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DE1039229B - Verfahren zur Herstellung von geradkettigen Sulfonaten von aromatischen Alkenylharzen mit hohem Molekulargewicht - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von geradkettigen Sulfonaten von aromatischen Alkenylharzen mit hohem Molekulargewicht

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Publication number
DE1039229B
DE1039229B DED26047A DED0026047A DE1039229B DE 1039229 B DE1039229 B DE 1039229B DE D26047 A DED26047 A DE D26047A DE D0026047 A DED0026047 A DE D0026047A DE 1039229 B DE1039229 B DE 1039229B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
percent
resin
solution
sulfonates
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED26047A
Other languages
English (en)
Inventor
Harold Herman Roth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Chemical Co
Original Assignee
Dow Chemical Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dow Chemical Co filed Critical Dow Chemical Co
Publication of DE1039229B publication Critical patent/DE1039229B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment
    • C08F8/34Introducing sulfur atoms or sulfur-containing groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von geradkettigen Sulfonaten von aromatischen Alkenylharzen mit hohem Molekulargewicht Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung gewisser, im wesentlichen geradkettiger wasserlöslicher Harzpolysulfonate mit sehr hohem Molekulargewicht, die sich von alkenylaromatischen Polymerisaten ableiten.
  • Die alkenylaromatischen Harze, mit denen sich die Erfindung insbesondere befaßt, sind toluollösliche, thermoplastisch e Polymerisate und Mischpolymerisate von alkenylaromatischen Verbindungen der Benzolreihe mit der Strukturformel: in welcher die Bezeichnung R1 Wasserstoff, Chlor oder eine niedrige Al!kylgruppe, wie Methyl oder Äthyl, die Bezeichnung R2 Wasserstoff oder eine niedrige Alkylgruppe, wie Merhyl oder Äthyl und die Bezeichnung R3 Wasserstoff oder die Met'hylgruppe bedeuten und die anderen Bezeichnungen ihre übliche Bedeutung besitzen. Beispiele solcher alkenylaromatischen Harze sind die festen Homopolymerisate des Styrols. x-Methylstyrols, ar-Vinyltoluols, ar-Viny lxylols, a,ar-Dimethylstyrols, ar-Äthylstyrols und ar-Chlorstyrols. Ferner gehören hierzu die festen Mischpolvmerisate von zwei oder mehr dieser alkenylaromatischen Verbindungen in jedem Verhältnis zueinander und die festen Mischpolymerisate einer oder mehrerer solcher alkenylaromatischen Verbindungen und einer kleinen Menge einer oder mehrerer gemischt polymerisierbarer Monovinylidenverbindungen, insbesondere Polymerisate aus 85 bis 100 Gewichtsprozent von mindestens einer solcher allzenvlaromatischen Verbindung und entsprechend 0 bis 15 Gewichtsprozent Acrylsäurenitril. Besondere Beispiele verwendbarer Mischpolymerisate sind solche des Styrols und ar-Vinyltoluols in äquimolekularer Anteilsmenge, Mischpolymerisate aus mindestens 85 Gewichtsprozent ar-Vinyltoluol und nicht mehr als 15 Gewichtsprozent Acrylsäurenitril und Mischpolymerisate aus mindestens 85 Gewichtsprozent Styrol und nicht mehr als 15 Gewichtsprozent Acrylsäurenitril.
  • Toluollösliche, feste, thermoplastische alkenylaromatische Harze mit hohem Molekulargewicht der genannten Art, die zur Herstellung der besonderen Polysulfonate nach der Erfindung geeignet sind, sind solche, deren Lösungsviskositäten mindestens 100 cP und vorzugsweise Tiber 500 cP betragen. Der Ausdruck »Lösungsviskosität«, wie er in den vorliegenden Unterlagen gebraucht wird, bedeutet die Viskosität bei 25° C einer 10gewichtsprozentigen Lösung des polymeren Harzes in Toluol, wie sie mit einem modifizierten Ostwald-Viskosimeter (1949, ASTM Standards, Teil 6, S. 478 bis 479) bestimmt wird. Zu erwähnen ist, daß die üblichen Preßqualitäten des Polystyrols Lösungsviskositäten zwischen 20 und 40 cP besitzen und für den vorliegenden Zweck ungeeignet sind. Andererseits sind Harze mit hoher Lösungsviskosität, wie sie die Erfindung erfordert, für die allgemeine Verwendung als Preßharze ungeeignet.
  • Die toluollöslichen,festen, thermoplastischen alkeny 1-aromatischen Harze mit hohem Molekulargewicht.der beschriebenen Art können unter Einführung einer Anzahl Sulfonsäuregruppen in die Harzmoleküle zu Harzpolysulfonaten sulfoniert werden. Die Harzpolysulfonate, auf die sich die Erfindung bezieht, sind solche. die in Wasser löslich sind und Brookfield-Viskositätswerte von mindestens 35 cP besitzen. Der Ausdruck »Brookfield-Viskosität«, wie er hier verwendet wird, bedeutet die Viskosität einer neutralen (pA=7) wässerigen Lösung des Natriumsalzes des Harzsulfonats bei 25° C, wie sie mit dem Brookfield-Viskosimeter bestimmt wird. wenn man die mit sechs Umdrehungen pro liinute rotierenden Spindeln Nr. 1 oder Nr.2 verwendet (Leaman, »Rubber Age«, Bd.69 S. 702 bis 703). Zu diesem Zweck wird eine gewogene Probe der freien Säure des Harzsulfonats in Wasser gelöst, die saure Lösung bis zu einem p11-Wert von 7
    durch Zusatz einer 1 n-a äs-erige =LQsytxg v b@i-i:cintlti
    Natriumhydroxyd neutralisiert und auf eilte. A'trgi=
    valentgehalt von 0,5 Gewichtsprozent an Siütfe des
    Harzsulfonats verdünnt.
    Insl@äsorirt,snd;.die wäs.seslöslichei..Iärzpcyly#suV
    fönate riach--der E'rfiirdunw'-mit'-seirrho'lreri-tv@ölekifl-=
    gewieht solche; ä,eren Brookfield-Viskositätswerte sich zu den Löstingsviskositätswerten der Ausgangspolymerisate so verhaltet, wie es .das. Kurvenbild der Zeichnung erkennen läßt. Die Sulfonate nach der Erfindung sind in der Zeichnung als Fläche I dargestellt, die zwischen den Linien A-B und C-D liegt. Die Skalenteilungen des Kurvenbildes sind dreifach gestaffelte logarithmische Skalen, wobei die Abszisse die Lösungsviskosität des Ausgangsharzes angibt, während die Ordinate die Brookfield-Viskosität des entsprechenden Harzsulfonats bezeichnet.
  • Die neuen Harzsulfonate dieser besonderen Art besitzen ungewöhnliche und unerwartete Eigenschaften, die sie besonders als Mittel zur Verbesserung landwirtschaftlicher Böden und bzw. oder als Mittel zum Ausflocken kolloider Sole geeignet machen.
  • Nach der Erfindung werden neue und vorteilhafte verwendbare Harzsulfonate erhalten, und zwar insbesondere wasserlösliche Polysulfonate aus im wesentlichen geradkettigen, toluollöslichen, thermoplastischen, festen, alkenylaromatischen Harzen mit sehr hohem Molekulargewicht.
  • Solche Harze sind besonders zur Verbesserung der Struktur und der Bestellung von landwirtschaftlichen Böden geeignet.
  • Ferner sind diese Harze ausgezeichnet dazu verwendbar, Sole von kolloiden Festsubstanzen, die in wässerigen :Medien dispergiert sind, auszuflocken. Weitere Ziele und Vorteile der Erfindung sind aus der nachstehenden Besc'hrei'bung ersichtlich.
  • Die Ziele der Erfindung werden mittels der bereits beschriebenen wasserlöslichen Sulfonateerreicht. Diese Sulfonate erhält man, indem man ein toluollösliches, thermoplastisches, festes, alkenylaromatisches Harz von sehr hohem Molekulargew icht der beschriebenen Art der Sulfonierung unterwirft und Sulfonsäuregruppen in die Harzmoleküle einführt, woben gleichzeitig eine merkliche Einführung oder Bildung anderer Arten von Gruppen oder Resten in die Harzmoleküle, insbesondere kreuzvernetzenden Gruppen, vermieden wird. Der Sulfonierungsvorgan.g muß besonders geleitet werden, um eine merkliche Bildung von Querbindungen, z. B. Sulfonquerbindungen, zwischen den Polymerisatmolekülen zu vermeiden, da eine solche Bildung von Querbindungen das Su'Ifonierungsprodukt unlöslich in Wasser und ungeeignet für die vorliegenden Zwecke machen kann.
  • Bei einer Ausführungsform der Herstellung der Sulfonate nach der Erfindung wird ein festes Polynierisat oder Mischpolymerisat eines alkenylaromatischen Harzes der obenerwähnten Art in einem Gemisch gelöst, das im wesentlichen aus 20 bis 80 Gewichtsprozent flüssigem Schwefeldioxyd und im übrigen aus mindestens einem chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoff, wie Methylenchlorid, Äthylenc'hlorid. Tetrachlorkohlenstoff, :flethylc'hloroform oder Tetrachloräthylen besteht. Die erhaltene Lösung kann fünf oder weniger Gewichtsprozent. vorzugsweise 0.5 bis 2 Gewichtsprozent des zu sulfonierenden polymeren Harzes enthalten. Die Lösung wird gerührt und bei Temperaturen zwischen -20 und +40° C gehalten. wobei eine Lösung, dic 5 oder weniger Gewichtsprozeut frisch bereitetes Schwefeltrioxyd in einer gesonderten 'Menge des genannten gemischten
    -Isur@snütt@ls#@oder in einem der Bestandteile des ge-
    mischten Lösungsmittels enthält, unter Rühren zuge-
    setzt wird. D.. -r Zusatz erfolgt so schnell wie möglich,
    beispielsweise innerhalb von 1 bis 20 Minuten, wobei
    das': IZ4a@ffonsggemiscli unter einem Druck gehalten
    -rovird, der 'ausreicht, um mindestens einen größeren Teil des Lösungsmittelgemisches in flüssigem Zustand zu halten. Es muß eine genügende Menge Schwefeltrioxyd verwendet werden, um ein Anteilverhältnis herzustellen, das dem für die Einführung von 0,7 bis 1,1 Sulfonsäureresten auf den aromatischen Kern des zu sulfonierenden Polymerisats theoretisch erforderlichen Verhältnis entspricht. Nach Beendigung der Sulfonierungsreaktion fällt das Sulfonat aus dem Reaktionsmedium aus und kann abgetrennt und nach üblichen Verfahrensweisen, wie Filtrieren. Auswaschen mit frischen Mengen des Lösungsmittelgemisches und bzw. oder mit anderen flüssigen Extraktionsmitteln und Trocknung wiedergewonnen werden.
  • Die wasserlöslichen Sulfortate nach der Erfindung sind feste, im allgemeinen farblose Produkte. Sie sind in Wasser zu viskosen, farblosen sauren Lösungen löslich.
  • Die freien Säuren der Harzsulfonate können durch Umsetzung mit Basen, wie Alkalibasen, Erdalkalibasen, Ammoniak öder Aniinbusen; zu Salzen umgesetzt werden. Beispielsweise kann die freie Säureform der Harzsulfonate mit Amnioni;ak, Natriumhydroxyd. Natriumcarbonat, Natriu,mbicarhonat, Kaliumhydroxyd, Lithiumhydroxyd oder Ca.lciumhydroxyd zu den entsprechenden Salzformen der Harzsulfonate umgesetzt werden. Hierbei wird der Ausdruck »Sulfonat« so verstanden, daß er die freien Sulfonsäureformen der sulfonierten alkenvlaromatischen Harzprodukte und ihre Alk alisulfonatsalze einschließt.
  • Die folgenden Bei spiele dienen zur Veranschaulichung der Erfindung, sollen aber ihren Schutzumfang nicht begrenzen.
  • Beispiel 1 Eine Reihe von Mischpolymerisaten aus äquimolekularen Anteilen aus Sty rol und ar-Vinyltoluol (ein Gemisch von annähernd 60 Gewichtsprozent m-Vinyltoluol und annähernd 40 Gewichtsprozent p-Vinyltoluol) wurde unter Erhalt einer Reihe von Harzpolysulfonaten sulfoniert. In der nachstehenden Tabelle I sind für jedes von acht Sulfonierungsprodukten mit den Nummern 1 bis 8 die Lösungsviskosität des Ausgangstnischpolymerisatharzes und die Brookfield-Viskosität des entsprechenden Sulfonierungsproduktes angegeben. Diese Sulfonate wurden nach folgenden Verfahrensweisen hergestellt.
  • Sulfonat 1: Ein Gemisch von 300 ccm Tetrachlorkohlenstoff und 300 ccm flüssigem Schwefeldioxyd wurde bei einer Temperatur von -10° C in ein Reaktionsgefäß eingebracht. Danach wurde dein Reaktionsgefäß eine Lösung von 4,15 ccm flüssigem Schwefeltrioxyd in 250 ccm flüssigem Schwefeldioxyd und gleichzeitig eine Lösung von 10g des Mischpolymerisats (Lösungsviskosität 10 cP) in einem Gemisch von 125 ccm flüssigem Schwefeldioxvd und 125 ccni Tetrachlorkohlenstoff zugesetzt, wobei beide Lösungen eine Temperatur von -10° C aufwiesen und die Zeit des Zusatzes 10 Minuten betrug. Das Reaktionsgemisch wurde bei annähernd -10° C gehalten und durch Rühren in starke Bewegung versetzt. Aus dem flüssigen Reaktionsmedium wurde das feste Sulfonierungsprodu.'kt isoliert und getrocknet. Eine Probe dieses Produktes wurde mit Äther extrahiert und getrocknet. 1 g des mit Äther gereinigten Harzsulfonats, gelöst in Wasser, erforderte 4,0 ccm 1 n-Na O 1tI° " Lösung zur Neutralisation:-Seine BrookfieiüViskosität:betrltg 7 cl'. -- -Sulfonat 2: Die bei der Herstellung von Sulfonat 1 beschriebenen Verfahrensschritte würden-.tnter -Ver-_ wendung eines Ausgangsmischpolymerisats mit einer Lösungsviskosität von 100 cP wiederholt. 1 g des mit Äther gereinigten Harzsulfo-nats-erforderte, in Wasser gelöst, 4,0 ccm l n-Na O H-Lösung zur Neutralisation. Die Brookfield-Viskosität betrug 35 cP.
  • Sulfonat 3: Einem Reaktionsgefäß wurde eine Lösung von 504,4 g Mischpolymerisät (Lösungsviskosität l00 cP) in einem Gemisch von 28,5k- Tetrachlorkohlenstoff und 25,5 kg flüssigem Schwefeldioxyd mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 88 ccm pro Minute gleichzeitig mit einem Zufluß einer flüssigen Lösung von 420 g Schwefeltrioxyd in 42,1 kg flüssigem Schwefeldioxyd mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 112 ccm pro Minute zugeführt. Ein Strom der Reaktionsmischung wurde kontinuierlich aus dem Reaktionsgefäß abgezogen, wobei letztere auf annähernd -10° C unter starkem Rühren gehalten wurde. Das feste Sulfonierungsprodukt wurde aus dem flüssigen Reaktionsmedium isoliert und getrocknet. Eine Probe desselben wurde mit Äther extrahiert und getrocknet, wobei 1 g der mit Äther gereinigten Harzsulfonsäure, in Wasser gelöst, 4,4 ccm 1 n-Na O H-Lösung zur Neutralisation erforderte. Ihre Brookfield-Viskosität betrug 100 cP.
  • Sulfonat 4: Ein Anteil von 54 ccm einer Lösung, die 10 Gewichtsprozent Schwefeltrioxyd in flüssigem Sch@vefeldioxvd bei -10° C enthielt, wurde mit weiteren 346 ccm flüssigem Schwefeldioxyd bei -10° C verdünnt. Die erhaltene Lösung wurde gleichzeitig mit einer Lösung von 10 g Nlischpolymeri.sat (Lösungsviskosität 694 cP) in 400 ccm Tetrachlorkohlenstoff einem Reaktionsgefäß, dias anfänglich ein Gemisch aus 250 ccm Tetrachlorkohlenstoff und 250 ccm flüssigem Schwefeldioxyd bei -10° C enthielt, zugesetzt. Das Mischen geschah unter starkem Rühren. Der Zusatz der Reaktionsteilnehmer erforderte 9 1linuten, wobei das Reaktionsgemisch auf annähernd -10° C gehalten wurde. Die Harzsulfonsäure wurde in üblicher Weise erhalten. 1 g der mit Äther gereinigten Harzsulfonsäure erforderte, in Wasser gelöst, 4,8 ccm 1 n-Na O H zur Neutralisation. Ihre Brookfield -Viskosität betrug 130 cP.
  • Sulfonat 5: Die zur Herstellung von Sulfonat 4 beschriebene Verfahrensweise wurde im wesentlichen wiederholt mit der Ausnahme, daß die zugesetzte Mischpolymerisatlösung 10 g Mischpolymerisat in einem Gemisch aus 200 ccm Tetrachlorkohlenstoff und 200 ccm flüssigem Schwefeldioxyd gelöst enthielt, während die anderen Ausgangsstoffe und Bedingungen die gleichen waren, wie sie für die Herstellung des Sulfonats 4 beschrieben sind. 1 g des mit Äther gereinigten Sulfonats 5 erforderte, in Wasser gelöst, 4,4 ccm 1 n-Na O H-Lösung zur Neutralisation, sein Brookfield-Vis'kositätswert betrug 184.
  • Sulfonate 6 und 7: Die Verfahrensweise, wie sie zur Herstellung ,des Sulfonats 5 beschrieben worden ist, wurde im wesentlichen wiederholt unter Verwendung der gleichen Ausgangsstoffe mit dein Unterschied, daß sich einige Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung gleichmäßiger Zuflußgesch.windigkeiten der reagierenden Lösungen ergab. Wegen dieses Umstandes waren die Brookfield-Viskositäten der sulfonierten Harzprodukte höher (320 bzw. 540 cP für die Sulfonate 6 und 7) als für das Sulfonat 5. In jedem Fall erforderte 1 g der mit Äther gereinigten Sulfo-.'näte 6 un:1 i , in Wasser gelöst. 4,8 ccm 1 n-Na O H-T.ösung zur- -Neutralisation. - -. Sulfonat 8: Es :wttr& irr==wesentlichen die- fffr die Herstellung des Sulfonats 3 beschriebene Verfahrensweise wiederholt, wobei ads Zusatzlösungen ä)` eine Lösung von 0,453 kg Mischpolymerisat (Lösungsviskosität 694cP) in annähernd 51,1 kg Tetraahlorkohlenstoff mit einer Durdh.schnittsgeschwindigkeit von 56 ccm pro Minute und 'b) eine Lösung von 1 Gewichtsprozent Schwefeltrioxvd in flüssigem Sehwefel--.dioxyd mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 47 ccm pro Minute einem Reaktionsgefäß zugesetzt wurden, das anfänglich ein flüssiges Gemisch von 300 ccm Tetrachlorkohlenstoff- und 300 ccm flüssigem Schwefeldioxyd enthielt. 1 g der mit Äther gereinigten Sulfonsäure erforderte, in Wässer gelöst, 4,8 ccrn 1 n-Na O H-Lösung zur Neutralisation, ihr Bi-oökfield-Viskositätswert betrug 940 cP.
  • Die soeben beschriebenen sulfonierten Harze; als Sulfonate Nr. 1 bis 8 bezeichnet, wurden als- Mittel zur Verbesserung der Beschaffenheit landwirtschaftlicher Böden getestet. Bei diesen Testen wurde Miami-Schlammlehmboden, der wegen seiner starken Dichte und festen Verkittung im Feld bekannt ist, lufttrocken gemacht und durch ein- 10@Masehensieb durchgesiebt. Es wurden getrennte Lösungen hergestellt durch Lösen von 0,15-g-Anteilen eines jeden der Su-Ifonate Nr.1 bis 8 in 30=ccm-Anteile@n Wasser. Die erhaltenen Lösungen wurden jede für sich unter Rühren mit getrennten 300-g-Anteilen .des trocknen, gesiebten Bodens gemischt, um Bodenzubereitungen zu erhalten, von denen jede 0,05 Gewichtsprozent eines der genannten Sulfonate enthielt.
  • Jede behandelte Bodenprobe wurde in ein Standard-Bodenrohr mit einem inneren Durchmesser von 47,6 mm eingebracht und leicht zusammengedrückt, um eine Bodensäule von 152 mm Tiefe zu erhalten. Die so hergestellten. Säulen wurden bis zur Sättigung mit Wasser benetzt und 72 Stunden stehengelassen. Danach wurde über den Bodensäulen eine beständige Wasserschicht 24 Stunden aufrechterhalten und die Geschwindigkeit der Perkolation des Wassers durch die Bodensäule bestimmt. Als Kontrollversuch wurde eine unbehandelte Menge des gesiebten Miami-Bodens mit Wasser durchgenetzt, in ein Bodenrohr getan und derselben Perkolierung, wie beschrieben, unterworfen. Die Geschwindigkeiten der Perkolation des Wassers in ccm/Stunde durch diese verschiedenen Bodenproben, bezeichnet durch Bezugnahme auf das darin enthaltene Sulfonat, sind in Tabelle I dargestellt.
  • Nach Durchführung der beschriebenen Perkolationsbestimmung wurden die Bodenproben 16 Stunden ablaufen gelassen und aus den Rohren entfernt. Ein 200-g-Anteil jeder der feuchten Bodenproben wurde getrennt auf ein Standard-14-Maschensieb (Tyler-Siebreihe), das über ein 32-Maschensieb gelegt war, aufgebracht. Die Siebzusammenstellung wurde dann etwa 2 Minuten in einem Wassergefäß geschüttelt, bis der gesamte feine, nicht aneinanderhaftende Boden ausgesiebt war. Nach dieser Verfahrensweise wurden wasserbeständige Aggregate mit Durchmessern von 0,5 mm oder mehr auf den Sieben zurückgehalten. Diese beständigen Aggregate wurden 5 Minuten ablaufen gelassen und gewogen. Die Menge dieser beständigen Aggregate ist in Gewichtsprozenten des feuchten Bodens ebenfalls in Tabelle I für die verschiedenen Bodenproben, bezeichnet durch Bezugnahme auf das in ihnen enthaltene Sulfonat, angegeben.
  • Die Auswertung dieser Daten zeigt, daß die Sulfonate 17r.2 bis 8 einschließlich eine hervorragende
    Tabel 1e I
    Sulfonat Brookfield-Viskosität Lösungsviskosität Perkolations- Beständige Aggregate
    gesdiwindigkeit
    Nummer cp cP ccm/Std. Gewichtsprozent
    1 7 10 34 16
    2 35 100 153 -
    3 100 100 114 34
    4 130 694 537 42
    5 184 694 1356 49,5
    6 320 694 1115 42
    7 540 694 591 40,5
    8 940 694 77 35
    Unbehandelter Kontrollboden 16 13
    Wirkung in bezug auf den Boden aufwiesen, wie die Größe der Perkolationsgeschwindigkeit und der Anteil an beständigen Aggregaten in bezug auf die Teste an dem unbehandelten Kontrollboden zeigt. Sulfonat Nr. 1 besaß eine unbedeutende Wirkung auf den Boden und steht außerhalb des Umfanges der Erfindung.
  • Beispiel 2 10 g polymerisiertes ar-Vinyltoluol (ein Polymerisat eines Gemisches von annähernd 60 Gewichtsprozent m-Vinyltoluol und 40 Gewichtsprozent p-Vinyltoluol), gekennzeichnet durch eine Lösungsviskosität von 547 cP, wurde in 400 ccm trocknem Tetrachlorkohlenstoff gelöst. In einem an-deren Gefäß wurden 4 ccm Schwefeltrioxyd in 400 ccm flüssigem Schwefeldioxyd bei -10o C gelöst. Diese zwei Lösungen wurden gleichzeitig und mit gleicher Geschwindigkeit unter Rühren einem Reaktionsgefäß zugegeben, das eine Lösung aus 250 ccm Tetrachlorkohlenstoff und 250 ccm flüssigem Schwefeldioxyd bei einer Temperatur von -10o C enthielt. Der Zusatz der zwei Lösungen wurde innerhalb von 12 Minuten ausgeführt, wobei weitergerührt wurde und Reaktionsgefäß und Inhalt bei einer Temperatur von -10o C gehalten wurden. Das als weißes Pulver niedergeschlagene Reaktionsprodukt wurde durch- Filtrieren abgetrennt. Das Rohprodukt wurde dann durch Waschen mit trocknem Diäthvläther gereinigt und das gereinigteProdukt in einem Vakuumofen bei 10 Torr und bei einer Temperatur von 100' C getrocknet. Ein Gramm der reinen Harzsulfonsäure erforderte, in Wasser gelöst, 4,4 cctn 1 n-Na O H-Lösung zur Neutralisation. Ihr Brookfield-Viskositätswert betrug 69 cP.
  • Beispiel 3 10 g polymerisiertes ar-Vinyltoluol (Polymerisat eines Gemisches von annähernd 60 Gewichtsprozent m-Vinyltoluol und annähernd 40 Gewichtsprozent p-Vinyltoluol), gekennzeichnet durch eine Lösungsviskosität von 921 aP, wurden nach einer Verfahrensweise, die der im Beispiel 2 beschriebenen entsprach, sulfoniert. 1 g der mit Äther gereinigten Harzsulfonsäure erforderte, gelöst in Wasser, 4,4 ccm 1 n-Na O H zur Neutralisation. Ihr Brookfield-Viskositätswert betrug 140 cP.
  • Ein weiterer Test zum Nachweis der Brauchbarkeit und der 'hervorragenden Eigenschaften der vorliegenden Harzsulfonierun#,gsprodukte wurde wie folgt ausgeführt. Zu 150 Miami-Schlammlehm, der so zerkleinerrt war, da,B er durch ein Sieb mit Öffnungen von 0,25 mm Weite hindurchging, wurden 45 ccm destilliertes Wasser zugesetzt, die 0,075 g eines der unten angegebenen polymeren Sulfonate enthielten. Der Boden wurde gut gemischt und durch ein Sieb mit 4-mm-Üffnungen hindurchgepreßt. Diese Verfahrensschritte führten zur Einarbeitung des polymeren Sulfonats in einer Menge von 0,05 Gewichtsprozent in den Boden. Nach mindestens drei Tagen Lufttrocknung in einem warmen Raum wurden 50-g-Proben auf das oberste Sieb eines Satzes von fünf Sieben mit 4-. 2-, 2-, 0,5- und 0,25-mm-Öffnungen in abnehmender Größe angeordnet gegeben. Der Siebsatz mit der Bodenprobe darauf wurde in eine Wassermenge eingetaucht und während des Eintauchens in das Wasser 30 Minuten lang wiederholt gehoben und gesenkt, und zwar innerhalb einer Strecke von 38 mm und mit einer Geschwindigkeit von 30 Wechseln in der ?Minute. Am Ende dieser Zeit wurden die Siebe aus dem Wasser herausgenommen und abtropfen gelassen. Der auf den Sieben zurückgebliebene Boden wurde bei 100' C getrocknet und gewogen. Gleiche Bestimmungen wurden mit Miami-Schlammlehm ohne Zusatz an sulfoniertem Polymerisat ausgeführt, um als unbehandelte Kontrollprobe zu dienen. Die bei Testen mit mehreren sulfonierten Harzprodukten erhaltenen Ergebnisse sind in
    Tabelle II
    Lösungsviskosität des Brookfield-Viskosität Wasserbeständige
    Sulfoniertes Testharz Ausgangspolymerisats des polymeren Sulfonats Bodenaggregate
    0,25 mm
    cP CP Gewichtsprozent
    a) Beispiel 1, Sulfonat Nr. 4 aus äquimoleku-
    larem Mischpolymerisat aus Styrol und ar-
    N"inyltoluol .............................. 694 130 83
    b) Beispiel 2, aus polymerem ar-Vinyltoluol .. . 547 69 84
    c) Beispiel 3, aus rolymerem ar-Vinyltoluol ... 921 140 97
    Unbehandelte Kontrollprobe . .... .. .. .. .. . - - 2
    d) Wasserlösliches Sulfonat aus verpreßbarem
    Polystyrol ........ . ...................... 36 3900 7
    e) Wasserlösliches Sulfonat aus verpreßbarem
    Polystyrol ... .. .......................... 36 13000 5
    Tabelle II angegeben. In der Tabelle II ist der Anteil an wasserbeständigen Bodenaggregaten von mehr als 0,25 mm Größe in Gewichtsprozent angegeben., bezogen auf den Trockengehalt der Bodenproben, die die entsprechenden polymeren Sulfonate enthielten. Die polymeren Sulfonate sind durch die Angabe der Art des Ausgangspolymerisats bezeichnet, ebenso ihre Lösungsviskosität und die Brookfield-Viskosität des polymeren Sulfonats.
  • Die in Tabelle II unter d) und e) angegebenen Teste wurden für Vergleichszwecke eingeschlossen. Die in diesen Testen d) und e) angegebenen Sulfonate liegen außerhalb des Bereiches der Erfindung. Eine Anzahl von Harrzsulfonaten wurde hinsichtlich ihrer Wirkung auf Miami-Schlammlehmboden, wie im Beispiel 1 beschrieben, getestet. Die Harzsulfonate und die Ergebnisse dieser Teste sind in Tabelle III dargestellt. In der Tabelle III beziehen sich die Lösungsviskositäten, wie zuvor beschrieben, auf das polymere Grund- oder Ausgangsharz und die Brookfield-Viskositäten auf die entsprechenden Sulfonierungsprodukte. Die Perkolationsgeschwindigkeit in ccm/Std. und das Anteilsverhältnis an beständigen Bodenaggregaten in Gewichtsprozent des feuchten Bodens wurden in Übereinstimmung mit der im Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise ermittelt.
    Tabelle III
    Lösungs- Brookfield- Perkolations- Beständige
    Test Sulfoniertes Harz) viskosität Viskosität geschwindigkeit Aggregate
    cp cP ccm/Std. Gewichtsprozent
    A Kontrollversuch, unbehandelter
    Boden - - 228 21
    A-1 95 VT-5 VCN 779 359 1210 53
    A-2 95 VT-5 VCN 779 600 1013 51
    A-3 95 VT-5 VCN 779 785 946 38,5
    A-4 90 VT-10 VCN 5660 1170 920 53,5
    B Kontrollversuch, unbehandelter
    Boden - - 65 15
    B-1 96VT-4VCN 526,6 245 686 46
    C Kontrollversuch, unbehandelter
    Boden - - 62 19
    C-1 95 VT-5 VCN 562,7 480 495 45,5
    C-2 95 VT-5 VCN 562,7 1130 322 40,5
    C-3 95 VT-5 VCN 562,7 3800 263 32,5
    C-4 100VT 1564 1400 258 44,5
    D Kontrollversuch, unbehandelter
    Boden - - 31 19
    D-1 100S 100 450 101 32
    *) Angegeben sind die Grund- oder die Ausgangsharzpoly- entsprechenden Monomeren an S = Styrol, VCN - Acrylsäure-
    merisate. Bei den Mischpolymerisaten zeigen die Zahlen die Ge- nitril, VT - ar-Vinyltoluol, ein Gemisch aus 60 Gewichtsprozent
    wichtsteile des in den Mischpolymerisaten chemisch gebundenen m-Vinyltoluol und 40 Gewichtsprozent p-Vinyltoluol.
    Beispiel 4 Ein Mischpolymerisat aus äquimolekularen Anteilen Styrol und ar-Vinyltoluol (Gemisch von annähernd 60 Gewichtsprozent m-Vinyltoluol und annähernd 40 Gewichtsprozent p-Vinyltoluol) mit einer Lösungsviskosität von 694 cP wurde mit Schwefeltrioxyd in einem flüssigen, aus Schwefeldioxyd und einem chlorierten Kohlenwasserstoff zusammengesetzten Medium, wie oben beschrieben, unter Erhalt eines wasserlöslichen Sulfonats sulfoniert. Letzteres wurde vom Reaktionsmedium durch Filtrieren abgetrennt und unter Erhalt eines gereinigten Produktes in Form eines feinverteilten Pulvers mit trockenem Diäthyläther gewaschen. Die Brookfield-Viskosität des Sulfonats betrug 176 cP.
  • Gleiche Gewichtsmengen dieses sulfonierten Harzes und eines handelsüblichen 4-8-4-Düngemittels wurden mechanisch gemischt und so gepulvert, daß sie durch ein 100-Maschensieb hindurchgingen. Die entstandene -Mischung wurde über eine Fläche von frisch aufbereitetem Boden. der normalerweise zum Hartwerden und zur Bildung 'harter Krusten neigt. in einer Menge von 362 kg der Mischung pro acre verteilt. Eine Scheibenegge wurde dazu benutzt, die aufgebrachte 1Tischung in den obersten 7,6 crn des Bodens zu verteilen. Eine merkliche Verbesserung .der Bodenstruktur und: der Bearbeitbarkeit ergab sich in der nachfolgenden Wachstumsperiode. Als weiteres Beispiel der Verwendbarkeit dieser Sulfonate und zum Veranschaulichen ihrer hervorragenden charakteristischen Eigenschaften wurden folgende Teste ausgeführt.
  • Ein Schlamm aus Abwässern einer Suppenkonservenfabrik enthielt etwa 1 Gewichtsprozent feinverteilter Bestandteile von Erbsensuppe in einer kolloiden wässerigen Suspension mit einem PH-Wert von annähernd 11. Das unmittelbare Ablassen von Abwässern dieser Art in natürliche Wasserläufe muß vermieden. werden. Es ist daher wünschenswert, diese Abwässer so zu behandeln, daß der suspendierte Stoff ausflockt und zum Absitzen gebracht wird, wodurch die klare überstehende Flüssigkeit von einem stärker konzentrierten Schlamm abgetrennt werden kann.
  • Anteile des oben beschriebenen Breies wurden in graduierte 100-ccm-Zylinder eingebracht und mit den verschiedenen polymeren Sulfonaten gemischt. Die polymeren Sulfonate wurden in Form von wässerigen O,O5gewichtsprozentigen Lösungen -zugesetzt, wobei d r Zusatz portionsweise unter leichtem Durchmischen erfolgte, das durch wiederholtes Umkehren der geschlossenen Zylinder vervollständigt wurde. In jedem Falle wurde eine Menge der polymeren Sulfonatlösung mit einer Menge des Konservenabfallschlainmes so gemischt, daß 100 ccrn Schlamm mit einem Gehalt von annähernd 25 Gewichtsteilen ,des polymeren Sulfonats auf 1 Million Gewichtsteile der t'--,e- samten Suspension erhalten wurden. Danach wurden die Zylinder in aufrechte Stellung gebracht, um die Sedimentierung einzuleiten. Ein unbehandelter 100-ccm-Anteil des ursprünglichen Schlammes wurde ebenfalls durch Umkehren durcheinandergerührt und als Kontrollversuch stehengelassen. Das Volumen der überstehenden Flüssigkeit wurde nach 1 und 2 Minuten Sedimentation gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle IV zusammengefaßt, in der die polymeren Sulfonate durch Angabe des Ausgangspolymerisates oder- mischpolymerisates, aus welchem das Sulfonat stammte, bezeichnet und Lösungsviskosität der Grund- und Ausgangspolymerisate oder -mischpolymerisate sowie die Brookfield-Viskosität des Sulfonats angegeben sind.
  • Die in Tabelle IV als Teste 2 bis 4 bezeichneten Teste veranschaulichen Harzsulfonate nach der Erfindung, wie oben angegeben. Die in den Testen 5 bis 7
    Tabelle IV
    Lösungs- Brookfield- Volumen der überstehenden
    Test Grundpolymerisat *) viskosität Viskosität Flüssigkeit nach
    cp cP 1 Minute 2 Minuten
    1 Unbehandelter Kontrollversuch - - 0 10
    2 100 VT 6600 472 40 65
    3 95 VT-5 VCN 563 480 54 66
    4 99 VT-LVCN 550 85 35 63
    5 100 VT 23 14 0 10
    6 96VT-4VCN 850 50,000 (Gel) 0 10
    7 96VT-4VCN 120 20 0 10
    *) Die Zahlen bezeichnen die Gewichtsteile des im Polymerisat annähernd 60 Gewichtsprozent m-Vinyltoluol und annähernd
    gebundenen Monomeren. VT - ar-Vinyltoluol, ein Gemisch von 40 Gewichtsprozent p-Vinyltoluol. VCN - Acrylsäurenitril.
    angewandten Sulfonute liegen außerhalb des Bereiches der Erfindung, aus ihnen ist ersichtlich, daß kein merkbarer Effekt in bezug auf Ausflocken und Sedimentierung der kolloiden Suspension eingetreten ist.
  • Die wasserlöslichen sulfonierten Harze nach der Erfindung sind auch für andere bekannte Anwendungszwecke wasserlöslicher sulfonierter Harze geeignet, z. B. als Verdickungsmittel für wässerige Medien, zum Schlichten von Textilien, zum Ableiten statischer Elektrizität aus dielektrischen Kunststoffen, als Egalisierungs- und Beizmittel, als Dispergier- und Emulgiermittel sowie als Schutzkolloide.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von geradkettigen Harzsulfonaten mit 'hohern Molekulargewicht durch Umsetzung von Schwefeltrioxyd mit einem thermoplastischen Polymerisat mindestens einer alkenvlaromatischen Verbindung, wobei die Reaktionsteilnehmer in einem flüssigen Gemisch von 20 bis 80 Gewichtsprozent Schwefeldioxyd und 80 bis 20 Gewichtsprozent eines polychlorierten Kohlenwasserstoffs, vorzugsweise Methvlenchlorid, Äthylenchlo@rid, Tetrachlorkohlenstoff, Methylchloroform oder Tetrachloräthylen gelöst sind, bei einer Reaktionstemperatur zwischen -20 und -1-40o C, dadurch gekennzeichnet, daß das v erwendete thermoplastische Polymerisat aus einem toluoIlöslichen thermoplastischen Polymerisat aus 85 bis 100 Gewichtsprozent mindestens einer alkenylarornatischen Verbindung, vorzugsweise Styrol oder ar-Vinyltoluol, und 0 bis 15 Gewichtsprozent Acrylsäurenitril besteht, mit der 'Maßgabe, daß das Polymerisat in lOgnvichtspro7entiger Toluollösung eine Viskosität bei 25' C von mindestens 100 cP und vorzugsweise von mindestens 500 cP aufweist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein molekulares Anteilsverhältnis an Schwefeltrioxyd von mindestens 0,7 mit einer Menge Polymerisat gemischt wird, das 1 Moläquivalent einer alkenylaromatischen Verbindung chemisch gebunden enthält. wobei der Anteil an flüssigem Medium so bemessen ist, daß das vereinigte Gewicht des Schwefeltrioxyds und des Polymeris,ats 5% und vorzugsweise 2% des Gewichtes der Gesamtmischung; nicht überschreitet.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1089548B (de) * 1959-02-18 1960-09-22 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten
DE1166410B (de) 1960-01-29 1964-03-26 It Per Il Gas Soc Verfahren zur Erzeugung von Brenngas durch Vergasung fluessiger Kohlenwasserstoffe der Benzinreihe
DE1301081B (de) * 1962-02-05 1969-08-14 Dow Chemical Co Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Polymerisate

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