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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen hochfesten Leitkupferlegierungsdraht
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation und ein Verfahren zur Herstellung desselben.
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Hintergrundwissen
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Bis
jetzt ist für
Drahtprodukte, bei denen es nötig
ist, daß sie
hochfest sind und eine hohe Leitfähigkeit aufweisen, ausschließlich eine
bearbeitete Beryllium-Kupferlegierung verwendet worden, die durch
Zugabe von Beryllium zu Kupfer hergestellt wurde. Andererseits sind
Legierungen vom Ausscheidungstyp selten auf dem Gebiet der Drähte benutzt
worden.
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Jedoch
weisen die herkömmlichen
Drähte,
repräsentiert
durch Drähte,
die Beryllium-Kupferlegierung verwenden, die folgenden Probleme
auf:
- (1) Beryllium-Kupferlegierung ist teurer
als Legierungen, wie zum Beispiel Phosphorbronze;
- (2) Bei der Verwendung von Beryllium, einer schädlichen
Substanz, können
Hygiene und Sicherheitsprobleme für die Arbeiter auftreten;
- (3) Während
Phosphorbronze als ein Ersatz für
Beryllium-Kupferlegierung
verwendet wird, sind sowohl die Leitfähigkeit als auch die Festigkeit
der ersteren gering;
- (4) Die Festigkeit einer Niedrig-Beryllium-Kupferlegierung (ein
Berylliumanteil von 1,0 Gew.-% oder weniger) ist gering; und
- (5) während
Hoch-Beryllium-Kupferlegierung (ein Berylliumanteil von 1,5 Gew.-%
oder mehr) eine niedrige Leitfähigkeit
und eine hohe Festigkeit hat, ist die Qualität zu gut für die neuere Lebensdauer des
Produkts.
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Offenbarung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen hochfesten Leitkupferlegierungsdraht
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, welcher 1,0 bis 4,5 Gew.-% Ni, 0,2 bis 1,1
Gew.-% Si, 0,05 bis 1,5 Gew.-% Sn, und weniger als 0,005 (einschließlich Null)
Gew.-% S umfaßt,
wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen ist, und
wobei der Draht eine Leitfähigkeit
von 20% bis 60% IACS und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa
hat.
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Weiter
betrifft die vorliegende Erfindung einen hochfesten Leitkupferlegierungsdraht
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, welcher 1,0 bis 4,5 Gew.-% Ni, 0,2 bis 1,1
Gew.-% Si, 0,05 bis 1,5 Gew.-% Sn, 0,2 bis 1,5 Gew.-% Zn und weniger
als 0,005 (einschließlich
Null) Gew.-% S umfaßt,
wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen ist, und
wobei der Draht eine Leitfähigkeit
von 20% bis 60% IACS und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa
hat.
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Weiter
betrifft die vorliegende Erfindung einen hochfesten Leitkupferlegierungsdraht
mit einer hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, welcher irgendeine der oben genannten Kupferlegierungen
umfaßt,
und welcher weiterhin mindestens eines oder mehrere Elemente, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus 0,005 bis 0,3 Gew.-% Ag, 0,01 bis 0,5
Gew.-% Mn, 0,01 bis 0,2 Gew.-% Mg, 0,005 bis 0,2 Gew.-% Fe, 0,005
bis 0,2 Gew.-% Cr, 0,05 bis 2 Gew.-% Co und 0,005 bis 0,1 Gew.-%
P, in einer Gesamtmenge von 0,005 bis 2 Gew.-% enthält, wobei
der Draht eine Leitfähigkeit
von 20% bis 60% IACS und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa
hat.
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Weiter
betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes mit hervorragender
Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, welches umfaßt: Grob Vorziehen einer Kupferlegierung,
umfassend 1,0 bis 4,5 Gew.-% Ni, 0,2 bis 1,1 Gew.-% Si, 0,05 bis
1,5 Gew.-% Sn und weniger als 0,005 (einschließlich Null) Gew.-% S, wobei
der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen ist, um einen
Vorziehdraht zu formen; Unterziehen des Vorziehdrahtes einer Lösungsbehandlung; und
Unterziehen des Vorziehdrahtes mindestens einem Schritt, ausgewählt aus
einer Alterungsbehandlung und Ziehen, wodurch ein Kupferlegierungsdraht
erhalten wird, der eine Leitfähigkeit
von 20% bis 60% IACS und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa
hat.
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Weiter
betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes mit hervorragender
Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, welches umfaßt: Grob Vorziehen einer Kupferlegierung,
umfassend 1,0 bis 4,5 Gew.-% Ni, 0,2 bis 1,1 Gew.-% Si, 0,05 bis
1,5 Gew.-% Sn, 0,2 bis 1,5 Gew.-% Zn und weniger als 0,005 (einschließlich Null)
Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist, um einen Vorziehdraht zu formen; Unterziehen des Vorziehdrahts
einer Lösungsbehandlung;
und Unterziehen des Vorziehdrahts mindestens einem Schritt, ausgewählt aus
einer Alterungsbehandlung und Ziehen, wodurch ein Draht erhalten
wird, der eine Leitfähigkeit
von 20% bis 60% IACS und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa
hat.
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Außerdem betrifft
die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten
Leitkupferlegierungsdrahtes mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, welches umfaßt: Grob Vorziehen einer der
vorhergenannten Kupferlegierungen, welche weiter mindestens eines
oder mehrere Elemente, ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus 0,005 bis 0,3 Gew.-% Ag, 0,01 bis
0,5 Gew.-% Mn, 0,01 bis 0,2 Gew.-% Mg, 0,005 bis 0,2 Gew.-% Fe,
0,005 bis 0,2 Gew.-% Cr, 0,05 bis 2 Gew.-% Co und 0,005 bis 0,1
Gew.-% P, in einer Gesamtmenge von 0,005 bis 2 Gew.-% enthält, um einen
Vorziehdraht zu formen; Unterziehen des Vorziehdrahtes einer Lösungsbehandlung;
und Unterziehen des Vorziehdrahtes mindestens einem Schritt, ausgewählt aus
einer Alterungsbehandlung und Ziehen, wodurch ein Kupferlegierungsdraht
erhalten wird, der eine Leitfähigkeit
von 20% bis 60% IACS und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa
hat.
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Andere
und weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
vollständiger
aus der folgenden Beschreibung hervorgehen.
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Beste Art zur Ausführung der
Erfindung
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden die folgenden Mittel bereitgestellt:
- (1) Ein hochfester Leitkupferlegierungsdraht mit hervorragender
Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend 1,0 bis 4,5 Gew.-% Ni, 0,2 bis 1,1
Gew.-% Si, 0,05 bis 1,5 Gew.-% Sn und weniger als 0,005 (einschließlich Null)
Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist, und wobei der Draht eine Leitfähigkeit von 20% bis 60% IACS
und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa hat;
- (2) Ein hochfester Leitkupferlegierungsdraht mit hervorragender
Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend 1,0 bis 4,5 Gew.-% Ni, 0,2 bis 1,1
Gew.-% Si, 0,05 bis 1,5 Gew.-% Sn, 0,2 bis 1,5 Gew.-% Zn und weniger
als 0,005 (einschließlich
Null) Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist, und wobei der Draht eine Leitfähigkeit von 20% bis 60% IACS
und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa hat;
- (3) Ein hochfester Leitkupferlegierungsdraht mit hervorragender
Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation gemäß (1) oder
(2), weiter umfassend mindestens eines oder mehrere Elemente, ausgewählt aus der
Gruppe, bestehend aus 0,005 bis 0,3 Gew.-% Ag, 0,01 bis 0,5 Gew.-%
Mn, 0,01 bis 0,2 Gew.-% Mg, 0,005 bis 0,2 Gew.-% Fe, 0,005 bis 0,2
Gew.-% Cr, 0,05 bis 2 Gew.-% Co und 0,005 bis 0,1 Gew.-% P, in einer
Gesamtmenge von 0,005 bis 2 Gew.-%, wobei der Draht eine Leitfähigkeit
von 20% bis 60% IACS und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa
hat;
- (4) Ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend: Grob Vorziehen einer Kupferlegierung,
umfassend 1,0 bis 4,5 Gew.-% Ni, 0,2 bis 1,1 Gew.-% Si, 0,05 bis
1,5 Gew.-% Sn und weniger als 0,005 (einschließlich Null) Gew.-% S, wobei
der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen ist, um einen
Vorziehdraht zu formen; Unterziehen des Vorziehdrahtes einer Lösungsbehandlung;
und Unterziehen des Vorziehdrahtes mindestens einem Schritt, ausgewählt aus
einer Alterungsbehandlung und Ziehen, wodurch ein Kupferlegierungsdraht
erhalten wird, der eine Leitfähigkeit
von 20% bis 60% IACS und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa
hat.
- (5) Ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend: Grob Vorziehen einer Kupferlegierung,
umfassend 1,0 bis 4,5 Gew.-% Ni, 0,2 bis 1,1 Gew.-% Si, 0,05 bis
1,5 Gew.-% Sn, 0,2 bis 1,5 Gew.-% Zn und weniger als 0,005 (einschließlich Null)
Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist, um einen Vorziehdraht zu formen; Unterziehen des Vorziehdrahtes
einer Lösungsbehandlung;
und Unterziehen des Vorziehdrahtes mindestens einem Schritt, ausgewählt aus
einer Alterungsbehandlung und Ziehen, wodurch ein Kupferlegierungsdraht
erhalten wird, der eine Leitfähigkeit
von 20% bis 60% IACS und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa
hat.
- (6) Ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend: Grob Vorziehen der Kupferlegierung
gemäß (1) oder (2),
weiter enthaltend mindestens eines oder mehrere Elemente, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus 0,005 bis 0,3 Gew.-% Ag, 0,01 bis 0,5
Gew.-% Mn, 0,01 bis 0,2 Gew.-% Mg, 0,005 bis 0,2 Gew.-% Fe, 0,005
bis 0,2 Gew.-% Cr, 0,05 bis 2 Gew.-% Co und 0,005 bis 0,1 Gew.-%
P, in einer Gesamtmenge von 0,005 bis 2 Gew.-%, um einen Vorziehdraht
herzustellen; Unterziehen des Vorziehdrahtes einer Lösungsbehandlung;
und Unterziehen des Vorziehdrahtes mindestens einem Schritt, ausgewählt aus
einer Alterungsbehandlung und Ziehen, wodurch ein Kupferlegierungsdraht
erhalten wird, der eine Leitfähigkeit
von 20% bis 60% IACS und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa
hat.
- (7) Ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend: Grob Vorziehen der Kupferlegierung
gemäß einem nach
(1) bis (3), um einen Vorziehdraht herzustellen; Unterziehen des
Vorziehdrahtes einer Lösungsbehandlung;
Ziehen des Vorziehdrahtes mit einem Verkleinerungsverhältnis von
0 bis 4, Altern bei von 400°C bis
550°C für 1,5 Stunden
oder mehr, und Ziehen mit einem Verkleinerungsverhältnis von
3 oder mehr, wodurch ein Kupferlegierungsdraht erhalten wird, der
eine Zugfestigkeit von 1000 MPa oder mehr (im allgemeinen 1300 MPa
oder weniger) und eine Leitfähigkeit
von 20% IACS oder mehr (im allgemeinen 60% IACS oder weniger) hat;
- (8) Ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend: Grob Vorziehen der Kupferlegierung
gemäß einer nach
(1) bis (3), um einen Vorziehdraht zu formen, Unterziehen des Vorziehdrahtes
einer Lösungsbehandlung;
Ziehen des Vorziehdrahtes mit einem Verkleinerungsverhältnis von
0 bis 4; Altern bei von 400°C
bis 550°C
für 1,5
Stunden oder mehr; Ziehen mit einem Verkleinerungsverhältnis von
3 oder mehr; und Glühen bei
von 350°C
bis 500°C
für 1,5
Stunden oder mehr, wodurch ein Kupferlegierungsdraht erhalten wird,
der eine Leitfähigkeit
von 40% IACS oder mehr (im allgemeinen 60% IACS oder weniger) und
eine Zugfestigkeit von 700 MPa oder mehr (im allgemeinen 1300 MPa
oder weniger) hat;
- (9) Ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend: Grob Vorziehen der Kupferlegierung
gemäß einer nach
(1) bis (3), um einen Vorziehdraht zu formen; Unterziehen des Vorziehdrahtes
einer Lösungsbehandlung;
und Ziehen des Vorziehdrahtes mit einem Verkleinerungsverhältnis von
7 oder mehr, wodurch ein Kupferlegierungsdraht erhalten wird, der
eine Zugfestigkeit von 1000 MPa oder mehr (im allgemeinen 1300 MPa
oder weniger) und eine Leitfähigkeit
von 20% IACS oder mehr (im allgemeinen 60% IACS oder weniger) hat;
- (10) Ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend: Grob Vorziehen der Kupferlegierung
gemäß einer nach
(1) bis (3), um einen Vorziehdraht zu formen; Unterziehen des Vorziehdrahtes
einer Lösungsbehandlung;
Ziehen mit einem Verkleinerungsverhältnis von 7 oder mehr; und
Glühen
für 1,5
Stunden oder mehr bei einer Temperatur von 200°C bis 400°C, so daß die Zugfestigkeit nicht verschlechtert
wird, wodurch ein Kupferlegierungsdraht erhalten wird, der eine
Zugfestigkeit von 1000 MPa oder mehr (im allgemeinen 1300 MPa oder
weniger) und eine Leitfähigkeit
von 20% IACS oder mehr (im allgemeinen 60% IACS oder weniger) hat;
- (11) Ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend: Grob Vorziehen der Kupferlegierung
gemäß einer nach
(1) bis (3), um einen Vorziehdraht zu formen; Unterziehen des Vorziehdrahtes
einer Lösungsbehandlung;
Ziehen mit einem Verkleinerungsverhältnis von 3 oder mehr, Altern
bei von 400°C
bis 600°C
für 1,5 Stunden
oder mehr; und Ziehen mit einem Verkleinerungsverhältnis von
0 bis weniger als 3, wodurch ein Kupferlegierungsdraht erhalten
wird, der eine Leitfähigkeit
von 40% IACS oder mehr (im allgemeinen 60% IACS oder weniger) und
eine Zugfestigkeit von 700 MPa oder mehr (im allgemeinen 1300 MPa
oder weniger) hat;
- (12) Ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend: Grob Vorziehen der Kupferlegierung
gemäß einer nach
(1) bis (3), um einen Vorziehdraht zu formen; Unterziehen des Vorziehdrahtes
einer Lösungsbehandlung;
Ziehen mit einem Verkleinerungsverhältnis von 0,7 bis 4; Altern
bei von 400°C
bis 600°C
für 1,5
Stunden oder mehr; und Ziehen mit einem Verkleinerungsverhältnis von
weniger als 6, wodurch ein Kupferlegierungsdraht erhalten wird,
der eine Zugfestigkeit von 900 MPa bis 1100 MPa und eine Leitfähigkeit
von 30% bis 45% IACS hat;
- (13) Ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend: Grob Vorziehen der Kupferlegierung
gemäß einer nach
(1) bis (3), um einen Vorziehdraht zu formen; Unterziehen des Vorziehdrahtes
einer Lösungsbehandlung;
Ziehen mit einem Verkleinerungsverhältnis von 0 bis 4; Altern bei
von 400°C
bis 600°C
für 1,5
Stunden oder mehr; und dann zwei- oder mehrmaliges Wiederholen einer
Reihe von Schritten (I) und (II), wobei Schritt (I) ein Schritt
des Ziehens mit einem Verkleinerungsverhältnis von größer 0 und
4 oder weniger ist, und Schritt (II) nach Schritt (I) ein Schritt
des Glühens
bei einer Temperatur niedriger als die erste Alterungstemperatur
in einem Bereich von 300°C
bis 550°C
für 1,5
Stunden oder mehr ist; und Ziehen mit einem Verkleinerungsverhältnis von
0 bis 4, wodurch ein Kupferlegierungsdraht erhalten wird, der eine
Zugfestigkeit von 900 bis 1100 MPa und eine Leitfähigkeit
von 30% bis 45% IACS hat; und
- (14) Ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes
mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, umfassend: Grob Vorziehen der Kupferlegierung
gemäß einer nach
(1) bis (3), um einen Vorziehdraht zu formen; Unterziehen des Vorziehdrahtes
einer Lösungsbehandlung;
und Altern bei von 400°C
bis 600°C
für 1,5
Stunden oder mehr, wodurch ein Kupferlegierungsdraht erhalten wird,
der eine Zugfestigkeit von 700 bis 1100 MPa und eine Leitfähigkeit
von 20% bis 50% IACS hat.
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Die
vorliegende Erfindung wird unten detaillierter beschrieben.
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Jeder
Bestandteil, der in einem hochfesten hochleitfähigen Legierungsdraht der vorliegenden
Erfindung, der für
Teile von elektronischen und elektrischen Maschinen und Geräten verwendet
wird, enthalten ist, wird zuerst erklärt werden.
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Es
ist im Fachgebiet bekannt, daß der
Zusatz von Ni und Si zu Cu wegen der Ausscheidung einer Ni-Si-Verbindung
(eine Ni2Si-Phase) in der Cu-Matrix die
Festigkeit und die elektrische Leitfähigkeit der Legierung erhöht.
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Aufgrund
einer geringen Menge der Ausscheidungen kann eine gewünschte mechanische
Festigkeit nicht erhalten werden, wenn der Anteil von Ni weniger
als 1,0 Gew.-% ist. Im Gegenteil, wenn der Anteil des zugegebenen
Ni 4,5 Gew.-% übersteigt,
werden während
Gießen
und Hitzebehandlung (zum Beispiel einer Lösungsbehandlung, einer Alterungsbehandlung
und einer Glühbehandlung)
Ausscheidungen erzeugt, die nicht zur Erhöhung der Festigkeit beitragen
würden
und nicht nur einen Mißerfolg
beim Erhalten der Festigkeit, die mit der Menge der Zugabe vergleichbar
ist, verursachen, sondern auch eine nachteilige Auswirkung auf die
Zieheigenschaft und die Biegeeigenschaft haben.
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Bezüglich des
Anteils von Si wird die geeignetste Menge der Zugabe von Si bestimmt,
indem der Anteil der Zugabe von Ni bestimmt wird, da angenommen
wird, daß die
Ausscheidung der Verbindung von Ni und Si hauptsächlich die Ni2Si-Phase
umfaßt.
Eine ausreichende Festigkeit kann nicht erhalten werden, wenn der
Anteil von Si weniger als 0,2 Gew.-% beträgt, ebenso wie wenn der Anteil
von Ni klein ist. Im Gegenteil, wenn der Anteil von Si 1,1 Gew.-% übersteigt,
tritt dasselbe Problem auf, wie wenn der Anteil von Ni groß ist.
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Der
Anteil von Ni wird so eingestellt, daß er vorzugsweise 1,7 bis 4,5
Gew.-% ist, stärker
bevorzugt 2,0 bis 4,0 Gew.-%, und der Anteil von Si wird so eingestellt,
daß er
vorzugsweise 0,4 bis 1,1 Gew.-% ist, stärker bevorzugt 0,45 bis 1,0
Gew.-%.
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Sn
und Zn sind entscheidende zugesetzte Elemente für die Bildung der vorliegenden
Erfindung. Ein gutes Gleichgewicht von Eigenschaften wird durch
eine gegenseitige Wechselwirkung dieser Elemente erreicht.
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Sn
verbessert die Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation sowie die Zieheigenschaft. Solche verbessernden
Auswirkungen können
nicht erreicht werden, wenn der Anteil von Sn weniger als 0,05 Gew.-% ist,
während
die elektrische Leitfähigkeit
durch Zugabe von mehr als 1,5 Gew.-% Sn abnimmt.
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Zn
ist in der Lage, die Biegeeigenschaft zu verbessern. Zn wird bevorzugt
in einem Anteil von 0,2 Gew.-% oder mehr zugegeben, da Zn die Beständigkeit
eines Sn-Überzugs
oder einer Lötzinnauftragung
gegenüber
Abblättern
bei Hitze und die Beständigkeit
gegenüber
Migration verbessern kann. Andererseits ist die Zugabe von mehr
als 1,5 Gew.-% Zn nicht bevorzugt im Hinblick auf die elektrische
Leitfähigkeit.
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Der
Anteil von Sn in der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise 0,05
bis 1,0 Gew.-%, stärker
bevorzugt 0,1 bis 0,5 Gew.-%, während
der Anteil von Zn vorzugsweise 0,2 bis 1,0 Gew.-% ist, stärker bevorzugt
0,4 bis 0,6 Gew.-%.
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S
ist ein Element, das die Hitzebearbeitbarkeit verschlechtert und
der Anteil davon ist auf weniger als 0,005 Gew.-% eingeschränkt. Es
ist insbesondere bevorzugt, den Anteil von S auf den Bereich von
0 bis weniger als 0,002 Gew.-% zu beschränken.
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Die
Gründe
für die
Beschränkung
der Anteile von Ag, Mn, Mg, Fe, Cr, Co und P für den Fall, in dem diese Elemente
enthalten sind, werden im folgenden beschrieben werden. Ag, Mn,
Mg, Fe, Cr, Co und P haben gemeinsam ähnliche Funktionen bezüglich der
Verbesserung der Formbarkeit. Der Gesamtanteil von einem oder mehreren
Elementen, ausgewählt
aus Ag, Mn, Mg, Fe, Cr, Co und P, falls vorhanden, ist 0,005 bis
2 Gew.-%, vorzugsweise 0,03 bis 1,5 Gew.-%.
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Ag
verbessert die Hitzebeständigkeit
und Festigkeit, während
es die Biegeeigenschaften verbessert, indem es verhindert, daß Kristallkörner grob
werden. Diese Wirkung kann bei einem Anteil von Ag von weniger als
0,005 Gew.-% nicht vollständig
erreicht werden, während
die Zugabe einer Menge, die 0,3 Gew.-% übersteigt, die Herstellungskosten
erhöht,
auch wenn die Menge die Eigenschaften nicht nachteilig beeinflußt. Aus diesen Gesichtspunkten
ist der Anteil von Ag, falls vorhanden, 0,005 Gew.-% bis 0,3 Gew.-%,
vorzugsweise 0,01 bis 0,2 Gew.-%.
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Mn
ist wirksam zum Erhöhen
der Festigkeit, während
es die Hitzebearbeitbarkeit verbessert. Ein Anteil von Mn von weniger
als 0,01 Gew.-% gibt nur einen kleinen Effekt, während ein Anteil, der 0,5 Gew.-% übersteigt,
nicht nur keinen Effekt ergibt, der mit der Menge der Zugabe vergleichbar
ist, sondern auch die elektrische Leitfähigkeit verschlechtert. Demgemäß beträgt der Anteil
von Mn, falls vorhanden, 0,01 bis 0,5 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis
0,35 Gew.-%.
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Obwohl
Mg die Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation verbessert, wird die Biegeeigenschaft nachteilig
durch Mg beeinflußt.
Vom Gesichtspunkt der Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation ist der Anteil von Mg wünschenswert 0,01 Gew.-% oder
mehr, und, je größer der
Anteil ist, desto besser. Andererseits ist eine gute Biegeeigenschaft
schwierig zu erhalten, wenn der Anteil bezüglich der Verbesserung der
Biegeeigenschaft 0,2 Gew.-% übersteigt.
Demgemäß ist der
Anteil von Mg, falls vorhanden, 0,01 bis 0,2 Gew.-%, vorzugsweise
0,05 bis 0,15 Gew.-%.
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Fe
und Cr verbinden sich mit Si, um eine Fe-Si-Verbindung und eine
Cr-Si-Verbindung zu bilden, welche die Festigkeit erhöhen. Die
Elemente fangen Si ab, das in der Kupfermatrix zurückbleibt,
ohne eine Verbindung mit Ni zu bilden, und sind dadurch wirksam
zur Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit. Da die Fe-Si-Verbindung und die
Cr-Si-Verbindung eine niedrige Ausscheidungshärtefähigkeit haben, ist es nicht
vorteilhaft, eine große
Menge dieser Verbindungen zu bilden. Die Biegeeigenschaft wird verschlechtert,
wenn der Anteil von Fe oder Cr 0,2 Gew.-% übersteigt. Demgemäß sind die
Anteile an Fe und Cr, falls vorhanden, jeweils 0,005 bis 0,2 Gew.-%,
vorzugsweise 0,03 bis 0,15 Gew.-%.
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Co
bildet eine Verbindung mit Si, wie es Ni tut, um die Festigkeit
zu verbessern. Während
Legierungen der Cu-Ni-Si-Serien
verwendet werden, weil Co teurer ist als Ni, können in der vorliegenden Erfindung
Legierungen der Cu-Co-Si-Serien und Cu-Ni-Co-Si-Serien ausgewählt werden,
falls sie unter Berücksichtigung
der Kosten annehmbar sind. Die Festigkeit und die elektrische Leitfähigkeit
der Legierungen der Cu-Co-Si-Serien werden
durch Alterungsausscheidung verbessert und sind geringfügig besser
als jene der Legierungen der Cu-Ni-Si-Serien. Demgemäß sind die
vorherigen Legierungen wirksam bei Teilen, in welchen thermische
Leitfähigkeit
und elektrische Leitfähigkeit
wichtig sind. Da die Co-Si-Verbindung eine geringfügig höhere Ausscheidungshärtungsfähigkeit
hat, neigt die Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation ebenfalls dazu, ein wenig verbessert zu werden.
Demgemäß beträgt der Anteil
von Co, falls vorhanden, 0,05 bis 2 Gew.-%, vorzugsweise 0,08 bis
1,5 Gew.-%.
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Phosphor
(P) hat eine Wirkung zur Erhöhung
der Festigkeit, während
er die elektrische Leitfähigkeit verbessert.
Ein großer
Anteil von P verringert die Biegeeigenschaft aufgrund von erhöhter Korngrenzenausscheidung.
Demgemäß ist der
Anteil von P, falls vorhanden, vorzugsweise 0,005 bis 0,1 Gew.-%,
stärker
bevorzugt 0,01 bis 0,05 Gew.-%.
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Während die
Menge der Zugabe von gleichzeitig mindestens zwei dieser obigen
Elemente in Abhängigkeit
von den benötigten Eigenschaften
geeignet bestimmt werden kann, wurde bestimmt, daß deren
Gesamtanteil 0,005 bis 2,0 Gew.-% ist, unter Berücksichtigung von Hitzebeständigkeit,
Beständigkeit
gegenüber Abblättern des
Zinnüberzugs
unter Hitze, Beständigkeit
gegenüber
Abblättern
der Lötzinnauftragung
unter dem Einfluß von
Hitze und elektrischer Leitfähigkeit.
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In
der vorliegenden Erfindung können
andere Elemente, wie z.B. B, Ti, Zr, V, Al, Pb und Bi in einer Gesamtmenge
von allgemein 0,01 bis 0,5 Gew.-% und vorzugsweise 0,01 bis 0,3
Gew.-% zugegeben werden, solange wesentliche Eigenschaften, wie
z.B. mechanische Festigkeit und elektrische Leitfähigkeit,
nicht verschlechtert werden. Da zum Beispiel B wirksam unterdrückt, daß Kristallkörner rauh
werden und dadurch die Festigkeit verbessert, wird das Element wirksam
in einer Menge von 0,005 bis 0,1 Gew.-% in einem solchen Maß zugegeben,
daß es
die elektrische Leitfähigkeit
nicht verringert. Ti, Zr, V, Al, Pb und Bi können enthalten sein, wobei
der Anteil jedes Elements allgemein im Bereich von 0,005 bis 0,15
Gew.-% ist, vorzugsweise im Bereich von 0,005 bis 0,1 Gew.-% liegt.
Wenn die Anteile von Pb und Bi zu groß sind, kann z.B. der erhaltene Kupferlegierungsdraht
schlecht bezüglich
der Biegeeigenschaft sein.
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In
den Kupferlegierungen zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung
umfaßt
der Ausgleich zu den oben beschriebenen Komponenten Cu und unvermeidbare
Verunreinigungen.
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Die
folgenden Zusammensetzungsbereiche sind Beispiele für die bevorzugten
Zusammensetzungsbereiche der Kupferlegierungen, die für den Draht
der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
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Das
erste Beispiel der Zusammensetzung der Kupferlegierung umfaßt 1,0 bis
3,0 Gew.-% Ni, 0,2 bis 0,7 Gew.-% Si, 0,05 bis 1,5 Gew.-% Sn, und
weniger als 0,005 (einschließlich
Null) Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist. Stärker
bevorzugt umfaßt
die Kupferlegierung 1,8 bis 3,0 Gew.-% Ni, 0,4 bis 0,7 Gew.-% Si,
0,1 bis 0,35 Gew.-% Sn und weniger als 0,005 (einschließlich Null)
Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist. Weiter bevorzugt umfaßt
die Kupferlegierung 2,2 bis 2,4 Gew.-% Ni, 0,52 bis 0,57 Gew.-%
Si, 0,12 bis 0,26 Gew.-% Sn und weniger als 0,005 (einschließlich Null)
Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist.
-
Das
zweite Beispiel der Zusammensetzung der Kupferlegierung umfaßt 1,0 bis
3,0 Gew.-% Ni, 0,2 bis 0,7 Gew.-% Si, 0,05 bis 1,5 Gew.-% Sn, 0,2
bis 1,5 Gew.-% Zn und weniger als 0,005 (einschließlich Null) Gew.-%
S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen ist.
Stärker
bevorzugt umfaßt
die Kupferlegierung 1,8 bis 3,0 Gew.-% Ni, 0,4 bis 0,7 Gew.-% Si,
0,1 bis 0,35 Gew.-% Sn, 0,3 bis 0,8 Gew.-% Zn und weniger als 0,005
(einschließlich
Null) Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist. Weiter bevorzugt umfaßt
die Kupferlegierung 2,2 bis 2,4 Gew.-% Ni, 0,52 bis 0,57 Gew.-%
Si, 0,12 bis 0,26 Gew.-% Sn, 0,45 bis 0,55 Gew.-% Zn und weniger
als 0,005 (einschließlich
Null) Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist.
-
Das
dritte Beispiel der Zusammensetzung der Kupferlegierung umfaßt 1,0 bis
3,0 Gew.-% Ni, 0,2 bis 0,7 Gew.-% Si, 0,05 bis 1,5 Gew.-% Sn, 0,2
bis 1,5 Gew.-% Zn, 0,01 bis 0,2 Gew.-% Mg und weniger als 0,005 (einschließlich Null)
Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist. Stärker
bevorzugt umfaßt
die Kupferlegierung 1,8 bis 3,0 Gew.-% Ni, 0,4 bis 0,7 Gew.-% Si,
0,1 bis 0,35 Gew.-% Sn, 0,3 bis 0,8 Gew.-% Zn, 0,05 bis 0,17 Gew.-%
Mg und weniger als 0,005 (einschließlich Null) Gew.-% S, wobei
der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen ist. Weiter
bevorzugt umfaßt
die Kupferlegierung 2,2 bis 2,4 Gew.-% Ni, 0,52 bis 0,57 Gew.-%
Si, 0,12 bis 0,26 Gew.-% Sn, 0,45 bis 0,55 Gew.-% Zn, 0,08 bis 0,16 Gew.-%
Mg und weniger als 0,005 (einschließlich Null) Gew.-% S, wobei
der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen ist.
-
Das
vierte Beispiel der Zusammensetzung der Kupferlegierung umfaßt 3,0 bis
4,5 Gew.-% Ni, 0,7 bis 1,1 Gew.-% Si, 0,05 bis 1,5 Gew.-% Sn und
weniger als 0,005 (einschließlich
Null) Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist. Stärker
bevorzugt umfaßt
die Kupferlegierung 3,5 bis 4,0 Gew.-% Ni, 0,8 bis 1,0 Gew.-% Si,
0,1 bis 0,35 Gew.-% Sn und weniger als 0,005 (einschließlich Null)
Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist. Weiter bevorzugt umfaßt
die Kupferlegierung 3,6 bis 3,9 Gew.-% Ni, 0,85 bis 0,95 Gew.-%
Si, 0,12 bis 0,26 Gew.-% Sn und weniger als 0,005 (einschließlich Null)
Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist.
-
Das
fünfte
Beispiel der Zusammensetzung der Kupferlegierung umfaßt 3,0 bis
4,5 Gew.-% Ni, 0,7 bis 1,1 Gew.-% Si, 0,05 bis 1,5 Gew.-% Sn, 0,2
bis 1,5 Gew.-% Zn und weniger als 0,005 Gew.-% (einschließlich Null)
S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen ist.
Stärker
bevorzugt umfaßt
die Kupferlegierung 3,5 bis 4,0 Gew.-% Ni, 0,8 bis 1,0 Gew.-% Si,
0,1 bis 0,35 Gew.-% Sn, 0,3 bis 0,8 Gew.-% Zn und weniger als 0,005
(einschließlich
Null) Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist. Weiter bevorzugt umfaßt
die Kupferlegierung 3,6 bis 3,9 Gew.-% Ni, 0,85 bis 0,95 Gew.-%
Si, 0,12 bis 0,26 Gew.-% Sn, 0,45 bis 0,55 Zn und weniger als 0,005
(einschließlich
Null) Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist.
-
Das
sechste Beispiel der Zusammensetzung der Kupferlegierung umfaßt 3,0 bis
4,5 Gew.-% Ni, 0,7 bis 1,1 Gew.-% Si, 0,05 bis 1,5 Gew.-% Sn, 0,2
bis 1,5 Gew.-% Zn, 0,01 bis 0,2 Gew.-% Mg und weniger als 0,005
(einschließlich
Null) Gew.-% S, wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen
ist. Stärker
bevorzugt umfaßt
die Kupferlegierung 3,5 bis 4,0 Gew.-% Ni, 0,8 bis 1,0 Gew.-% Si,
0,1 bis 0,35 Gew.-% Sn, 0,3 bis 0,8 Gew.-% Zn, 0,05 bis 0,17 Gew.-%
Mg und weniger als 0,005 (einschließlich Null) Gew.-% S, wobei
der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen ist. Weiter
bevorzugt umfaßt
die Kupferlegierung 3,6 bis 3,9 Gew.-% Ni, 0,85 bis 0,95 Gew.-%
Si, 0,12 bis 0,26 Gew.-% Sn, 0,45 bis 0,55 Gew.-% Zn, 0,08 bis 0,16
Gew.-% Mg und weniger als 0,005 (einschließlich Null) Gew.-% S, wobei
der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen ist.
-
Während das
Verfahren zur Herstellung des Kupferlegierungsdrahtes, das in der
vorliegenden Erfindung verwendet wird, nicht besonders eingeschränkt ist,
umfassen Beispiele für
das Verfahren die folgenden Verfahren nach dem Grob Vorziehen, um
die Kupferlegierung in Vorziehdrähte
zu formen.
Lösungsbehandlung → Alterungsbehandlung
Lösungsbehandlung → Alterungsbehandlung → Ziehen
Lösungsbehandlung → Ziehen
Lösungsbehandlung → Ziehen → Alterungsbehandlung
Lösungsbehandlung → Ziehen → Alterungsbehandlung → Ziehen
-
Der
durch eines der obigen Verfahren hergestellte Draht kann einer Glühbehandlung
unterzogen werden, um die elektrische Leitfähigkeit zu verbessern.
-
Das
Verfahren zum Grob Vorziehen zur Formen des Vorziehdrahtes der Kupferlegierung
umfaßt
Gießen
in einen Knüppel,
Formen eines Extrusionsstabs durch einen heißen Extruder und Grob Vorziehen,
um einen Vorziehdraht durch Drahtziehen und dergleichen zu formen.
Selbstverständlich
ist ein weiteres Ziehen in den späteren Schritten nicht immer
notwendig, vorausgesetzt, daß der
Durchmesser des Vorziehdrahtes, der grob vorgezogen wurde, dem endgültigen Durchmesser
des gewünschten
Drahtes angepaßt
ist.
-
Für die Lösungsbehandlung
wird der Vorziehdraht, der durch Grob Vorziehen geformt wurde, vorzugsweise
bei von 700 bis 950°C
für 10
Minuten oder mehr gehalten, stärker
bevorzugt bei von 800°C
bis 950°C für 10 Minuten
bis 180 Minuten und besonders bevorzugt bei von 850 bis 950°C für von 10
Minuten bis 120 Minuten. Für
die Alterungsbehandlung wird der Vorziehdraht vorzugsweise bei von
350 bis 600°C
für von
1,5 Stunden bis 10 Stunden gehalten, stärker bevorzugt bei von 400°C bis 600°C für von 2
Stunden bis 8 Stunden und besonders bevorzugt bei von 450 bis 600°C für von 2
Stunden bis 6 Stunden. Durch die Alterungsbehandlung wird die Ausscheidung
von intermetallischen Verbindungen verstärkt, um die elektrische Leitfähigkeit
und die Festigkeit zu verbessern. Ziehen (oder Drahtziehen) bedeutet,
daß der
durch das Grob Vorziehen erhaltene Vorziehdraht zu einem Draht mit
einen gewünschten
Durchmesser gezogen wird. Drahtziehen wird vorzugsweise bei Raumtemperatur
mit einem Verkleinerungsverhältnis
(η) von
0 bis 10 angewendet. Das Verkleinerungsverhältnis ist durch einen Wert
definiert, der aus η =
ln (S0/S) berechnet wird, wobei S0 eine Querschnittsfläche des Querschnitts ist, wenn
der Draht vor dem Drahtziehen in die Richtung geschnitten wird,
die vertikal zur Richtung des Ziehen des Drahtes ist, und S ist
eine Querschnittsfläche
nach dem Drahtziehen. Ein Verkleinerungsverhältnis (η) von 0 bei einem Schritt bedeutet,
daß in
diesem Schritt kein Ziehen des Drahtes angewendet wird.
-
Das
Verfahren zum Formen von Blech- (oder Stangen-) Materialien kann
in dem Verfahren zur Herstellung des Drahtes der vorliegenden Erfindung
nicht direkt eingesetzt werden. Während das Blechmaterial höchstens
mit einem Verkleinerungsverhältnis
von bis zu etwa 3 durch Walzen bearbeitet wird, sollte das Drahtmaterial
leicht mit einem Verkleinerungsverhältnis von 3 oder mehr durch
Ziehen bearbeitet werden. Die Zunahme der Festigkeit des Drahtmaterials
ist größer, wenn
es mit den Blech- oder
Stangen-) Materialien verglichen wird, da das Drahtmaterial im allgemeinen
mit einem höheren
Grad des Verkleinerungsverhältnisses bearbeitet
wird. Desweiteren ist sogar bei der Herstellung von Drähten mit
einem niedrigen Grad des Verkleinerungsverhältnisses, die Beziehung zwischen
der Temperatur in der Alterungsbehandlung und den Eigenschaften
(Festigkeit, elektrische Leitfähigkeit
und dergleichen) verschieden von dem bei der Herstellung der Blechmaterialien.
-
Im
allgemeinen wird das Drahtmaterial beim Herstellungsverfahren des
Drahtes gemäß der vorliegenden
Erfindung dem Ziehen unterzogen, obwohl, abhängig von einer Zusammensetzung
einer Kupferlegierung oder einem Hitzebehandlungsschritt, in einigen
Fällen
kein Ziehen nach der Lösungsbehandlung
angewendet wird. Die Anwendung des Ziehens trägt dazu bei, daß die Festigkeit
des erhaltenen Drahtes erhöht
und die Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation verringert wird. Die vorliegende Erfindung löst diese
Probleme speziell für
die Drahtherstellung und stellt Drähte mit gewünschter Festigkeit und Beständigkeit
gegenüber Spannungsrelaxation
bereit.
-
Der
Draht der vorliegenden Erfindung ist hervorragend bezüglich der
Zieheigenschaft. Zieheigenschaft, wie hier verwendet, bezieht sich
auf die Eigenschaft (Formbarkeit) zum wiederholten Ziehen eines
vorgegebenen Drahtes, wobei ein Brechen des Drahtes selten auftritt
und die Abnutzung einer Ziehlochplatte, während des wiederholten Ziehens
klein ist. Die Zieheigenschaft wird z.B. durch Zählen der Häufigkeit des Auftretens des
Brechens des Drahtes bestimmt, wenn ein Material mit einer vorgegebenen
Länge (oder
einem vorgegebenen Gewicht) dem Ziehen unterzogen wird. Bezüglich der
Abnutzung der Ziehlochplatten gibt es ein Verfahren, nach dem die
Abnutzung der Ziehlochplatten z.B. durch Messen der Durchmesser
des Drahtes zu Beginn des Ziehens und nach Beendigung des Ziehens
bestimmt wird, wenn ein Material mit einer vorgegebenen Länge (oder
einem vorgegebenen Gewicht) dem Ziehen unterzogen wird.
-
Als
Nächstes
werden im folgenden bevorzugte Verfahren zur Herstellung des hochfesten
Leitkupferlegierungsdrahtes der vorliegenden Erfindung beschrieben
werden, welcher für elektronische
und elektrische Apparate und Werkzeuge verwendet wird.
-
Die
Erfinder haben Experimente durchgeführt, indem die Kombinationen
zwischen Lösungsbehandlung,
Alterungsbehandlung und Ziebedingungen verschieden geändert wurden.
Als Folge wurde gefunden, daß das
Ausscheidungsverhalten der Cu-Ni-Si-Verbindung, die für die Erhöhung der Festigkeit und elektrischen
Leitfähigkeit
verantwortlich ist, durch das Verkleinerungsverhältnis oder dergleichen in den
Herstellungsschritten des Drahtes beeinflußt wird.
-
In
dem Herstellungsverfahren des Kupferlegierungsdrahtes der vorliegenden
Erfindung wird der Draht einem Fertigziehen unterzogen, wobei der
Draht auf einen gewünschten
Durchmesser fertiggestellt wird, zum Beispiel, nach dem der Lösungsbehandlung
folgendem Altern oder nach dem dem Ziehen nach der Lösungsbehandlung
folgendem Altern.
-
Die
Verfahren zum Erhalten eines besonders hochfesten Drahtes werden
unten beschrieben werden.
-
<Die oben unter Punkt (7) und (8) beschriebenen
Verfahren>
-
Bezüglich der
Zunahme der Festigkeit durch sowohl Kalthärten beim Zwischenziehen als
auch beim Ausscheidungshärten
bei der Alterungsbehandlung ist das Maß der Zunahme der Festigkeit
bei der Alterungsbehandlung klein, wenn das 4 übersteigende Verkleinerungsverhältnis beim
Zwischenziehen angewendet wird, und weiterhin wird der Draht durch
die Alterungsbehandlung weicher, wenn das Verkleinerungsverhältnis beim
Zwischenziehen zu hoch ist. Demgemäß wird das Verkleinerungsverhältnis beim
Zwischenziehen so definiert, daß es
von 0 bis 4 ist, vorzugsweise von 0,5 bis 3. Andererseits kann ein
Drahtmaterial mit einer mechanischen Festigkeit, die so hoch wie
1000 MPa oder mehr ist, kaum erhalten werden, wenn das Verkleinerungsverhältnis beim
abschließenden
Fertigziehen kleiner als 3 ist. Demgemäß wird das Verkleinerungsverhältnis beim
Fertigziehen so bestimmt, daß es
3 oder mehr ist, vorzugsweise von 4 bis 10.
-
Dann
kann durch eine Glühbehandlung
die elektrische Leitfähigkeit,
die Biegeeigenschaft und die Beständigkeit gegenüber Spannungsrelaxation
verbessert werden. Die Glühbehandlung
wird bei von 350°C
bis 500°C
für 1,5
Stunden oder mehr angewendet, vorzugsweise bei von 400°C bis 500°C für von 2
Stunden bis 8 Stunden.
-
<Die oben unter Punkt (9) und (10) beschrieben
Verfahren>
-
Obwohl
die Festigkeit ebenfalls durch Ziehen ohne Anwendung der Alterungsbehandlung
nach der Lösungsbehandlung
erhöht
wird, kann bei einem Verkleinerungsverhältnis von weniger als 7 keine
ausreichende Festigkeit erhalten werden. Demgemäß wird das Verkleinerungsverhältnis so
bestimmt, daß es
7 oder mehr ist, vorzugsweise von 8,5 bis 10.
-
Die
elektrische Leitfähigkeit,
Biegeeigenschaft und Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation können
durch Anwendung einer Glühbehandlung
bis zu einem Maß verbessert
werden, daß die
Zugfestigkeit nicht abnimmt. Der Draht wird bei von 200°C bis 400°C für 1,5 Stunden
oder mehr geglüht, vorzugsweise
bei von 250°C
bis 350°C
für von
2 Stunden bis 8 Stunden.
-
Die
Verfahren zum Erhalten eines Drahtes mit höherer Leitfähigkeit werden unten beschrieben
werden.
-
<Die oben unter Punkt (11) beschriebenen
Verfahren>
-
Das
Maß der
Zunahme der elektrische Leitfähigkeit
nach der Alterungsbehandlung wird mehr erhöht als das Verkleinerungsverhältnis beim
Zwischenziehen höher
ist, wenn die Alterungsbehandlung angewendet wird, nachdem das Zwischenziehen
nach der Lösungsbehandlung
angewendet wurde. Andererseits wird die elektrische Leitfähigkeit
mehr verringert als das Verkleinerungsverhältnis beim Fertigziehen höher ist,
wenn der Draht einem Fertigziehen nach der Alterungsbehandlung unterzogen
wird. Deshalb ist es bevorzugt, daß das Verkleinerungsverhältnis beim
Zwischenziehen größer gemacht
wird und das Verkleinerungsverhältnis beim
Fertigziehen so klein wie möglich
gemacht wird, oder das Fertigziehen überhaupt nicht angewendet wird, um
einen Draht mit einer höheren
elektrischen Leitfähigkeit
zu erhalten. Demgemäß wird das
Verkleinerungsverhältnis
nach der Lösungsbehandlung
(beim Zwischenziehen) so bestimmt, daß es 3 oder mehr ist, vorzugsweise
von 4 bis 10, und das Verkleinerungsverhältnis nach der Alterungsbehandlung
(beim Fertigziehen) wird so bestimmt, daß es von 0 bis weniger als
3 ist, vorzugsweise von 0,5 bis 2. Die obige Alterungsbehandlung wird
bei von 400°C
bis 600°C
für 1,5
Stunden oder mehr angewendet, vorzugsweise bei von 450°C bis 550°C für von 2
Stunden bis 8 Stunden.
-
Die
Verfahren zum Erhalten eines Drahtes mit guter Ausgewogenheit zwischen
mechanischer Festigkeit und elektrischer Leitfähigkeit werden unten beschrieben
werden.
-
<Die oben unter Punkt (12) beschriebenen
Verfahren>
-
Eine
gute Ausgewogenheit zwischen dem Verkleinerungsverhältnis beim
Zwischenziehen und dem Verkleinerungsverhältnis beim Fertigziehen ist
notwendig, um den Draht mit guter Ausgewogenheit zwischen der Festigkeit
und der elektrischen Leitfähigkeit
zu erhalten. Wenn das Verkleinerungsverhältnis beim Zwischenziehen weniger
als 0,7 ist, kann eine ausreichende Verbesserung der Leitfähigkeit
bei der nachfolgenden Alterungsbehandlung nicht erhalten werden
und die elektrische Leitfähigkeit
nimmt beim Fertigziehen nach der Alterungsbehandlung eher ab. Wenn
das Verkleinerungsverhältnis
beim Zwischenziehen 4 übersteigt,
wird die elektrische Leitfähigkeit
bei der Alterungsbehandlung im hohen Maße verbessert, das Alterungshärten zeigt sich
jedoch nicht bei der Festigkeit und der Draht wird eher weicher.
In diesem Fall, wenn der Draht im Schritt des Fertigziehens nach
der Alterungsbehandlung einem Ziehen mit einem hohen Maß an Verkleinerungsverhältnis unterzogen
wird, um die Verringerung der Festigkeit aufgrund der Erweichung
zu kompensieren, wird die elektrische Leitfähigkeit verringert. Demgemäß beträgt das Verkleinerungsverhältnis beim
Zwischenziehen zwischen der Lösungsbehandlung
und der Alterungsbehandlung von 0,7 bis 4, vorzugsweise von 1 bis
3. Das Verkleinerungsverhältnis
beim Fertigziehen ist so definiert, daß es weniger als 6 ist, vorzugsweise
von 0,5 bis 5, weil, wenn das Verkleinerungsverhältnis 6 oder mehr ist, die
Leitfähigkeit
auf weniger als 30% IACS bei der Anwendung eines Ziehens abnimmt.
Die obige Alterungsbehandlung wird bevorzugt bei von 400°C bis 600°C für 1,5 Stunden
oder mehr angewendet, stärker
bevorzugt bei von 450°C
bis 550°C
für von
2 bis 8 Stunden.
-
<Die oben unter Punkt (13) beschriebenen
Verfahren>
-
Bei
einem anderen Verfahren wird der Draht auf einen gewünschten
Durchmesser fertiggestellt, indem der Festigkeit und elektrischen
Leitfähigkeit
erlaubt wird, durch Wiederholung einer Sequenz von einem Ziehen,
einer Alterungsbehandlung und einer Glühbehandlung nach der Lösungsbehandlung
allmählich
anzusteigen. Das Verkleinerungsverhältnis beim Ziehen zwischen
den jeweiligen Hitzebehandlungen ist so definiert, daß es mehr
als 0 und 4 oder weniger ist, vorzugsweise von 0,5 bis 3, weil die
elektrische Leitfähigkeit
zu niedrig verringert wird, wenn das Verkleinerungsverhältnis 4 übersteigt,
so daß bei
der nachfolgenden Alterungsbehandlung oder der Glühbehandlung
eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit nicht erhalten werden
kann. Die Temperaturen bei der Glühbehandlung, die im nächsten Schritt
und danach angewendet wird, werden so gewählt, daß sie niedriger als die Temperatur
bei der ersten Alterungsbehandlung sind, da, wenn die Temperatur
der Glühbehandlung
im nächsten
Schritt höher
als die Temperatur bei der ersten Alterungsbehandlung ist, die in
dem vorhergehenden Schritt gebildeten Ausscheidungen wieder als
eine feste Lösung
aufgelöst
werden und die Wirkung der Alterungsbehandlung im vorhergehenden
Schritt zunichte gemacht wird. Die Alterungsbehandlung als die erste
Hitzebehandlung wird vorzugsweise bei einer Temperatur von 400°C bis 600°C für 1,5 Stunden
oder mehr angewendet, stärker
bevorzugt bei von 450°C
bis 550°C
für von
2 bis 8 Stunden, bei der Hitzebehandlung nach der Lösungsbehandlung.
Die Glühbehandlung
als eine zweite Hitzebehandlung und danach wird vorzugsweise bei
von 300°C
bis 550°C
(stärker
bevorzugt bei von 300°C
bis 500°C)
und bei einer Temperatur, die niedriger als die der ersten Alterungstemperatur
ist, für
von 1,5 Stunden oder mehr angewendet (stärker bevorzugt von 2 bis 8
Stunden).
-
Zwei-
oder mehrmaliges Wiederholen des Ziehens und des Glühens bei,
zum Beispiel, diesem Verfahren
Lösungsbehandlung → Ziehen → Alterungsbehandlung → (Ziehen → Glühen)n → Fertigziehen
(n
ist eine ganze Zahl von 2 oder darüber),
bedeutet, daß mindestens
zweimal Glühbehandlungen
angewendet werden. Die Glühbehandlung
kann die abschließende
Behandlung sein, indem das Fertigziehen ausgelassen wird.
-
<Die oben unter Punkt (14) beschriebenen
Verfahren>
-
In
einem anderen Verfahren wird der Draht auf einen gewünschten
Durchmesser fertiggestellt, indem ein Vorziehdraht durch Grob Vorziehen
vor der Lösungsbehandlung
geformt wird und dann sowohl eine Lösungsbehandlung als auch eine
Alterungsbehandlung angewendet wird. Die obige Alterungsbehandlung
wird bei von 400°C
bis 600°C
für 1,5
Stunden oder mehr angewendet, vorzugsweise bei von 450°C bis 550°C für von 2
bis 8 Stunden.
-
Es
ist außerdem
bevorzugt, einen Überzug
auf den Kupferlegierungsdraht für
elektronische und elektrische Maschinen und Werkzeuge der vorliegenden
Erfindung aufzubringen. Das Überzugsverfahren
ist nicht besonders eingeschränkt
und herkömmlich
verwendete Verfahren können
angewendet werden.
-
Während der
Durchmesser des Kupferlegierungsdrahts der vorliegenden Erfindung
nicht besonders eingeschränkt
ist und geeigneterweise in Abhängigkeit
von der Verwendung bestimmt wird, beträgt er vorzugsweise 10 μm oder mehr,
stärker
bevorzugt von 50 μm
bis 5 mm.
-
Der
Kupferlegierungsdraht der vorliegenden Erfindung ist hervorragend
bezüglich
der Festigkeit, der elektrischen Leitfähigkeit und der Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation.
-
Weiter
ist der Kupferlegierungsdraht der vorliegenden Erfindung hervorragend
bezüglich
der Biegeeigenschaft, Geradheit und Rundheit sowie Beschichtbarkeit
durch, zum Beispiel, Goldbeschichtung. Der Kupferlegierungsdraht
der vorliegenden Erfindung ist außerdem hervorragend bezüglich der
Zugeigenschaft, wenn der Draht einem zusätzlichem Ziehen unterzogen
wird.
-
Da
der Kupferlegierungsdraht der vorliegenden Erfindung überhaupt
kein Beryllium benötigt,
werden weiterhin Nachteile des aus Berylliumkupferlegierung hergestellten
Drahtes überwunden,
um hervorragende Vorteile zu ergeben, daß der Draht mit geringen Kosten
und hoher Sicherheit beim Herstellungsverfahren hergestellt werden
kann.
-
Gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung kann der Kupferlegierungsdraht mit diesen
hervorragenden Eigenschaften und Merkmalen sicher unter geringen
Kosten hergestellt werden.
-
Beispiele
-
Die
vorliegende Erfindung wird detaillierter unter Bezugnahme auf die
folgenden Beispiele beschrieben, aber die vorliegende Erfindung
soll nicht so ausgelegt werden, daß sie auf diese Beispiele eingeschränkt ist.
-
Knüppel wurden
durch Schmelzen und Gießen
der Legierungen mit den Zusammensetzungen, wie in Tabelle 1 gezeigt,
in einem Hochfrequenzofen hergestellt. Die Knüppel wurden einer Heißextrusion
unterzogen, gefolgt von Kaltbearbeiten (Drahtziehen), um Vorziehdrähte mit
einem Durchmesser von 15 mm herzustellen. Diese Vorziehdrähte wurden
einer Lösungsbehandlung
(bei 900°C
für 90
Minuten) und dann Ziehen mit einem Verkleinerungsverhältnis η von 0,7
unterzogen, um Drähte
mit einem Durchmesser von 0,5 mm zu erhalten. Diese Drähte wurden
einer Alterungsbehandlung bei 500°C
für 2 Stunden
in einer Inertgasatmosphäre
und dann Ziehen mit einem Verkleinerungsverhältnis η von 2,3 unterzogen, um Drähte mit
einem Durchmesser von 0,15 mm herzustellen. Die so erhaltenen Drähte wurden
hinsichtlich verschiedener Eigenschaften ausgewertet.
-
Die
Zugfestigkeit wurde gemäß JIS Z2241
gemessen und die elektrische Leitfähigkeit wurde gemäß JIS H0505
gemessen.
-
Zur
Bewertung der wiederholten Biegeeigenschaft wurde ein Gewicht an
das Ende des Testdrahtes gehängt,
so daß es
eine Belastung von 230 g ergab, der Draht wurde wiederholt auf 90° gebogen
und die Anzahl des Biegens vor dem Brechen des Drahtes wurde gezählt. Ein
hin- und hergehendes Biegen wurde als einmaliges Biegen gezählt und
die Anzahl des Biegens vor dem Brechen wurde für jede Testbedingung für 5 Drähte gemittelt.
Der Draht, der vor dem Brechen fünfmal
oder mehr gebogen werden konnte, wurde als erfolgreich bewertet.
-
Zur
Bewertung der Biegeeigenschaft wurde der Draht einem engen Kontaktbiegen
unterzogen, wobei der Draht mit einem inneren Krümmungsradius von 0 mm auf 180° zu der inneren
Seite hin gebogen wurde.
-
Die
Bewertungsindizes sind die folgenden Stufen:
- A:
hervorragend, ohne Falten;
- B: winzige Falten werden beobachtet;
- C: während
große
Falten beobachtet werden, werden noch keine Risse erzeugt;
- D: feine Risse werden beobachtet; und
- E: Risse werden klar beobachtet.
-
Die
Bewertungsstufen A, B und C werden als Einstufungen ohne praktische
Probleme beurteilt und die Bewertungsränge D und E werden als problematische
Einstufungen beurteilt.
-
Die
Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation wurde durch eine offenseitige Blockmethode gemäß dem Standard
der "Electronic
Materials Manufactures Association of Japan" (EMAS-3003) gemessen. Die Ladungsbelastung
wurde so eingestellt, daß die
maximale Oberflächenbelastung
80% der Dehngrenze sein würde
und die Spannungsrelaxationsrate (SRR) wurde bestimmt, indem die
Probe in einer konstanten Temperaturkammer bei 150°C für 1000 Stunden
gehalten wurde.
-
Die
Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt. Tabelle
1
Tabelle
1 (Fortsetzung)
Tabelle
2
Tabelle
2 Fortsetzung
-
Tabelle
2 zeigt deutlich, daß die
Proben in den Beispielen 1 bis 37 gemäß der vorliegenden Erfindung hervorragend
bezüglich
aller Eigenschaften, wie z.B. Zugfestigkeit, elektrische Leitfähigkeit,
wiederholte Biegeeigenschaft und Beständigkeit gegenüber Spannungsrelaxation,
sind.
-
Andererseits
kann die gewünschte
Festigkeit in der eine zu geringe Menge Ni enthaltenden Probe in Vergleichsbeispiel
38 und in der eine zu geringe Menge Si enthaltenden Probe in Vergleichsbeispiel
40 nicht erhalten werden. Im Gegenteil, während die Festigkeit der eine
zu große
Menge Ni enthaltenden Probe in Vergleichsbeispiel 39 sich nicht
von der Festigkeit der Proben in den Beispielen 2 bis 4 gemäß der vorliegenden Erfindung
unterscheidet, ist die erstgenannte Probe schlecht bezüglich der
Biegeeigenschaft. Weiterhin, obwohl die Festigkeit der eine zu große Menge
Si enthaltenden Probe in Vergleichsbeispiel 41 sich nicht von der Festigkeit
der Proben in den Beispielen 2 bis 4 gemäß der vorliegenden Erfindung
unterscheidet, ist die erstgenannte Probe schlecht bezüglich der
Biegeeigenschaft.
-
Die
Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation ist in der eine zu geringe Menge Sn enthaltenden Probe
in Vergleichsbeispiel 42 im Vergleich mit der Probe in Beispiel
7 gemäß der vorliegenden
Erfindung auffallend verschlechtert. Im Gegenteil, obwohl die Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation der eine zu große Menge Sn enthaltenden Probe
in Vergleichsbeispiel 43 sich nicht in so hohem Maße von der
Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation der Probe in Beispiel 8 gemäß der vorliegenden Erfindung
unterscheidet, kann bei der erstgenannten Probe eine gewünschte elektrische
Leitfähigkeit
nicht erhalten werden.
-
Da
beim Heißextrusionsverfahren
in der Probe aus Vergleichsbeispiel 44, bei welcher die zugegebene Menge
S die in der vorliegenden Erfindung definierte Menge übersteigt,
Risse erzeugt wurden, wurde der weitere Verfahrensablauf deshalb
abgebrochen.
-
Die
elektrische Leitfähigkeit
wurde in der Probe in Vergleichsbeispiel 45 verschlechtert, bei
welcher die zugegebene Menge Zn die in der vorliegenden Erfindung
definierte Menge übersteigt.
-
Obwohl
in der Probe in Vergleichsbeispiel 46, bei welcher die zugegebene
Menge Mn die in der vorliegenden Erfindung definierte Menge übersteigt,
die Wirkung der Erhöhung
der Festigkeit im Vergleich mit den eine geringere Menge an Mn enthaltenden
Proben in den Beispielen 25 und 26 gemäß der vorliegenden Erfindung
beobachtet wurde, war die elektrische Leitfähigkeit verschlechtert.
-
Die
Biegeeigenschaften ist schlecht in der Probe in Vergleichsbeispiel
47, bei welcher die zugegebene Menge Mg die in der vorliegenden
Erfindung definierte Menge übersteigt,
und obwohl die Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation im Vergleich mit der Probe in Beispiel 29 gemäß der vorliegenden
Erfindung verbessert ist, ist die gewünschte Leitfähigkeit
verschlechtert.
-
Obwohl
die elekctrische Leitfähigkeit
in der Probe aus Vergleichsbeispiel 48, bei welcher die zugegebene
Menge Fe die in der vorliegenden Erfindung definierte Menge übersteigt,
im Vergleich mit der Probe in Beispiel 31 gemäß der vorliegenden Erfindung
leicht verbessert ist, ist die Verbesserung nicht konsistent mit der
zugegebenen Menge. Außerdem
ist die Biegeeigenschaft auffallend verschlechtert.
-
Obwohl
die elektrische Leitfähigkeit
in der Probe in Vergleichsbeispiel 49, bei welcher die zugegebene Menge
Cr die in der vorliegenden Erfindung definierte Menge übersteigt,
im Vergleich mit der Probe in Beispiel 33 gemäß der vorliegenden Erfindung
leicht verbessert ist, ist diese Verbesserung nicht konsistent mit
der zugegebenen Menge. Außerdem
ist die Biegeeigenschaft auffallend verschlechtert.
-
Obwohl
sich die Festigkeit und die elektrische Leitfähigkeit der Probe in Vergleichsbeispiel
50, bei welcher die zugegebene Menge P die in der vorliegenden Erfindung
definierte Menge übersteigt,
nur wenig von denen der Probe in Beispiel 35 gemäß der vorliegenden Erfindung
unterscheiden, ist die Biegeeigenschaft auffallend verschlechtert.
-
Anschließend wurden
die Legierungen mit den Zusammensetzungen der Beispiele 29 und 30
unter den Legierungen aus Tabelle 1 geschmolzen und in Knüppel gegossen.
Nach Heißextrusion
dieser Knüppel, wurden
sie in Vorziehdrähte
mit einem Durchmesser von 15 mm durch Kaltbearbeitung (Drahtziehen)
geformt. Diese Vorziehdrähte
wurden in Drähte
mit einem Durchmesser von 0,15 mm durch Anwendung eines der in Tabelle
3 gezeigten Schritte A bis L geformt. Gleichfalls wurden die Legierungen
mit den Zusammensetzungen der Beispiele 29 und 30 geschmolzen und
in Knüppel
gegossen und, nach Heißextrusion
dieser Knüppel,
wurden durch Anwendung eines der in Tabelle 3 gezeigten Schritte
M, N, 0 und P Drähte
mit einem Durchmesser von 0,15 mm geformt. Verschiedene der oben
gezeigten Eigenschaften wurden unter Verwendung der oben erhaltenen
Drähte
bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 gezeigt.
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Tabelle
4 zeigt deutlich, daß die
Proben der Beispiele gemäß der vorliegenden
Erfindung bei allen bestimmten Eigenschaften hervorragend sind.
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Andererseits
ist die Probe in Vergleichsbeispiel 73 schlecht bezüglich der
Zugfestigkeit. Die Probe in Vergleichsbeispiel 74 ist schlecht bezüglich der
elektrischen Leitfähigkeit
und der Beständigkeit
gegenüber Spannungsrelaxation.
Die Probe in Vergleichsbeispiel 75 ist schlecht bezüglich der
Zugfestigkeit. Die Probe in Vergleichsbeispiel 76 ist schlecht bezüglich der
elektrischen Leitfähigkeit.
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Weiter
ist die Probe in Vergleichsbeispiel 77 schlecht bezüglich sowohl
der Zugfestigkeit als auch der elektrischen Leitfähigkeit.
Die Probe in Vergleichsbeispiel 78 ist schlecht bezüglich der
elektrischen Leitfähigkeit,
der Biegeeigenschaft und der Beständigkeit gegenüber Spannungsrelaxation.
Die Probe in Vergleichsbeispiel 79 ist schlecht bezüglich der
Zugfestigkeit. Die Probe in Vergleichsbeispiel 80 ist schlecht bezüglich sowohl
der elektrischen Leitfähigkeit
als auch der Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation.
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Industrielle
Anwendbarkeit
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Der
hochfeste Leitkupferlegierungsdraht der vorliegenden Erfindung mit
hervorragender Beständigkeit gegenüber Spannungsrelaxation
ist bevorzugt als ein hochfester Leitkupferlegierungsdraht für Teile
von elektronischen und elektrischen Maschinen und Werkzeugen, insbesondere
bevorzugt als Stifte, wie z.B. IC-Sockelstifte, Verbindungsstifte
oder dergleichen, Pole, wie z.B. Pole für Batterien, Leiter, wie z.B.,
Bandkabelleiter, Drahtleitungskabel für Maschinen und Werkzeuge oder
dergleichen, und Federmaterialien, wie z.B. Schraubenfedern.
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Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung ist vorteilhaft für die Herstellung
des hochfesten Leitkupferlegierungsdrahtes mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation.
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Nachdem
wir unsere Erfindung unter Bezug auf die vorliegenden Ausführungsformen
beschrieben haben, ist es unsere Absicht, daß die vorliegende Erfindung
nicht auf eines der Details der Beschreibung eingeschränkt ist,
wenn nicht anderweitig angegeben, sondern, daß sie innerhalb ihres Sinns
und Umfangs, wie in den anliegenden Ansprüchen angegeben, breit ausgelegt
werden soll.
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Zusammenfassung
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Ein
hochfester Leitkupferlegierungsdraht mit hervorragender Beständigkeit
gegenüber
Spannungsrelaxation, welcher 1,0 bis 4,5 Gew.-% Ni, 0,2 bis 1,1
Gew.-% Si, 0,05 bis 1,5 Gew.-% Sn und weniger als 0,005 (einschließlich Null)
Gew.-% S enthält,
wobei der Ausgleich Cu und unvermeidbare Verunreinigungen ist, und wobei
der Draht eine Leitfähigkeit
von 20% bis 60% IACS und eine Zugfestigkeit von 700 bis 1300 MPa
hat, und ein Verfahren zur Herstellung desselben.