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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Papiermaschinen und Kartonmaschinen
und insbesondere auf Kalander. Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf einen Mehrwalzenkalander mit Walzenstapeln, die übereinander
und/oder benachbart zueinander angeordnet sind, wobei zumindest
einer der Walzenstapel zumindest drei Walzen aufweist und zumindest
ein anderer der Walzenstapel zumindest vier Walzen aufweist, um
dadurch zumindest einen Zwischenspalt so auszubilden, dass einige
der Zwischenspalte mittels Entlastungsvorrichtungen geöffnet werden
können,
und wobei bei dem Mehrwalzenkalander eine obere Walze und eine untere
Walze bei jedem Walzenstapel mit Durchbiegungsausgleichsvorrichtungen
versehen sind, und zumindest eine Thermowalze an einem Walzenrahmen
fest gestützt ist
oder öffnungsfähig arretiert
ist, und die Walzen bei den Walzenstapeln zu einem Spaltkontakt
miteinander beweglich sind, um eine Faserbahn in geschlossenen Spalten
zu kalandrieren.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich außerdem auf einen Spaltbelastungseinstell-
und/oder -arretieraufbau für
ein Paar an Kalanderwalzen bei einem Walzenstapel eines Mehrwalzenkalanders und
für einen
Spalt zwischen dem Paar an Kalanderwalzen, wobei der Walzenstapel
als Kalanderwalzen eine obere Walze und eine untere Walze, wobei
zumindest eine von ihnen mit einer elastischen Bedeckung versehen
ist und als eine Gegenwalze für
eine mit einer harten und glatten Oberfläche versehene Presswalze fungiert,
und zumindest eine Zwischenwalze zwischen der oberen Walze und der
unteren Walze aufweist, wobei bei dem Walzenstapel die Mittelachsen
der Kalanderwalzen parallel sind und in der Querrichtung stehen,
die quer zu der Laufrichtung einer Bahn derart sind, dass zwischen
benachbarten Kalanderwalzen, die ein Paar an Kalanderwalzen ausbilden,
ein Spalt vorhanden ist, der die Bahn kalandriert, wobei die Presslinie
oder -ebene von diesem Spalt parallel zu den Mittelachsen der Kalanderwalzen
bei dem Paar an Kalanderwalzen ist.
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In
Verbindung mit dem Glätten
oder Satinieren einer Papierbahn tritt die Papierbahn durch einen Kalander,
der eine Laufbahn ausbildet, bei der die Bahn in Spalten behandelt
wird, die so genannte "Walzenzwischenräume" sind. Ein Spalt
ist typischerweise zwischen einer mit einer glatten Oberfläche versehenen
Presswalze, wie beispielsweise eine Thermowalze oder eine Metallwalze,
und einer Gegenwalze, die mit einer elastischen Bedeckung versehen
ist, wie beispielsweise eine Polymerwalze, definiert, wobei zwischen
diesen Walzen die Bahn mittels Druck, Feuchtigkeit und einer erhöhten Temperatur
behandelt, d.h. kalandriert wird. Die Qualität der Behandlung, die bei dem
Kalander stattfindet, bestimmt dann die Oberflächeneigenschaften. Somit kann
im Allgemeinen gesagt werden, dass mit einer zunehmenden Anzahl
an Spalten die Qualität
der Oberfläche
sich verbessert. In vielen Fällen
ist jedoch eine Oberfläche
in hoher Qualität
nicht erforderlich oder erwünscht.
In diesem Fall ist es möglich,
mit einer geringeren Anzahl an Spalten sich zufrieden zu geben.
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Beim
Kalandrieren werden Versuche unternommen, im Allgemeinen die Eigenschaften,
wie beispielsweise die Glätte
und den Glanz eines bahnartigen Materials wie beispielsweise einer
Papierbahn oder Kartonbahn zu verbessern. Bei dem Kalander sind
Spalte zwischen einer mit einer glatten Oberfläche versehenen Presswalze,
wie beispielsweise eine Metallwalze, und einer Walze, die mit einer
elastischen Bedeckung bedeckt ist, wie beispielsweise eine Polymerwalze,
ausgebildet. Bei dem Kalandrieren tritt eine Bahn in einen Spalt,
der zwischen gegeneinander gepresste Walzen definiert ist, d.h.
in einen Kalandrierspalt, bei dem die Bahn aufgrund der Wirkung
der Temperatur, der Feuchtigkeit und des Spaltdruckes verformt wird.
Die mit der elastischen Oberfläche
versehene Walze passt sich der Form der Bahnoberfläche an und
presst die entgegengesetzte Seite der Bahn gleichmäßig gegen
die mit der glatten Oberfläche
versehene Presswalze. In diesem Zusammenhang sind mit Kalandrierwalze
solche Walzen gemeint, die einen Kalandrierspalt ausbilden, ist mit
einer oberen Walze die oberste Walze eines Walzenstapels gemeint,
ist mit einem oberen Spalt der oberste Kalandrierspalt gemeint,
der zwischen der oberen Walze und einer Kalandrierwalze definiert
ist, die sich unterhalb der oberen Walze befindet, ist mit einer
unteren Walze die unterste Walze eines Walzenstapels gemeint, und
ist mit einem unteren Spalt der unterste Kalandrierspalt eines Walzenstapels
gemeint, der zwischen der unteren Walze und einer Kalandrierwalze
definiert ist, die oberhalb der unteren Walze angeordnet ist, wobei
außerdem
mit einer oberen Thermowalze eine Thermowalze gemeint ist, die ein
Walzenpaar mit der oberen Walze bildet, und mit einer unteren Thermowalze
eine Thermowalze gemeint ist, die ein Walzenpaar mit der unteren
Walze ausbildet. Mit Zwischenspalte sind Kalandrierspalte gemeint,
die mittels Kalandrierwalzen zwischen dem oberen Spalt und dem unteren
Spalt bei dem Kalander ausgebildet sind. Typischerweise wird eine Komprimierung
vorgesehen, indem die obere Walze oder die untere Walze an Ort und
Stelle angebracht wird und indem der Walzenstapel gegen die an Ort und
Stelle angebrachte Walze gepresst wird, oder alternativ sowohl die
obere Walze als auch die untere Walze beide zueinander gepresst
werden. Die Durchbiegungen der Walzen können mittels Durchbiegungsausgleichsvorrichtungen
ausgeglichen werden, die bei den Walzen derart vorgesehen sind, dass
die Walzenspalte eine lineare Form erhalten.
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Mit
einem flexiblen Kalandrieren ist die Möglichkeit eines während des
Betriebs des Kalanders erfolgendes Ändern der Anzahl und der Belastung der
Spalte, die die Bahn kalandrieren, gemeint. Dies bedeutet, dass
mittels der verschiedenen Kombinationen der Anzahl an Kalandrierspalten
und/oder der Laufbahnen es möglich
ist, verschiedene Faserbahnen flexibel zu kalandrieren oder den
Produktionsprozess trotz einer Verschlechterung, eines Fehlers oder
einer Beschädigung
einer Kalanderwalze/von Kalanderwalzen fortzusetzen.
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Bei
der Kalandriertechnologie wird ein in der Fertigungslinie stattfindendes
Kalandrieren immer mehr und mehr aufgegriffen, da die von den Papiermaschinen
erforderlichen Laufgeschwindigkeiten zunehmen. Ein in der Fertigungslinie
stattfindendes Mehrspaltkalandrieren ist ein Kalandrieren bei einer Kalandereinheit,
bei der Spalte zwischen einer mit einer glatten Oberfläche versehenen
Presswalze, beispielsweise eine Metallwalze, und einer Walze, die mit
einer elastischen Bedeckung bedeckt ist, wie beispielsweise eine
Polymerwalze, ausgebildet sind, die abwechselnd nacheinander angeordnet
sind. Eine in der Fertigungslinie befindliche Mehrspaltkalandereinheit
hat typischerweise beispielsweise 8 Walzen und 7 Spalte. Die lineare
Belastung nimmt bei Mehrspaltkalandern von dem oberen Spalt zu dem
unteren Spalt aufgrund der Schwerkraft zu. Um diese nach unten zunehmende
lineare Belastung zu beseitigen, wenden, um die Durchbiegungslinie
der Walze zu steuern und außerdem
den Walzenstapel schnell zu öffnen,
derzeitige Mehrspaltkalander eine Walzenentlastung an, die mittels
eines Zylinders und einem Hebelarmmechanismus verwirklicht wird
und die die Schwerkraft ausgleicht. Ein derartiges Walzenentlastungssystem
gibt es bei den Kalandern OptiLoadTM.
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Bei
in der Fertigungslinie befindlichen Mehrspaltkalandern gibt es typischerweise
zumindest zwei Spalte und drei Walzen bei jedem Walzenstapel. Bei
derartigen Mehrwalzenkalandern nimmt die lineare Belastung der Spalte
quer zu der Laufrichtung der Bahn von dem oberen Spalt zu dem unteren Spalt
aufgrund der Schwerkraft zu. Um die zunehmende lineare Belastung
zu beseitigen, wird, um die Durchbiegungslinien der einzelnen Walzen
zu steuern und um außerdem
einen Spalt bei dem Walzenstapel schnell zu öffnen, eine Kalanderanordnung
mit dem Markennamen OptiLoad derzeit angewendet, wobei diese durch
die Anmelderin der vorliegenden Patentanmeldung entwickelt worden
ist und bereits derzeit auf diesem Gebiet sehr gut bekannt ist.
Bei derartigen Kalandern von der Art OptiLoad sehen Zylinder- und Hebearmmechanismen,
die mit den Lagergehäusen
oder Lagergehäusearmen
der Kalanderwalzen verbunden sind, zusätzlich zu der Walzenentlastung,
die die Schwerkraft ausgleicht, einen Aufbau vor, durch den die
Belastung der Spalte je nach Bedarf erhöht und/oder entlastet werden
kann, so dass ein individuelles Belastungsprofil dem Walzenstapel
mitgeteilt werden kann, wobei dieses Belastungsprofil nach unten
zunehmend ist, kontinuierlich gleichmäßig ist oder nach unten abnehmend
ist. Das Kalandrierpotenzial des Kalanders ist erheblich, da diese
Art an Belastungsprofil von den Kalandrierspalten innerhalb breiter
Grenzwerte eingestellt werden kann.
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Große Anforderungen
gibt es bei dem modernen Kalander in Bezug auf den Kalandriermodus. Die
unterschiedlichen Qualitätsklassen
der verschiedenen Papiersorten erfordern alternative Möglichkeiten
zum Belasten des Walzenstapels des Kalanders und unterschiedliche
Kalandriermodi. Dies hat das Einführen von mit verschiedenen
Belastungen einstellbaren Spalten und Walzenbedeckungen der verschiedenen
Arten bei Kalandern unterstützt.
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Derzeit
ist es erforderlich, dass der Kalander einen Aufbau hat, der es
ermöglicht,
dass ein schneller Sortenwechsel ausgeführt wird, indem die Bahn so
geführt
wird, dass sie zwischen den Spalten läuft, die durch die Bahnsorte
erforderlich sind. Es war problematisch gewesen, schnell den Kalandriermodus einer
Papierbahn bei der Herstellung von Papier beispielsweise in dem
Fall zu ändern,
wenn es durch die Anwendung des gleichen Basispapiers möglich ist, nicht
beschichtete und beschichtete Papiersorten, wie beispielsweise nicht
beschichtetes Zeitungsdruckpapier, d.h. Zeitungspapier, und mit
einer beschichteten Mattoberfläche
beschichtetes Druckpapier, d.h. Mattpapier, herzustellen.
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Es
ist ebenfalls problematisch gewesen, den Kalandrierprozess schnell
fortzusetzen, nachdem er unterbrochen worden war, beispielsweise
aufgrund einer Beschädigung
einer Walze und des Austauschens einer Walze während des Kalandrierprozesses.
Papier wird bei zunehmend höheren
Qualitätsanforderungen
hergestellt, so dass beispielsweise lediglich eine Verschlechterung
oder eine andere ernsthaftere Beschädigung oder ein Fehlverhalten
einer Walzenbedeckung bei dem Kalander während des Kalandrierens beispielsweise
ein Ersetzen der Walze verursacht und zu einem vorübergehenden Herunterfahren
oder zu einer Unterbrechung der Produktion aufgrund eines Mangels
an einer alternativen Bahnlaufbahn führen kann.
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Ein
Kalander ist im Stand der Technik aus der Druckschrift
EP 0 890 676 bekannt, wobei bei diesem
Stand der Technik der Walzenstapel des Kalanders derart eingestellt
werden kann, dass die Laufbahn der Bahn derart verwirklicht werden
kann, dass es möglich
ist, zumindest zwei geöffnete
Spalte zwischen zwei geschlossenen Spalten anzuordnen. Gemäß dieser
Druckschrift ist der Kalander mit Kalanderwalzen versehen, die entlang
von Gleiteinrichtungen beweglich sind, die an dem Kalanderrahmen angeordnet
sind, um Spalte zu öffnen
oder zu schließen.
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Auf
der Grundlage der Druckschrift
EP
0 661 405 ist es bekannt, einen Kalander auszubilden, der vier
Walzen und drei Spalten hat, so dass sein Aufbau derart ist, dass
er einen Betrieb wahlweise mit drei, zwei oder auch mit lediglich
einem Spalt ermöglicht,
so dass in Abhängigkeit
von der Anzahl der für das
Kalandrieren gewählten
Spalte der untere Spalt oder die wählbaren unteren Spalte geschlossen
ist oder sind und die verbleibenden oberen Spalte offen sind. Der
Kalander gemäß dieser
Druckschrift verwendet drei Walzen, deren Durchbiegung einstellbar ist,
und die Reihenfolge der Spalte ist derart, dass dann, wenn die Spalte
geschlossen sind, der Behandlung, die bei dem zweiten Spalt stattfindet,
eine Behandlung folgt, die bei dem dritten Spalt stattfindet. Somit
sind die Möglichkeiten
zum Variieren des Zentrierens der Bahn ziemlich begrenzt.
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Das
europäische
Patent
EP 0 822 289 offenbart
einen Teilspaltbetrieb bei einem Mehrspaltkalander durch einen Spalt.
Bei diesem Kalander ist eine obere Walze oder eine untere Walze
in einem Schlitten beweglich bei vertikalen Gleiteinrichtungen des Kalanderrahmens
angeordnet. Eine zusätzliche
Walze oberhalb der oberen Walze oder in entsprechender Weise eine
zusätzliche
Walze unterhalb der unteren Walze ist an dem gleichen Schlitten
angeordnet. Dadurch bilden die obere Walze und die zusätzliche Walze
oberhalb von dieser und in entsprechender Weise die untere Walze
und die zusätzliche
Walze unterhalb dieser Paare an Walzen, die mit ihren eigenen Drehantriebseinrichtungen
versehen sind. Gemäß dieser
Druckschrift ist dieses Paar an Walzen aus dem Kontakt mit einer
Zwischenwalze des Kalanders heraus so beweglich, dass die zusätzliche
Walze zu einem Kontakt mit der oberen Walze beweglich ist oder in
entsprechender Weise zu der unteren Walze im Hinblick auf das Ermöglichen
eines Teilspaltbetriebes bei dem Kalander. Alternativ ist die zusätzliche
Walze aus dem Kontakt mit der oberen Walze oder in entsprechender
Weise mit der unteren Walze heraus beweglich, was den normalen Betrieb
des Kalanders ermöglicht,
d.h. das Passieren der Bahn entlang der normalen Laufbahn durch
sämtliche
Kalanderspalte.
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Bei
einigen Kalandern des Standes der Technik von dieser Art tritt ein
problematisches Walzen- und Spaltschwingen während des Laufens auf, wobei die
Schwingung unter anderem aufgrund des kombinierten Effektes der
Stütze
von einigen im Hinblick auf die Höhe und die Belastung einstellbaren
Walzen und der erforderlichen hohen linearen Belastung und/oder
aufgrund des nicht homogenen Bahnmaterials verstärkt wird.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen neuen und erfinderischen
Kalander vorzusehen, der es ermöglicht,
die vorstehend erwähnten Probleme
und Nachteile zu lösen
oder zumindest zu vermindern, und der es ermöglicht, verschiedene Arten
an Faserbahnsorten in einer flexiblen Weise zu kalandrieren.
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In
dieser Patentanmeldung bezieht sich die Flexibilität des Kalandrierens
von verschiedenen Arten an Faserbahnsorten auf die Möglichkeit
zum Ändern
des Aufbaus der Kalanderspalte und der Laufbahn der Faserbahn bei
einem Mehrwalzenkalander in einer derartigen Weise, dass, indem
die verschiedenen Kombinationen an Spaltanordnungen und/oder Bahnlaufbahnen
angewendet werden, es möglich
wird, in flexibler Weise verschiedene Faserbahnsorten zu kalandrieren,
und es möglich
wird, flexibel die Produktion fortzusetzen, und Hindernisse, die
Unterbrechungen bewirken, wie beispielsweise eine beschädigte oder
verschlissene Walzenbedeckung oder das Austauschen einer Walze,
zu umgehen.
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Die
vorliegende Erfindung ist im Allgemeinen dadurch gekennzeichnet,
dass eine obere Thermowalze, die ein Walzenpaar mit der oberen Walze
bildet, an einem Walzenrahmen fest gestützt ist oder öffenbar
arretiert ist, so dass dann, wenn die obere Thermowalze fest gestützt oder
arretiert ist, das Schließen, Öffnen und
Belasten eines oberen Spaltes arrangiert ist, indem der Mantel der
oberen Walze von der Innenseite belastet wird, und so dass dann, wenn
der Arretier- oder Stützaufbau
der oberen Thermowalze offen ist, das Schließen, Öffnen und Belasten des oberen
Spaltes so arrangiert ist, dass die untere Walze oder der Mantel
der unteren Walze von der Innenseite belastet wird, und dass in
wahlfähiger Weise
das Schließen, Öffnen und
Belasten eines unteren Spaltes so arrangiert ist, dass die untere
Walze und/oder der Mantel der unteren Walze belastet wird.
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Es
ist ein vorteilhaftes Kennzeichen von einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung, dass die obere Thermowalze, die ein Walzenpaar mit der
oberen Walze bildet, an dem Walzenrahmen fest gestützt ist,
dass ein Schließen, Öffnen und Belasten
des oberen Spaltes arrangiert ist, indem der Mantel der oberen Walze
von innen belastet wird, und dass ein Schließen, Öffnen und Belasten des unteren
Spaltes arrangiert ist, indem der Mantel der unteren Walze von der
Innenseite belastet wird.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung hat der Walzenstapel zumindest vier Walzen,
eine untere Thermowalze, die ein Walzenpaar mit der unteren Walze
bildet, mit einem Stützaufbau
versehen ist, der mit dem Walzenrahmen verbunden ist und eine nach
oben gerichtete und nach unten gerichtete Bewegung ermöglicht,
deren nach unten gerichtete Bewegungsdistanz begrenzt werden kann,
und wobei der Stützaufbau
einen Arretiermechanismus aufweist, der geschlossen ist, um den
Stützaufbau
bei einer festen Position zu arretieren, oder der offen ist.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist, um den unteren Spalt zu schließen und
zu belasten und um jeden Zwischenspalt oberhalb des unteren Spalte
und unterhalb des oberen Spaltes offen zu halten, die untere Thermowalze,
die ein Walzenpaar mit der unteren Walze bildet, bei einer festen
Position arretiert.
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Des
Weiteren kann gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung das Öffnen und
das Schließen
und auch die Belastungshöhe
von dem oberen Spalt unabhängig
gesteuert werden.
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Des
Weiteren kann gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung das Öffnen und
das Schließen
und auch die Belastungshöhe
von dem unteren Spalt unabhängig
gesteuert werden.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung kann das Schließen von jedem Zwischenspalt
oberhalb des unteren Spaltes und unterhalb des oberen Spaltes eingerichtet
sein, indem der Mantel der Bodenwalze von der Innenseite belastet
wird.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist die Zwischenwalze oberhalb der unteren
Thermowalze mit einem Stützaufbau
versehen, der mit dem Walzenrahmen verbunden ist und der eine nach
oben gerichtete und eine nach unten gerichtete Bewegung ermöglicht.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist die Distanz der nach unten gerichteten
Bewegung von dem Stützaufbau
der Zwischenwalze oberhalb der unteren Thermowalze so eingerichtet,
dass sie begrenzt ist.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung kann die Belastung von jedem Zwischenspalt
oberhalb des unteren Spaltes und unterhalb des oberen Spaltes eingerichtet
werden, indem der Mantel der unteren Walze von der Innenseite belastet
wird.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist zum Schließen und zum Belasten von jedem
Zwischenspalt oberhalb des unteren Spaltes und unterhalb des oberen
Spaltes mittels der unteren Walze der Arretiermechanismus von dem
Stützaufbau
der unteren Thermowalze, die ein Walzenpaar mit der unteren Walze
ausbildet, offen.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist die obere Thermowalze mit einem Stützaufbau
versehen, der mit dem Walzenrahmen verbunden ist und der eine nach
oben gerichtete und nach unten gerichtete Bewegung ermöglicht.
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Die
vorliegende Erfindung schafft verschiedene Vorteile gegenüber dem
Stand der Technik, von denen einige Vorteile nachstehend erwähnt sind.
Bei dem Walzenstapel des Mehrwalzenkalanders gemäß der vorliegenden Erfindung
sind zumindest zwei unabhängig
einstellbare Spalte vorhanden, und bei dem Mehrwalzenkalander, der
aus derartigen Walzenstapeln ausgebildet ist, die übereinander und/oder
benachbart zueinander angeordnet sind, weist zumindest einer von
diesen Walzenstapeln zumindest zwei Spalte auf und zumindest ein
anderer der Walzenstapel weist zumindest drei Spalte auf, wobei
die Spaltanordnung und die Laufbahn der Bahn variiert werden können, während zumindest
ein Spalt geschlossen ist, um die Faserbahn zu kalandrieren. Der
Aufbau des Mehrwalzenkalanders gemäß der vorliegenden Erfindung
ist derart, dass durch ein Ändern
der Spaltanordnung, die für
das Kalandrieren verwendet wird, wie dies durch die Faserbahnsorte
erforderlich ist, es ebenfalls möglich
ist, einen Sortenwechsel auszuführen,
ohne die Laufbahn der Faserbahn durch ein Öffnen und Schließen der Spalte
zu ändern.
In dieser Beschreibung sind mit dem Kalandrierspaltaufbau oder der
Kalandrierspaltanordnung oder noch kürzer mit dem Spaltaufbau oder
der Spaltanordnung jene Spalte des fraglichen Mehrspaltkalanders
gemeint, die bei dem Kalandrieren der Faserbahn als geschlossene
Spalte bei jedem vorgegebenen Kalandrieraugenblick teilnehmen. Der
Kalander gemäß der vorliegenden
Erfindung ist in vorteilhafter Weise dazu geeignet, dass er als
Mehrsortenkalander dient. Wenn in einem Spalt, der für den Kalandriermodus
wesentlich ist, der durch eine vorgegebene Bahnsorte erforderlich
ist, eine Beschädigung
auftritt, die die Produktion unterbricht oder die Qualität wesentlich
verringert, beispielsweise eine Beschädigung der Walzenbedeckung
oder ein Brechen eines Lagers, kann ein derartiges Hindernis für die Produktion
auch umgangen werden, indem die Spaltanordnung geändert wird.
Ein weiterer Vorteil ist es, dass durch ein Ändern der Laufbahn die Faserbahn
so geführt
werden kann, dass sie in dem Kalander entlang einer alternativen
Bahn läuft,
die das gleiche oder ein anderes Kalandrierergebnis erzeugt. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ermöglicht
der Aufbau des Kalanders ein Walzenaustauschen während des Kalandrierens ohne
ein Unterbrechen des Kalandrierprozesses. Unterbrechungen bei der
Produktion, die durch einen Sortenwechsel und Beschädigungen verursacht
werden, können
somit vermieden werden, und die Fortdauer des Kalandrierens wird
unter Verwendung von alternativen Ersatzspaltanordnungen und/oder
Bahnlaufbahnen sichergestellt. Die unabhängig belastbaren Spalte, die
durch die vorliegende Erfindung ermöglicht werden, unterstützen das
Vorsehen einer erwünschten
linearen Belastungsverteilung. Die anderen Vorteile und kennzeichnenden Merkmale
der vorliegenden Erfindung gehen aus der nachstehend dargelegten
detaillierten Beschreibung der Erfindung hervor.
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Im
Allgemeinen ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die
Kalandrierprobleme, Einschränkungen
und Schwächen
im Zusammenhang mit dem Stand der Technik zu beseitigen oder zumindest
zu verringern und das Bahnkalandrierpotenzial und die Flexibilität des Kalandrierens
d.h. die Möglichkeiten
zum Herstellen verschiedener Papiersorten unter Verwendung von einem
Mehrspaltkalander zu verbessern und zu erweitern, bei dem die Belastungen
in den Spalten eingestellt werden können und/oder optimiert werden
können
und ein Öffnen und
ein Schließen
der Spalte ermöglicht
wird.
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Eine
spezielle Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, zu ermöglichen,
dass die Belastung von zumindest einem einzelnen Spalt unabhängig von
der Belastung der anderen Spalte des Walzenstapels eingestellt oder
begrenzt wird.
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Eine
andere spezielle Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, zu ermöglichen,
dass zumindest ein einzelner Spalt geöffnet und bei einer offenen
Position arretiert wird und zwar unabhängig von der Belastung der
anderen Spalte des Walzenstapels.
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Diese
Aufgaben sind durch die vorliegende Erfindung gelöst, die
gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, dass zum Einstellen
der Belastung des Spaltes zwischen zumindest einem Paar an Kalanderwalzen
bei dem Walzenstapel, um den Spalt desselben bei einer offenen Position
zu öffnen
oder zu arretieren, das Paar an Kalanderwalzen mit einem Spaltbelastungseinstell-
und/oder -arretieraufbau versehen ist, der zwischen den Lagergehäusen oder
Lagergehäusearmen
und/oder Belastungs- und/oder
Stützarmen
der Kalanderwalzen wirkt.
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Gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel von
dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung hat der Belastungseinstell-
und/oder -arretieraufbau des Spaltes ein Paar an Spaltbelastungseinstell- und/oder
-arretiereinrichtungen, die zwischen den Lagergehäusen oder
Lagergehäusearmen
der Kalanderwalzen von einem Paar an Kalanderwalzen wirken. In diesem
Zusammenhang ist es von Vorteil, dass die Spaltbelastungseinstell-
und Arretierelemente durch Antriebseinrichtungen ausgebildet sind, die
gegeneinander wirken und die jeweils mit einem Belastungsschuh versehen
sind, so dass die Gegenflächen
der Belastungsschuhe der Antriebseinrichtungen so geformt sind,
dass sie einander entsprechen. Um die Bewegungsbahn von den Stützarmen oder
Belastungsarmen, die sich in einer hebelartigen Weise bewegen, zu
berücksichtigen
und um sicherzustellen, dass die Einstellelemente und/oder Arretierelemente
gegeneinander gehalten werden, ist es besonders empfehlenswert,
dass eine der Gegenflächen
konvex sein soll, vorteilhafterweise eine konvexe sphärische Oberfläche hat,
und dass die andere der Gegenflächen
konkav sein soll, vorteilhafterweise eine konkave sphärische Oberfläche.
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Gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel von
dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung hat der Belastungseinstell-
und/oder -arretieraufbau von dem Spalt ein Spaltbelastungseinstell-
und/oder -arretierelement, das zwischen den Stütz- und/oder Belastungsarmen
der Kalanderwalzen von einem Paar an Kalanderwalzen wirkt und das
eine Antriebseinrichtung oder Krafteinrichtung ist, von der ein Ende
an dem Stütz-
und/oder Belastungsarm von einer Kalanderwalze bei dem Paar an Kalanderwalzen angebracht
ist und von der das andere Ende an dem Stütz- und/oder Belastungsarm
von der anderen Kalanderwalze beim Paar an Kalanderwalzen angebracht
ist.
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Gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel von
dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung hat der Spaltbelastungseinstell-
und/oder -arretieraufbau ein Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretierelement,
das zwischen den Lagergehäusen
oder Lagergehäuseschlitten
der Kalanderwalzen von einem Paar an Kalanderwalzen wirkt und mittels
einer Antriebseinrichtung oder Krafteinrichtung beweglich ist, wobei
das Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretierelement ein keilartiges
oder sphärisches
Element ist, das in einer Richtung beweglich ist, die quer zu der
Mittelachse von dem Paar an Walzen ist.
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Außerdem ist
es gemäß dem zweiten
Aspekt ein allgemeines Kennzeichen der vorliegenden Erfindung, dass
der Antrieb der Krafteinrichtungen für das Belasten und/oder Bewegen
von einem Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretierelement oder
von Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretierelementen in vorteilhafter
Weise ein hydraulischer, pneumatischer, elektromechanischer und/oder
mechanischer oder anderer Antrieb ist, der eine gleichwertige Funktion
vorsieht. Unter anderem können
ein hydraulischer Antriebszylinder, ein pneumatischer Antriebszylinder,
ein Elektromotor, ein manueller Antrieb als Beispiele der Antriebe
erwähnt
werden.
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Gemäß dem zweiten
Aspekt ist es außerdem ein
allgemeines Kennzeichen der vorliegenden Erfindung, dass die Zunahme
der Belastung von dem Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretieraufbau den
Effekt eines Verringerns der Spaltbelastung hat und dass ein Verringern
der Belastung von dem Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretieraufbau den
Effekt eines Erhöhens
der Spaltbelastung hat.
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Im
Hinblick auf die Vorteile der vorliegenden Erfindung kann erwähnt werden:
- – Dass,
indem der Stützaufbau
von der Kalanderwalze, die ein Paar mit der unteren Walze des arretierten
Walzenstapels ausbildet, arretiert gehalten wird, es möglich ist,
sowohl das Schließen, das Öffnen und/oder
das Belasten von dem unteren Spalt des Walzenstapels und das Öffnen, das Geschlossenhalten
und/oder das Belasten des Spaltes oberhalb von dem unteren Spalt
von jedem Walzenstapel in unabhängiger
Weise zu bewirken,
- – dass
durch ein Halten des Stützaufbaus
von der Kalanderwalze, die ein Paar mit der oberen Walze des arretierten
Walzenstapels ausbildet, es möglich
ist, in unabhängiger
Weise sowohl das Schließen,
das Öffnen
und/ oder das Belasten von dem oberen Spalt von dem Walzenstapel
und das Öffnen,
Geschlossenhalten und/oder Belasten von dem Spalt unterhalb des
oberen Spaltes von jedem Walzenstapel zu verwirklichen, und das
Belasten, Öffnen
und/oder Schließen
von sämtlichen Spalten
des Walzenstapels kann in unabhängiger Weise
gesteuert und/oder eingestellt werden, und
- – dass
die Größe der Kraft
zwischen den Walzen individuell gemäß der vorliegenden Erfindung
einstellbar ist, so das die Kraft, die die Belastung von einem individuellen
Spalt erzeugt, durch die erwünschte
Belastungsverteilung in dem Spalt bestimmt wird. Es ist typischerweise
erwünscht, dass
die Belastung oder die lineare Belastung von einem einzelnen Spalt
verringert oder erhöht
werden kann, d.h. innerhalb von einem Bereich von 0 ± 50 MPa
reguliert werden kann. Die Energiezufuhr, die in der entgegengesetzten
Phase stattfindet, beseitigt Belastungsstörungen und erhöht ein Dämpfen.
-
Um
zu ermöglichen,
dass die Spalte des Walzenstapels unabhängig geöffnet, geschlossen und/oder
belastet werden, wird empfohlen, dass jedes Paar an Walzen zumindest
eine Kalanderwalze haben soll, die an dem Walzenrahmen mittels eines Stütztaufbaus
gestützt
ist, der eine vertikale Bewegung ermöglicht. Ein derartiger Stützaufbau
ist beispielsweise ein Mechanismus, der Belastungsarme und/oder
Stützarme
aufweist, die in einer hebelartigen Weise beweglich sind und Blockschlitten
tragen, die zu den Lagerblocks der Kalanderwalze zugehörig sind.
Im Hinblick auf das Anwenden der vorliegenden Erfindung wird außerdem empfohlen,
dass bei der oberen Walze und/oder bei der unteren Walze des Walzenstapels
die Durchbiegung ausgeglichen wird.
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Im
Hinblick auf die anderen Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden
Erfindung wird auf den nachfolgend dargelegten speziellen Teil der
Beschreibung der vorliegenden Erfindung verwiesen.
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Nachstehend
ist die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben,
in denen der Mehrwalzenkalander gemäß der vorliegenden Erfindung
dargestellt ist, wobei jedoch die vorliegende Erfindung nicht ausschließlich auf
die Darstellung in den Zeichnungen beschränkt ist.
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1 zeigt
einen Walzenstapel von einem Mehrwalzenkalander gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, wobei der Walzenstapel fünf Walzen
und vier Spalte hat, von denen zwei Spalte unabhängig voneinander eingestellt
werden können,
wenn dies erwünscht
ist.
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2 zeigt
eine Bahnlaufbahn bei einem Zweistapel-Mehrwalzenkalander, der gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist.
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3 zeigt
einen alternativen Kalandrierspaltaufbau, der durch eine in 2 gezeigte Bahnlaufbahn
bei dem Zweistapel-Mehrwalzenkalander aufgezeigt wird, der gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist.
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4 zeigt
drei Möglichkeiten
zum Ausbilden eines Zweistapel-Mehrwalzenkalanders aus Walzenstapeln.
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5 zeigt
außerdem
drei Möglichkeiten zum
Ausbilden eines Zweistapel-Mehrwalzenkalanders aus Walzenstapeln.
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6 zeigt
ein erstes Ausführungsbeispiel von
einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung.
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6a zeigt
eine Einzelheit aus 6.
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7 zeigt
ein zweites Ausführungsbeispiel von
dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung.
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8 zeigt
ein drittes Ausführungsbeispiel von
dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung.
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Die
vorliegende Erfindung ist nachstehend anhand von einigen ihrer vorteilhaften
Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die 1 bis 5 und 6 bis 8 beschrieben.
Bei Mehrwalzenkalandern 10, die in den 1 bis 5 gezeigt sind,
gibt es Walzenstapel 11, 111, 112, 113,
die übereinander
und/oder benachbart zueinander angeordnet sind, wobei zumindest
einer von diesen Walzenstapeln zumindest drei Walzen aufweist und
zumindest ein anderer von diesen Walzenstapeln zumindest vier Walzen
aufweist, um dadurch zumindest einen Zwischenspalt 2, 3, 2', 3' auszubilden,
und wobei eine obere Walze 12, 121, 122, 123 und
eine untere Walze 16, 161, 162, 163 von
jedem Walzenstapel bei den Mehrwalzenkalandern mit Durchbiegungsausgleichsvorrichtungen
versehen sind. Eine obere Thermowalze 13, 131, 132, 133 von
jedem Walzenstapel ist an einem nicht gezeigten Walzenrahmen fest
gestützt
oder in öffnungsfähiger Weise
arretiert, wobei in vorteilhafter Weise die obere Thermowalze an
dem nicht gezeigten Walzenrahmen fest gestützt ist, und bei den Walzenstapeln
können
die Walzen so eingerichtet sein, dass sie in einen Spaltkontakt
miteinander zum Kalandrieren einer Faserbahn W in geschlossenen
Spalten gelangen.
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In
diesen 1 bis 3 ist die vorliegende Erfindung
dargestellt, wobei als ein Beispiel mit fünf Walzen versehene Walzenstapel 11, 111 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
von dem Mehrwalzenkalander 10 hierbei verwendet werden.
Die obere Walze 12, 121 und die untere Walze 16, 161 von
jedem Walzenstapel 11, 111 bei den in den 1 bis 3 gezeigten
Mehrwalzenkalandern 10 sind mit Durchbiegungsausgleichsvorrichtungen
versehen. In den 1 bis 3 ist gemäß einem
vorteilhaften Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung die obere Thermowalze 13, 131 fest
an einen Walzenrahmen gestützt,
der in den Zeichnungen nicht dargestellt ist, und bei den Walzenstapeln
können
die Walzen zu einem Spaltkontakt miteinander für ein Kalandrieren der Faserbahn
W in geschlossenen Spalten eingerichtet sein.
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1 zeigt
einen Walzenstapel 11 von dem Mehrwalzenkalander 10,
bei dem fünf
Kalandrierwalzen 12, 13, 14, 15 und 16,
die übereinander
angeordnet sind, und vier Spalte 1, 2, 3, 4 vorhanden
sind. Von den Walzen, die nicht bei dem Ausbilden der Spalte 1, 2, 3, 4 teilnehmen,
zeigen die 1 bis 3 zwei Entnahmewalzen 5 und
eine Entnahmewalze 6. Bei dem Kalandrieren tritt die Faserbahn
W in einen Spalt, der zwischen Walzen ausgebildet ist, die gegeneinander
gepresst werden; bei dem Walzenstapel 11 von 1 gibt
es vier Spalte in Aufeinanderfolge in der Laufrichtung der Faserbahn
W. Die Spalte können
geschlossen und geöffnet
werden. Ein oberer Spalt 1 ist zwischen der oberen Walze 12,
in diesem Fall eine Durchbiegungsausgleichswalze (eine Walze, deren
Durchbiegung ausgeglichen wird), die mit einer elastischen Bedeckung
bedeckt ist, vorteilhafterweise eine Walze mit einer Polymeroberfläche, und
einer mit einer glatten Oberfläche
versehenen Presswalze, vorteilhafter die obere Thermowalze 13,
ausgebildet. In 1 ist die Thermowalze 13,
die ein Walzenpaar mit der oberen Walze 12 ausbildet, an
dem Walzenrahmen gemäß der vorliegenden
Erfindung fest gestützt.
Von dem Auslass von dem oberen Spalt 1 tritt die Bahn W über eine
Entnahmewalze 5, die nach dem Walzenpaar 12, 13 folgt,
zu einem Zwischenspalt 2 unterhalb des oberen Spaltes 1,
wobei der Zwischenspalt 2 als ein Walzenpaar durch die obere
Thermowalze 13 und eine Zwischenwalze 14 ausgebildet
ist, die bei diesem Beispiel eine Walze ist, die mit einer elastischen
Bedeckung bedeckt ist, vorteilhafterweise eine Polymerwalze. Nach
dem Zwischenspalt 2 tritt die Bahn W über eine Entnahmewalze 6 in
einen Zwischenspalt 3, der zwischen der Zwischenwalze 14 und
in diesem Fall einer mit einer glatten Oberfläche versehenen Presswalze,
vorteilhafterweise eine untere Thermowalze 15, ausgebildet
ist, wobei von dem Ort zwischen diesen Walzen die Bahn W über eine
Entnahmewalze 5, die nach dem Walzenpaar 14, 15 folgt,
in einen unteren Spalt 4 tritt. Der untere Spalt 4 ist
zwischen der Thermowalze 15 und der unteren Walze 16 ausgebildet,
die eine Durchbiegungsausgleichswalze ist, die mit einer elastischen
Bedeckung bedeckt ist, vorteilhafterweise eine mit einer Polymeroberfläche versehene
Walze. Von dem Auslass des unteren Spaltes 4 tritt die Bahn
W über
zumindest eine nicht gezeigte Entnahmewalze oder dergleichen zu
einem anderen Walzenstapel des Mehrwalzenkalanders 10 oder
alternativ an einem anderen Walzenstapel/andere Walzenstapel vorbei
zu einem Aufrollen oder zu einer anderen Finishing-Vorrichtung.
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In 1 ist
das Schließen,
das Öffnen
und das Belasten von dem oberen Spalt 1 des Walzenstapels 11 eingerichtet,
indem der Mantel der oberen Walze 12 von der Innenseite
her belastet wird, und das Schließen, Öffnen und Belasten von dem
unteren Spalt 4 ist eingerichtet, indem der Mantel der
unteren Walze 16 von der Innenseite belastet wird, was in jeweils
den 1 bis 3 durch Pfeilsymbole dargestellt
ist, die im Inneren der oberen Walze und der unteren Walze gezeigt
sind, wobei die Pfeilsymbole parallel zu der Spaltebene sind und
zu den Spalten gerichtet sind. In dem Fall, bei dem der Mantel belastet
wird, steht das Pfeilsymbol in Kontakt mit der Innenfläche des
Mantels, und der Spalt nimmt bei dem Kalandrieren teil. In ähnlicher
Weise ist in einer Situation, bei der der Mantel der oberen Walze
oder der unteren Walze nicht belastet ist und der Spalt nicht bei
dem Kalandrieren teilnimmt, das Pfeilsymbol so gezeigt, dass es
von der Innenfläche
des Mantels beabstandet ist.
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Belastungsvorrichtungen,
die im Inneren der oberen Walze 12 angeordnet sind, werden
verwendet, um den oberen Spalt 1 zu schließen, zu öffnen und
zu belasten, wobei mittels dieser Belastungsvorrichtungen der Mantel
der oberen Walze 12 in der Richtung der Spaltebene in Bezug
auf die Welle der oberen Walze 12 versetzt werden kann.
In diesem Fall ist es möglich,
auf den bekannten Aufbau der Anwendung eines oberen Zylinders in
Verbindung mit der oberen Walze 12 für ein Schließen und/oder
Belasten des oberen Spaltes zu verzichten. Die Belastung des oberen
Spaltes 1 kann unabhängig
bei dem Walzenstapel 11 von 1 gesteuert
werden; anders ausgedrückt
kann das Schließniveau
und das Öffnungsniveau
und auch das Belastungsniveau des oberen Spaltes 1 unabhängig gesteuert
werden.
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Um
den unteren Spalt 4 zu schließen, zu öffnen und zu belasten, ist
es möglich,
wie bei 1, Belastungsvorrichtungen anzuwenden,
die im Inneren der unteren Walze 16 angeordnet sind und
durch die der Mantel der unteren Walze 16 in der Richtung der
Spaltebene in Bezug auf die Welle der unteren Walze 16 versetzt
werden kann, oder alternativ ist es möglich, Belastungszylinder 17 anzuwenden,
die auf die untere Walze 16 einwirken und die durch eine
gestrichelte Linie gezeigt sind. Bei dem Walzenstapel 11 von 1 kann
der untere Spalt 4 unabhängig gesteuert werden; anders
ausgedrückt
kann das Schließniveau
und das Öffnungsniveau
und auch das Belastungsniveau des unteren Spaltes 4 unabhängig gesteuert
werden. Wenn die Schließdistanz
des unteren Spaltes 4 minimal ist und um den unteren Spalt einer
Belastung von unten auszusetzen, werden überhaupt keine unteren Zylinder 17 für ein Bewegen der
unteren Walze 16 benötigt.
Die Schließdistanz von
dem oberen Spalt 4 kann so eingerichtet sein, dass sie
einen derartigen Aufbau hat, dass die Bewegungsdistanz von dem Mantel
der oberen Walze 12 ausreichend ist, um den oberen Spalt 1 zu
schließen und
eine Durchbiegungssteuerung zu verwirklichen. Die Schließdistanz
des unteren Spaltes 4 kann so eingerichtet sein, dass sie
im Hinblick auf den Aufbau derart ist, dass die Bewegungsdistanz
von dem Mantel der unteren Walze 16 ausreichend ist, um
den unteren Spalt 4 zu schließen und eine Durchbiegungssteuerung
zu verwirklichen. Wenn der Walzenstapel 11 zumindest vier
Walzen wie in dem Fall der 1 bis 3 hat,
ist die untere Thermowalze 15, die ein Walzenpaar mit der
unteren Walze 16 ausbildet, an dem Walzenrahmen so gestützt, dass
sie beweglich und zu einer fixierten Position arretierbar ist. Der
Arretiermechanismus von dem Stützaufbau,
der für
die untere Thermowalze 15 vorgesehen ist und der eine nach
oben gerichtete und nach unten gerichtete Bewegung der unteren Thermowalze 15 ermöglicht, wird
geöffnet
oder geschlossen. Um einen offenen unteren Spalt 4 zu ermöglichen,
kann die nach unten gerichtete Bewegungsdistanz von dem Stützaufbau der
unteren Thermowalze 15 begrenzt werden und der Stützaufbau
der unteren Thermowalze 15 kann arretiert werden, so dass
dann, wenn die untere Walze 16 oder der Mantel der unteren
Walze 16 bei einer angemessenen Distanz von der unteren Thermowalze 15 ist,
der untere Spalt 4 offen ist. Lediglich zum Schließen des
unteren Spaltes 4 und um jeden Zwischenspalt 2, 3 oberhalb
des unteren Spaltes 4 und unterhalb des oberen Spaltes 1 offen
zu halten, wird der Arretiermechanismus von dem Stützaufbau
der unteren Thermowalze 15 geschlossen, was in 1 mit
einem geschlossenen Arretiersymbol dargestellt ist. Die Zwischenwalze 14 ist
mit einem Stützaufbau versehen,
der das Öffnen
und Schließen
des Zwischenspaltes 4 und die nach oben gerichtete und nach
unten gerichtete Bewegung der Zwischenwalze 14 ermöglicht,
wobei die Bewegungsdistanz von diesem Stützaufbau nach unten begrenzt
ist, um einen offenen Zwischenspalt 3 zu ermöglichen.
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Wie
dies in 1 gezeigt ist, ermöglicht die nach
oben gerichtete Beweglichkeit des Stützaufbaus der unteren Thermowalze 15 ein
Schließen, Öffnen und
Belasten von jedem Spalt oberhalb des unteren Spaltes 4 und
von jedem Spalt unterhalb des oberen Spaltes 1 von unten
durch die untere Walze 16. Der Arretiermechanismus von
dem Stützaufbau der
unteren Thermowalze 15 ist offen für ein Schließen, Öffnen und
Belasten des unteren Spaltes 4 und gleichzeitig des Zwischenspaltes 3 oberhalb
des unteren Spaltes 4 und des Zwischenspaltes 2 unterhalb des
oberen Spaltes 1, und der Walzenstapel, der die untere
Walze 16, die untere Thermowalze 15 und die Zwischenwalze 14 aufweist,
kann mittels der unteren Walze 16 zu einem Kontakt mit
und gegen die obere Thermowalze 13 angetrieben werden,
die an dem Walzenrahmen fest gestützt ist, während der untere Spalt 4,
der Zwischenspalt 3 oberhalb des unteren Spaltes 4 und
der Zwischenspalt 2 unterhalb des oberen Spaltes 1 in
dieser Reihenfolge geschlossen werden, wobei das Öffnen der
Spalte 2, 3 und 4 stattfindet, indem
die Belastung innerhalb des Mantels der unteren Walze 16 verringert
wird und indem der Mantel der unteren Walze 16 nach unten
in die Richtung der Spaltebene versetzt wird. Der Zwischenspalt 2 öffnet sich
als der erste Spalt bei der Öffnungsreihenfolge,
wenn die Zwischenwalze 14 sich nach unten bewegt, während sie
durch ihren Stützaufbau
gestützt
wird, der die Bewegung ermöglicht. Der
Zwischenspalt 3 öffnet
sich als nächster
im Hinblick auf die Reihenfolge, nachdem der Zwischenspalt 14 den
unteren Grenzwert seiner Bewegungsbahn erreicht hat. Wenn die untere
Walze 16 oder der Mantel der unteren Walze 16 sich
weiter nach unten in Richtung der Spaltebene bewegt, erreicht die
untere Thermowalze 15 den unteren Grenzwert von ihrem Stützaufbau,
der die Bewegung ermöglicht,
oder der Arretiermechanismus von dem Stützaufbau der unteren Thermowalze 15,
der die Bewegung ermöglicht, wird
arretiert, so dass der untere Spalt 4 sich öffnet. Es
kann angedacht werden, dass das Öffnen,
das Schließen
und insbesondere das Belasten von den Zwischenspalten 2 und 3 Merkmale
aufweisen kann, die sich von der vorstehend dargelegten Beschreibung
unterscheiden, insbesondere dann, wenn Einrichtungen zum Bewirken
der Belastung und/oder eines schnellen Öffnens zwischen den Kalandrierspalten
angewendet werden. Das Schließen
und/oder Öffnen
der Zwischenspalte 2 und 3 kann auch derart eingerichtet
sein, dass die untere Thermowalze 15 und die Zwischenwalze 14 oberhalb
der unteren Walze 16 gegen die obere Thermowalze 13 mittels
der unteren Walze 16 angetrieben werden, die mit unteren
Zylindern 17 versehen ist, oder alternativ kann das Schließen der
Zwischenspalte 2 und 3 von dem aus fünf Walzen
bestehenden Walzenstapel 11 auch in vorteilhafter Weise
ohne die Belastungszylinder 17 eingerichtet sein, die in 1 mit
gestrichelten Linien gezeigt sind, was auch in den 2 und 3 gezeigt
ist, so dass die untere Walze 16 nicht mit irgendwelchen
unteren Zylindern versehen ist, sondern die untere Thermowalze 15 und
die Zwischenwalze 14 oberhalb der unteren Walze 16 werden
dazu gebracht, dass sie sich gegen die obere Thermowalze 13 nach
oben bewegen, indem der Mantel der unteren Walze 16 von
der Innenseite belastet wird, wodurch die Belastung der unteren
Walze 16 gänzlich davon
Gebrauch macht. Wenn die Bewegungsbahnen der Walzen 14 und 15 minimal
gestaltet sind, sind überhaupt
keine unteren Zylinder 17 erforderlich, um die untere Walze 16 und
auch die untere Thermowalze 15 und die Zwischenwalze 14 zu
bewegen, und um eine Belastung von unten in dem unteren Spalt 4 in
dem Zwischenspalt 3 oberhalb des unteren Spaltes 4 und
in dem Zwischenspalt 2 unterhalb des oberen Spaltes 1 zu
erzeugen.
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Wenn
bei dem mit fünf
Walzen versehenen Walzenstapel 1 von dem Mehrwalzenkalander 10 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung die Schließbewegungsdistanz des Walzenstapels,
der den unteren Spalt 4, den Zwischenspalt 3 oberhalb
des unteren Spaltes 4 und den Zwischenspalt 2 unterhalb
des oberen Spaltes 4 ausbildet, minimal gestaltet ist,
können
die unteren Zylinder bei dem Öffnen,
Schließen
und Belasten der Spalte 4, 3 und 2 weggelassen
werden. In diesem Fall kann die Schwingungssituation bei dem Kalander
auch besser unter Kontrolle gehalten werden.
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Ein
Vorteil des Stützens
der oberen Thermowalze 13 fest an dem Walzenrahmen ist,
dass die Schwingungen von dem Kalander 10 während des Laufens
im Vergleich zu einer Situation verringert werden, bei der ein möglicherweise öffnungsfähiger arretierbarer
Hebelarm, der den Aufbau komplizierter gestaltet und die Bewegung
der oberen Thermowalze 13 ermöglicht, die Stütze der
Walze vorsehen würde.
Der fixierte Stützaufbau
der oberen Thermowalze 13 ist auch kostengünstiger
zu verwirklichen. Wenn der Walzenstapel 11 zumindest vier
Kalandrierwalzen hat, ist die untere Thermowalze 15, die
ein Walzenpaar mit der unteren Walze 16 ausbildet, an dem Walzenrahmen
so gestützt,
dass sie beweglich ist und bei einer fixierten Position arretiert
werden kann, wobei das Arretieren geöffnet oder geschlossen wird, wobei
in diesem Fall zumindest zwei unabhängig schließbare und öffenbare Spalte vorhanden sind, der
obere Spalt 1 und der untere Spalt 4, bei zumindest
einem Walzenstapel 11 des Mehrwalzenkalanders 10.
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Wenn,
wie dies bei dem Beispiel von 5 gezeigt
ist, drei Walzen, d.h. eine obere Walze 12, eine Thermowalze 13 und
eine untere Walze 16, bei einem Walzenstapel 11 des
Mehrwalzenkalanders 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung eingerichtet sind, wobei die Walzen zwei unabhängig schließbare und öffenbare
Spalte ausbilden, d.h. einen oberen Spalt und einen unteren Spalt, kann
die Einstellung der Belastung bei diesen Spalten unabhängig verwirklicht
werden mittels der oberen Walze 12 und der unteren Walze 16,
während
die Thermowalze 13 feststehend an den Walzenrahmen gestützt ist,
jedoch muss die Regulierung der Temperatur mittels der Thermowalze 13 verwirklicht
werden, die für
den oberen und den unteren Spalt gemeinschaftlich vorhanden ist
und die sich zwischen der oberen Walze 12 und der unteren
Walze 16 des Walzenstapels 11 befindet.
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Wenn
vier Walzen d.h. eine obere Walze 12, eine obere Thermowalze 13,
eine untere Thermowalze 15 und eine untere Walze 16 vorhanden
sind und drei Spalte bei einem Walzenstapel 11 des Mehrwalzenkalanders 10 gemäß einem
Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung eingerichtet sind, wobei von den Spalten
die äußersten
Spalte, d.h. ein oberer Spalt und ein unterer Spalt, unabhängig schließbare und öffenbare
Spalte sind, kann die Einstellung ihrer Belastung und ihres Erwärmens unabhängig in
einer Weise verwirklicht werden, die ähnlich wie bei 1 ist, während die
obere Thermowalze 13 an dem Walzenrahmen fest gestützt ist.
In diesem Fall gibt es bei dem Walzenstapel 11 mit vier
Walzen keine Zwischenwalze, so dass der mittlere Spalt ein Zwischenspalt
ist, der somit zwischen zwei Thermowalzen ausgebildet ist, d.h.
die obere Thermowalze 13 und die untere Thermowalze 15.
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In
den 2 und 3 ist der Mehrwalzenkalander 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung aus zwei Walzenstapeln 11 und 111 derart
ausgebildet, dass es möglich
ist, die Faserbahn W unter Verwendung von verschiedenen alternativen
Spaltanordnungen und/oder Bahnlaufbahnen zu kalandrieren. Die 2 und 3 zeigen
ein Beispiel der Laufbahn der Bahn W. Bei dem ersten Walzenstapel 11 des Mehrwalzenkalanders 10 gibt
es fünf
Walzen, die übereinander
angeordnet sind, eine obere Walze 12, eine obere Thermowalze 13,
eine Zwischenwalze 14, eine untere Thermowalze 15 und
eine untere Walze 16, und vier Spalte 1, 2, 3, 4.
Bei dem zweiten Walzenstapel 111 gibt es in einer entsprechenden
Weise fünf
Walzen, die übereinander
angeordnet sind, d.h. eine obere Walze 121, eine obere
Thermowalze 131, eine Zwischenwalze 141, eine
untere Thermowalze 151 und eine untere Walze 161,
und vier Spalte 1', 2', 3', 4'. Die Spannung
der Bahn W wird gesteuert, indem eine nicht gezeigte Spannungsmesswalze
angewendet wird, die zwischen dem ersten Walzenstapel 11 und
dem zweiten Walzenstapel 111 angeordnet ist.
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Der
unabhängig
belastbare obere Spalt 1 und der unabhängig belastbare untere Spalt 4 von dem
Walzenstapel 11 gemäß der vorliegenden
Erfindung unterstützen
das Erzeugen einer erwünschten Linearbelastungsverteilung
bei dem Mehrwalzenkalander 10, so dass bei dem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung der 1 bis 3 es
möglich
ist, die Linearbelastungsverteilung des Walzenstapels 11 wunschgemäß einzustellen
mittels der Belastung von dem unabhängigen oberen Spalt 1 und der
Belastung von dem unabhängigen
unteren Spalt 4. Es ist beispielsweise möglich, dass
der obere Spalt 1 geöffnet
oder geschlossen werden kann, dass der untere Spalt 4 geöffnet oder
geschlossen werden kann, dass die Belastung bei dem unteren Spalt 4 gemäß der erwünschten
Linearbelastungshöhe
höher als,
gleich wie oder niedriger als diejenige des oberen Spaltes 1 sein
kann, dass der Zwischenspalt 3 oberhalb des unteren Spaltes 4 und
der Zwischenspalt 2 unterhalb des oberen Spaltes 1,
wobei diese Zwischenspalte abhängig
von der Belastung des unteren Spaltes 4 sind, geöffnet werden
können,
während
der untere Spalt 4 geöffnet
oder geschlossen ist, und es möglich
ist, dass der Zwischenspalt 3 oberhalb des unteren Spaltes 4 und
der Zwischenspalt 2 unterhalb des oberen Spaltes 1,
wobei dieser Zwischenspalt abhängig
von der Belastung des unteren Spaltes 4 ist, geschlossen
werden können,
während
der untere Spalt 4 geschlossen ist.
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Wenn
der Arretiermechanismus von dem Stützaufbau der unteren Thermowalze 15 bei
dem Walzenstapel 11 offen ist, hängen die Belastungen der Spalte 2, 3 und 4 unterhalb
des oberen Spaltes 1 voneinander derart ab, dass die lineare
Belastung von dem Zwischenspalt 2 unterhalb des oberen
Spaltes 1 bis zu dem unteren Spalt 4 zunimmt aufgrund der
Schwerkraft, wenn zum Beseitigen der nach unten hin zunehmenden
linearen Belastung und zum Steuern der Durchbiegungslinie der Walzen
beispielsweise an sich bekannte Walzenentlastungsvorrichtungen nicht
in Verbindung mit den Walzen angewendet werden, die die Spalte ausbilden,
wobei die Walzenentlastungsvorrichtungen mittels eines Zylinder-
und Hebelarmmechanismus verwirklicht werden und die Schwerkraft
ausgleichen, und wobei die Walzenentlastungsvorrichtungen auch für ein schnelles Öffnen des
Walzenstapels angewendet werden können.
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Bei
dem Mehrwalzenkalander 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung können
sowohl die Linearbelastungsverteilung innerhalb der Walzenstapel 11 und 111 als
auch die Belastung zwischen den Walzenstapeln 11 und 111 variiert werden,
um die Papierqualität
zu optimieren, beispielsweise im Hinblick auf die folgenden Eigenschaften:
Glanz/Dichte, Glätte/Dichte,
Verlust an spezifischem Volumen, Historie der Dehnung (Elongation)/Belastung
etc. Die lineare Belastungsverteilung der Spalte kann so eingestellt
werden, dass sie kontinuierlich/nicht kontinuierlich und/oder linear/nicht
linear ist. Beispielsweise kann bei dem oberen Spalt 1 von
dem ersten Walzenstapel 11 die Bahn W einer Spaltbelastung
ausgesetzt werden, die gleich einer linearen Belastung von 100 kN/m
ist, und während
des Laufens in dem Spalt 2 unterhalb des oberen Spaltes 1 und
in dem Spalt 3 oberhalb des unteren Spaltes 4 und
auch in dem unteren Spalt 4 ist die Bahn W einer linear
zunehmenden Spaltbelastung ausgesetzt, wobei das Linearbelastungsmaximum
von dieser bei dem unteren Spalt 4 100 kN/m beträgt, und
die Spalte der anderen Walzenstapel 111 offen gehalten
werden. Gemäß einem
alternativen Linearbelastungsbeispiel ist die lineare Belastung
in dem oberen Spalt 1 von dem ersten Walzenstapel 11 halb
so groß wie
die lineare Belastung der anderen Spalte 2, 3 und 4,
wobei diese linear gehalten wird mittels Entlastungsvorrichtungen,
während die
Spalte von dem anderen Walzenstapel 111 offen sind.
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Wenn
es erwünscht
ist, beide Seiten der Bahn W gleichmäßig zu behandeln, sollten beide
Seiten der Bahn W im Wesentlichen den gleichen Spaltimpulsen ausgesetzt
werden.
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In
diesem Zusammenhang wird sichergestellt mittels der Laufbahn der
Bahn W und dem Aufbau der Spalte, dass entlang der Laufbahn W beide Seiten
der Bahn W im Wesentlichen den gleichen Spaltimpulsen in den Kalandrierspalten
ausgesetzt werden. Somit werden bei dem Mehrwalzenkalander 10,
bei dem die Walzen von den aus fünf
Walzen bestehenden Walzenstapeln 11 und 111 bei
der in 2 gezeigten Position sind, sowohl die obere Seite
als auch die untere Seite der Bahn W im Wesentlichen gleichen Spaltimpulsen
in den oberen Spalten 1 und 1' ausgesetzt. Bei der Bahnlaufbahn
von 2 läuft
die untere Seite A der Bahn W in dem ersten Walzenstapel 11 durch
den geschlossenen oberen Spalt 1 an der Seite der oberen
Thermowalze 13 und bei dem zweiten Walzenstapel 111 durch
den geschlossenen oberen Spalt 1' an der Seite der oberen Walze 121,
und die obere Seite Y der Bahn W läuft bei dem ersten Walzenstapel 11 durch
den geschlossenen oberen Spalt 1 an der Seite der oberen
Walze 12 und bei dem zweiten Walzenstapel 111 durch
den geschlossenen oberen Spalt 1' an der Seite der Thermowalze 131,
während
die anderen Spalte 2, 3, 4 und 2', 3', 4' von dem Kalander 4 offen
sind. Bei diesem Beispiel werden zum Kalandrieren der beiden Seiten
Y, A der Bahn W bei dem Mehrwalzenkalander 10 sowohl die
obere Seite Y als auch die untere Seite A geführt, so dass sie durch einen
geschlossenen Kalandrierspalt 1 an der Seite der Thermowalze 13 bei
dem ersten Walzenstapel 11 und durch einen geschlossenen
Kalandrierspalt 1' an
der Seite der Thermowalze 121 bei dem zweiten Walzenstapel 111 laufen,
wobei bei dem zweiten Walzenstapel 111 die auf die Bahn
W aufgebrachten Spaltimpulse derart gleich gestaltet sind, dass
als Endergebnis die durch die beiden Seiten Y und A der Bahn W aufgenommenen Spaltimpulse
im Wesentlichen die gleichen sind. Der erfindungsgemäße Aufbau
ermöglicht
außerdem, dass
die obere Seite Y und die untere Seite A von der Bahn W ungleichen
Spaltimpulsen ausgesetzt werden.
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Jeder
Kalandrierspalt hat bestimmte Eigenschaften, die das Kalandrierergebnis
beeinflussen, und nicht alle Spalte sind für das Kalandrieren von sämtlichen
Faserbahnsorten geeignet. Somit haben insbesondere eine weiche Walze,
wie beispielsweise eine mit einer Polymerbedeckung versehene obere Walze
und eine mit einer Polymerbedeckung versehene untere Walze, deren
Eigenschaften vom Gesichtspunkt des Kalandrierergebnisses von Bedeutung
sind, unter anderem die Härte,
die Oberflächenqualität, den Temperaturwiderstand
und die Belastungsfähigkeit,
wobei dies Einschränkungen
im Hinblick auf die Anwendbarkeit des Spaltes beim Kalandrieren
beispielsweise einer bestimmten Papiersorte auferlegt. In ähnlicher
Weise beeinflussen die Eigenschaften einer harten Walze, wie beispielsweise
eine Thermowalze, beispielsweise die Oberflächenqualität und die Temperatur, das Kalandrierergebnis
von dem Kalandrierspalt. Somit werden für ein Kalandrieren einer bestimmten
Faserbahnsorte lediglich die Spalte angewendet, die auch das Kalandrieren
von dieser Sorte ermöglichen
und die das erwünschte Kalandrierergebnis
erzeugen. Gemäß einer
Anwendung der vorliegenden Erfindung ist es möglich, in vorteilhafter Weise
bei dem Mehrspaltkalander 10 anstelle von einem Spalt,
der ein bestimmtes Kalandrierergebnis erzeugt, einen Ersatzspalt
einzurichten, der das gleiche Kalandrierergebnis erzeugt, und es
ist möglich,
das Kalandrieren bei diesem Ersatzspalt beispielsweise dann fortzusetzen,
wenn das Kalandrierergebnis von dem zuerst erwähnten Spalt sich verschlechtert
oder seine Verwendung verhindert worden ist.
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Der
Aufbau von dem Mehrspaltkalander 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist derart, dass durch ein Ändern der
Spaltanordnung, die für
das Kalandrieren verwendet wird, das durch eine Faserbahnsorte erforderlich
ist, es möglich
wird, einen Sortenwechsel schnell ohne ein Ändern der Laufbahn der Faserbahn
W auszuführen. Der
Mehrwalzenkalander 10 gemäß der vorliegenden Erfindung
ist in vorteilhafter Weise für
eine Anwendung als ein Mehrsortenkalander geeignet, was nachstehend
anhand der 2 und 3 beschrieben
ist, in denen das Kalandrieren der Faserbahn W unter Verwendung
von zwei verschiedenen alternativen Spaltanordnungen gezeigt ist.
Wie dies in 2 gezeigt ist, wird die Faserbahn
W, die von einer ersten Sorte ist, in dem geschlossenen oberen Spalt 1 des
ersten Walzenstapels 11 und in dem geschlossenen oberen
Spalt 1' von
dem zweiten Walzenstapel 111 derart kalandriert, dass die
obere Seite Y der Bahn W durch den oberen Spalt 1 des ersten
Walzenstapels 11 an der Seite der oberen Walze 12 und durch
den oberen Spalt 1' von
dem zweiten Walzenstapel 111 an der Seite der oberen Thermowalze 131 läuft und
eine untere Seite A der Bahn W durch den oberen Spalt 1 von
dem ersten Walzenstapel 11 an der Seite der oberen Thermowalze 13 und
durch den oberen Spalt 1' von
dem zweiten Walzenstapel 111 an der Seite der oberen Walze 121 läuft. Das
Schließen
und das Belasten der oberen Spalte 1 und 1' ist eingerichtet,
indem die Mäntel
der oberen Walzen 12 und 12' von der Innenseite belastet werden.
Die anderen Spalte 2, 3 und 4 und auch
die Spalte 2', 3' und 4' von dem Mehrspaltkalander 10 sind
bei dieser Spaltanordnung offen und nehmen nicht an dem Kalandrieren
teil. Wenn es erwünscht
ist, die Sorte der zu kalandrierenden Faserbahn W zu wechseln und somit
die Art an Kalandrieren zu ändern,
werden die oberen Spalte 1 und 1' geöffnet, und die Faserbahn W
einer zweiten Sorte wird kalandriert, wie dies in 3 gezeigt
ist, in dem unteren Spalt 4 von dem ersten Walzenstapel 11 und
in dem unteren Spalt 4' von
dem zweiten Walzenstapel 111 derart, dass die obere Seite
Y der Bahn W durch den unteren Spalt 4 von dem ersten Walzenstapel 11 an
der Seite der unteren Walze 16 und durch den unteren Spalt 4' von dem zweiten
Walzenstapel 111 an der Seite der unteren Thermowalze 151 läuft und
die untere Seite A der Bahn W durch den unteren Spalt 4 von
dem ersten Walzenstapel 11 an der Seite der unteren Thermowalze 15 und
durch den unteren Spalt 4' von
dem zweiten Walzenstapel 111 an der Seite der unteren Walze 161 läuft. Das
Schließen
und das Belasten der unteren Spalte 4 und 4' ist eingerichtet,
indem die Mäntel
der unteren Walzen 16 und 161 von der Innenseite
belastet werden und indem die Arretiermechanismen von den Stützanordnungen
der Thermowalzen 15 und 151 arretiert werden,
die die Bewegung ermöglichen.
Die anderen Spalte 1, 2 und 3 und auch
die Spalte 1', 2' und 3' von dem Kalander 10 sind
bei dieser Spaltanordnung offen und nehmen nicht an dem Kalandrieren
teil. Ein sortenspezifisches Kalandrieren kann verwirklicht werden,
beispielsweise gemäß 2 und 3,
indem die Kalandrierparameter von den oberen Spalten 1, 1' und den unteren
Spalten 4, 4',
d.h. die Belastung, die Wirkzeit, die Feuchtigkeit und die Temperatur
und dergleichen reguliert werden und indem die Walzenbedeckungen
der Walzen bei den fraglichen Positionen gemäß der Sorte gewählt werden.
-
Indem
der vorstehend beschriebene Aufbau verwendet wird, ist es außerdem möglich, beispielsweise
ein Hindernis für
das Kalandrieren, das durch ein Beschädigen der Walzenbedeckung verursacht worden
ist, zu umgehen. Wenn somit beispielsweise die Polymerbedeckung
der oberen Walze 12, die in dem oberen Spalt 1 von
dem ersten Walzenstapel 11 des in 2 und 3 gezeigten
Mehrwalzenkalanders 10 arbeitet, bricht, beschädigt wird
oder verschleißt,
so dass ihre Oberflächenqualität für das Kalandrieren
ungeeignet wird, kann die Spaltanordnung von dem Mehrwalzenkalander 10 von
dem in 2 gezeigten Aufbau (Anordnung) zu der in 3 gezeigten
Anordnung (Aufbau) geändert
werden, wodurch ein Kalandrieren unter Erzeugung der gleichen Faserbahnsorte
W fortgesetzt werden kann.
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Ein
Kalandrieren, das es ermöglicht,
ein Kalandrierergebnis zu erzielen, das im Wesentlichen an beiden
Seiten gleich ist, kann auch derart verwirklicht werden, dass die
Bahn W so geführt
wird, dass sie einen Walzenstapel/die Walzenstapel insgesamt so umgeht,
dass bei den Beispielen der 2 und 3 es
möglich
ist, Walzen des ersten Walzenstapels 11 oder des zweiten
Walzenstapels 111, die umgangen werden, zu ersetzen, und
ein Kalandrieren kann bei dem zweiten Walzenstapel 111 oder
bei dem ersten Walzenstapel 11 verwirklicht werden. Die Bahn
W kann so geführt
werden, dass sie den ersten Walzenstapel 11 insgesamt umgeht,
und die Bahn W kann beispielsweise in den Kalandrierspalten 1' und 4' des zweiten
Walzenstapels 111 so kalandriert werden, dass die Walzen
des ersten Walzenstapels 11 ersetzt werden können. Alternativ
kann die Bahn W so geführt
werden, dass sie den zweiten Walzenstapel 111 insgesamt
umgeht, und die Bahn W kann beispielsweise in den Kalandrierspalten 1 und 4 des
ersten Walzenstapels 11 kalandriert werden, so dass die Walzen
des zweiten Walzenstapels 111 ersetzt werden können. Das
lediglich bei einem Walzenstapel 11 oder 111 von
dem Mehrwalzenkalander 10 stattfindende Kalandrieren kann
beispielsweise aufgrund des Umstandes geschehen, dass eine bestimmte sortenspezifische
Kalandrierwalzenbedeckung bei einem Walzenstapel des Kalanders fehlt,
oder aufgrund des Umstandes, dass ein sortenspezifischer Kalandrierspalt
oder die Walzenbedeckung, die in einem Spalt verwendet wird, oder
ein anderes Bauteil, wie beispielsweise ein Lager oder eine Belastungsvorrichtung
der Walze bis zu dem Ausmaß beschädigt worden
ist, dass eine Produktion gemäß den gesetzten
Qualitätsanforderungen
nicht durch den fraglichen Spalt laufen kann. Wenn der obere Spalt 1, 1' oder der untere
Spalt 2, 2' bei
dem Walzenstapel beschädigt
wird oder versagt, ist es somit noch möglich, die Produktion gemäß den gesetzten
Qualitätsanforderungen
laufen zu lassen. Alternativ kann die Bahn W auch an einem oder
mehreren Walzenstapel vorbei zu einem Aufrollen oder zu einer anderen
Finishingvorrichtung geführt
werden.
-
Ein
Kalandrieren mit einem der Spalte oder ein 1+1-Spaltkalandrieren, wie beispielsweise
ein Mattkalandrieren von beschichtetem Papier kann verwirklicht
werden unter Verwendung des Mehrspaltkalanders 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung sogar wenn die Walzenbedeckung oder dergleichen bricht.
Um ein Kalandrieren mit einigen der Spalte zu verwirklichen, ist
es sowohl bei dem ersten Walzenstapel 11 als auch bei dem
zweiten Walzenstapel 111 möglich, zumindest einen Spalt
zu einem Zeitpunkt unabhängig
zu schließen,
und die Richtung der Spalte kann bei dem Mehrspaltkalander 10 geändert werden.
Somit ist es möglich,
die Faserbahn W beispielsweise durch den unteren Spalt 4 des
ersten Walzenstapels 11 in 2 oder alternativ,
wenn der untere Spalt 4 nicht in Anwendung ist, durch den
oberen Spalt 1' des
zweiten Walzenstapels 111 zu führen.
-
Durch
das Ändern
der Laufbahn kann die Faserbahn W in vorteilhafter Weise so geführt werden, dass
sie in dem Kalander 10 entlang einer alternativen Bahn
läuft,
die das gleiche oder ein anderes Kalandrierergebnis erzeugt. In
diesem Zusammenhang ist die Laufbahn der Bahn W von derjenigen unterschiedlich,
die für
das Laufen einer bestimmten Sorte bei der normalen Situation verwendet
wird, beispielsweise wenn das Papier zweiseitig ist. Die Bahn W kann
so geführt
werden, dass sie bei dem ersten Walzenstapel 11 von oben
nach unten oder von unten nach oben läuft und bei dem zweiten Walzenstapel 111 von
oben nach unten oder von unten nach oben läuft und/oder die Richtung der
Spalte kann gewählt werden,
und der gesamte mit zwei Stapeln versehene Mehrspaltkalander 10 kann
derart eingestellt werden, dass die Seitigkeit der Bahn W wunschgemäß gestaltet
werden kann. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
wird die Bahn W so geführt,
dass sie in dem Walzenstapel 11 von unten nach oben und
in dem Walzenstapel 111 von oben nach unten läuft. In
diesem Fall ist ein Vorteil auch eine im Hinblick auf den Aufbau
oder das Layout sich ergebende Verbesserung, wenn es erwünscht ist,
das Kalandrieren von einer niedrigen Höhe (Niveau) aus zu starten
und das Kalandrieren bei der niedrigen Höhe zu beenden und ein Aufwickeln
bei der niedrigen Höhe
auszuführen. Gemäß einem
alternativen Ausführungsbeispiel
kann das Kalandrieren von einer oberen Höhe gestartet werden, indem
die Bahn W gemäß der Darstellung der 2 und 3 geführt wird,
und ein Kalandrieren kann bei der oberen Höhe beendet werden und ein Aufwickeln
kann bei der oberen Höhe
ausgeführt werden.
Die Einrichtung für
ein Abwickeln und Wickeln kann auch sowohl bei der oberen Höhe als auch
bei der unteren Höhe
angeordnet sein.
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Zum
Ausbilden des Mehrwalzenkalanders 10, der für das Kalandrieren
der Faserbahn W geeignet und gedacht ist, sind Walzenstapel, die übereinander
und/oder benachbart zueinander angeordnet sind, beispielsweise so
angeordnet, wie dies in den 4 und 5 gezeigt
ist. Die Walzenstapel, die den Mehrwalzenkalander 10 ausbilden,
sind aus diesen Walzenstapeln gewählt, die übereinander und/oder benachbart
zueinander angeordnet sind. 4 zeigt
anhand eines Beispiels drei Möglichkeiten
a), b) und c) zum Ausbilden eines aus zwei Stapeln bestehenden Mehrwalzenkalanders
aus den Walzenstapeln, und 5 zeigt
in beispielartiger Weise drei verschiedene Möglichkeiten a), b) und c) zum
Ausbilden eines aus zwei Stapeln bestehenden Mehrwalzenkalanders
aus den Walzenstapeln. Bei dem Mehrwalzenkalander 10 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung gibt es zwei Walzenstapel 11, 111, 112 und 113,
die übereinander
und/oder benachbart zueinander angeordnet sind, wie dies durch die
Beispiele der 4 und 5 gezeigt
ist. Bei dem in 4 gezeigten Mehrwalzenkalander 10 gibt
es bei dem ersten Walzenstapel 11 fünf Walzen und bei dem zweiten
Walzenstapel 111, 112, 113 gibt es fünf Walzen.
Bei dem in 5 gezeigten Mehrwalzenkalander 10 gibt
es bei dem ersten Walzenstapel 11 drei Walzen und bei dem
zweiten Walzenstapel 111, 112, 113 gibt
es fünf Walzen.
Die obere Walze 12, 121, 122, 123 und
die untere Walze 16, 161, 162, 163 von
jedem Walzenstapel 11, 111, 112, 113 bei
den Mehrwalzenkalandern 10 der 4 und 5 sind
mit Durchbiegungsausgleichsvorrichtungen versehen.
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Die
beiden Walzenstapel von dem Mehrwalzenkalander 10 bei den
Beispielen der 4 und 5 sind a)
der erste Walzenstapel 11 und der zweite Walzenstapel 111 und
b) der erste Walzenstapel 11 und der zweite Walzenstapel 112 und
c) der erste Walzenstapel 11 und der zweite Walzenstapel 113,
wobei bei den Walzenstapeln die Bahn W so geführt werden kann, dass sie in
den Walzenstapel von oben nach unten oder von unten nach oben läuft und/oder
die Richtung der Spalte kann gewählt
werden, und der gesamte aus zwei Stapeln bestehende Mehrwalzenkalander 10 kann
derart eingestellt werden, dass die Seitigkeit der Bahn W wunschgemäß gestaltet
werden kann.
-
Vorstehend
ist die vorliegende Erfindung in beispielartiger Weise unter Bezugnahme
auf die 1 bis 5 beschrieben.
Jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht ausschließlich auf
diese Darstellungen beschränkt,
sondern die verschiedenen Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung können
innerhalb der in den beigefügten
Ansprüchen definierten
erfinderischen Idee variieren.
-
Somit
kann innerhalb der erfinderischen Idee bei dem Walzenstapel des
Mehrwalzenkalanders, der fünf
Walzen und vier Spalte aufweist, von denen zwei Spalte unabhängig voneinander
gesteuert werden können,
wenn es erwünscht
ist, ein Schließen und Öffnen und
Belasten der Spalte auch derart eingerichtet sein, dass die Zwischenwalzen,
mit denen hierbei die Kalandrierwalzen 13, 14, 15 zwischen
der oberen Walze 12 und der unteren Walze 16 des
Kalanders gemeint sind, sich frei bewegen können d.h. aufschwimmen können innerhalb
der Distanz, die durch ihre Stützanordnungen
in der Spaltebene begrenzt ist, während die obere Walze 12 an
dem Walzenrahmen fest gestützt
ist und die obere Thermowalze 13 an dem Walzenrahmen in
einer arretierbaren und öffenbaren
Weise gestützt
ist, so dass die Belastung bei dem Walzenstapel erzeugt wird, indem die
unteren Zylinder 17 belastet werden, während der Stützaufbau
von der oberen Thermowalze 13 offen ist. Andererseits ermöglicht dieser
gleiche Kalander ein Arretieren der oberen Thermowalze 13 und
der unteren Thermowalze 15 beim Betreiben mit einigen der
Spalte, wobei in diesem Fall der obere Spalt 1 unter Verwendung
der Belastungsvorrichtungen im Inneren des Mantels der oberen Walze 12 belastet
werden kann, und der untere Spalt 4 kann mit den unteren
Zylindern 17 oder unter Verwendung der Belastungsvorrichtungen
belastet werden, die sich im Inneren des Mantels der unteren Walze 16 befinden, und
der untere Spalt und der obere Spalt können unabhängig voneinander in der Art
und Weise betrieben werden, die zuvor in dieser Beschreibung erläutert ist.
-
Die 6 und 7 zeigen
in schematischer Weise einen Kalander 10, der einen Walzenstapel
hat, der aus einer oberen Walze 12 und einer unteren Walze 16 und
auch aus drei Zwischenwalzen 13, 14, 15 besteht,
die zwischen der oberen Walze und der unteren Walze so angeordnet
sind, dass die obere Walze, die untere Walze und die Zwischenwalzen
Kalanderwalzen 12 bis 16 des Kalanders 10 ausbilden.
Die Mittelachsen C von den benachbarten Kalanderwalzen 12, 13; 13, 14; 14, 15 und 15, 16 bei dem
Walzenstapel sind parallel und in einer Querrichtung quer zu der
Laufrichtung der Bahn (nicht gezeigt). In diesem Zusammenhang definieren
die Kalanderwalzen bei den Paaren an Kalanderwalzen, die durch die
Kalanderwalzen 12 bis 16 des Walzenstapels gebildet
worden sind, zwischen ihnen selbst einen Spalt N, der die Bahn kalandriert
und deren Presslinie oder -ebene parallel zu den Mittelachsen C der
Kalanderwalzen bei den Paaren an Kalanderwalzen ist.
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Es
sollte im Allgemeinen betont werden, dass die Anzahl und/oder die
Ausrichtung der Walzen oder Walzenstapel von keiner Bedeutung im
Hinblick auf die grundsätzliche
Idee der vorliegenden Erfindung ist/sind. Somit können die
Walzenstapel aus Walzenbaugruppen mit einer sehr unterschiedlichen Anzahl
an Walzen bestehen und außerdem
kann der Kalander eine sehr unterschiedliche Anzahl an Walzenstapeln
aufweisen, die übereinander
und/oder Seite an Seite angeordnet sind. Des Weiteren sollte bemerkt
werden, dass die Ausrichtung des Walzenstapels von der vertikalen
Ausrichtung abweichen kann, und, wenn der Kalander mehrere Walzenstapel hat,
können
die Ausrichtungen der Walzenstapel sich sowohl voneinander als auch
von einer Linie, die vertikal zu der horizontalen Maschinenlinie
der Papiermaschine, Halbstoffmaschine oder anderen Fasermaschine
ist, sich unterscheiden, wobei die Maschinenlinie typischerweise
eine seitliche Linie ist, die parallel zu der Bodenebene der Fasermaschinenhalle ist.
-
Die
Ausführungsbeispiele
der 6 und 7 zeigen beide aus Gründen der
Vereinfachung lediglich fünf
Kalanderwalzen der Art, bei der die Mittelachsen C von sämtlichen
Kalanderwalzen 12 bis 16 bei der gleichen vertikalen
Ebene angeordnet sind, die vertikal durch die Spalte N und die Mittelachse
C der Kalanderwalzen 12 bis 16 tritt. Diese Art
an gerader Form der Pressebene oder Linie, die durch die Spalte
N tritt, ist natürlich
nicht erforderlich oder wesentlich für die vorliegende Erfindung,
sondern die Pressebene oder Linie der Spalte kann eine Pressebene
oder Linie ausbilden, die im Hinblick auf eine zickzackartige oder
horizontale Maschinenlinie geneigt ist.
-
Im
Hinblick auf die Anwendung des zweiten Aspektes der vorliegenden
Erfindung ist es von Vorteil, obgleich dies nicht erforderlich ist,
dass bei dem Walzenstapel des Kalanders 10 zumindest eine
Kalanderwalze vorhanden ist, die gestützt oder arretiert ist, um
in einer vertikalen Richtung unbeweglich zu sein. Diese Kalanderwalze
kann die untere Walze 16, eine wählbare Zwischenwalze 13 bis 15 oder
die obere Walze 12 des Walzenstapels sein. Es sollte betont werden,
dass jedoch der zweite Aspekt der vorliegenden Erfindung ebenfalls
gleichwertig genauso gut bei Kalandern 10 bei dem Walzenstapel
angewendet werden kann, bei dem sämtliche Kalanderwalzen in einer
vertikalen Richtung beweglich sind.
-
Nachstehend
ist der zweite Aspekt der vorliegenden Erfindung anhand von Beispielen
beschrieben, wobei die unterste Zwischenwalze 15 des Walzenstapels
gestützt
oder arretiert ist, um in einer vertikalen Richtung beweglich zu
sein, wobei das Stützen
oder Arretieren mittels Stützarmen
und/oder Belastungsarmen 31, 32 geschieht, wobei
die unterste Zwischenwalze ein Walzenpaar und somit einen Spalt
N mit der Zwischenwalze 14, die oberhalb von dieser angeordnet
ist, und mit der unteren Walze 16 ausbilden kann.
-
Im
Allgemeinen ist gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung, wenn es das Ziel ist, die Belastung
in zumindest einem Spalt N des Walzenstapels des Kalanders 10 einzustellen
bzw. zu optimieren und/oder zumindest zu ermöglichen, dass ein Spalt geöffnet oder
geschlossen wird, ein Paar an Kalanderwalzen mit einem Spaltbelastungseinstell- und/oder
-arretieraufbau 20 versehen, der zwischen Lagergehäusen 9,
Lagergehäuseschlitten,
Stützarmen
und/oder Belastungsarmen 31, 32 der Kalanderwalzen 12 bis 16 von
zumindest einem Paar an Kalanderwalzen 12, 13; 13, 14; 14, 15; 15, 16 wirkt.
In diesem Zusammenhang wird empfohlen, dass zumindest eine der Walzen
von dem Paar an Kalanderwalzen bei ihrer Position in einer vertikalen
Richtung beweglich ist, d.h. mit den Stützarmen und/oder Belastungsarmen 31, 32 gestützt ist,
die sich in einer hebelartigen Weise bewegen.
-
Um
die Kalanderwalzen bei einem Paar an Kalanderwalzen in einer vertikalen
Richtung in Bezug aufeinander zu bewegen,
- – ist bei
dem Ausführungsbeispiel
von 6 ein Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretieraufbau 20 zwischen
den Lagergehäusen 9 oder
Lagergehäuseschlitten
der Kalanderwalzen 12 bis 16 bei den Paaren an
Kalanderwalzen 12, 13; 13, 14; 14, 15; 15, 16 angeordnet,
- – ist
bei dem Ausführungsbeispiel
von 7 ein Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretieraufbau 20 zwischen
den Stützarmen
und/oder Belastungsarmen 31, 32 der Kalanderwalzen 12 bis 16 bei
den Paaren an Kalanderwalzen 12, 13; 13, 14; 14, 15; 15, 16 angeordnet,
und
- – ist
bei dem Ausführungsbeispiel
von 8 ein Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretieraufbau 20 zwischen
den Lagergehäusen 9 oder
den Lagergehäuseschlitten
der Kalanderwalzen 14 und 15 bei dem Paar an Kalanderwalzen 14, 15 angeordnet.
-
Um
die Stützarme
und/oder Belastungsarme 31, 32 zu bewegen, können sie
an dem Rahmen (nicht gezeigt) von dem Kalander 10 so gestützt sein, dass
sie um ihren Drehpunkt herum drehbar sind, so dass die Kalanderwalzen
in Bezug aufeinander bewegt werden können, um die Spaltbelastung
einzustellen oder zu optimieren oder um den Spalt N zu öffnen oder
den Spalt zu schließen.
Beim vertikal erfolgenden Bewegen der Kalanderwalzen ist es möglich, Gleiteinrichtungen
anzuwenden, die an dem (nicht dargestellten) Rahmen des Kalanders 10 angeordnet sind,
und zu ermöglichen,
dass die Lagergehäuse oder
Lagergehäuseschlitten
entlang der Gleiteinrichtungen gleiten.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine verbesserte und individuelle Einstellung oder
Begrenzung der Belastung in dem Spalt N zwischen den Kalanderwalzen
von einem im Allgemeinen wählbaren
Paar an Kalanderwalzen durch diese Einrichtung für den Kalander 10 erzielt.
Darüber
hinaus ermöglicht
die vorliegende Erfindung, dass ein Spalt von dem Kalander 10 und/oder
ein Spalt zwischen zwei Kalanderwalzen schnell geöffnet oder
arretiert wird.
-
Nachstehend
wird auf das in 6 gezeigte Ausführungsbeispiel
Bezug genommen. Der Belastungseinstell- und/oder -arretieraufbau 20 von
dem Spalt N weist ein Paar an Spaltbelastungseinstell- und/oder
-arretierelementen 101, 102 auf, die bei den Paaren
an Kalanderwalzen 12, 13; 13, 14; 14, 15; 15, 16 des Walzenstapels
wirken, während
sie bei dem Paar an Kalanderwalzen zwischen den Lagergehäusen 9 oder
Lagergehäuseschlitten
der Kalanderwalzen 12 bis 16 angeordnet sind.
In diesem Zusammenhang sind, indem der Spaltbelastungseinstell- und/oder
-arretieraufbau 20 belastet wird, die Kalanderwalzen bei
den Paaren an Kalanderwalzen dazu in der Lage, sich in Bezug aufeinander
zu bewegen, um die Belastung des Spaltes N individuell zu erhöhen/zu verringern
und den Spaltkontakt zu öffnen/zu schließen.
-
Da
der Belastungseinstell- und/oder -arretieraufbau 20 von
dem Spalt N zwischen den Lagergehäusen 9 oder den Lagergehäuseschlitten
der Kalanderwalzen angeordnet ist, kann die Distanz zwischen den
Kalanderwalzen, die zu dem Belastungseinstell- und/oder -arretieraufbau
des Spaltes N zugehörig
ist, mittels des Belastungseinstell- und/oder -arretieraufbaus 20 des
Spaltes N allein geändert werden,
wodurch die Belastung des Spaltes begrenzt werden kann oder der
Spalt geöffnet
werden kann. Bei dem Ausführungsbeispiel
von 6 ist der Spalt N bei dem Paar an Kalanderwalzen 15 und 16 unter Verwendung
des Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretieraufbaus gemäß der vorliegenden
Erfindung geöffnet
worden.
-
Nachstehend
wird auf 6a verwiesen, in der eine vergrößerte Ansicht
von einer Einzelheit des Ausführungsbeispiels
von 6 dargestellt ist. Der Belastungseinstell- und/oder
-arretieraufbau 20 von dem Spalt N hat ein Paar an Spaltbelastungseinstell- und/oder
-arretierelementen 101 bzw. 102, die zwischen
den Lagergehäusen 9 oder
den Lagergehäuseschlitten
der Kalanderwalzen eines Paares an Kalanderwalzen wirken. Es ist
typisch von diesem Ausführungsbeispiel,
dass die Belastungseinstell- und/oder -arretierelemente 101 bzw. 102 von
dem Spalt N beide einen Belastungsschuh 101 aufweisen, dessen
Gegenflächen 102 zueinander
konform sind. Da zumindest eine der Kalanderwalzen bei dem Paar an
Kalanderwalzen sich mittels der Stützarme und/oder Belastungsarme 31, 32 bewegt,
die sich in einer hebelartigen Weise bewegen, sind die Gegenflächen 102 der
Belastungsschuhe 101 dazu in der Lage, sich in Bezug aufeinander
zu bewegen. Die Größe dieser
relativen Bewegung ist von der Länge der
Stützarme
und/oder Belastungsarme 31, 32 abhängig. Um
diese relative Bewegung auszugleichen und um sicherzustellen, dass
die Belastungsschuhe 101 gegeneinander gehalten werden,
sind die Gegenflächen 102 so
geformt, dass eine Gegenfläche 102 konvex
ist, in höchst
vorteilhafter Weise ist dies eine konvexe sphärische Fläche, und die andere Gegenfläche 102 konkav
ist, wobei sie in höchst
vorteilhafter Weise eine konkave sphärische Fläche ist.
-
Es
ist von Vorteil, dass der Antrieb von dem Spaltbelastungseinstell-
und/oder -arretieraufbau 20 für ein Belasten und/oder Bewegen
der Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretierelemente 101 ein
hydraulischer, pneumatischer, elektromechanischer und/oder mechanischer
oder anderweitiger Antrieb ist, der eine gleichwertige Funktion
vorsieht. Unter anderem können
ein hydraulischer Antriebszylinder, ein pneumatischer Antriebszylinder,
ein Elektromotor, ein manueller Antrieb, als Beispiele von einigen geeigneten
Antriebsarten erwähnt
werden.
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Bei
dem ersten Ausführungsbeispiel
des zweiten Aspektes der vorliegenden Erfindung wird eine Druckkraft
zwischen den Kalanderwalzen bei dem Paar an Kalanderwalzen erzeugt
durch das Belasten der Belastungseinstell- und/oder -arretierelemente 101, 102 von
dem Spalt N, wobei diese Druckkraft anstrebt, die Spaltbelastung
zu verringern und bei Bedarf die Kalanderwalzen bei dem Paar an
Kalanderwalzen aus einem Spaltkontakt heraus zu trennen. Durch das
Belasten der Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretieranordnung 20 sind
die Kalanderwalzen bei dem Paar an Kalanderwalzen dazu in der Lage,
sich in Bezug aufeinander zu bewegen, um individuell die Spaltbelastung
zu erhöhen/zu
verringern oder den Spaltkontakt zu öffnen/zu schließen.
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Nachstehend
wird auf das Ausführungsbeispiel
gemäß der 7 verwiesen.
Bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel
von dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung sind die Belastungseinstell- und/oder
-arretieranordnungen 20 von dem Spalt N zwischen den Stützarmen
und/oder Belastungsarmen 31, 32 der Kalanderwalzen 12 bis 16 von
jedem Paar an Kalanderwalzen 12, 13; 13, 14; 14, 15; 15, 16 bei
den Walzenstapeln des Kalanders 10 angeordnet. Bei diesem
zweiten Ausführungsbeispiel kann
jede Kalanderwalze bei dem Oberwalzenstapel frei beweglich sein.
Alternativ kann eine Kalanderwalze bei dem Paar an Kalanderwalzen
gestützt
oder arretiert sein, um in einer vertikalen Richtung unbeweglich
zu sein, was bedeutet, dass die Anwendung des Spaltbelastungseinstell-
und/oder -arretieraufbaus bei diesem Paar an Kalanderwalzen keinen
Effekt auf die Belastung des Spaltes von dem benachbarten Paar an
Kalanderwalzen hat, die unterhalb und/oder oberhalb angeordnet sind.
-
Bei
dem Ausführungsbeispiel
von 7 hat der Belastungseinstell- und/oder -arretieraufbau 20 von
dem Spalt N ein hydraulisches Antriebselement oder Stützelement 103,
das zwischen den Belastungsarmen und/oder Stützarmen 31, 32 der
Kalanderwalzen 12 bis 16 bei den Kalanderpaaren
des Walzenstapels wirkt. Das hydraulische Antriebselement oder Stützelement
selbst ist ein hydraulisches, pneumatisches, elektrisches oder elektromechanisches
Antriebselement oder Stützelement 103,
das zwischen den Belastungsarmen und/oder Stützarmen 31, 32 des
Paares an Kalanderwalzen gekuppelt ist und wobei durch dieses Element
eine Kraft zwischen den Kalanderwalzen bei dem Paar an Kalanderwalzen übertragen
werden kann. Als Beispiele von geeigneten Kraftelementen (Antriebselementen) oder
Stützelementen 103 können unter
anderem ein hydraulischer Kraftzylinder oder Antriebszylinder, ein pneumatischer
Antriebszylinder, ein Elektromotor, ein manueller Antrieb bzw. eine
Abstandsmessung erwähnt
werden.
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In
dieser Weise ist es möglich,
die Spaltbelastung einzustellen und/oder den Spalt zwischen den
Kalanderwalzen zu öffnen
und zu schließen. Eine
derartige Stützeinrichtung
oder Krafteinrichtung (Antriebseinrichtung) 103 gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel
bei dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ermöglicht,
dass zwischen den Kalanderwalzen eine Druckkraft erzeugt wird, die
ein Verringern der Spaltbelastung und sogar ein voneinander erfolgendes
Trennen der Kalanderwalzen anstrebt, oder eine Zugkraft zu erzeugen,
die ein Erhöhen
der Spaltbelastung und ein Rückkehren
der aus dem Spaltkontakt getrennten Kalanderwalzen erneut zu einem
Spaltkontakt anstrebt. Durch ein Belasten des Spaltbelastungseinstell-
und/oder -arretieraufbaus 20 sind die Kalanderwalzen bei
dem Paar an Kalanderwalzen dazu in der Lage, sich in Bezug aufeinander
zu bewegen, um individuell die Spaltbelastung zu erhöhen/zu verringern
oder den Spaltkontakt zu öffnen
oder zu schließen.
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Im
Hinblick auf das individuelle Einstellen der Belastungen der Spalte
N haben die Stützarme und/oder
Belastungsarme 31, 32 der Kalanderwalzen 12 bis 16 zwei
Teile 221 und 223, so dass eine Gelenkverbindung 222 zwischen
einem ersten Armteil 221 und einem zweiten Armteil 223 von
jedem Stützarm
und/oder Belastungsarm angeordnet ist. Der zweite Armteil 223 ist
mit dem Lagergehäuse 9 oder
Lagergehäuseschlitten
der Kalanderwalze verbunden.
-
Da
der Belastungseinstell- und/oder -arretieraufbau 20 von
dem Spalt N zwischen den zweiten Armen 223 der Stützarme oder
Belastungsarme 31, 32 angeordnet ist, kann der
Winkel zwischen den Armteilen 223, die zu dem Belastungseinstell- und/oder
-arretieraufbau 20 des Spaltes N zugehörig sind, mittels des Belastungseinstell- und/oder -arretieraufbaus 20 des
Spaltes N geändert
werden, und somit ist es möglich
geworden, sowohl den Stützarm und/oder
Belastungsarm 31, 32 mittels der Zwischengelenkverbindung 222 zu
verstärken
als auch die Spaltbelastung einzustellen oder zu begrenzen oder
den Spalt zu öffnen.
Bei dem in 7 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Spalt N bei dem Paar an Kalanderwalzen 15, 16 unter
Verwendung des Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretieraufbaus
gemäß der vorliegenden
Erfindung geöffnet
worden.
-
Nachstehend
wird auf das Ausführungsbeispiel
von 8 Bezug genommen. Bei diesem dritten Ausführungsbeispiel
des zweiten Aspektes der vorliegenden Erfindung ist der Belastungseinstell- und/oder
-arretieraufbau 20 des Spaltes N zwischen den Lagergehäusen 9 oder
Lagergehäuseschlitten an
beiden Enden der Kalanderwalzen bei einem Paar an Kalanderwalzen 14, 15 bei
einem Walzenstapel angeordnet, wobei gestützt von diesen Lagergehäusen oder
Lagergehäuseschlitten
die Kalanderwalze sich bewegen kann. In diesem Zusammenhang wirkt der
Belastungseinstell- und/oder -arretieraufbau 20 des Spaltes
N auf die Lagergehäuse 9 oder
Lagergehäuseschlitten
der Kalanderwalze 14, 15 bei dem Paar an Kalanderwalzen
ein. Zumindest eine der Kalanderwalzen bei dem Paar an Kalanderwalzen 14, 15 ist
so gestützt,
dass sie in einer vertikalen Richtung beweglich ist, so dass die
Anwendung von dem Belastungseinstell- und/oder -arretieraufbau des Spaltes
N, d.h. seiner Bewegung in einer Richtung, die quer zu einer Linie
steht, die durch die Mittelachsen der Kalanderwalzen 14, 15 tritt,
nicht die Position der Kalanderwalze beeinflusst, die so gestützt worden
ist, dass sie unbeweglich ist, wobei jedoch der Spaltbelastungseinstell-
und/oder -arretieraufbau 20 es ermöglicht, dass die Belastung
des Spaltes zwischen den Kalanderwalzen 14, 15 und
die Distanz zwischen den Kalanderwalzen eingestellt wird und der
Spalt N zwischen dem Paar an Kalanderwalzen 14 und 15 geöffnet oder
geschlossen wird.
-
Bei
dem Ausführungsbeispiel
von 8 hat der Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretieraufbau 20 ein
Keilelement 104, das auf die Lagergehäuse 9 oder Lagergehäuseschlitten
der Kalanderwalzen bei dem Paar an Kalanderwalzen einwirkt, wobei
das Keilelement auch genauso gut ein sphärisches Element sein kann.
Insbesondere ist es von Vorteil, dass das Spaltbelastungseinstell-
und/oder -arretierelement 104 gemäß dem Ausführungsbeispiel von 8 ein
Element ist, das unter den Lagergehäusen 9 oder Lagergehäuseschlitten
der Kalanderwalzen gestützt
ist, d.h. in der Zeichnung unter den Lagergehäusen oder Lagergehäuseschlitten
der Zwischenwalzen 14 und 15, wobei das Element
mittels einer Antriebseinrichtung oder Krafteinrichtung in einer Richtung
beweglich sein kann, die quer zu der Press- oder Spaltlinie des
vertikalen Walzenstapels des Kalanders 10 steht. Durch
ein Bewegen des Elementes 104 ist es einerseits möglich, die
Kalanderwalzen 14 und 15 voneinander weg zu trennen,
d.h. den Spalt zu öffnen
oder die Spaltbelastung zu verringern, oder andererseits zu ermöglichen,
dass die Kalanderwalzen 14 und 15 sich aufeinander
zu bewegen, d.h. die Spaltbelastung zu erhöhen oder eine normale Bewegung
der Kalanderwalzen zu ermöglichen.
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Im
Hinblick auf die vorliegende Erfindung kann im Allgemeinen aufgeführt werden,
dass der Belastungseinstell- und/oder
-arretieraufbau 20 des Spaltes N gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden
Erfindung typischerweise verwendet wird, um die vertikale Position
der Kalanderwalzen 12 bis 16 von einem wählbaren
Paar/von wählbaren
Paaren der Walzen 12, 13; 13, 14; 14, 15; 15, 16 des
Walzenstapels sowohl in Bezug aufeinander als auch in Bezug auf
die Positionen der anderen Kalanderwalzen zu arretieren. In diesem
Fall kann ein beliebiger wählbarer
Spalt N dazu gebracht werden, dass er offen bleibt, und dennoch
kann ein Endstück
der Bahn aufgeführt
werden, oder die Bahn kann durch sämtliche Spalte N treten. In ähnlicher
Weise kann während
eines in der Fertigungslinie stattfindenden Betriebs des Kalanders 10 der
Spalt N in dem Fall geöffnet
werden, bei dem der Mantel einer Kalanderwalze beschädigt ist,
oder wenn es einen Bedarf an einem Ändern der Qualität der Faserbahn
während
des Prozesses gibt, d.h. während
des in der Fertigungslinie stattfindenden Betriebs. Wenn in diesem
Zusammenhang der Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretieraufbau 20 gemäß der vorliegenden
Erfindung nicht in Verwendung ist, d.h. außer Betrieb ist, schließt der Spalt
N und kann seine Belastung normal eingestellt werden, und wenn der
Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretieraufbau 20 gemäß der vorliegenden Erfindung
in Verwendung ist, d.h. dieser zwischen den Lagergehäusen 9,
den Lagergehäuseschlitten der
Kalanderwalzen oder zwischen den Stützarmen und/oder Belastungsarmen 31 und 32 der
Kalanderwalzen wirkt, schließt
der Spalt N nicht oder kann die Belastung des Spaltes N nicht einen
bestimmten Grenzwert überschreiten,
wobei aber die Kräfte
entweder über
die Belastungsarme und/oder Stützarme 31 und 32 oder über die
Lagergehäuse 9 zu
der nächsten
Walze übertragen
werden.
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Die
vorliegende Erfindung ermöglicht
außerdem,
dass eine unterschiedliche Anzahl an verschiedenen Spalten geschlossen
gehalten werden und verschiedene Laufbahnen der Bahn ausbilden,
sofern ein Bedarf dafür
besteht.
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Vorstehend
ist die vorliegende Erfindung lediglich anhand einiger ihrer als
besonders vorteilhaft erachteten Ausführungsbeispiele beschrieben.
Jedoch soll die vorliegende Erfindung in keiner Weise darauf beschränkt sein
und es ist für
Fachleute offensichtlich, dass viele alternative Aufbauarten und
Abwandlungen innerhalb der erfinderischen Idee und ihres in dem
beigefügten
Satz an Patentansprüchen definierten
Schutzumfangs denkbar sind. Somit kann der Spaltbelastungseinstell-
und/oder -arretieraufbau gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung auch zwischen den Walzenstapeln
eines Kalanders 10 angeordnet sein, der zwei Walzenstapel
aufweist. In diesem Fall wird es möglich, separate Walzenstapel
bei Bedarf zu kombinieren, um einen Walzenstapel auszubilden. Ein
vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
ist beispielsweise derart, dass der Spaltbelastungseinstell- und/oder
-arretieraufbau 20 bei einem Paar an Walzen angeordnet
wird, deren Kalanderwalzen so gestützt sind, dass sie in Bezug aufeinander
entlang Gleiteinrichtungen und/oder durch Stützarme und/oder Belastungsarme 31, 32, die
sich in einer hebelartigen Weise bewegen, beweglich sind, und deren
obere Kalanderwalze die untere Walze eines oberen Walzenstapels
ist und deren untere Kalanderwalze die obere Walze eines unteren Walzenstapels
ist. Die Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretiereinrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung ermöglicht
außerdem,
dass ohne Probleme der Walzenstapelaufbau von einem Kalander, der
einen Walzenstapel aufweist, zu einem Walzenstapelaufbau, der mehrere
Walzenstapel aufweist, abgewandelt wird.
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Zusammenfassung
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Ein
Mehrwalzenkalander (10) hat zumindest einen Walzenstapel
(11), bei dem Walzen (12, 13, 14, 15, 16)
vorhanden sind, um zumindest einen Zwischenspalt (2, 3,
N) auszubilden, und zumindest eine Thermowalze (13, 15)
vorhanden ist und auch eine obere Walze (12) und eine untere
Walze (16), die mit Durchbiegungsausgleichsvorrichtungen
versehen sind. Bei den Walzenstapeln (11) sind die Walzen
zu einem Spaltkontakt miteinander beweglich, um eine Faserbahn (W)
in geschlossenen Spalten zu kalandrieren. Eine obere Thermowalze
(13), die ein Walzenpaar mit der oberen Walze (12)
bildet, ist an einem Walzenrahmen fest so gestützt, dass das Schließen, Öffnen und
Belasten von einem oberen Spalt (1) arrangiert wird, indem
der Mantel der oberen Walze (12) von der Innenseite belastet
wird, und das Schließen, Öffnen und
Belasten einer unteren Walze (1) arrangiert wird, indem
der Mantel der unteren Walze (16) von der Innenseite belastet
wird. Um die Belastung des Spaltes (2, 3, N) zwischen
zumindest einem Paar an Kalanderwalzen (12, 13; 13, 14; 14, 15; 15, 16)
bei dem Walzenstapel einzustellen, um den Spalt zu öffnen oder
ihn bei einer offenen Position zu arretieren, ist das Paar an Kalanderwalzen mit
einem Spaltbelastungseinstell- und/oder -arretieraufbau (20) versehen,
der zwischen den Lagergehäusen
(9) oder Lagergehäuseschlitten
und/oder Belastungs- und/oder Stützarmen
(31, 32) der Kalanderwalzen wirkt.
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