stelle der spindelförmigen Figur im Verhältnis zum Bild des
von Schlierenblende und aus einem astigmatischen Kollimatorspaltes derartig ist, daß die eine Spitze
Linsensystem besteht, das in einem Schnitt parallel der Spindel auf dem Spaltbild nahe seinem Ende
zum Brechungsindexgradienten eine optische Abbil- 25 liegt.
dung der Zelle und in einem dazu senkrechten Schnitt Für die Erzeugung von Interferenzstreifen ist die
die optische Abbildung des schrägen Spaltes, gleichzeitige Durchleuchtung der Meß- und Referenz-Sohneide
oder Drahtes auf die photographisohe zellen notwendig. Falls man also das interfero-Platte
gibt. metrische System mit Mitteln für Gradientenregistrie-
Die Schlierenmethode ist durch die Anwendung 30 rung durch die Schlierenmethode vervollständigt, beeiner
Blende (die Schlierenblende) in der optischen kommt man Interferenzstreifen in denjenigen Feldern
Bildebene des Kollimatorspaltes gekennzeichnet, und der Sohlierenbilder, welche Licht von den beiden ZeI-dasselbe
gilt für die beiden automatischen Abände- len empfangen. Man erhält ohne weiteres also komrungen.
Diese Blende kann in verschiedener Weise binierte Schlieren- oder Interferenzbilder, falls die
ausgebildet werden. Die einfachste Form ist dadurch 35 Schlierenblende eine Kante, ein Draht oder ein Stab
gekennzeichnet, daß die Blende eine einzige scharfe ist, und zwar bei beiden automatischen Modifikagerade
Kanüinie zwischen durchsichtigem und un- tionen der Schlierenmethode. Mit einer einzigen
durchsichtigem Material besitzt. Solche Blenden er- Kante als Schlierenblende erhält man die Interferenzgeben,
falls sich nur eine Meßzelle im Wege des streifen entweder im Felde unter der Basislinie oder
Lichtes befindet, Gradientendiagramme mit einem 40 im Felde über der Gradientenkurve, abhängig von
hellen und einem dunklen Feld, wobei die Grenz- der Orientierung der Blende. Mit einem Draht oder
linie zwischen diesen Feldern den Verlauf des Stab als Schlierenblende bekommt man Interfero-Brechungsindexgradienten
in der Zelle veranschau- gramme, in welchen die Streifen nur durch die Gralicht.
Falls man auch eine Referenzzelle durchleuch- dientenkurve und durch die Basislinie unterbrochen
tet, bekommt man drei Felder, ein helles, ein dunk- 45 sind. Falls man mit einem parallelen, keilförmigen
les und zwischen ihnen ein Halbschattenfeld, wobei oder spindelförmigen Spalt allein als Schlierenblende
die eine Grenzlinie den Verlauf des Brechungsindexgradienten, die andere die Basislinie registriert.
Eine andere Form der Schlierenblende ist dadurch
gekennzeichnet, daß sie zwei gegenseitig parallele und 50
benachbarte gerade Kantlinien zwischen durchsichtigem und undurchsichtigem Material besitzt. Falls
das durchsichtige Material zwischen diesen Kantlinien liegt, hat man also eine spaltförmige Blende,
anderenfalls hat man draht- oder stabförmige Blen- 55 wieder zusammenwirken können. Dieses hinzukomden. Eine spaltförmige Blende gibt in Abwesenheit mende Licht kann in zwei verschiedenen Wegen der Referenzzeile helle Gradientenkurven auf dunk- durch die Schlierenblende geleitet werden, lern Hintergrund; in Anwesenheit der Referenzzelle Die eine Methode ist dadurch gekennzeichnet, daß
gekennzeichnet, daß sie zwei gegenseitig parallele und 50
benachbarte gerade Kantlinien zwischen durchsichtigem und undurchsichtigem Material besitzt. Falls
das durchsichtige Material zwischen diesen Kantlinien liegt, hat man also eine spaltförmige Blende,
anderenfalls hat man draht- oder stabförmige Blen- 55 wieder zusammenwirken können. Dieses hinzukomden. Eine spaltförmige Blende gibt in Abwesenheit mende Licht kann in zwei verschiedenen Wegen der Referenzzeile helle Gradientenkurven auf dunk- durch die Schlierenblende geleitet werden, lern Hintergrund; in Anwesenheit der Referenzzelle Die eine Methode ist dadurch gekennzeichnet, daß
erhält man außerdem eine helle Basislinie. Eine die Schlierenblende wenigstens drei scharfe Kantdraht-
oder stabförmige Blende gibt in Abwesenheit 60 linien zwischen durchsichtigem und undurchsichtigem
der Referenzzelle dunkle Gradientenkurven auf hei- Material besitzt, von welchen eine geradlinig ist und
lern Hintergrund. In Anwesenheit der Referenzzelle mit dem vom Licht durch die Vergleichszelle erzeugerhält
man auf hellem Hintergrund eine halbbeleuch- ten optischen Bild des Kollimatorspaltes zusammentete
Gradientenkurve und eine halbbeleuchete Basis- fällt und die beiden anderen zusammen eine mit einer
linie. Alle Blenden dieser Art haben den Nachteil, 65 Spitze auf dem genannten Spaltbild nahe dessen
arbeitet, bekommt man Interferenzstreifen nur in den uninteressanten Teilen der Zelle, wo die Gradientenkurve
mit der Basislinie zusammenläuft.
Um auch die Gradientenkurven höher Qualität, die mit Spalten besonderer Form möglich sind, mit Interferenzstreifen
komplettieren zu können, ist es also notwendig, mehr Licht durch die Schlierenblende zu
lassen, so daß zwei kohärente Strahlen auf der Platte
daß sie Gradientenkurven variierender Breite ergeben, und zwar so, daß Teile mit angenähert konstanten
Gradienten verhältnismäßig dick und Teile
einem Ende liegende geometrische Figur von solcher Form einschließen, daß die Mittelpunkte der Segmente,
welche die Figur aus zum Spaltbild par-
allelen Linien schneidet, alle auf einer geraden Linie liegen, welche einen spitzen Winkel mit dem Spaltbild
bildet, wobei das Material innerhalb der geometrischen Figur optisch durchsichtig ist.
Es ist dann verständlich, daß das Licht aus der Referenzzelle die ganze Platte, während das Licht
aus der Meßzelle nur die Gradientenkurve beleuchtet. Diese tritt also als eine streifengefüllte Linie auf
einem streifenfreien Hintergrund hervor.
der Ebene der Schicht H liegt und so, daß F1 und F2
genaue Spiegelbilder im Hinblick auf die Schicht werden. J1 und J2 sind zwei optische Polarisatoren, einer
in radialer, der andere in tangentialer Richtung orien-5
tiert. K ist das Rotorgehäuse und L der Rotor. M1
und M2 sind die beiden Zellen, und in jeder Zellenöffnung
befinden sich weiter zwei optische Polarisatoren N1 und N1
tierung. O1, O2, O3
tierung. O1, O2, O3
2 mit tangentialer bzw. radialer Orien- und O4 sind vier identische Ob-
Nach der anderen Methode verwendet man eine 10 jektive, welche paarweise auf je einer optischen
Achse in einem derartigen Abstand voneinander angeordnet sind, daß ihre beiden inneren Brennebenen
zusammenfallen. Die mit hoher optischer Genauigkeit planen Spiegel P1 und P2 sind genau senkrecht zur
Sohlierenblende, die wenigstens drei scharfe Kantlinien
zwischen durchsichtigem und undurchsichtigem Material besitzt, von welchen eine geradlinig und zur
radialen Koordinatenachse der Zellenbilder parallel
ist und das optische Bild des Kollimatorspaltes ein 15 optischen Achse justiert und sitzen in der konjugierwenig
von dessen einem Ende schneidet, und die bei- ten Bildebene der ihnen zugewandten Wände der
den anderen zusammen eine geometrische Figur ein- Zellen. Q1 und Q2 sind zwei Quarzplatten, von denen
schließen, welche das Spaltbild nahe dessen Schnitt- eine aus rechtsdrehendem, die andere aus linkspunkt
mit der ersteren Kantlinie schneidet und der- drehendem Quarz besteht und welche so dick sind,
artig geformt ist, daß die Mittelpunkte der Segmente, 20 daß jede Platte die Polarisationsebene um 45° dreht.
welche die Figur aus zum Spaltbild parallelen Linien
schneidet, alle auf einer geraden Linie liegen, welche mit dem Spaltbild einen spitzen Winkel bildet, wobei
das Material innerhalb der geometrischen Figur optisch durchsichtig ist.
Das Licht, das außerhalb der radial verlaufenden Kantlinie passiert, stammt aus beiden Zellen und ist
also fähig, Interferenzstreifen zu bilden. Das andere Licht bildet, wie vorher beschrieben, ohne Interferenzen
die Gradientenkurve und die Basislinie. Mit dieser Anordnung bekommt man also gesondert nebeneinander
ein Interferogramm und ein Schlierenbild. Dasselbe Resultat kann man auch bei der mechanischen
Modifikation der Schlierenmethode erzielen, falls man eine besondere Arbeitsweise verwendet.
Die Blende soll dann zwei benachbarte miteinander parallele Kantlinien zwischen durchsichtigem und
undurchsichtigem Material haben, wobei das erstere zwischen den Kantlinien liegt. Eine solche Blende
gibt bekanntlich eine helle Gradientenkurve und eine helle Referenzlinie auf dunklem Hintergrund, und
Interferenzfransen können nur in Gebieten auftreten, wo diese ganz oder teilweise zusammenfallen. Falls
nun die photographische Platte während ihrer langsamen Bewegung eine kleine Weile exponiert wird,
bevor die Blende an ihren Platz gesetzt wird, oder falls die letztere weggenommen wird, kurz bevor die
Plattenexponierung während langsamer Bewegung beendet wird, bekommt man natürlich unter oder
Das Objektiv E2 kann mit E1 identisch sein und
sammelt das Licht wieder zu einem optischen Bild des SPaItBsD1 auf die BlendeD2. Das Objektiv/?
gibt in der Ebene des Papiers ein optisches Bild der Zellen auf die photographische Platte T. S ist eine
Zylinderlinse, deren Achse in der Ebene des Papiers hegt. In einem Schnitt senkrecht zu dieser Ebene sind
D2 und T optisch konjugierte Bildebenen.
Die Art und Weise, in welcher diese Anordnung Schlierenbilder der Gradientenkurve liefert, muß als
bekannt angesehen werden. Die interferometrischen Komponenten wirken in folgender Weise zusammen:
Aus der Linse E1 fällt parallele, monochromatische
Strahlung auf das Prisma F1. Von diesem wird das
Licht schräg gegen das Interferometerprisma G mit der halbdurchlässigen spiegelnden Schicht/ϊ reflektiert,
und von da aus geht einerseits ein Strahl, der gegen die andere reflektierende Fläche des Prismas
F1 reflektiert wird, und andererseits ein Strahl, der die Schicht H durchsetzt und gegen die entsprechende
Fläche des Prismas F2 reflektiert wird. Diese Strahlen sind jetzt kohärent und werden nach den letztgenannten
Reflexionen auch parallel. Der Abstand zwischen den Prismen ist so gewählt worden, daß die beiden
Strahlenbündel an je eine Zelle im Rotor geleitet werden. Bevor sie dahin kommen, durchlaufen sie indessen
erst die rechts- und linksdrehenden Quarzplatten Q1 und Q2 und dann die Polarisatoren Z1 und
J2. An den Quarzplatten ist das Licht noch unpolari-
über dem Gradientendiagramm rechteckige Interfero- 5° siert, weshalb diese bei dem ersten Durchgang des
Lichtes überhaupt keine Wirkung haben. Bei J1 wird
gramme, da beide kohärente Strahlenbündel auf
diese Teile der Platte hindurchgelassen worden sind.
Die Figur zeigt eine optische Anlage im Anschluß
an einen Zentrifugenrotor, welcher sämtliche hier beschriebenen Einzelanordnungen aufweist, das Strobo- 55 sprechenden Orientierung. Bei der Rotorlage, die in skop jedoch ausgenommen. A ist eine Lichtquelle, der Zeichnung gezeigt wird, kann das Licht demzudie zusammen mit dem Filter C monochromatische folge unbehindert passieren. Nach Strahlung liefert. B ist ein Kondensorlinsensystem
und D1 ein Spalt mit regulierbarer Öffnung, der in
diese Teile der Platte hindurchgelassen worden sind.
Die Figur zeigt eine optische Anlage im Anschluß
an einen Zentrifugenrotor, welcher sämtliche hier beschriebenen Einzelanordnungen aufweist, das Strobo- 55 sprechenden Orientierung. Bei der Rotorlage, die in skop jedoch ausgenommen. A ist eine Lichtquelle, der Zeichnung gezeigt wird, kann das Licht demzudie zusammen mit dem Filter C monochromatische folge unbehindert passieren. Nach Strahlung liefert. B ist ein Kondensorlinsensystem
und D1 ein Spalt mit regulierbarer Öffnung, der in
aber das Licht in radialer und an J2 in tangentialer
Richtung polarisiert. An den Zellen im Rotor befinden sich zwei Polarisatoren N1 und N2 mit der ent-
folge unbehindert passieren. Nach einer Rotordrehung
um 180° kann dagegen kein Licht den Rotor durchdringen. Wie bereits erwähnt, hat das Linsen
der Brennebene der Linse E1 steht. F1 und F2 sind 60 system O1, O3 bzw. O2, O4 zusammen mit den Spie
zwei auf ihren Außenseiten mit reflektierenden Schichten belegte Glasprismen mit 120° spitzem
Winkel, welche mit ihren entsprechenden Seiten genau parallel zueinander montiert sind. Zwischen
ihnen befindet sich das Doppelprisma G1, G2 mit
einer halbdurchlässigen spiegelnden Schicht H in optischer
Berührung mit beiden Teilprismen. Dieses Doppelprisma ist so justiert, daß die Rotorachse in
geha P1 und P2 die Eigenschaft, das Licht durch die
Zellen zurückzusenden ohne Einführung irgendwelcher Phasendifferenzen zwischen den Zellen oder
zwischen verschiedenen Punkten derselben Zelle. Das zurückgehende Licht ist natürlich linear polarisiert,
weshalb die Quarzplatten Q1 und Q2 jetzt ihre Wirkungen
darin zeigen, daß die beiden Polarisationsebenen um 45° in entgegengesetzten Richtungen ge-
dreht werden. Ihre Polarisationsrichtungen werden dadurch parallel gemacht, und die Strahlenbündel
können demzufolge miteinander interferieren. Nach einer ersten Reflexion an den Prismsn F1 und F2 begegnen
sich die kohärenten Strahlen in der Schicht H, wo sie sich wieder vereinigen, werden dann gegen die
andere schräge Fläche des Prismas F2 reflektiert und in das Linsensystem E2 RS geleitet.
Diese Interferometeranordnung zeichnet sich durch vollständige Symmetrie in bezug auf die Rotorachse
aus. Diese Symmetrie führt zwangläufig mit sich, daß nur Strahlenpaare, welche die beiden Zellen an gleichen
Radialkoordinaten durchlaufen, miteinander interferieren können — eine für die Ultrazentrifugenanalyse
unerläßliche Bedingung. Die optischen Weglängen der zwei kohärenten Strahlen sind ferner mit
Ausnahme der zu messenden Brechungsindexunterschiede identisch. Die optischen Abstände der beiden
Zellen bis zum zellenabbildenden Linsensystem sind auch identisch. Nicht nur die Meßzelle, sondern auch
die Referenzzelle ist also auf der Platte abgebildet. Dies ist für die Ultrazentrifugierung ein wesentliches
Merkmal. Eine ruhende Referenzzelle kann eine konstante optische Dicke haben; ihre optische Abbildung
ist nicht notwendig. Die Referenzzelle im Ultrazentrifugenrotor hat auf Grund der Sedimentation von Salzen
und anderen nicht zu messenden Stoffen sowie der Kompression des Lösungsmittels und der druckbedingten
Deformation der Zellenfenster eine veränderliche optische Dicke. Sie verursacht also Lichtablenkungen,
und scharfe Interferogramme können dann nur in sich deckenden optischen Bildern der
Meßzelle und der Referenzzelle erhalten werden. Diese Anordnung dient jedoch nicht nur dem Zweck,
scharfe Interferogramme zu erhalten. Durch sie werden gleichzeitig die obengenannten nicht zu messenden
Effekte, die auch in der Meßzelle auftreten, auskorrigiert.
Wegen der Abwesenheit schräg gestellter Platten kann diese Anordnung mit Lichtquellen beträchtlicher
Ausdehnung arbeiten, wodurch zwei Vorteile erreicht werden. Erstens können dadurch leicht die
bereits erwähnten kombinierten Interferogramme und Schlierenbilder erzielt werden, welch letztere einen
Kollimatorspalt beträchtlicher Länge fordern. Zweitens kann, falls Schlierenbilder nicht erwünscht sind,
eine ganz erhebliche Lichtstärke durch die Anwendung von in zwei Dimensionen ausgedehnten Kollimatorblendenöffnungen
gewonnen werden.
Claims (19)
1. Vorrichtung zur Registrierung des Brechungsindexverlaufes
in rotierenden Zentrifugenzellen, umfassend einen Zentrifugenrotor mit einer Meßzelle und einer Referenzzelle, eine Beleuchtungs-
und KoUimationseinrichtung zur Erzeugung eines Strahlenbündels von parallelem, monochromatischem
Licht und eine halbdurchsichtige Spiegelfolie, welche das Bündel in zwei kohärente
Strahlenbündel aufspaltet, dadurch gekennzeich- net, daß die beiden Zellen (M1, M2) an einander
diametral gegenüberliegenden Stellen des Zentrifugenrotors (L) mit gleichem Radius angeordnet
sind, daß die halbdurchsichtige Folie (H) mit der Drehachse des Zentrifugenrotors in einer Ebene
angeordnet ist und daß zwei Spiegelflächen zu den beiden Seiten dieser Ebene in einem solchen Winkel
zu ihr angeordnet sind, daß die von der Folie kommenden Strahlenbündel parallel zu der Drehachse
auf die beiden Zellen geworfen werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die halbdurchlässige Folie (H) in an sich bekannter Weise in der gemeinsamen
Ebene zweier, ein Doppelprisma bildend, gleicher Prismen (G1, G2) liegt, deren dem Lichtein- und
-austritt dienende Begrenzungsflächen senkrecht zur Lichtein- und -austrittsöfmung verlaufen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiegelflächen die
Außenflächen zweier symmetrisch zur halbdurchlässigen Folie (H) angeordneter außen verspiegelter
Prismen (F1, F2) sind, welche vorzugsweise
ferner in bezug auf eine Normalebene zur Rotorachse symmetrisch sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch eine Stroboskopscheibe mit
m Löchern, welche zumindest von der Größe der Zellen sind und in gleichem Abstand voneinander
auf einem Kreis mit einem dem Abstand der Zellen vom Rotationszentrum entsprechenden
Halbmesser angeordnet sind, wobei die Scheibe um eine in der Verlängerung der Rotorachse
liegenden Achse mit einer um den Faktor l/m gegenüber der Drehzahl des Rotors (L) verringerten
Drehzahl umläuft.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
Spiegelflächen und dem Rotor (L) in beiden Lichtwegen je ein feststehender Polarisator (Z1, /2) vorgesehen
ist, deren Polarisierungsrichtung um 90° verschieden, vorzugsweise in bezug auf die
Rotordrehung radial und tangential ist, daß jeder der beiden Rotorzellen (M1, M2) ein mitrotierender
Polarisator (N1, N2) zugeordnet ist, der beim
Passieren der Lichtwege nur das Licht aus einem der beiden feststehenden Polarisatoren passieren
läßt, wodurch jeder Lichtweg nur durch eine Zelle verläuft, und daß zwischen den feststehenden
Polarisatoren und den Spiegelflächen die Lichtvektoren um je 45° aufeinander zu drehende
optische Elemente (Q1, Q2), vorzugsweise Quarzplatten, vorgesehen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Anordnung (P1, P2; O1, O2; O3, O4)
zur Reflexion des Lichtes hinter den Zentrifugenzellen und durch ein einziges interferometrisches
System, welches sowohl die Zerspaltung als auch die Wiedervereinigung der kohärenten Bündel
durchführen läßt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das optische System zur Reflexion
der Strahlung durch die Zellen (M1, M2)
vier identische Linsen umfaßt, welche paarweise auf jeder Achse der kohärenten Strahlenbündel
angeordnet sind und deren innere Brennebenen jeweils zusammenfallen, sowie reflektierende
Flächen (P1, P2) in der senkrecht zu den optischen
Achsen verlaufenden optisch konjugierten Bildebene der dem Linsensystem zugewandten Wände
der Zentrifugenzellen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenöffnung
des Kollimators als schmaler, der Ebene der vier Zellenblenden nicht paralleler Spalt ausgebildet ist und ferner das zellenabbildende
optische System, das im optischen Strah-
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lengang hinter dem wiedervereinenden interferometrischen
System liegt, Komponenten aufweist, welche ein bekanntes ableitungsregistrierendes
Meßverfahren und die Umwandlung der ursprünglich radial gerichteten Lichtablenkung in der Zelle
in eine dieser proportionale tangentiale Verschiebung auf dem Lichtindikator durchführen lassen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine Blende im zellenabbildenden optischen
System, welche in der optischen Bildebene des Kollimatorspaltes angeordnet ist und zumindest eine scharfe Kante zwischen durchsichtigem
und undurchsichtigem Material aufweist, welche zur Ebene der Zellenblenden nicht parallel ist und
das optische Bild des Kollimatorspaltes nahe dessen einem Ende schneidet, sowie durch eine Zylinderlinse,
welche zusammen mit den übrigen Linsen des Systems ein astigmatisches Linsensystem
bildet, das einerseits in einem Schnitt parallel zur Ebene der Zellenblenden ein optisches
Bild der optischen Mitte der Zentrifugenzellen und andererseits in einem Schnitt senkrecht dazu
ein optisches Bild der Blende jeweils auf den Lichtindikator geben läßt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende eine scharfe gerade
Kantlinie zwischen durchsichtigem und undurchsichtigem Material besitzt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blende zwei gegenseitig parallele und benachbarte gerade Kantlinien zwischen
durchsichtigem und undurchsichtigem Material besitzt, wobei das letztere zwischen diesen
Kantlinien liegt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende wenigstens zwei gerade
Kantlinien zwischen durchsichtigem und undurchsichtigem Material besitzt, welche zusammen
einen mit seiner Spitze auf dem Bild des Kollimatorspaltes nahe dessen einem Ende liegenden
Keil bilden.
13. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende wenigstens zwei
scharfe Kantlinien zwischen durchsichtigem und undurchsichtigem Material besitzt, welche zusammen
eine derartige spindelförmige Figur bilden, daß die Mittelpunkte aller Segmente, welche die
Figur aus zum Bild des Kollimatorspaltes parallelen Linien schneidet, alle auf ein und derselben
geraden Linie liegen, wobei die Lage der Spindelformigen Figur im Verhältnis zum Bild des Kollimatorspaltes
derartig ist, daß die eine Spitze der Spindel auf dem Spaltbild nahe seinem einen
Ende liegt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende drei scharfe Kantlinien
zwischen durchsichtigem und undurchsichtigem Material besitzt, von welchen eine geradlinig
ist und mit dem vom Licht durch die Vergleichszelle erzeugten optischen Bild des Kollimatorspaltes
zusammenfällt und die beiden anderen zusammen eine mit einer Spitze auf dem genannten Spaltbild nahe dessen einem Ende
liegende geometrische Figur von solcher Form einschließen, daß die Mittelpunkte der Segmente,
welche die Figur aus zum Spaltbild parallelen Linien schneidet, alle auf einer geraden Linie
liegen, welche einen spitzen Winkel mit dem Spaltbild bildet, wobei das Material innerhalb der
geometrischen Figur optisch durchsichtig ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blende wenigstens drei scharfe Kantlinien zwischen durchsichtigem und
undurchsichtigem Material besitzt, von welchen eine geradlinig und zur radialen Koordinatenachse
der Zellenbilder parallel ist und das optische Bild des Kollimatorspaltes ein wenig von
dessen einem Ende schneidet und die beiden anderen zusammen eine geometrische Figur einschließen,
welche das Spaltbild nahe dessen Schnittpunkt mit der ersteren Kantlinie schneidet
und derartig geformt ist, daß die Mittelpunkte der Segmente, welche die Figur aus zum Spaltbild
parallelen Linien schneidet, alle auf einer geraden Linie liegen, welche mit dem Spaltbild einen
spitzen Winkel bildet, wobei das Material innerhalb der geometrischen Figur optisch durchsichtig
ist.
16. Optische Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das zellenabbildende
optische System in der optischen Bildebene des Kollimatorspaltes eine Blende mit wenigstens
einer scharfen, geraden, zum Bild des Kollimatorspaltes parallelen Kantlinie zwischen durchsichtigem
und undurchsichtigem Material umfaßt, ferner einen festen schmalen, dicht vor dem Lichtindikator
angeordneten, zur radialen Koordinatenachse der Zellenbilder parallelen, aus den Zellenbildern
einen schmalen Streifen ausschneidenden Spalt und außerdem eine mechanische Anordnung
zur gleichzeitigen langsamen Verschiebung der Blende in einer parallel zur radialen Koordinatenachse
der Zellenbilder verlaufenden Richtung und andererseits des Lichtindikators in einer
senkrecht zu letzterer stehenden Richtung.
17. Optische Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende nur eine
Kantlinie zwischen durchsichtigem und undurchsichtigem Material besitzt
18. Optische Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende einen
Lichtdurchtritt mit zwei zueinander parallelen, benachbarten, scharfen, geradlinigen Kantlinien
besitzt.
19. Optische Vorrichtung nach Anspruch 16 und 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter
für die Blende derart konstruiert ist, daß die Blende während fortdauernder gleichzeitiger mechanischer
Verschiebung des genannten Halters und des Lichtindikators entfernt bzw. hineingesetzt
werden kann.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 595 211;
Research, Vol. 1, Jg. 1948, S. 234 bis 236; Helvetica Chimica Acta, Vol. 30, 1947, S. 652;
Vol. 35, 1952, S. 1899.
In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 914 788. .
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 709/17» 11.62
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| SE326623X | 1953-06-04 |
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|---|---|
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ID=20307973
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEL18067A Pending DE1140369B (de) | 1953-06-04 | 1954-02-22 | Vorrichtung zur Registrierung des Brechungsindexverlaufes in rotierenden Zentrifugenzellen |
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Also Published As
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| US2883900A (en) | 1959-04-28 |
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